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Montag, 21. Mai 2018, 21:52

Kinderdorf in Cebu und Bantayan im Jan 18

Anfang Januar diesen Jahres hat sich unsere kleine Reisegruppe bestehend aus mir, Mann und Sohn, Schwiegermama, Schwager und Schwägerin auf eine Reise nach Cebu gemacht.
Ich hatte vorab einen Termin im Children's Haven Kinderdorf auf Cordova, Mactan, Cebu ausgemacht dass ich mir gerne ansehen wollte um darüber zu berichten.

Die Einrichtung, initiiert vom deutschen Albert-Schweitzer-Verband liegt ca. 30-45 min vom Cebu Mactan Airport entfernt, südlich ging es über eine Brücke zum Vorstadt ähnlichen Bezirk Cordova.

Etwas schwer zu finden, fuhren wir durch so enge Gassen dass kaum ein Van durchpasste, aber durch durchaus keine schlechten Viertel.

An einem Fluss gelegen weisst nur ein Banner daraufhin was genau sich hinter den eisernen Toren dort befindet, ein Zufluchtsort für Kinder die sonst keine Zukunft gehabt hätten.

Wir wurden freundlich in Empfang genommen und erstmal ins Büro der Leiterin geführt, neugierig beäugt von Kindern im Mittel um die 7 Jahre.
Dort erfuhren wir dass sich momentan 82 Kinder in der Einrichtung befanden. Waisen und emotional und körperlich misshandelte Kinder. Oder abgegebene.

Das Konzept beinhaltet neben dem erschaffen eines familiären Umfeldes vor allem den Fokus auf eine gute Schulausbildung - für eine Zukunft. Die Adoptionsrate ist mit 10% sehr gering, deshalb ist dies umso wichtiger.
Die jüngste Bewohnerin war gerade mal 2 Jahre alt, jedoch können sie keine noch jüngeren aufnehmen, sagte uns die Leiterin, denn dafür hätten sie nicht die Möglichkeiten zur Versorgung.
Leider muss das Kinderdorf, an dessen Hauptgebäude bereits ein Anbau begonnen wurde, nun eventuell einer von der Regierung geplanten Brücke weichen und umziehen- eine Petition dagegen sei aber eingelegt.

Anschließend bekamen wir eine Führung durch das Areal. Sehr einfach gehalten aber sauber. Die Mitarbeiter sind bis auf zwei alle ehrenamtliche, deren Kinder im Gegenzug mit versorgt werden.

Es gibt ein Gebäude für die Jungs und eins für die Mädchen, viele Kinder teilen sich dort ein Zimmer. Theoretisch gibt es Betten für alle, aber viele schlafen lieber auf Matratzen am Boden, sagte uns die Leiterin. Bilder sind angefügt. Einen kleinen Christbaum gab es auch.

Ein paar Kinder haben sich mit uns unterhalten und auch meinen kleinen Sohn in ein Spiel integriert.

Der Besuch hat mich unglaublich beeindruckt. Ich finde die Arbeit der Leute dort vor Ort wunderbar.

Da ich hier ins Blaue hineinschreibe und jetzt müde bin mache ich morgen weiter mit dem Bericht über Bantayan Island.
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Montag, 21. Mai 2018, 21:57

Noch ein paar Fotos vom Children's Haven Kinderdorf in Zusammenarbeit mit dem Albert-Schweitzer- Verband.
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Dienstag, 22. Mai 2018, 23:06

Krank auf Bantayan Island

Nach dem Besuch im Kinderdorf in Cebu fuhren wir Richtung Norden, Ziel Bantayan Island. Auf dem Weg gab es erstmal einen Stop in einem berühmten Lechon Restaurant, Name vergessen, denn man kann schließlich nicht in Cebu sein ohne Lechon zu essen... Ich mag kein Lechon, aber als Aussenseiter fiel mein Stimmrecht hier flach. Ich fand auf der Karte zumindest French Fries mit Lechon Flakes ohne Lechon Flakes.

Bantayan Island - seit längerem stand die Insel auf unserem Reiseplan aber nie hatten wir es geschafft, vor allem auch weil ich nicht mit unserem kleinen Sohn auf strapaziöse Reiserouten fernab von größeren Städten gehen will, ich finde das unverantwortlich, nur diesmal auf diese 5 Tage Bantayan hatte ich mich eingelassen. Ich war gespannt ob der Strand dort tatsächlich so schön ist wie der White Beach von Boracay, so hatte ich gehört, und eine Geschichte zur Namensgebung der Insel hatte es mir angetan. "Bantay-an" bedeutet auf Cebuano, denke auch Tagalog, "jemand oder etwas beschützt etwas", bantay = beschützen wenn ich nicht falsch liege... Jedenfalls gibt es die Sage dass einst ein kleiner junge am Strand stand als die ersten Siedler auf der Insel eintrafen. Der Junge war der Beschützer der Insel und auch Sto. Nino.

Finde die Geschichte schön, wenn auch die zweite Version plausibel klingt: Die Insel war einst als Eingangstor zu Cebu eine Art Wachturm vor Eindringlingen.

Circa 3 - 3,5 Std, die fast verschlafen hatte, später erreichten wir Maya Port, den Hafen zum übersetzen nach Bantayan Island und hatten Glück noch die letzte Fähre zu erwischen. Überhaupt hatten wir Glück dass eine Fähre ging, denn es war kurz davor ein Typhoon vor Ort gewesen und die Fähren am Morgen waren gecancelled worden. Auf der Fahrt zum Resort sah man nicht viel und es war auch nicht weit. Wir waren im Ogtong Cave Resort gebucht aus mehr oder weniger unglücklichen Umständen, denn das Resort gefiel mir nicht besonders. Zu den Bungalows in einer relativ großen Gartenanlage läuft man einen gepflasterten Weg herunter, auf und um diesem Weg waren überall Hermit Crabs! Soviele dass man aufpassen musste dass man nicht ausversehen drauftritt, das fand ich schön, ich hatte noch nie soviele davon an einem Fleck gesehen. Da es schon spät und dunkel war mittlerweile legte sich Schwiegermama mit unserem Sohn, 2,5 Jahre zu dem Zeitpunkt genau, schon mal hin und wir genehmigten uns noch ein Bierchen an einem Tisch im Garten neben einem Kalachuchi Baum... ich liebe sie!

Nach etwa 1 Std kommt Schwiegermama aus dem Bungalow und sagt unser kleiner hat Fieber. Sofort zurück im Bungalow musste ich feststellen sie hat recht, und nicht zu knapp. Das Fieberthermometer zeigt 39 grad und er schlief unruhig. Der Abend war natürlich für mich gelaufen, denn meine schlimmste Befürchtung war wahr geworden, mein selten kranker Sohn war krank, und das am A... der Welt.

Während der Nacht habe ich ihm was zum Fieber senken gegeben und gehofft es würde am Morgen besser sein. Wenn es eine Sache gibt, die ich an den Philippinen nicht leiden kann, sind es diese verfluchten Klimaanlagen und das Denken der meisten Filipinos diese auf 18 Grad herunter kühlen zu müssen. Bestimmt war die Klima Anlage im Auto Schuld gewesen oder noch die im Condo in Manila, die mein Mann und ich im Wechsel von 18 auf 25 Grad gestellt hatten. Sobald einer nicht hingesehen hat.

Am Morgen war es nicht besser... Eigentlich wäre an diesem Tag eine Island Hopping Tour zu Virgin Island geplant gewesen, die ich nicht angetreten habe. Da es aber nutzlos gewesen wäre, wären wir alle im Resort herumgesessen hätten, haben die anderen die Tour gemacht.
Meinem Sohn ging es im laufe des Tages eher schlechter als besser, wobei er aber äusserlich nur Fieber hatte und ein bisschen Husten. Ich war wirklich beunruhigt. Wenn das Fieber über 39 gestiegen ist, was passiert ist sobald die Wirkung nachgelassen hat, habe ich ihm Nurofen, Ibuprofen für Kids, aus DE gegeben und beschlossen, wir müssen zu einem Arzt! Mein Allzeit Helfer Google behauptete auf Bantayan Island gäbe es seit 2014 ein Krankenhaus! Die Rettung!

Mein Mann der wieder zurück war und Schwiegermama redeten auf mich ein, wir müssten aufhören dem Kleinen Ibuprofen zu geben und stattdessen Paracetamol. Alle 4 Std. Ich habe meine Vorurteile gegen Paracetamol und bin an der Ibu Front geblieben. Schließlich wurde die Tante meines Mannes in Manila angerufen, ihres Zeichens Kinderärztin. Natürlich sagte sie auch Paracetamol, also wurde welches besorgt und umgestellt. Fieber ging runter, pünktlich nach 4 Std wieder hoch. Allgemeinzustand ok, nur schlapp, kein Essen aber er hat viel getrunken.

Nachts keine Besserung in Sicht. Ich war langsam ein echtes Nervenbündel. Früh am Morgen sind wir mit dem Tricycle nach Bantayan Town gefahren, wo sich das Krankenhaus befinden sollte. Dort angekommen befand sich dort leider nur eine halbfertige Ruine, noch im Bau, soviel also zum Krankenhaus. Um die Ecke war aber das eigentliche Krankenhaus. Ein Zelt mit ein paar Bierbänken drin und in der Mitte auf blanker Erde ein Schreibtisch mit einem Mann im weissen Kittel. Immerhin konnte ich sehen: Ein Stethoskop, ein Blutdruckmessgerät, eine Waage und ein Notizblock. Klar, reicht doch. Dahinter gab es ein paar Räume, mit Mauern sogar, jedoch verschlossenen Türen.

Am beunruhigendsten fand ich allerdings ein Schild auf dem stand, "Dengue Patienten dort entlang".

Ein Security Guard ließ uns eine Nummer ziehen, bzw er gab uns ein Plastik Teil mit Nummer drauf. Wir nahmen Platz neben schon vielen anderen wartenden "Patienten". Ich konnte mir nicht helfen, aber ich hatte den Verdacht, dass man hier kränker hinaus ging als hinein...


Als wir an der Reihe waren hörte der Arzt unseren Sohn ab und schaute ihm in den Mund. Fieber wurde auch gemessen und dann die Diagnose gestellt: ein Virus.

Ich fragte mich auf diesem Stuhl vor dem Schreibtisch in einem Feld Lazarett sitzend, den Stuhl, nebenbei, versuchte ich nicht anzufassen, woher denn die Dengue Patienten (dort entlang) wussten, dass sie Dengue Fieber hatten...

Der Arzt jedenfalls schrieb uns auch eine Medizin auf, ihr könnt es euch denken: Paracetamol. Plus immerhin noch einen pflanzlichen Hustensaft.

Nachdem wir das bei der "Apotheke" abgeholt hatten war ich absolut rat- und hilflos und . Es waren nun zwei Nächte und bald zwei Tage mit durchgehend hohen Fieber. Hätte ich es nicht immer künstlich gesenkt, wäre es vermutlich über 40 gestiegen, bei 39,8 waren wir schon wieder nach ein paar Stunden. Der Kleine war total schlapp und schlief viel. Eine weitere unruhige Nacht verstrich. Am 3. Tag fasste ich einen Entschluss. Ich lasse ihn fiebern ohne Medikament und beobachte wo das hinführt. Denn logisch betrachtet ist Fieber eine Abwehrreaktion des Körpers und keine Krankheit. Fieber heilt auch Infektionen.

Das war mein letzter Versuch, dachte ich, sonst hole ich einen Hubschrauber oder sonstwas das uns möglichst schnell zum nächsten richtigen Krankenhaus bringt. Die 5 Stunden Rückfahrt auf Fähre und im Auto schienen unzumutbar für den Moment, sonst hätte ich das schon längst gemacht. Schwiegermama und Mann waren gegen fiebern lassen, aber wenn es um den Kleinen geht lasse ich nicht mit mir reden. Genug mit alle 4 Std Paracetamol.

Einen halben tag ging das Fieber über 40 Grad bis auf 41 , ich habe mir unfassbare Sorgen gemacht - und dann, dann war es Glück oder das fiebern lassen hatte geholfen, das Fieber wurde weniger!

Langsam aber stetig nach 3 Tagen Fieber, keiner festen Nahrung und total geschwächt erholte sich unser Kleiner wieder.

Und genau wegen dem was uns auf Bantayan passiert ist, hatte ich mich damals entschieden während der Schwangerschaft, zurück nach Deutschland zu gehen, nicht für mich aber für den Kleinen. Mein Mann wurde mitgenommen. Diese Entscheidung aber traf ich damals, und in diesen Momenten auf Bantayan wusste ich, dass es richtig gewesen war.

Nun aber zur Insel Bantayan über die ich eigentlich schreiben wollte. Wir hatten noch 2 Tage Zeit und einige Termine, wobei immer einer bei dem Kleinen geblieben ist. Nicht alles habe ich selbst gesehen, da wir uns wie gesagt aufgeteilt haben und Notizen gemacht.

Am schönsten fand ich den Paradise Beach, relativ abgelegen inklusive Fußmarsch, obwohl nicht weit von Santa Fe Town. Ich hänge ein Bild an, ich denke das spricht für sich.

Ich glaube ich höre jetzt auf und schreibe morgen über die Insel an sich und mehrere Resorts die wir uns in den 2 Tagen tatsächlich noch angesehen haben.
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Mittwoch, 23. Mai 2018, 06:11

Danke für den Interessanten Bericht!
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Alles wird gut :D

Wir alle haben gleich viel Zeit......24 Stunden täglich.......

Tilonius

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 12:41

Ganz große Klasse! Vielen lieben Dank für Deinen Bericht, gerade die persönlichen Schilderungen machen es aus, sie sind das Salz in der Suppe!

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 14:42

Starker Bericht

Danke für deinen Bantayan Bericht.
Selbst krank zu sein ist sehr unangenehm hier auf den kleinen Inseln.
Wenn aber ein Kind krank wird und selbst die Symptome nicht beschreiben kann, dann wird es gefährlich.
Gratulation an die Mutter, welche trotz der Hitze cool geblieben ist. :hi

Und zu den Medikamenten: Jeder hat seine Präferenzen. Ich schlucke nur Aspirin, ausser wenn es Dengue ist.

Fliegen ist auch nicht so einfach.
Helikopter bleiben in der Nacht grundsätzlich am Boden.
Bei Ambulanzflügen muss ein Arzt an Bord sein. Jetzt wird es eng: Captain, first Officer, Arzt und Patient. OK!
Wenn du auch noch mitfliegen willst bzw. musst, dann braucht es ein grösseres Flugzeug.
Frage: Verfügbarkeit und auch Kosten.

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7

Mittwoch, 23. Mai 2018, 15:03

Danke für deinen Bantayan Bericht.
Selbst krank zu sein ist sehr unangenehm hier auf den kleinen Inseln.
Wenn aber ein Kind krank wird und selbst die Symptome nicht beschreiben kann, dann wird es gefährlich.
Gratulation an die Mutter, welche trotz der Hitze cool geblieben ist. :hi

Und zu den Medikamenten: Jeder hat seine Präferenzen. Ich schlucke nur Aspirin, ausser wenn es Dengue ist.

Fliegen ist auch nicht so einfach.
Helikopter bleiben in der Nacht grundsätzlich am Boden.
Bei Ambulanzflügen muss ein Arzt an Bord sein. Jetzt wird es eng: Captain, first Officer, Arzt und Patient. OK!
Wenn du auch noch mitfliegen willst bzw. musst, dann braucht es ein grösseres Flugzeug.
Frage: Verfügbarkeit und auch Kosten.

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Nicht mehr der Fall! Medivac Flüge mit Twin Engine Helicopters dürfen durchgeführt werden. Man muss sie nur anmelden beim CAAP
Signatur von »dino«
I am multi-talented!

I can talk and p.iss people off at the same time!


A pessimist is a man who thinks all women are bad.

An optimist is a man who hopes they are
.

My mouth is not a bakery,
I don't sugarcoat anything!


If you ask my opinion,
I am going to tell you the truth,
Not what what you'd like to hear!


╭∩╮(︶︿︶)╭∩╮

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 04:35

Gute Nachricht

Medivac Flüge mit Twin Engine Helicopters dürfen durchgeführt werden. Man muss sie nur anmelden beim CAAP
Das sind wieder einmal gute Nachrichten. Nur, wie meistens, wissen nur Insider davon. Mehr darüber anderswo, damit wir @ elizaliz' Thread nicht kaputt machen.

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Sonntag, 27. Mai 2018, 08:04

Die Insel Bantayan

Danke für die Hinweise mit dem Helikopter, mein weiss ja nie ob man das mal in Anspruch nehmen muss, gut zu wissen ist es auf jeden Fall...

Nun zu meinen Eindrücken von Bantayan island.
Ich bin immer auf der Suche nach tollen Stränden und der Paradise Beach war wirklich große klasse, kein Resort dort und schwer zugänglich, aber vermutlich auch deshalb noch so wunderschön.

Die weiteren Sehenswürdigkeiten Bantayan's haben wir mit dem Roller abgeklappert, auf dem Weg zum Paradise Beach von Santa Fe aus, der Touristen Gegend von Bantayan, liegt ein Cliff Jumping Point mit glasklarem, blauem Wasser unten, das aber für meine Einschätzung zu flach aussah von oben um wirklich reinzuspringen. Sah gefährlich aus.

Auf kleinen sehr schönen Palmen- und Gumamela- gesäumten kleinen Strassen und Wegen fährt man dann durch ein paar ganz normale phil. Dörfer, mit Basketballfeldern und spielenden Kindern, kleinen Kirchen und Sari Sari Stores an der Straße. Nächster Stop auf dem Weg war ein Mangroven Eco Park, der Oboob Mangrove Garden. Dort kann man für wenig Eintritt auf Stelzen Wegen durch die Mangroven laufen und hinauf auf hölzerne Aussichtsplattformen betitelt als "Camp Sawi ".

Folgt man weiter der Richtung kommt man nach Bantayan Town, das wir schon kannten, da sich das "Krankenhaus" ebenfalls hier befindet. Diesmal haben wir aber den Fisch Markt angesteuert, denn eine der Spezialitäten der Insel ist ein getrockneter Fisch, danggit, wovon auch einige Mengen gekauft und aufgeladen wurden.

Weiter an der Küstenlinie auf der anderen Seite der Insel von Santa Fe aus liegt Madridejos, eine kleine authentische Fischerstadt, die 3. der 3 Städte auf Bantayan. Hier haben wir einen tollen Sonnenuntergang beobachtet, für mehr war leider keine Zeit, denn es gäbe hier auch noch den Kota Park, ein Naturschutzgebiet, das ich gern gesehen hätte. Auf dieser Seite der Insel habe ich keine Resorts mehr gesehen, für einen Roadtrip sehr empfehlenswert.

An unserem letzten Tag wurde Santa Fe, der Strand und die Resorts näher inspiziert.

Der berühmteste Strand ist der Kota Beach, mit einem dazugehörigen, höher preisigem Resort. Kota Beach ist je nach Tide eine Mini-Sandbank oder Strand. Wir haben uns noch ein paar Resorts angesehen, was ich hier nur in Kürze zusammenfassen will:
Neben dem teuren Kota Beach Resort liegt das ein bisschen günstigere Resort Budyong Beach Resort, schön gemacht mit Bungalows am Strand und 5 min zu Fuss nach Santa Fe Town hinein, empfehlenswert.

Ausserdem gesehen: Anika Beach Resort, von phil. Freunden empfohlen, fand ich hier weder die Lage am nicht so sauberen Sugar Beach, noch die Einrichtung besonders ansprechend.

Amihan Beach Cabanas: beste Empfehlung, schöner Strand, freundliches Personal, komfortabel eingerichtet, Preis Leistung gut. Alles kurz Eindrücke.

Für Budget Reisende wäre geeignet auch das Coucou Resort/Restaurant/Bar in mitten von Santa Fe Town, unter englischer Leitung, halt nicht am Strand aber günstig, gutes Restaurant und vielleicht bestes Wifi der Insel.

Santa Fe Town habe ich als ausgestattet mit angenehm touristischer Infrastruktur empfunden, es gibt zahlreiche Restaurants ein paar Bars, Shopping Möglichkeiten und man sieht viele Urlauber oder auch Expats, aber es war nicht überlaufen zu dem Zeitpunkt als wir da waren.

Zum Ogtong Cave Resort wo wir gewohnt haben: Es war okay... aber auch nicht mehr als das. Abgelegen, alles nur per Trike erreichbar, Strand praktisch nicht vorhanden, mäßig gepflegte Grünanlage, Pool in Ordnung, unter chinesischer Leitung was man deutlich im Restaurant merkt, meines Erachtens schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.

Im Resort befindet sich die Ogtong Cave, eine kleine Höhle mit klarem Wasser gefüllt in der man Baden kann. Ganz nett aber nichts besonders... Unser Bungalow war vielleicht 30m davon entfernt und ich war nicht ein einziges mal drin :mauer

Am Morgen war die interessante Zeit im Ogtong Cave Resort, dann war Low Tide und man konnte vom Resort aus 100 te Meter bis hinüber zum Sugar Beach laufen, das Meer war verschwunden. Es wäre mal interessant zu wissen warum sich die Gezeiten an einigen Orten stärker auswirken als an anderen...

Na jedenfalls hatte ich schon die Tage zuvor immer beobachtet dass nach Sonnenaufgang zwischen 6 und 7 Uhr einige Leute weit draussen durch das Art Watt stapften und etwas sammelten. Da mich interessierte was sie da suchten, ich vermutete Muscheln, denn es gab viele Gegenstände aus Muscheln gemacht auf der Insel zu kaufen und ich hatte schon selbst ein paar Clams gefunden, die ich natürlich nicht mitnehmen konnte.

Also hab ich am letzten Morgen meinen Sohn um 6.30 Uhr früh mitgenommen und wir sind ebenfalls hinausgewandert, um zu beobachten was die Leute dort tun. Auf dem Weg haben wir für meinen Sohn total interessante Dinge wie kleine Seesterne und Krebse gesehen. Irgendwann hörte der Sandboden auf und es begannen Felder aus Seegras.Wir näherten unser einer Mutter ebenfalls mit Sohn, die mit Schaufel und Eimer beschäftigt war etwas im Seegras zu suchen. Ich fragte sie ob ich in den Eimer hineinschauen darf und ein Foto machen, was sie freundlich bejahte. Das Foto findet ihr unten. Nachdem ich gesehen hatte was sich so im Boden aufhielt, beschloss ich dass wir, barfuss unterwegs, lieber den Rückzug antreten sollten.

Alles in allem finde ich Bantayan eine ganz schöne Insel, mit mittelmäßig touristischer Infrastruktur, gut geeignet für ein paar Tage relaxen am Strand.

Ich hoffe mein Bericht hilft vielleicht jemandem der noch vor hat die Insel zu besuchen.
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Sonntag, 27. Mai 2018, 08:06

Und noch ein paar Fotos von Bantayan Island im Anhang
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