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cathbad

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1

Donnerstag, 5. Juni 2008, 11:53

Wie es mich auf die Philippinen verschlug...

Hi,

ein Freund hat mir vor einigen Tagen gesagt, dass ich doch eigentlich meine Erlebnisse posten könnte. Wie es mich auf die Philippinen trieb und was ich so alles erlebt habe.

Die Geschichte von Biber hat mich auch dazu ermuntert, wobei ich nicht den Anspruch erhebe genauso fesselnd erzählen zu können wie er. In gar keinem Fall möchte ich zu ihm oder einem anderen in Konkurrenz treten.

Vor mehreren Jahren hatte ich mich, nachdem die Situation für mich unerträglich geworden war,von meiner EX getrennt und war ausgezogen. Zunächst sah alles nach einer friedlichen Einigung aus, was sich aber recht schnell änderte, als meine EX ihre Geldgier entdeckte und anfing mir Stück für Stück das Fell über die Ohren zu ziehen.

Was fing ich nach dem Auszug mit meiner Freiheit und der Zeit, die ich jetzt ja hatte, an? Um nicht in Trübsal zu versinken oder dem Suff zu verfallen, begann ich wieder Sport zu machen und beschäftigte ich mich mehr mit meinem Computer und dabei halt auch, wie kann es anderst sein, mit dem Internet.

Es ging gar nicht lange, bis ich herausfand, dass es ganz lustig und kurzweilig sein kann, rund um die Welt zu chatten. Die Eigenheiten der Leute ( natürlich der Mädels ) aus anderen Ländern und Kontinenten fand ich zum Teil recht belustigend vor allem aber interessant. Es war eine ganz neue Erfahrung mit einer US-Amerikanerin zu chatten und zu sehen, wie sehr sich doch ihre „Eigenarten“ von denen einer Afrikanerin unterscheiden. Von wegen prüde Amis...

Natürlich blieb es nicht aus, dass ich Unterhaltungen mit Mädels aus dem asiatischen Raum hatte.
Auch hier fielen mir enorme Unterschiede zwischen den Kulturen auf. Letztendlich blieben nur Chatfreundschaften aus Thailand und den PI übrig. Die Sprachbarrieren waren bei der Unterhaltung mit diesen Leuten nicht unüberwindlich für mich. Recht schnell war ich stolzer Besitzer eines nagelneuen Wörterbuchs, gelb und dick.
Nach dem schrecklichen Tsunami, der so viele Opfer gefordert hatte, verstummten meine Kontakte aus Thailand. Ich weiß bis heute nicht, ob sie unter den Opfern waren. Ich hoffe aber immer noch, dass die in der Folgezeit einfach nur andere Sachen im Kopf hatten, sprich wichtigeres für sie zu tun gab als in der Welt herumzuchatten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine längere Reise nach Thailand geplant.
Der Gedanke an die unzähligen Opfer dort, darunter womöglich meine Bekannten, ließ mich aber nicht los. Als ich in der Folgezeit auch noch einen Alptraum, der in diese Richtung ging hatte, war das Thema Thailand für mich erledigt.
Mancher mag sagen „so was doofes“, mir war schlicht nicht mehr danach. Ich konnte mich mit dem Gedanken Thailand zu besuchen, was sicherlich ein sehenswertes Land ist, einfach nicht mehr anfreunden.

Glücklicherweise hatte ich mir im Reisebüro nur eine Reservierung geholt und nicht fest gebucht.
Also ging ich hin und sagte, dass Thailand nicht mehr für mich in Frage kommt, ich aber trotzdem weg will. Wohin? Egal, Hauptsache weit weg, weit weit weg.
Neue Prospekte hatte ich recht schnell. Schöne, beeindruckende Angebote, tolle Landschaften, Traumstrände.
Recht bald hatte ich die Kataloge durch. Im Internat fand ich weitere Informationen. Die Vielfalt war enorm. Land, Leute, Kultur, bauliche Überbleibsel aus der Kolonialzeit, Essgewohnheiten so viel Neues von dem ich nichts oder nichts richtiges gehört hatte.
Was mir aber schnell ins Auge fiel war, dass die Preise im Internet zum Teil recht deutlich unter denen im Katalog lagen, zum Teil beim gleichen Objekt nicht wenig abwichen.

Einen Bekannten, der schon öfters in Asien unterwegs war, sprach ich darauf an. Er meinte es reicht einen Flug zu buchen. Hotels, Resorts kurzum ordentliche Unterkünfte findest du vor Ort allemal billiger und besser als von Deutschland aus sagte er.

Auf der Bank versuchte ich dann Euros in Landeswährung umzutauschen, um gleich Geld zur Verfügung zu haben. Fehlanzeige, PHP gibt es nicht. Also US-Dollars, US-Travellerschecks und Euros eingepackt. Klar natürlich auch die Masterkarte und die Maestokarte. Ich wollte ja nicht auf dem trockenen sitzen und hungern müssen, so weit fort von der Heimat.

Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und buchte nur einen Flug nach Manila. Mit Emirates,
die erste Flugreise in meinem Leben, dabei einen Aufenthalt in Dubai. Ich, der ich bisher noch nie ausser Sichtweite der deutschen Grenze auf fremdem Boden war, kein Hotel gebucht, nicht wissend was auf mich zukam. Ein flaues Gefühl hatte ich schon.


Grüße

Cathbad
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Carabao

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2

Donnerstag, 5. Juni 2008, 13:24

RE: Wie es mich auf die Philippinen verschlug...

Hi cathbad,

ich freue mich auf Deine Story und bin gespannt, wie es Dir in den ersten Tagen nach deiner Ankunft ergangen ist.

LG Carabao

SEA

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3

Donnerstag, 5. Juni 2008, 15:45

Hi cathbad,

wenn Du irgendwie noch die Chance hast Thailand zu besuchen, dann
versuche es. Du könntest auf Deinem Rückflug einen Stopover in
Bangkok machen.

Dann kannst Du persönlich beide Länder vergleichen.

Ich habe auf den Phil. Leute getroffen, die niemals in Thailand waren
und sich auf den Phil. ein Haus bauen liesen.

Für den einen oder anderen wäre bestimmt Thailand die erstere Wahl
gewesen, wenn sie nur zumindest einmal in ihrem Leben Thailand
gesehen hätten.

Manchen bevorzugen Thailand, manchen die Philippinen.
Beide Länder sind spitze.

Aber einmal Thailand zu sehen ist ein absolutes Muss als Südostasienreisender

Gruss

SEA

cathbad

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4

Freitag, 6. Juni 2008, 06:31

Hi SEA

keine Frage, dass Thailand auch ein sehenswertes Land ist.
Für mich kam es damals aus den geschilderten Gründen nicht in Frage.
Mag zwar eine für manchen unverständliche Reaktion meinerseits gewesen sein, mir wars damals einfach nciht mehr danach.
Für die Zukunft schließe ich aber nicht aus , doch einmal Siam zu besuchen.

Cathbad
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Biber

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5

Samstag, 7. Juni 2008, 01:32

RE: Wie es mich auf die Philippinen verschlug...

Zitat

Original von cathbad
Hi,


Die Geschichte von Biber hat mich auch dazu ermuntert, wobei ich nicht den Anspruch erhebe genauso fesselnd erzählen zu können wie er. In gar keinem Fall möchte ich zu ihm oder einem anderen in Konkurrenz treten.


Cathbad


Ach wat,
Schreib einfach drauf los, freue mich auf deine Story.

Und lieber cathbad,
genau das macht das Forum so interessant, jeder hat doch seine Erlebnisse auf unterschiedlicher Art und Weise und hat doch die Möglichkeit es hier auf seinen Stil es rüberzubringen.

Mutig fand ich es vor allem von Kaithoma und Carabao, die beiden die als erstes ihre Storys aufgschrieben haben.

und auch Du wirst zu Deinen besonderen Stil finden.

Gruß der Biber

cs-dino

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6

Samstag, 7. Juni 2008, 06:46

RE: Wie es mich auf die Philippinen verschlug...

Zitat

Original von cathbad
Hi,
Die Geschichte von Biber hat mich auch dazu ermuntert, wobei ich nicht den Anspruch erhebe genauso fesselnd erzählen zu können wie er. In gar keinem Fall möchte ich zu ihm oder einem anderen in Konkurrenz treten.
Cathbad


schreibe Deine Erlebnisse so wie Du sie empfunden hast, und
Du wirst eine dankbare Leserschaft hinter Dir haben. So wie wir
alle Biebers Storie ungeduldig erwarten, wird es uns mit Deiner
bestimmt auch ergehen.
Gruß
cs-dino

cathbad

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7

Dienstag, 10. Juni 2008, 09:03

Hi

Danke für die Zusprüche.

Das macht mir Mut weiterzumachen.

--- 2 ----

Dann kam der große TAG. Ich saß das erste mal in einem Flugzeug.
Die 777 / 300 rollte in die Startposition. Als der Pilot bei „angezogener Handbremse“ die Drehzahl der Turbinen erhöhte, fing die ganze Kiste an zu beben. Klasse... Danach der Start. Das erste Mal fühlte ich die enormen Kräfte bei der Beschleunigung. Hui... Im Steigflug eine Linkskurve, so daß ich durch das gegenüberliegendeKabinenfenster die Heimaterde sehen konnte. Na ja....
eine absolut neue Erfahrung für mich.

Als die Flughöhe erreicht war, begann die Crew damit die Fluggäste mit Getränken und Essen zu versorgen. Eine echt nette Mannschaft trotz meines holprigen englisch freundlich und immer ein nettes Lächeln. Sie bemerkten bestimmt, dass ich Neuling war.
Auf dem Monitor verfolge ich die Flugroute. Kirkuk, Bagdad, Najaf, Basra, erscheinen in der Anzeige. Da will ich aber nicht hin. Muss nicht sein. Zu meiner Beruhigung fliegt der Pilot eine Kurve. Kuwait City erscheint auf der Anzeige, ich bin beruhigt.

Nach den Landung in Dubai wurde ich zusammen mit den übrigen Fluggästen per Bus übers Flugfeld zum Hauptgebäude gefahren. Ich machte die Erfahrung, dass es trotz der Nachtzeit, es war um 04.30 Uhr morgens, doch ziemlich warm ist. Im Flugzeug lief die Klimaanlage, draußen alles um einiges wärmer, fast heiß. Selbst der Betonboden strahlt noch merkbar Hitze ab.
Das Flughafengebäude ist riesig. Die vielen Shops im Erdgeschoss, darüber die Gates und eine Menge Restaurants, ich bin von den vielen Eindrücken überwältigt und laufe die ganze Zeit hin und her. Schaue hier, staune dort. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen während dem Aufenthalt in Flughafen in einer ruhigen Ecke etwas zu dösen, aber ich kam nicht dazu, zu viele Neues überwältigten mich.

4 Stunden später ging es weiter.
Wenn beim ersten Teil meiner Reise viele Europäer mitflogen, waren es jetzt , ist ja eigentlich auch logisch, zumeist Filipina/o. Viele Plastikbeutel, Kartons, eine Unmenge Handgepäck, in Papier eingepackt und verschnürt. Erstaunlich, was sie so alles als Handgepäck mitschleppen.
Viele von ihnen sitzen auf ihren Plätzen und machen die Augen zu, schlafen während der ganzen Reise. Phantastisch, ich kriege immer noch kein Auge zu. Ich schaue einen mir bekannten Zeichentrickfilm in arabischer Sprache an. Verstehen kann ich die Dialoge nicht, aber die Zeit geht rum. Die Augen wollen mir einfach nicht zufallen.

Über der Arabischen See eine Durchsage des Piloten, ich verstehe sie nicht richtig aber die Crew
packt schnell die Getränkewägen weg. Wenig später fängt das ganze Flugzeug an zu wackeln ähnlich einem ungefederten Heuwagen auf einem schlechten Feldweg. Ich schaue aus dem Fenster und sehe, dass sich die Tragflächen auf und ab bewegen wie die Flügel einer altersschwachen Taube. Wieder mal Uiiiii..... Mein nächster Blick geht auf das Display auf dem die Flughöhe mit über 30 000 ft angezeigt ist. Wenn jetzt ein Teil von der 777 abfällt, egal was, die Landung wird verpatzt, kommt mir in den Sinn. Na ja, ich kann die Kiste nicht zusammenhalten, schaun wir mal. Kein Uiii mehr, bringt eh nichts.

Über Indien wird’s dann ruhiger. Jetzt wieder ein Stück Meer, dann Thailand, Kamboscha, Vietnam. Der Pilot fliegt eine Rechtskurve, Luzon kommt näher. Die Crew verteilt noch die Reste der Bordverpflegung und wenig später beginnt der Sinkflug.

Ich sehe die ersten Inseln in traumhaft blauem Wasser. Wo befinden wir uns eigentlich jetzt gerade?
Ich versuche mich an die zu Hause gekaufte Landkarte zu erinnern und die Gegend unter mir einzuordnen, schaffe es aber nicht.
Die Farbe des Wassers verändert sich, sieht mehr und mehr trüb aus, in Küstennähe abgesteckte Wasserflächen, immer mehr kleine Häuser, eine breite , der Küste bzw dem Ufer entlangführende Straße. Sie ist elend lang und voller Autos. Weiter weg die ersten Hochhäuser. Der Pilot fliegt anscheinend eine „Ehrenrunde“. Hügel, Häuser, Straße ein riesiger Binnensee sind zu erkennen. Sein Wasser hat die Farbe einer Pfütze nach einem Starkregen. Das alles sehe ich und staune, bin fasziniert von den vielen neuen Eindrücken.

Schließlich die Landung. Schon beim Ausrollen des Flugzeugs kommt Leben in die Passagiere. Die Schläfer erwachen und das ganze Flugzeug ist erfüllt vom Lärm sich einloggender Handy. Ich erinnere mich an das was ich vorher gelesen haben. Jeder Filipino, jede Filipina hat mindestens ein Handy und benutzt es unentwegt. Stimmt.
Irgendwie macht sein ein Glücksgefühl in mir breit, gemischt mit der Ungewissheit, was mich alles erwartet.

Danach gings am Gepäckband vorbei zur Immigration und zum Zoll. Überall freundlich lächelnde Gesichter. Lediglich der Herr von der Immigration schien etwas gestresst. Der Zoll interessiert sich überhaupt nicht für mich.
Da stand ich nun in meinem warmen Sweatshirt, schließlich wollte ich ja von der Aircon im Flugzeug keine Erkältung bekommen. Gegen Zugluft war ich schon immer empfindlich.
Jetzt wurde mir recht schnell warm. Ich begann heftig zu schwitzen in meinem Shirt, mit dem Backpack auf dem Rücken und Koffer hinter mir her schleppend.. Überall wieder nur freundlich lächelnde Menschen. Jede Wette, sie sahen mir den Neuling an. Mir war das egal, mein Kopf war voller neuer Eindrücke.
Nach dem Verlassen des Flughafengebäudes brauchte ich eine Weile, bis ich die Flughafentaxies fand. Schließlich ging auch das gut und ich war auf dem Weg in die Stadt. Der Fahrer fragte mich wohin ich will. Ein ruhiges ordentliches Hotel, zu akzeptablem Preis, war meine Antwort. Woher ich komme wollte er als nächstes wissen. Aus Deutschland. Er sagt er heißt Wilhelm. Ah ja, William. No Wilhelm. Er zeigte mir seien Ausweis. Tatsächlich Wilhelm. Sein Vater hatte einen deutschen Freund, einen Seemann, mit diesem Namen und so kam er dazu erklärte er mir. So verlief die ca 50 Minutige Fahrt recht kurzweilig und ich hatte einen ersten Bekannten in diesem sonst für mich so fremden Land.

Wilhelm bot sich als Fahrer und Guide an, was ich gerne annahm. Wir verabredeten uns für den nächsten Vormittag, nach dem Frühstück, allerdings ohne Zeitabsprache.
Als ich, überzeugter Frühaufsteher, am nächsten Morgen aufgewacht war, geduscht und frische Kleider angezogen hatte, ging ich in die Lobby des Hotels. Die Küche war noch zu, aber Wilhelm war da. Also setzten wir uns an einen Tisch und warteten auf das Frühstück. Die Zeit nutzten wir um Pläne für den TAG zu machen und über den Preis seiner Serviceleistung zu reden. Wir wurden uns schnell einig. 20 € für Auto, Fahrer und Sprit schien mir angemessen und fair.

Nach dem Frühstück zogen wir los. Manila Cathedral und Fort Santiago waren die ersten Ziele.
Toll, im Fort Santiago kann man ja fast überall hingehen. Kein Mensch interessiert sich dafür dass ich meine Taschenlampe auspacke, schließlich schleppe ich sie ständig in meinem Rucksack mit mir herum, und eine Treppe hinuntersteige in einen dunkeln unbeleuchteten Gang, der in einer großen Kasematte endet, Zu Hause hätte man mich schon längst eingefangen und zurückgetrieben. Wilhelm bremst mich. Er meint die unterirdischen Gänge sind nicht sicher. Er erzählt irgendwas von Getier.
Eine Fahrt in der Galesa durch Manila in der Rush-hour, am Rizal Park vorbei. Geile Sache. Das Pferd, es tut mir fast leid, so mager ist es, hält durch und keine Auto rammt uns, obwohl ich jedem, der uns überholt die Hand hätte schütteln können ohne meinen Arm ganz auszustrecken. Ein Hähnchenessen bei Max's in Baclaran schloss sich an. Lecker, ich kann nicht genug bekommen.
Wilhelm ist immer dabei und erzählte an einem Stück. Natürlich hat er auch mitgegessen.
Sein Handy empfängt unzählige SMS. Er schaut kurz drauf und antwortet. Er schreibt einhändig blind, ohne hinzuschaun . Sowas hab ich ja noch nie gesehen.
Zwischenzeitlich weiß ich, das Filipinas das noch viel besser können. Ich brauch immer noch beide Hände und muss auf das Display schaun.

Den Abschluß des Tages bildete ein Bummel über den Baywalk nach Einbruch der Dämmerung. Genial. Die vielen Buden, viele verschiedener Gerüche, die Beleuchtung. Alles ist so viel bunter , lebhafter als zu Hause.
Wir kaufen meine erste Ananas. Der Verkäufer schält und zerlegt sie in mundgerechte Stücke und fragt ob er was drauftun soll. Er zeigt auf eine Dose mit weisem Pulver. Zucker denke ich und nicke. Wilhelm grinst. Wir gehen ein Stück und setzen uns auf die Hafenmauer, öffnen die Tüte mit der Ananas und greifen hinein. Was ist denn das für ein Geschmack. Sch... das war kein Zucker. Salz! Wilhelm grinst noch breiter. Ich versuch es mir nicht anmerken zu lassen und greife weiter zu. Nach dem dritten Stück gewöhne ich mich daran. So schlecht schmeckt das eigentlich gar nicht.
Anschließend fuhr mich Wilhelm wieder ins Hotel zurück. Alleine hätte ich den Rückweg nie und nimmer gefunden.

In den folgenden Tagen zeigte er mir die Stadt, viele Sehenswürdigkeiten und Plätze wo man lecker essen konnte.
Seine Ortskenntnis kam mir sehr zu statten. Alleine unterwegs hätte ich vieles nicht gesehen weil einfach nicht gefunden.
Beim Einkaufen auf dem Markt, oder besser gesagt dort wo es keine Preisauszeichnung gab, war Wilhelm bares Geld wert. Wir gingen vobei, er etwas abgesetzt, ich schaute mir an was ich wollte und ging weiter, nachdem ich ihm ein Zeichen gegeben hatte. Danach kaufte er zu Filipino-Preisen, die erheblich niederer waren als die Touri-Preise, die man von mir vorher gewollt hatte.
Meine Einsparungen waren beachtlich. Allerdings habe ich dieses Geld dann doch wieder in Ausflugsfahrten mit Wilhelm investiert, wodurch er auch was davon hatte.

Natürlich habe ich auch Chatbekanntschaften getroffen. So manche hat sich dadurch die persönlichen Gespräche schnell erledigt, wenige, sehr wenige andere haben sich vertieft.
Nicht selten waren wir dann auch zu dritt unterwegs, wobei sich Wilhelm dann dezent im Hintergrund heilt.

Bars? Nein, in Bars war ich nicht. Das ist nicht mein Ding. Viel lieber besuche ich Sehenswürdigkeiten oder stehe mitten in der Nacht auf, um rechtzeitig einen Sonnenaufgang über dem Meer zu sehen. So ein Ereignis begeistert mich. Klar die Sonnenuntergänge auch, ob am Meer oder in den Bergen. Das ist es. Dafür mache ich den weiten Weg gerne.


Cathbad
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Biber

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8

Dienstag, 10. Juni 2008, 20:39

Hey cathbad

schön detailliert geschrieben.
Du hast ja richtig Glück gehabt mit Wilhelm, den hätte ich damals auch gebraucht.

Biber

Caly21

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9

Mittwoch, 11. Juni 2008, 04:28

Hallo Cathbad,

danke fuer die super Story! Ich mag den Weg wie Du schreibst (vielleicht weil mich Deine Erfahrungen stark an meine erinnern)

Habe heute nen Sch... TAG hier im Office, aber die Story hat mir den TAG den doch aufgehellt und mich auf meine ersten Erfahrungen hier zurueck erinnert!

Hoffe in den naechsten Wochen noch die eine oder andere Erfahrung hier lesen zu koennen

Beste Gruesse

Caly21

kaithoma

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Mittwoch, 11. Juni 2008, 10:35

hallo cathbad
danke fuer deine story.... warte neugierig auf die fortsetzung....
gruss
kai
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cathbad

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Mittwoch, 11. Juni 2008, 10:41

Hi Leute,

ich muss mich bei Euch bedanken.

Mit so vielen netten Reaktionen hätte ich nicht gerechnet.
Wenn mein Freund mich nicht darauf gestoßen hätte, wäre ich nie auf die Idee gekommen
unsere Geschichte hier zu posten.
Danke nochmals

cathbad und sunshine
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cathbad

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12

Freitag, 13. Juni 2008, 08:49

Hi....

--- 3 ---

Viel zu schnell gingen die 21 Urlaubstage vorbei und ich musste wieder zurück.
Es war eine sehr schöne Zeit für mich gewesen mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und einer Menge neuer Freunde und Bekannte. Ich hatte Sachen gegessen, von denen ich nicht einmal gewusst hatte, dass es sie gibt, Dinge gesehen, die ich nicht für möglich gehalten hatte, Landschaften bereist, die ich nur aus Filmen oder Reportagen kannte.
Maila selbst ist schon enorm, aber die Landschaften um Puerto Galera, Mindoro, das Wasser dort,empfand ich als genial.
Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute hat mich beeindruckt. Trotz der Armut hatten sie immer ein Lächeln und waren bereit einem Fremden weiterzuhelfen. Das Land und seine Menschen hat einen bleibenden Eindruck in mir hinterlassen. Am Rückreisetag war mir eines klar, ich werde zurückkommen.

Wieder daheim holte mich die Realität recht schnell wieder ein.
Gleich am ersten TAG musste ich nach der Ankunft noch Lebensmittel kaufen, mein Kühlschrank war leer. Bei Feinkost-Albrecht, an der Kasse, wo ich als Dritter anstand, wurde ich mehrfach von einem hinter mir wartenden Einkaufswagen angerempelt. Ein mal, das kann ja vorkommen, zwei mal, vielleicht aus Versehen auch noch. Beim drittem Mal drehte ich mich um und schaute in die gestressten Gesichter eines Rentnerehepaars, gehetzt von der ihnen noch verbleibenden Zeit, ging es ihnen nicht schnell genug.
Das war mir drei Wochen lang in keine Mall, in keinem Shop passiert, obwohl sich dort hunderte Menschen mehr gleichzeitig aufhielten. Der heimatliche Alltag hatte mich wieder. Die Nüchternheit der Tretmühle des täglichen Lebens stand in einem krassen Verhältnis zu den traumhaften Tagen im Urlaub.

Woche reihte sich an Woche , Monat an Monat. Ich hatte nur eins im Kopf, die Philippinen.
Wieder und wieder schaute ich mir die mitgebrachten Bilder an. Ich nutzte jede Möglichkeit mit meinen dort lebenden Freunden zu chatten, alte Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.

In dieser Zeit meldete ich mich auch im Forum an und lernte Andere kennen, denen es ähnlich ging wie mir. Zwar hatte ich schon früher mitgelesen, aber nie recht verstanden was viele so faszinierte. Zwischenzeitlich wusste ich es und verstand was mich vorher nur verwunderte.
Es war mir in dieser Zeit möglich neue Ideen zu sammeln und Pläne zu schmieden, wohin ich reisen und was ich unbedingt noch sehen wollte. Meine Liste wurde immer länger. Schon bald wußte ich, dass das nie während einem Aufenthalt zu bewältigen ist.
In der Folgezeit habe ich Infos gesammelt, Berichte gelesen und Landkarten studiert.

Die Kontakte, zu meinen neuen Bekannten und Freunden sind in dieser Zeit nicht abgerissen.
Von den Mädels, mit denen ich anfangs gechattet hatte, ist letztendlich eine übrig geblieben. Eine süße Pinay, für mich DIE süßeste von allen. Es gibt so viele süße Filipina, aber sie ist der Hit. Vermutlich trifft jeder irgendwann eine Frau von der er sagt : genau die. Zumindest war es bei mir so. Ich war fündig geworden, obwohl ich überhaupt nicht gesucht hatte.
Unsere Kontakte vertieften sich und wir redeten irgendwann dann täglich miteinander. Gleich nach dem ich morgens aufstand war sie da. Abends, wenn ich von der Arbeit heim kam wartete sie schon.
Nie eine Frage nach Unterstützung oder irgendwelchen finanziellen Zuwendungen. Stets diese traumhafte Lächeln das Eisberge zum Schmelzen bringt.

So kam es, dass ich zu den ganzen Sehenswürdigheiten die die Philippinen zu bieten habe, eine wichtiger Grund wieder hinzufliegen dazukam. Ein Argument von süßen 5 ft.

14 Monate nach meiner ersten Reise war es wieder so weit. Ich machte mich zum zweiten Mal auf die Socken. Ich kaufte ein Ticket, wieder bei Emirates. Online, ohne direkte Beteiligung eines Reisebüros.

Diesesmal packte ich meinen Koffer völlig anderst als beim ersten Mal. Kein dünnes Jäckchen für kühlere Tage, keine Unmengen von Wechselwäsche, keine festen Schuhe, keine Regenjacke, bei den Außentemperaturen ist eh alles wieder ruck zuck trocken.. Dafür aber viele kleine Geschenke. Dinge, die ich auf meiner ersten Reise in den Malls nicht gesehen hatte. Schwarzbrot, Vollkornbrot, Stinkekäse, Schwarzwälder Schinken aber auch Haribo, Nutelle und Milka.
Aufs Geldwechseln verzichtete ich in der Heimat komplett. Keine US-Dollar, keine Reiseschecks, dafür aber Euros und wie beim letzten Mal auch, die Master- und Maesto-card..
Euros einige mehr, weil ich vor hatte Klamotten zu kaufen.
Ach ja natürlich auch Batterien für den Foto. Die, die ich auf der vorherigen Reise auf den PI gekauft hatte, waren einfach schwach.
Nicht vergessen einen Textilgürtel ohne Metallschnalle gleich anziehen. An jeder Flughafenkontrolle Gürtel aus der Hose, danach wieder anziehen weil die Hose rutscht, schließlich sind die Taschen der Cargojeans auch vollgestopft. Das ist mir zu viel. Also vorher ab zu Jack Wolfskin. Die hatten was ich suchte.


Cathbad
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cathbad

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13

Freitag, 13. Juni 2008, 09:01

Hi

Grad hab ich einen Anruf von der Ausländerbehörde bekommen

" Wir haben dem Visa-Antrag ihrer Frau zugestimmt "

.. es kommt noch besser....

" bereits gestern haben wir die Zustimmung an die Botschaft in Manila gemailt"


:yupi :yupi :yupi

Cathbad
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railman1967

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Beruf: IT Vertriebsassistent

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14

Freitag, 13. Juni 2008, 09:09

Zitat

Original von cathbad
Hi....

--- 3 ---

Viel zu schnell gingen die 21 Urlaubstage vorbei und ich musste wieder zurück.
Es war eine sehr schöne Zeit für mich gewesen mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen und einer Menge neuer Freunde und Bekannte. Ich hatte Sachen gegessen, von denen ich nicht einmal gewusst hatte, dass es sie gibt, Dinge gesehen, die ich nicht für möglich gehalten hatte, Landschaften bereist, die ich nur aus Filmen oder Reportagen kannte.
Maila selbst ist schon enorm, aber die Landschaften um Puerto Galera, Mindoro, das Wasser dort,empfand ich als genial.
Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute hat mich beeindruckt. Trotz der Armut hatten sie immer ein Lächeln und waren bereit einem Fremden weiterzuhelfen. Das Land und seine Menschen hat einen bleibenden Eindruck in mir hinterlassen. Am Rückreisetag war mir eines klar, ich werde zurückkommen.

Wieder daheim holte mich die Realität recht schnell wieder ein.

Diesesmal packte ich meinen Koffer völlig anderst als beim ersten Mal. Kein dünnes Jäckchen für kühlere Tage, keine Unmengen von Wechselwäsche, keine festen Schuhe, keine Regenjacke, bei den Außentemperaturen ist eh alles wieder ruck zuck trocken.. Dafür aber viele kleine Geschenke. Dinge, die ich auf meiner ersten Reise in den Malls nicht gesehen hatte. Schwarzbrot, Vollkornbrot, Stinkekäse, Schwarzwälder Schinken aber auch Haribo, Nutelle und Milka.
Aufs Geldwechseln verzichtete ich in der Heimat komplett. Keine US-Dollar, keine Reiseschecks, dafür aber Euros und wie beim letzten Mal auch, die Master- und Maesto-card..
Euros einige mehr, weil ich vor hatte Klamotten zu kaufen.
Ach ja natürlich auch Batterien für den Foto. Die, die ich auf der vorherigen Reise auf den PI gekauft hatte, waren einfach schwach.
Nicht vergessen einen Textilgürtel ohne Metallschnalle gleich anziehen. An jeder Flughafenkontrolle Gürtel aus der Hose, danach wieder anziehen weil die Hose rutscht, schließlich sind die Taschen der Cargojeans auch vollgestopft. Das ist mir zu viel. Also vorher ab zu Jack Wolfskin. Die hatten was ich suchte.


Cathbad


Genau so ging es mir auch und genauso bereite ich mich auch auf die Reise vor. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

P.S. Nutella und Stinkekäse immer im Koffer mit einchecken, nie ins Handgepäck (zählt so absurd es klingt zu Flüssigkeiten und wird von den LuSis hier am Flughafen entsorgt)
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Brot kann schimmeln...und was kannst Du ?



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15

Freitag, 13. Juni 2008, 09:12

Zitat

Original von cathbad
Hi

Grad hab ich einen Anruf von der Ausländerbehörde bekommen

" Wir haben dem Visa-Antrag ihrer Frau zugestimmt "

.. es kommt noch besser....

" bereits gestern haben wir die Zustimmung an die Botschaft in Manila gemailt"


:yupi :yupi :yupi

Cathbad



Glückwunsch cathbad,
ich freue mich auch für dich :yupi


lg
nobi ;)

PS: früher als ich noch meine Canon Powershot hatte verfluchte ich auch diese schwachen Batterien die es im 7/11 gab,
hab mir dann im SM Robinson eine Ladestation von Energizer + 2500mAh Akkus gekauft, .... die haben lange gehalten !
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Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
Ich hab nun halt eben keine Lust, mit Moralaposteln zu diskutieren!

andreg

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16

Freitag, 13. Juni 2008, 12:26

Zitat

Original von cathbad
Hi

Grad hab ich einen Anruf von der Ausländerbehörde bekommen

" Wir haben dem Visa-Antrag ihrer Frau zugestimmt "
....

:yupi :yupi :yupi

Cathbad


Hallo Cathbad,

Gratulation, und Euch alles Gute!

Danke für Deinen spannenden Bericht, freue mich auch auf die Fortsetzung.

Freundliche Grüsse,

André

cathbad

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Freitag, 13. Juni 2008, 20:10

Hi

ganz kurz eine Zwischeninfo bzw. Zusammenfassung:

Feitags kam der Info vom Standesamt dass das Ergebnis der Urkundenüberprüfung aus Manila eingetroffen ist.
Am darauffolgenden Mittwoch war es bei der Ausländerbehörde.
Heute , wieder Freitag kam die Info, dass dem Visanatrag zugestimmt wurde und bereits gestern, also am Donnerstag, die Zustimmung nach Manila gemailt wurde.

Geile Sache.

So wie ich es sehe, bin ich den richtige Weg gegangen.
Rechtzeitig Kontakt aufnehmen und in aller Ruhe reden und auch mal einem Kompromiß zustimmen.

Cathbad
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Biber

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Freitag, 13. Juni 2008, 21:59

Oh super, es geht vorwärts bei Dir. :yupi
und Du kommst mit den ganzen Behördenkram schnell weiter.

Deine Story liest sich gut, viele der Kleinigkeiten die Du gut rüberbringst, hatte ich auch so empfunden, die selben Fehler gemacht.

Also weiter gehts

Biber

cathbad

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19

Samstag, 14. Juni 2008, 07:02

Danke Biber,

ehrlich gesagt find ich deine Geschichte viel spannender als meine Erlebnisse.
Wenn ich eure Abenteuer lese kommt mir mein Leben wie trister Alltag vor.

Übrigens hast du eine tollen Job. Von sowas kann ich als Büromensch nur träumen. Ständig draußen in der Natur, genial.

Cathbad
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Biber

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Samstag, 14. Juni 2008, 09:19

Zitat

Original von cathbad

Übrigens hast du eine tollen Job. Von sowas kann ich als Büromensch nur träumen. Ständig draußen in der Natur, genial.

Cathbad


Hatte lieber Cathbad, ich hatte einen guten Job.

Das Leben in der Province auf den Philippinen oder auf dem Lande hier in D. ist viel Abwechslungsreicher, mit viel Gestaltungsmöglichkeiten und bedeutend mehr Bewegungsfreiheit als in der Stadt.
Wichtig ist nur das genug Platz vorhanden ist, daraus resultieren ja auch unsere Erlebnisse.
Jetzt fehlt einfach noch genügend Geld um sich entsprechend weiterzuentwickeln.
Aber nun weiter zu Deiner Story, bin gespannt wie das sich weiterentwickelt.
Vielleicht kannst Du ja mal ein Foto von Deiner Geliebten reinstellen,
ist natürlich kein muß.

Gruß der Biber

cathbad

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Sonntag, 15. Juni 2008, 19:12

HI Biber,

mir ist nicht entgangen, dass du nicht immer auf Rosen gebettet bist.

Ist schon ein sch.. Spiel. Entweder ein zumindest halbwegs ordentlicher Job oder eine Traum in der Natur leben. Es müßte beides möglich sein, netter Job und den Traum, aber bitte zusammen.

Meine Sonnenschein kommt aus Paranaque City. Manchmal glaube ich für sie fängt die Provinz an wenn sie Baclaran verläßt. Mal sehen wie sich sich in den " unendlichen Weiten" des Südwestens fühlt.

Viel Viel Glück für die Zukunft.

Hier zwei kleine Bildchen von den süßesten Filipinas überhaupt. Es gibt viele, sehr viels Süße, aber die Beiden sind absolute Spitze
Mein Sonnenschein und das kleine Goldstück.

Cathbad
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Biber

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22

Sonntag, 15. Juni 2008, 19:39

Mein Kompliment, man sieht Du hast Geschmack,
das kleine Mädchen ist ja wirklich niedlich

Biber

cathbad

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23

Sonntag, 15. Juni 2008, 20:00

Hi,

Danke, aber diese Kompliment muss ich zurückgeben. Deine Herzdame ist auch klasse.

Das kleine Goldstück ist mein Patenkind.

Cathbad
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Dienstag, 17. Juni 2008, 07:56

Hi

4.

Am Abflugtag wurde ich am Flughafen in Frankfurt zwei mal mehr gefilzt. Anschließend warten aufs boarding. So langsam waren mir die Abläufe vertraut. Den Flug nahm ich dieses mal gelassener als beim ersten Mal. Kein Oohhh oder Uiiii dieses Mal.

In Dubai wurde immer noch umgebaut. Der Weg zur Einlasskontrolle ins Flughafengebäude war anderst geregelt als bei meiner ersten Reise. Noch immer gings von der Parkposition des Flugzeuges mit dem Bus zum Hauptgebäude.
Bei meinem letzten Rückflug hatte ich herausgefunden, dass der Sanitärbereich in der Nähe des Gate 38 menschenleer war. Der Toilettenbesuch in der zu dieser Zeit wenig besuchten Gebäudeecke, wo auch Platz und Ruhe genug war für einen Shirtwechsel, brachte eine gewisse Erleichterung mit sich. Obwohl ich kein Riese bin, empfinde ich die Kabinen in den Flugzeugen als recht klein und beengend.
Danach ging ich wieder durch den Komplex, schaute mich um, entdeckte und bestaunte die sich bietende Vielfalt. Die 4 Stunden Transferzeit vergingen um handumdrehn.

Die Etappe von Dubai nach Manila verbrachte ich wie bei meiner letzten Reise mit Filme schauen und Musik hören. Zwar verlief der Flug ruhiger, schlafen konnte ich dennoch nicht.
Nach der Landung der gleiche Ablauf wie schon zuvor. Auch dieses mal schaute der Herr der Immigration grimmig. Anscheinend gehört das zu seinem Job. Beim Zoll wurde ich durchgewunken. Das beruhigte mich , weil sich jede Menge Süßkram in meinem Koffer befanden. Es wäre mir nicht leicht gefallen all die Leckereien zu erklären.
Schnell hatte ich diesmal die Flughafentaxies gefunden. Man erwartete mich bereits. Wilhelm war da und, was mich sehr viel mehr freute, mein Sonnenschein.

Auf dem Weg zum Hotel kauften wir eine frischen Ananas aus der Gegend von Tagaytay, von dort kommen die süßesten und saftigsten sagt mein Sonnenschein. Diesmal ohne Salz, so sind sie mir dann doch lieber.
Die ersten Tage verbrachten wir in Manila, gingen einkaufen, waren zweimal bei Max's Hähnchen essen, saßen im Starbucks bei Robinsons. Wir hatten so viel zu erzählen.
In den Restaurants traf ich immer auf unverständliches Lächeln der Bedienung, wenn ich meine Getränke ohne Eis bestellte. Die Taxifahrer waren auch verblüfft über meine Bitte die Aircon nicht vollkommen auf „eiskalt“ zu stellen. Nach einem Aufenthalt im Freien , was immer mit schwitzen verbunden war, in ein eiskaltes Taxi zu steigen, ist mir sehr unangenehm und ich habe abends ein Kratzen im Hals.

Eine Besichtigung des Museums in der Nationalbank der Philippinen stand an einem der folgenden Tage auf dem Programm. Beginnend vom ersten Muschelgeld über verschiedenförmige kleine Metallbarren, Plättchen und Ringe, chinesische Münzen bis hin zu aktuellen Währungen aus aller Welt kann in dem Musem so ziemlich alles was mit Geld zu tun hat, besichtigt werden. Der Räume sind schön eingerichtet, in zeitlicher Reihenfolge geordnet und mit vielen begleitenden Erklärungen ausgestattet. Fotografieren ist verboten, die gebotene Informationsfülle macht das meiner Meinung nach wett.

Ein mehrtägigier Ausflug nach Pagsanjan, Laguna, war der nächste Höhepunkt.
Das uralte Stadttor, es dürfte aus der Spanierzeit stammen, ist sehenswert. Mein Spleen für altes Gemäuer, kam wieder mal durch.
Die am nächsten Morgen beginnende Kanufahrt über den Pagsanjan River zu den Falls übertraf jede meiner Erwartungen. Die Landschaft in dem M.Brando-Film ist ja beeindruckend dargestellt, aber in einem Boot genau diesen Fluß hinaufzufahren ist überwältigend. Mitten drin, entgegen der Strömung hinaufgerudert zu werden, vorbei an riesigen im Fluß liegenden Felsen, links und rechts die unendlich hoch scheinenden Felswände, mit allerlei Pflanzen bewachsen, zum Teil so hoch, dass fast kein Sonnenlicht an die Wasseroberfläche kam, wow... .Ich war platt.
Die beiden Bootsführer hatten eine harten Job. Etwa auf der Mitte der Strecke ist ein Rastplatz, an dem sie anhielten. Da dort über offenem Feuer gegrillte Hühnerteile angeboten wurden, lud ich die Jungs ein. Sie hatten sich das wirklich verdient.
Ein Stück weiter, auf einem etwas ruhigeren Flußteil, versuchte eine Art Leguan, grün und ca 50 cm lang, unserem Boot die Vorfahrt zu nehmen, aber er kam dem vorne rudernden Filipino zu nahe und landete ums rumschaun in dessen Plastiktüte.

Auf der ganzen Fahrt waren immer wieder auf Steinen oder an Auswaschungen am Ufer Schildkröten oder Reptilien zu sehen, die beim Näherkommen aber abtauchten und das Weite suchten. Die Plastiktüt des Ruderers füllte sich nicht weiter.

Am Ende des Pagsanjan Rives gibt es die Möglichkeit auf einem Bambusfloß sitzend, durch den Wasserfall in eine dahinter gelegene Höhle geflößt zu werden. Sagenhaft, diese Erlebnis.
Beim Absteigen von dem Floß rutschteich , da ich barfuß war, auf dem unter Wasser liegenden Fundament aus und fiel ins Wasser. Sofort waren hilfsbereite Filipino da, aber ich war bereits wieder dabei auf das Floß zu klettern. Ich hatte mir nur ein wenig das Schienbein aufgeschürft. Nass war ich ja bereits vorher.

Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann wieder in dem Boot den Fluß hinunter. Dieses mal deutlich schneller als auf dem Hinweg.
Insgesamt war diese Fahrt eine der beeindruckendsten Erlebnisse dieser Reise. Schade nur, dass es einige Tage vorher geregnet hatte und so das Wasser recht trübe war.
Trotzdem diesen Ausflug kann ich nur empfehlen, am besten mit rutschfesten Schuhen.

Wir besuchten auch noch den in der Nähe gelegenen Japanese Garden, eine Gedenkstätte für einen Japanischen General, und den nicht all zu weit weg befindlichen Stausee.

Zurück in Manila begannen die Planungen für den nächsten Ausflug. Wir wollten Corregidor zu besuchen. Ein eintägiger Ausflug dort hin war über eine Agentur schnell gebucht. Während wir später am Hafen auf die Abfahrt warteten, sah ich dass die Ausflüge, es werden ein- und mehrtägige Touren angeboten, auch direkt an der Anlegestelle gebucht werden können.

Die Überfahrt zur Festungsinsel erfolgte auf einer Katamaran-Fähre. Ein für mich als Binnenmensch ein riesen Teil, das ordentlich Speed machte.
Während dieser Fahrt zeigte sich , dass mein Sonnenschein ein Herz für Tiere hat. Sie entschloss sich etwa auf halbem Weg spontan dazu die Fische in der Manila Bay zu füttern. Hierzu verteilte sie ihr bereits verzehrtes Frühstück, über die Wasseroberfläche und Teile des Decks. Die koreanischen Touris, die in Fahrtrichtung hinter uns an Deck standen, waren echt nett und machten blitzschnell ihre Plätze frei. Wirklich freundliche Leute die Koreander, immer ein Lächeln parat.

Bei der Ankunft auf Corregidor war alles wieder gut und wir begannen mit der Besichtigungstour. Mein Sonnenschein bekam langsam wieder Hunger, schließlich hatte sie ja nichts im Magen erklärte sie mir.
Eine Bussfahrt über die verschlungenen Inselpfade mit vielen interessanten Intergrundinformationen des Tourleiters. Der Bus war mehr ein größerer offener Jeepney.

Die Fahrt wurde durch Stops an verschiedener Befestigungen mit unterschiedlichen Geschützen unterbrochen. Stets begleitet durch die Erklärungen des Guide, Der Malinta Tunnel, ein riesiger unterirdischer ehemals von der Außenwelt/Außenversorgung unabhängiger Bunkerkomplex. Wer schon einmal ein Festungswerk der Maginot-Linie besucht hat, kann sich in etwa vorstellen, wie der Komplex auf Corregidor strukturiert ist. Malinta ist aber deutlich größer als die im Elsaß zu besichtigenden Bunker.
An zentraler Stelle der Insel die Ruinen der gigantischen Hauptkasernen in deren Nähe ein Museum eingerichtet ist, überall Reste von Bunkern, Befestigungen und Artilleriestellungen. Ich war begeistert.
Der Besuch des spanischen Leuchtturms auf Corregidor rundete nach einem leckeren Essen die Tour ab.

Was mich bewegte war die Info des Guid, dass immer noch, nach so langer Zeit, wenn es durch Starkregen zu Erdrutschen kommt, immer wieder bis dahin unbekannte japanische Unterstände mit toten Soldaten gefunden werden.

Als belustigend empfand ich die Erzählung des Tourleiters wonach einfallsreichen Filipino, als die Amerikaner die Philippinen von den Japanern befreit hatten, eines der riesigen Artilleriegeschütze an den Strand und auf ein Floß schafften, dieses dann nach Manila ruderten und versuchten das demontierte Geschütz als Alteisen zu verhökern. Die Jungs haben doch echt Ideen.

Wieder in Manila planten wir sogleich die nächste Tour. Parish of St Joseph in Las Pinas, die Bambus-Orgel. Schon beim Betreten der alten Kirche war ich von dem Gebäude beeindruckt. Die Kirche ist nicht sonderlich prunkvoll ausgestattet, eher spartanisch. Dennoch beeindruckte mich das etwas düstere mit alten, abgenutzten Holzbänken ausgestattete Kircheninnere.
Einen der Guards fragte ich ob es möglich ist ein paar Fotos von der Orgel zu machen. Er sagte dass das ok ist und erzählte, dass die Orgel trotz ihres enormen Alters immer noch in Betrieb ist und zu besonderen Gelegenheiten gespielt wird.

An einem der folgenden Tage besuchten wir den Zoo in Manila. Wer bei dieser Einrichtung europäischen Standard erwartet, wird enttäuscht sein. Tierhaltung und Pflegezustand entsprechen nicht vergleichbaren europäischen Einrichtungen.
Fairerweise muß ich aber sagen, dass es den Tieren dort immer noch besser geht als manchem armen Filipino außerhalb.

Zum Abschluß dieser Reise verbrachten wir noch wenige Tage in Batangas, Matabunkay Beach.
Bis danhin wußte ich nicht, dass die kleinen Lizzards so einen Lärm machen können.
Es waren viel zu wenige Tage und sie gingen viel zu schnell vorbei.
Hier trank ich das erste Mal die Kaffee, der in dieser Provinz angebaut wird. Ich war total begeistert und frage seit diesem Zeitpunkt immer nach philippinischem, genauer gesagt regional angebautem Kaffee. Damit stieß ich zumeist auf Unverständniss, weil die meisten Filipino glauben ihre inländischen Produkte sind nicht gut genug für Ausländer. Meine Antwort darauf ist dann immer, dass ich nicht so einen weiten Weg hinter mich bringe um Produkte zu konsumieren, die ich auch zu Hause haben kann. Auserdem schmecken die PI-Produkte viel besser. Meistens ist das Unverständniss dann noch größer.

Auch dieses Mal hatte ich die Möglichkeit neue Freunde kennenzulernen . Von einem Landsmann habe ich sehr viel über die philippinische Bürokratie gelernt. Durch seine Erläuterungen verstand ich anschließend die Unterschiede zwischen philippinischer und deutscher Bürokratie. Manche Reaktion deutscher Behörden, von der ich gehört hatte, erschien mir danach in einem ganz anderen Licht.

Ach ja zwischenzeitlich hatte ich auch ein kleines Patenkind. Spontan hatte ich mich dazu bereit erklärt die Patenschaft für ein kleines Mädchen zu übernehmen. Ein richtiges kleines Goldstück, dem ich mit geringem Aufwand zu einem besseren Leben verhelfen kann.

Viel zu schnell kam der TAG des Abschieds und ich musste zurück ins Arbeitsleben.


Cathbad
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Dienstag, 17. Juni 2008, 16:33

Zitat

Original von cathbad
schaute der Herr der Immigration grimmig. Anscheinend gehört das zu seinem Job. Beim Zoll wurde ich durchgewunken. Das beruhigte mich , weil sich jede Menge Süßkram in meinem Koffer befanden. Es wäre mir nicht leicht gefallen all die Leckereien zu erklären.

Cathbad


Du hättest ja anstatt es ihm zu erklären ihn einen Bonbon in den Mund stecken können. :D

Gut erzählt, warte mit Spannung auf der Vortsetzung

Biber

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Dienstag, 17. Juni 2008, 18:24

Zitat Cathbad:

Zitat

Corregidor........ sah ich dass die Ausflüge, es werden ein- und mehrtägige Touren angeboten, auch direkt an der Anlegestelle gebucht werden können.


Diesen Ausflug möchten wir auch machen. Von welcher Anlegestelle sprichst du? Um wieviel Uhr ging es los? Kann man die Tour auch in diversen Hotels buchen oder ist es da Abzocke? Wäre dir für Infos diesbezüglich dankbar...

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cathbad

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Dienstag, 17. Juni 2008, 19:26

hi joke31,

habe gerade meine Souvenierkiste durchgeschaut in der ich alle möglichen Belege sammle. Der Corregidor-Beleg war auf die Adresse der Reederei ausgestellt, Adresse in Pasay, hilft also nicht wirklich weiter.
Unmittelbar bei der Anlegestelle lagen einige Schnellboote der Navy, vielleicht ist das hilfreicher.

Die Hotels bieten die Fahrt auch an, Habe die Preise aber nicht im Kopf.
Ich würde beim nächsten Mal die 2-Tages-Tour nehmen.
Morgen frage ich meinen Sonnenschein, vielleicht erinnert sie sich.

Cathbad
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Mittwoch, 18. Juni 2008, 12:22

Zitat

Original von cathbad
Hi

Grad hab ich einen Anruf von der Ausländerbehörde bekommen

" Wir haben dem Visa-Antrag ihrer Frau zugestimmt "

.. es kommt noch besser....

" bereits gestern haben wir die Zustimmung an die Botschaft in Manila gemailt"


:yupi :yupi :yupi

Cathbad

:yupi :yupi :yupi
Herzlichen Glückwunsch!
Sehr gut geschrieben, cathbad. Auch ich finde bei Dir viele meiner ersten Eindrücke und Empfindungen wieder - und warte gespannt auf die Fortsetzung.
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cathbad

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Donnerstag, 19. Juni 2008, 09:43

Hi joke31

Die Anlegestelle ist hinter dem PICC, dem KulturZentrum.
Das PICC ist am Roxas Blv. Daneben geht eine Straße ab, an der gleich auf der rechten Seite Die Anlege Stelle mit dem Büro ist.
Damit es nicht zu Verwechselungen kommt, ich meine die Straße, die in Riochtung Meer geht.

Cathbad
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Donnerstag, 19. Juni 2008, 11:04

@Cathbad

Vielen herzlichen Dank für die Information!

Werde diese Tour sicher auch machen aber leider nur 1 TAG, da ich Hotel schon gebucht habe und nur 3 Nächte Aufenthalt in Manila geplant.

DANKE nochmals,

LG Joke31
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Freitag, 20. Juni 2008, 06:55

Hi,

gerade bekam ich ein text :yupi :yupi :yupi

Mein Sonnenschein bekam einen Brief von der Botschaft, sie soll hinkommen sich das Visa abholen.

:yupi :yupi :yupi

Cathbad
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Freitag, 20. Juni 2008, 07:56

Hi

5.

Nach meinem zweiten Besuch der Phippinen gab es kein Halten mehr. Es war wie eine Krankheit, ein ganz schlimmer Virus hatte mich befallen. Ich bekam die PI nicht mehr aus dem Kopf. Sie waren der erste Gedanke nach dem Aufwachen und der letzte vor dem Einschlafen. Mich hatte es gepackt.

Wenige Tage nach meiner Rückkehr setzte ich mich ans Internet und buchte den nächsten Flug. Der Reisetermin war 6 Monate später.
Die Zeit bis zum Abflug war eigentlich nur eine Pflichtübung. Zur Arbeit gehen und fleißig sparen waren meine Hauptbeschäftigungen. Zwei Flüge im gleichen Jahr, das ging nicht aus der Portokasse, Opfer musste ich da schon bereit sein zu bringen. Obwohl diese Ansparphase stellenweise doch hart war, das Ziel, das ich mir vorgenommen hatte war es mir allemal wert. Die einzigen Lichtblicke waren die vielen Stunden die ich mit meinem Sonnenschein chattete und die unzähligen Abende, in denen ich meine mitgebrachten Bilder anschaute und träumte.

Endlich kam dann der Abreisetag.
Dieses Mal hatte ich noch weniger Kleider im Koffer und dafür noch mehr Mitbringsel, größtenteils
Süßigkeiten und Kostproben von Lebensmitteln die es auf den PI nicht gab.
Der Flug war fast schon Routine. Ich hatte ja jetzt schon Erfahrung. Schlafen konnte ich immer noch nicht. Auch dieses Mal hatte der Aufenthalt in Dubai nichts von seiner Faszination eingebüßt. Am Flughafen wurde immer noch gebaut.

In Manila angekommen, der Herr von der Immigration schaute immer noch grimmig, wurde ich nach dem ich den Zoll passiert hatte, bereits erwartet. Glücklich schloß ich meinen Sonnenschein in die Arme. In diesem Moment war die Welt für mich wieder in Ordnung. Die ganze Sparerei hatte sich gelohnt.

Auf dem Weg zur Unterkunft kauften wir, wie das letzte Mal auch, eine frische Ananas. Oh wie ich diesen Geschmack vermißt hatte.
Am folgenden TAG war Verwandtenbesuch angesagt. Zwischenzeitlich kannten sie mich ja. Ob klein oder Groß alle waren begeistert von Gummibärchen, Lakritzschnecken, kurzum von der ganzen Haribo-Produkt-Palette. Wie es 5 zierliche Pinays, jede allerhöchstens 40 Kg schwer, in etwas mehr als einer Stunde schaffen eine ganze Plastiktüte voll mit Naschereien zu vertilgen ohne dabei weniger zu „schnattern“ oder gar aufzuhören zu texten ist mir heute noch ein Rätsel.
Dieses Land ist voller Geheimnisse.

An diesem Abend besuchten wir die Baclaran Church , die neben der Quiapo Church zu den mich am meisten beeindruckenden Kirchen behört. Viele Filipino sagen ja, dass Quiapo Kräfte hat. Soweit mich das betrifft, kann ich nur sagen die Kirche hat eine enorme Ausstrahlung. In der Baclaran Church empfinde ich eine angenehme Ruhe, in Quiapo Energie. Obwohl ich kein religiöser Mensch bin, fühle ich mich in diesen beiden Kirchen einfach rundum wohl.

Zwei Tage später nahmen wir einen Inlandsflug nach Legaspi. Nanay hatte gemeint, dass eine Busreise billiger wäre, woraufhin ich ihr erklärte, dass mein weicher Tourihintern nicht mit einem Bus kombiniert. Auch ein Touri-Bus machte da keine Ausnahme. Nanay lächelte. Sie fährt immer mit dem Bus merkt sie an und lächelt weiter. Ich bin ja auch schon Bus gefahren, bis nach Batangas, 4 Stunden lang, das war dann die Grenze der Belastbarkeit für mein Hinterteil. Nanay lächelt immer noch. Sie fährt den ganzen TAG durch bis nach Legaspi und schläft dabei sogar. Ob sie mich jetzt für ein Weichei hält?? Ihr Lächeln beantwortet diese Frage nicht eindeutig.

Vom Flughafen fuhren wir weiter nach Tabaco City.
Auf dem Weg dort hin besuchten wir die Daraga Kirche. Ein von außen betrachtet total verrußtes altes Gebäude von beachtlicher Größe. Die Launen des Mt. Mayon haben an der Außenseite der Kirche deutliche Spuren hinterlassen.
Einen Abstecher zur Cagsaua Ruine war der nächste Schritt. Obwohl nicht viel vom ursprünglichen Gebäude mehr zu sehen war, berührte mich dieser Ort. Nach den Ruinen zu urteilen muss es einmal eine große Anlage gewesen sein. Besonders an einer Stelle, neben den Resten des Glockenturms, bekam ich Gänsehaut. Bei einer Außentemperatur von um 35 ° ist das ein merkwürdiges Gefühl. Ich erlebte den Sonnenuntergang in der Cagsaua Ruine, den Mt Mayon im Hintergrund, wowwww.

Im Casa Eugenia , Tabaco City, ergatterten wir ein feines Zimmer mit direktem Blick auf den Mt Mayon. Am nächsten Morgen, den Vulkan vom Bett aus bei Sonnenaufgang zu sehen ist ein unbeschreibliches Gefühl.
Einen beeindruckenderen Berg , habe ich selten gesehen. Zu der Zeit „rauchte“ er noch fleißig vor ich hin, so daß er ständig sein „Aussehen“ veränderte. Der letzte große Ausbruch, der auch im Internet zu bestaunen war, lag wenige Tage zurück.
Wenn mich jemand auffordern würde den Mt. Mayon genau zu beschreiben, ich könnte es nicht. Er ist ein unheimlich beeindruckender Vulkanberg. Fahr selbst hin und nimm dir die Zeit ihn mit eigenen Augen zu betrachten wäre mein Rat. Zu meinem Glück machten wir eine Rundreise im Umland des Bergs so daß ich ihn von allen Seiten sehen konnte. Genial, einfach beeindruckend.

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen den Mt Mayon zu besteigen. Ok, wir sind mit dem Auto raufgefahren. Das hat aber das Erlebnis nicht geschmälert.
Aufgrund des vorherigen Ausbruchs konnte man nur bis zum Planetarium fahren. Selbst von dort aus bietet sich ein genialer Ausblick über die Gegend bis hin zur Tabaco Bay.
Mehr durch Zufall entdeckte mein Sonnenschein eine kleine, unscheinbare Steintreppe rechts neben dem Planetarium. Als wir die Stufen hinaufstiegen, zog hinter oder besser unter uns Nebel auf, so daß wir die nur wenige Meter entfernt befindliche Straße nicht mehr sehen konnten. Je höhere wir steigen, der Nebel „folgte“ uns. Komisch, dachte ich mir. Sachen gibt’s...
Am Ende der Treppe kamen wir an eine Kapelle, die an den Steilhang gebaut war. Ein großes weißes Kreuz stand in der Mitte des Areals, um das ein Kreuzweg führte. Rundum der Nebel, nur die Kapelle und der Kreuzweg waren frei davon.
Im Gebäudeinnern sind alle Heiligen der Region aufgestellt. Reihum, den Wänden entlang. In der Mitte ein großer Altar. Nicht die Heiligen selbst, sondern Figuren von ihnen selbverständlich.
Rosary Mountain, heißt der Platz, erklärte uns eine alte Frau, die nach einiger Zeit zu uns herankam.
Vorher glaubten wir allein zu sein. Es war niemand zu sehen gewesen. Mein Sonnenschein betete vor dem Altar und opferte Kerzen und eine Art Räucherstäbchen.
Daran anschließend gingen wir vor die Kapelle und stellten fest, dass sich der Neben komplett verzogen hatte. Sachen gibts....
Die Empfindungen speziell von Cagsaua und dem Rosary Mountain haben mich noch lange Zeit beschäftigt.

Am nächsten TAG ging die Fahrt nach Sorsogon, Bulusan. Die Strecke führte nahe der Küste entlang. Eigentlich wollten wir den dortigen Vulkan anschauen, der hüllte sich aber in dichte Regenwolken. Nachdem unser Fahrer eine Nachricht aufgeschnappt hatte, dass es eine Ausbruch-Warnung für den Vulkan gibt, hielten wir uns dort nicht so lange auf. Mein Sonnenschein textete einige Mal herum und bekam diese Meldung bestätigt. Nach einer Wanderung entlang des Bulusan Lake fuhren wir dann weiter in Richtung Sorsogon City und von dort zurück nach Tabaco. Die Natur entlang der Straße hatte ein Taifun kurz zuvor heftig duchgeschüttelt. Bäume, Sträucher, Telefonmasten aber auch einzeln stehende Hütten waren zum Teil erheblich im Mitleidenschaft gezogen. Ortschaften hatten , so sah es zumindest beim Vorbeifahren aus, weniger gelitten. Vermutlich hat die dichte der Bebauung dem Sturm weniger Angriffsfläche geboten
An den Fahrer waren wir übrigens durch Vermittlung von Wilhelm gekommen, ein Cousin von ihm, wie kann es auch anderst sein. So langsam keimte in mir der Verdacht, dass Filipino auf allen Inseln einen Verwandten haben.

Am nächsten TAG folgte ein Besuch der Kirche von Tiwi, Alaby (?) . Auch dieses Gebäude außen total verrußt. Der Mt Mayon beherrscht eindeutig und überall sichtbar die ganze Region.
Am Nachmittag flogen wir zurück nach Manila.

Den Abschluß dieses Urlaubs bildete noch ein schöner TAG im 8 Waves Waterpark, San Rafael, Bulacan.

Viel zu schnell ging diese schöne Zeit vorbei. Oh, ich mag die Zeit der Heimreise überhaupt nicht. Warum kann ich nicht immer auf den PI bleiben. Kein Mensch würde mich in der Heimat vermissen, nur mein Hund, aber der könnte hier auch leben. Muss das wirklich sein, zurückfliegen?
Dies und manch noch anderer, unfreundlicher Gedanke kam mir in den Sinn, als mich mein Sonnenschein zum Flughafen begleitete. Es ist wirklich ein beknacktes Gefühl ins Flughafengebäude hineinzugehen und die zurückzulassen, mit der ich glücklich bin.
Ob es das war, was Mc Arthur dazu bewegte seinen berühmten Ausspruch zu tätigen????

"I came through and I shall return"

Diesen Ausspruch zu Zitieren ist ein wenig hochgestochen. Dem was ich empfinde, meinem Gefühlsleben in Bezug auf die PI, kommt er aber recht nahe.

Jedes Mal fällt mir der Heimflug schwerer.


Cathbad
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Biber

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Freitag, 20. Juni 2008, 16:36

Hallo Cathbad,
zuerst mein Glückwunsch zum Visum Deiner Liebsten.
Na dann hast Du es ja endlich geschafft. :yupi

Super



Zitat

Original von cathbad
Wie es 5 zierliche Pinays, jede allerhöchstens 40 Kg schwer, in etwas mehr als einer Stunde schaffen eine ganze Plastiktüte voll mit Naschereien zu vertilgen ohne dabei weniger zu „schnattern“ oder gar aufzuhören zu texten ist mir heute noch ein Rätsel.
Dieses Land ist voller Geheimnisse.


Cathbad


Und das mit absoluter Perfektion, wäre das eine olympische Disziplin,
wäre der Frauen Mannschaft der RP die Goldmedaille sicher.

Biber

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cathbad

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Freitag, 27. Juni 2008, 09:50

Hi

6.

Zu Hause angekommen, hatte ich nur einen Gedanken im Kopf: ich muss wieder weg und zwar so schnell wie möglich.
Also am ersten Arbeitstag gleich zum Chef. „Chef ich brauch dringend Urlaub!“ „Bist du krank?“ „Irgendwie schon aber dagegen gibt’s nur eine Medizin URLAUB!“
Danach hatte ich einen neuen Freund, der sich immer dann wenn es eine unangenehme Arbeit zu tun gab an mich erinnerte. Ich hatte doch nichts falsch gemacht?? Etwa doch??
Letztendlich nach ungefähr 6 Monaten war mein neuer Freund meiner überdrüssig und ließ mich gehen. Endlich!

In diese Zeit fiel auch mein erster näherer Kontakt mit einem Repräsentanten eines deutschsprachigen Servivebüros. Egal.

Der Flug war schnell herausgesucht und gebucht. Mit dem Kofferpacken hatte ich schon nach meiner letzten Rückkehr wieder begonnen. Nur noch Mitbirngsel und ersparte Euros einpacken. Mein Chef hatte vielleicht doch recht. Irgendwie war ich tatsächlich krank. Aber mit jeder Stunde Flug kam meine Heilung näher und näher und näher.
In Dubai dann die Feststellung dass am Flughafen immer noch gebaut wird. Egel, war gar nicht mehr so interessant, ich war fast schon halb genesen.
In Manila, am Haltepunkt der Flughafentaxis war dann alles gut. ich fühlte mich glänzend!

Schon als ich die Rampe hinunterging hörte ich eine Stimme „ Ninong! Ninong!“ Mein Sonnenschein war mit dem kleinen Goldstück da und erwarteten mich schon. Oh gings mir auf einmal gut.

Auf dem Weg in die Stadt wieder NE Ananas gekauft. Wie hatte ich diesen Geschmack vermißt. Wei hatte ich das alles hier vermißt. Das Gewusel der Leute, den Durcheinander auf den Straße, einfach alles.

Am nächsten TAG trafen wir uns dann mit meiner Tante, natural borne Ilocana, in Quiapo, weil man sich zu Hause ja nie sieht, geschweige denn im Stande ist die riesige Distanz von 30 Km mal eben zu überwinden. Deshalb muss man bis nach Manila reisen um sich zu treffen. Das versteht jeder.

Nachdem der Mt Mayon uns das letzte Mal so beeindruckt hatte, wollten wir beide nochmals hin. Die Inlands-Fluggesellschaften boten zu der Zeit aber keine Flüge nach Legaspi an. Ein Sturm hatte die dortige Gegend nach meiner letzten Reise heimgesucht und schwere Verwüstungen angerichtet. Viele der besuchten Plätze gab es in der Form wie ich sie gesehen hatte, nicht mehr.
Also trafen wir uns mit einem Onkel meines Sonnenscheins und dessen Familie in Naga City, Camarines Sur.
Wir machten zusammen Ausflüge in die Umgegend, besuchten das Provinzparlament von Camarines Sur, gingen schwimmen bei Pasacao. Mit einem Boot ließen wir uns an einen etwas abgelegenen Strand bringen, wo alle im Kreis der Familie nach Belieben herumtoben konnten. Besonders für die Kinder war das ein Erlebnis. Fische wurden am offenen Feuer gegrillt und Früchte gegessen. Ein toller TAG mit einem sehr schönen Ausklang.

Am nächsten TAG flogen wir zurück nach Manila. Während des Fluges saß ich am Fenster und schaute hinaus. Es ist immer wieder schon die Inseln von oben zu sehen. Dunkelgrün mit einem hellen Sandstrand eingegrenzt. Daran anschließend das Meer, dessen Wasser immer dunkler aussieht, je tiefer es wird. Ich kann mich nicht sattsehen.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt, ein Besuch der Mall of Asia musste unbedingt sein, zog es uns nach Cavite, Island Cove. Wieder ein wunderschoner Badetag. In dem zu dieser Anlage gehörenden Tierpark kam mein kleines Goldstück nicht mehr aus den Staunen heraus. Als reinblütiges Stadtkind kannte sie zwar alle Arten von Ipis aber andere Tiere waren ihr weitgehend fremd. Am meisten beeindruckt war sie von diesen gelb-schwarz gestreiften „pusa“ und den großen Straußen.

In den folgenden Tagen fuhren wir über Subic, White Rock Beach Hotel, eine sehr schöne, weitläufige Anlage, nach Pangasinan.
Ein kurzen Aufenthalt am Haus des ehemaligen Präsidenten, Ramon Magsaysay, mit Besuch des in dem Gebäude befindlichen kleinen Museums ließ ich mir nicht entgehen. Ein leises Grunzen hinter den Vitrinen machte mich auf den Guard aufmerksam. Den Gedanken ein Foto von mir zu machen, neben dem Guard mit dessen Shotgun im Arm, fand mein Sonnenschein für keine gute Idee. Sie meinte das würde des Sinn für Humor des Guard übersteigen falls dieser aufwachen würde. Also verließen wir das Anwesen ohne Bild.

Vorbei an vielen Holzschnitzereien, die am Straßenrand zum Kauf angeboten werden, ging es weiter zum Hundred Islands National Park. Eine Bootsfahrt dort ist nur zu empfehlen. Zwischen vielen unterschiedlich großen Inseln hindurch an einen Strand, wo die Möglichkeit bestand zu baden. Mein Patenkind entwickelte sich zu einer richtigen Wasserratte und wollte nicht mehr nach Hause fahren. Aus Sand und kleinen Steinen begann sie ein kleines Häuschen zu bauen, gerade mal groß genung, dass eine Maus darin Platz gefunden hätte. Sie wollte nicht mehr weg, wollte in dien Haus wohnen.
Auch diese Tour kann ich nur empfehlen. Das Meer bzw. die Wellen haben die Kalkfelsen teilweise ausgespühlt, so daß manche Insel wie ein Pilz geformt war. Oben drauf dann mit allen möglichen Pflanzen bewachsen. Ein sagenhafter Anblick. Bei der Rückfahrt mit dem Boot zum Anlegesteg waren wir etwas spät dran. Der Sonnenuntergang verstärkte die Eindrücke noch.

Auf dem Weg weiter nach Baguio machten wir einen Zwischenstop in Agoo. Die dortige Kathedrale ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ebenso ein kurzer Halt am „Adler des Nordens“. Ein riesig großes Beton-Monument, an dem der Zahn der Zeit nagt.
Ein Stück weiter des Wegs machte mich der Fahrer auf die Reste des ehemaligen Bauwerks mit dem Kopf des Herrn Marcos aufmerksam. Viel zu sehen gab es da nicht nur Reste der Stahlarmierung und Betonbrocken.

Es ist eine beeindruckende Fahrt die Serpentinen hinauf in die Bergregion. Die Aussicht entschädigt allemal für die sich hinziehende Fahrt.

In Baguio hatte ich die Möglichkeit eine Führung in der Military Academy zu bekommen. Die Anstalt verfügt über eine kleines Museum und ein Freigelände auf dem unterschiedliche Militärfahrzeuge und Haubitzen / Geschütze von der Vergangenheit bis hin zur Gegenwart angeschaut werden können.Zumeist amerikanische Modelle, aber auch einige japanische.
In unmittelbarer Nähe liegt „ the Mansion“, der Sommersitz der philippinischen Präsidenten. Ein sehr gepflegtes Anwesen inmitten eines Parks.
Anschließend gings weiter zum Camp John Hay Manor, das als Hotel ausgebaut ist. Es war einmal das Hauptquartier der US-Streitkräfte sagte der Fahrer. Die Anlage ist noch beeindruckender als sie im Internet zu sehen ist.

In Baguio besuchten wir einen kleinen Markt unmittelbar an einem herrlichen Aussichtspunkt, von dem aus sich eine grandiose Sicht über das anschließende Tal bietet. Gleich daneben kann man bei Igorot -Frauen gegen geringe Bezahlung einige Kleidungsstücke ihres Stammes anzuziehen um sich darin fotografieren zu lassen. Die Besucher begannen zu tuscheln, als da pötzlich eine blasshäutige Langnase in einem Igorot-Kostüm herumstand. War lustig.

Auf der Rückfahrt genoß ich den Anblick der hinter den Bergen untergehende Sonne. Mir kommt es immer so vor, als ob die Sonnen Auf- oder Untergänge auf den PI in prächtigeren Farben zu erleben sind als bei uns.

Der nächste Trip führte uns an die Daranak Falls, Rizal.
Ein sehr toller, breiter Wasserfall inmitten bewaldeter Berge. Er liegt sehr versteckt aber ein Besuch lohnt sich.
Gleich hinter dem Eingangsbereich ist ein Picknickplatz mit befestigten Sitzplätzen angelegt. Die Toilettenanlage hat mich nicht wirklich überzeugt, wie meistens bei Außenanlagen. Ich schlage mich im Notfall dann doch lieber irgendwo in die Büsche.
Ein verschlungener Pfad führt einen Bach entlang bis zu dem Wasserfall. Dieses kleine Rinnsal läßt nicht erahnen, welche Aussicht hinter einigen Biegungen auf einen wartet. Über rutschige Steine geht es zu einer kleinen Plattform, von der aus sich ein toller Blick über den Wasserfall und den darunter gelegenen kleinen See bietet.
Vom Fahrer erfuhr ich, dass einer Legende zufolge Geister an diesem verschwiegenen Platz leben und ihn bewachen würden.

Daranak gehört zu den Plätzen, die ich gerne noch einmal aufsuchen würde. Problematisch ist nur, dass je mehr ich von den Philippinen sehe, desto mehr will ich noch einmal besuchen.

Ein Besuch von Laguna de Bay war das Nächste. Mein Sonnenschein hat dort eine Tante. Durch deren Vermittlung kamen wir zu einer Bootsrundfahrt. Zuvor wollten wir mit Freunden die uns begleiteten auf einer großen Felsgruppe am Seeufer einen Snack einnehmen. Die Tante, die zu der Zeit das Boot organisierte, kam ganz aufgeregt dazu. Wir sollen schnell unsere Sachen nehmen und zu einem anderen Platz gehen. Hier wohne eine große Schlange. Vor zwei Wochen waren es noch zwei, aber eine davon ist von Anwohnern in Gemeinschaftsarbeit eingefangen und erlegt worden. Als sie gehäutet wurde, kamen eine Ziege und ein Hund aus der Nachbarschaft zum Vorschein. Das war auch der Grund, warum die Schlange nicht schnell genug verschwinden konnte.
Später, als ich wieder zu Hause war, schaute ich im Internet nach. Es gibt tatsächlich so große Würgeschlangen, die im Stande sind entsprechende Tiere zu verspeissen.

Auf dem Boot fuhren wir um die im See befindliche Insel. Vorbei an den im Wasser abgesteckten Parzellen der Fischer. Einige der auf Stelzen stehenden Wachhäuschen waren bewohnt.
Ein sagenhaftes Bild bot sich mir vom Boot aus. Vor der untergehenden Sonne die Skyline von Manila, die Hochhäuser von Makati. Einfach ein Traum, Schade nur, dass gelegentlich ein paar Wolken die Sicht trübten.
Auf dem Rückweg nach Manila machten wir einen kurzen Halt an einem auf einer Anhöhe gelegenen Restaurant mit Aussichtspunkt. Manila bei Nacht. Tausende verschiedene Lichter in allen möglichen Farben. Ein gelungener Abschluss für diesen TAG.

Als nächstes hatten wir uns die Villa Escudero, San Pablo City, vorgenommen.
Nach dem Eintreffen und dem Entrichten des Eintrittsgeldes begann die Besichtigung des riesigen Geländes.
Unser Fahrer, Wilhelm natürlich, den ich auch dazu eingeladen hatte, wollt nicht teilnehmen, da er sich für die Rückfahrt ausruhen wollte. Zumindest das Essen wollte ich ihm bezahlen und erkundigte mich, wo er denn essen könne. Man zeigte mir einen schönen überdachten Tisch in angenehmer Umgebung. Daraufhin kaufte ich ihm ein Mittagessenticket. und wir begannen unsere Tour.

In einem mehrstöckigen Gebäude, ich denke es war einmal die Kirche der Plantage, werden unzählige Heiligenfiguren, Kreuze, religiöse Utensilien aber auch Funde aus historischer Zeit ausgestellt. Ebenso ausgestopfte, erjagte Tier und Vögel aus der Umgegend, Trachten der Ureinwohner und Kleider und Waffen spanischen und japanischen Ursprungs, silberbeschlagene Kutschen uns Sänften. Hier sind einige Aufseher ständig unterwegs und achten darauf dass niemand fotografiert. Die Sammlung an sich ist sehenswert aber absolut wild durcheinander gewürfelt. Eine Ordnung war für mich nicht zu erkennen.
auf dem Außengelände ebenso wild durcheinander gewürfelt ein US-Jagdflugzeug aus dem WW II, japanische MG, PAK daneben leichte US-Artillerie und eine vermutlich aus spanischer Zeit stammende Schiffskanone. Irgendwie ein wenig durcheinander das ganze.
Das Mittagessen nahmen wir an einem Buffet ein, das wie auch die Tische und Bänke, im Wasser stand.
Unterhalb eines künstlichen Wasserfalls, an dem eine Turbine zur Stromgewinnung betrieben wird, sind Tische und Bänke im Wasser stehend am Boden festgeschraubt. Das Essen einnehmen während die Füße im fließenden Wasser stehen ist gewöhnungsbedürftig, aber ein riesen Gag.

Oberhalb des Dammes war das Wasser angestaut. Auf dem so entstandenen See kann man auf Bambusfloßen umherrudern. Es regnete leicht, deshalb waren wir auch unter uns. Wenn man mit dem Hintern auf einem Bambusflos sitze und wild herumpaddelt, kommt es auf die paar Regentropfen auch nicht mehr an. Ein Riesenspaß.

Auf der Rückfahrt hat Wilhelm dann berichtet, dass er zur Mittagszeit mit seinem Essenbon zum Essen gehen wollte, aber von den Bediensteten des Restaurants abgewiesen und auf eine kleine Bank außerhalb verwiesen worden war, obwohl mir vorher ein angenehmer Platz im Restaurant gezeigt worden war. Schade, ein echter Minuspunkt.

Eine Fahrt zum Biak na Bato ließ ich mir nicht nehmen. Nach den Überlieferungen, war diese unwegsame Felsformation während der Zeit der Besatzung durch die Japaner ein uneinnehmbares Widerstandsnest gewesen.
Anhand einer Schautafel wird die Weitläufigkeit der Anlage verdeutlicht. Nach den Erzählungen eines Führers wäre es eine Rucksacktour von etwa 2 Wochen wenn man alle Pfade abgehen wollte.
Bergauf, Bergab über Stock und Stein, keine ausgebauten Wege.
Wir beschränkten uns über einen halbwegs erschlossenen Pfad am Rand der Anlage entlangzugehen. Schon dieser kleine Abstecher beeindruckte. Nett fand ich den Führer, der beim Überqueren einer Hängebrücke sagte: „Alles ist sicher! Ihr müßt keine Angst haben, die Brücke hält! Geht aber nur einzeln drüber!“ Dieser Ausspruch beruhigte mich unheimlich. Voller Vertrauen in die Haltbarkeit des Bauwerks überschritt ich die Brücke.

Wieder ein mal viel zu schnell waren die schönen Tage vorbei und ich mußte zurück nach Deutschland. Eigentlich könnte man ja denken man gewöhnt sich an die Heimreise. Bei mir ist gerade das Gegenteil der Fall. Je öfter ich zurückfliege,desto mehr habe ich das Gefühl ich lasse jedesmal ein größer werdendes Stück von mir zurück.

Cathbad
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Freitag, 27. Juni 2008, 17:52

:yupi
Glückwunsch zum Visum Deines Sonnenscheins. Dann wirst Du ihr ja bald auch ein paar interessante Sehenswürdigkeiten von D zeigen können.

Deine Berichte sind gut geschrieben.
Übrigens sehe ich mir auch gern Kirchen von Innen an. Manche - nicht alle - haben wirklich eine beeindruckende Atmosphäre.
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cathbad

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Dienstag, 1. Juli 2008, 07:31

Hi

Zitat

hey joe :
Übrigens sehe ich mir auch gern Kirchen von Innen an. Manche - nicht alle - haben wirklich eine beeindruckende Atmosphäre.


Obwohl ich bin kein religiöser Mensch bin, nutze ich jede Gelegenheit auf den PI die Kirchen zu besuchen.
Ehrlich gesagt mach ich das weniger wegen der religiösen Zeremonie, vielmehr bin ich jedes mal von der Atmosphäre in den Gebäuden beeindruckt.
Die neueren Kirchen sind wie bei uns, trist und kalt, ohne Ausstrahlung.
Aber bei den Alten, aus der Spanierzeit, da knistert es. Regelmäßig bekomme ich da Gänsehaut oder die Haare auf den Armen stellen sich auf.

Letzthin war ich nach der Messe in der Baclaran Curch. Ich saß ganz vorne und die Lichter waren zum Teil schon gelöscht. Der größte Teil des Kirchenschiffs lag im Dunkeln. Nur noch wenige Leute waren anwesend. Es war sehr ruhig.

Ich beobachtete wie von links kommend eine Ratte von der Größe eines schlachtreifen Kaninchens langsam vor dem Altar vorbeiging. Ziemlich genau in der Mitte hielt sie kurz an und wendete ihren Kopf zum Altar hin. Nach einem kurzen Augenblick ging sie seelenruhig weiter.
Das Verhalten erinnerte mich an die Helfer im Gottesdienst, die jedesmal, wenn sie am Altar vorbeigehen kurz anhalten und eine andächtige Haltung einnehem.
Sachen gibts.....

Cathbad
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