Unbegleitetes tauchen in den Philippinen

tbs
Das mit dem unbegleiteten Tauchen ist schon so eine Sache für sich. Dort wo ich alleine ins Wasser hüpfe, weiss ich genau was mich dort erwartet und wo ich lang muß. Bei einem Hausriff kann man fast nix falsch machen und sollte jederzeit ohne Guide mit einer Gruppe von min. 2 Personen betauchbar sein. Da gehts dann mit dem Boot raus entweder z.B. Nord- oder Südriff und zurück wird getaucht, da brauch ich echt keinen Guide dafür.
Wenn ich jedoch das Tauchgebiet nicht kenne, tauche ich mit einem Guide. Nicht weil ich alleine Angst habe und mich nicht traue oder sonstwas, sondern weil der Guide die Plätze kennt, wo die "Sehenswürdigkeiten" sind. Man kann auch einen Checkdive machen, ohne das er wie einer aussieht. Das Team von den Easy divern in Sipalay, Negros macht das ganz gut. Der philippinische Guide hat da glaube ich ein gutes Auge was die "Tauchbeschaffenheit" seiner Gäste anbelangt. Ich war bisher in den Philippinen immer im 2er Team im Wasser. 2005 war ich mit einem Freund und Tauchbuddy in den Philippinen auf "Erkundungen" im Wasser. Wir sind ohne Plan der Unterwasserwelt dort Tauchen gegangen. Das Gebiet dort ist eigentlich kein Tauchgebiet, so das wir auch niemanden hätten fragen können. Alleine oder ohne erfahrenen Buddy würde ich das nicht machen, das war teilweise schon abenteuerlich. Das selbe kann mir passieren, wenn ich in einem Tauchgebiet ohne Guide ins Wasser gehe. Da kann ich an den schönsten Sehenswürdigkeiten vorbeischwimmen ohne sie zu bemerken.

tbs
hanjo
Hallo Mike,
wesshalb brauchst Du eine Banka, auf Siquijor ist dies nicht notwendig, die meisten bekannten Tauchplätze lassen sich von der Beach aus betauchen.
Maite ca. 150 m zum Riff
Die grösste Distanz ist Paliton ca. 200-300m aber auch dies lässt sich gemütlich abbadeln.

für Sunken Island ist eine Banka notwendig aber am besten auch ein Guide der sie findet.

Also wirklich fast geanuso wie auf den ABC-Inseln

Gruss hanjo

Auf der www.hollyette.com gibt es eine Kml Datei mit den Beachtauchplätzen für Google
Mike
Hallo Holly,

bei uns (Panglao) gibt es kaum shore dive und selbst für das Hausriff ist man mit einer Banka besser dran.

Aber ich wollte sowieso schon lange mal zu euch rüberkommen!

Nur meine Damen schauen immer so komisch, wenn ich Siquijor erwähne. Sie wissen wahrscheinlich nicht, ob sie ihre Besen mitnehmen sollen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen
Scubaholly
Hai Mike, Besen nur mit oertlicher Registratur von Siquijor! cool Natuerlich ist eine Banka immer angenehmer als ein langes schwimmen; mir machen 300-400m Rueckenschwimmen absolut nichts aus, wenn ich dann die Garantie habe, etwas abseits der Tauchrouten alleine zu tauchen. Auch das Hausriff in Alona (welches ja erheblich "nachgelassen" hat) waere so noch in meinem Bereich.

Na ja, vielleicht erzaehlst Du Deinen Maedels mal, dass ich persoenlich Siquijor "The Island of no Return" nenne... Augenzwinkern

Tropische, nachbarschaftliche Gruesse!
Holly, Hollyette's
ckien
Ich gehe mit niemanden ins Wasser, der Unterwasserfotografie macht, sogar in der Gruppe ist es oft eine Zumutung.

Ich war frueher Hochleistungsschwimmer, wenn ich voll atme, dann ist meine 10l Flasche locker in 45 min leer. Ich habe mich aber ans flacher atmen gewoehnt und bin immer im guten Schnitt, auch wenn mans eigentlich nicht machen soll.

Hoher/Geringer Luftverbrauch hat nicht immer mit Faehigkeit oder Un- zu tun.

Je nach Tauchgang verlier ich aber nach 60 bis 70 Minuten die Lust, insbesondere wenns im Schneckentempo vorangeht und die Mittaucher zwischen 10 und 20 m rumbaunzen weil sie nicht in der Lage sind gescheit zu tarieren.

.
mikehak
@CKien
Genau aus diesem Grund tauche ich lieber ohne Guide und Gruppe. So kann ich mein Tempo selber bestimmen und muss nicht mit einem ach so tollen Rescue Taucher (welcher vor dem Tauchen noch seine Karte zeigen muss) tauchen.
Ich selber mache auch keine Unterwasser Fotografie, aber für mich geht es meist Unterwasser zu schnell vorwärts. Ich schwebe sehr gerne vor irgendwas herum und schaue mir das ganz genau an. Meist findet man so ganz interessante kleine Tierchen oder auch andere Sachen.

Das mit dem Luftverbrauch ist mir klar. Als Freitaucher bin ich mich auch gewohnt die Lunge auszunützen. Beim Tauchen musste ich mich auch zuerst umgewöhnen. Nur schon wegen dem Tarrieren.

Ich finde die Idee von Holly sehr gut (und habe es auch schon einmal voll ausgekostet). Ich kenne ehrlich gesagt, eigentlich nicht viel anderes. Habe von meinen gesamten Tauchgängen vielleicht etwa 20% mit einem Guide gemacht.
empires71
@Chien:
Das ist halt unterschiedlich... jeder wie er möchte.
Ich kann mich z.B. stundenlang an einer Koralle festsetzen und schauen bis ich keine Luft mehr habe..... das kann in 40 m sein oder aber auch im 5 m Bereich! Fotografiere natürlich auch.....
Bei einem meiner Ausflüge in Bohol haben wir einen Geisterfetzenfisch entdeckt, der Tauchguide hatte noch nie einen gefunden dort! Sein Pech, dass er nicht bei uns mit war!!! großes Grinsen großes Grinsen
HaiOPai
quote:
Original von ckien:
Ich gehe mit niemanden ins Wasser, der Unterwasserfotografie macht, sogar in der Gruppe ist es oft eine Zumutung.

Ich war frueher Hochleistungsschwimmer, wenn ich voll atme, dann ist meine 10l Flasche locker in 45 min leer. Ich habe mich aber ans flacher atmen gewoehnt und bin immer im guten Schnitt, auch wenn mans eigentlich nicht machen soll.

Hoher/Geringer Luftverbrauch hat nicht immer mit Faehigkeit oder Un- zu tun.

Je nach Tauchgang verlier ich aber nach 60 bis 70 Minuten die Lust, insbesondere wenns im Schneckentempo vorangeht und die Mittaucher zwischen 10 und 20 m rumbaunzen weil sie nicht in der Lage sind gescheit zu tarieren.


Bin ebenfalls Hochleistungsschwimmer gewesen und sauge solch eine 10l-Flasche normalerweise auch in 40 Minuten aus, auf den den Phils allerdings hat es sogar für 70 Minuten geklappt (Super-Guide Barry, null Hektik, fotografieren so oft man will, einfach toll).

Trotzdem hätte ich ohne Guide (den ich normalerweise nicht brauche) nicht all die schönen "Kleinigkeiten" gesehen.


LG

HaiOpai cool
askari
Hey, ich hab jetzt über 3.000 Tauchgänge nur auf den Philippinen und bin kein Tauchlehrer.

Sehr, sehr viele können froh sein bis jetzt überlebt zu haben.

Sehr viele kommen stolz wie Oskar auf die Basis, knallen ihre lächerlichen PADI-Tauchlehrer-Brevets auf die Theke und meinen sie bräuchten deshalb am Checkdive nicht teilnehmen.

Ja wir tauchen sogar im Bodensee und an den Brothers.
Ach so, ach so, sorry.

Ja und dann kann man die Jungs stundenlang in der Mindoro-strait suchen. Nanu, Gezeiten auf den Philippinen. Und dann muß man denen noch klar machen, dass es in einer Meerenge aufgrund des Düseneffekts zieht wie ein Hexenschuss bei der Oma hoch zehn.

Und Ihr wollt die echt alleine Tauchen lassen. Bahala ka.
Scubaholly
@askari: also wird/wurde auch dort unbegleitetes tauchen angeboten? Wo sonst war der Guide? Eines noch zum Verstaendniss: bei uns wird selbst angeroedelt, das Equipment zum Wasser selbst getragen und zum Check ca. 200m an der Oberflaeche rueckengeschwommen. Das ist der erste Check, bevor abgetaucht wird. Sollte dabei jemand ausser Atem geraten, taucht diese Person an unseren 18 stroemungsarmen Tauchplaetzen ausschliesslich begleitet.

Tropische Gruesse!
Holly, Hollyette's (5.500+ TG)
askari
Es wurde, aufgrund einer exorbitant hohen Wiederholerquote, jedem freigestellt hinter dem Guide herzutauchen oder nicht. Angeraten wurde das jedoch nicht.

Wobei immer wieder festgestellt werden konnte, daß so oder so, einige erfahrene oder vermeintlich erfahrene sich absetzten.

Dort muss der Gast ebenfalls sich selbsständig anziehen usw. Es findet grundsätzlich mit jedem ein Checkdive statt, der allerdings mit einer nahezu 0% Durchfallqoute eher beruhigenden Character hatte. Den wenigen Durchgefallenen wurde dann direkt ein Discover local scuba verkauft.

Bei einfach zu betauchendem Gebiet könnte man das ja ermöglichen. Aber es gibt auch immer welche die selbst in der Badewanne verlorengehen. Damit muss man dann rechnen. Existiert kein Boot für den Notfall, halte ich das für etwas gewagt.
xxdidixx
Da schaut doch mal nach ägypten. 30 taucher und ein guide auf dem tagesboot und der geht nicht mal ins wasser. macht nur brifing. hab da schon wochen safaries mit gemacht ohne guide auf dem boot nur ein briefing von käpten und 20 taucher sind los. da wird erwartet das man ohne guide tauchen kann und auch zum boot zurück findet.
askari
Klingt nach echtem Qualitätsurlaub.

(Achtung Ironie)

Aber in Ägypten kann ja nix passieren, die Tauchtiefe ist auf 30 m beschränkt.
Scubaholly
Qualitaetsurlaub hin und her: wenn ich einem qualifiziertem, erfahrenen Taucher vorschreibe, wann er wie und wo zu tauchen hat, ist das noch nicht mal mehr ein (Tauch-)Urlaub fuer mich und einige meiner Gaeste. Es kommt immer wieder der Vergleich auf (den ich auch selber beobachte), mit der Stroemung. OK, die hiesigen Guides und TL"s sollten sich damit auskennen und sie auch beherrschen. Trotzdem passieren Unfaelle (wie auch mir im November 2005, nachzulesen hier im Forum); davon kann sich keiner freisprechen.

Doch nun mal der gegenlaeufige Vergleich: schmeisst doch mal einen lokalen Guide mit 1.000enden von Tauchgaengen, hier bei 27Grad, in unsere Gewaesser! Und dabei rede ich noch nicht einmal vom Eistauchen... Zunge raus
askari
Ich habe in 3 Jahren ca. 4.500 Gäste kommen und gehen sehen. Da waren nicht viele qualifizierte, erfahrene Taucher dabei denen ich das ohne weiteres zutrauen würde.

Unfälle passieren immer, aber wenn ich nicht darauf vorbereitet bin, keine Ahnung vom Tauchgebiet hab, dann steigt die Wahrscheinlichkeit.

Viele, viele Resorts haben nur deshalb so viele Wiederholungsgäste weil die machen dürfen was sie wollen. Da werden alle Regeln über den Haufen geworfen. Und eines Tages gibt es gar keine Regeln mehr.

Noch ein Satz zu den besonders qualifizierten:
Wer blind glaubt, dass Tauchlehrer tauchen können, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.

wäre nett wenn wir beim thema bleiben könnten. danke tdc
ckien
Ja, und die Anzahl der TG sagt auch nicht so viel aus, wenn wir schon vom Thema hier abkommen.
Vitalis2424
Nachdem ich in meinem Leben wirklich tausende Personen ausgebildet habe (als Fahrlehrer und als Tauchlehrer), komme ich zu folgendem Fazit:
1. Es gibt Leute, denen ich niemals mehr auf der Strasse oder unter Wasser begegnen moechte, weil sie mir zu gefaehrlich erscheinen
2. Es gibt Leute, die eine Pruefung mit Links absolvieren, dann aber im realen Leben (also auf der Strasse oder unter Wasser) klaeglich versagen und immer unangenehm auffallen
3. Und es gibt Leute, die haben mit dem Eingangstest so ihre Probleme, benehmen sich aber hinterher wundervoll unauffaellig
4. Last not least gibt es die "Profis" oder solche, die da glauben welche zu sein.

Wie will man solch ein Sammelsurium ueber einen Kamm scheren und ein klares Ergebnis fuer diesen Thread finden? Ich denke, hier handelt es sich um eine unmoegliche Aufgabe.
Nach meinem Dafuerhalten ist die Tauchbasis eigenverantwortlich, nach welchem System sie ihre Kunden ins Wasser laesst. Check und Augenmass sind unabdingbare Voraussetzung dafuer. Auf vorgezeigte Papiere und auf eine grosse Klappe gaebe ich mal generell garnichts. Auch warne ich vor dem, durch kommerzielle Zwaenge eingeengten Sicherheitswinkel. Aus finanzieller Sicht wohl verstaendlich kann diese Verhaltensweise langfristig jedoch zu einem verhaengnisvollen Damoklesschwert ausarten.
Ich fuer meinen Teil moechte mir ungern wegen der Unbesonnenheit meiner Kunden in Verbindung mit der eigenen Nachlaessigkeit oder wegen Faulheit oder Dummheit des Stuff lebenslangen Aerger einhandeln.
diver100
nachdem ich jetzt mal wieder eine zeitlang gelesen habe, komme ich zu der erkenntnis, das ich richtig liege, mit meiner meinung, deutsche basen zu meiden. ich stehe nun mal auf dem standpunkt, wenn ich bezahle, dann bestimme ich auch was passiert. ich habe keine lust, mir fuer mein geld auch noch vorschreiben zu lassen, was ich zu tun und zu lassen habe. allerdings gefaellt mir der standpunkt von holly schon. ich glaube, wenn ich mal in der naehe bin, werde ich mal vorbeischauen.
fmb
Wir ale haben sicherlich schon Basen erlebt, die 20 Taucher mit einem notachance erten, manchmal auch schlecht ausgebildeten Guide in´s Wasser werfen.
Klar! Nein, danke!

Aber heutzutage kann ich doch via Internet im Vorfeld schon meine Erkundigungen einholen und eine solche Basis meiden.

Auch in kleinen Gruppen kann man an nervige Mittaucher geraten. Wenn man das erst unter Wasser merkt und sich nicht verständigen kann, dann muß man das eben nach dem Tauchgang mit den Gästen, dem Guide oder der Basis besprechen (wenn man nicht vorab schon seine "Ansprüche" an einen Tauchgang geklärt hat).

Pauschal ist die Eingangsfrage wahrlich nicht zu beantworten.

So mancher Guide hat mir -gerade die "ortsansässigen"- Highlights gezeigt, an denen ich alleine vorbei getaucht wäre. Jungs, wie z.B. auch (neben hier bereits erwähnten Guides) Pamping von den Sea Explorers Bohol sehen Dinge, von denen man alleine nur träumen kann.
Dann doch gerne auch begleitetes Tauchen.
Aber auch gerne mal alleine ein bißchen herumstromern. Das macht auch mal Spaß!

Gruß
fmb
Mike
Ich glaube, diver100 bringt es auf den Punkt!

Dem kann ich mich nur anschliessen!