Imkerei

sunny
Es ist gängige Praxis in den Philippinen Honig zu strecken. Allerdings schmeckt man das dann.

Wie allerdings schon unser Mitglied "Pepe" am 28.04.05 gepostet hat ist es doch ein Unterschied ob mit Zuckerwasser gefüttert wird oder nicht:

"Most, if not all commercial beekeepers of Apis cerana in the southern Philippines feed their bees with refined sugar all year round. They sell comb honey with liquid honey packed in jars.

Some people think any sweeteners that pass through the digestive system of bees are considered natural honey. However, beekeepers of imported (Apis mellifera) species in the Philippines are protesting this method. To them, this kind of honey is artificial and should be labeled as such.

A hectare of a sugarcane farm can produce 80,000 kilos of sugarcane juice with 10 - 15 percent sucrose. Based on these computations, a beekeeper - sugar farmer may be able to harvest 2,600 - 4,000 kilos of honey per hectare. At a wholesale price of Php 100 per kilo, he can gross from Php 266,700 - 400,000 per hectare per year."

Hier der Originallink zum "Guide to beekeeping in the Philippines"
nanu
quote:
Original von cathbad
Hi,

quote:
Mani :
der wird im Kuehlschrank auch nich fester, es soll an der Zuckerwasser Fuetterung liegen, bisher keine Ahnung.....


Könnte natürlich auch sein, das der Honig gestreckt wurde.

Ich nehme mal an, dass naturbelassener Honig überall auf der Welt in seiner Konsistenz ziemlich ähnlich ist. Die Bienen werden ihn wohl überall nach dem selben "Verfahren" herstellen.

Dass Bienen mit Zuckerwasser gefüttert werden, wenn nicht genügend natürliche Nahrung vorhanden ist, habe ich auch schon gehört.

Cathbad


Hallo Cathbad,
Honig ist schon allein in Deutschland in seiner Konsistenz sehr unterschiedlich. Da gibt es z.B. den Kurznese Honig, der wird einfach nicht fest oder besser gesagt er kandiert nicht, weil er unter Einfluß von Wärme und Druck gefiltert wurde. Es gibt natürlich auch naturbelassenen Honig, z.B Akazienhonig, der recht dünnflüssig ist. Lärchenhonig hingegen ist so zäh (er kandiert bereits in den Waben), das es Probleme bereitet den Honig aus den Waben zu schleudern, ohne letztere zu zerstören.

Die Temperatur wirkt sich natürlich auch auf die Flieseigenschaft aus.

Bienen werden übrigens nicht nur gefüttert, wenn nicht genügend Nahrung vorhanden ist. In Ländern, in denen die Bienen im Winter nicht fliegen und im Bienenstock in einer "Wintertraube" überwintern, wird den Bienen der Honig im Herbst entnommen und über Fütterung von Zuckerlösung ersetzt. Dies wird vorgenommen, weil das Zuckerwasser später bei der Verbrennung im Körper der Bienen weniger Schlackestoffe bildet als der Honig. Die Bienen koten nämlich im Winter nicht einfach in den Bienenstock, sondern sie sammeln diesen in der Kotblase, bis sie im Frühjahr zum ersten mal ausfliegen können. Zu dieser Zeit sollte man dann in der Nähe von Bienenzüchtern besser draußen keine Wäsche zum troknen aufhängen.

Gruß, Peter
sunny
Habe uebrigens letzte Woche am Bienenseminar an der UPLB in Laguna teilgenommen. Kann das Seminar fuer Interessierte nur waermstens empfehlen.

Allerdings nichts fuer aengstliche Gemueter. Wir haben z.B. die aggressiven Cerana Bienen mit den blossen Haenden aus dem Boden und zwischen den Felsen ausgegraben. Im Schnitt hatte jeder drei Stiche. Aus Sicht der Seminarleitung war das allerdings auch noetig um festzustellen ob einer unter Bienengiftallergie leided. Notfallmedikatmente standen jedenfalls bereit.

Fuer Anfaenger eignen sich auch die kleinen stachellosen Trigona Bienen. Die brauchen keine Pflege, kennen keine Krankheiten und als Behausung reichen ein paar Kokosnusschalen die man uebereinander stuelpt. Der einzigste Nachteil ist, dass die jaehrliche Honigproduktion nur bei ca. 0,5 kg liegt und der Honig etwas saeuerlich schmeckt. Allerdings soll der Honig dreimal gesuender sein und wird deshalb ueberwiegend in der Medizin verwendet.
hge
ist auf den philippinen auch die Varoa-Milbe ein Thema?

hge
sunny
@hge

Varroa ist hier auch ein grosses Thema. Allerdings nur fuer die kommerziell genutzten Mellifera Bienen. Die einheimischen Bienen wie Dorsata, Cerana und Trigona haben kein Problem damit.

Allerdings laesst sich die Milbe mit den gaengigen Milbenmitteln angeblich gut im Griff halten.
muffel46
hallo ihr imker

hatte auch schon mal bienen gehabt, mußte auch schon Lehrgeld zahlen.
Suche unter google.de landwirtschaftliche hochschule die verschicken Handbesamte Königinen. Hatte sie von Stuttgart oder Erlangen mir schon mal kommen lassen.

gruss wolfgang

P.S. kann dir auch weider helfen
HS007
Die Konsistenz des Honigs hängt von der Herkunft und Dauer der Lagerung ab. Gut abgelagerter "reiner" Honig (ohne die erwähnten Zusätze wie Zuckerwasser) kristallisiert aus und wird relativ fest.

Qualitätshonig ist nie dünnflüssig. Guter nicht gestreckter mitteleuropäischer Blütenhonig wird sehr fest. Eigentlich sollte man den Honig auch erst ernten wenn er von den Bienen "eingedickt", entwässert wurde. Sie konservieren ihn normalerweise in ihren Waben d.h. verdeckeln die Waben mit Wachs. Das ist dann die gute Qualität.

Dünnflüssig ist meist wasserhaltiger, frischer, neuer, billigerer und "unfertiger" Honig.

Aber alles ist natürlich letztlich Geschmackssache. Guten Appetit.

Hans Sachs
sts
kennt jemand einen imker auf negros ????
heiko
amigo5000
leider nicht auf negros aber auf bohol.

habe beim besuch der anlage beefarm

viele bienenstöcke gesehen.

es gibt ausser unterkunft auch honig zu kaufen.

honig pesto,schokoladenhonig als brotaufstrich

usw. man bekommt alles zum probieren mit selbstgebackenem

brot. schöne anlage.

www.boholbeefarm.com
nanu
quote:
Original von HS007
Dünnflüssig ist meist wasserhaltiger, frischer, neuer, billigerer und "unfertiger" Honig.


Honig der einen höheren Wasseranteil hat ist zwar dünnflüssiger als der mit niedrigerem Wassergehalt, aber deswegen die von Dir aufgestellte These zu vertreten ist doch ein wenig irreführend.

Es gibt reifen Honig, der sehr dünnflüssig ist und dann aber auch Honig, der bereits nach Eintrag in die Waben kandiert. Daher möchte ich Deine Aussage nicht unkomentiert stehen lassen, nacher glaubt das auch noch jemand.

Aber mal an die restliche Hobby- oder Möchtegernimker. Was ist denn los, es rührt sich ja nix mehr. Mich reizt dieses Thema auch sehr und ich werde irgend wann auch mal die Imkerei auf den Philippinen anfangen. Nix großes, das wäre mir zuviel arbeit.

Also was gibt es bei euch für Neuigkeiten?

Gruß, nanu
klausbacolod
In letzter Zeit gibt es in den Supermärkten immer mehr Angebote von philippinischem Honig, allerdings meist sehr dünnflüssig und geschmacklich mehr neutral. Auch der amerikanische Honig ist sehr dünnflüssig.

Freue mich schon auf den Tannenhonig aus Deutschland, der in der nächsten B-Box unterwegs ist.
nanu
quote:
Original von klausbacolod
In letzter Zeit gibt es in den Supermärkten immer mehr Angebote von philippinischem Honig, allerdings meist sehr dünnflüssig und geschmacklich mehr neutral. Auch der amerikanische Honig ist sehr dünnflüssig.

Freue mich schon auf den Tannenhonig aus Deutschland, der in der nächsten B-Box unterwegs ist.


Ich mag den dünnflüssigen Honig nicht so sehr, weil der glei vom Brot runter läuft. Aber daraus läßt sich halt noch nicht auf die Qualität des Honigs schließen.

Der Tannenhonig ist geschmaklich eine feine Sache, ich mag ihn auch. Allerdings ist das kein normaler Honig, der von den Bienen aus Nektar gewonnen wird. Das ist scherzhaft gesagt "Läusepisse". Nein hat natürlich nichts mit Urin zu tun. Vielmehr saugen die Läuse (Lachniden) den Saft der Bäume (Tannen oder Fichten) auf und entziehen ihm die Eiweißstoffe. Den Rest scheiden sie unverdaut wieder aus und verspritzen diesen zuckerhaltigen Saft dabei auf die Zweige. Hier wird der Saft dann von den Bienen aufgesammelt und zu Honig weiterverarbeitet.

Also ohne Lachniden kein Tannenhonig.

Gruß, nanu

Hier noch ein Link, wo das mit dem "Honigtau" ganz nett erklärt wird.
http://www.die-honigmacher.de/glossarbegriff/Lachniden.html
klausbacolod
Hallo nanu,

der Tannenhonig wird mir trotzdem ein Genuß sein, auf den ich seit 10 Jahren verzichtet habe. Hoffe nur, dass ihn meine Tochter gut eingepackt hat, damit er auch heil hier ankommt.

Hier gibt es ja auch "Kurz"-nese Honig aus Deutschland, aber der ist mir echt zu teuer.

Wäre ja mit dem philippinischen Honig zufrieden, wenn man nicht das Brot so schnell essen müßte, damit noch was drauf ist und der Honig nicht zu geschmacksneutral wäre.
nanu
quote:
Original von klausbacolod
Hallo nanu,

der Tannenhonig wird mir trotzdem ein Genuß sein, auf den ich seit 10 Jahren verzichtet habe. Hoffe nur, dass ihn meine Tochter gut eingepackt hat, damit er auch heil hier ankommt.

Hier gibt es ja auch "Kurz"-nese Honig aus Deutschland, aber der ist mir echt zu teuer.

Wäre ja mit dem philippinischen Honig zufrieden, wenn man nicht das Brot so schnell essen müßte, damit noch was drauf ist und der Honig nicht zu geschmacksneutral wäre.

Also mir ist der "Kurz"-nese Honig einfach zu billig. Du meintest natürlich den Preis. Dazu muß man sagen, Qualität hat nun mal seinen Preis. Frech ist nur, wenn da keine Qualität drin ist. Ach ja, die Firma ist wohl deutsch, auch wenn der Besitzer gewechselt hat. Aber der Honig ist es nicht, aber ließ hier einfach mal selber nach.
http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrsten-Reform

Hilft also nur selber eine Imkerei aufmachen.

Gruß, nanu
RHS
Wir haben mal in den Bergen auf Nord Luzon, bei einem Strassenhändler mal Honig von Wildbienen gekauft. Das war bisher der beste Honig den ich je im Leben gegessen habe. Dieser Honig war in Flaschen abgefüllt und schon verzuckert. Wir haben die Flaschen dann in warmes Wasser gestellt und den Honig wieder verflüssigt und in Einmachgläser abgefüllt. Der Honig ist kurze Zeit danach wieder vollständig verzuckert. Wenn ich doch damals bloß mehr davon gekauft hätte. Aber das war sehr teuer damals. 20 Peso für 'ne Mark und der Honig kostete 120 Peso pro 0,7 Liter.
nanu
quote:
Original von RHS
Wir haben mal in den Bergen auf Nord Luzon, bei einem Strassenhändler mal Honig von Wildbienen gekauft. Das war bisher der beste Honig den ich je im Leben gegessen habe. Dieser Honig war in Flaschen abgefüllt und schon verzuckert. Wir haben die Flaschen dann in warmes Wasser gestellt und den Honig wieder verflüssigt und in Einmachgläser abgefüllt. Der Honig ist kurze Zeit danach wieder vollständig verzuckert. Wenn ich doch damals bloß mehr davon gekauft hätte. Aber das war sehr teuer damals. 20 Peso für 'ne Mark und der Honig kostete 120 Peso pro 0,7 Liter.


Der Übergang des Honigs in den kristallinen Zustand nennt man kandieren. Das liegt an der Bildung von Traubenzuckerkristallen im Honig und ist ein ganz natürlicher Vorgang.

Im Wasserbad (max. 40°C) geht der Honig wieder in seine mehr oder weniger zähflüssige Form über. Allerdings kandiert er danach wieder. Die Geschwindigkeit des kandierens hängt in erster Line von der Art des Honigs und dem damit verbundenen Anteil von Traubenzucker ab. Manche Leute mögen diesen Zustand des kandierten Honig lieber. Man kann diesen Vorgang noch beschleunigen, indem man quasi als "Starter" eine kleinere Menge bereits kandierten Honig unter den noch flüssigen Honig mischt. Während des Vorgangs der Kandierung sollte der Honig gerührt werden, damit sich eine feine sämige Konsistenz einstellt.

Lärchenhonig kandiert bereits in den Bienenwaben und wird dabei so fest, das es beim ausschleudern der Waben nicht selten zu deren Zerstörung führt.

Der Akazienhonig (richtiger Robinienhonig), bleibt sehr lange dünflüssig.

Ach ja der "Kurznese-Honig" natürlich auch, wobei es bei diesem Honig ein klarer Qualitätsmangel ist, weil nicht natürlich sondern über Filterung unter hohem Druck und oft viel zu warm vollzogen erreicht wird.

Gruß, nanu
St. Claus
quote:
Original von Palawanese
Auf der Insel Palawan gibt es Riesenbienen ca.3 cm groß.Diese wohnen
in Erdhöhlen,von ihnen gibt es einen giftgrünen Honig.


Dieser grüneHonig war gefaked (mit Schuhcreme) großes Grinsen .

Inquirer

Welcome in the Philippines cool
nanu
quote:
Original von St. Claus
quote:
Original von Palawanese
Auf der Insel Palawan gibt es Riesenbienen ca.3 cm groß.Diese wohnen
in Erdhöhlen,von ihnen gibt es einen giftgrünen Honig.


Dieser grüneHonig war gefaked (mit Schuhcreme) großes Grinsen .

Inquirer

Welcome in the Philippines cool


Das ist richtig, aber die Nachricht ist auch schon ein wenig überholt.
Nagut, dann steht sie hier halt auch drin, ist ok so.

grüner Honig in Palawan verkauft

Gruß, nanu
sts
nanu ? sehr fachkompetenter beitrag, scheinst ein imkerkollege zu sein
(mein Vater hat 30 Stoecke oder Beuten genannt)
sts
mal sehn ob wir beim treffen noch auf die BEE farm kommen in Bohol
nanu
quote:
Original von sts
nanu ? sehr fachkompetenter beitrag, scheinst ein imkerkollege zu sein
(mein Vater hat 30 Stoecke oder Beuten genannt)
sts
mal sehn ob wir beim treffen noch auf die BEE farm kommen in Bohol


Ist schon ein paar Jahre her dass ich in der Bienenzucht aktiv war. Aber ansonsten hast Du das schon richtig erkannt.

Beim mir war das aber früher kein Hobby, sondern da ging es mit ein paar hundert Völkern so richtig zur Sache.

Gruß, nanu