Daniel Schweiz
als alternative zu einem hauskauf/miete habe ich mit überlegt eine grösseres boot zu kaufen. so ein 20 bis 25 meter motorsegler oder motorboot mit so 8-10 knoten. damit könnte man sich die ganzen phils in ruhe anschauen und man kann das boot auf der ganzen welt wieder verkaufen. somit bietet es auch die sicherheit gegen einen totalverlust wenn man das ding nicht gerade versenkt (ist ja selbst dann durch versicherung geschützt).
nun meine frage:
- was kosten die hafengebühren für so ein ding?
- man müsste wohl einen betreuer haben für ca. € 150 / monat
- was kommt sonst noch dazu?
- was spricht für was gegen diese Lösung/Gedanken?
Hat jemand von euch ahnung und entsprechende erfahrungen?
Danke im voraus
Gruss
Dani
Vitalis2424
Das hat fuer und wieder.
Einmal ist ein Boot anfaelliger, man ist permanent auf dem Wasser, Equipment verrottet schneller. Der Wohnraum ist nicht gerade als ueppig zu bezeichnen und man muss ihn sich dann noch mit dem "Betreuer" teilen, das fuehrt schnell zu Spannungen. Ob dieser Betreuer dann fuer 150 Euronen zu haben ist? Was sollte der denn betreuen? Einen Captain mit Patent wirst du wohl nicht fuer diesen Betrag bekommen.
Andererseits hat man 100% Privatleben (aber nur ohne Betreuer), kein Postbote kann einem was in den Kasten stecken und kein NAchbar kann nerven. Wenn doch, sucht man sich einen anderen Liegeplatz. Wenn es sich nicht gerade um eine millionenschwere Luxusjacht handelt, bewegt man sich immer in Campingkreisen, d.h. alles ist einfacher und spartanischer.
wie gesagt, es hat fuer und wieder.
Eines ist aber sicher, es ist niemals fuer ewig.
Daniel Schweiz
Für ewig ist das Altenheim. Ein Plan auf zehn Jahre ist doch schon nicht realistisch. Wer weiss schon was in 10 Jahren ist. Nicht alles zu verlieren und was erlebt/probiert zu haben ist doch schon toll. Wenn die Alternative ein Schrebergarten ist, ist das doch ein bisschen langweilig.
Gruss
Dani
Osiris
| quote: |
| Original von Daniel SchweizWenn die Alternative ein Schrebergarten ist, ist das doch ein bisschen langweilig. |
Da würd ich das Boot in jedem Falle vorziehen!
Vitalis2424
| quote: |
| Wenn die Alternative ein Schrebergarten ist, ist das doch ein bisschen langweilig. |
Kann ja sein Dani, aber pflanze doch mal auf dem Boot ein paar Steckrueben oder Kartoffeln.
Und zum Giessen musst du Suesswasser verwenden, also aus dem Tank. Dann faellt Duschen aus.
Spass beiseite: Habe mal auf meinem Boot fuer ein paar Wochen Urlaub gemacht, allerdings in D und auf dem Rhein. War eine herrliche Zeit, aber man war doch immer froh, einen Grund fuer einen Landgang zu haben (Wasser nachfuellen, Einkaufen gehen usw.). Ich erinnere mich gerne an das leichte schaukeln, das einen in den Schlaf wiegt und kein Hund, der einen nachts mit Bellen weckt
Ich wuensche dir viel Spass wenn du das wirklich durchziehen willst. Denke aber daran, es gibt auch harte Zeiten auf dem Boot, speziell bei Schlechtwetter oder mit dem "Betreuer".
susmaryosep
fast alle segler die ich hier kennengelernt habe sind australier oder engländer... hafengebühren umgehen alle, indem sie sich in geschützte buchten zurückziehen, wos nichts kostet... in negros sind dies die grosse bucht in siaton, tambobo und in sipalay die campomanes bay... viele ankern dort ihre boote und gehen nach hause arbeiten... gerade in tambobo triffst du bestimmt ein paar kapitäne die dir weiterhelfen können... porto galera dürfte auch so ein sicherer hafen sein, trotz dem typhoon letztes jahr...
susmaryosep
bgingo
hoi dani,
auch ich finde deine idee interessant. frage: was macht denn so ein betreuer an bord ?
gruss ingo
Daniel Schweiz
Ich habe vor so etwa die hälfte des jahres in den phils zu sein. nun gibt es natürlich die möglichkeit eine bootsgemeinschaft mit einem zweiten einzugehen. dann wäre das boot fast das ganze jahr bewohnt. ansonsten steht es 6 monate rum. der betreuer würde in diesen 6 monaten das boot betreuen, bewachen und alles etwas ausbessern oder/und instandstellen.
kuck mal da:
http://www.boatquest.com/All/Manufacture...SD/1/boats.aspx
Gruss
Dani
nasoowas
Ich habe eine 34 fuss Nordia in HK gehabt und bin damit 3 mal nach Manila gesegelt und dann weiter nach PG und dort ein bisschen in der Gegend rum. Es macht Spass...aber...
Die Maintenance ist sehr kompliziert. Was immer kaputt geht bekommst du nur in HK oder aus Europa.
Das Boot MUSS 24 Stunden bewacht sein ansonsten hast du am naechsten Tag 2 Maste und 3 Motoren...

Alles was nicht angebunden ist wird geklaut. Ich hatte zb einmal das Boot ueber nacht in einer Bucht bei Puerto Galera gelassen und habe in Sabang das Nachtleben genossen. Am naechsten Tag haben die Winschkurbeln gefehlt, die in der Plicht lagen...
Es ist heiss. Mein Boot hatte keine Klimaanlage und hat sich ueber Tag mit Holzdeck extrem aufgeheizt. Nachts konnte ich nur draussen schlafen.
Wasser oder Sprit bunkern ist ueberall ein Problem, da es keine Hafenanlagen fuer Boote mit 1,50 m Tiefgang gibt.
Ein Freund...Pilot bei CX..hat eine 60ft Motoryacht mit boatboy und Skipper..full time beschaeftight. Er kann mit Klimaanlage und grossem Tiefkuehlschrank darauf gut leben...aber es kostet natuerlich.
...und dann nicht zu vergssen die Piraten oder Gangster, fuer die dein 5 PS Yamaha outborder es Wert ist dich auf hoher see abzuknallen.
Trotzdem..... give it a try...aber lass Dir den Rueckweg offen.
Daniel Schweiz
nasowas
danke für die infos. hast du die möglichkeit deinen freund mal zu fragen was da ein etwa an kosten anfallen. wenn ein skipper und ein helfer darauf ist könnt man natürlich das ding auch gut vermieten und so wieder kosten sparen.
gruss
Dani
nasoowas
Charter....ohne Organisation dahinter???? ....lass die Finger davon. Geht was kaputt..und bei Chartergaesten tuts das oefters..dann musst du eine gute serviceorganisation haben, die dann sofort repariert.
Das ist in Phuket moeglich oder in Hongkong oder eventuell in Langkawi...aber nicht in den Philippinen.
Und dann kommt noch das Problem des Geschaefteintrages> als Auslaender wirst du da kaum eine Lizenz bekommen, das offiziell zu betreiben.
Ein Skipper, der nicht nur ein Auslegerboot beherrscht, sondern auch weiss was eine Fock ist, der kostet dich so um dei 15.000
Peso im Monat. Wenn er dann auch GPS navigation beherrschen soll und ins Radar schauen kann..dann gehts nicht unter 25.000. Ein boatboy rechne mit 5000
Peso.
Geschaeft koenntest du mit einem gutem lifeaboard Tauchboot machen..denn da gibts nix gutes in den Philippinen. Aber da reden wir dann von ca 2...3 Mio Eu investment......
Daniel Schweiz
Danke für Infos
naja. ein geschäft möchte ich ja eigentlich nicht machen. ich möchte es einfach nur geniessen ohne von den kosten erdrückt zu werden.
gruss
dani
sealteam4k
Hallo Dani.
Hafengebuehren sind unterschiedlich. Kosten im Cebu Yacht Club liegen zur Zeit bei 10 000.00 (zehntausend) US $. Dazu kommt noch die Mitgliedschaft in hoehe von 50 000.00
Peso pro Jahr. In Liloan gibt es einen weiteren Yachtclub. Kosten in etwa die Haelfte.
Bonbonon in Negros kostet etwa 200 Peos per Tag Liegegebuehren. Das gleiche gilt auch fuer Puerto Galera. Mitgliedschaft in Puerto Galera liegt bei
10 000 pesos per Jahr. Hat allerdings den Nachteil dass Landstrom nicht zu haben ist.
Kosten fuer ein Boot von deiner Groessenordnung liegen WEIT ueber den Preisen in Europa oder Amerika. Hier in Cebu ist ein Trawler zum Verkauf, Groesse ca. 55 Fuss. Gebaut in HongKong. Preis in etwa 500 000 US $.
Ein Bootboy liegt etwa bei 7000 bis 10 000 Pesos per Monat. Ausserdem gehen immer mehr Gemeinden (Barangays) dazu ueber Liegegebuehren zu verlangen.
Schicke mir eine
PN falls du weitere Einzelheiten haben willst.
Gruss aus Cebu
karl-Heinz