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61

Saturday, April 2nd 2011, 5:08am


Nachdem Filipinos angeblich kein Englisch können. ?(

visayas
das halte ich für ein gerücht. ich habe gerade vorgestern eine alte freundin wieder getroffen, die jahrelang als english lehrerin an der uni von shizuoka in japan war. die auch jetzt noch mit 69 jahren noch zeitweise untericht gibt. die könnte einigen hier noch was beibringen.
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Molchzar

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62

Saturday, April 2nd 2011, 6:37pm

Lieber Kaithoma,
ich bin ja wirklich ueberrascht ueber deine Aussage, dass deine Kinder etwas ueber die Regierungsmitglieder, Praesidenten und Abgeordneten erfahren haben, die mit den Japanern kollaboriert haben. Auch das die Frage angesprochen wurde, das Rizal von den Amerikanern als NATIONALHELD installiert wurde. Was war denn das fuer eine Schule ? Frag doch bitte mal bei deinen Kindern nach und verifiziere, ob die wirklich darueber was wissen und ob ihr Wissen aus der Schule stammt..

kaithoma

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63

Saturday, April 2nd 2011, 7:30pm

ich hatte damals mit meinen kindern drueber gesprochen, als das in der schule dran war, und sie mich nach naeheren einzelheiten fragten, die wir uns dann per google beschafften.... (abgeordnete wurden nicht genannt sondern nur hoehergestellte....) wegen rizal muss ich nochmal nachfragen, aber da musst du einige tage warten, da die kinder mit frau in surigao sind.... da wird die graduation nochmal gefeiert.....

ansonsten weiss ich mit sicherheit, dass zum beispiel der "freiheitkampf" gegen die amerikaner schon ausfuehrlich besprochen wurde einschliesslich der massaker auf samar.... bei der schule handelte es sich um die Notre Dame of Dadiangas University in General Santos.... (eine katholische schule...man staune)
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Saturday, April 2nd 2011, 8:18pm

Das erstaunt mich auch sehr...
Ich habe in meinen ersten Monaten als ich es noch nicht besser wusste mal dieses Thema angesprochen als Lobeshymnen auf die Amerikaner gesprochen wurden, dummerweise in einer alkoholgeschwaengerten Umgebung... Mir wurde von den meisten nicht geglaubt sondern ich wurde der Luege bezichtigt und damit nicht schlimmeres passiert wurde ich von meinen Freunden vorsorglich beiseite genommen... Das waren meist Jugendliche bis ca. 25 Jahre.
Es gab einen Tisch die wohl mehr wussten als die anderen (35+) welche mir sogar Applaus gespendet hatten...

kaithoma

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65

Saturday, April 2nd 2011, 8:24pm

Quoted

Das erstaunt mich auch sehr...
was mich am allermeisten erstaunte, dass selbst die inquisition besprochen wurde, auch wenn sie dann doch relativ kurz abgehandelt wurde.... (in zwei bis drei stunden, aber die lehrer erwaehnten, dass es eben unrecht war)...die kirche wird von "marist brothers" geleitet.... ich weiss nicht, wie die sich mit den ganzen "paepstlichen anrodnungen" stellen....
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66

Saturday, April 2nd 2011, 10:15pm

Quoted

Bevor die Spanier kamen waren alle Filipinos gebildet/konnte schreiben und lesen.
koenntest du das bitte erlaeutern?


Jeder der sich mit der philippinische Geschichte mehr als oberflächlich befasst wird das bestätigen.

Die auf den Phillipinen war in der vorspanischen Zeit eine eigene Schrift gebräuchlich : BayBayin

Die ersten Spanier hanen sogar Bibeln in dieser Sprachen verfasst um den Einwohnern den christlichen Glauben nahezubringen. Gemäß den Spaniern konnte alle Pinoys die Sprache lesen und schreiben.
Die Schrift ist ähnlich zum javanesischen Alphabet. Einflüsse des Königreichs Srivijaja oder der späteren muslimischen Reiche war das nicht.

Schon vorher war die Schrift in Verwendung, wie die wenigen Schriftzeugnisse belegen ( übrigens identisch mit der ersten Benennung von Tondo als Dorf/Stadt )

Die Philippinen waren also schon früh eine Kulturnation, die Spanier haben hier ( wie in Südamerika ) kaputt gemacht.
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67

Sunday, April 3rd 2011, 3:57am

Baybayin als schrift war mir schon bekannt, was ich erlaeutert haben wollte war der satz, dass alle filipinos lesen und schreiben konnten und das bevor die spanier kamen..... das deckte sich nicht mit dem was ich wusste und wird z.b. auch so auf dieser webseite bestaetigt....

http://www.mts.net/~pmorrow/bayeng1.htm

denn bei ankunft der spanier beschraenkte sich die "literacy" auf die tagalog sprechenden ecken und erst im 1. jahrhundert der spanischen kolonialherrschaftschien sich die "literacy" verbreitet zu haben..... an eine 100%ige vermag ich ganz sicher nicht zu glauben.... die gab es damals nicht und die gibt es heute auch nicht.....zudem gibt es genauso aussagen, die einer solchen zahl deutlich widersprechen......

Quoted

These often quoted observations were exaggerations, of course; the historian
William H. Scott managed to turn up several examples from the 1590s of
datus who could not sign affidavits or oaths, and witnesses who could
not sign land deeds in the 1620s. B5
Nevertheless, it appears that wherever the baybayin was available, literacy
was common not only among the elite but at all levels of society.
wenn man sich z.b. diese silbenschrift mit ihren "haekchen" ansieht, duerfte man hier auch die erklaerung finden, warum auch heute noch e/i und o/u austauschbar sind.... (es lag wohl an den verwendeten "kudits", die jeweils e/i oder o/u audrueckten, da es ja eine silbenschrift war.... (frueher las man bei peters, dass die silbenschrift in midoro ihren ursprung gehabt haben soll, was aber die forshung schon anders sieht heute)

da das nun vom heutigen schulsystem abweicht, waere es vielleicht interessant, das entsprechende hier abzuteilen und im kulturthread einen neuen thread zu starten......
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68

Sunday, April 3rd 2011, 8:09am

Baybayin als schrift war mir schon bekannt, was ich erlaeutert haben wollte war der satz, dass alle filipinos lesen und schreiben konnten und das bevor die spanier kamen..... das deckte sich nicht mit dem was ich wusste und wird z.b. auch so auf dieser webseite bestaetigt....

http://www.mts.net/~pmorrow/bayeng1.htm

denn bei ankunft der spanier beschraenkte sich die "literacy" auf die tagalog sprechenden ecken und erst im 1. jahrhundert der spanischen kolonialherrschaftschien sich die "literacy" verbreitet zu haben..... an eine 100%ige vermag ich ganz sicher nicht zu glauben.... die gab es damals nicht und die gibt es heute auch nicht.....zudem gibt es genauso aussagen, die einer solchen zahl deutlich widersprechen......

Quoted

These often quoted observations were exaggerations, of course; the historian
William H. Scott managed to turn up several examples from the 1590s of
datus who could not sign affidavits or oaths, and witnesses who could
not sign land deeds in the 1620s. B5
Nevertheless, it appears that wherever the baybayin was available, literacy
was common not only among the elite but at all levels of society.
wenn man sich z.b. diese silbenschrift mit ihren "haekchen" ansieht, duerfte man hier auch die erklaerung finden, warum auch heute noch e/i und o/u austauschbar sind.... (es lag wohl an den verwendeten "kudits", die jeweils e/i oder o/u audrueckten, da es ja eine silbenschrift war.... (frueher las man bei peters, dass die silbenschrift in midoro ihren ursprung gehabt haben soll, was aber die forshung schon anders sieht heute)

da das nun vom heutigen schulsystem abweicht, waere es vielleicht interessant, das entsprechende hier abzuteilen und im kulturthread einen neuen thread zu starten......


Natürlich war ich nicht in vorspanischer Zeit auf den Philippinen, erst recht nicht auf allen Inseln.

Dennoch war Baybayin schon in vorspanischer Zeit auch im Visayas und im Süden verbreitet. Wenigstens wenn ich meinen Freunden in Samar, leyte und Davao glauben darf die sich intensiv mit der Geschichte der Phils beschäftigen.
Die archeologische Fundlage ist zugegebenermaßen dürftig, aber es gibt genügend Hinweise für diese Annahme.

Es gibt sogar Hinweise das in früher vorspanischer Zeit Samar eine eigene Kultur entwickelt hatte, einige sprachlichen Besonderheiten als auch verschiedene Kunstformen sind auch heute nur dort vorkommen.

Um die Brücke zum Schulsystem heute zu schlagen : was ich vermisse ist daß den Pinoys/Pinays dort kein Bild der ursprünglichen Kultur vermittelt wird. Da beginnt die Geschichtsschreibung mit den Spaniern. Manche Dinge wie der Phil-Amerikanische Krieg werden ausgeblendet, ebenso wie die meist unrühmlich Rolle der Katholischen Kirche.

Meine Töchter gehen an eine Konfessionelle Privatschule in Manila und die ist soweit i.O. Meine anderen Kinder gehen : in eine öffentliche Schule in der Thailändischen Provinz ( SEHR gut ), Gesammtschule in NRW ( na - ja ), Gymnasium in Bayern ( gut ) .

Was die finanzielle und personelle Ausstattung der öffentlichen Schulen angeht ist eine Katastrophe. Und in der Provinz um so mehr. Auch wenn die Lehrer dann willig und motiviert sind ist die Situation schwierig .
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69

Sunday, April 3rd 2011, 5:37pm

GermanJoy, das mag so sein. Es kann aber auch sein, dass Privatschulen bessere Noten vergeben, weil dort Geld bezahlt wird.

Weder Privatschulen noch Öffentlichenschulen geben besseren oder schlechteren Noten. Die Noten hängen ganz allein von der Lehrerinnen ab. Es gibt Lehrerinnen die großzügiger als die andere sind, egal welche Schule sie sind.


Eine interessantes Statement. Ich würde das dahingehend interpretieren, dass bei einer höheren Schülerzahl in einer Klasse ein Kind sich um so mehr anstrengen muss, um bei den Besten zu sein. Auch denke ich, dass im allgemeinen die Asiaten fleissiger lernen ....

Meiner Meinung nach liegt der Grund daran, dass Kinder aus armen Familien fleissiger lernen als Kinder aus wohlhabenden Familien. Denn die sind motiviert sich mehr anzustrengend um aus der Armut zu kommen.


Die ersten Spanier hanen sogar Bibeln in dieser Sprachen verfasst um den Einwohnern den christlichen Glauben nahezubringen. Gemäß den Spaniern konnte alle Pinoys die Sprache lesen und schreiben.
Die Schrift ist ähnlich zum javanesischen Alphabet. Einflüsse des Königreichs Srivijaja oder der späteren muslimischen Reiche war das nicht.

Das stimmt nicht! Die Spanier oder die katholische Kirche hatte die Bibel von der Völker verschwiegen/versteckt. Meine spanischstämmende Großeltern und Uhrgroßeltern kannten kein einziges Bibelvers obwohl sie zu sehr religiös waren. Ich kann mich noch erinnern wie meine Großeltern uns mitgeteilt haben, dass nur die Priester die Bibel lesen oder über die Bibel wissen dürften. Es waren die evangelische (die Amerikanern, die Protestanten) Kirche die die christlichen Glauben durch die Bibel uns nahegebracht hat oder die die Bibel auf Tagalog übersezt haben.

In 1970, the Philippine Bible Society translated the Bible into Tagalog, the first full translation to any of the Philippine languages.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tagalog_language
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70

Sunday, April 3rd 2011, 6:37pm

Das stimmt, war bis ca. in den 50gern hier auch so. (wurde mir berichtet, war da noch nicht aktiv.)

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71

Sunday, April 3rd 2011, 8:25pm

Lieber Kaithoma,
ich bin ja wirklich ueberrascht ueber deine Aussage, dass deine Kinder etwas ueber die Regierungsmitglieder, Praesidenten und Abgeordneten erfahren haben, die mit den Japanern kollaboriert haben. Auch das die Frage angesprochen wurde, das Rizal von den Amerikanern als NATIONALHELD installiert wurde. Was war denn das fuer eine Schule ? Frag doch bitte mal bei deinen Kindern nach und verifiziere, ob die wirklich darueber was wissen und ob ihr Wissen aus der Schule stammt..
Über Rizal habe ich in Rizal Studies gelernt, ein Pflichtfach in UST. Über die kollaboration min den Japanern in St. Paul, ein Fach der damals Araling Panlipunan (Social Studies) hieß, High School. Lese mal über die Hukbalahap.

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Monday, April 4th 2011, 5:59am

Aus der Dissertattion eines Bekannten ( der das Zitieren erlabut hat, aber darum bat nicht genannt zu werden ) :

However, when Legazpi came to Manila in 1571 he observed that the inhabitants knew how to read and write. This was documented by Pedro Chirino, a Jesuit historian, who wrote in his 1604 Relacion de las Islas filipinas,

All these islanders are much given to reading and writing, and there is hardly a man, much less a woman, who does not read and write.

Chirino was not alone in his observation. Many other historians had similar conclusions, including Dr. Antonio Morga, Senior Judge Advocate of the High Court of Justice and commander of the ill-fated galleon-turned-warship San Diego that was sunk by the Dutch Admiral van Noort. He wrote in his 1609 Sucesos de las Islas filipinas,

Almost all the natives, both men and women, write in this language. There are very few who do not write it excellently and correctly.

.....

The widespread use of an indigenous script prompted the religious authorities to publish a book using the Tagalog script to help spread Christianity. In 1593, the Tagalog Doctrina Christiana, a book based on Cardinal Bellarmino's catechism, came out. It was published just a couple of months after the first book published in the Philippines, the Chinese version of Doctrina Christiana, was released.

OK- ES WAR NICHT DIE BIBEL ... :dudu
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73

Monday, April 4th 2011, 8:36am

Über Rizal habe ich in Rizal Studies gelernt, ein Pflichtfach in UST. Über die kollaboration min den Japanern in St. Paul, ein Fach der damals Araling Panlipunan (Social Studies) hieß, High School. Lese mal über die Hukbalahap.


Natuerlich habe ich mich mit der HUK intensiv beschaeftigt, schon weil sie die einzige Kraft war, die aktiv die Japaner bekaempft hat.Die zurueckkehrenden Amerikaner , im Verbund mit der Oligarchie und ihren Politikern (zumeist Kollaborateure), haben dann die HUK bekaempft und zerstoert. Wenn schon die HUK im Politikunterricht genannt wird, als was wird sie denn bezeichnet (vielleicht als kommunitische Organisation, die die Filipinos in die Unfreiheit fuehren wollte)?.
Den Namen Rizal hat wohl jeder Filipino gehoert, einige wenige haben auch seine Buecher gelesen.....das wars dann aber auch schon.Die entscheidende Frage , die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist weshalb gerade Rizal heute der unumstrittene supercoole TOP-HEROE ist (damit will ich ihn nicht schmaelern) und nicht die, die eine wirkliche Unabhaengigkeit von den Spaniern und den Amerikanern anstrebten. Das daran die Amerikaner gedreht haben, liegt doch auf der Hand.

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74

Monday, April 4th 2011, 10:13am

HUK und Rizal

Ja - auch so ein Kapitel.

Rizal ist nie für die Unabhängigkeit der Phils eingetreten, sondern für die Gleichberechtigung der Pinoys innerhalb der Kolonien.

Gleichzeitig eignet er sich aber als Identifikationsfigur, da er als Macho und Freiheitsheld nichts falsch gemacht hat.

Wer kennt denn heute noch die Anführer des Phil-Amerikanischen Krieges der in SAMAR alleine mehr als 1 MIO Zivilisten das Leben gekostet hat ?

Wen's interessiert soll das Buch "the ordeal of Samar" lesen.

Nein - da wird Geschichtsklitterung betrieben. Aber nicht durch die Amerikaner, sondern durch die PINOYS in vorauseilendem Gehorsam ...

Nicht desto trotz ist RIZAL als Illustrado ein wichtiger Stifter der Philippinischen Identität.
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75

Monday, April 4th 2011, 10:20am



The widespread use of an indigenous script prompted the religious authorities to publish a book using the Tagalog script to help spread Christianity. In 1593, the Tagalog Doctrina Christiana, a book based on Cardinal Bellarmino's catechism, came out. It was published just a couple of months after the first book published in the Philippines, the Chinese version of Doctrina Christiana, was released.

OK- ES WAR NICHT DIE BIBEL ... :dudu
Es kommt darauf an wie die christliche Glaube interpretiert wurde. Die Doctrina Christiana oder Catechism ist eine katholische Lehre die wenig mit der Bibel zu tun haben. In der 8. Klasse müssten wir Catechism an den kleinen Kinder ein Unterricht geben. Es wird vielmehr über Maria, hunderte von Heiligen/Sankt und katholisce Doktrine aber ganz wenig über Jesus gelerht.
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76

Monday, April 4th 2011, 11:52am

hallo feel good

man sollte natuerlich auch andere berichte zitieren und nicht nur die, die sagen, dass fast alle lesen und schreiben konnten.... und ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein nord sued gefaelle gab, so hat z.b. magellans geschichtsschreiber ueberhaupt nichts von lesen und schreiben erwaehnt.....

Quoted

Although one of Ferdinand Magellan's shipmates, Antonio Pigafetta, wrote
that the people of the Visayas were not literate in 1521,
50 jahre spaeter wurde folgendes geschrieben:

Quoted

the baybayin had already arrived there by 1567 when Miguel López de Legazpi reported
that, “They [the Visayans] have their letters and characters like those
of the Malays, from whom they learned them.”

Quoted

Then, a century later Francisco Alcina wrote about:

The characters of these natives, or, better said, those that have been
in use for a few years in these parts, an art which was communicated
to them from the Tagalogs, and the latter learned it from the Borneans
who came from the great island of Borneo to Manila, with whom they have
considerable traffic...

von einer mehr oder wenigen 100%igen literacy rate ist hier nicht die rede.... wir koennen also gemaess historischer aussagen folgendes erst einmal festhalten:

1. baybayin als schrift war bei ankunft magellans in den visayas noch nicht bekannt.... bei ankunft von Lopez schon.... das wuerde bedeuten, dass sich die schrift erst in den 50 jahren dazischen verbreitet hat und es keine sehr hohe literacy rate zuvor gegeben haben kann....
2. bayabyin entwickelte sich nach 900 (das ist die ungefaehre zeit der laguna copper plate) und war im fruehen 16. jahrhundert noch nicht sehr weit verbreitet....
3. Baybayin ist keine philippinische erfindung sondern von den malaien importiert.....
4. 100 jahre nach ankunft der spanier war baybayin bereits recht weit verbreitet, so dass die spanier einige religioese titel in baybayin herstellten.....

Quoted

All early Spanish reports agreed that pre-Hispanic Filipino literature
was mainly oral rather than written. Legazpi's account of 1567, quoted
earlier, went on to say:

Quoted


They have their letters and characters... but never is any ancient
writing found among them nor word of their origin and arrival in these
islands; their customs and rites being preserved by traditions handed
down from father to son without any other record. B8



The Boxer Codex manuscript from 1590, also mentioned earlier, reported
that:

Quoted


They have neither books nor histories nor do they write anything of
length but only letters and reminders to one another... [And lovers]
carry written charms with them. B9



Aside from writing letters and poetry to each other, the ancient Filipinos
adorned the entrances of their homes with incantations written on bamboo
so as to keep out evil spirits.
wie man sehen kann, scheint baybayin meist nur fuer trivialitaeten verwendet worden sein......erst in spanischen zeiten aenderte sich die verwendung und es gab auch handelstransaktion und anderes geschriebenes.....

mir scheint es so, als ob die tatsaechliche bedeutung des geschriebenen wortes damals nicht all zu wichtig fuer die filipinos war.....

und es wuerde mich mal interessieren, wieviele filipinos tatsaechlich von dieser alten schrift in der schule lernten.... erste befragungen meinerseits zeigten bis jetzt, dass die meisten baybayin nicht kennen....die erklaerungungen was es denn sei, sind zum teil erheiternd.....
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Arian

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Monday, April 4th 2011, 7:40pm

Regt euch doch bitte nicht auf! Feelgood hat Blödsinn verbreitet, und Jeder mit einem IQ über einem CR hat dies sofort versteanden!

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Monday, April 4th 2011, 8:49pm


Wer kennt denn heute noch die Anführer des Phil-Amerikanischen Krieges der in SAMAR alleine mehr als 1 MIO Zivilisten das Leben gekostet hat ?



?( ?(

Quoted


Die Zahl der Spanier und andern Europäer wird auf 2000, die der Kreolen auf 5000, die der Mestizen auf 25000 und die der eingewanderten Chinesen auf 65000 geschätzt. Im ganzen beträgt die Bevölkerung (188?) 6 Mill., wozu nock 1 Mill. nicht Unterworfene unter Häuptlingen kommen.


aus Brockhaus Conversationslexikon 1894 -1896
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=132730

Quoted


Mit der südwestlich gegen Borneo sich hinziehenden 14,123 qkm (256 QM.) großen Palawangruppe umfassen die P. ein Areal von 293,726 qkm (5334 QM.) mit (1879) 5,561,232 Einw., wobei indes die Bewohner der Binnenländer kaum in Betracht kommen, so daß die Gesamtbevölkerung richtiger auf 6-7 Mill. zu schätzen ist.


aus Meyers Konversationslexikon 1885- 1892
http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=112799

Bei einer Gesamtbevölkerung von ca. 6 Mio Menschen zu dem Zeitpunkt sollen ungefähr eine Mio alleine auf einer(!) Insel - die im übrigen noch nicht einmal zu den dichtbesiedelsten gehörte - getötet worden sein?

Mehr als unwahrscheinlich :D

79

Monday, April 4th 2011, 10:11pm

Meine Freundin ist 7,5 Jahre lang auf den Philippinen zur Schule gegangen. Sie war auf einer public School und später auf einer privaten High-School. Sie sagt die Bildung ist nicht so schlecht, wie man denkt, aber einige Lehrer seien wirklich dumm. Sie hat dann in Deutschland ihren Realschulabschluss gemacht und sagt die deutschen Schulen kann man überhaupt nicht mit den Philippinischen vergleichen. Hier wird viel mehr gelehrt. Sie will unsere Kinder auf jeden Fall in Deutschland zu Schule schicken und nicht auf den Philippinen. Es gibt dort aber auch gute Schulen, die wo man ein Stipendium bekommen kann sollen gut sein.

Ich selbst war auf einem deutschen Privatgymnasium und auch ein Jahr auf einer kanadischen privat High-School. Ich war auch kurzzeitig in England und Frankreich auf Schulen. Die Bildung im Westen ist eigendlich relativ gleich. Es gibt kleinere Abweichungen und in jedem Land gibt es gute und schlechte Schulen. Ich mache auch ab und zu Vertretungslehrer und war dardurch auch mal an einer Gesammtschule im Hauptschulzweig. Das glaubt man kaum was da abgeht. Die Kinder sind dumm, haben kein Interesse zu lernen und teilweise sitzen da Kinder, die schon das 3. mal die 6. Klasse machen, denen droht ohne Schulabschluss nach der 6. von der Schule gehen zu müssen. Die Eltern interessiert das wenig, viele von denen sind Migranten, die Eltern sprechen oft kein Deutsch. In so einer Umgebung kann auch ein guter Lehrer keinen Stoff vermitteln. Gute und schlechte Schulen gibt es auch bei uns, aber im Durschnitt ist die Bildung hier deutlich besser.

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About me: Die Philippinen haben mein Wertgefüge verändert: Menschen und Zeit wurden wertvoller. Und die Menschen dort haben mein Leben verändert.

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80

Monday, April 4th 2011, 10:50pm

Zurück zum Thema

Folgender Artikel ist fast 1 Jahr alt, aber er zeigt eine Situation auf den Philippinen, die sich seitdem eher verschlechtert zu haben scheint. Die Rede ist, wenn auch teilweise nur zwischen den Zeilen,
  • von den viel gerühmten Englisch-Kenntnissen der Filipinos,
  • von der O&O-Industrie (Offshoring und Outsourcing), die diese Situation für sich nutzen will oder wollte,
  • von der Fehleinschätzung der O&O-Industrie,
  • von der (Un-)Fähigkeit des Staates, darauf (noch) rechtzeitig zu reagieren.
Die Folgen sind noch gar nicht absehbar.

Heute erst mal Übersetzung des Artikels vom 10. Mai 2010 aus "The Christian Science Monitor - CSMonitor.com ", Hervorhebungen von mir durch Unterstreichung,
Ein aktueller Artikel wird folgen - der sich dadurch auszeichnet, dass die Philippinen darin gar nicht erwähnt werden - .
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Der Christian Science Monitor - CSMonitor.com

Für Filipinos nehmen Englischkenntnisse ab

„Spoken English“ ist nicht mehr die offizielle Sprache auf den Philippinen. Das Filipino Business beklagt den Verlust von Filipinos, die Englisch beherrschen. Die Regierung reagiert mit Pflichtkursen in Englisch in den Schulen.

Von John McLean , Korrespondent
Gesendet 10. Mai 2010 um 11:47 Uhr EDT
Manila, Philippinen

Call-Center-Agenten, Filipinos die im Chat über ihre Headsets mit englischsprachigen Kunden eine halbe Welt entfernt sprechen, sollten eine Antwort auf die Philippinische Wirtschaft (…) sein. Sie konnten einfach aus dem Land des berühmten großen Pools an englischen Muttersprachlern gezogen werden, um in dem lukrativen Offshoring und Outsourcing
-Markt (O & O )einzusteigen .

Aber die Arbeitgeber in der Branche sagen, sie müssen inzwischen bis zu 95 von 100 Bewerbern ablehnen, weil ihre Englischkenntnisse unzureichend sind.

Ein Land, wo gesprochenes Englisch einmal als Amtssprache rangierte, hat die kollektive Kompetenz über die Jahre schwinden sehen, wenngleich die wirtschaftliche Bedeutung der lingua franca größer geworden ist. Der Rückgang beruht zum Teil auf national(istisch)en Kampagnen zur Förderung des Filipino,zum Teil aus Unaufmerksamkeit in den Schulen, wogegen die Regierung Schritte unternimmt, das rückgängig zu machen.

"Ich glaube, dass jeder Filipino, der in einem Callcenter arbeiten will und dessen Englisch gut genug ist, um in einem Call Center zu arbeiten, bereits in einem Callcenter arbeitet", sagt ein ausländischer O & O-Manager, der nicht genannt werden wollte.

Schrumpfendes Arbeitskräfteangebot

Die philippinische Wirtschaft schafft so wenig Arbeitsplätze, dass ein Zehntel der Bevölkerung von 90 Millionen im Ausland arbeitet, und deren Rücküberweisungen etwa 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen.

Die Business Processing Association of the Philippines (BPAP), die den Großteil der O & O Industrie vertritt, hatte gehofft, dass bis Ende des Jahres 2010 O & O indirekt einen Beitrag von etwa 8,5 Prozent zum BIP beitragen würde und direkt 900.000 Menschen beschäftigen würde.

Aber jetzt erwartet BPAP, dass es nur 620.000 philippinische Mitarbeiter bis Ende des Jahres (gemeint ist das Jahr 2010, pp) sein werden, weil sie nicht schnell genug expandieren können. Die Arbeitgeber sagen, dass es immer schwieriger wird, Menschen mit ausreichendem Englisch zu finden, und einige von O & O Arbeitgebern denken, dass das Arbeitskräfteangebot ausgetrocknet ist.

Englisch hat einmal dominiert

Dieser Mangel ist eine Ironie, da die Philippinen sich einmal brüsteten, mit einiger Berechtigung, das weltweit drittgrößte englischsprachige Land zu sein.
Schiffsladungen von amerikanischen Lehrern brachten Englisch auf den Philippinen, nachdem die Vereinigten Staaten die Inseln vor mehr als einem Jahrhundert von Spanien übernommen hatten. Bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1946 wurde Englisch so gut etabliert, dass es eine offizielle Sprache blieb, zusammen mit Spanisch.
1973 dann machte die Verfassung des Diktators Ferdinand Marcos das Filipino (basierend auf dem lokalen „Dialekt“ Manilas und der umliegenden Provinzen) zu einer offiziellen Sprache neben Englisch. In den 1970er Jahren begann Filipino das Englische als wichtigste Unterrichtssprache in der Schule zu verdrängen, im Namen des „Aufbaus der Nation“. Seitdem lassen immer mehr Werbeagenturen Medienkampagnen in Filipino laufen, den Massenmarkt als Ziel.

Manche glauben, der Rückgang habe allgemeinere Ursachen. Da die Wirtschaft schlechter läuft, gelte das auch für die Bildung. Nur ca. 43 Prozent der Studenten beenden die High School, und nur 2 Prozent das College. Und eine Studie des Department of Education im Jahr 2004 ergab, dass nur 1 von 5 Lehrern in den Öffentlichen High Schools Englisch beherrscht.

Langfristig hier residierende Ausländer sagen, dass es in den späten 1960er Jahren möglich war, sich mit fast jedem Filipino auf Englisch zu unterhalten, der die Elementary School besucht hatte. Sie sagen, jetzt es ist schwer gewöhnlichen Filipinos unter dem Alter von 40 Jahren zu finden, die zuverlässig Englisch sprechen.

Umkehr des rückläufigen Trends

Die Regierung erkennt den Niedergang, der in den lokalen Medien umfangreich beklagt wird. Im Jahr 2003 ordnete die Regierung Englischunterricht als Zweitsprache in Elementary Schools an und machten es zum Unterweisungsmedium für 70 Prozent des Unterrichts in den High Schools. Sie hat seitdem auch Förderunterricht in Englisch für Lehrer angeordnet.

"Ich denke, die Regierung versucht es", sagt Garcia. "Sie sollten wirklich die Standards erhöhen, und die Industrie ist bereit, mit ihnen zusammenzuarbeiten."

Die O & O Branche hat ihre eigenen Programme aufgesetzt, um die Standards zu verbessern, und bietet die notwendige Schulungen an, um die Sprachkompetenz von Job-Bewerbern auf Niveau
(im Original "up to snuff", pp) zu bringen .

"Wenn wir die Nachfrage
nicht bedienen können, dann werden wir unser Geschäft verlieren", sagt Garcia. "Wir werden die englische Sprache immer brauchen."
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Ich denke, das sind traurige Aussichten für die vielen College-Absolventen, die sich mit einem Call Center-Job einen vergleichsweise lukrativen Einstieg ins Berufsleben erhoffen. Zur Zeit werden in dem weiter expandierenden Business Process Outsourcing (BPO)-Geschäft Tausende Call Center Agenten gesucht, und ein Vielfaches an Bewerbern abgewiesen (s.o.).

Jemand aus dem Umfeld meiner Firma erzählte mir, dass die großen BPO-Firmen beginnen würden, über eine Reduzierung ihres Engagements auf den philippinen nachzudenken. Schon heute sind die Global Player des Geschäfts so aufgestellt, dass sie "einfachere" Outsourcing-Aufgaben ihrer globalen Kunden, wie das Betreiben von deren Call Centern, nicht mehr mit dem eigenen Personal durchführen, sondern dies selber in großem Stil an nachgelagerte kleinere BPO-Firmen als Subunternehmer outsourcen. Diese wiederum sind bei diesem Überangebot an Bewerbern in der Lage, Vergütung und Arbeitsbesingungen fast nach Belieben zu diktieren. Die Anfangsgehälter sinken aus dem Bereich von 15.000-20.000 vor ein paar Jahren deutlich nach unten, und genommen werden häufig nur noch NAchtschicht-bereite Bewerber die auch mit erheblichen Überstunden-Anforderungen einverstanden sind. Karriere-Chancen: Aufstieg aus der Nacht- in eine Tag-Schicht, weniger Überstunden.
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Peter Pando

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Wenn das Leben dich nicht veraendert hat,
solltest du dein Leben aendern.

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