Digger
Wenn Du nur Kartoffel und Nudel isst, werden sie Dir nichts tun. Lol
Gruß Digger
Le Drax
ha ha. das ist aber ein lustiger eintrag...
meine frage war eigentlich ernst gemeint...
klar kann man darüber lachen, wenn man schon 100mal auf den phils gewesen ist...
reismehl
Unruhen auf den Philippinen haben sich bisher in den letzten Jahren nie gegen Ausländer gerichtet, abgesehen von der Forderung nach Truppenabzug der Amis. Dass Hunger zu Revolten führen kann, zeigt sich bereits in immer mehr armen Ländern. Ich denke mal, es kann sehr wohl stärkere Massenproteste gegen die eigene Regierung dort geben.
Reismehl
kaithoma
hallo reismehl
noch haben wir keinen echten hunger auf den philippinen wie in so machem afrikanischem land...... und die regierung reagiert bereits auf die reispreis steigerungen.... in west mindoro ist der reis nicht sehr viel teurer als vor 6 monaten.... warum wohl?
Kraus
Sind aber die Filipinos nicht auch selbst schuld an der Krise? Trägt nicht ein unfähiges Landwirtschaftsministerium hier die Hauptveranwortung?
Hier wird z.T. was ich gelesen habe der Reis noch geerntet wie vor 100 Jahren. Wasserbüffel ziehen den Pflug. Keine Traktoren und Wasserläufe stehen zur Verfügung. Das Geld für Düngemittel fehlt oder die Pflanzen sind nicht genug gegen die Umwelt (Salzwasser) abgehärtet. Sicherlich tragen auch die Großgrundbesitzer zu der Lage bei weil sie eine viel zu hohe Pacht von den Reisbauern verlangen. Auch dürfte wie üblich Korruption, Zockererei von einigen Spekulanten und eine "Künstliche Knappheit" von Reis von einigen gewollt sein. Die philippinische Präsidentin hat jetzt zwar eine Soforthilfe in Höhe von 600 Millionen $ für die "Reisbauern" zugesagt, aber fraglich ist sicherlich wo diese Gelder wieder landen bzw. auftauchen werden.
Die Philippinien haben fast alles an landwirtschaftlichen Produkten was sie zum leben brauchen. Aber sie sind unfähig diese Produkte zum Wohle der Menschen hier zu produzieren, verteilen und zu nutzen. Das betrifft nicht nur die teilweise mittelalterliche Reisernte sondern auch andere Produktionsstellen im ganzen Land , die wie noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts produzieren.
Wenn man einen Gärtner in einer grossen modernen Hotelanlage noch mit einer Heckenscheere den Rasen schneiden sieht, sagt das schon alles über die philippinische Mentalität. Die Philippinien sind immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.
Kraus
| quote: |
Originally posted by kaithoma
hallo reismehl
noch haben wir keinen echten hunger auf den philippinen wie in so machem afrikanischem land...... und die regierung reagiert bereits auf die reispreis steigerungen.... in west mindoro ist der reis nicht sehr viel teurer als vor 6 monaten.... warum wohl? |
Hallo Kaithoma,
was glaubst Du wie lange diese Regierung die Quersubventionen von Reis durchhalten kann? Ich glaube nicht sehr lange. Warten wir es ab.
Wenn die Bauern nicht mehr Geld bekommen, von was sollen sie denn ihre höheren Benzinpreise, die Löhne und die Pacht bezahlen? Vorausgesetzt die erhöhten Reispreise kommen auch direkt bei den betroffenen Bauern an. Auf der einen Seite moniert man die unzureichenden Löhne in der Landwirtschaft und auf der anderen Seite wehrt man sich gegen Preiserhöhungen. Nicht einfach das Problem. Auch hier z.Zt. in Deutschland.
Auch der Spritpreis wird in wenigen Monaten die 50 Pesomarke überschreiten. Davon bin ich fest überzeugt. Und das wird direkt oder auch indirekt bei den Lebensmittelpreisen spürbar sein. Wie in den USA, wie in Deutschland und demnächst auch auf den Philippinien. Und auch hier wird die Regierung nichts unternehmen. Können.
kaithoma
hallo kraus
die frage ist weniger ob die regierung die subventionen durchhaelt sondern viel mehr ob die versprochenen hybridsamen und duengemittel bei den bauern ankommen werden.....obwohl ich eigentlich diesesmal eine strenge ueberwachung bei der verteilung erwarte.....
was die grossgrundbesitzer angeht gibt es beim reis nicht mehr so viele.... das meiste land wurde waehrend der agrarian reform verteilt, was aber nun ein anderes problem aufwirft.... die kleinbauern sind zwar nun landeigentuemer aber haben wie ueblich nicht genug geld zum pflanzen und muessen sich nun verschulden.... leider hat ihnen nie jemand beigebracht wie man geld nach der ernte einteilt.....
Kraus
...und eben diese Kleinbauern leihen sich dann wieder Geld für Samen und Düngemittel von dem Verpächter oder anderen Geldgebern zu "entsprechende Zinsen" oder Abgaben von den späteren Erträgen und sind dann wieder genau so arm/reich wie zuvor wie ich gelesen habe. Ist das nicht ein Teufelskreis? Das erklärt dann auch vielleicht, warum diese Menschen niemals in der Lage sein werden eine Pumpe oder sogar einen Traktor sich anzuschaffen. Könnte ich mir denken. Ich bin kein Bauer.
kaithoma
wenn ein kleinbauer nun aus einem guten hektar 5 tonnen palay geerntet hat und dafuer 70000 pesos bekam muesste ernur das geld einteilen denn die naechste pflanzung steht einen monat nach der ernte an...... aber stattdessen werden alle moeglichen unnuetzen dinge gekauft und das oft genug auf raten was ihnen 4 oder 5 monate wegen nichtbezahlen wieder abgenommen wird.... es ist wirklich zum groesstenteil die unfaehigkeit mit geld umzugehen..... das muesste man ihnen in seminaren zuerst einmal klar machen...aber ich glaube dass dieses wissen auch nicht all zu viel helfen wuerde.... be diesen ratengeschaeften sind aber fuer gewoehnlich keine handtraktoren oder anderes nuetzliches die finanziert werden...eher ein neuer fernseher mit karaoke oder ein motorrad etc..... habe ich hunderte malegenauso erlebt...bei reis und bei gemuesebauern....
Kraus
nehme ich Dir voll ab Kaithoma. Ich kenne diese Art von Filipinos. Ich habe einigen schon Geld für ein neuen Fernseher gegeben, der dann bei meinem nächsten Besuch nicht im Wohnzimmer sondern im Pfandhaus stand.
jochen53
Hallo Kai,
weil es genauso ist wie Du es beschreibst eröffnen sich aber auch ungeahnte Geschäftsmöglichkeiten für fitte Leute. Wenn ich mich hier so umschaue sind praktisch alle Felder bestellt. Irgendwie geht es ja doch. Die Frage ist, wer verdient wieviel am Ende...
Karsten
| quote: |
Original von Kraus
Das erklärt dann auch vielleicht, warum diese Menschen niemals in der Lage sein werden eine Pumpe oder sogar einen Traktor sich anzuschaffen. Könnte ich mir denken. Ich bin kein Bauer. |
Lieber Kraus,
den Traktor, den Du brauchst, um auf einem Reisfeld herumzufahren, um es Du für die Kulturführung fit zu machen, den kannst nicht einmal DU bezahlen! Oder hast Du mal eben 170.000 Euro übrig über für einen guten Fendt?
Da mußt Du Dir den größten mit den größten und breitesten Reifen (am besten Zwillingsbereifung hinten...) heraussuchen, mit 4wd und Sperrdifferenzialen.
Bestimmt würde sogar ein moderner MB-Unimog in einem Reisfeld stecken bleiben. (Obwohl der durch das Achsvorgelege eine unglaubliche Bodenfreiheit hat.)
Kannst Du Dir vielleicht denken, warum?
Und kannst Du Dir auch denken, warum hier Tiere immer noch am besten einzusetzen sind?
Und ich sag's noch einmal: Düngemittel muß man nicht nur bezahlen, sondern auch ausbringen können. Hiermit meine ich u.a. die richtige Dosierung.
Frag doch mal deine phil. Freunde, was für sie NO3 ist. Würde mich mal interessieren, was die antworten. Oder frag sie, was NH4 ist...
Wenn auch Du es nicht wissen solltest, wie kannst Du dann fordern, daß sie zum Düngen haushalten sollen?
Aber so langsam sehe ich doch den Sinn einer guten Ausbildung ein. Da lernt man einfach ein paar kleine Details, die die anderen Leute, die über den Gartenbau schimpfen, übersehen und am Thema vorbei disktutieren.
Ich denke, die Filipinos haben für sich selber schon einen Weg gefunden, Reis anzubauen. Verbesserungen sind hier nur nach intensiver Aufklärungsarbeit möglich.
Karsten
Palawan64
Ich glaube selbst der große Fendt richtet hier nichts aus.
Super Video
kurt42
Mit den Traktoren redet ihr Unsinn, solche fuer Reisfelder gibt es (gab es) von Lamborghini, kleine Motoren fuer ALLE Oele, Riesenraeder.
Habe vor x-Jahren einmal fuer einen Hollaender in Italien gedolmetscht welcher 10.000 Stueck fuer Indien bestellte und als Gegenleistung Edelhoelzer bekam. Wie ich Hollaender kenne war es ein gutes Geschaeft. Die Dinger kamen damals so um die 3.800,- $/Stueck. Wobei ich erstaunt war, sehr simpel die Dinger ohne Anlasser sondern ueber Schwungrad und Seil angelassen, ohne Elektrik u.s.w. Einfach nur fuer Reisbauern konstruiert.
Also nichts von wegen Fendt - Deer - Same. Die sind alle fuer andere
Arbeiten gedacht.
Beste Gruesse
kurt
jochen53
Jo, und wieviel kräftige Jungs braucht man, um den Holland-Trecker über mehrere Kilometer, 20 cm schmale Trampelpfade zum eigentlichen Reisfeld zu tragen?
Man kann natürlich auch durch die Reisterassen und Dämme der Nachbarn damit fahren.
Wenn man genug Leibwächter hat.
kaithoma
es gibt mittlerweile viele dieser kleinen handtraktoren ohne riesige reifen...die haben an der seite der reifen ein schaufelrad montiert, das etwa 10-15cm kleiner im durchmesser ist als der reifen und das bringt die durch jeden schlamm....ausserdem werden reisfelder gepfluegt wenn kein wasser drin ist....
Karsten
Liebe Leute,
Ihr wollt doch hier jetzt nicht einen Traktor-Thread starten?
Darum ging es mir nicht. Ich wollte von Kraus lediglich wissen, ob er vor dem Schreiben seines Postings nachgedacht hatte, was er da schreibt und fordert.
Er forderte ein Umdenken. (Und Nachdenken)
Aber nachdem einige hier voll auf Traktoren eingestiegen sind und nicht gerafft haben, daß ich Fendt nur exemplarisch erwähnt hatte (das war der Name, der mir als erstes einfiel) weiß ich nicht, ob hier die richtigen Leute sind die den Philippinos sagen sollten, was sie auf dem Feld zu verändern haben. Denn auch einige von Euch scheinen gelegentlich Schwierigkeiten zu haben, die Aussage eines Postings zu erfassen.
Aber vielleicht hatte ich es auch unverständlich geschrieben...
Ich denke, der an die phil. Gegebenheiten angepaßte Carabao oder Wasserbüffel scheint doch bis auf weiteres am Besten zu sein. Alles was der braucht ist Futter. Kein Benzin, kein Öl und auch keine Ersatzteile und Leute, die darüber Fachwissen mitbringen. (Im Gegensatz zum Menschen...) Und wenn man ihm gute Lebensbedingungen bietet, braucht der eigentlich auch nie den Tierarzt sehen.
Und bei Rohölpreisen von 120 Dollar/Barrel würde ich mal sagen, daß die Tiere vielleicht derzeit so unwirtschaftlich gar nicht mehr sind?
Denn Ihr redet immer von Leuten, die die nächste Anbauperiode auf Kredit machen müssen. Da muß man dann doch so denken und organisieren, daß die möglichst wenig Geld aufnehmen müssen??
Karsten
carldld
| quote: |
Originally posted by Karsten
weiß ich nicht, ob hier die richtigen Leute sind die den Philippinos sagen sollten, was sie auf dem Feld zu verändern haben. Denn auch einige von Euch scheinen gelegentlich Schwierigkeiten zu haben, die Aussage eines Postings zu erfassen.
Karsten |
Ich glaube nicht dass auch nur einer hier in der Lage dazu ist, einschliesslich Dir es sei den Du bist ein Agrarexperte!
Ein wichter Punkt was den Anbau betrifft wird vergessen....die Landflucht! Dadurch dass nicht mehr genug verdient wird geht es ab nach Manila, dort (denkt man) kann man mehr verdienen! Dazu kommt dass die Freunde von der NPA in vielen Gegenden bei den Bauern auch noch abkassieren, also bleibt noch weniger übrig!
Gruss
magic1
| quote: |
Original von Karsten
Liebe Leute,
Ihr wollt doch hier jetzt nicht einen Traktor-Thread starten?
Darum ging es mir nicht. Ich wollte von Kraus lediglich wissen, ob er vor dem Schreiben seines Postings nachgedacht hatte, was er da schreibt und fordert.
Er forderte ein Umdenken. (Und Nachdenken)
Aber nachdem einige hier voll auf Traktoren eingestiegen sind und nicht gerafft haben, daß ich Fendt nur exemplarisch erwähnt hatte (das war der Name, der mir als erstes einfiel) weiß ich nicht, ob hier die richtigen Leute sind die den Philippinos sagen sollten, was sie auf dem Feld zu verändern haben. Denn auch einige von Euch scheinen gelegentlich Schwierigkeiten zu haben, die Aussage eines Postings zu erfassen.
Aber vielleicht hatte ich es auch unverständlich geschrieben...
Ich denke, der an die phil. Gegebenheiten angepaßte Carabao oder Wasserbüffel scheint doch bis auf weiteres am Besten zu sein. Alles was der braucht ist Futter. Kein Benzin, kein Öl und auch keine Ersatzteile und Leute, die darüber Fachwissen mitbringen. (Im Gegensatz zum Menschen...) Und wenn man ihm gute Lebensbedingungen bietet, braucht der eigentlich auch nie den Tierarzt sehen.
Und bei Rohölpreisen von 120 Dollar/Barrel würde ich mal sagen, daß die Tiere vielleicht derzeit so unwirtschaftlich gar nicht mehr sind?
Denn Ihr redet immer von Leuten, die die nächste Anbauperiode auf Kredit machen müssen. Da muß man dann doch so denken und organisieren, daß die möglichst wenig Geld aufnehmen müssen??
Karsten |
Ich muss dem Karsten zustimmen. Aufgrund der meisten landwirtschaftlichen Gegebenheiten ist ein Traktor dort meist nicht nötig und bestimmt unwirtschaftlich. An den Schiffen hängen sie mittlerweile wieder Segel hin. Ein Carabao tuts in einem Reisfeld ganz bestimmt. Oder meinst du, ein philippinischer Bauer kann sich die 10 - 20 l Diesel, die so ein Gefährt pro Stunde verbraucht, so einfach leisten?