Gifttiere

wbethge
Netzpythons auf den Philippinen



Nein - man möchte man ihn doch lieber nicht zum Bettnachbarn haben, den Netzpython mit seinem massig gestreckten, zur Umklammerung bereiten, dunkel gemusterten Leib, den kleinen kalten Augen und der gegabelten Zunge. Der Schreck wirkt peitschenartig, wenn er dann noch das Maul aufreißt und die Sicht auf seine vielen Fangzähne freigibt.

Und dennoch … folgt man dem philippinischen Historiker Ambeth R. Ocampo (1), dann wurden noch im 19. Jahrhundert junge Pythons in Kübeln von den Straßenhändlern Manilas als Haustiere zur Rattenbekämpfung angeboten. Von Katzen nahm man Abstand, da diese sich zu schnell vermehrten. Der Einsatz von Gift hatte oft stinkende Kadaver zur Folge und in Fallen konnten auch die Finger kleiner Kinder geraten. Der Python war das Mittel der Wahl, offenbar hingen sie zumeist schlafend an der Hausdecke.

Einer Sage von Mindanao nach war die Pythonschlange in grauen Vorzeiten eine Art Lebensgefährte des großen Weltenschöpfers Makalindung („The Shaker“). Heutzutage trifft man den Netzpython wohl eher in den Regenwäldern Südostasiens an. Sie bevorzugen eine Nähe zum Wasser, nisten als gute Kletterer gerne in Baumhöhlen oder sie verstecken sich zwischen den langen Baumwurzeln. Ab und an werden sie sogar in den Städten angetroffen, wo man ihnen jedoch oft keine gesteigerte Medienbeachtung schenkt. Pressebekannt ist jedoch ein etwa vier Meter langer Netzpython geworden, den man im Mai 2005 in Manilas South Forbes Park auf dem Gelände der International Montessori School, Manila fand (2). Eine Beute wölbte sich in seinem Bauch. Man nahm an, dass die Schlange vielleicht einen Hund oder eine Katze erbeutet hatte. Es wurde jedoch kein Tier als vermisst gemeldet.

Die Nachricht stützt ein wenig die Theorie, dass der Netzpython zunehmend zum „Kulturfolger“ wird, der seine Beute auch in dichter besiedelten Gebieten zum Beispiel in Gestalt von Ratten, Hühnern, Katzen und Hunden finden kann. Einen Sturm der Entrüstung gab es auf den nicht unbedingt sehr tierfreundlichen Philippinen, als bekannt wurde, dass auf Bohol ein Pythonbesitzer seiner fast sieben Meter langen Pythonschlange „Prony“ Hauskatzen und Hunde zum FRAß anbot. Unter Bezugnahme auf das „Animal Welfare Act“ forderte man ihn auf, diese Art von Fütterung einzustellen (3).



Der Netzpython (Python reticulatus) gehört zur Familie der Riesenschlangen. Ausgewachsen erreicht er normalerweise eine Länge von 5 - 7 Metern. In einem Zoo auf Jakarta hält man jedoch - als sehr seltene Ausnahmeerscheinung - eine auf der Insel Sumatra gefangene Python-Schlange, die stattliche 14,85 m lang und 447 kg schwer ist (4)! Weibliche Pythons sind grundsätzlich länger und auch schwerer. Die Grundfärbung der leicht glänzenden Haut ist etwas variabel und reicht von gelb- bis dunkelbraun. Sie ist durchsetzt mit einer unregelmäßigen, manchmal fleck- oder rautenförmigen hell- bis dunkelbraunen Musterung. Die Pythonschlange sieht und hört schlecht, dafür verfügt sie aber in der Mundzone über Wärmerezeptoren, die eine Art Infrarotbild der Umgebung und der möglichen warmblütigen Beutetiere liefern. Mittels des Jacobson-Organ der ein- und ausfahrenden Zunge wird die Luft zudem nach interessanten Geruchstoffen gefiltert.

Netzpythons schleichen sich lauernd an ihre Beute heran und schnellen dann in die Richtung ihrer Beute. Festgehalten wird die Beute von bis zu 200 scharfen, einwärts gebogenen Zähnen, die auch zu Bißverletzungen führen können. Die Pythonschlange verfügt über keinen Giftapparat, jetzt kommen jetzt die enormen Muskelkräfte zum Zuge. Die Beute wird umschlungen und solange zu Tode gedrückt, bis die Atmung des Opfers aussetzt oder das Herz den Bluttransport einstellt. Bei größerer Beute wird der Unterkiefer ausgehängt und so das Maul vergrößert. Die bis zu 400 Rippen sind durch eine spezielle Bänderkonstruktion in größerem Umfang dehnbar. Das Opfer wird kopfüber als Ganzes heruntergeschlungen und von den Magensäften relativ langsam zersetzt. Bezüglich ihrer Opfer ist der Python nicht allzu wählerisch. Als Beutetiere in der freien Natur werden u.a. Ratten, Eidechsen, Vögel, Hühner, Affen, Mungos und kleinere Schweinearten genannt. In einer Untersuchung auf Sumatra stellte man fest, dass das mittlere Beutegewicht bei etwa einem Kilogramm lag. Es gibt aber auch einen Bericht, wonach ein Python ein Schwein von etwa 60 kg vertilgt hätte. Bei großer Beute ist es in seltenen Fällen dazu gekommen, dass die Beute nicht ausreichend zersetzt werden konnte. Daraufhin setzten Fäulnisprozesse ein und der Körper der Schlange platzte schlicht auf. Läuft dahingegen alles reibungslos, dann kann die Schlange nach großer Beute das Fressen auf Monate einstellen.

Stellen wir uns noch der Frage, wie gefährlich Python-Schlangen dem Menschen werden können. Von Bissen und schweren, tiefe Verletzungen wird häufiger berichtet. Es sind auch vereinzelte Todesfälle bestätigt worden. Im Internet findet sich eine Abbildung des auf Mindoro 1998 von einem Python getöteten Gumilid Lantod. Aus Pietätsgründen verzichten wir hier auf eine Wiedergabe des Bildes, das ihn im geöffneten Schlangenkörper zeigt. Er war allein und befand sich auf der Jagd nach Fledermäusen (5). Die Umstände, unter denen er getötete wurde, sind nicht bekannt. Gleichfalls im Jahre 1998 tötete in Lucena ein Python ein zwei Monate altes Baby. Er war in Abwesenheit der Eltern in das Schlafzimmer eingedrungen (6). Todesfälle insbesondere bei Erwachsenen scheinen eine sehr gelegentliche Ausnahme darzustellen, in deren Verlauf das Tier sehr gereizt wurde. Es gibt auch die Vermutung, daß ein erwachsener Mensch aufgrund seiner Schulterbreite technisch für den Pythonfraß weniger geeignet sei.




Nicht wenige Pythonbesitzer behaupten indessen, dass ihr im Terrarium gehaltener Zucht-Python nicht zuletzt aufgrund der sorgsamen Haltung zahm sei und sprechen ihm sogar eine gewisses Lernvermögen zu. Es bleibt aber eine potentielle Unberechenbarkeit. Der Python-Experte Bernd Klostermann formuliert in diesem Zusammenhang wie folgt: „Vom Verhalten her ist der Netzpython ein Individualist. Einige sind recht friedlich, einige beißen praktisch fast alles was sich bewegt. Da die Schlange recht groß wird, hat sie auch enorme Kräfte, welche man nicht unterschätzen sollte“ (7).

Abhängig vom Geschlecht werden Pythons nach etwa zwei bis vier Jahren geschlechtsreif. Nach der Paarung legt das Weibchen - die Angaben hierüber variieren stärker - zwischen 20 - 50 Eier. Sie sind knapp ein halbes Pfund schwer und werden vom Weibchen ca. 80 -90 Tage wachsam bebrütet. Die jungen Schlangen sind nach dem Schlupf auf sich allein gestellt. Sie sind aggressiver als die älteren Tiere, wobei in der freien Natur lebende Pythons generell als aggressiver gelten als Zuchttiere, die man ja in einem gewissen Grade domestizieren kann. Pythons können 20 - 30 (ausnahmsweise 40) Jahre alt werden. Frei lebende Tiere haben eine kürzere Lebenserwartung.

Noch ist der Netzpython in Südostasien in freier Wildbahn anzutreffen. Dank seiner höheren Reproduktionsrate gehört er noch nicht zu den vom Aussterben bedrohten Tieren, gleichwohl ist er in seinem Bestand bedroht und im Anhang 2 der internationalen CITES-Naturschutz-Konvention gelistet. Er wird vielerorts gefürchtet und geächtet; trifft man ihn an, wird unter ängstlichen Einheimischen schnell der Ruf laut, ihn einfach totzuschlagen.

Hin und wieder wird das Fleisch des Pythons gegessen. Manchmal spricht man auch der Galle heilsame Wirkungen zu. Gejagt wird der Python aber insbesondere wegen der markanten Musterung seiner Haut. Sie ist längst ins Visier der lederverarbeitenden Industrie geraten. CITES berichtet, dass im Jahr 2002 allein 437.500 Häute des Netzpython in den Export gingen(8).



Teile der Schickeria finden es offenbar „In“, mit Brieftaschen, Gürtel, Westen oder Stiefel aus Pythonleder zu kokettieren. Die Modefirma Forzieri verlangt zum Beispiel für nebenstehende Blazer aus Pythonleder stolze 2340 € (9). Bei Gucci gibt es dazu passende Handtäschchen für etwa 650 US $.

Wolfgang Bethge, in 2007
--------------------------------------------------------------


(1) Ambeth R. Ocampo, Street vendors in old Manila, in: http://www.seasite.niu.edu/Tagalog/Modul...ules/Philippine Economy/ocampo_article.htm
(2) 14-foot long python found in Makati school, in: http://www.mb.com.ph/issues/2005/05/17/M...5051734974.html
(3) Alburquerque, in: http://en.wikipedia.org/wiki/Alburquerque,_Bohol
(4) 49-foot python captured in Indonesia, in: http://www.markcarey.com/me/discuss-49fo...-indonesia.html
(5) Lutz Dirksen, Mythos und Giganten, in: www.anakondas.de
(6) The poisoned World, in: http://www.prn.usm.my/diary/text498.html#philipin
(7) Bernd Klosterkamp, Netzpython-Haltung, in: http://www.netzpython.de/
(8) http://www.eriezoo.org/reticulated_python.htm
(9) http://www.forzieri.com/design/forzieri_blazer_aus.asp
askari
Mein Freund Mario Lutz hat eine Schlangenzucht und einen Privatzoo auf Mindoro.

www.herpaworld.com

Giftschlangen, Spinnen, Affen, Echsen, alles da.

Man darf ja eigentlich keine Werbung machen, aber ich hoffe in diesem Fall wird mir das nochmal verziehen, schließlich wird auch Aufzucht und Auswilderung betrieben. Zudem bekommt er auch die "illegalen Rückläufer" vom Airport sprich aus Artenschutzgründen konfiszierte Reptilien werden ihm übergeben.

Inzwischen macht er auch Führungen usw.
Edit: Titoklaus - ist in diesem Fall weder Werbung noch sonst ein Problem, darauf hinzuweisen - wenn Du allerdings den Thread genauer gelesen hättest, wär Dir vielleicht was aufgefallen...
herpaworld
quote:
Originally posted by Amos
Hi Leute, ich habe eine Schlange getötet und würde gerne wissen wwas für eine das war. Für die Naturschützer unter euch : Die Schlange war auf einem Kinderheimgelände, also besser sie ist tot als ein kind.

Die Schlange war 1,4 Meter lang. Nussbraun und unten am bauch fast weiß. Sie war recht flink und hat sofort reißaus genommen. Sie hat sich bevor sie gebissen hat aufegerichtet und Drohgebärden gemacht und dann schnell in den Stock gebissen. Bilder, Video und Bericht gibts auf meinem Blog. Also, was für eine Schlange war das? Ach ja, sie hat definitiv gebissen und hatte Giftzähne.

aaron-in-manila.blogspot.com


Gratulation Amos !

da hast du dein bestes gegeben die gefährliche cobra zu erschlagen nur um heute rauszufinden das du im übereifer eineCoelognathus erythrurus mallinensis, also eine ganz harmlose rattennatter umgelegt hast. mensch, mensch... nicht das ich das nicht verstehen würde, das menschen aus angst und unwissenheit schlangen unbringen, besonderst in der nähe von kinderspielplätzen im eigenen garten etc. aber das, nee sorry. dann noch das video auf youtube laden und stolz drauf sein. *kopfschüttel*

wenn du dich schon dazu verpflichtet fühlst wildtiere zu töten, dann halt dich doch einfach mit den aussagen wie "ich mußte" und "es war eine kobra" zurück. erstens mußtest du nicht, zweitens war es keine kobra. im gegenteil, die rattennattern halten die wohngebiete von ratten frei. es sterben deutlich mehr menschen jedes jahr an krankheiten die von ratten auf den menschen übertragen werden als durch giftschlangen, besonderst hier in den tropen.
und was soll denn deine aussage in deinem blog "ich musste die schlange essen weil es das gesetz so verlangt" ? das musst du mir dann doch mal erklären.
nojo
ich nenne deine aktion Übertriebene Selbstdarstellung. also, kein grund darauf stolz zu sein, sondern ehr das gegenteil würde ich sagen. du hast das tier gegessen weil du es schon immer mal wolltest, oder warum die aussage in deinem blog "endlich hatte ich meine schlange"? absolut tolle vorbildwirkung! besonderst für philippinische kinder! Congratulations
Salamat
Dazu kann man eigentlich nicht mehr viel sagen, und herpaworld nur zustimmem. Schade für das Tier.Habe auch schon Schlangen gesehen.Das eizige was ich dan mache,den Fotoapparat zücken,und mich an dem Foto erfreuen, wie bei allen anderen Tieren auch.
kaithoma
das mit dem schangen erschlagen ist eine unsitte die es ueberall auf den philippinen gubt.... habe das das erstemal 1988 selbst miterlebt....
wir sind von donna helen nach tacabaca in dinagat gelaufen als mein schwager und zwei begleiter ploetzlich steine aufhoben und die ins gras auf der seite warfen....als ich nach dem grund fragte zeigten die mir die nun verletzte schlange und toeteten sie mit einem weiteren steinwurf....
meine vorwuerfe hinterher konnten sie ueberhaupt nicht verstehen schliesslich war es nur eine schlange die vielleicht mal irgend jemand gebissen haette.....
sancarlos
Hallo Forenmitglieder (oder Admin),

würde gern zu dieser Thema ein paar Bilder über Schlangen ins Forum einstellen, da ich aber nur ein unerfahrener Jungspund bin, weiss ich nicht wie ich das machen soll..Wäre vielleicht einer von den erfahrenen Onkels so gütig und würde mir dabei einen Rat erteilen...? dontknow

LG sancarlos

Schaust Du mal hier:Wie krieg ich ein Foto unter meinen Text ??? im gleichen Unterforum findest Du einige Beiträge zum Verkleinern der Bilder - Titoklaus
Salamat
Genau das kann ich auch nicht.Bilder hochladen..Wie..?..
MicBes
Hallo Mario,
gerade wieder zurück auf den Phils.mußte ich mit ansehen,wie wirklich ohne erkennbaren Grund, zwei Schlangen der Kopf mittels Machete abgetrennt wurde.

Auf meinen Protest hin, was denn der Blödsinn solle, antwortete man mir, das seien Giftschlangen!

Nun, ich mag Schlangen und Reptilien aller Art, bin aber nun doch neugierig geworden,um was für eine Schlange(n) es sich hier handelte.

Bittere Realität das es sich um Giftschlangen handelte, oder waren es einfach nur ungefährliche (Trug)nattern?

Die größere von beiden war ca. 1,30 cm lang, und die kleine hatte immerhin die stattlichen Ausmaße von immerhin ca. 15 cm, also ein Baby! Für mich als absoluter Laie handelt es sich um die gleiche Gattung, richtig?

Nun, besten Dank schon einmal für deine Info und

liebe Grüße

MICHA

PS: Wenn möglich für dich, schreibe doch die Antwort sofern es sich um eine ungefährliche Art handeln sollte, auch in Cebuano, wird mir sonst nämlich niemand glauben!
lopper
quote:
Original von MicBes
PS: Wenn möglich für dich, schreibe doch die Antwort sofern es sich um eine ungefährliche Art handeln sollte, auch in Cebuano, wird mir sonst nämlich niemand glauben!



... die glauben dir auch nicht wenn die Antwort in Cebuano kommt fröhlich
herpaworld
quote:
Originally posted by MicBes
Hallo Mario,
gerade wieder zurück auf den Phils.mußte ich mit ansehen,wie wirklich ohne erkennbaren Grund, zwei Schlangen der Kopf mittels Machete abgetrennt wurde.

Auf meinen Protest hin, was denn der Blödsinn solle, antwortete man mir, das seien Giftschlangen!

Nun, ich mag Schlangen und Reptilien aller Art, bin aber nun doch neugierig geworden,um was für eine Schlange(n) es sich hier handelte.

Bittere Realität das es sich um Giftschlangen handelte, oder waren es einfach nur ungefährliche (Trug)nattern?

Die größere von beiden war ca. 1,30 cm lang, und die kleine hatte immerhin die stattlichen Ausmaße von immerhin ca. 15 cm, also ein Baby! Für mich als absoluter Laie handelt es sich um die gleiche Gattung, richtig?

Nun, besten Dank schon einmal für deine Info und

liebe Grüße

MICHA

PS: Wenn möglich für dich, schreibe doch die Antwort sofern es sich um eine ungefährliche Art handeln sollte, auch in Cebuano, wird mir sonst nämlich niemand glauben!


Hi Micha,


das erste Tier kann ich leider ohne den kopf nicht indentifizieren, tippe aber ganz stark auf eine stegonotus, die ist ungiftig und tut keinem menschen etwas. das zweite foto zeigt eine Dendrelaphis pictus (paradise flying snake) und die tuen wirklich keinem menschen etwas zu leide sind völlig ungiftig und jagen in erster linie frösche und hausgeckos.

übrigens, lopper hat recht, die würden dir nicht glauben, auch wenn ich Cebuano könte, was ich nicht kann.

mein vorwurf ging auch weniger an die filipino, die wissen es nicht besser und versuchen in der tat, aus reiner furcht heraus alles umzubringen was die nicht kennen. ich bin nur immer etwas geschockt, wenn ein weisser, (hier lebend oder nicht) sich dieser, von aberglauben und unwissenheit geprägten sitten annimmt und den filipino auch noch recht in ihrem handeln gibt. vorallem, wenn diese leute sich dann auch noch feiert lassen - als seien sie ein held und hätten der ganzen bevölkerung im umkreis das leben durch ihr schwachsinniges handeln gerettet.

auch die jenigen, die meinen alles "fressen" zu müssen, die sollen sich mal städtische krankenhäuser anschauen, wie leute aussehen, die an amöbiases oder streptokoggen, salmonellen und weiss der henker noch welchen zonoosen leiden. ist ja eh alles so fein hygienisch bei kochen, vorallem in den provinzen das man da ruhig, mit ekto- und endoparasiten "geladene" viecher futtern kann, passiert ja eh nix,
nojo.....
no further comment
MicBes
Hallo Mario,

besten Dank für deine Infos. Wollen wir mal schauen, ob Lopper recht behält? Augenzwinkern

Aber ich denke, es ist nicht nur einfach Angst vor Schlangen, die sicher auch begründet sein kann, Unwissenheit, Efahrungen oder was auch immer.

Meines Erachtens ist es aber die Gleichgültigkeit und letztendlich eine Sache der Erziehung. Was wird der 7-jährige Sohn in Zukunft machen, der seinem Vater bei den Köpfungsaktionen zugesehen hat ????

Da ich ja nun weiß, das es sich für Menschen um ungefährliche "Tierchen" handelt, werde ich eim nächsten Schlangenauftritt mal handeln, anstatt zu argumentieren.

Ich denke und hoffe, das das aufnehmen und fortbringen der Schlange (natürlich ohne Biss ... fröhlich ), dann mehr Verständinis bringen wird ... oder Lopper, was meinst du!

Liebe Grüße

MICHA
khe
Ich nehme mal an es waren 2 Natternarten und die sind meistens giftig.Auf Mindoro habe ich einige kleine Baumnattern Grüne und schawarze Mamba gesehen und die sind giftig.Leider. Ich liebe Schlangen,begegne aber alle mit Vorsicht und habe ausser eine, die sich auf unseren Hof verirrte wo kleine Kinder waren noch keine getötet.
Dazu sind sie zu schön. fröhlich
Filmfan
moin...

Mein erster Beitrag hier... Ich les erstmal intensiv mit...

(will demnext nach Mindanao, (Cagajan de Oro))

aber was mir grad spontan dazu einfällt:

Was einen anzischt, faucht und sichtlich bedroht... Denzenter Rückzug reicht in aller Regel.

Was einen echt umbringt, das sind "Tierchens", die man allenfalls unter dem Mikroskop sehen kann...

Stimmts...?
MicBes
Hallo Mario,

mal wieder ein Pic von einer getöteten Schlange welche ich auf dem Weg in die Berge fand! Um was handelt essich hier?

Übrigens, kurz vor Weihnachten fand sich bei uns wieder eine Paradise flying Snake auf dem Grundstück wieder ein, und kaum zu glauben, nachdem ich das "Tierchen"in die Hand nahm um es vor unseren Nachbarn zu retten, baten die Kinder darum, sie einmal näher zu betrachten um sie anschließend selbst eigenhändig ins benachbarte verwilderte Grundstück zu bringen, mit fassungslosem Kopfschütteln der Eltern begleitet.

Nun, vielleicht werden die Erwachsenen solch ein Tier beim nächsten Auftreten wieder töten, keine Ahnung, die Kinder aber ganz sicherlich nicht mehr. Dennoch habe ich sie aufgeklärt, nun nicht jede Schlangenart bedenkenlos anfassen und streicheln zu mögen, sondern besser zurück zu weichen, who know´s!

Nichts desto Trotz werte ich das als kleinen Erfolg!

Liebe Grüße

MICHA
thorsten
Hallo !

Wie sieht es eigentlich mit Spinnen hier aus?
Vor kurzem hockte ich auf der Toilette als eine fast
Handgrosse Spinne im Bad sich breitmachen wollte...

Ich rannte natuerlich sofort raus man weiss ja nie was kommt... Rolf
und sagte meiner Verlobten dass im Bad ein richtig grosser Spider
sein unwesen dort treibt.

Als Rettung kam der Bruder herbei schnappte sich eine Sandale und
jackte das Monster vor die Tuer.... yupi

Speater sagte er mir...dass waere nur eine normale
Hausspinne gewesen cool

Habt Ihr auch schon damit erfahrung gemacht?
sind die auch giftig?


Gruesse,

Thorsten thumb
Spider
quote:
Habt Ihr auch schon damit erfahrung gemacht?


Die handtellergrossen, unbehaarten Spinnen sind ungiftig und werden oft als Insektenvernichter gehalten. Oft halten sie sich auf Toiletten auf.

Manche Leute streicheln sie sogar. Absolut ungefährlich (nur ekelig - für uns). Ein Spray-Schuss Baygon vertreibt sie.


Spider
tbs
quote:
Original von Spider
Die handtellergrossen, unbehaarten Spinnen sind ungiftig

Alle Spinnen auf diesem Planeten sind giftig. Damit lähmen sie ihr Opfer um es bewegungsunfähig zu machen. Es ist halt nur so, das je grösser eine Spinne ist, auch die Beisswerkzeuge grösser werden und ab einer bestimmten Grösse können sie auch die menschliche Haut durchdringen. Meistens ist so ein Biss nicht schlimmer als ein Bienenstich. Die allermeisten Spinnenarten können uns allerdings nicht gefährlich werden.

http://nafoku.de/spinnen/giftspin.htm

http://www.gifte.de/Gifttiere/spinnen.htm

tbs
Biber
Also ich bin nun kein Schlangenexperte da ich mich eher mit der Ornithologie beschäftige. Aber töten von Schlangen kommt trotzdem nicht in frage, hab auf Dias ein paar schöne Aufnahmen gemacht, z Bsp wie eine grüne Baumschange einen Frosch vertilgt, oder eine schwarze Kobra wie die zwischen aufgehäufte tote Korallen verschwindet, würde die gerne Euch zeigen muß nur mal sehen wo ich meine Dias skannen kann.
In iloilo haben mich mal auf den Salzgewinnungsanlagen, paar Watvögel interessiert, in den Becken wo noch Wasser drin war, waren überall dunkle braune Wasserschlangen, die unter Wasser ruhten
Gruß der Biber
Amos
Wollte mal wissen wie das mit Seeschlangen beim schwimmen ist. Kann man an Stränden von denen man weiß, dass es viele Seeschlangen gibt denn trotzdem schwimmen und baden gehen ? Reicht es beim reinlaufen Schuhe anzuziehen ?

Bekomme Deutschlandbesuch. Die haben Angst davor weil sie über die Seeschlangen im Netz gelesen haben und meinen sie können dann ja gar nicht schwimmen gehen.
herpaworld
quote:
Originally posted by MicBes
Hallo Mario,

mal wieder ein Pic von einer getöteten Schlange welche ich auf dem Weg in die Berge fand! Um was handelt essich hier?

Übrigens, kurz vor Weihnachten fand sich bei uns wieder eine Paradise flying Snake auf dem Grundstück wieder ein, und kaum zu glauben, nachdem ich das "Tierchen"in die Hand nahm um es vor unseren Nachbarn zu retten, baten die Kinder darum, sie einmal näher zu betrachten um sie anschließend selbst eigenhändig ins benachbarte verwilderte Grundstück zu bringen, mit fassungslosem Kopfschütteln der Eltern begleitet.

Nun, vielleicht werden die Erwachsenen solch ein Tier beim nächsten Auftreten wieder töten, keine Ahnung, die Kinder aber ganz sicherlich nicht mehr. Dennoch habe ich sie aufgeklärt, nun nicht jede Schlangenart bedenkenlos anfassen und streicheln zu mögen, sondern besser zurück zu weichen, who know´s!

Nichts desto Trotz werte ich das als kleinen Erfolg!

Liebe Grüße

MICHA



hallo micha,


bei dem tier auf dem foto handelt es sich um eine visyan speih kobra, auch samar kobra (Naja samarensis) genannt, diese tiere leben auf leyte, bohol, samar, camiguin und mindanao. die art gehört zu den tieren die besonderst schön sind, leider aber auch zu den besonderst giftigen. unbestätigten untersuchungen zu folge sterben ca. 101 menschen je 100.000 einwohner durch schlangen bisse auf den philippinen jährlich. die samar kobra hat einen nicht unerheblichen anteil daran.

nun, auf dem bild kannst du auch erkennen warum das so ist. ein tier totschlagen und liegenlassen ist gefährlicher als die schlange am leben zu lassen. was die wenigsten menschen wissen: eine giftschlange bleibt giftig, völlig egal ob die tod ist oder lebt. das gift kristallisiert und ist aktiv über jahre hinweg. nun hält sich zwar der kadaver nicht solange allerdings vorbeilaufende kinder spielen schon einmal gern mit diesen toten tiere, kann ja vermeintlich nix passieren. nun, leider falsch. speihkobras "sauen" sich selber nicht selten beim spucken ein und verteilen ihr gift über große teile des körpers. einmal mit einer offenen wunde am zeh vor das tote tier getreten und schon ist "die kacke am dampfen".

ich kann mich nur immer und immer wiederholen: die tiere einfach in ruhe lassen, notfalls einen schritt zurück gehen und eine minute warten. in der regel beruhigen sich selbst aufgeschreckte tiere sehr schnell und ziehen von dannen.

gratulation zur lehrvorführung! trotzdem, sei bitte vorsichtig! tiere die du nicht hundertprozent als ungiftig identifizieren kannst niemals anfassen!

cheers
Mario