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Molchzar

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Wednesday, February 15th 2012, 6:50am

Zurückweisung philippinischer Staatsbürger (deboarding) trotz vorhandenen Tickets

In einem anderen Thread (small talk, Herzi und Pampis ungewöhnlicher Reisebericht) hatte ich folgendes versprochen:

Zitat Molchzar:

" Donnerstag, 2. Februar 2012, 11:25
Es wird ja jetzt hier im Thread so weitergehen und viele Gratulationen werden folgen (ich gönne das den beiden aus vollem Herzen) - dabei sollten wir aber den Kernpunkt ("Willkuerliche" Zurückweisung beim Vorliegen eines europäischen nationalen Visum) nicht aus den Augen verlieren.

Werde dazu mal in den nächsten Tagen einen extra Thread eröffnen, damit wir diese Angelegenheit mal etwas genereller (losgelöst von einem konkreten Fall mit personellen Besonderheiten) abhandeln können.

Ich finde es sehr schade (aber leider typisch), dass aufgrund der "besonderen Streßsituation" mal wieder kein Zurückweisungsbericht verlangt wurde und somit alles wieder versandet. Wie wohl in den meisten Fällen, wo ein "wildgewordener BI-Beamter" Amok läuft, gibt es wieder mal keinen Ansatzpunkt für eine Beschwerde beim BID. Somit werden die Leutchen vom BI geradezu ermuntert, den human trafficking Begriff weiter ungebremst zu pervertieren und sich weiter auszutoben.

Ohne angefordeten Report und anschließend folgende saftige Beschwerden wird sich gar nichts ändern......und es verbleibt mal wieder beim reinen Lamentieren.

Ich vermute (hoffentlich irre ich mich), dass auch Herzi und Pampi das ganze jetzt zu den Akten legen und die Sache nicht weiter verfolgen - wie schon so oft in der Vergangenheit geschehen.

Wäre ich hier (Mit)betroffener, dann würde ich mich definitiv völlig anders verhalten !!!!! "



Da man sich ja generell an Versprechen halten sollte und das Thema ja auch weiterhin bedeutsam ist, möchte ich hier ein paar Gedanken entwickeln, die uns weiterhelfen können, unseren Partnerinnen in Zukunft einen im Ergebnis "erfolgreichen " Besuch in den ASEAN -Ländern zu ermöglichen.

Da ich im Augenblick noch Besuch aus Deutschland habe und deshalb beschäftigt bin, werde ich meine Gedanken hier nur Stück für Stück (in Fortsetzungen) entwickeln können.

_______________________

Die Motive, weshalb einzelne Member möchten, dass ihre "Partnerin" in ein benachbartes Asean Country reisen soll , sind bekanntlich unterschiedlich, z.B.

1) ein Philippinenbesucher möchte seine frühere Barbekanntschaft (weil sie so toll ist und er keine neue will) nun auch ins Ausland nachkommen lassen
2) ein sich derzeit im Nachbarland befindlicher Ausländer möchte seine Freundin (die er bereits kennt) dort treffen
3) jemand möchte seine Internetbekanntschaft (die er noch nicht persönlich kennt) im Ausland erstmalig persönlich kennenlernen
4) die beiden Partner (Foreigner und Pinay, die bereits eine längere Beziehung haben) reisen zusammen aus den Philippinen aus
5) der Ausländer möchte seine Barbekanntschaft (er reist mit ihr zusammen aus) nun auch ins Ausland mitnehmen

Nun könnte man eigentlich 1) und 5) völlig aus der Betrachtung herausnehmen und 3) entsprechend vernachlässigen, denn in allen diesen Fällen besteht in der Tat eine gewisse Berechtigung (Anfangsverdacht) für " human trafficking", zumindest ist es wohl nicht gänzlich von der Hand zu weisen.

Eine Ablehnung wäre deshalb sogar nachvollziehbar (vielleicht sogar begrüßenswert ? ).

Unterstellen wir jetzt mal, dass solche Fälle relativ häufig vorkommen (wovon ich überzeugt bin ) und die "harte Linie" der BI gerade auf solche Fälle zurückzuführen ist und es darüber hinaus eine größere Anzahl von Versuchen der illegalen Arbeitsaufnahme (illegal heißt hier zunächst nur: ohne POEA - Beteiligung) geben dürfte, dann haben wir erst einmal einen " Frame" für unsere Strategie.

Bei allen o.g. Grundtatbestände ( 1 - 5 ) haben wir, obwohl sie völlig unterschiedlich sind, folgende grundsätzliche Feststellungen (Annahmen) zu machen:

- alle Pinays (die meisten Pinoys) stehen bei der Ausreise unter dem Generalverdacht des "human trafficking"
- eine secondary inspection ist möglich (bei vielen Konstellationen sogar sehr wahrscheinlich)
- der Reisegrund muss deutlich gemacht (nachgewiesen, d.h. belegt) werden
- die Reisefinanzierung muss nachgewiesen (plausibel gemacht) werden
- Einlader und Einladende müssen identifiziert werden können und der Aufenthaltsort anhand von Belegen und Fakten nachgewiesen werden
- persönliches Auftreten und angemessene Verhaltensweisen und/oder die verbale Argumentation spielt eine entscheidende Rolle
- die "psychische Struktur" der BI- Leute ist zu berücksichtigen und der "obedient mode" ist abzuschalten
- die Reisende muss sich intensiv auf das mögliche Encounter mit dem BI-Personal vorbereiten (oder vorbereitet werden) und überzeugt, selbstsicher und "tough"
auftreten


Fortsetzung folgt.

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Wednesday, February 15th 2012, 9:21am

Die Motive, weshalb einzelne Member möchten, dass ihre "Partnerin" in ein benachbartes Asean Country reisen soll , sind bekanntlich unterschiedlich, z.B.

Ich finde, die Kategorisierung, die du hier vornimmst, ist echt das Letzte (und hat mit dem Titel deinen Beitrags de facto nichts zu tun). :Kotz
Es ist vollkommen unerheblich, woher sich die beiden kennen. Ob übers Internet, aus der Mall, über Freunde, auf Parties, aus Bars, aus dem Puff oder sonst wo. Wo sich zwei Menschen kennengelernt haben, geht den ganzen verdammten Rest der Welt absolut nichts an. Zwei Menschen kennen sich eben. Punkt.

Um über die Ausreise von philippinischen Staatsbürgern (warum redest du eigentlich immer nur von Frauen???) und die Immigration zu diskutieren, stellt sich die Frage, was Filipino/Filipina im Ausland machen will. Ad hoc fallen mir dazu dazu einige Kategorien ein:
  1. Urlaub: Alleine, mit Freunden oder mit Partner.
  2. Geschäftsreise (über philippinischen Arbeitgeber organisiert und finanziert)
  3. Studium. Entweder ein gesamtes Studium oder nur Auslands-Semester.
  4. Arbeitssuche (Arbeit noch nicht vorhanden)
  5. Arbeit: Entweder Beginn einer neuen Arbeit (künftiger Arbeitgeber ist bekannt) oder Rückreise zu einer existierenden Arbeit nach Heimaturlaub.
  6. Antritt von Au-Pair-Stelle
  7. Nachzug zu einem Ehepartner
  8. Nachzug zu einem boyfriend/girlfriend
Weiters ist relevant, wie Filipino/Filipina ausreist:
  1. Alleine
  2. Mit philippinischen/ausländischen Freunden/Kollegen
  3. Mit philippinischem/ausländischem Lebenspartner/Ehepartner

Ich denke, mit diesen zwei Listen (die man vermutlich noch überarbeiten und erweitern muss) hat man nun eine Diskussionsgrundlage.

Bei allen o.g. Grundtatbestände ( 1 - 5 ) haben wir, obwohl sie völlig unterschiedlich sind, folgende grundsätzliche Feststellungen (Annahmen) zu machen:

Das sollte man eigentlich in (1) rechtliche Voraussetzungen, (2) Annahmen über das Verhalten des Beamten sowie (3) Verhaltensweisen des Ausreisenden aufgliedern.

3

Wednesday, February 15th 2012, 11:06am

Ad hoc fallen mir dazu dazu einige Kategorien ein:



  1. Urlaub: Alleine, mit Freunden oder mit Partner.
  2. Geschäftsreise (über philippinischen Arbeitgeber organisiert und finanziert)
  3. Studium. Entweder ein gesamtes Studium oder nur Auslands-Semester.
  4. Arbeitssuche (Arbeit noch nicht vorhanden)
  5. Arbeit: Entweder Beginn einer neuen Arbeit (künftiger Arbeitgeber ist bekannt) oder Rückreise zu einer existierenden Arbeit nach Heimaturlaub.
  6. Antritt von Au-Pair-Stelle
  7. Nachzug zu einem Ehepartner
  8. Nachzug zu einem boyfriend/girlfriend
Wäre noch ergänzbar mit:

9. Besuch von engen Familienangehörigen
10. Besuch von sonstigen Verwandten

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Wednesday, February 15th 2012, 11:34am

Ad hoc fallen mir dazu dazu einige Kategorien ein:
Urlaub: Alleine, mit Freunden oder mit Partner.
Geschäftsreise (über philippinischen Arbeitgeber organisiert und finanziert)
Studium. Entweder ein gesamtes Studium oder nur Auslands-Semester.
Arbeitssuche (Arbeit noch nicht vorhanden)
Arbeit: Entweder Beginn einer neuen Arbeit (künftiger Arbeitgeber ist bekannt) oder Rückreise zu einer existierenden Arbeit nach Heimaturlaub.
Antritt von Au-Pair-Stelle
Nachzug zu einem Ehepartner
Nachzug zu einem boyfriend/girlfriend


Möglicherweise hätte ich am Ende des Titels noch Asean-Länder/Visa-on-arrival Länder hinzufügen müssen.

Mein Thread ist zielgerichtet auf

- Besuch in Asean-Ländern und/oder andere visafreie Länder bzw. um Reisen in sog. visa on arrival Länder
- es geht um Ausreisen in die gerade genannten Länder, wo der Begleitende und/oder der Einlader sich gerade im Ausland aufhält bzw. dorthin reisen will

Also fallen fast alle deine Beispiele aus dem Raster heraus, zumal in einigen Fällen ein nationales Visum eines anderen Landes, ein Schengenvisum bzw. ein FZV oder ein Fiancee Visum notwendig sind. Au-pair Visa sind nur für die Schweiz und Norwegen möglich.

Aber um alle diese Beispiele geht es mir ausdrücklich hier nicht !!!!!

Wäre noch ergänzbar mit:


9. Besuch von engen Familienangehörigen
10. Besuch von sonstigen Verwandten


Auch das fällt nicht in mein Raster, weil dazu ein Schengenvisum notwendig ist. Das ist eine andere Baustelle !

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Molchzar

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Wednesday, February 15th 2012, 11:47am

Es ist vollkommen unerheblich, woher sich die beiden kennen. Ob übers Internet, aus der Mall, über Freunde, auf Parties, aus Bars, aus dem Puff oder sonst wo. Wo sich zwei Menschen kennengelernt haben, geht den ganzen verdammten Rest der Welt absolut nichts an. Zwei Menschen kennen sich eben. Punkt.



Sorry: Nein !!!! du machst es dir zu einfach.

Das ist eine Sichtweise, die der des BID diametral entgegengesetzt ist.

Deine Sichtweise und die entsprechende Praxis ähnlich denkender Foreigner geht an den Realitäten vorbei und hat mit absoluter Sicherheit dazu beigetragen , dass es da inzwischen stärkere Kontrollmaßnahmen gibt.

Ein Filipino /eine Filipina soll halt eben gerade nicht auf eigene Initiative ins Ausland gehen , um sich dort einen Job zu suchen. Es ist auch nicht vorgesehen, ohne jegliche Eigenmittel einen (noch) Unbekannten in Thailand oder sonstwo zu besuchen.

Wird dies aufgedeckt, ist die zwingende Folge: deboarding !

Es gibt eine bestimmte Praxis beim BID, die mag man nicht gut finden - sie ist aber so, wie sie ist . Es ist deshalb notwendig, sich auf diese Sachlage einzustellen und sich entsprechend zu verhalten.

Und darum (nur darum ) geht es mir hier in meinem Thread !

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6

Wednesday, February 15th 2012, 12:01pm

Auch das fällt nicht in mein Raster, weil dazu ein Schengenvisum notwendig ist. Das ist eine andere Baustelle !
Nicht unbedingt, denn die Familienmitglieder bzw sonstigen Verwandten könnten auch in visumfreien Ländern leben. Da genau spezifiziert wurde, wäre es interessant zu wissen, ob in dem Fall die Wahrscheinlichkeit einer Abweisung am Airport weniger gegeben ist.

Molchzar

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Wednesday, February 15th 2012, 12:20pm

Da genau spezifiziert wurde, wäre es interessant zu wissen, ob in dem Fall die Wahrscheinlichkeit einer Abweisung am Airport weniger gegeben ist.


In der Tat ist diese Frage gerechtfertigt.

Die Wahrscheinlichkeit einer Zurückweisung ist meines Erachtens nach sogar höher, sofern es sich um im Ausland arbeitende Familienmitglieder / philippinische Freunde handelt. Da steht noch viel stärker die "Gefahr" im Raum, dass eine "illegale" Arbeitsaufnahme geplant ist. In jedem Fall ist das Besuchsziel genau zu begründen. Wird eine Mutter oder der Vater besucht, steigen die Chancen - ist es eine gleichaltrige Schwester oder eine Cousine dürfte der "Argwohn" grösser sein.

Dann geht es aber nicht um "human trafficking", sondern um eine mögliche illegale Beschäftigung (illegal aus Sicht der POEA/des philippinischen Staates)

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Wednesday, February 15th 2012, 11:34pm

Es ist vollkommen unerheblich, woher sich die beiden kennen. Ob übers Internet, aus der Mall, über Freunde, auf Parties, aus Bars, aus dem Puff oder sonst wo. Wo sich zwei Menschen kennengelernt haben, geht den ganzen verdammten Rest der Welt absolut nichts an. Zwei Menschen kennen sich eben. Punkt.

Sorry: Nein !!!! du machst es dir zu einfach.

Nein, ich bin einfach nur Realist und kann Sachverhalte voneinander unterscheiden: Was eine Filipina im Ausland macht und woher sich zwei Menschen kennen, sind zwei Paar Schuhe, die nicht zu vermischen sind.
Gerade das Vermischen solcher Sachen führt zu den vielfachen Problemen mit der BID, nicht umgekehrt.

Quoted

Deine Sichtweise und die entsprechende Praxis ähnlich denkender Foreigner geht an den Realitäten vorbei und hat mit absoluter Sicherheit dazu beigetragen , dass es da inzwischen stärkere Kontrollmaßnahmen gibt.

Ein Filipino /eine Filipina soll halt eben gerade nicht auf eigene Initiative ins Ausland gehen , um sich dort einen Job zu suchen. Es ist auch nicht vorgesehen, ohne jegliche Eigenmittel einen (noch) Unbekannten in Thailand oder sonstwo zu besuchen.

Wird dies aufgedeckt, ist die zwingende Folge: deboarding !

Es gibt eine bestimmte Praxis beim BID, die mag man nicht gut finden - sie ist aber so, wie sie ist . Es ist deshalb notwendig, sich auf diese Sachlage einzustellen und sich entsprechend zu verhalten.

Und darum (nur darum ) geht es mir hier in meinem Thread !

Ich gebe es offen zu: Ich habe keine Ahnung, wovon du redest.

Du bringst zwei Beispiele, in denen beide Male eine Filipina zurückgewiesen wird, weil sie ohne ausreichende Barmittel ins Ausland geht (bzw. keine ausreichenden Barmittel nachweisen kann).

Könntest du objektiven Kriterien erläutern und Beispiele mit Internetbekanntschaften und Barmädchen nur zur Untermalung verwenden? Ich denke, dann hat man einen besseren Diskussionsansatz.

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Wednesday, February 15th 2012, 11:47pm

Du bringst zwei Beispiele, in denen beide Male eine Filipina zurückgewiesen wird, weil sie ohne ausreichende Barmittel ins Ausland geht (bzw. keine ausreichenden Barmittel nachweisen kann).


Ich habe in meinen Posts keine konkreten Beispiele gebracht und habe das auch im weiteren nicht vor. Im Thread "alleinreisende Filipina" werden allerdings einige solcher Beispiele genannt.

Könntest du objektiven Kriterien erläutern und Beispiele mit Internetbekanntschaften und Barmädchen nur zur Untermalung verwenden? Ich denke, dann hat man einen besseren Diskussionsansatz.


Gemach, gemach ! Das kommt noch (später). Im übrigen habe ich mit Bedacht auch diese Beispiele in meinen Eingangspost mit aufgenommen, weil eben gerade diese Fälle sehr häufig vorkommen.

Molchzar

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Thursday, February 16th 2012, 1:40am

Hier ein paar Vorschläge/Überlegungen für ausreisende philippinische Staatsbürger. Da notwendig (sinnvoll), werde ich im weiteren eine Unterscheidung treffen, ob es sich beim Einladenden um einen Ausländer oder einen philippinischer Staatsbürger (Verwandte oder Freunde) handelt.

Folgende Unterlagen sollten dem BI – Beamten im Rahmen der Secondary Inspection auf Wunsch präsentiert werden können:


Nachweise des/der philippinischen Einladenden (Besuchten), die diese/r vorab an den Ausreisenden zu übermitteln haben:

1. Passkopie des Einladers einschl. evtl. Visa/Aufenthaltserlaubnissen etc
2. pol. Meldebescheinigung oder ähnliches (Nachweise über die Residentship)
3. weitere Aufenthaltsnachweise (Rechnungen über Wasser-u.Elektrizitätsbezug)
4. Mietverträge über gemietete Wohnung
5. Arbeitsvertrage des Einladenden
6. Nachweis über Verwandtschaftsverhältnis , ggf. Status ( z.B. bei Verheirateten)
7. ein Einladungsschreiben (im Idealfall: von einem Notar beurkundet) mit entsprechendem Besuchsgrund,
Verwandtschaftsverhältnis – alles möglichst detailliert
8. einen Affidavit of support (notarized), der Aussagen über die Finanzierung des Besuchs macht.

Nachweise für ausländische Einlader (Besuchte)

1.Paßkopie des Einladendenden , einschl. der Visastempel für die Besuche auf den Philippinen
2.ggf. Meldebescheinigung (falls Wohnsitz im Zielland), Nachweis einer Residentship bzw. Einreisestempel zwecks Dokumentation
der Einreise /des Aufenthalts im jeweiligen Zielland
3.geplanter Reiseverlauf mit Kopien der Buchungen/Reservierungen in den Hotels (wichtig: beide Namen angeben) und
der gebuchten Flüge für beide .
4.ein detailliertes Einladungsschreiben mit Reiseverlauf und kurzer Begründung, weshalb Einladung erfolgte
(Grad der Bekanntschaft anhand entsprechender Nachweise von Besuchen auf den Philippinen
glaubhaft machen)

5. Affidavit of support (wenn möglich bitte notarized) einschl. eines Nachweises über die zur Verfügung stehenden Mittel
(Gehaltsnachweis oder ähnliches, Kontoauszüge, Kreditkarten etc)
6. bei gemeinsamer Ausreise: größere Barmittel mitführen

Anmerkung: Falls es sich um eine Internetbekanntschaft handelt, bitte nicht erwähnen - dass kommt nicht "gut" an


Eigennachweise des Ausreisenden (Besuchers)

1. Nachweis von bisherigen Auslandsaufenthalten (i.d.R. bereits aus dem aktuellen Pass ersichtlich)
2. (eigener) Arbeitsvertrag mit Urlaubsbescheinigung des Arbeitgebers, Studienbescheinigungen etc
3. geeignete Nachweise über den Grad der Bekanntschaft mit dem Besuchten (gemeinsame Reisen, gemeinsame
Hotelbuchungen auf den Philippinen, gemeinsame Flüge etc),ggf. Fotos
4. Kontoauszüge, eigene Kreditkarten ; ggf. eigene erhebliche Barmittel vorzeigen
5. sind eigene Kinder vorhanden: Geburtsurkunde (um Bindung an Heimatland zu untermauern)
6. alle wichtigen Details des Einladers kennen, ggf. Dokumente dazu (siehe oben, diese muss der
Einlader vorher übermitteln,übergeben) . Bei einem mündlichen Gespräch darf auch „frei“ erfunden
werden, solange dies überzeugend und glaubhaft vorgebracht wird


Soweit zu den Unterlagen/Dokumenten.

Da der/die Ausreisende damit rechnen muss, dass ein mündliches Gespräch stattfindet, muss er/sie völlig überzeugend auftreten und alle wichtigen Details vortragen können (Belege/Dokumente erst danach präsentieren).

Der/die Ausreisende müssen dazu erfahrungsgemäß vorher gebrieft werden und (im Idealfall) entsprechende Textbausteine sollten vorher eingeübt werden.

Jegliche Unsicherheit und Widersprüche (daher Dokumente kennen) sind zu vermeiden.

Ich freue mich auf eure Beiträge und eine rege Diskussion.

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carldld

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Thursday, February 16th 2012, 1:52am

Junge, Junge, da wird einem ja schwindelig! Aber Du gibst ja in Deinem Profil an dass rechtliche Dinge Dein Hobby sind.

Deine Darlegungen üer die Abweisung am Airport, ob das viele interessiert? Ich weiss es nicht.
Ich finde nur die Liste der Nachweise ist absurd! Da müsste man ja z. Bsp. einen Wochenendtrip generalstabsmässig planen!

Ich halte es lieber mit Trivial: ein freies demokratisches Land darf meines Erachtens seinen Bürgern nicht vorschreiben wann und wohin sie ausreisen
wenn alle Voraussetzungen wie Visum (falls nötig, Ticket usw. gegeben sind. Es ist doch gerade für weibliche Ausreisende entwürdigend wenn sie sich
wie eine Prostituierte fühlen müssen durch diese Fragerei!

Leider ist diese Anweisung auch wieder einen Möglichkeit für so manchen sein "Budget" aufzubessern.

Gruss
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Thursday, February 16th 2012, 2:36am

Ich halte es lieber mit Trivial: ein freies demokratisches Land darf meines Erachtens seinen Bürgern nicht vorschreiben wann und wohin sie ausreisen
wenn alle Voraussetzungen wie Visum (falls nötig, Ticket usw. gegeben sind. Es ist doch gerade für weibliche Ausreisende entwürdigend wenn sie sich
wie eine Prostituierte fühlen müssen durch diese Fragerei!


Da bin ich der falsche Adressat, erzähle dies bitte dem BID. Diese von Trivial und dir gepriesene Reisefreiheit gibt es halt für "arme" Filipinos/Filipinas gerade nicht.

Ich finde nur die Liste der Nachweise ist absurd! Da müsste man ja z. Bsp. einen Wochenendtrip generalstabsmässig planen!


So aufwändig ist das ganze gar nicht. Unterlagen (sofern vorhanden, verfügbar) zusammensuchen , Fotokopien machen, ggf. per Kurier schicken. Lediglich der Affidavit (der aber zunehmend vom BI verlangt wird) und das Einladungsschreiben machen etwas Arbeit. Wer damit keine Erfahrung hat, benötigt dafür schon ein paar Stunden.

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Thursday, February 16th 2012, 9:14am

Ich finde nur die Liste der Nachweise ist absurd!

Wieso absurd? Teilweise wird die doch sowieso verlangt, halt eben nicht am Airport, sondern z.b. von der dt. Botschaft und nicht alle Visa ausstellende Behörden sind so genau, im Hinblick, ob es hier um Menschenhandel geht

Quoted


Da müsste man ja z. Bsp. einen Wochenendtrip generalstabsmässig planen!

Wochenendtrip? :Rolf
ok nach Hongkong, Singapore oder Thailand und die klassischen ASEAN Staaten kommt man sicherlich recht einfach, aber gerade Singapore ist eine Destination der besonderen Art.

Ich halte es lieber mit Trivial: ein freies demokratisches Land darf meines Erachtens seinen Bürgern nicht vorschreiben wann und wohin sie ausreisen
wenn alle Voraussetzungen wie Visum (falls nötig, Ticket usw. gegeben sind. Es ist doch gerade für weibliche Ausreisende entwürdigend wenn sie sich
wie eine Prostituierte fühlen müssen durch diese Fragerei!


Leider ist das Video in Deutschland mal wieder nicht verfügbar, damit gehts aber http://www.unblockyoutube.co.uk (die Youtube URL ganz unten reinkopieren und auf GO klicken)

http://www.youtube.com/watch?v=zVnvECAEvxQ

Reisefreiheit in einem demokratischen Land ist das eine, aber Reisefreiheit in einem demokratischen Dritteweltland das andere. Hier werden ja nicht die Bürger an der Ausreise gehindert wie früher im Ostblock, sondern hier gehts darum, der Flut von ausreise- und arbeitswilligen Filiponos herr zu werden und den daraus zwangsweise resultierenden Menschenhandel einzudämmen.
Viele tun das einfach aus der Not heraus, wissentlich wohin die Reise geht, aber viele wissen eben nicht, das der angebotene Job eben kein Hotel ist, sondern ein Bordell. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, muss man eben abwägen, ob man für uneingeschränkte Reisefreiheit ist, oder doch gegen den Menschenhandel vorgeht.
Hier gehts darum, die Reisefreiheit sicher zu stellen, aber auch gleichzeitig den Menschenhandel zu unterbinden. Da die Leute von der BID am Airport einfach so Leute wegschicken ist nicht Rechtens, allerdings gibts auf der anderen Seite auch sicherlich keine klare Checkliste um Menschenhandel zu erkennen. Hier wären die Punkte die Molchzar genannt hat sicherlich mal ein Anfang. Das erteilte Visa und die damit zusammenhängenden Prüfungen sind kein Nachweis für die Beamten am Airport, das hier alles Rechtens ist, denn wo oder was ist Deutschland?
Die arabischen Länder stehen auf der Liste ganz oben und die zumeist Frauen gehen dort freiwillig rein http://blogs.taz.de/arabesken/2010/06/25…erne_sklaverei/

Hier die Menschenrechtsberichte von 2010 http://www.state.gov/j/tip/rls/tiprpt/2010/ und 2011 http://www.state.gov/j/tip/rls/tiprpt/2011/

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Thursday, February 16th 2012, 3:14pm

Du bringst zwei Beispiele, in denen beide Male eine Filipina zurückgewiesen wird, weil sie ohne ausreichende Barmittel ins Ausland geht (bzw. keine ausreichenden Barmittel nachweisen kann).
Ich habe in meinen Posts keine konkreten Beispiele gebracht und habe das auch im weiteren nicht vor. Im Thread "alleinreisende Filipina" werden allerdings einige solcher Beispiele genannt.
Könntest du objektiven Kriterien erläutern und Beispiele mit Internetbekanntschaften und Barmädchen nur zur Untermalung verwenden? Ich denke, dann hat man einen besseren Diskussionsansatz.
Gemach, gemach ! Das kommt noch (später). Im übrigen habe ich mit Bedacht auch diese Beispiele in meinen Eingangspost mit aufgenommen, weil eben gerade diese Fälle sehr häufig vorkommen.

Mal sehen. Ich würde deine Fälle schon als konkrete Beispiele und nicht als allgemeine Kategorisierung bezeichnen. Und ich finde sie gar nicht gut gewählt, da sie - meiner Meinung nach - abwertende Vorurteile widergeben, aber nicht die allgemeine Realität widerspiegeln, sondern nur in Einzelfällen zutreffen.

Die Vorkehrungen für die Ausreise finde ich interessant, da sie ganz allgemein auf jeden Filipino zutreffen, der aus dem Ausland eingeladen wird. Interessant wären noch die gesetzlichen Grundlagen, aufgrund dessen das alles überprüft wird. Das heißt: "Wie kommt es dazu, dass der Ausreisende diese Dokumente benötigt?"

Ich halte es lieber mit Trivial: ein freies demokratisches Land darf meines Erachtens seinen Bürgern nicht vorschreiben wann und wohin sie ausreisen wenn alle Voraussetzungen wie Visum (falls nötig, Ticket usw. gegeben sind. Es ist doch gerade für weibliche Ausreisende entwürdigend wenn sie sich
wie eine Prostituierte fühlen müssen durch diese Fragerei!

Nun, das ist meine Meinung. Tatsache ist, dass es gesetzeskonform ist, Ausreisende philippinische Bürger genau zu überprüfen. Damit ist für mich eindeutig klar, dass wir es hier NICHT mit einem freien, demokratischen Staat zu tun haben. Trotzdem macht es Sinn, die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zu diskutieren und zu verstehen, weil man gewissermaßen damit leben muss.

Natürlich macht es Sinn, gleichzeitig auch die aktuellen Gesetze zu kritisieren. Das ist aber eine andere Baustelle. Häufig wird dann (auch hier im Forum) gesagt, dass würde ja nichts bringen, darum kritisiert man gar nichts und beschwert sich auch nicht. Prinzipiell darf es in einem Staat aber nicht so ein, dass ein paar Ausländer (und die sind wir hier) im Handumdrehen irgendwelche Gesetze zu Fall bringen. Das würden sonst auch andere machen, die Folge wäre komplette Anarchie. Aber: Steter Tropfen höhlt den Stein und langfristig hinterlassen zahlreiche Beschwerden durchaus Spuren. Das ist der Unterschied einer Evolution zu einer Revolution. Der Einzelne sieht seinen direkten Einfluss nicht mehr, aber trotzdem war er wichtiger Teil des Prozesses. Das mag zwar unbefriedigend erscheinen, geht aber nicht anders.
Im letzten Absatz bin ich jetzt ein bisschen abgeschweift, wollte es aber trotzdem anmerken. Falls es dazu mehrere Antworten gibt, würde ich den Moderatoren vorschlagen, diese Diskussion dann in einen separaten Thread zu verschieben.

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Thursday, February 16th 2012, 5:36pm

In einem anderen Thread (small talk, Herzi und Pampis ungewöhnlicher Reisebericht) hatte ich folgendes versprochen:
Die Motive, weshalb einzelne Member möchten, dass ihre "Partnerin" in ein benachbartes Asean Country reisen soll , sind bekanntlich unterschiedlich, z.B.

1) ein Philippinenbesucher möchte seine frühere Barbekanntschaft (weil sie so toll ist und er keine neue will) nun auch ins Ausland nachkommen lassen
2) ein sich derzeit im Nachbarland befindlicher Ausländer möchte seine Freundin (die er bereits kennt) dort treffen
3) jemand möchte seine Internetbekanntschaft (die er noch nicht persönlich kennt) im Ausland erstmalig persönlich kennenlernen
4) die beiden Partner (Foreigner und Pinay, die bereits eine längere Beziehung haben) reisen zusammen aus den Philippinen aus
5) der Ausländer möchte seine Barbekanntschaft (er reist mit ihr zusammen aus) nun auch ins Ausland mitnehmen

Nun könnte man eigentlich 1) und 5) völlig aus der Betrachtung herausnehmen und 3) entsprechend vernachlässigen, denn in allen diesen Fällen besteht in der Tat eine gewisse Berechtigung (Anfangsverdacht) für " human trafficking", zumindest ist es wohl nicht gänzlich von der Hand zu weisen.

Eine Ablehnung wäre deshalb sogar nachvollziehbar (vielleicht sogar begrüßenswert ? ).


Hallo Molchzar,

grundsätzlich finde ich Deinen Ansatz lobenswert und verstehe auch worauf Du hinaus willst.

Jedoch - ein solcher Satz wie oben markiert hat in einer sachlich geführten Diskussion - auf die du ja so großen Wert legst - nichts zu suchen! Was Du hier tust ist genau das was die Immigration Beamten auch machen - und was Du so scharf verurteilst - eine Vorverurteilung von Menschen!

Partyevent!
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.

Sarkasmus

Wenn eine Person die soziale Situation nicht versteht, wegen fehlender Übung oder Intelligenz, kann sie Ironie – und damit auch ironischen Sarkasmus – nicht als solche identifizieren.


....mas gugustuhin ko pang mamatay ako ng nakatayo kesa nabubuhay ako sa aking mga tuhod! 8-)
.


Molchzar

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Friday, February 17th 2012, 12:49am

Eine Ablehnung wäre deshalb sogar nachvollziehbar (vielleicht sogar begrüßenswert ? ).


Hallo Molchzar,

grundsätzlich finde ich Deinen Ansatz lobenswert und verstehe auch worauf Du hinaus willst.

Jedoch - ein solcher Satz wie oben markiert hat in einer sachlich geführten Diskussion - auf die du ja so großen Wert legst - nichts zu suchen! Was Du hier tust ist genau das was die Immigration Beamten auch machen - und was Du so scharf verurteilst - eine Vorverurteilung von Menschen!


Hallo Partyevent,
ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen.

Ich war mit meiner Partnerin zusammen insgesamt 4 x in den letzten Jahren in diversen ASEAN - Staaten ( Hongkong, Thailand, Singapur, Malaysia) und es gab bei der Ausreise nie Probleme. Nun habe ich den Vorteil, dass ich seit fast drei Jahren ein SRRV - Visum besitze und auch nachweisen kann, dass ich mit meiner Partnerin hier auf den Philippinen zusammenlebe. Insofern brauche ich dieses von mir beschriebene Brimborium persönlich nicht. Ich bin auch immer zusammen mit ihr ausgereist.

Alle, die in einer ähnlichen Situation sind - sowie solche, die mehrfach bereits zusammen im Ausland waren (lässt sich ja anhand der Stempel in den Pässen belegen) können sich zurücklehnen und entspannen. Ein paar Unterlagen (Hotelbuchungen, finanzielle Mittel) sollte man aber nichtsdestotrotz dabei haben.

Deshalb sind meine Ausführungen auf einen anderen Personenkreis bezogen. Mal flapsig ausgedrückt: fragile und noch nicht gefestigte Beziehungen

- Member, die ihre "Partnerin (Partner)" erst kurze Zeit kennen
- Member, die ihre Internetbekanntschaft erstmalig in einem ASEAN Land kennenlernen wollen
- Member, die (aus welchen Gründen auch immer) nicht mit dem philippinischen Staatsbürger zusammen ausreisen können/wollen

Wer sich hier im PFD intensiv betätigt, kennt die einschlägigen Threads, die sich mit diesem Thema (Zurückweisungen) beschäftigt haben, kennen die Problematik. Herzis Fall war ein Sonderfall (nationales österreichisches Visum), es gibt aber viele weitere Berichte über Zurückweisungen bei Ausreiseversuchen in die benachbarten ASEAN-Länder.

Nun zu meiner Bemerkung "begrüßenswert". Bei jeder Ausreise (trifft auch auf die Beantragung nationaler Visa und Schengenvisa zu) sollte jeder Einlader folgendes im Hinterkopf haben:

- der philippinischen Staat möchte die dignity seiner Staatsbürger schützen
- man will "human trafficking" verhindern und dieser Begriff wird sehr weit ausgelegt (pervertiert)
- illegale Arbeitsaufnahme (abseits der offiziellen POEA - Kanäle) soll unterbunden werden (so etwas wie global freie Arbeitsplatzauswahl gibt es hier nicht)

Wer jetzt naiv handelt und seine "Auserwählte" (jetzt egal, ob sie eine gebuchte GRO ist oder es sich um eine in die engere Wahl genommene zukünftige Partnerin handelt) allein und ohne zusätzliche Nachweise/Dokumente/Hotelbuchungen/Finanzmittel ausreisen lässt, riskiert die Zurückweisung (Deboarding).

Unter Berücksichtigung der philippinischen Ausreisepolitik (siehe oben) ist es grob fahrlässig, die Eingeladenen ins offene Messer der BI laufen zu lassen. Das Deboarding ist deshalb nachvollziehbar.

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass wir alle die jeweiligen Gesetze, Regeln des jeweiligen Landes zu beachten haben und p r o a k t i v damit umgehen müssen.

Nach meinen Erfahrungen und das entnehme ich hier aus zahlreichen Berichten vieler Member, kommt es häufig vor, dass Internetbekanntschaften und Damen aus dem Milieu ins Ausland eingeladen werden. Die Motive für solche Einladungen (zeigen sie doch eine große Unkenntnis der philippinischen Gegebenheiten) sind für mich häufig nicht nachvollziehbar bzw. es liegen sogar "einschlägige" Gedankengänge zugrunde.

Will jetzt jemand seine bereits geprüfte und "vermessene" GRO - Dame mit ins Ausland nehmen, dann "begrüße" (besser : akzeptiere) ich durchaus, wenn ein Deboarding stattfindet - u. a auch deshalb, weil diese Motivlage konträr zur philippinischen offiziellen Politik steht; auch durchaus in gewissem Masse berechtigterweise als "human trafficking" bezeichnet werden könnte.

Man kann natürlich darüber diskutieren - ist ja hier im PFD auch schon geschehen - dass ändert aber nichts an der "Gemengelage". Deshalb: Jeder, der sich motivmäßig im Widerspruch zur aktuellen philippinischen Politik befindet, sollte dies dann zumindest durch Weitsicht und Vorausschau zu "heilen" versuchen. Tut er es nicht, dann "bedauere" ich solche Zurückweisungen nicht .

Die gleichen Bemerkungen würde ich auch bei schlampig gemachten Schengenvisa - Antragstellungen machen. Bei einer Vielzahl aller Ablehnungsfälle bei Schengenvisa - Erstanträgen (Gesamtablehnungsquote derzeit 9 %, bei Erstanträgen vermutlich 25 - 30 %) liegt Schlampigkeit und Nichtbeachtung der Erfordernisse vor. Aber das ist eine andere Baustelle, weil es hier im Thread nicht um die DBM, sondern um die BI geht.

Molchzar

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17

Friday, February 17th 2012, 1:04am

Interessant wären noch die gesetzlichen Grundlagen, aufgrund dessen das alles überprüft wird. Das heißt: "Wie kommt es dazu, dass der Ausreisende diese Dokumente benötigt?"


Siehe bitte hier (Grundlagen werden in diesem Thread diskutiert - bitte alle Posts ab Nr. 312 beachten)

Abgetrennt: Schwierigkeiten, wenn alleinreisende Filipinas ihr Land verlassen

carldld

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Friday, February 17th 2012, 1:36am



Da bin ich der falsche Adressat, erzähle dies bitte dem BID. Diese von Trivial und dir gepriesene Reisefreiheit gibt es halt für "arme" Filipinos/Filipinas gerade nicht.

Das weiss ich schon! Was ich mit meiner Bemerkung sagen will ist dass dies keine demokratischen Regeln sind und Korruption (die Pnoy ja bekämpfen will) Tür und Tor öffenet.

Zitat von TBS:
Reisefreiheit in einem demokratischen Land ist das eine, aber
Reisefreiheit in einem demokratischen Dritteweltland das andere. Hier
werden ja nicht die Bürger an der Ausreise gehindert wie früher im
Ostblock, sondern hier gehts darum, der Flut von ausreise- und
arbeitswilligen Filiponos herr zu werden und den daraus zwangsweise
resultierenden Menschenhandel einzudämmen.


Ach so? Und was wäre wenn es keine OFW's gäbe? Dann wäre das Land pleite, na ja, fast Pleite! das ist doch alles eine Doppelmoral! Und warum wird versucht den Menschenhandel einzudämmen? Weil da jede Menge Kohle von den USA kommt und der Strom würde versiegen.
Verstehe mich nicht falsch, ich habe absolut nichts dagegen wenn versucht wird den Menschenhandel einzudämmen! Aber es werden doch selbst hier im Forum Fälle geschildert wo willkürlich jemand an der Ausreise gehindert wird! Und da waren alle Papiere und das Visum in Ordnung.


Gruss
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Friday, February 17th 2012, 11:45am

Ach so? Und was wäre wenn es keine OFW's gäbe? Dann wäre das Land pleite, na ja, fast Pleite! das ist doch alles eine Doppelmoral! Und warum wird versucht den Menschenhandel einzudämmen? Weil da jede Menge Kohle von den USA kommt und der Strom würde versiegen.

Also die OFW's sind schon in Ordnung, die sollen ja über POEA zugelassene Arbeitsvermittler ins Ausland gehen. Es soll nur verhindert werden, das Arbeitssuchende im Ausland in der Prostitution etc. enden.
Man will bei der POEA, durch diese illegale Tätigkeiten nicht auf die Steuereinnahmen verzichten. Ob da bei der Zurückweisung der PAX am Flughafen mehr auf deren Wohl bedacht ist, oder doch eher auf das Wohl und die Steuereinnahmen des Staates nicht verzichten will, steht auf einem anderen Blatt. Ob da jetzt jemand in Florida USA auf den Strich gezwungen wird, oder irgendwo in einem Nobelschröder Hotel ohne POEA "Lizenz" arbeitet spielt da theoretisch keine Rolle aus sicht der Ph. Regierung, denn in beiden Fällen zahlt die Person keine Steuern.
Menschenhandel, Prostitution und Sklaverei und illegale Arbeit im Ausland sind 2 Seiten der selben Medaillie. Ich für mich finde es schlimm und abscheulich und betrachte die Seite der Medallie, wo die Menschen vielleicht mit falschen Versprechungen zur Arbeit ins Ausland gelockt werden um dann als billige Sklaven gehalten werden, oder zur Prostitution gezwungen werden. Die BID sieht dagegen wohl eher die andere Seite der Medaillie, vielleicht sogar beide. Je ärmer das Land, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Flucht ins heilbringende Ausland in einer menschlichen Trägödie endet.

Quoted


Aber es werden doch selbst hier im Forum Fälle geschildert wo willkürlich jemand an der Ausreise gehindert wird! Und da waren alle Papiere und das Visum in Ordnung.

Die Papiere dürften eigentlich immer in Ordnung sein, denn ohne die kannst du i.d.R. weder aus den Phils ausreisen noch im Zielland einreisen. Allein der Zweck der Reise wird hier als Ablehungsgrund angesehen. Ob der angegebende Reisezweck nun stimmt oder nicht, kann der Beamte nicht wissen, er kann es lediglich anhand der Aussagen des PAX bei der Ausreise vermuten. Ob die da jetzt besonders geschult sind, die Aussagen zu bewerten weiss ich nicht. Nicht falsch verstehen, ich bin auch für die uneingeschränkte Reisefreiheit.

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Molchzar

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Friday, February 17th 2012, 2:03pm

Quoted

Aber es werden doch selbst hier im Forum Fälle geschildert wo willkürlich jemand an der Ausreise gehindert wird! Und da waren alle Papiere und das Visum in Ordnung.


Da bin ich mir nicht so sicher. Viele Abweisungen erfolgten, weil die Ausreisenden eben keine detaillierten Auskünfte geben konnten und/oder Nachweise/Belege bei sich hatten.