max108
sachen gibts !
meinen die etwa so was wie hallo hallo ?
MANILA. Die Globalisierung muss sich viele Vorwürfe gefallen lassen. Unter anderem den, regionale kulturelle Unterschiede und Besonderheiten etwa bei Kleidung, Musik oder Essen gnadenlos plattzuwalzen und durch Blue Jeans, amerikanische Popmusik und Pommes Frites zu ersetzen. Auf den Philippinen hat man auf den ersten Blick den Eindruck, dass hier die große Gleichmacherin besonders hart zugeschlagen hat. Manila ist mit Fastfood-Ketten, Shopping Malls und Hollywood-Filme spielenden Kinos überzogen.
Doch ein Besuch bei einem örtlichen McDonald's zeigt: So einfach liegen die Dinge nicht. Natürlich gibt es Burger und Fritten, aber auch in Papier eingeschlagene Bällchen, die aus Reis bestehen. Ohne die ist eine philippinische Mahlzeit nicht vollständig, und diesem Gesetz muss sich auch die Globalisierung beugen. In Europa besinnen sich die McDonald's-Filialen erst jetzt, nach Umsatzverlusten, auf den lokalen Geschmack. Auf den Philippinen konnte man nie auf Reis verzichten. Es gibt sogar Reis-Burger, bei denen die Brötchenhälften durch Reis ersetzt werden. Zum Frühstück wird ein Longa-Burger angeboten - Longa steht für eine hiesige Wurstspezialität namens Longaniza. Letzteres ist ein Beispiel dafür, wie lokale Vorlieben höchstens Kompromisse zulassen. Longaniza haben die spanischen Kolonisatoren vor ein paar hundert Jahren auf die Philippinen gebracht, doch kein Spanier würde in der ordentlich mit Zucker gewürzten philippinischen Variante seine heimische Wurst wiedererkennen.
Im philippinischen McDonald's gibt es anstelle von Apfeltaschen Taro-Taschen, also Soja-gefüllte, mit Hilfe von Ube-Wurzeln violett gefärbte Teigtaschen. Und es gibt die Abwandlung einer lokalen Spezialität, die aus gekochtem Mais, zerstoßenen Eiswürfeln und süßer Kondensmilch besteht. Mais mit Eis in der Fast-Food-Ausgabe besteht aus Softeis, über das eine ordentliche Portion gekochte Maiskörner gekippt wird. Geschmack lässt sich eben nicht wegglobalisieren.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...nte/685744.html
meinen die etwa so was wie hallo hallo ?
MANILA. Die Globalisierung muss sich viele Vorwürfe gefallen lassen. Unter anderem den, regionale kulturelle Unterschiede und Besonderheiten etwa bei Kleidung, Musik oder Essen gnadenlos plattzuwalzen und durch Blue Jeans, amerikanische Popmusik und Pommes Frites zu ersetzen. Auf den Philippinen hat man auf den ersten Blick den Eindruck, dass hier die große Gleichmacherin besonders hart zugeschlagen hat. Manila ist mit Fastfood-Ketten, Shopping Malls und Hollywood-Filme spielenden Kinos überzogen.
Doch ein Besuch bei einem örtlichen McDonald's zeigt: So einfach liegen die Dinge nicht. Natürlich gibt es Burger und Fritten, aber auch in Papier eingeschlagene Bällchen, die aus Reis bestehen. Ohne die ist eine philippinische Mahlzeit nicht vollständig, und diesem Gesetz muss sich auch die Globalisierung beugen. In Europa besinnen sich die McDonald's-Filialen erst jetzt, nach Umsatzverlusten, auf den lokalen Geschmack. Auf den Philippinen konnte man nie auf Reis verzichten. Es gibt sogar Reis-Burger, bei denen die Brötchenhälften durch Reis ersetzt werden. Zum Frühstück wird ein Longa-Burger angeboten - Longa steht für eine hiesige Wurstspezialität namens Longaniza. Letzteres ist ein Beispiel dafür, wie lokale Vorlieben höchstens Kompromisse zulassen. Longaniza haben die spanischen Kolonisatoren vor ein paar hundert Jahren auf die Philippinen gebracht, doch kein Spanier würde in der ordentlich mit Zucker gewürzten philippinischen Variante seine heimische Wurst wiedererkennen.
Im philippinischen McDonald's gibt es anstelle von Apfeltaschen Taro-Taschen, also Soja-gefüllte, mit Hilfe von Ube-Wurzeln violett gefärbte Teigtaschen. Und es gibt die Abwandlung einer lokalen Spezialität, die aus gekochtem Mais, zerstoßenen Eiswürfeln und süßer Kondensmilch besteht. Mais mit Eis in der Fast-Food-Ausgabe besteht aus Softeis, über das eine ordentliche Portion gekochte Maiskörner gekippt wird. Geschmack lässt sich eben nicht wegglobalisieren.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...nte/685744.html

nobi