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Toschmi

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 14:09

Affenhaltung

Ein Freund von mir lebt auf den Philippinen und will sich einen dort heimischen Affen als Haustier zulegen. Ihm wurde dort einer zum Kauf angeboten. Gibt es auf den Philippinen dazu gesetzliche Bestimmungen? Stehen die Affen zum Beispiel dort unter Artenschutz? Braucht er eine amtliche Genehmigung? Wer weiss etwas dazu?

okios

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 15:53

:dontknow soviel ich weiß nicht, aber wo kein Kläger da kein ;)

Gruß Nobe
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Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und
wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.

kaunlaran

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 16:01

Wir hatten früher auch bis zu vier Affen, ohne Genehmigung oä. Es waren Makaken, die dort überall verbreitet sind und die auch verkauft werden. Wir haben unseren ersten Affen 1985 auf einem Schiff gekauft. Die Affen befanden sich auf dem Weg nach Manila und weiter nach Japan zu medizinischen Versuchen. Die anderen haben wir von Bekannten erhalten oder auf dem Markt in Pasay gekauft.

Allerdings muß ich warnen:
Wenn die Affen klein sind, ist alles sehr putzig und schön. Aber sobald sie die langen Zähne bekommen, können sie gefährlich werden. Unser Affe griff vor allem Kinder an und biß schließlich meinem Neffen ein Stück von der Kopfhaut weg. Da mußten wir ihn - leider - töten lassen. Die kleineren haben wir dann im Urwald ausgesetzt.

Ich möchte allerdings den Spaß den wir hatten nicht missen!! :yupi

Toschmi

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 16:55

Freut mich, dass Ihr soviel Spass mit den Affen hattet, Kaunlaran. Wenn Ihr 4 davon hattet, kann es schon sein, dass sie eine Art Rudelverhalten entwickelten und gegen Euch aggressiv wurden. Der Affe von dem mein Freund mir berichtete war ein ausgewachsenes bisher alleine in Gefangenschaft gehaltenes Weibchen und augenscheinlich sehr friedfertig. Konnte er problemlos anfassen und Futter geben.

reismehl

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 19:52

besser wäre naturschutz für affen...

Hallo allerseits,

ich habe bei einem Expat auf einem riesigen Grundstück mit Karaoke-Bar und etlichen Baulichkeiten vor wenigen Jahren mal einen Meter grosse Makaken gesehen, angeleint und aggressiv gemacht durch die Menschen dort. Ich fand es nicht gut, die Tiere in Gefangenschaft zu halten. Wäre sinnvoller nach meiner Meinung, dort eine Stiftung zu gründen und Affen dann in bestimmten Naturreservaten freilebend zu schützen. Dies hätten sie verdient und schuldet ihnen die Menschheit.

;)

Ansonsten gibt es ja noch die Tierparks, wo Tiere möglichst artgerecht zum Besichtigen gehalten werden.

;)

Reismehl
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:thumb "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." (Bertolt Brecht) :thumb

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 20:01

Kriegt man so nen Affen auch in Deutschland ? (ernste Frage)
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kaunlaran

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Donnerstag, 5. Juli 2007, 20:57

Zitat

Original von pinaylover
Kriegt man so nen Affen auch in Deutschland ? (ernste Frage)


Wir haben sie im Berliner Zoo gesehen, daher wußten wir auch, daß es Makaken waren. Ob man die allerdings kaufen kann, bezweifle ich. Aber vielleicht kannst Du ja sowas ergoogeln.

titoklaus

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Freitag, 6. Juli 2007, 14:20

Zitat

Original von kaunlaran:
Unser Affe griff vor allem Kinder an

Gleiche Erfahrung mit "dem Affen" vor 10 Jahren auf Cabilao, La Estrella. Hatten 2 kleine Kinder dabei und das aggressive Viech ging dauernd grundlos auf die los. Hat uns damals den Aufenthalt etwas vermiest, vor allem, weil Freund Poldi muffig immer nur die Schuld bei den Kindern suchte.

Muß zwar jeder selbst wissen, aber ich glaube nicht, daß sich solche Exoten generell als Kuscheltierchen eignen, besonders nicht in einer deutschen Wohnung. Wird wohl dann oft eine Art Status-Symbol sein, wie bei vielen Kampfhundbesitzern. Und wenn man auf den Phil lebt, sollte man sich auch mal übelegen, daß die Tiere im Normalfall nicht aus Nachzuchtstationen stammen, sonderen wild gefangen werden. Gibt ja eh schon fast keine Tiere mehr in dem Land.


Titoklaus
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kaithoma

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Freitag, 6. Juli 2007, 15:01

wir hatten in den 90er jahren auch einen affen. der war zwar nicht agressiv mit beissen oder so hat aber faekalien nach leuten geworfen die ihn aergerten.... und wenn er entwischte und sich in den gemuesefledern vollfrass konnte er nicht mal mehr laufen so ueberfressen war er.......
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Freitag, 6. Juli 2007, 16:09

Würde mich interessieren was es kostet so einen Affen zu unterhalten.

Ins Haus würd ich den nicht immer lassen. Ich würde dem im Garten ein Häuschen hinsetzten..Garten ist groß genug.


http://www.primatis.de/haltung/haustier.htm
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kaithoma

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Freitag, 6. Juli 2007, 16:17

das kostet nicht viel mit ausnahme von etwas fruechten und gemuese zum reis..... artgerecht ist es sicher nicht ganz aber unser affe hat alles fressbare verspeisst........
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Toschmi

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Freitag, 6. Juli 2007, 16:57

Zitat

Original von pinaylover
Würde mich interessieren was es kostet so einen Affen zu unterhalten.

Ins Haus würd ich den nicht immer lassen. Ich würde dem im Garten ein Häuschen hinsetzten..Garten ist groß genug.


http://www.primatis.de/haltung/haustier.htm


Pinoylover, die von Dir gelinkte Webseite ist zu diesem Thema sehr interessant. Gibt auch einen Hinweis, warum die von Kaunlaran und Titoklaus geschilderten Affen aggressiv waren, der von meinem Freund hingegen nicht, denn dieser hatte erst ein Alter von 2 Jahren, war also noch nicht geschlechtsreif.
Ich sehe es genauso wie Reismehl und Titoklaus, man sollte wildlebende Tiere nicht der Natur zur Privathaltung entnehmen. Umso weniger, wenn es sich um eine seltene Spezies handelt.
Meinem Freund ist der Affe hingegen bei der Durchfahrt durch ein kleineres Dorf aufgefallen. Vor einem simplen Bambushaus sass er angebunden an einer ein Meter langen Stange. Der Affe war nicht zum Verkauf angeboten. Trotzdem fragte mein Freund den Besitzer, ob der Affe zu verkaufen sei und man wurde sich handelseinig. Ist es nun unmoralisch, solch ein Tier zu erwerben? Er wird es bei meinem Freund sicherlich nicht so gut wie in freier Wildbahn haben, aber weit besser als in seinen bisherigen 2 Lebensjahren.

Torsten

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kaunlaran

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Freitag, 6. Juli 2007, 19:52

@ Toschmi:

Ich kann Dir nur voll und ganz beipflichten. Die von pinaylover gelinkte Webseite ist sehr informativ.

Vielleicht wiederhole ich mich, die Jahre mit "unseren Affen" gehörten für mich zu den schönsten auf den Phil.(und ich war seit 1975 fast jedes Jahr dort!). Ich könnte Seiten schreiben über unsere Erlebnisse.
Aber durch die oa Webseite weiß ich jetzt auch:
Das war einmal und kommt - leider, leider - nie wieder!!

Ich kann Deinem Freund nur aus eigener Erfahrung raten:
Genieße die Zeit, wenn der Affe klein ist und wenn man später die Möglichkeit hat, versuch ihn auszuwildern. Ob das geht weiß ich nicht, aber besser als ihn töten zu müssen ist es allemal.

Arian

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Samstag, 7. Juli 2007, 00:01

Zitat

Originally posted by pinaylover
Kriegt man so nen Affen auch in Deutschland ? (ernste Frage)


Du bist doch scheinbar dort!

mabuhay123

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Samstag, 7. Juli 2007, 08:30

RE: besser wäre naturschutz für affen...

Zitat

Original von reismehl
Hallo allerseits,

ich habe bei einem Expat auf einem riesigen Grundstück mit Karaoke-Bar und etlichen Baulichkeiten vor wenigen Jahren mal einen Meter grosse Makaken gesehen, angeleint und aggressiv gemacht durch die Menschen dort. Ich fand es nicht gut, die Tiere in Gefangenschaft zu halten. Wäre sinnvoller nach meiner Meinung, dort eine Stiftung zu gründen und Affen dann in bestimmten Naturreservaten freilebend zu schützen. Dies hätten sie verdient und schuldet ihnen die Menschheit.

;)

Ansonsten gibt es ja noch die Tierparks, wo Tiere möglichst artgerecht zum Besichtigen gehalten werden.

;)

Reismehl


Hallo reismehl,
ich denk mal du sprichst aber nicht von Tierparks auf denn Philippinen, denn dort gibts leider fast nur Mnizoos und von artgerechter Haltung kann man dabei nicht sprechen.
Leider sind Wildtiere auf vielen Inseln schon fast zur gaenze verschwunden.
Aber Affen als Haustier halten finde ich nicht richtig. Es sind Wildtiere und die gehoeren nicht an leinen und in Kaefige.


mabuhay

malipayon

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16

Sonntag, 8. Juli 2007, 12:48

RE: Affenhaltung

Mir wurde einmal ein kleiner Affe geschenkt, dieser war zu diesem Zeitpunkt nur wenige Wochen alt. War ein ganz liebes Tier - anfangs. Ich bin sozusagen die Ersatz Mutter gewesen. Der kleine Affe ging mit mir überall hin, auch ins Meer. Waren ein paar schöne Wochen für mich und den Affen.

Dann begannen die Probleme. Wenn meine Tochter zu mir auf den Arm wollte, wurde der Affe sehr aggressiv. Auch meine Frau durfte mich nicht mehr anfassen. Mit letzterem hatte ich noch die wenigsten Probleme. Doch nein, Spass beiseite, der Affe war eifersüchtig auf alle die mir zu nahe gekommen sind. Kratzte und biss auch meine Tochter.

Wir fanden dann eine philippinisches Ehepaar ohne Kinder. Beide waren schon über 40 Jahre alt und die werden auch keine Kinder mehr haben. Denen gaben wir den Affen und sie umsorgen ihn nun wie ein eigenes Kind. Alle sind soweit zufrieden.

Ich warne dringend davor sich einen Affen als Haustier zu halten, es wird garantiert zu massiven Problemen führen.

Liebe Grüsse
Steffen

otaw

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Sonntag, 8. Juli 2007, 23:34

RE: Affenhaltung

Bei uns war das in den 80iger Jahren modern. viele Nachbarinnen und auch meine Mutter hatten Afffen. Die sind gut, um Läuse zu entfernen. Die schmecken ihm sehr. Die sind gut. aber Affen müssen raus. Bei uns lebten sie in einem Bambushaus in der Kokosplantage. Man kann sie nicht als Haustiere halten. Sie sind zu aggressiv (wie die Menschen :D). Männchen sind viel aggressiver als die Frauen.
Das beste ist 2 Affen, Boy And Girl zusammen. Dann sind sie nicht so aggressiv. Man kann sie wie Hunde benutzen, um das Haus zu verteidigen.
Aber Kuscheltiere nein.
Wenn man kein Abendessen hat, kann man sie auch braten. Das schmeckt wirklich gut wie ein Hähnchen. :D

panay

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18

Montag, 9. Juli 2007, 00:11

Affenhaltung

Auf den Philippinen ist nach meines Wissens jegliche Haltung von Wildtieren verboten, bzw genehmigungspflichtig. Leider wird auf den Märkten immer wieder alles möglich und unmögliche angeboten. Ausnahmegenehmigungen sind teilweise wohl möglich, aber nicht so ganz einfach zu erhalten.

Als Ausländer würde ich von einer illegalen Wildtierhaltung abraten, um dem BI keine unnötige Munition zu liefern.

Schönen TAG noch,

Yoyo

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Dienstag, 10. Juli 2007, 21:42

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von otaw
Wenn man kein Abendessen hat, kann man sie auch braten. Das schmeckt wirklich gut wie ein Hähnchen. :D


Oder wie ein Mensch.
Signatur von »Yoyo«
PhilippineConcepts - prof. Internet-, Medien, Print- & Marketingkonzepte. Revolutionen statt Veränderungen.

otaw

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20

Dienstag, 10. Juli 2007, 22:39

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von Yoyo

Zitat

Original von otaw
Wenn man kein Abendessen hat, kann man sie auch braten. Das schmeckt wirklich gut wie ein Hähnchen. :D


Oder wie ein Mensch.


Ehrlich - hast du das schon versucht??? ?(
waaaaahhh!

kuja

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Dienstag, 10. Juli 2007, 22:53

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von otaw
Wenn man kein Abendessen hat, kann man sie auch braten. Das schmeckt wirklich gut wie ein Hähnchen. :D



hab ja schon aso masarap gehört bzw.gesehen aber ungoy masarap??stammen wir nicht vom affen ab?
Signatur von »kuja«
mein renommee geht mir mal 10 meter am arsch vorbei.

otaw

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Dienstag, 10. Juli 2007, 23:24

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von kuja

Zitat

Original von otaw
Wenn man kein Abendessen hat, kann man sie auch braten. Das schmeckt wirklich gut wie ein Hähnchen. :D



hab ja schon aso masarap gehört bzw.gesehen aber ungoy masarap??stammen wir nicht vom affen ab?


Das ist eine typisch deutsche Ansicht. Ein Filipino ist alle Tiere, die nicht zuerst ihn essen. Affen sind gut. Wir können nicht so wählerisch sein mit dem Essen wie ihr Deutschen. Mein Mann erzählt noch heute, wie er bei meiner Freundin zu Besuch war und eine Nachbarin schrie " Snake SAWA SAWA ". Alle Frauen, die vorher im Garten waren rannten ganz schnell ins Haus. Er wollte auch gerade hineinrennen, als alle Frauen mit großen Panumbahay ("Messer für das Haus") herausgerannt kamen und die Schlange (Kobra?) suchten.

Mein Mann hat gefragt, warum wir die Schlange töten. Ich habe ihm gesagt: Es ist besser, wir essen die Schlange als dass die Schlange uns isst. :D

In Afrika essen sie auch Affen - oder nicht?

Mich ärgert das immer, wenn wir deutsche Freude einladen und die dann anfangen "ich mag keine Ziege", "Schafe tun mir doch sooo leid", "Mich ekelt Knoblauch" (ein Vampir??), "Reis ist nicht gut, habt ihr keine Kartoffel".... X(

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Mittwoch, 11. Juli 2007, 00:00

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von otaw

Zitat

Original von kuja

Zitat

Original von otaw
Wenn man kein Abendessen hat, kann man sie auch braten. Das schmeckt wirklich gut wie ein Hähnchen. :D



hab ja schon aso masarap gehört bzw.gesehen aber ungoy masarap??stammen wir nicht vom affen ab?


Das ist eine typisch deutsche Ansicht. Ein Filipino ist alle Tiere, die nicht zuerst ihn essen. Affen sind gut. Wir können nicht so wählerisch sein mit dem Essen wie ihr Deutschen. Mein Mann erzählt noch heute, wie er bei meiner Freundin zu Besuch war und eine Nachbarin schrie " Snake SAWA SAWA ". Alle Frauen, die vorher im Garten waren rannten ganz schnell ins Haus. Er wollte auch gerade hineinrennen, als alle Frauen mit großen Panumbahay ("Messer für das Haus") herausgerannt kamen und die Schlange (Kobra?) suchten.

Mein Mann hat gefragt, warum wir die Schlange töten. Ich habe ihm gesagt: Es ist besser, wir essen die Schlange als dass die Schlange uns isst. :D

In Afrika essen sie auch Affen - oder nicht?

Mich ärgert das immer, wenn wir deutsche Freude einladen und die dann anfangen "ich mag keine Ziege", "Schafe tun mir doch sooo leid", "Mich ekelt Knoblauch" (ein Vampir??), "Reis ist nicht gut, habt ihr keine Kartoffel".... X(


Gibt auch Deutsche die essen gerne Rinderhirn oder Saumagen... würdste dich da nicht auch beschweren?

Deutsche stehen halt nicht so auf Affenfleisch... obwohl ichs probieren würd.
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malipayon

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Mittwoch, 11. Juli 2007, 03:20

RE: Affenhaltung

Ich erinnere mich an einen lustigen Vorfall, ist vielleicht 7 - 8 Jahre her. Da zog eine amerikanische Tierschutzorganisation mit Flugblätter durchs Land. Hauptsächlich ging es darum dass man keine Hunde essen soll.

Die Southern Leyte Times schrieb dann einen Artikel über die Aktivitäten der Organisation. Der Artikel gipfelte in der Aussage:

" .. Auch Philippinos mögen ihre Hunde - am liebsten süss/sauer."

Viele Grüsse
Steffen

Carabao

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25

Freitag, 13. Juli 2007, 23:22

RE: Affenhaltung

Vielen Dank fuer die ausfuehrlichen, auch kritischen, Hinweise in dem von meinem Bekannten gestarteten Thread, insbesondere fuer die schoene Schilderung von Kaunlaran. Seit einigen Tagen habe ich einen Affen als neues Familienmitglied. Bis jetzt kann ich aehnlich wie Kaunlaran nur Gutes berichten. Sie (ihr Name ist Kaykay) war von Anfang an weder aggressiv noch aengstlich. Ich hatte gehofft, dass sie Bananen als Nahrungsmittel bevorzugt. Leider steht sie eher auf die kostspieligeren Mango, Orangen und Aepfel. Ganz oben auf der Speisekarte stehen bei ihr aber Insekten wie Grillen, Kaefer und Falter. Mal sehen, ob sie nach Einsetzen der Geschlechtsreife aggressives Verhalten zeigen wird. Sollte dies so sein, dann wird sie in dem Affenreservat auf Bohol in die Freiheit gelassen.
Auch ich hatte mir Gedanken darueber gemacht, ob ich einen Affen als Haustier halten sollte. Die Alternative waere aber gewesen, ihn dort zu lassen, wo er war.

LG Carabao

kaunlaran

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Samstag, 14. Juli 2007, 20:27

RE: Affenhaltung

Viel Spaß - den wirst Du garantiert haben und viel Glück mit Kaykay. Bei einem Weibchen ist die Haltung hoffentlich leichter. Betreibt sie schon "Fellpflege" mit Deinen Haaren? Das kommt mit Sicherheit in einigen Tagen. Dann mußt Du unbedingt Fotos oder Videos machen, das glaubt in D. sonst niemand.

kaunlaran

susmaryosep

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27

Dienstag, 24. Juli 2007, 01:37

RE: Affenhaltung

Lieber carabao,
leider kann ich dir zur rettung der kleinen äffin nicht gratulieren. die meissten affen und zu denen gehören die makaken ganz bestimmt, brauchen familie. Auswilderungsversuche scheitern immer bei allein aufgewachsenen. hier gibt es immer wieder trickreiche wege der langnase einen affen anzudrehen...
nur ein beispiel: einem freund wurde in negros ein brutal verschnürtes affenbaby angeboten... er hat's aus mitleid gekauft... zu hause stellte sich heraus, dass das gefühl in den zu lange gefesselten händen und v.a.fingern nicht mehr zurückkehrte. woraufhin das affenbaby seine finger selber auffrass.

stellt euch mal vor wie so ein affenbaby überhaupt auf den markt gelangt. ohne die halbe sippe oder mindestens die mutter zu töten ist das nicht möglich. drum bitte nie wilde tiere kaufen. es gibt davon schon wenig genug.

was keiner kauft ist uninteressant für die wilderer!
Danke!
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Carabao

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Dienstag, 24. Juli 2007, 22:50

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von susmaryosep
Lieber carabao,
leider kann ich dir zur rettung der kleinen äffin nicht gratulieren. die meissten affen und zu denen gehören die makaken ganz bestimmt, brauchen familie. Auswilderungsversuche scheitern immer bei allein aufgewachsenen. hier gibt es immer wieder trickreiche wege der langnase einen affen anzudrehen...
nur ein beispiel: einem freund wurde in negros ein brutal verschnürtes affenbaby angeboten... er hat's aus mitleid gekauft... zu hause stellte sich heraus, dass das gefühl in den zu lange gefesselten händen und v.a.fingern nicht mehr zurückkehrte. woraufhin das affenbaby seine finger selber auffrass.

stellt euch mal vor wie so ein affenbaby überhaupt auf den markt gelangt. ohne die halbe sippe oder mindestens die mutter zu töten ist das nicht möglich. drum bitte nie wilde tiere kaufen. es gibt davon schon wenig genug.

was keiner kauft ist uninteressant für die wilderer!
Danke!


Lieber Susmaryosep, wenn Du schon so konsequent bist, dann wirst Du sicherlich auch kein Schweinefleisch essen. Du hast bestimmt schon einmal gesehen, wie erbaermlich die Tiere vor dem Schlachten gequaelt werden, bevor sie dann genuesslich in Portionen auf dem Teller landen. Auch Huehnerfleisch wird bestimmt auf Deiner Speisekarte fehlen. Damit wuerdest Du naemlich die ungeregelte Massengefluegelhaltung auf den Philippinen unterstuetzen. Und Kosmetika kommen bei Dir gar nicht in den Badezimmerschrank, weil diese durch Tierversuche u.A. auch mit Makaken entwickelt werden. Du bist dann vermutlich auch im Besitz einer Liste der Fluggesellschaften, die heutzutage immer noch Versuchstiere insbesondere nach Japan transportieren, damit Du diese bei Deiner naechsten Flugreise vermeidest. Auch laengere Autofahrten wirst Du nicht unternehmen, weil Du Dir bewusst bist, dass viele Wildtiere wie Voegel, Amphibien, Reptilien oder auch seltene Insektenarten dabei ums Leben kommen.
Wenn Du alle oben genannten Punkte in Deinem Leben beherzigst, dann werfe auf mich bitte den ersten Stein.

Meinen Affen habe ich wie zuvor geschildert nicht wie Dein Freund von einem dubiosen Haendler erworben, der wahrscheinlich nach dem Verkauf wieder Wildern gegangen ist, sondern an einer Strasse gefunden, die abseits jeder Touristenwege liegt. Ein Nachfang wird dort nicht stattfinden. Das Tier war wie geschildert nicht zum Verkauf praesentiert, sondern lebte 2 Jahre bei einer Familie. Der Affe ist physisch gesund und zeigt auch keine psychischen Stoerungen wie Schreckhaftigkeit oder Aggressivitaet. Er hat hier nun gute Bewegungsmoeglichkeiten wie z.B. freie Spaziergaenge, abwechslungsreiche Ernaehrung und diverse Beschaeftigungen, allerdings natuerlich nach wie vor keine artgerechte Familie.
Der Kauf ist aber mit der einen betroffen machenden Horrorgeschichte Deines Freundes nicht vergleichbar.

LG Carabao

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Carabao« (24. Juli 2007, 22:51)


susmaryosep

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Mittwoch, 25. Juli 2007, 10:59

RE: Affenhaltung

Lieber carabao,
ich will hier keine steine werfen. sonst müsste ich den ersten stein mir selbst verpassen. bis vor wenigen jahren gab es in dieser gegend fast keine langnasen. das benehmen der vier oder fünf ganzjährig anwesenden wurden dementsprechend genau beobachtet. zur fiesta gibts u.a. nen wettbewerb zwischen den bgy. jedes bgy baut nen einheimischen unterstand und stellt dort v.a.seine agri-erzeugnisse aus. Zu meinem entsetzen waren die ganzen stände aber auch mit diversen wildtieren, papageien, affen, monitor lizards, fregattvögelküken, leopardenkatzen, baummardern und sogar einer Palawan bearcat "geschmückt".
in meinem bescheuerten versuch zu helfen hab ich die 2 halbwüchsigen monitor lizards (leicht auszuwildern) für 100 pesos gekauft und abseits in den bergen wieder laufen lassen.
am nächsten TAG schmückte jedes barangay seinen stand mit nem monitor lizard. bingo! tja wenn das tier dem (ameri-) cano so gut gefällt, brauchen wir auch eins... so hab ich also in meinem übereifer 2 gerettet und 10 verraten. hier ist das traditionelle kost, die werden seit eh und je gegessen, schliesslich fressen die ja auch unsere hühner und enten!... soll ürbrigens wie chicken schmecken.
so ähnliche erfahrungen gabs auch schon mit leopardcat und baummarder. letzterer viel den hunden des nachbarn zum opfer...
bin also alles andere als ein unschuldslamm...
was ich aber in dieser zeit gelernt habe ist einfach... bloss keine wildtiere KAUFEN... wenn man die tiere geschenkt kriegt, höflich ablehnen, wenn man es nicht auswildern kann... ist aber nicht immmer ungefährlich... oder wenn jemand ein verletztes vorbeibringt... klar versucht man zu helfen.
zu nutztieren hab ich in den vergangenen jahren ein anderes, wohl sehr philippinisches verhältnis bekommen... eiweiss... wir züchten nebenbei auch kaninchen für unsere speisekarte... schweine halten wir im tunga tunga (50/50) verfahren mit einheimischen (unser ferkel, er ziehts auf und beim verkauf 50/50). in der praxis sind dies allerdings immer spanferkel für besondere anlässe... ach ja, und dann haben wir noch einen carabao bullen, seine name ist traktor! ohne seine hilfe würde unsere versorgungslinie in der regenzeit zusammenbrechen.
bin wohl bei diesen ausführungen etwas abgedriftet... es ging ja um affenhaltung. ich hatte schon unheimlich viel spass mit gefangenen affen, sind wirklich fast wie menschen. beim underground river in Palawan gibts freilebende. in der nähe von san carlos, negros or, findet ihr sie auch wild. bringt was zum fressen mit, sie erwarten das bereits. irgendwo in indien wird NE ganze stadt regelrecht terrorisiert von den kleinen plagegeistern mit den nicht zu unterschätzenden eckzähnen.
diese affen sind nicht bedroht. ich habe viel grössere verbrechen begangen beim versuch wildtieren zu helfen. wollte dich nicht angreifen, carabao, sorry!
wie wärs mit nem titel im Expat bereich btr erfahrungen mit domizilierten phiilippinischen wildtieren?
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Carabao

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Mittwoch, 25. Juli 2007, 20:46

RE: Affenhaltung

Lieber Susmaryosep, Deine Schilderung war sehr interessant und aufschlussreich. Du hast mit den moeglichen Folgewirkungen auch den Nagel auf den Kopf getroffen. Tatsaechlich stand heute Nachmittag ein Nachbar mit einer von seinem Cousin gefangenen Schlange vor der Tuer. Das Tier wurde in einer aufgeschnittenen 1,5 Liter Cokeplastikflasche praesentiert. Es hatte sich wohl nach meinem Affenkauf herumgesprochen, dass ich mich fuer den Erwerb ausgefallener Tiere interessieren koennte. Die Giftzaehne waeren angeblich auch schon verkaufsfoerdernd entfernt worden.
Ich habe Deinen Rat befolgt, das Angebot dankend abgelehnt und klargestellt, dass ich nach dem Erwerb des Affen kein Interesse am Kauf weiterer Tiere habe. Ansonsten haette mir garantiert irgendwann ein Waldarbeiter einen Tarsier und ein Fischer einen Delphin vorbeigebracht.
Dein Vorschlag mit der Eroeffnung fuer die Haltung von Philippinischen Wildtieren ist nett gemeint, aber ich denke nach Deinen Erfahrungen und meinen Erfahrungsansaetzen sollten wir hier im Forum nicht noch Nachfrage fuer die Wilderer schaffen. Denn auch wenn die meisten User in einem derartigen Thread die Haltung ablehnen werden, wird sicher der eine oder andere dadurch auf die Idee gebracht, sich insgeheim auch solche Tiere anzuschaffen.

Meine Umweltbilanz aus der Aktion: einem in Gefangenschaft aufgewachsenem Affen zu einem besseren Leben verholfen (vorausgesetzt, es stoesst ihm hier nichts zu), aber dafuer, um in Deiner Sprache zu bleiben, eine Schlange verraten. Die Hoffnung fuer mein Gewissen ist, dass sie vielleicht auch ohne mich erschlagen (und/oder) verspeist worden waere.

LG Carabao

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Carabao« (25. Juli 2007, 20:54)


susmaryosep

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Donnerstag, 26. Juli 2007, 06:23

RE: Affenhaltung

lieber carabao,

ging ja schnell mit der schlange... aber ein gewissen brauchst du dir deswegen nicht machen... normal hauen sie die einfach tot... die hat so doch noch ein paar stunden länger gelebt... in ner colaflasche... war aus sicht des pinoy einen versuch wert...
auf unserem grundstück stehen auf schlange killen 3 tage zwangsurlaub... unbezahlt! d.h. p 540 einkommensausfall... es bewährt sich, wir sehen wieder ab und zu welche.

nochmal zum eigentlichen thema: hab auch schon erlebt wie affenhalter ihrer einsamen dame einen männlichen (oder umgekehrt) artgenossen besorgt hatten... das kann nicht klappen. hat im gegenteil schon zu furchtbaren schlägereien geführt. sie brauchen echt die familie und dort hat nur der häuptling (ältestes männchen) recht auf sex, die jüngeren männchen nur hinter seinem rücken. geht auch nicht weil wie früher im thread behandelt die alten böcke sehr aggresiv werden... in freiheit (zum schutz der familie) und in gefangenschaft.

lg susmaryosep
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herpaworld

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Samstag, 1. September 2007, 02:57

Finger weg!

nur um einiges zum thema zu erklären:

der philippinische wildlife act verbietet den fang, transport oder besitz von wildlife (auch exotischen tieren) und hat extrem strafen - sollte man erwischt und angezeigt werden. auf illegal gehaltenen haustiere steht eine mindeststrafe von 6 jahren und geldstrafen bis 500.000 pesos.

nebenbei bemerkt, ich hab die nase gestrichen voll von den leuten, die da meinen, affen als haustiere halten zu müssen. affen waaren, sind und werden immer wilde tiere bleiben. ich habe mehr als 100 solcher ehemals "niedlichen haustiere" im rescuecenter in Quezon und einige weitere hier auf mindoro. alle dieser tiere sind neurotisch und höchst gefährlich! letzte woche hat ein kleiner niedlicher langschwanz makake hier bei mir, einem arbeiter mit einem biss die achilles-sehne durchgebissen!

mehr infos dazu in meinem blogg: http://mariolutz.blogspot.com/2007/08/zu…der-person.html

alle affen werden unkontrollierbar sobald sie die geschlechtsreife erlangen, da gibt es eine aussnahme unter 500 fällen. affen sind deutlich gefährlicher als alles was ihr von hunden kennt. gebiss, geschwindigkeit, intelligenz gepaart mit 4 händen machen den umgang mit affen zum "höllen-erlebnis". bitte glaubt mir, ich weiss wovon ich hier spreche. viele der affen in hiesigen wildlife rescue centern sitzen in kleinstkäfigen weil einfach nicht genug platz für alle angegebenen oder confeszierten tiere da ist. diese tieren können auch niemals wieder in die natur zurück, da sie keinerlei scheu von menschen zeigen und aktiv, und nicht nur zur verteidigung attackieren.

ich habe in meiner langjährigen erfahrung viele, sogar teilweise lebensgefährliche verletzungen durch affen gesehen. also ganz ernst gemeint:

auch wenn die babys noch so süß und putzig sind, FINGER WEG!

mario
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herpaworld

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Samstag, 1. September 2007, 06:41

RE: Affenhaltung

Zitat

Originally posted by susmaryosep
Lieber carabao,
ich will hier keine steine werfen. sonst müsste ich den ersten stein mir selbst verpassen. bis vor wenigen jahren gab es in dieser gegend fast keine langnasen. das benehmen der vier oder fünf ganzjährig anwesenden wurden dementsprechend genau beobachtet. zur fiesta gibts u.a. nen wettbewerb zwischen den bgy. jedes bgy baut nen einheimischen unterstand und stellt dort v.a.seine agri-erzeugnisse aus. Zu meinem entsetzen waren die ganzen stände aber auch mit diversen wildtieren, papageien, affen, monitor lizards, fregattvögelküken, leopardenkatzen, baummardern und sogar einer Palawan bearcat "geschmückt".
in meinem bescheuerten versuch zu helfen hab ich die 2 halbwüchsigen monitor lizards (leicht auszuwildern) für 100 pesos gekauft und abseits in den bergen wieder laufen lassen.
am nächsten TAG schmückte jedes barangay seinen stand mit nem monitor lizard. bingo! tja wenn das tier dem (ameri-) cano so gut gefällt, brauchen wir auch eins... so hab ich also in meinem übereifer 2 gerettet und 10 verraten. hier ist das traditionelle kost, die werden seit eh und je gegessen, schliesslich fressen die ja auch unsere hühner und enten!... soll ürbrigens wie chicken schmecken.
so ähnliche erfahrungen gabs auch schon mit leopardcat und baummarder. letzterer viel den hunden des nachbarn zum opfer...
bin also alles andere als ein unschuldslamm...
was ich aber in dieser zeit gelernt habe ist einfach... bloss keine wildtiere KAUFEN... wenn man die tiere geschenkt kriegt, höflich ablehnen, wenn man es nicht auswildern kann... ist aber nicht immmer ungefährlich... oder wenn jemand ein verletztes vorbeibringt... klar versucht man zu helfen.
zu nutztieren hab ich in den vergangenen jahren ein anderes, wohl sehr philippinisches verhältnis bekommen... eiweiss... wir züchten nebenbei auch kaninchen für unsere speisekarte... schweine halten wir im tunga tunga (50/50) verfahren mit einheimischen (unser ferkel, er ziehts auf und beim verkauf 50/50). in der praxis sind dies allerdings immer spanferkel für besondere anlässe... ach ja, und dann haben wir noch einen carabao bullen, seine name ist traktor! ohne seine hilfe würde unsere versorgungslinie in der regenzeit zusammenbrechen.
bin wohl bei diesen ausführungen etwas abgedriftet... es ging ja um affenhaltung. ich hatte schon unheimlich viel spass mit gefangenen affen, sind wirklich fast wie menschen. beim underground river in Palawan gibts freilebende. in der nähe von san carlos, negros or, findet ihr sie auch wild. bringt was zum fressen mit, sie erwarten das bereits. irgendwo in indien wird NE ganze stadt regelrecht terrorisiert von den kleinen plagegeistern mit den nicht zu unterschätzenden eckzähnen.
diese affen sind nicht bedroht. ich habe viel grössere verbrechen begangen beim versuch wildtieren zu helfen. wollte dich nicht angreifen, carabao, sorry!
wie wärs mit nem titel im Expat bereich btr erfahrungen mit domizilierten phiilippinischen wildtieren?


dem ist aus meiner sicht nichts hinzuzufügen. einer ders erkannt hat. vielen dank


cheers
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Samstag, 1. September 2007, 16:32

RE: Affenhaltung

Hallo Carabao,

Zitat

Original von Carabao
Lieber Susmaryosep, wenn Du schon so konsequent bist, dann wirst Du sicherlich auch kein Schweinefleisch essen. Du hast bestimmt schon einmal gesehen, wie erbaermlich...

Auch wenn es wie eine Entschuldigung klingt, aber die Schweine werden im allgemeinen vorher nicht wild gefangen, sondern dafür gezüchtet. Nicht desto trotz ist das Leiden der Tiere wirklich erbärmlich - und die Menschen, die damit zu tun haben, stumpfen wahrscheinlich auch ab und quälen vielleicht mehr als unbedingt erforderlich. Äffchen sind aber Wildtiere, deren Bestand vielerorts bedroht ist und vielleicht auch mit ausgeprägterer Intelligenz als die (ohnehin schon nicht dummen) Schweine.

Zitat

Meinen Affen habe ich wie zuvor geschildert nicht wie Dein Freund von einem dubiosen Haendler erworben, der wahrscheinlich nach dem Verkauf wieder Wildern gegangen ist, sondern an einer Strasse gefunden,

und der hat anschließend dann von einem dubiosen Händler... 2 neue gekauft, könnte ja nochmal eine Langnase vorbeikommen...

Wie Du aber ja schon selber in einer späteren Nachricht geschrieben hast, freue ich mich, in Dir einen weiteren Menschen gefunden zu haben, der Wildtierhandel eben nicht mehr unterstützt.

Dank übrigens auch an HERPAWORLD nach Puerto Galera. Eigentlich wollte ich ja da nicht unbedingt nochmal hinfahren (PG - mir liegt die Athmospähre da nicht so und ich finde die Tauchplätze da auch nicht soooo prickelnd, besonders bei den angefütterten Fischen an den Wracks), aber so langsam ist die Neugierde doch geweckt.

Stefan

PS: Durch die nahe Verwandschaft der Affen zum Menschen gibt es einige Wissenschaftler, die vermuten, daß durch das Essen dieser Tiere Krankheiten auf den Menschen übertragen werden / wurden. Dies reicht sogar bis hin zu HIV (was wohl für die Affen nicht tödlich ist). Aus diesem Grund würde ich von dem Verzehr von Affenfleisch absehen, wie ich von dem Verzehr von Menschenfleisch absehe (ok, und von Balut). Ansonsten probiere ich schon fast alles, ausser der Geruchssinn (der ja zum Geschmack dazugehört) rät mir etwas anderes (dried fish). Ich spiegel diese Essgewohnheiten aber nicht auf andere, d. h. meine Frau liebt dried fish (während sie Balut übrigens auch verschmäht).

Es ist übrigens auch nicht so, daß die Pinoys alles essen müssten, was sie fangen können und was sie nicht schon vorher frisst. Auf Luzon (und wahrscheinlich auch anderswo) wachsen soviele herrliche, wohlschmeckende und gesunde Früchte, daß eigentlich keiner hungern bräuchte, wenn die Verteilung klappen würde und diese nicht zu teuer wäre. Die Natur gibt da schon genug, wenn man sie nur läßt und nicht zubetoniert / rodet etc.. Aber sicher ist das nicht so eiweiss-reich....

Carabao

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Samstag, 1. September 2007, 19:09

RE: Affenhaltung

Zitat


und der hat anschließend dann von einem dubiosen Händler... 2 neue gekauft, könnte ja nochmal eine Langnase vorbeikommen...

Wie Du aber ja schon selber in einer späteren Nachricht geschrieben hast, freue ich mich, in Dir einen weiteren Menschen gefunden zu haben, der Wildtierhandel eben nicht mehr unterstützt.



Hallo Esteban,

ich habe auch zuvor den Wildtierhandel nicht unterstuetzt. Wie ich zuvor schon mehrfach schrieb hatte ich die Aeffin mit guter Absicht aus tiefster Provinz erworben. Nachschuborderungen schliesse ich praktisch aus, da dort vielleicht alle halbe Jahr ueberhaupt einmal ein Foreigner vorbeikommt. Auch von keinem Filipino habe ich bisher irgendwelche skeptischen Aeusserungen gehoert. Hier im Forum wird jedoch auf mich eingeschlagen, als haette ich den letzten Tarsier umgebracht.

Wenn z.B. in Angeles City Foreigner die finanziellen Notlagen sich (oftmals unter Zwang) prostituierender junger volljaehriger Filipinas (MENSCHEN, die ganz sicher davon psychische Probleme davontragen werden!!!!!) ausnutzen, ruehrt sich hier niemand. Geht es aber um einen Affen, dem es in seiner neuen Heimat sicher sogar besser geht als in seiner alten, werde ich quasi als Verbrecher hingestellt.

LG Carabao

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ESTEBAN

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Samstag, 1. September 2007, 19:54

RE: Affenhaltung

Hallo Carabao,

wie schon in meiner PN an Dich geschrieben - ich möchte Dich nicht auf die Anklagebank setzen - ganz im Gegenteil. Du hast einen Fehler gemacht - und das zu 100 % im guten Willen - Du stehst dazu, und Du bist willens, zu hören, wenn andere eine andere Meinung haben - diese argumentiert zu akzeptieren und beim nächsten Mal den Fehler eben NICHT mehr zu machen. :clapping Ich finde, da gehört schon eine gewisse Größe und Mut zu.

Nachdem ich meinen vorherigen Beitrag gelesen habe, möchte ich mich auch nochmal dafür entschuldigen - es klingt in dem Beitrag wohl u. U. so, daß Du den Wildhandel absichtlich unterstützt hättest etc. Das war wirklich nicht meine Intention. Im Gegenteil, ich unterstelle Dir sogar gute Absichten. Leider kommt hinten manchmal nicht das raus, was man vorne erwartet hat. Dies erkennen und korrigieren heisst lernen. Ich möchte ja selber nicht wegen aller meiner Fehler immer auf der Anklagebank landen - weia, ich käme wohl zu nichts anderes mehr :denken

Zu Angeles: Ich war noch nie dort und habe auch eigentlich kein Verlangen. Eigentlich, weil ich schon einmal da hin möchte, weil dort die Touren zum Mt. Pinatubo starten wie ich hörte. Nicht aber, um dort irgendwelche Mädchen...

Über dieses Thema - auch psychische Schäden etc. - können wir gerne einen Thread aufmachen. Einen Mitstreiter hast Du schon mal ;)

Liebe Grüße
Stefan

Carabao

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Samstag, 1. September 2007, 20:05

RE: Affenhaltung

Hallo Esteban,

vielen Dank fuer Deinen freundlichen Post. Du hast Recht. Mit meinem Kauf wollte ich natuerlich keinem Tier schaden. Ich ging auch nicht davon aus, dass die Haltung eines Wildtieres verboten sei (so kannte ich z.B. in Bohol in Loay unter einer Strassenbruecke auf dem Weg zu einer Loboc-River-Tour ein ganz erbaermlich gehaltenes Tier und in einem Restaurant Nahe der Haenging Bridge bei Loboc gleich zwei Tiere). Und ob die Sklavenhalter dieser Tiere nun ein Permit dafuer haben..... :denken
Ich hoffe, dass dieser Thread dafuer gesorgt hat, dass sich hier viele User Gedanken machen, welche negative Auswirkungen der Erwerb von Wildtieren haben kann. Dabei sollte man die Problematik ueber Saeugetiere hinaus auch auch andere Spezien ausweiten, insbesondere spreche ich dabei Meerestiere an. Ich opfere mich in diesem Sinne gerne als negativer Foren-Praezedenzfall.

LG Carabao

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max108

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Samstag, 1. September 2007, 21:34

RE: Affenhaltung

kurz und bündig meine meinung

affen in den wald (urwald soweit noch vorhanden) und hunde an die leine

wer sich einen affen als haustier halten möchte sollte zwingenst einen arzt aufsuchen.

es sei denn derjenige leidet unter misserfolgen und möchte aus diesem grund seine intelligenz mit dem von primaten messen
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max108




ESTEBAN

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Samstag, 1. September 2007, 22:07

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von max108
affen in den wald (urwald soweit noch vorhanden)

D'accord.

Zitat

und hunde an die leine

Sorry, aber das ist nonsens. Hunde als Wolfstiere benötigen viel Auslauf - und so schnell kann kein Mensch nebenher laufen (bei unserem Hund hab ich noch Probleme, mit dem Fahrrad mitzukommen...). Es liegt aber sicher daran, wie der Hund aufgewachsen ist und dressiert wurde... Mir schwillt nur immer der Kamm, wenn Leute rumschreien, ich solle meinen Hund an die Leine nehmen - und der Hund hört aufs Wort und trottet normalerweise in einem kürzeren Abstand als mit einer Laufleine neben mir her. Kein Verständnis habe ich für Leute, die ihren Hund drauf abrichten, aggressiv zu sein oder sogar Leute anzufallen. Diese - gott se dank - Ausnahmefälle bringen aber wieder die typischen Blutpapier-Leser (Springerpostille) dazu, mit Phobien auf jeglichen Hund zu reagieren.

Merke: Diese Leute, die den Hund abgerichtet haben, scheren sich einen Sch... darum, ob Maulkorbpflicht oder Anlein-Zwang. Friedlich abgerichtete Hunde (bzw. deren Halter) werden von allen möglichen Möchtegern-Hilfssheriffs überall angeraunzt (was sie sich mit dem Zuhältertyp nicht trauen würden - aber man braucht dann ein Surrogatobjekt). Dabei ist auch schietegal, ob es ein Deutscher Schäferhund oder ein als Kampfhund verschriener Dobermann oder was weis ich ist: Man kann JEDEN Hund darauf abrichten, zu beissen, andere Hunde und Leute anzugehen. Man kann jeden Hund zu Verhaltensstörungen bringen. Sicher sind die Folgen bei einigen Hunden schlimmer durch die Statur des Tieres.

Anleinungszwang und Hundesteuer sind auch nicht fair - warum gibt es dann keine Katzensteuer, keine Pferdesteuer? Und noch letzte Woche habe ich einer Dame helfen müssen, die - mitsamt ihrer 2 Hunde - dermaßen von 2 Katzen attackiert wurde, daß die nicht mehr wusste, was zu tun ist.

Aber gut, daß wäre ein anderer Thread und vielleicht nicht für dieses Forum....

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Karsten

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Sonntag, 2. September 2007, 08:26

RE: Affenhaltung

Zitat

Original von otaw

In Afrika essen sie auch Affen - oder nicht?

(


Mag sein, daß sie in Afrika auch Affen essen. Dort haben sie aber, besonders unten in Kapstadt ein ganz anderes Problem mit ihnen:
Die dort lebenden Paviane sind teilweise extrem aufdringlich. Seit die Tiere wissen, daß Menschen = Futter haben bedeutet, steigen die sogar in Wohnungen ein und in Autos auf Parkplätzen, insbesondere in Touristengegenden.
Die Tiere wissen genau, wo dort die Menschen dort Essen aufbewahren und holen es sich ganz einfach. Denn diese Art der Nahrungsbeschaffung ist leichter als die althergebrachte Art. Teilweise sogar ziemlich aggressiv und es ist sehr schwierig sie zu vertreiben.

Vielleicht haben deswegen auch viele Menschen etwas dagegen, Affen zu essen, denn es sind erstens intelligente Tiere und zweites sind sie uns ja ähnlicher als jedes andere Tier. Und das nicht nur entwicklungsgeschichtlich. Deswegen könnte ich auch, wissentlich, keine Affen essen. Diese Aussage nehme ich allerdings zunächst einmal nur für mich in Anspruch unter der Bedingung, jederzeit genug Essen kaufen zu können.

Wie ich mich verhalten würde, wenn ich auf den Philippinen wohnte und nur sehr unzureichend Essen bekommen würde, weiß ich nicht. Aus Erfahrung weiß man ja, daß wenn der Hunger groß genug ist, man eine ganze Menge ißt, was man in Supermarktländern nie tun würde. Wahrscheinlich können wir uns nicht einmal annähernd in die Situation dieser Leute hineinversetzen, die wirklichen Hunger haben und deshalb Primatenfleisch essen müssen. Denn soviele Alternativen mag es in vielen Gegenden, wenn man wenig oder kein Geld hat, nicht geben? Und die Natur ist vielerorts schon zu kaputt um wieder wirklich Jäger und Sammler werden zu können...

Ich habe gar nicht gewußt, daß Affen in Gefangenschaft so aggressiv werden können? Also in dem Fall bin ich dann auch dagegen. Besser man versucht deren natürliche Lebensräume besser zu schützen?

Karsten

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Sonntag, 2. September 2007, 09:24

stefan,

der Unterschied Hund Katze resultiert eben aus der von Dir erwähnten Rudelbildung bei Hunden die einem Herrn gehorchen. Katzen tun dies nicht.

von mir aus könnten sie auch Katzensteuer erheben.
Pferde werden derzeit entweder als Nutz oder als Sporttiere gesehen.

Wenn jemand ordentlich einen Hund hält gibt es dagegen ja nichts einzuwenden. Doch wenn dann in einem Haus und Scheune 80 Hunde rumtrollen, teilweise lange Zeit zu unmöglichen Zeiten kläffen in unterschiedlichen Melodien und Lautstärken, dann ist immer ein Maß überschritten.

herpaworld

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Sonntag, 2. September 2007, 12:14

RE: Affenhaltung

Zitat

Originally posted by Karsten

Zitat

Original von otaw

In Afrika essen sie auch Affen - oder nicht?

(


Mag sein, daß sie in Afrika auch Affen essen. Dort haben sie aber, besonders unten in Kapstadt ein ganz anderes Problem mit ihnen:
Die dort lebenden Paviane sind teilweise extrem aufdringlich. Seit die Tiere wissen, daß Menschen = Futter haben bedeutet, steigen die sogar in Wohnungen ein und in Autos auf Parkplätzen, insbesondere in Touristengegenden.
Die Tiere wissen genau, wo dort die Menschen dort Essen aufbewahren und holen es sich ganz einfach. Denn diese Art der Nahrungsbeschaffung ist leichter als die althergebrachte Art. Teilweise sogar ziemlich aggressiv und es ist sehr schwierig sie zu vertreiben.

Vielleicht haben deswegen auch viele Menschen etwas dagegen, Affen zu essen, denn es sind erstens intelligente Tiere und zweites sind sie uns ja ähnlicher als jedes andere Tier. Und das nicht nur entwicklungsgeschichtlich. Deswegen könnte ich auch, wissentlich, keine Affen essen. Diese Aussage nehme ich allerdings zunächst einmal nur für mich in Anspruch unter der Bedingung, jederzeit genug Essen kaufen zu können.

Wie ich mich verhalten würde, wenn ich auf den Philippinen wohnte und nur sehr unzureichend Essen bekommen würde, weiß ich nicht. Aus Erfahrung weiß man ja, daß wenn der Hunger groß genug ist, man eine ganze Menge ißt, was man in Supermarktländern nie tun würde. Wahrscheinlich können wir uns nicht einmal annähernd in die Situation dieser Leute hineinversetzen, die wirklichen Hunger haben und deshalb Primatenfleisch essen müssen. Denn soviele Alternativen mag es in vielen Gegenden, wenn man wenig oder kein Geld hat, nicht geben? Und die Natur ist vielerorts schon zu kaputt um wieder wirklich Jäger und Sammler werden zu können...

Ich habe gar nicht gewußt, daß Affen in Gefangenschaft so aggressiv werden können? Also in dem Fall bin ich dann auch dagegen. Besser man versucht deren natürliche Lebensräume besser zu schützen?

Karsten



das essen von wildtieren hat nachgewiesener maßen folgen (ich schau mal wo die wissenschaftlichen arbeiten dazu habe und poste die hier) HIV wurde, nachgewiesen durch Bushmeat auf menschen übertragen, SARS und die Vogelgrippe auch. darüber hinaus gibt es noch andere zoonosen die ohne probleme in veränderter (mutation) oder unveränderter form auf den menschlichen organismus übergfeifen können, wenn die die chance dazu haben. salmonellen seien als beispiel hier angefügt. nun gut, ich habe bereits an anderer stelle darauf hingewiesen, dass ich im grundsatz, nichts gegen proteinreiche nahrung (auch durch wildtiere, fisch ist ja letztendlich nicht anderes) habe. ich möchte nur davor warnen diese "speisegewohnheiten " der einheimischen mit armut gleichzusetzen. dem ist nur in extremem ausnahme fällen so. filipino verhalten sich (nicht nur) beim nahrungserwerb opportunistisch, was bedeutet, die nutzen alles was die irgendwie essen können, ohne an konsequenzen zu denken (da fehlt sicherlich auch die dazu notwendige bildung bei den meisten leuten hier).

nojo

ich habe zum thema hundeverordnung in deutschland auch meine kommentare, allerdings gehört das hier wohl nicht her.


so long
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Sonntag, 2. September 2007, 22:24

Mit den Aussagen zu AIDS wäre ich vorsichtig, da gibt es auch andere Ansätze.
SARS und Vogelgrippe, .... war es meineswissens eher der Kontakt und nicht unbedingt das Essen.

herpaworld

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Montag, 3. September 2007, 08:36

es wird immer und zu allem andere ansätze geben. fakt ist, HIV wurde von Apes auf den menschen übertragen, eine erklärung ist durch den verzehr von bushmeat.. an die andere form der ansteckung möchte ich garnicht drüber nachdenken.. ich hatte mich im übrigen auch verschrieben SARS ist ja die vogelgrippe... ich meinte BSE, auch wenn die durch domestizierte viecher übertragen wurde. beim verzehr von wildtiere spielen ohnehin ganz ander geschichte eine viel wahrscheinlichere rolle, da hats nematoden, lungenwürmer und vieles mehr... die betrachte ich als viel schwerwiegender in der masse betrachtet.


gruss
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Montag, 3. September 2007, 08:43

Ist schon ungewöhnlich,

in deinem Post erklärst Du selbst, an die andere Form möchte ich nicht denken. Es gibt aber auch ernstzunehmende Ansätze die die Mutation bei der Übertragung auf den Menschen ernsthaft bestreiten und dies anhand der Genanalyse begründen.

Aber bei Deiner Grundüberlegung bzgl. Affenhaltung gebe ich Dir recht. Diese sollten in der Wildnis bleiben und die Gefahren sind teilweise nur schwer abschätzbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »franky_23« (3. September 2007, 08:45)


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Montag, 3. September 2007, 13:42

ja franky,

bei der anderen form an die ich lieber nicht denken wollte.... naja, wenn daran denkt das das virus erstranging durch geschlechtsverkehr übertragen wird........ ich hoffe ich muss nicht deutlicher werden 8)

gehört zwar hier auch nicht hin, aber das HIV Virus mutiert eigentlich ständig, das macht seine bekämpfung ja gerade so schwierig. wir arbeiten hier sehr viel mit DNA Analysen. ich weiss nicht genau was es bringen soll, DNA von einem sich permanent verändernden ornanismus zu analysieren, mit der ausnahme diese mutationen festzuhalten und somit dokumentieren zu können.

nojo, wie du schon schreibst, ansätze, theorien, erklärungsversuche...

meine theorie zu dem thema kennst du, ich die deinige auch...



lieben gruß
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Montag, 3. September 2007, 14:18

Das mit der von Dir nicht anzusprechenden Form kann ich nachvollziehen.

Ich las in einem Ärztezeitschrift, dass es einige DNA sequenzen gibt, die auch eine nichtnatürliche Entstehungsweise hindeuten (belegen). Die Mutation ist davon unabhängig. Auch gibt es immer sehr viele Widersprüche, so z.B. dass es nur in einer Blutprobe von einem zweifelhaften Labor in Afrika angeblich aus den 50 er Jahren schon ein Virus nachgewiesen worden ist. Dies ist u.a. eine Standbein für die Hypothese der Übertragung von Tier/Mensch.

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Montag, 3. September 2007, 15:06

ja, da hast du recht, was die sache leider noch verkompliziert. irgendwie führen alle theorien beim typ-1 zum chimpansen zurück und beim typ-2 zu makaken, nun es gab auch andere theorien, die Times hat einen artikel 1987 veröffentlicht und geschrieben, das die WHO eine art verbindung zwischen einem impfprogramm und der AIDS epedemie. die geschichte war gesützt auf aussagen eines braters der weltgesundheitsorganisation (WHO). doch bereits damal waren die hinweise sehr schwach und wurden von Toni Curtis (1992), Edward Hooper (1999) und dem wistar institute in philadelphia (2000) wiederlegt. nun, es blieben die Hunter-theorie, wo ein fänger von einem infizierten Affen gebissenworden sein soll beim fangen, (recht unwahrscheinlich, aber im bereich des möglichen) und die Bushmeat Theorie übrigblieben. letztere ist logischer und auch einfacher zu belegen. durch den verzehr der niere soll (wahrscheinlich da unter laborbedingungen bereits dupliziert) der sogenannte simian immunodeficiency virus (SIV) in den menschlichen organismus übergegangen sein und die Aids epedemie in Humans gesartet haben soll.

wie bereits angedeutet, niemand weiss eigentlich nix, jeder schreibt und kann nichts mehr nachverfolgen da sich das virus zig mal verändert an nur einem TAG, im selben patienten:


"HIV differs from many other viruses as it has very high genetic variability. This diversity is a result of its fast replication cycle, with the generation of 109 to 1010 virions every day, coupled with a high mutation rate of approximately 3 x 10-5 per nucleotide base per cycle of replication and recombinogenic properties of reverse transcriptase.[67] This complex scenario leads to the generation of many variants of HIV in a single infected patient in the course of one day.[67] This variability is compounded when a single cell is simultaneously infected by two or more different strains of HIV. When simultaneous infection occurs, the genome of progeny virions may be composed of RNA strands from two different strains. This hybrid virion then infects a new cell where it undergoes replication. As this happens, the reverse transcriptase, by jumping back and forth between the two different RNA templates, will generate a newly synthesized retroviral DNA sequence that is a recombinant between the two parental genomes.[67] This recombination is most obvious when it occurs between subtypes."

die von mir angedeutete und nicht angesprochene form wäre die sexuelle, direkte interaktion zwischen einem chimpansen und einem menschen. auch das theoretisch möglich. sachen gibts die gibts garnicht. das wäre der direkteste weg und die am einfachesten zu erklärende übertragungsmethode.

wie ich schon sagte: Wildlife - Finger weg!
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49

Freitag, 7. September 2007, 13:10

Affentheater (mal wieder!)

und noch mal so eine affen geschichte als beispiel zum thema, heute passiert. leider war dies mal das tier am kürzeren ende. nachzulesen hier:

http://mariolutz.blogspot.com/2007/09/af…mal-wieder.html

beste grüße
Mario

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