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Sonntag, 11. Juni 2017, 10:04

I am back in the Philippines - Reisebericht Nr. 2 Tacloban - Bohol

Liebes Forum,
nachdem ich ja im Februar meine erste Reise hier ins Netz gestellt hatte möchte ich nun Teil zwei anfügen. Im Moment noch auf den Philippinen sitzend und etwas Zeit übrig habend.

Ja ich bin wieder hier seit fast drei Wochen. Habe meine Liebste wieder besucht nachdem wir quälende 100 Tage Chat überstanden haben.

Den Flug hatte ich über Emirates gebucht. Es stimmt übrigens was hier geschrieben wird. Beim Zwischenstopp in Dubai wird auf eine Boeing umgestiegen die weitaus weniger Komfortabel ist wie der Airbus der einen nach Dubai bringt. Der Service und das Essen sind allerdings sehr gut und das ist für so einen langen Flug für meine Begriffe eben wichtig. So kamen wir überaus pünktlich in Manila an und ich hatte das Vergnügen bis 4 Uhr Morgens zu warten bis mein Weiterflug nach Tacloban mit Cebu Pazific stattfand. Glücklicherweise darf man ab 12 Uhr Nachts seine Koffer bereits einchecken und so konnte ich dann ohne Ballast in der Mall im Raucherraum meinen Kaffee schlürfen und warten. Auch der Weiterflug klappte pünktlich so dass ich Morgens um 6 in Tacloban City ankam.

Da ich nicht ins Hotel wollte weil auch für mich zwei Urlaube in einem Jahr in diesem Ausmaß einfach zu teuer sind haben wir in der Nachbarschaft meiner Liebsten eine kleine Wohnung angemietet die mich 240 Euro für 4 Wochen gekostet hat. Wohnung - naja wenn man es so nennen darf. Ein Raum besteht aus Küche, einem kleinen Tisch einem Sofa, Fernseher und einem "Comfort-Room" der jeglichen Komfort vermissen lässt :). Dazu dann ein kleines Zimmer mit einem Bett und einem Schrank - mehr passt da auch nicht rein da der Raum damit komplett ausgefüllt ist. Für mich der 1,83 m groß ist etwas eng und das Bett etwas zu klein geraten aber was solls, dafür war es ja relativ preiswert.
Wer allerdings den Comfort - Room betrachtet, der würde schon bei der Planung den Architekten erschlagen. Wobei die Vermutung nahe liegt, dass es hier keinen Architekten gab. Die Toilette ist so konzipiert, dass selbst die kleinen Pinays nicht gerade auf der Toilette sitzen können. Die Wand ist einfach zu nahe an der Schüssel. Also quer sitzen - auch mal ne neue Variante.

Die Dusche.... selten so gelacht. Es gibt keine Dusche. Es wird nach Phil-Art geduscht. Ein Eimer Wasser und eine Schöpfkelle zum über den Kopf leeren, dass ist die vornehmliche Dusche hier im Viertel. Also ehrlich gesagt - ich bin vieles gewohnt, aber daran werde ich mich nicht gewöhnen. Meine Liebste nimmt diesen Umstand so wie er ist denn - bei Ihr Zuhause wird immer noch so geduscht. Warmes Wasser - Fehlanzeige - was allerdings bei den Temperaturen die herrschen auch kein allzu großes Problem darstellt. Mir macht es aber trotzdem etwas aus und so wurde der erste Tag dazu genutzt einen Wasserkocher zu kaufen um wenigstens das Wasser so warm zu bekommen, dass ich auch ohne Herzstillstand duschen kann.

Bei der Fahrt durch die Stadt kamen schon so etwas wie Heimatgefühle auf. Schon seltsam am anderen Ende der Welt.

Weitere Berichte werden folgend sobald ich wieder Zeit finde zu schreiben.
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leachim

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Sonntag, 11. Juni 2017, 10:53

240€ für ein möbliertes Zimmer, erscheinen dir günstig?

Also dafür kannst du hier in Dumaguete (auch Provinzhauptstadt) in einem Hotel auf Monatsbasis einchecken. Oder ist das nur so teuer weil der Tsunami alles platt gemacht hatte?
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will weg aus D in die Sonne ohne Schnee und dort soll es günstig zu leben sein

Weg bin ich nun, Sonne gibts genug ohne Schnee, nur mit dem letzten Punkt klappt es nicht zur Zeit

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Montag, 12. Juni 2017, 04:18

240€ für ein möbliertes Zimmer, erscheinen dir günstig?


Ja ich habe das Gefühl, das Tacloban ziemlich teuer ist wenn ich so die Berichte von manch Unterkünften lese. Das letzte Mal habe ich allerdings 30 Euro pro Tag in einem Apartelle bezahlt. War zwar sehr schön aber eben einiges teurer.

Aber ich gebe Dir Recht, wenn man genug sucht findet man hier mit Sicherheit was brauchbares für weniger Geld.
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Montag, 12. Juni 2017, 05:03

Leben in der Barangay

Da wir ja jetzt mitten in der Barangay meiner Liebsten wohnten konnte ich gut testen wie es ist hier zu leben. Die Straßen in einem erbärmlichen Zustand, viel Müll bzw. Schutt auf den Straßen, keine funktionierende Kanalisation da zwar eine vorhanden ist diese aber einfach nicht richtig funktioniert und die Verwaltung keine Lust hat diese zu reparieren. So stehen Wasserpfützen egal ob es geregnet hat oder nicht permanent. Vor unserer Haustür läuft dazu noch ein Rinnsal von irgendwo her der nie versiegt. Meiner Meinung nach ein defektes Wasserrohr aus dem sich das Wasser einen Weg zum nächstgelegenen funktionierenden Abfluss bahnt. Aber auf Nachfrage bei der Familie nur Verständnislosigkeit. Das sei Regenwasser welches nach und nach dem Gefälle zuwandert. Wer es glaubt wird seelig :).

Das Problem der Pfützen ist einfach, dass dort sich Stechmücken ideal vermehren können. Außerdem ist das Wasser wohl hochgradig bakteriell verseucht aber was soll es. Interessiert weder die Bewohner noch die Verwaltung. Dabei ist diese Barangay noch gut dran denn in anderen in denen ich später einfuhr sah es noch verheerender aus.

Bei Familie war der Sari Sari geschlossen. Grund dafür war, dass Tatay 14 Tage vorher mit dem Moped gestürzt war und sich mehrere Rippen geprellt oder gebrochen hatte. Das Geld welches da war ging für Medizin und Arztbesuche drauf. So war nichts mehr für Sari Sari übrig. Wie das weitergehen soll kann ich mir nicht vorstellen aber es scheint auch hier niemand verzweifelt zu sein. Weiß nicht auf was gewartet wird aber ich habe dann auch nicht weiter gefragt.

Die Temperaturen waren nun wirklich unerträglich heiß. Und die Familie besitzt kein Aircon was dazu führt, dass man sich das Duschen eigentlich sparen kann denn eine Stunde später ist man wieder genau so verschwitzt wie vorher. Zum Glück hatte unser Apartment Aircon. Also erträglich wenn man sich zurückziehen wollte.

Da ich mir vorgenommen hatte dieses Mal genauer hinzuschauen registrierte ich viel mehr als bei meinem ersten Besuch. Im Barangay leben viele staatlich angestellte Menschen. so ist genug Geld vorhanden, jedenfalls für philippinische Verhältnisse. Auch "Foreigner" gibt es hier zu hauf wie ich feststellen durfte. Versteckt hinter hohen Mauern stehen einige schöne Häuser bei meiner Nachfrage hieß es dann "Canada, Australia, England usw. Deutsche leider keine dabei. Aber die bleiben wie hier schon zuvor einige Male von einigen Mitgliedern beschrieben im Hintergrund. Gesehen habe ich jedenfalls keinen davon in meiner Zeit hier.

Ansonsten ist es einfach Schade wie wenig die Menschen aus Ihren Möglichkeiten machen. Da viele ja Geld haben wird trotzdem nichts in die Wohnsituation investiert. Anscheinend legt hier keiner Wert auf das äußere Erscheinungsbild der Häuser. Vielleicht auch um keine Einbrecher anzuziehen. Und die die schöne Häuser haben verstecken Sie hinter hohen Mauern.

Aber zu diesem Thema in einem anderen Beitrag mehr.
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Montag, 12. Juni 2017, 14:11

Live at the beach

Tacloban hat ja wie bereits mehrfach erwähnt nicht ganz so viel zu bieten. Allerdings gibt es auch hier ein paar schöne Plätze am Meer an denen man eine Auszeit von der ewig lärmenden Stadt nehmen kann. Einer dieser Plätze ist der Beach Patio Victoria. Eine Pool - Anlage mit Restaurant und einem Beach dabei. Insbesondere unter der Woche zu empfehlen. Eine kleine Hütte mieten ist dort allerdings fast unmöglich. 1000 Pesos sind einfach nur verrückt. Also hinsitzen etwas essen und trinken und 200 Pesos für den Pool bezahlen oder am Meer baden gehen. Die Anlage gehört den Romualdez der reichsten Familie in Tacloban und natürlich stellt diese Familie auch die Bürgermeisterin von Tacloban. Direkt vor dieser Anlage befindet sich eine Traumhafte Insel mit Sandstrand. Gut zu sehen wenn man eine Kamera mit Zoom hat. Und diese Insel ist in Privatbesitz - und gehört wem...... richtig geraten den Romualdez. Wie viele anderen Dinge in der Stadt ist die Familie allgegenwärtig. bis zu den Stipendien die die Familie für begabte Studenten vergibt.

Zwei Tage später am Geburtstag meiner Liebsten sind wir dann mit Familie an einen anderen Strand in unmittelbarer Nähe der oben erwähnten Anlage gefahren. Dort hat es mir besser gefallen da es einfach "philippinischer" war. Der Strand trägt den Namen Marcos Beach. Hier mieteten wir dann eine Hütte und aßen wie gewohnt erst mal ausgiebig die leckeren Dinge die wir zuvor mitgebracht hatten. Meine Liebste hat ein sehr großherziges Gemüt und so bekam fast jedes süße Kind was vorbeikam etwas Süßes in die Hand gedrückt. Die Männer - mich inbegriffen machten sich unterdessen dran einen Kasten Red Horse zu vernichten. Da ich vorsichtig bin mit dem Eis musste ich das ganze dann bei Zimmertemperatur machen was mir gar nicht so gut geschmeckt hat. Aber lieber auf das Eis verzichten als einen Magen Darm Virus einfangen. So verbrachten wir satte 6 Stunden dort an denen die meisten einmal ins Wasser gingen. Das Wasser verspricht auch keine Abkühlung weil alles warm ist. Aber es war ein schöner Tag in Harmonie mit der Familie zusammen.

Für Besucher die Tacloban länger als zwei Tage beheimaten wollen eine echte Auszeit - Alternative. Zu finden ganz einfach auf dem Weg zum Flughafen. Ein paar schöne Bilder von landenden oder startenden Flugzeugen inbegriffen :).
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Montag, 12. Juni 2017, 14:42

Ist lustig dich zu lesen

Jetzt habe ich doch wieder einmal gut gelacht hier im Forum.
Die anderen Themen sind so flach getreten, dass man daraus bald Badelatschen fertigen kann.
Deine frische, direkte und verfrorene Art macht Spass zu lesen.

Ich melde mich dann, wenn du deinen Thread als vorläufig beendet melden wirst.
Ich wünsche dir noch viel Spass beim Entdecken der philippinischen Wunder und Eigenschaften.

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Mittwoch, 14. Juni 2017, 05:09

Geburtstag einmal anders feiern

Ich hatte ja erwähnt dass meine Liebste Ihren 32. Geburtstag in der Zeit feiern würde in der ich hier bin. Nun ich kenne ja nur unsere Art Geburtstage zu feiern und ich sah, dass meine Liebste die Geburtstage Ihres Sohnes zelebrierten wie eine Hochzeit. Also war ich auf einiges gefasst aber - Fehlanzeige - es kam nichts aber auch gar nichts. Weder große Deko noch Geschenke (außer von mir natürlich :) ) Es ist wohl so, dass meine Liebste der Motor der Familie ist was diese Dinge angeht und wenn der Motor selbst Geburtstag hat dann ist niemand da der Ihn antreibt. So war es ziemlich ernüchternd. Sie backte Ihre Torte selbst und beschriftete Sie dann auch noch mit Happy Birthday und 32 und Ihrem Namen selbst. Irgendwie tat Sie mir leid dabei denn da im Moment ebbe in der Kasse der Familie ist gab es auch keinerlei Geschenke. Dass ich das Geld für das Essen welches gekocht wurde gespendet habe war eigentlich alles und ich glaube, wenn ich das nicht gemacht hätte dann hätte es nichts zu essen oder eben wenig gegeben wie an vielen anderen Tagen auch. Aber meine Liebste hat ein sonniges Gemüht und all diese kleinen "Nadelstiche" weggelächelt.

Nach unserem Beach - Besuch kamen dann noch 5 Freunde zu Hause vorbei um Ihr zu gratulieren aber auch hier keinerlei Geschenke. Und die Freunde machten sich über die Essensreste her die wir vom Beach mitgebracht hatten bis wirklich alles Ratze Butz aufgegessen war. Dann zogen Sie wieder von dannen.

Wie gesagt, ich bin kein Freund von großen Feiern aber das war wirklich erschreckend wenig für mein dafürhalten.
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Donnerstag, 15. Juni 2017, 15:24

Fahrt nach Bohol

Um nicht wieder Unsummen für ein Auto auszugeben hat meine Liebste in der Nachbarschaft einen Suzuki organisiert. Eine Mischung aus PKW und Kleinbus. Den konnten wir dann für 2000 Pesos am Tag bzw. 2500 Pesos für die Fahrt nach Bohol ausleihen. Ein echter Luxus und gut solange nichts passiert. Weiß nicht was wäre wenn ich einen Unfall gehabt hätte. Naja war ja nicht der Fall.
Ich fahre nach wie vor sehr gerne Auto auf den Phil. Ich habe mich so an die Art der Fahrerei gewöhnt dass meine Liebste ab und an mich bremsen musste da ich Ihr dann doch zu rasant unterwegs war. All die Pedicabs, Motorcycles schleichenden Autos oder LKW die es zu überholen galt machen mir immer wieder Spaß. Stress kommt eigentlich nur auf wegen der vielen Hunde und Katzen die die Straße bevölkern. So musste ich einmal ein perfektes Ausweichmanöver hinlegen da eine Katze sich als suizidgefährdet quer über die Straße gewagt hatte. Auch hier dann wieder Verständnislosigkeit meiner Liebsten und Ihres Bruders den wir samt seinem Sohn mitgenommen hatten. Wenn ein Tier die Straße kreuzt und es sich nicht vermeiden lässt sollte man halt drauf halten und gut. Naja das bringe ich dann doch nicht über das Herz.
Wir fuhren um 4 Uhr Morgens nach Bata ins südliche Leyte um die Fähre nach Ubay zu nehmen die um 11 Uhr starten sollte. Da ich von meiner ersten Reise ins südliche Leyte wusste, dass die von den Nachbarn angegebenen Fahrzeiten ins Bereich der Fabeln gehörten sind wir früh los gefahren. Und so schafften wir die Strecke tatsächlich in 3,5 Stunden.
Wir waren also um 8 am Hafen und hatten noch drei Stunden Zeit. Wir checkten ein und fragten uns was machen da kam ein Mitarbeiter der Fährgesellschaft und bedeutete uns wir sollten uns beeilen, dann können wir noch mit der Frühfähre mitgenommen werden. Das lief also super und so befanden wir uns bereits um 10 auf See.
Die Prozedur wie man zu einem Fährticket kommt ist einfach nur haarsträubend. Fahrzeugpapiere da lassen, bezahlen 2500 Pesos für 5 Personen + Auto. Dann mit dem Pedicab zur Marine fahren und dort einen Stempel abholen. Es kann mir keiner erklären warum der Marineoffizier nicht direkt am Hafen liegt sondern man noch 800 m in die Stadt fahren muss um den Stempel zu bekommen.
Die Fähre bot Platz für 8-10 Autos und hatte anstatt Sitze überall Doppelstockbetten. Da wir Tourist gebucht hatten bekamen wir die Doppelstockbetten im Innenbereich mit Aircon. Eigentlich wollte ich schlafen aber daran war nicht zu denken dank NBA-Spiele im Fernseher und einem Raum voller Philippinos die diese lautstark verfolgten. Also raus und auf den wenigen Sitzplätzen seitlich niederlassen und die grandiosen Vorbeifahrten an diversen kleinen Inseln genießen. In den seltenen Momenten wo mich meine Liebste alleine gelassen hat kam ich dann auch mit einigem Reisenden ins Gespräch. Wobei Deutschland bei vielen irgendwie nicht auf der Weltkarte verankert zu sein schien so dass ich Europa nachschieben musste . Leider verfügte die Fähre über eine spärliche Bar an der es nichts mehr gab ausser Junk-Food welches ich einfach nicht esse. So knurrte mir der Magen und ich musste mich mit einem Kaffee und einigen süßen Keksen zufrieden geben,
Nervig waren am meisten die Kinder, die beim Ablegen das Boot belagerten und einen aufforderten Münzen ins Wasser zu werfen die Sie dann ertauchen können. Mir ist so etwas immer unangenehm auch wenn die Philippinos sich einen Spaß daraus machen die Kids nach den Münzen tauchen zu lassen. Da die Jungs aber ziemlich frech auch über die Taue auf das Schiff kletterten galt es vorsicht walten zu lassen mit allem Hab und Gut. Naja wahrscheinlich auch wieder typisch deutsch .
Da wir vom Norden Bohols in den Süden nach Dauis Nähe Tagbilaran mussten waren weitere 4 Stunden Autofahrt angesagt. Die Landschaft sehr reizvoll da man das Naturreservat um die Choccolate Hills durchquert. Ich kann mich an den Reisfeldern und den Palmenwäldern bzw. Bananenstauden nicht satt sehen. Erinnert mich irgendwie an Filme aus Vietnam – hauptsächlich Kriegsfilme leider .
Nach langem hin und her haben wir dann schließlich unser Airbnb gebuchtes Haus gefunden. Kann ich nur empfehlen. Kleine Wohnanlage mit einem sehr schönen alleine stehendem Haus mit Pool und Security. Das alles für 35 Euro pro Tag für 5 Personen. Wirklich sehr schön gelegen. Wer mehr Infos will kann mich gerne anschreiben. Das Haus liegt an einem Fluss der durch Ebbe und Flut gekennzeichnet wird also einen direkten Zugang zum Meer hat. Es stehen Mangrovenwälder am Ufer. Sehr sehr schön anzusehen.
Allerdings Bohol ist merklich teurer als Leyte – aber dazu mehr in einem der nächsten Berichte.
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Donnerstag, 15. Juni 2017, 15:33

Bilder einstellen

Gerne würde ich ja ein paar Bilder einstellen jedoch..... ich krieg die nicht auf die Größe runter die ich benötige um Bilder hochzuladen. Vielleicht hat mir einer einen Tipp dafür ?
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Donnerstag, 15. Juni 2017, 15:40

Geht ganz einfach:

laedst Dir ein Bildverkleinerungsprogramm runter z.B. TinyPic http://www.computerbild.de/download/TinyPic-5906171.html , verkleinerst damit Deine Fotos und laedst sie hoch! :D
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Freitag, 16. Juni 2017, 21:38

Bilder danke der Hilfe von Almdudler

Hier einige Bilder zum Thema Life at the beach.

Zum einen Marcos Beach und Anlage Patio Victoria mit Insel
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Freitag, 16. Juni 2017, 21:43

Bilder Teil zwei

Da es tatsächlich mit dem verkleinern geklappt hat hier noch einige weitere Bilder
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Freitag, 16. Juni 2017, 21:57

Bilder von der Fahrt durch Bohol

Bilder von der Fahrt nach Bohol
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Freitag, 16. Juni 2017, 22:25

Nepper, Schlepper, Bauernfänger - Alona Beach

Da wir unser Haus in Dauis nur 10 Minuten entfernt von Tacbilaran hatten mussten wir mit dem Auto zum Beach fahren. Wir suchten uns also Alona Beach als Ziel aus. Nur.... dort angekommen war von Beach irgendwie nicht viel zu sehen. Alona Beach - Fest in koreanischer Hand, überall Stände und Restaurant in denen man Seetang in den verschiedensten Versionen essen konnte und Sushi was wohl eher untypisch ist für Philippinos. Einen Beach gab es aber nicht dafür einige wenn nicht sogar unübersehbar viele Boote mit denen man eine Insel anfahren konnte auf der dann der Beach zu finden sei. Der Preis von 1.800 Pesos für uns 5 war mir eigentlich zu teuer da ich ja die ganze Sache finanziert hatte aber meine Liebste handelte den Preis auf 1.500 runter und ich konnte nicht nein sagen. Also rauf auf unser privates Boot und ab zur Insel. Wunderschöne Tour mit reizvoller Aussicht.
Auf der Insel angekommen dann das nächste Angebot. You want dive? Wonderful. Ja wundervoll und ganz schön teuer. Denn natürlich hatten wir keinerlei Ausrüstung dabei und für schlappe 1.500 Pesos (wieder runtergehandelt von 2.000) bekamen wir unsere Ausrüstung samt kleinem Boot und Guide für die Tauchtour. Leider hatten wir dreii Nichtschwimmer dabei aber ich konnte die nicht davon überzeugen dass Tauchen ohne Schwimmen irgendwie schwierig ist. Also Life-Westen an und Taucherbrille auf und der Guide lud uns in sein Boot um uns dann..... genau 250 m weiter zu bedeuten auszusteigen und uns die Fische anzusehen. Die Stelle hätte man in 5 Minuten zu Fuß erreicht da das Korallenriff nur wenige Meter vom Ufer entfernt war aber dann hätte der Guide ja nichts von dem Geld abbekommen.
Das Tauchen war für mich allerdings dann jeden Pesos wert. Da ich zwar guter Schwimmer bin und auch schon viel geschnorchelt habe - vornehmlich aber in wenig reizvollen Gewässern war es ein echtes Erlebnis. Für meine Liebste auch den die konnte nicht schwimmen und schaute wohl mehr die Sterne an als die Fische :). Aber auch Sie fand dann mit Hilfe unseres Guides heraus, dass man mit einer Schwimmweste durchaus auch auf dem Bauch liegend schwimmen kann und nicht nur Rückenschwimmen muss. So war die Angelegenheit zwar teuer aber durchaus gelungen. Die Fischvielfalt und die Korallenriffe sind wirklich sehenswert und hätte ich mehr Zeit gehabt oder alleine unterwegs gewesen so wäre ich bestimmt mehrmals auf diese Insel gefahren. Für Leute die nicht richtig tauchen können aber gerne mal das Gefühl dafür haben wollen wie sich tauchen anfühlt empfehlenswert.

Der Tauchgang dauerte ca. eine Stunde. Unser Guide hatte noch Brot dabei welches wir den Fischen aus der Hand zum füttern gaben. Wirklich toll. Leider waren die Schildkröten nicht da die man hier eigentlich mit etwas Glück auch zu sehen bekommt.

Nach der Rückkehr zu unserem Privatboot noch ne Runde ausruhen und wieder zurück ca. 40 Minuten an den Beach.

Wie gesagt, eigentlich etwas teuer aber echt empfehlenswert. Trotzdem fühlte ich mich danach ein wenig ausgenommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Tacloban halt doch einiges günstiger ist.

Meine Liebste wollte gerne noch große Garnelen kaufen für das Abendessen. Bei der Nachfrage nach dem Preis verging Ihr allerdings der Appetit. Man wollte 350 Pesos pro 100 gr. Sie sage mir dass man in Tacloban für das Geld ein Kilo bekommen kann.

Aber trotz allem ein rundum gelungener Tag.
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Freitag, 16. Juni 2017, 22:41

And what is the plan for tomorrow?

Es sei kurz erwähnt, dass es meine Idee war meiner Liebsten Ihren Bruder samt Sohn mit auf unseren Wochentripp nach Bohol zu nehmen. Ich wollte Ihn besser kennenlernen und ob wir nun zu dritt unterwegs sind oder noch zwei Personen mehr durchzufüttern sind spielt keine große Rolle mehr.

An was ich mich aber nur schwer gewöhnen kann ist, dass alles von mir abhängt. Es wird gemacht was ich sage. daran bin ich nicht gewöhnt. Ich bin es gewöhnt gemeinsam Entscheidungen zu treffen was aber hier nicht funktionierte. Ich zahlte also bestimmte ich obwohl ich das gar nicht unbedingt wollte. Und kochen durfte ich auch nicht, dass übernahm der Bruder oder meine Liebste. Und aufräumen, putzen, Müll rausbringen oder überhaupt einen Finger krumm machen durfte ich auch nicht.

So wurde ich jeden Tag gefragt, was denn nun der Plan für den nächsten Tag sei und ich hatte keinen Plan :). Deshalb haben wir wahrscheinlich auch zu wenig unternommen in der zeit in der wir dort waren. Ich bin nicht der Typ, der jeden Tag alles mitnehmen muss sondern ich kann durchaus einen Tag auch einfach am Haus verbringen, in den Pool hupfen und ansonsten ausruhen. Denn bei allem was ich da mache habe ich immer noch Urlaub und da sollte ich mich irgendwie auch erholen können. Dazu kam dann noch, dass das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machte. Es regnete zwei Tage immer wieder ziemlich heftig so dass wir dann eben nur zwei große Ausflüge unternahmen. Aber klagen oder nörgeln gab es nicht. Es wurde alles kritiklos gemacht was ich sagte oder eben was ich nicht sagte.

Die Kosten hielten sich übrigens wirklich in Grenzen, da wir nur zwei mal essen gingen und ansonsten selbst kochten. Und der Bruder meiner Liebsten ist ein verdammt guter Koch genau wie meine Liebste selbst.

Frühstück gab es nur weil ich es wollte. Denn ansonsten essen alle eben Reis und Reste vom Vortag. Dank mir gab es dann tatsächlich so etwas wie Frühstück im Hause. Aber der Bruder meiner Liebsten aß zum frühstück genau das gleiche wie am Abend. Nur ich freute mich über Spiegeleier mit Speck und Weißbrot.
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juanico

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Samstag, 17. Juni 2017, 00:10

Danke fuer den Bericht. Ich wollte eigentlich auch mal nen Abstecher nach Alona Beach machen...aber wenns so ist wie Du schreibst, brauche ich das nicht.
Und verstehe ich das richtig? Die bieten Tauchen fuer Nichttaucher an, so richtig mit Pressluftgeraet?
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Samstag, 17. Juni 2017, 07:21

Kurze Anmerkung

Liebes Forum,

möchte kurz anmerken, dass dies alles meine persönlichen Eindrücke sind und das ich keinesfalls damit verbinden möchte, dass es sich nicht lohnt die Plätze zu besuchen, die ich besucht habe. Es waren halt meine Erfahrungen. Vielleicht gibt es Menschen die die Plätze die ich besucht habe total anders empfinden oder andere Stellen gefunden haben die sehr schön waren. Das stelle ich hiermit nicht in Abrede. Also besucht Alona Beach und macht Eure eigenen Erfahrungen. Nur weil ich vielleicht zu blöd bin die schönen Plätze zu finden muss es nicht heißen, dass es diese nicht gibt :).

Auch noch eine Klarstellung. Wir waren nicht TAUCHEN sondern Schnorcheln. Also nix Flaschen oder so :). Klingt wahrscheinlich etwas missverständlich was ich geschrieben habe.
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Samstag, 17. Juni 2017, 08:47

Bilder Ausflug Alona Beach und Tauchinsel Balicasag Iland

Hier einige Impressionen unseres Schnorchelausfluges
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flor

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Samstag, 17. Juni 2017, 08:55


Liebes Forum,

möchte kurz anmerken, dass dies alles meine persönlichen Eindrücke sind und das ich keinesfalls damit verbinden möchte, dass es sich nicht lohnt die Plätze zu besuchen, die ich besucht habe. Es waren halt meine Erfahrungen. Vielleicht gibt es Menschen die die Plätze die ich besucht habe total anders empfinden oder andere Stellen gefunden haben die sehr schön waren. Das stelle ich hiermit nicht in Abrede. Also besucht Alona Beach und macht Eure eigenen Erfahrungen. Nur weil ich vielleicht zu blöd bin die schönen Plätze zu finden muss es nicht heißen, dass es diese nicht gibt .

Auch noch eine Klarstellung. Wir waren nicht TAUCHEN sondern Schnorcheln. Also nix Flaschen oder so . Klingt wahrscheinlich etwas missverständlich was ich geschrieben habe.



Alles ok!
Schöner Bericht! :clapping

Ich war mehrmals am Alona Beach (Übernachtung immer im Flower Garden Resort)
und mir hatte es immer gut gefallen!
Hat sich vielleicht negativ entwickelt?
(Meine Besuche waren vor rd. 4 Jahre!)
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20

Samstag, 17. Juni 2017, 19:50

Tarsierpark und Choccolate Hills

Als das Wetter wieder besser wurde beschloss ich dass es nun Zeit ist die Choccolate Hills zu besuchen. Und da meine Liebste einen großen Traum hatte einmal einen Tarsier zu sehen konnten wir das gleich mitmachen da es nur wenige Kilometer entfernt von den Choccolate Hills ist.

Nach einer Stunde Fahrt von Tacbilaran aus mit dem Auto waren wir auch schon im Tarsier - Paradies angekommen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man nur selten tatsächlich Tarsiere zu sehen bekommt da diese nachtaktiv sind und tagsüber gut versteckt in den Bäumen schlafen. Anscheinend hat man daraus gelernt und hat einen kleinen Park angelegt, der mit einem Rundgang bestückt ist. Auf diesem Rundgang stehen immer wieder Ranger des Parks und zeigen einem die versteckten Tiere. Die sind dann wirklich so nah, dass man perfekte Aufnahmen machen könnte...... könnte denn leider ist just an diesem Tag meine Kamera verreckt. Keine Aufnahmen mehr möglich weshalb ich mir gerne in den Selbigen gebissen hätte. Also blieben nur ein paar Handy-Fotos übrig was echt ärgerlich ist denn die Tiere sind wirklich sehr außergewöhnlich.
Und eines ist auch ganz klar zu erkennen, Geroge Lucas Figur YODA in Star Wars ist eindeutig bei den Tarsieren abgekupfert. Die sahen alle so aus als ob kleine Yodas in den Bäumen hingen.

Die Guides erklären uns, dass in den Wäldern drum herum hunderte Tarsiere lebten aber das man die selbst beim spazieren gehen in den Wäldern so gut wie nicht zu Gesicht bekommen würde. Deshalb waren diese schlafenden Tiere dort mehr oder minder gezähmt damit die Besucher überhaupt ein Tier live erleben konnte.

Wirklich zu empfehlen. Wer dort vorbeikommt sollte es sich nicht entgehen lassen.

Weiter zu den Choccolate Hills dauerte es nur noch 15 Minuten. Auch dieses Erlebnis unbedingt mitnehmen wer sich auf Bohol befindet. Nach erklimmen von etwa 150 Stufen steht man auf einem dieser Hügel die wenn ich es richtig übersetzt habe nicht aus Vulkanen bestehen wie vermutet sondern aus angestautem Muschelkalk.

Das Panorama und die Landschaft machen diesen Besuch zu einem Muss auf Bohol. Die Preise sind human da man eigentlich keinen Eintritt sondern lediglich für den Parkplatz bzw. die Privatstraße bezahlen muss. Wir hatten bestes Kaiserwetter mit atemberaubender Fernsicht. Top top top.
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21

Samstag, 17. Juni 2017, 22:14

Tagbilaran - the City never sleep

Um unsere Einkäufe zu erledigen sind wir dreimal nach Tagbilaran gefahren. Dort befinden sich gleich drei Malls die wir besuchen konnten. Ich muss aber sagen dass mir die Stadt überhaupt nicht gefallen hat. Es ist alles noch enger und noch lebhafter als in Tagloban gewesen. Die Malls sind klein und eng und parken ist fast unmöglich mit einem Auto. Wir haben uns dann für einen bezahlten Parkplatz entschieden damit wir bei der Hitze nicht weit laufen mussten.

Das Preisniveau ist auch höher als in weniger touristischen Gebieten. Einzig die Kirche ist sehr schön und der Platz davor mit I Love Bohol und den obligatorischen Tauben die man füttern kann sind etwas reizvoller als der Rest der Stadt.

Der Verkehr besteht hier fast ausschließlich aus Bikes was auch nicht wundert bei der Parksituation. Bei einsetzender Dämmerung werden die zwei Brücken zur Insel zu Flaniermeilen an denen sich die Jugend der Stadt oder der Inselbesucher trifft um dort das ein oder andere Bierchen zu trinken.

Helmpflicht scheint es hier nicht zu geben. Jedenfalls haben wir überhaupt keinen Biker mit Helm angetroffen. Da es ja eigentlich verboten ist ohne Helm zu fahren muss die Stadt wohl eine Ausnahme machen.

Kulinarisch ist es wie überall. Die Ketten herrschen vor. Eines Abends habe ich alle ins Shakeys Pizza eingeladen. Gewissermaßen als Abschiedsessen nach der Woche. Am Eingang gut lesbar das Schild mit der Kreditkarte. Wir dinierten fürstlich für 2000 Pesos was nicht gerade billig war. Als ich dann mit der Karte zahlen wollte ein freundliches "no Cards, sorry". Da ist bei mir überhaupt das erste Mal seit ich die Phil. besuche der Hut hochgegangen. Ich habe dem armen Kerl erklärt, dass mir das Sch... egal ist ob er sagt no Cards oder nicht. Wenn ich am Eingang ein Schild sehe wo meine Karte drauf ist dann hat er Sie gefälligst auch zu nehmen. Er erklärte mir dann dass das Management gewechselt hätte und Kartenzahlungen eben nicht möglich wären im Moment. Deshalb hinge im Eingang noch ein anderes Schild wo dies erwähnt wurde. Das hatte ich aber nicht gelesen. Daraufhin habe ich Ihm sehr deutlich erklärt, dass er doch einfach das Schild mit den Creditcards aus dem Eingangsbereich entfernen soll dann bräuchte er hier nicht stehen und sich den Kopf waschen lassen. Meine Liebste und Ihr Bruder waren wohl das erste Mal erschrocken über mich. Ich war dermaßen geladen, dass ich noch weitergemacht hätte wenn meine Liebste nicht beschwichtigend auf mich eingewirkt hätte. Ich habe Bar bezahlt und beim rausgehen ist mir aufgefallen, dass viel mehr auf der Rechnung stand als wir eigentlich verzehrt hatten. Meine Liebste erkannte dass es besser gewesen ist, dass Sie das im Lokal klären würde anstatt mich das machen zu lassen. Ich glaube das wäre wohl dann wirklich eskaliert. Obwohl ich ein sonniges Gemüt habe und nicht leicht aus der Ruhe zu bringen bin ging mir das so gegen den Strich, dass ich meine guten Manieren wahrscheinlich vergessen hätte. Jedenfalls kam meine Liebste mit 350 Pesos wieder zurück aus dem Lokal. Und wie Sie ist hat sie dem armen Kerl - der ja wirklich nichts für alles konnte - noch 50 Pesos zugesteckt als Trinkgeld.
Seit diesem Tag ist aber der Respekt vor mir in der Familie gestiegen. Auch wenn meine Liebste mir erklärte, dass ich ja den falschen rund gemacht hätte da es ja nur ein Angestellter gewesen ist und nicht der Manager. Trotzdem war dieser Vorfall auch noch Tage später in der Family Thema insbesondere meine direkte Ansage. Soll wohl heißen, der Kerl ist lieb aber leg Dich nicht mit Ihm an dann kann er auch anders. Vielleicht kein Fehler :).
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22

Sonntag, 18. Juni 2017, 08:24

Huch eine Woche Bohol schon vorbei?

Ja in der Tat es ging wie der Wind und schon stand die Rückreise auf dem Programm. Da ich mal wieder bestimmen durfte entschied ich dass wir am Hafen erst einmal in Tacbilaran nachfragen ob es eine direkte Verbindung nach Leyte gibt. Leider Fehlanzeige. Alles über Cebu was neben höheren Kosten auch deutlich mehr Zeit benötigt hätte. Also über Internet wieder den Hafen von Ubay aufrufen und schauen wann die früheste Fähre geht. Um 9 stand da also wieder um 4 aufstehen und einmal quer durch Bohol nach Ubay fahren. Wieder sehr genossen die Fahrt. In Ubay am Hafen dann der Dämpfer. Die Fähre die eigentlich laut Plan um 9 fahren sollte fährt erst um 13 Uhr da noch auf Busse Richtung Manila gewartet werden muss. Somit hätten wir uns die Nachtfahrt sparen können.

Wir standen dann am Hafen 5 Stunden rum. Ich nutzte die Zeit um in einer Eateria Kaffee zu trinken und die Menschen hier zu beobachten. Die Eateria bietet Essen auf günstigstem Niveau an. Somit kommen hier viele Hafenarbeiter und Tricyclefahrer zum Essen. Ja ganze Familien nahmen morgens um 8 bereits Unmengen Reis und Bohnen oder anderes nicht näher definiertes Gemüse zu sich. Ich habe mich bisher nicht getraut etwas in einer Eateria zu essen da ich meinen Magen nicht überstrapazieren möchte. Aber ich muss sagen - irgendwie sah es doch lecker aus.

Meine Liebste isst auch nicht dort aber für eine Instantsuppe hat es dann doch gereicht. Die Besitzerin war ein echter Drache. Da ich mehr als eine Stunde dort saß beobachtete ich Sie. Sie kommandierte die Mannschaft herum dass einem hören und sehen verging. Und Sie stauchte bei jedem noch so kleinen Fehler die jungen Männer zusammen die eifrig damit beschäftigt waren das Chaos auf den Tischen zu reinigen, was die Gäste hinterlassen hatten. ich dachte bei mir - so eine Frau dann haste nix mehr zu lachen in Deinem Leben :).

Wir hinterlegten die Papiere wie auf der Hinfahrt im Hafenbüro. Nach 4 Stunden kam dann auch ein Mitarbeiter und wir mussten dieses Mal 3000 Pesos bezahlen. Auf meine Nachfrage warum eine Fähre in die eine Richtung weniger kostet als in die andere Richtung nur ein Achselzucken. OK kann man nichts machen. Inzwischen herrschte reger Betrieb am Hafen und zwei große Überlandbusse standen ebenfalls bereit zur Fähraufnahme. Als wir dann zur Fähre fuhren traf mich der Schlag. Die Fähre war total runtergekommen und es standen viel zu viele Fahrzeuge da die mitfahren wollten.

Als die ersten Autos verladen wurden kamen die Überlandbusse dran. Mir war unerklärlich wie die auf die Fähre kommen wollten aber dafür hatte die Crew schon genug Erfahrung. Es wurden einfach dicke Taue unter die Räder gelegt damit die Busse nicht aufgesessen sind und Rückwärts in minutenlanger Kleinarbeit wurden die Busse Zentimeter für Zentimeter platziert. Die Fähre ging gefährlich in die Knie als der zweite große Bus eingefahren war. Die Brücke gab Befehl und die Taue wurden gelockert um zu sehen ob die Fähre noch im Gleichgewicht stand. Die Fähre machte einen Satz nach unten dass ich dachte die sinkt noch im Hafen. Aber alles blieb ruhig. Nur.... ich war immer noch vor der Fähre und nicht drauf. Während meine Liebste samt Bruder und Kindern bereits auf der Fähre waren. Prima - jetzt komme ich nicht mehr mit denn es standen noch weitere drei Autos da und mehrere Cabs die mitfahren wollten aber Platz war keiner mehr. Nach langem Warten wurden dann die zwei PKW vor mir draufgewunken und ganz zum Schluss tatsächlich ich auch. Ich fuhr rückwärts im Schneckentempo auf die Fähre und musste das Auto so platzieren, dass nach mir die Klappe geschlossen werden konnte. Es ging um Zentimeter aber es klappte. Die restlichen Fahrzeuge hatten Pech. Die mussten draußen bleiben. Entscheidend war nämlich die Entgegennahme der Fahrzeugpapiere am Schalter und da wir früh dran waren war uns ein Platz sicher. Die Fähre selbst war erbärmlich. Der Tourist Raum hatte dieses Mal keine Betten sondern sitze. Der Fernseher war laut und strahlte irgendwelche bekloppten Shows aus. Wenn man sich in Deutschland über diverse Shows schämen sollte dann darf jeder ruhig mal mehrere Stunden Shows auf den Phils geniessen. Danach empfindet er RTL-Shows als Bildungsfernsehen. Da es sich nicht vermeiden lies schaute ich mir ne Stunde so eine Show an bis ich endlich ins Reich der Träume wandern konnte. In dieser Show gibt es gleich 5 Moderatoren wobei bei zwei Frauen die Frage ist ob es sich um Frauen oder Männer handelt. Die Kleidung ist so schrill dass man davon schon alleine Augenkrebs bekommen würde und die Spiele samt Teilnehmern sind so bekloppt dass man sich selbst auf den Phil dafür fremdschämen kann. Aber dem Großteil der Fährbesucher schien es zu gefallen. OK meiner Liebsten zum Glück nicht :).

Die Fähre war für mein Dafürhalten restlos überladen und hatte zu viele Menschen an Bord. Aber das scheint wohl Alltag auf den Phil. Wir kamen jedenfalls trotz aller Bedenken sicher in Bato an und ich durfte aus meiner Pool - Position dann die restliche Reise starten.

Leider mussten wir dann eine Nachtfahrt einlegen. Das kann ich wiederum niemand empfehlen der nicht ganz so sicher im Autofahren ist. Es ist echt anstrengend und mit der Müdigkeit in den Knochen war es auch stressig. Die unbeleuchteten oder minderbemittelt ausgeleuchteten Fahrzeuge und Straßen. Die vielen Tiere und manchmal auch lebensmüden Menschen die auf einmal am Wegrand auftauchten und bei dieser Fahrt die zahllosen Trucks die sich durch die Nacht Ihren Weg bahnten. Das alles machte die Fahrt zu einem echten Risikospiel. Also wenn es sich vermeiden lässt nur am Tag fahren. Bedeutend stressfreier.

Nach dieses Mal dann doch 4,5 Stunden erreichten wir wohlbehalten Tacloban und ich muss sagen auch mir viel ein Stein vom Herzen als wir endlich in unsere Barangay einfuhren.
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Sonntag, 18. Juni 2017, 12:45

Juni 2017 It is festival time in Tacloban

Den ganzen Juni über bis hinein in den Juli ist Festival - time in Tacloban. Da ich noch nicht so viel rumgekommen bin auf den Phil weiß ich nicht ob das überall der Fall ist. Jedenfalls scheint Tacloban dafür berühmt zu sein, dass dort im Sommer an verschiedenen Plätzen Music- und Dance - Festivals stattfinden. Tacloban besitzt einen Platz am Meer (ähnlich einem Messplatz in den großen Städten Deutschlands) und einen Park nur 500 Meter entfernt an denen die Festivals stattfinden.
Die Festivals werden finanziert von der Stadt und das im Park von der Provinz Leyte. Lt. meiner Liebsten gibt es einen Streit zwischen Tacloban und der Provinz Leyte der wohl eher der Streit zwischen einer reichen Familie und den Romualdez ist . So finden parallel Veranstaltungen statt die von den jeweiligen Verwaltungen finanziert werden. Die Veranstaltungen sind für die Bürger kostenlos. Mich erinnert das ein Wenig an Brot und Spiele im Alten Rom. Wenn das Volk arm ist gebt Ihnen ein Kolosseum und lasst die Spiele beginnen :). Naja ein wenig bösartig von mir. Jedenfalls treten dort regionale Künstler auf und es wird ab ca. 18 Uhr bis am Wochenende zwei Uhr jede Stunde eine andere Band auf die Bühne geschickt. Von Country bis Hardrock, von Traditioneller Musik mit Waray-waray bis zu Hip-Hop ist alles dabei. Da ich ja noch eine Woche Zeit hatte beschlossen wir mehrmals das Festival zu besuchen.

Angeschlossen an das Festival ist eine "Kirmes", Messe oder wie es sonst so in Deutschland heißt. Ein Bereich mit Buden, Riesenrad, Karussell und Box Auto (ja wirklich das gute alte Box Auto aus meiner Kindheit und wahrscheinlich waren einige davon auch so alt). Die Buden bestanden ..... aus Gambling-Ständen. Die Pinoys und Pinays sind ein Volk von Spielern. Hochgradig süchtig nach dem Glücksspiel. Auch meine Liebste samt ganzer Familie außer Tatay frönten gerne dem Glückspiel. Nur ohne Geld schlecht möglich :). Ich hatte einen Abend alle ins Auto geladen und wir sind dort hingefahren. Da Sie ja kein Geld hatten und mir es zu blöd war ewig das Sponsoring für alles zu übernehmen gab ich jedem 100 Pesos und er durfte damit machen was er für richtig hielt. Tatay lehnte ab und so beobachteten wir beide bei einem Red Horse aus der Flasche wie die übrigen Mitglieder einschließlich Kids sich im Glückspiel versuchten. Da der Einsatz bei 5 Pesos losgeht (manche spielen auch 1 Pesos) dauerte das Vergnügen ca. 1 Stunde bis alle das Geld los waren. Ich ging mit meiner Liebsten noch zwei Mal dort hin und wir spielten beide. Glücklicherweise gewannen wir jedes Mal so viel, dass wir den Verlust des anderen ausgleichen konnten. Sie spielte leidenschaftlich gerne und wir hatten wirklich unseren Spaß mit wenig Einsatz. Die Spiele waren klassisch.

Roulette mit einem Basketball der in einen Ring mit Nummern geworfen wurde. Und - mein Spiel - 3 Farbwürfel die geworfen wurden und 6 Farben auf die man setzen konnte. Ansonsten nur noch Pistolenschießen aus einer Nähe dass selbst ein Maulwurf alles getroffen hätte. Und als Gewinn dann Junkfood :).

Ich überredete meine Liebste zur Fahrt mit dem vermeintlichen Riesenrad welches weder Riesig war noch etwas mit unserem romantischen Riesenrad zu tun hatte. Den anstatt gemächlich nach oben zu gondeln und einen schönen Blick über die Stadt zu genießen wurde das Rad als Achterbahnersatz benutzt. Es fuhr in atemberaubenden Tempo und sollte einem den Magen lupfen. Tat es mir aber nicht da ich da aus dem Europapark anderes gewohnt war. Meiner Liebsten jedoch war es auch eine Stunde danach noch schummrig in den Füßen und mit immer wieder ausgesprochenen "I Hate You" Flüchen musste ich mich in dieser zeit auseinandersetzen. Also eine deutsche Achterbahn wird Sie niemals betreten.

Wer schon mal ein deutsches Festival besucht hat bekommt dort einen Kulturschock. Ich war Fetivalerfahren und war es gewohnt vor der Bühne stehend und Bierchen trinkend den Acts bei zu wohnen. Jedoch nicht die Phil. Dort werden überall Barbecue Stände aufgebaut und es wird bei der Music gegessen und getrunken. Festivalfeeling - Fehlanzeige. Naja so ist es halt Andere Länder andere Sitten.

Als ich nach einem sehr schön vorgetragenen Song klatschte bekam ich nur unverständliche Blicke von allen Seiten und meiner Liebsten war es peinlich... so etwas macht man dort nicht :). Mann o Mann was für ein armes Festival :)
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Sonntag, 18. Juni 2017, 14:09

Danke für Deinen nett geschriebenen Bericht. Viele philippinische Eigenarten komen mir sehr bekannt vor.
Ich habe mich bisher nicht getraut etwas in einer Eateria zu essen da ich meinen Magen nicht überstrapazieren möchte. Aber ich muss sagen - irgendwie sah es doch lecker aus.
Kannst Du aber ruhig, ist auf den Philippinen meistens meine Hauptversorgungsquelle, wenn ich unterwegs bin. Oft schmeckt es auch, manchmal ist's aber auch fad, Gewürze sind halt teuer.

Wenn Du mal wieder vor Ort bist, versuch doch von Tacloban aus die Richtung nach Nordosten, also Samar und Eastern Samar. Es gibt sehr viele schöne Ecken dort, oft gänzlich touristenfrei. fahrzeug macht Sinn. Best Zeit März bis Mai.

Gruß,

Martin
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25

Sonntag, 18. Juni 2017, 17:50

Wenn Du mal wieder vor Ort bist, versuch doch von Tacloban aus die Richtung nach Nordosten, also Samar und Eastern Samar. Es gibt sehr viele schöne Ecken dort, oft gänzlich touristenfrei. fahrzeug macht Sinn. Best Zeit März bis Mai.


Danke, das habe ich nächstes Mal auch vor. Allerdings wurde ich von der Family gewarnt da Samar im Moment anscheinend auch nicht ganz ungefährlich zu sein scheint. Hier sind es aber anscheinend weniger Rebellen als vielmehr Gangs die die Straßen unsicher machen. Tatay erzählte mir dass erst vor Kurzem ein ganzer Überlandbus ausgeraubt wurde von einer Bande Desperados.

Wir wollten eigentlich dort hin da Tatay dort Familie hat und es irgend einen Todestag zu feiern gab. Aber selbst er als ehemaliger Polizist fährt im Moment nicht dort hin. Er sagt man sollte das Schicksal nicht rausfordern.

Mal sehen wie die Situation nächstes Frühjahr sein wird. Dann bin ich aller Voraussicht wieder dort und wollte gerne auch Samar besuchen.
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26

Sonntag, 18. Juni 2017, 19:31

Allerdings wurde ich von der Family gewarnt da Samar im Moment anscheinend auch nicht ganz ungefährlich zu sein scheint. Hier sind es aber anscheinend weniger Rebellen als vielmehr Gangs die die Straßen unsicher machen.
Na ja, Samar, besonders die Pazifikküste und Northern Samar, ist für viele Filipinos recht abgelegen. Da halten sich Gerüchte hartnäckig. Als wir in Eastern Samar lebten (1999 - 2003), gab es gelegentliche "Hold Ups" südlich von Borongan. Die dafür verantwortliche Bande ist schon lange nicht mehr aktiv. Ich will nicht ausschließen, dass bewaffnete Überfälle passieren können, dies betrifft jedoch eigentlich das ganze Land, kommt ja manchmal in Bussen mitten in Manila auf der EDSA vor. Ich habe im Januar Samar komplett mit dem Motorrad umrundet, das gefährlichste sind die gestörten Van Fahrer.

Gruß,

Martin
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Sonntag, 18. Juni 2017, 22:45

The TUBA - Evening

Ich hörte immer mal wieder von meiner Liebsten das es eine Art Wein auf den Philippinen gibt der sich TUBA nennt. Getrunken hatte ich den aber noch nie. Wird wohl aus Palmen gewonnen. Nun da ich meine Liebste darauf angesprochen habe fragte sie mich ob ich nicht einmal einen Tuba - Abend mit Tatay machen wolle. Gesagt getan. Ich spendierte mal wieder Geld für ein Abendessen und für eine Gallone Tuba. Zum Essen gab es Fisch damit der Alkohol nicht so sehr anschlägt. Der Fisch war das Beste was ich je an Fisch gegessen habe. Leider hatte ich mir die Sorte nicht gemerkt. Es war ein großer Fisch da nur Scheiben auf den Tisch kamen die ähnlich den Thunfischscheiben aussahen die man manchmal bekommt.

Family hatte sich versammelt und nach dem reichhaltigen Essen kam dann Tuba auf den Tisch. Tatay, Brüderchen und ich hatten nun also die Galone vor uns und es wurde vorsorglich noch 2 Flaschen Cola dazu gestellt. Als ich Tuba probierte war mir klar wieso. Der Wein schmeckt nicht besonders gut und macht die Zunge im hinteren Bereich taub (bei uns sagt man Pelzig). Also kräftig mit Cola gemischt und sich die Stories von Tatay aus seiner aktiven Zeit als Police - Officer anhören. Wir vernichteten tatsächlich die zwei Flaschen komplett und meine Liebste meinte ich müsse jetzt eigentlich betrunken sein. Aber... nein ich spürte nichts davon. Das Gesöff war zwar genießbar mit Cola aber hatte wohl doch einen ziemlich niedrigen Alkoholgehalt. Ich vertrage nicht unbedingt viel aber zu Hause kann es schon sein, dass ich in Gesellschaft ne Flasche Wein alleine verkonsumiere. Tatay bekam merklich rote Stellen im Gesicht und Brüderchen wurde gesprächig. Meine Liebste war erschrocken, dass ich nicht zusammenbrach ob dem Alkohol.

Dazu wurden dann reichlich Nüsschen gereicht. Ich esse kein Junk-Food und auch keine Nüsse sinnlos und so blieb es bei reinem Getränk. Aber ehrlich gesagt ist mir dann Red Horse doch lieber oder der süße Wein den es überall zu kaufen gibt Selbst Sangira schmeckt mir da besser. Also ich kann dem Nationalgetränk nichts abgewinnen. Der einzige Vorteil ist, dass es die billigste Art ist sich volllaufen zu lassen. zumindest als Philippino :)
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28

Montag, 19. Juni 2017, 00:15

Toll geschrieben, musste paar mal herzhaft lachen :clapping Einzig die Miete von 240 € finde ich auch nicht wirklich günstig.
Aber TAC ist einfach teuer, vermutlich weil es nicht genügend Konkurrenz gibt. In Southern Leyte hab ich nie mehr als 100 €
für 4 Wochen bezahlt - allerdings ohne Aircon und mit einfachem Pinoy-Bad - ich komm damit gut klar ...

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Montag, 19. Juni 2017, 23:53

The End

Tja, drei Wochen waren doch glatt wie im Flug vorbei gegangen. Und es waren...... wunderschöne drei Wochen. Neben dem oben geschilderten gab es viele kleinen Begebenheiten die mich in meiner Meinung bestärken dass der Gedanke einmal ganz dort hin zu ziehen nicht abwegig ist.

Ich werde dem Reisebericht noch einige spezielle Treads anschließen die aber mit Reise an sich nichts zu tun haben Vielmehr handelt es sich hier um Gesellschaftsfragen, Fragen zur Schulpolitik und um Geldangelegenheiten.

ich möchte mich zuletzt bei vielen hier im Forum bedanken dass Ihr bereit seid Eure Erfahrungen zu teilen. Ohne diese Erfahrungen wäre mein Abenteuer Phil um einiges schwerer geworden. Die vielen Mahnungen, Ermunterungen und einfach nur Erfahrungsberichte haben mir sehr geholfen und helfen mir heute noch einiges besser zu verstehen oder einiges zu vermeiden. So kann es jedem "Greenhorn" leichter gemacht werden sich auf den Phil zurechtzufinden und Fehler zu vermeiden.

Auch wenn dieses Forum manchmal aus Wiederholungen lebt und einige Themen schon recht plattgetreten sind. Es ist wichtig immer wieder zu berichten. Denn so wie ich im Oktober letztes Jahr hier reingekommen bin werden immer wieder neue Leser auf das Forum stoßen und die wichtigen Hinweise lesen.

Vielen Dank an alle!
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sanukk

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30

Dienstag, 20. Juni 2017, 05:30

Gut gemacht!!!

@ why-not-now

Habe gerne mitgelesen und hoffe, Du kommst bald mal wieder...........

Huttmann

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31

Dienstag, 20. Juni 2017, 17:03

Ein erfrischender, nett und mit Humor geschriebener Bericht

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