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Molchzar

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Donnerstag, 17. Februar 2011, 07:27

Erwerb der philippinischen Staatsbuergerschaft bei Beibehaltung der deutschen Staatsbuergerschaft

In einem anderen Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob es moeglich ist, die philippinische Staatsbuergerschaft zu erhalten , gleichzeitig aber Deutscher bleiben zu koennen. Dies haette den Vorteil, das man nun auch Land im eigenen Namen erwerben kann.
Gibt es hier im PFD Mitglieder, die die Dual Citizenship besitzen ? Wie ist es bei euch abgelaufen ?

Hier ein paar Ueberlegungen zur Darstellung der Problematik:

Doppelte Staatsbürgerschaft für Deutsche im Ausland:
Im Zuge der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts gab es auch einige Änderungen in den Anfordernissen für die Beibehaltungsgenehmigung der deutschen Staatsbürgerschaft bei Annahme eines ausländischen Passes, § 25 Absatz 2 Staatsangehörigkeitsgesetz. Grundsätzlich verliert ein Deutscher seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit gemäß §25 Absatz 1 Staatsangehörigkeitsgesetz, der deutsche Pass ist also schlichtweg automatisch weg und wird bei naechster Gelegenheit eingezogen, etwa wenn bei der Passverlängerung am deutschen Konsulat auffällt, dass man keine Aufenthaltsgenehmigung für das "Ausland" besitzt.

Möglich ist aber ein Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft nach §25 Absatz 2 Staatsangehörigkeitsgesetz. Wird dieser Antrag von den deutschen Behörden genehmigt, kann man den ausländische Pass zusätzlich annehmen. Wichtig ist zunächst, dass der Antrag VOR Annahme der ausländischen Staatsangehörigkeit gestellt wird, DANACH ist er wirkungslos, der deutsche Pass geht dann in jedem Falle verloren. Der Antrag ist recht teuer (DM 500), in Einzelfällen kann eine Reduzierung des Betrages beantragt werden.

Im Rahmen der Beibehaltungsgenehmigung wird eine Abwägung der öffentlichen und privaten Belange vorgenommen. Für Deutsche, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, wird insbesondere berücksichtigt, ob fortbestehende Bindungen an Deutschland bestehen.

Im einzelnen ist erforderlich für einen Antrag auf Genehmigung des Doppelpasses:

1.) Nachweis der deutschen Staatsbürgerschaft, zu führen in der Regel durch Vorlage folgender Urkunden:


- Geburtsurkunde
- ggfls. Heiratsurkunde
- Heiratsurkunde der Eltern
- Geburtsurkunde der Eltern
- polizeiliches Führungszeugnis
- Kopie des Reisepasses
- Angaben zum letzten Wohnsitz des Antragsstellers und dessen Eltern in Deutschland

2.) Darlegung der fortbestehenden Bindungen an Deutschland, diese können z.B. gegeben sein, wenn:

- Beziehungen zu in Deutschland lebenden nahen Angehörigen, insbesondere Eltern, Kinder
und Geschwister unterhalten werden
- Immobilieneigentum in Deutschland bzw. Erbschaftsansprüche bestehen
- eine Wohnung in Deutschland zur Eigennutzung unterhalten wird
- Renten- oder Versicherungsleistungen erhalten oder erwartet werden

3.) Gründe der Annahme der ausländischen Staatsangehörigkeit: Allgemeine Nachteile reichen nicht aus, erforderlich sind erhebliche Nachteile als Grund der Annahme des ausländischen Passes


Auch wenn dieses Thema fuer viele nicht relevant erscheint, es ist schon nachdenkenswert fuer Leute, die laenger als 10 Jahre auf den Philippinen leben (so lange muss man mindestens auf den Philippinen gelebt haben) und auch vorhaben, hier ihren Lebensabend zu verbringen.

railman1967

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Donnerstag, 17. Februar 2011, 09:25

Zu ergänzen sind auch noch folgende Kriterien, die eine Bindung zu Deutschland dokumentieren:

• Eltern / Verwandte ersten Grades noch in Deutschland.
• Konto (Spar- und/oder Girokonto) oder andere Geldanlagen in Deutschland.
• Besuch deutscher Schulen; Besuche in Deutschland.
• Mitgliedschaft in deutschen Clubs, Vereinen usw.

Bei dem Thema kam mir doch einmal mehr der Gedanke, was ist eigentlich wenn ich meine dt. Staatsbürgerschaft gegen eine Philippinische (z. B. der Liebe wegen) eingetauscht habe, aber aus irgendwelchen "kaum vorstellbaren Gründen <Ironie>" mir das Land so verleidet wurde, dass ich meinen dt. Pass wiederhaben will?

Dann habe ich ganz schön Pech gehabt, denn dazu müßte ich den Reichskanzler ausbuddeln von dem ich die Zustimmung bräuchte.

Hier der Gesetzestext:

Staatsangehörigkeitsgesetz(1) vom 22. Juli 1913
(RGBl. I S. 583 - BGBl. III 102-1, zuletzt geändert durch Gesetz vom
15. Juli 1999 (BGBl. S. 1618 ) § 13)

Ein ehemaliger Deutscher, der sich nicht im Inland niedergelassen hat, kann von dem Bundesstaa-
te, dem er früher angehört hat, auf seinen Antrag eingebürgert werden, wenn er den Erfordernissen
des § 8 Abs. 1 Nr. 1, 2 entspricht. Dem ehemaligen Deutschen steht gleich, wer von einem sol-
chen abstammt oder als Kind angenommen ist. Vor der Einbürgerung ist dem Reichskanzler Mit-
teilung zu machen; die Einbürgerung unterbleibt, wenn der Reichskanzler Bedenken erhebt.
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Brot kann schimmeln...und was kannst Du ?



Molchzar

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Donnerstag, 17. Februar 2011, 12:05

Hallo Railman1967,

danke fuer den makabren Text mit dem Reichskanzler. Ist aber am 8.12.2010 geaendert worden. Anbei Hinweis auf Aenderung und neuer Text:

"Staatsangehörigkeitsgesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 102-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1864) geändert worden ist"


§ 13


Ein ehemaliger Deutscher und seine minderjährigen Kinder, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, können auf Antrag eingebürgert werden, wenn sie den Erfordernissen des § 8 Abs. 1 Nr. 1 und 2 entsprechen.

Schoen, das wir nicht auf die Wiederkehr des REICHSKANZLERS hoffen muessen.

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Donnerstag, 17. Februar 2011, 13:33

Ich kann dir sagen, dass es gar nicht so schwer ist, diese Urkunde zu bekommen, ich hatte sie sogar in Paraguay. Leider starb dann meine Frau, so das sich alles erledigt hatte.

Alleine das fehlende Recht auf Landbesitz ist ein enormer Nachteil.

Gut, ich habe noch Familie in Deutschland, meine Eltern, meine Geschwister usw. usf. Das machte mir den Nachweis zum Bezug nach Deutschland leicht. Es genügt aber auch der Nachweis einer Rentenanwartschaft.

robber33

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Freitag, 18. Februar 2011, 01:44

lese mal was für ph staatsbürgerschaft notwendig ist

z.b fliesend eine andessprache sprechen

10 jahre in PH leben

und noch viele weitere punkte

diese 2 reichen aber schon aus

also nicht gan so trivial

in d sehen die das sehr stressbehaftet für normalos keine pässe

dirk

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Freitag, 18. Februar 2011, 01:50

Sorry, das sind doch keine Hürden.

Ich bin mit 3 Worten spanisch nach Paraguay und nach 5 Jahren konnte ich fliesend spanisch.
Wenn ich 10 Jahre in einem Land lebe, sollte die Sprache wohl das kleinste Problem sein.

Mir wäre das Recht auf eigenes Land wichtig genug, einige Hürden anzugehen.

Gruß
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Freitag, 18. Februar 2011, 07:58

die sprache ist wohl nicht das problem! sagen wir mal vielleicht nicht fuer mich! es gibt aber leider eine betraechtliche anzahl von auslaendern welche die sprache nicht koennen und auch nicht einmal den funken an interesse zeigen das zu lernen

ach ja: die nationalhymmne sollte man auch singen koennen und das kann ich sogar in 2 versionen. die offizielle und die von mir umgeaenderte aber das ist ja auch nicht so wichtig!

eine wichtige sache vielleicht noch: schweizer duerfen beide staatsbuergerschaften behalten!



mfg

beachcomber

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Freitag, 18. Februar 2011, 08:14

Hallo liebe Antworter,

Hinwiese auf Paraguay, Schweizer Staatsbuerger, Aussagen ueber Sprachkenntnisse (wo ist das Problem?, die Beherrschung der englischen Sprache reicht aus) helfen nicht weiter. Gibt es da keine Fakten ? Beispiele fuer Doppelstaatsbuergerschaften ? Etwas konkreter bitte......

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Freitag, 18. Februar 2011, 11:01

nun etwas konkreter: die englische sprache reicht z.b. nicht aus wenn du die philippinische staatsbuergerschaft beantragst! du solltest mindestens eine der sprachen hier koennen. muss nicht perfekt und fliessend sein aber einigermassen verstaendigen musst du dich koennen. ist aber egal ob tagalog oder visayan oder ilongo oder waray waray oder eine andere eine sollte es jedenfalls sein!



mfg

beachcomber

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Freitag, 18. Februar 2011, 14:26

Die Regeln für die doppelte Staatsbürgerschaft sind überall gleich, also kann ich auch Paraguay benennen.

Dort hatte ich schon die Urkunde, meine deutsche Staatsbürgerschaft zu behalten und die paraguayische Staatsbürgerschaft zusätzlich anzunehmen.

okios

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Freitag, 18. Februar 2011, 21:16

da wirst du hier keine richtige Antwort bekommen, wieso stellst du nicht deine frage in Forum´s wie http://www.info4alien.de/ und Auswander- Forum´s bzw hier http://www.raphaels-werk.de/site/de/beitrittserklaerung.html nur die wollen bares sehen.

Gruß Nobe
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Molchzar

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Samstag, 19. Februar 2011, 02:04

Hallo Okios,

wir sind ja hier in einem Forum mit Philippinenbezug . Haben auch viele Mitglieder hier, die (wie ich) sich ueberwiegend auf den Philippinen aufhalten und insgesamt ein grosses "ideelles Gesamtwissen" vorhanden ist (sein Koennte). Die theoretischen (gesetzlichen )Anforderungen kannst du ja im Gesetz nachlesen. Dies hilft dir in der Praxis aber oft nicht weiter, weil du nicht weisst, wie bestimmte Generalklauseln von der DBM bzw. den deutschen Gerichten ausgelegt werden. Schilderungen von Praktikern und Betroffenen koennen da etwas Licht in die Dunkelheit bringen.

13

Samstag, 19. Februar 2011, 04:25

Die Regeln für die doppelte Staatsbürgerschaft sind überall gleich, also kann ich auch Paraguay benennen.

Dort hatte ich schon die Urkunde, meine deutsche Staatsbürgerschaft zu behalten und die paraguayische Staatsbürgerschaft zusätzlich anzunehmen.
Falsch! Als meine Frau, Filipina, letztes Jahr eingebürgert wurde bekam ich bei der Einbürgerungsfeierlichkeit mit, dass einige der Einzubürgernden zusätzlich zu ihrer neuen deutschen Staatsbürgerschaft auch ihre alte behielten, z.B. Tunesien, auf Nachfrage teilte mit der Behördenvertreter mit, dass D mit vielen Ländern Abkommen getroffen habe, die eine doppelte Staatsbürgerschaft zulassen - nicht jedoch mit den Philippinen!
Bei den in Kiel Eingebürgerten der letzten Jahre behielten so ca 50% ihre alte Staatsbürgerschaft! 8-)
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:rauchen

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Samstag, 19. Februar 2011, 20:33

Hallo Okios,

wir sind ja hier in einem Forum mit Philippinenbezug . Haben auch viele Mitglieder hier, die (wie ich) sich ueberwiegend auf den Philippinen aufhalten und insgesamt ein grosses "ideelles Gesamtwissen" vorhanden ist (sein Koennte). Die theoretischen (gesetzlichen )Anforderungen kannst du ja im Gesetz nachlesen. Dies hilft dir in der Praxis aber oft nicht weiter, weil du nicht weisst, wie bestimmte Generalklauseln von der DBM bzw. den deutschen Gerichten ausgelegt werden. Schilderungen von Praktikern und Betroffenen koennen da etwas Licht in die Dunkelheit bringen.
richtig mehr oder weniger Philippinen -bezug

Gruß Nobe
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Pasig

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Samstag, 19. Februar 2011, 21:37

In einem anderen Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob es moeglich ist, die philippinische Staatsbuergerschaft zu erhalten , gleichzeitig aber Deutscher bleiben zu koennen. Dies haette den Vorteil, das man nun auch Land im eigenen Namen erwerben kann.
Gibt es hier im PFD Mitglieder, die die Dual Citizenship besitzen ? Wie ist es bei euch abgelaufen ?
Für deutsch-philippinische Doppelstaatler muß foldende Voraussetzung / Konstellation vorliegen.

Bei Geburt muß ein Elternteil deutsch und der andere Elternteil philippinischer Staatsangehöriger sein.

Dann besitzt das Neugeborene die doppelte Staatsangehörigkeit durch Geburt und braucht sich auch niemals für eine Staatsangehörigkeit entscheiden und muß auch nie eine Staatsangehörigkeit aufgeben.

Die meisten in Deutschland geborenen Kinder mit dieser Konstellation werden aber nicht bei den philippinschen Behörden gemeldet.
Die Meldung kann man auch später noch nachholen. Late registerd. Danach können diese Kinder den philippinschen Pass beantragen ohne ihren deutschen abzugeben. Melde,- und Antragsformulare mit Angaben zu den erforderlichen Unterlagen findet man auf der Homepage der philippinischen Botschaft.

Meinen beiden Kindern habe ich so 2009 im Alter von 17 und 16 Jahren den philippinischen Pass besorgt.

Das Thema wurde schon oft diskutiert. Bitte Suchfunktion nutzen. Ein ergiebiger Thread ist dies
Deutsch-Philippinische Staatsbürgerschaft
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Molchzar

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Sonntag, 20. Februar 2011, 02:11

Lieber Pasig,

danke fuer den Hinweis. Nur, du gehst nicht auf meinen THREAD ein. Bei meinem Beitrag geht es ausdruecklich nicht um Kinder einer Filipina und eines Deutschen. Das ist doch eine ganz andere Geschichte. Ich habe die Frage aufgeworfen, wie kann ein erwachsener Deutscher, der auf den Philippinen lebt, die philippinische Staatsbuergerschaft erwerben und gleichzeitig die deutsche Staatsbuergherschaft beibehalten.

Bitte lasst uns zum THEMA zurueckkehren. Die andere Frage ist zwar auch interessant, hilft aber einem 40-60 jaehrigen Deutschen (wo kriegt er ploetzlich die Philippinische Mutter her ?) nicht weiter.

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Sonntag, 20. Februar 2011, 04:42

Da hilft echt nur, einfach den Antrag zu stellen, wenn man die Bedingungen zur philippinischen Staatsbürgerschaft erfüllt.

Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand, wie ein treffender Sinnspruch lautet.

Molchzar

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Sonntag, 20. Februar 2011, 04:55

Lieber Maloresident,

es steht natuerlich jedem frei, einen Antrag einfach so "ins Blaue" zu stellen und dann eine Entscheidung abzuwarten. Meine Vorgehensweise ist regelmaessig anders: zunaechst informiere ich mich, pruefe die Gesetzeslage, erkundige mich bei Fachleuten (wie im PFD, wenn es denn hier solche gibt ?) und stelle dann den Antrag gleich richtig, Ich gehe i m m e r proaktiv vor. Ich liefere mich nie den Behoerden aus. Bei einem nicht gut vorbereitetenden Antrag kann man bereits solche gravierenden Fehler machen, das man eine Ablehnung des Antrags geradezu provoziert und selbst verschuldet.

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19

Sonntag, 20. Februar 2011, 05:03

Nun, ich bin damals zur Botschaft gegangen und habe den Antrag dort mit Hilfe eines Botschaftsangestellten ausgefüllt und abgeben. Dann noch die fehlenden Papiere nachgereicht und 10 Wochen später hatte ich die Zustimmung für die 2. Staatsbürgerschaft.

Manchmal kann man sich auch vorher verrückt machen :denken
Dein Risiko liegt bei knapp 200 umsonst ausgegebener Euros, wenn der Antrag abgelehnt wird. Kannst ihn nach 6 Monaten ja erneut stellen oder in Widerspruch gehen.

Und das es hier aus dem Forum wohl noch niemand versucht hat, sollte dir ja inzwischen auch schon aufgefallen sein.

Pasig

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20

Sonntag, 20. Februar 2011, 16:49

Lieber Pasig,

danke fuer den Hinweis. Nur, du gehst nicht auf meinen THREAD ein. Bei meinem Beitrag geht es ausdruecklich nicht um Kinder einer Filipina und eines Deutschen. Das ist doch eine ganz andere Geschichte. Ich habe die Frage aufgeworfen, wie kann ein erwachsener Deutscher, der auf den Philippinen lebt, die philippinische Staatsbuergerschaft erwerben und gleichzeitig die deutsche Staatsbuergherschaft beibehalten.

Bitte lasst uns zum THEMA zurueckkehren. Die andere Frage ist zwar auch interessant, hilft aber einem 40-60 jaehrigen Deutschen (wo kriegt er ploetzlich die Philippinische Mutter her ?) nicht weiter.
Lieber Molchzar,
wenn du meinen Beitrag aufmerksam gelesen hättest dann würdest du jetzt die
einzig mögliche dauerhafte Konstellation deusch-philippinischer Doppelstaatlichkeit kennen.

Ich erkläre Dir die logische Konsequenz noch einmal ohne das Du nachdenken mußt.
Da du kein philippinisches Elternteil hast gibt es die Doppelte Staatsbürgerschaft für dich nicht.

In Deinem Fall kannst Du die philippinische Staatsbürgerschaft zwar erhalten mußt die deutsche aber abgeben.
Du mußt Dich für eine entscheiden. Die von Dir gewünschte Doppelte Staatsbürgerschaft gibt es für Deutsche-Ausländer nicht.
Bei anderen Staaten kann es anders aussehen.

Ist das jetzt klar rübergekommen?
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Sonntag, 20. Februar 2011, 17:07

Nun, ich bin damals zur Botschaft gegangen und habe den Antrag dort mit Hilfe eines Botschaftsangestellten ausgefüllt und abgeben. Dann noch die fehlenden Papiere nachgereicht und 10 Wochen später hatte ich die Zustimmung für die 2. Staatsbürgerschaft.

So und wie gehts jetzt weiter ?
Klar erhältst Du die Zustimmung für die 2. Staatsbürgerschaft. Der deutsche Staat hält niemanden auf wenn jemand so etwas vor hat.
Jetzt muß man aber mal ins Kleingedruckte sehen und da gibt es duzende Varianten je nachdem um welches Land es sich bei der 2. Staatsangehörigkeit handelt.

Wenn Du nun die philippinsche Staatbürgerschaft annimmst weil du alle Bedingungen der Philippinen erfüllst hast du erstmal beide Staatsbürgerschaften.
Aber leider nicht für lange. Denn die deutschen Behörden werden dich früher oder später auffordern das du dich für eine Staatsbürgerschaft zu entscheiden hast. Dann kannst Du die philippinsiche oder die deutsche wieder abgeben. Es
sei denn ein Elternteil von Dir war noch phlippinisch bei Deiner Geburt. Wenn dem nicht so ist dann hast du schlechte Karten.
Nach deutschem Recht gibt es wie schon vorab gepostet die Doppelte Staatsbürgerschaft deutsch-philippinisch nur für Kinder bei deren Geburt ein Elternteil deutsch und ein Elternteil philippinisch war.

Deshalb müssen unsere philippinsichen Frauen nachdem Sie deutsch
geworden sind, ja auch ihre philippinische Staatsangehörigkeit aufgeben.

@ Maloresident
Hier würde mich mal der aktuelle Stand Deiner Doppelstaatlichkeit interessieren.
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22

Sonntag, 20. Februar 2011, 21:25

Zitat

@ Maloresident
Hier würde mich mal der aktuelle Stand Deiner Doppelstaatlichkeit interessieren.
Ich habe die Erlaubnis nicht in Anspruch genommen und im Juni verfällt sie, da meine Frau verunglückt ist und ich nun kein Interesse mehr daran habe.


Laut Auskunft der Botschaft muss man nur dann eine der Staatsbürgerschaften aufgeben, wenn sich Sachen ändern, die zur Erlaubnis geführt haben.
Kann natürlich sein, dass man sich auf den Philippinen anders anstellt.

Molchzar

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23

Montag, 21. Februar 2011, 03:43

Ich etwas enttaeuscht ueber die Beitraege. Gibt es keinen Deutschen (ich meine jetzt nicht Kinder einer Filipina und eines Deutschen) hier im PFD, der die doppelte Staatsbuergerschaft besitzt und ueber seine Erfahrungen berichten kann ?

hampi

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24

Montag, 21. Februar 2011, 05:10

Was sind denn die Vorteile einer Doppelstaatsbuergerschaft D/PH ?

Hallo

Interessant waere es ja fuer die Forenteilnehmer auch zu wissen, was die Vorteile sind. Der Threadstarter sagt irgendwo was ueber moeglichen Landbesitz aus.
Ob dies wirklich zutrifft? Ich glaube kaum, denn der Gesetzgeber hat hier immer das Recht, etwas so zu richten, bis es passt. Auch mit PH Staatsbuergerschaft wirst du wohl kaum in den Genuss von Sozialleistungen kommen koennen. Und, falls es solches sogar in einem bescheidenen Rahmen geben sollte, waere es bestimmt nicht fuer konvertierte Auslaender geschaffen. Also wuerde auch hier wieder ein Riegel geschoben.

Selbst Abschiebungen von Auslaendern muessen ja durch diesen finanziert werden! Und, auch als Doppelbuerger wuerdest Du hier in jeder Situation als Alien oder Foreinscher angesehen. Da nuetzt dann auch Nase kuerzen, Sprache sprechen, nichts. Du wirst hier NIE ein gleichberechtigtes Mitglied der Philippinischen Gesellschaft werden. Toent etwas boes, ist aber Tatsache! Auch wenn es nach einer grosszuegigen Spende von Dir vielleicht mal kurz so aussieht!

Also, ueberlegt es Euch doppelt und dreifach, ob sich sowas lohnt.

Gruss

Hampi
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.....you can get it, if you really want! :mauer

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25

Montag, 21. Februar 2011, 05:49

Hallo Hampi,
wo sind die Belege fuer deine Aussagen? Ich buche deinen Beitrag unter Meinungsauesserungen. Mir geht es aber um Fakten und Recht (Gesetze, Urteile etc).

26

Montag, 21. Februar 2011, 06:53

Es wird hier nur die Seite der Deutschen Rechtslage in Betracht gezogen. Wer hat aber Erfahrung, ob die Philippinen eine Doppelstaatsbürgerschaft überhaupt akzeptieren?

Meiner Frau wollten sie auf der Immigration in Manila sogar den ausländschen Pass im Zuge der Formalitäten zur Beibehaltung der phil. Staatsbürgerschaft abnehmen.

So sinngemäss das Gespräch.

Immi - in welcher Sprache sind die Originaldokumente?

Antwort In Deutsch.

Immi - Deutschland akzeptiert keine Doppelstaatsbürgerschaft. Wenn sie die phil. Staatsbürgerschaft wieder annehmen, so müssen sie den deutschen Pass bei uns abgeben.

Antwort Das ist kein deutscher Pass sondern ein Österreichischer. Nur die Sprache in Österreich ist auch deutsch.

Immi sieht sich darauf die Papiere genauer an und stellt fest, mit Österreich ist eine Doppelstaatsbürgerschaft möglich und meine Frau bekommt die Dokumente für die Beibehaltung der phil. Staatsbürgerschaft UND den österreichischen Pass zurück.

Nur zur Erläuterung. Meine Frau hat die österr. Staatsbürgerschaft aufgrund der Ehe erhalten und zwar nach dem Inkrafttreten des phil. Republikaktes 9225 (ich glaube, die Zahl ist richtig)

Molchzar

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27

Montag, 21. Februar 2011, 11:44

Es wird hier nur die Seite der Deutschen Rechtslage in Betracht gezogen. Wer hat aber Erfahrung, ob die Philippinen eine Doppelstaatsbürgerschaft überhaupt akzeptieren?


Hallo Aware 1949,

mir ist da nichts Gegenteiliges bekannt. Ein deutscher Staatsbuerger (ohne philippinisches Elternteil) duerfte m.E. nach philippinischem Recht die Doppelstaatsbuergerschaft besitzen duerfen, wenn ihm die deutschen Behoerden dann nicht den deutschen Pass wieder abnehmen ( vorher Antrag stellen.....wurde ja bereits ausreichend diskutiert !).

Von der anderen Seite her (Filipina wird Deutsche , will philippinischen Pass aber behalten ) ist es glasklar: Der Staat entlaesst seine eigenen natural born citizens uberhaupt nicht mehr aus der Staatsbuergerschaft. Folgendes findet sich auf den Seiten der Immigration unter Dual Citizenship:

RA 9225
CITIZENSHIP RETENTION AND RE-ACQUISITION
“REPUBLIC ACT NO. 9225”

Sec 1. SHORT TITLE — This Act shall be known as the "Citizenship Retention and Re-acquisition Act of 2003."

Sec 2. DECLARATION OF POLICY - It is hereby declared the policy of the State that all Philippine citizens who become citizens of another country shall be deemed not to have lost their Philippine citizenship under the conditions of this Act.

Sec 3. RETENTION OF PHILIPPINE CITIZENSHIP - Any provision of law to the contrary notwithstanding, natural-born citizens of the Philippines who have lost their Philippine citizenship by reason of their naturalization as citizens of a foreign country are hereby deemed to have re-acquired Philippine citizenship upon taking the following oath of allegiance to the Republic:

"I _________________, solemnly swear (or affirm) that I will support and defend the Constitution of the Republic of the Philippines and obey the laws and legal orders promulgated by the duly constituted authorities of the Philippines, and I hereby declare that I recognize and accept the supreme authority of the Philippines and will maintain true faith and allegiance thereto; and that I impose this obligation upon myself voluntarily without mental reservation or purpose of evasion."

Natural-born citizens of the Philippines who, after the effectivity of this Act, become citizens of a foreign country shall retain their Philippine citizenship upon taking the aforesaid oath.
Sec 4. DERIVATIVE CITIZENSHIP - The unmarried child, whether legitimate, illegitimate or adopted, below eighteen (18) years of age, of those who re-acquire Philippine citizenship upon effectivity of this Act shall be deemed citizens of the Philippines.

Ist doch spannend die Lektuere. Gilt zumindest fuer alle Filipinos ab 2003 (Inkrafttreten des RA 9225 im Jahre 2003).

Ob dann die philippinischen Behoerden die Abgabe des deutschen Passes fordern koennen, konnte ich nicht abschliessend herausfinden. Falls das jemanden betrifft, bitte recherchieren.

Wir sind wieder mal sehr weit vom Threadthema abgekommen, deshalb die Bitte: lasst uns zum Thema zurueckkehren.

28

Montag, 21. Februar 2011, 12:03

Von der anderen Seite her (Filipina wird Deutsche , will philippinischen Pass aber behalten ) ist es glasklar: Der Staat entlaesst seine eigenen natural born citizens uberhaupt nicht mehr aus der Staatsbuergerschaft.
Ich kenne den Republikact. Trotzdem verlangt Deutschland die Zurücklegung der philippinischen Staatsbürgerschaft und es wird auch seitens der Philippinen akzeptiert.

Ich glaube -ohne dass ich Anwalt bin- dass es da eine grosses Missverständniss gibt. Der Philippinische Staat entlässt nicht zwangsweise den Philippino aus der Staatsbürgerschaft wie es vor diesem Gestz war, aber er akzeptiert wenn der/die Philippino mittels einer Erklärung die phil. Staatsbürgerschaft zurücklegt.

Diese Erklärung wird nach dem was ich weis aber von Deutschland dezitiert verlangt, damit hat der/die Philippina ihre Staatsbürgerschaft nicht (zwangsweise) verloren sondern freiwillig zurückgelegt.

Diese -zugegeben meine eigene Interpretation - würde erklären, was bei der Immigration meiner Frau gesagt wurde.

Und so weit sind wir vom Thema eigentlich nicht abgekommen, denn wenn die Philippien bei der Neuverleihung der Staatsbürgerschaft keine Doppelstaatsbürgerschaft akzeptieren - wie selbst bei ehemaligen Philippinos nicht - dann sind wir doch wieder beim Thema.

Molchzar

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29

Montag, 21. Februar 2011, 14:52

Der Philippinische Staat entlässt nicht zwangsweise den Philippino aus der Staatsbürgerschaft wie es vor diesem Gestz war, aber er akzeptiert wenn der/die Philippino mittels einer Erklärung die phil. Staatsbürgerschaft zurücklegt.


Lieber Aware1949,

wo steht das mit der "Zuruecklegung" ? Nach 2003 ist das doch gar nicht mehr moeglich ! Lies dir doch bitte mal den RA durch. Shall be deemed not to have lost bedeutet ,das die Staatsbuergerschaft als nicht veroren (= beizubehalten) gilt. Eine Abwahl ist nicht mehr moeglich.


Sec 2. DECLARATION OF POLICY - It is hereby declared the policy of the State that all Philippine citizens who become citizens of another country shall be deemed not to have lost their Philippine citizenship under the conditions of this Act.

Sec 3. RETENTION OF PHILIPPINE CITIZENSHIP - Any provision of law to the contrary notwithstanding, natural-born citizens of the Philippines who have lost their Philippine citizenship by reason of their naturalization as citizens of a foreign country are hereby deemed to have re-acquired Philippine citizenship upon taking the following oath of allegiance to the Republic:

Ich sehe das so : "Sec2 gilt fuer den Zeitraum ab 2003, Sec3 ist anwendbar auf Faelle vor 2003, da konnte man die philippinische Staatsbuergerschaft noch abgeben..

Wie der deutsche Staat damit in der Praxis umgeht, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei Erteilung der deutschen Staatsbuergerschaft ist aber m.E. nach die Beibehaltung der philippinischen
zu akzeptieren (denn sie kann ja gar nicht mehr abgegeben werden).

30

Montag, 21. Februar 2011, 15:12

@Molchzar

Welche Kenntnisse Du hast und was sich Deiner Kenntnis entzieht, das kann ich nicht beurteilen.

Falls Du aber den Beitrag 13 von Fritzcat durchliest, so schreibt er aus eigener Erfahrung das gleiche, was ich hier in Manila erlebt habe.

Tehoretisiere weiter, ich hab das geschrieben, wie es (von philippinischer Seite) gehandhabt wird.

Molchzar

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31

Montag, 21. Februar 2011, 16:32

Als meine Frau, Filipina, letztes Jahr eingebürgert wurde bekam ich bei der Einbürgerungsfeierlichkeit mit, dass einige der Einzubürgernden zusätzlich zu ihrer neuen deutschen Staatsbürgerschaft auch ihre alte behielten, z.B. Tunesien, auf Nachfrage teilte mit der Behördenvertreter mit, dass D mit vielen Ländern Abkommen getroffen habe, die eine doppelte Staatsbürgerschaft zulassen - nicht jedoch mit den Philippinen!


Hallo Aware1949,
alles sehr interessant und nachdenkenswert, ja moeglicherweise sogar zutreffend. In juristischen Dingen gebe ich aber nicht sehr viel auf das Hoehrensagen. Ich halte mich da lieber an den Text des Gesetzes.Frizcats Frau hat die deutsche Staatsbuergerschaft. Hat sie aber damit automatisch ihre philippinische verloren? Da fehlt mir die Rechtsgrundlage und Aussagen zur formalen Aberkennung. Da moechte ich mal ein Urteil(einen Aberkennungsbeschluss) von Fritzcat sehen, der muesste hier noch nachgeliefert werden. Der RA 9225 sagt in Sec 2 etwas ganz anderes. Was waere, wenn sie diese Erklaerung gem. Sec 3 (den Treueeid) macht. Dann darf sie doch ihren philippinischen Pass behalten. Nimmt ihr dann die Immigration den deutschen Pass ab und wenn ja, aufgrund welcher Gesetzesgrundlage ?

Spannende Fragen ! Ich behaupte auch nicht, mich hier genau auszukennen. Ich versuche nur, die bestehende Gesetze auszulegen.Ich bin da
einfach nur neugierig. Wuerde gern mehr erfahren.

32

Montag, 21. Februar 2011, 17:22

Ehepaar in Bochum, die Frau hat vergangenes Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.


Bei den benötigten Dokumenten wurde eine Bescheinigung verlangt, dass sie die phil. Staatsbürgerschaft zurückgelegt hat. Diese Bescheinigung wurde ihr nach der Rückgabe des philippinischen Passes in Berlin von der Botschaft auch ausgestellt. Erst danach hat sie den deutschen Pass bekommen. Sie war somit 3 Tage praktisch staatenlos.

Das Problem, das Du nicht berücksichtigst ist ganz einfach die Section 3 des RA 9225. Man behält die phil. Staatsbürgerschaft nicht automatisch sondern muss bei der Immigration einen entsprechenden Antrag stellen.

Laut Aussage der Anwältin bei der Immi in Manila wird dabei der deutsche Pass eingezogen.

Noch etwas. Die Sec. 2 wird nach Ansicht eines phil. Anwaltes so ausgelegt, dass man bei Verleihung einer anderen Staatsbürgerschaft die philippinische nicht verliert. Insoweit richtig. Das schliesst aber nicht aus, dass man freiwillig die philippinische Staatsbürgerschaft zurücklegen kann.

Das ist die Aussage eines Anwaltes, der in einer asiatischen Botschft in Manila arbeitet.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »aware1949« (21. Februar 2011, 17:30)


Molchzar

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33

Montag, 21. Februar 2011, 17:38

Hallo Aware1949,
danke fuer das Beispiel. Ware jetzt interessant , den Fall mal genauer zu beleuchten.Vielleicht am besten per PN, ist ja moeglicherweise nicht mehr im Allgemeininteresse. Die gute Nachricht fuer die Ex-Filipina: sie kann ja jederzeit wieder den Treueeid gem. Sec 3 leisten und wird dann wieder philippinische Staatsbuergerin.Von der Logik her muesste sie dann aber bei der Immigration ihren deutschen Pass abgeben. Darf denn eine philippinische Behoerde einen deutschen Pass einziehen ?

Tut mir leid, bin jetzt etwas verwirrt. Ganz schwierige Kiste.

Azureus

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34

Sonntag, 27. Februar 2011, 05:39

Ich hab da auch mal noch eine Frage zu dem Thema.
Wenn ich mich, mit meinen 32 Jahre, von einer Pina adoptieren lasse,
kann ich dann beide Staatsangehörigkeiten bekommen?

Molchzar

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35

Sonntag, 27. Februar 2011, 12:09

Eindeutig NEIN !
Wer von einem Ausländer adoptiert wird und durch die Adoption dessen Staatsangehörigkeit erwirbt, verliert die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Verlust tritt nicht ein, wenn der Betroffene mit einem deutschen Elternteil verwandt bleibt.

Ueberzeuge doch mal deine Eltern in Deutschland, das sie dich fuer die Adoption freigeben.. Sollten deine Eltern schon tot sein, sehe ich erst recht keine Chancen, das hinzubekommen.

Wer will dich denn adoptieren ? Eine reiche Zuckerbaronin oder Frau Arroyo persoenlich ?

germankalli

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36

Sonntag, 27. Februar 2011, 14:04

Ruhende Staatsbürgerschaft

Hallo zusammen

Meine Terry hat die deutsche Staatsbürgerschaft 1994 angenommen.....Der Beamte im Ausländeramt Dortmund hat (im Auftrag und stellvertretend) so hat er uns das erklärt...Ihren Phils Pass eingezogen und nach Bonn (die Phil Botschaft war da noch in Bonn) mit einer Kopie Ihrer deutschen Einbürgerungsurkunde weitergeleitet......Dafür bekam Sie eine Quittung......
Nach ca. 3-4 Wochen bekamm Terry Post von der Phils Botschaft in dem der Vorgang bestätigt wurde und Ihr erklärt wurde das die philippinische Staatsbürgerschaft ruht....solange bis Sie diese wieder erneut beantragt und dann aber die deutsche verliert.....dieses aber nur....und da wurde ausdrücklich drauf hingewiesen....weil die deutsche Gesetzgebung eine doppelte Staatsbürgerschaft in diesem Falle nicht vorsieht......

Das gleiche Prozedere gab es übrigens auch bei meiner ältesten Tochter die versehentlich auf den Phils geboren worden war und dort auch getauft worden ist
(Terry konnte nicht mehr zurück mit dem Flieger eine Fehlgeburt drohte)

Schönen Sonntag noch
Terry und Kalli

Molchzar

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37

Sonntag, 27. Februar 2011, 14:36

Ja, du schilderst den normalen Ablauf. Die offene Frage bleibt, ob sie bei der Aktivierung der philippinischen Staatsbuergerschaft und nach Eidleistung in der Praxis gleich den Pass abgeben muss. Wahrscheinlich ja. Anscheinend gibt es aber ansonsten keine automatische Verstaendigung der deutschen Behoerden durch die Immigration (wuerde die "Revitalisierung" auf den Phils machen). Moeglicherweise koennte sie dann noch die Restlaufzeit den deutschen Pass benutzen, rechtlich hat sie aber die deutsche Staatsbuergerschaft verloren.

38

Montag, 28. Februar 2011, 04:19

Meine Freundin habe ich vor ihrem 18. Lebensjahr kennen gelernt. Sie Ist Philippina und hatte bis dahin beide Pässe. Sie musste sich dann für einen entscheiden und hat den philippinischen Pass in Bonn abgegeben. Du wirst keine doppelte Staatsbürgerschaft bekommen.

siquijor

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39

Montag, 28. Februar 2011, 05:41

In einem anderen Zusammenhang tauchte die Frage auf, ob es moeglich ist, die philippinische Staatsbuergerschaft zu erhalten , gleichzeitig aber Deutscher bleiben zu koennen. Dies haette den Vorteil, das man nun auch Land im eigenen Namen erwerben kann.

Es geht dem themenstarter darum Land im eigenen Namen zu erwerben.

Er verlangt nicht eingebuergert zu werden und moechte sich auch nicht zu viel "anstrengen "

Zitat

(wo ist das Problem?, die Beherrschung der englischen Sprache reicht aus)
(erlernen einer Phil. Sprache)um sein Ziel zu erlangen.

Auch plant er , sollte Die DBM Ihm vor Die Wahl stellen sich fuer eine Staatsbuergerschaft zu entscheiden, Die Philippinische wieder aufzugeben aber er hofft als "former Phil.Staatsbuerger" sein Land behalten zu koennen.



Manchmal wunder Ich Mich warum Leute einfach nicht direkt fragen statt um Den heissen Brei herum zu reden ?(
Signatur von »siquijor«
Antworten von Leuten Die wissen sind Mir lieber als von Leuten Die glauben zu wissen .

Bad-Guy

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40

Montag, 28. Februar 2011, 06:13

Ist es jetzt möglich wenn man über 18 ist, die zusätzlichen philippinische Staatsbürgerschaft zu erlangen oder nicht? Ich lese mal so und so, der Grund für die Ablehnung wird demnach wohl Unwissen sein?

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41

Montag, 7. März 2011, 06:16

Philippine Portal.com

z.b fliesend eine andessprache sprechen

10 jahre in PH leben

und noch viele weitere punkte

diese 2 reichen aber schon aus

also nicht gan so trivial

in d sehen die das sehr stressbehaftet für normalos keine pässe

dirk
Nach längerem suchen fand ich folgende Website, die etwas anderes erzählt: PHILIPPINE PORTAL.COM

Im Verzeichnis Resident Visa findet man folgendes: Philippines Temporary Resident Visa (13A)

Da heisst es unter anderem:

Benefits
- Can obtain employment in the Philippines
- Can lease real property
- Can own personal property
- Can qualify for Filipino citizenship after five years of residence in the country

Diese Website dürfte verschiedene Fragen in diesem Thread beantworten.

Schweizerbürgern ist Dual-citizenship erlaubt!
Signatur von »karo2fel«
Tschüss
karo2fel:hi

A real friend is one who walks in
when the rest of the world walks out.

(W. Winchell 1879-1972)

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42

Montag, 7. März 2011, 14:08

Da muss ich dich enttaueschen, diese Seite beantworet keine der in diesem Thread angesprochenen Fragen. Wir haben uns auch nicht mit dem 13a Visum beschaeftigt, weil es erstens nur fuer Verheiratete eine Bedeutung hat und zum anderen dieses Visum die Frage der (doppelten) Staatsbuergerschaft gar nicht tangiert.