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Carabao

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Samstag, 13. Januar 2018, 10:59


Aber diese neue Mittelschicht scheint einigen Foreignern ein Dorn im Auge zu sein. Die Gruende dafuer liegen auf der Hand.


Echt, wieso das denn? Es ist doch gut, wenn Leute im Leben vorankommen.

*


Es gibt aber einige oder sogar viele Foreigner die es aus persoenlichem Interesse lieber saehen wenn es auf den Philippinen nicht vorangeht. z.B. hier:

Ja, ich habe absolut kein Interesse daran, dass die Philippinen übermäßig teurer werden, nur damit ein Paar Immobilien-Makler dort Geschäfte machen können.


Aber das mit den gezielten Investitionen kann stimmen. Da muss man nur die 'restlichen' 90 Prozent unter Kontrolle halten.


90%?? Es sind weit mehr als die von Dir vermuteten 10% die inzwischen auf den Philippiknen materiell mehr oder weniger gut leben. Einige Member haben ja davon berichtet wie sehr es bei ihnen in der Gegend boomt und immer mehr Malls, Cafees, Flughaefen, Ladengeschaefte, Hotels, Autohaeuser etc. etc. neu entstehen die in der Regel dann sehr gut besucht sind. Das tatsaechle BSP duerfte auf den Philippinen deutlich hoeher sein als offiziell erfasst, denn viele, wenn nicht gar die meisten Geldtransaktionen erscheinen in keiner offiziellen Statistik weil sie ohne Quittung getaetigt werden. Wenn jemand auf seinem Land Baeume abschlaegt und sich damit ein Haus baut, jemand Barbeque an der Strasse kauft, man von seinem Nachbarn ein Schwein zur naechsten Fiesta kauft, jemand eine Nichte als Maid beschaefigt und sie woechetlich bezahlt etc. etc.. Transaktionen die wohl jaehrlich milliardenfach auf den Philippinen ohne offizielle Quittung getaetigt werden... in welcher Statistik erscheint das???

es wäre auch mal interessant den begriff mittelschicht genauer zu definieren , für mich ist oft nicht das einkommen des einzelnen entscheidend sondern das familieneinkommen .


Richtig! Der "Way of Life" ist auf den Philippinen ein Anderer als in Deutschland. Und bei Familien in denen mehrere Generationen im eigenen Haus leben kann sich das gesamte verfuegbare monatliche Einkommen schnell auf 50.000 Peso oder mehr zusammenaddieren. Damit haben sie oft mehr als einem einfachen Deutscher Arbeiter mit 2.500 Euro Bruttoeinkommen nach Abzug von Steuern, Sozialleistungen, Miete und Metnebenkosten bleiben.

Man sollte die Pinoys nicht unterschaetzen. So arm wie viele erst einmal erscheinen und sich viele gerne geben sind sie oft nicht!


ja mit dem strassenbau gehts ja riesig vorran... das ist gut. wer zahlt das eigentlich ?


z.B.durch Erhoehung der Verbrauchssteuern. Es wundert mich, dass hier noch niemand einen Thread dazu eroeffnet hat. Zu Beginn des Jahres wurden naemlich die Steuern z.B. auf Zigaretten, Softdrinks, Benzin und Strom deutlich erhoeht. Der Preis fuer Coke und andere Softdriinks stieg dabei um ueber 20%.



LG Carabao

52

Samstag, 13. Januar 2018, 11:07

Es gibt aber einige oder sogar viele Foreigner die es aus persoenlichem Interesse lieber saehen wenn es auf den Philippinen nicht vorangeht. z.B. hier
z.B.durch Erhoehung der Verbrauchssteuern. Es wundert mich, dass hier noch niemand einen Thread dazu eroeffnet hat. Zu Beginn des Jahres wurden naemlich die Steuern z.B. auf Zigaretten, Softdrinks, Benzin und Strom deutlich erhoeht. Der Preis fuer Coke und andere Softdriinks stieg dabei um ueber 20%.


Und dadurch und weitere Erhöhungen, auch bei Alkohol usw. ist das billige Leben, dass einige immer so "beschworen" haben endgültig vorbei. Ein Leben mit deutscher Minirente wird sich damit erledigen und die "unter 1.000 € Fraktion" wird sich neue Destinationen suchen müssen...Viel bleibt nicht mehr über (Schwarzafrika vielleicht)! Ich finde es gut, dass es dort voran geht...es wurde Zeit :hi Jetzt ist die Gelengenheit für so manchen Pinoy auf den Zug aufzuspringen und sich zu positionieren...Das geld liegt auf der Straße
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Samstag, 13. Januar 2018, 12:50

Immer mal langsam, man könnte ja meinen die Philippinen wären auf dem Weg zu einer Industrienation :Rolf

Wurde ja damals auch viel Angst und Schrecken verbreitet, als es um den Wechselkurs EUR/Dollar ging. Kurse um die 40 wurden da ausgerufen, heute stehen wir bei über 60.


Hier verhält es sich wieder genauso. Falls es Euch noch nicht aufgefallen ist, werden jedes Jahr einige Produkte teurer auch hier in Deutschland.

Ich gehe mal davon aus Carabao meint diese Steuer

Zuckersteuer


was kostet aktuell eine Coke ? 15 Peso ? 20 Peso ? nehmen wir mal 20 Peso, das wären dann 4 Peso Preissteigerung, WOW da müssen bestimmt einige Foreigners auf das kalte Zuckergetränk verzichten.

Definiere doch mal "deutlich" bei Strom, Zigaretten und Alkohol ? 5 Peso pro Bier ? 50 Peso ? dann wirst Du sicherlich sofort feststellen, dass diese Preissteigerungen für einen Ausländer überhaupt nicht ins Gewicht fallen werden. Mal ganz davon abgesehen, dass die H4 Sätze ja auch jedes Jahr um 5€ steigen :clapping

Ich bin im Februar unten und werde Euch berichten, ob ein SML jetzt 50 oder 60 Peso in einer Bar kostet :D wenn ich Glück habe rettet mich der Wechselkurs und ich muss auf nichts verzichten :D

P.S. MTS in Davao City hat das SML vor 2 Monaten noch 40 Peso gekostet. Das wären bei einem Wechselkurs von 60 Peso ... 66 cent für ein Bier. Wo bekommt man das noch weltweit ? also bitte mal die Kirche im Dorf lassen.
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StephanX

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Samstag, 13. Januar 2018, 13:38

Wir kommen zwar vom eigentlichen Thema ab, aber ich finde die Diskussion interessant.

Korrekt, die Kosten gehen hoch, aber das ist nur relevant, wenn man wirklich finanziell auf Kante genäht hat. Ein paar tausend Euro im Monat helfen auch auf den Philippinen und wenn man nicht fix mit Rente ist, hat man das ja noch in der Hand.

Was der Staat mit dem Geld aus den höheren Fees macht ist dann spannend. Die Gehälter von Uniformierten sollen ja erhöht werden, dann müssen sie nicht mehr anderweitig die Hand aufhalten. Infrastruktur wird vielleicht auch hier und da besser, der Clark International Airport ist einer der großen Profiteure der Politik. Bildung wird aber nicht besser werden, gut, hat für Rentner nicht mehr so die Relevanz.

Die Euphorie ist schön, aber ganz glauben kann ich das auch nicht. Lassen wir die Oberschicht weg, der ging es immer gut. Die Mittelschicht ist sehr klein, aber wächst und konsumiert eifrig. Ob die neuen Autos auch bar bezahlt werden könnten, weiß ich nicht. Fakt ist, die laufen so gut wie ALLE auf die Bank. Und es fahren in der Provinz auch Leute diese Ratenautos und dann stehen viele vor einer Hütte. Auch auf Kante genäht. Schon mal was von Repossesed gehört?

Noch mal zu den Investitionen. Die neue KTM Fabrik wurde im letzten Jahr eröffnet. Aber diese Planung wurde vor Jahren angeschoben. Ergo sehen wir erst in ein paar Jahren, was wirklich nachhaltig ins Land geflossen ist.
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Urlauber76

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Samstag, 13. Januar 2018, 13:51

Korrekt, die Kosten gehen hoch,



die Kosten gehen überall hoch und zwar weltweit. Gibt es ein Land wo es billiger wird? mir fällt spontan keins ein ;) wenn es aber auf den Philippinen passiert, sind die guten alten Zeiten angeblich vorbei. Was soll man bitte davon halten ?

ich gönne es den Menschen wenn sie finanziell mehr in der Tasche haben und sich dadurch ein besseres Leben leisten können. Ich habe da aber meine Zweifel, dass es mit den Philippinen so gut voran gehen soll, wie einige hier schreiben. Für mich ist dieser neu gewonnene Wohlstand überwiegend auf Pump finanziert bis es irgendwann wieder richtig knallt.

Die Philippinen sind wirtschaftlich noch Lichtjahre von Thailand entfernt.
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bernd f

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56

Samstag, 13. Januar 2018, 15:16

Und dadurch und weitere Erhöhungen, auch bei Alkohol usw. ist das billige Leben, dass einige immer so "beschworen" haben endgültig vorbei. Ein Leben mit deutscher Minirente wird sich damit erledigen und die "unter 1.000 € Fraktion" wird sich neue Destinationen suchen müssen...
ganz im gegenteil lieber goose , das hat auch mit keiner fraktion etwas zu tun , wenn du noch mal liest wird ausschnittsweise beschrieben was alles nicht in offiziellen statistiken erscheint , und das dürfte sich in den nächsten 50 - 100 jahren kaum ändern , und in diesem bereich kann man wunderbar leben und zurechtkommen (das macht geschätzt die hälfte der bevölkerung) .
jemand mit wenig geld kann sogar eine familie gründen , kinder zeugen , sport treiben , islandhopping machen und vieles mehr , vorausgesetzt er hat sich durch seinen aufenthalt an die notwendigen landesspezifischen gegebenheiten gewöhnt oder angepasst . 30.000 peso monatlich ist schon mehr als ein durchschnit hier , aber wir wollen nicht darüber nachdenken ob und wie wohl man sich als foreigner damit fühlt . ein mir bekanntes berufstätiges pinoy - paar bekommt monatlich etwa diesen betrag und ist glücklich und voriges jahr wurde ein kleineres aber neues auto auf kredit angeschafft ;)
würde ich zb. alkohol konsumieren , bräuchte ich ein bruchteil des normalerweise in rechnung gestellten geldes .
ob so ein leben woanders möglich ist ? vielleicht auch , aber man muss zeit und veranlagung zur anpassung investieren .
was ich feststelle ist höchstens daß sich die schere weiter öffnet
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57

Samstag, 13. Januar 2018, 16:13

Wurde ja damals auch viel Angst und Schrecken verbreitet, als es um den Wechselkurs EUR/Dollar ging. Kurse um die 40 wurden da ausgerufen, heute stehen wir bei über 60.

So war das nicht gemeint...Wir beide werden auch weiterhin dort (und vermutlich überall) zurecht kommen :hi Und BerndF kommt ja auch mit deutlich weniger zurecht :clapping
Trotzdem finde ich gut, dass es langsam aufwärts geht und sich eine stabilere Mittelschicht bildet. Es kann nur gut sein für das Land. Ich hoffe, dass man jetzt noch wenig die Kirche in den Hintergrund drängt, die Kriminalität und Korruption eindämmt.....dann könnte es wirklich etwas werden. Weil spätestend wenn die OFW Geschichte weniger wird (und das wird sie vermutlich bei immer schärfer werdenden Migrationsbedingungen in den 1. Weltländern und selbst in den arabischen Staaten) und wenn auch immer weniger ausgewanderte Damen & Herren aus dem Ausland Geld schicken, weil man lieber selber konsumiert, wird man auf eigenen Füssen stehen müssen.

Es bleibt spannend
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58

Samstag, 13. Januar 2018, 16:29

Immer mal langsam, man könnte ja meinen die Philippinen wären auf dem Weg zu einer Industrienation :Rolf


Lach nur. Schon der Begriff "Industrienation" zeigt mir dass Du gar nicht verstanden hast worum es hier geht!

Die Philippinen haben gar kein Bestreben den Industrienationen Konkurrenz zu machen! Die Pinoys haetten auch gar nicht das "Know How" dazu.

Geld aus dem Ausland soll ins Land gespuelt werden ganz gleich ob durch OFW, verheiratete Pinays, Touristen oder gewerbliche Investoren. Mit diesem ins Land gespueltem Geld wird der Konsum angeheizt und es entsteht eine boomende Inlandsnachfrage nach Guetern und Dienstleistungen die auch teilweise die hintersten Ecken der Philippinen erreichen. .

Wenn Du im Februar auf den Philippinen bist dann mache doch mal einen Abstecher in den Mall of Asia Komplex. Dort entstehen zigtausende von neuen Wohnungen und Bueroraeumen. Die wuerden sicherlich nicht gebaut ginge man nicht davon aus diese auch vermieten oder verkaufen zu koennen.

Mit Casinos wie z.B. Okada, City of Dreams, Solaire oder Resort World versucht man Macao als Spielerparadies Konkurrenz zu machen. Wenn Du dort hineingehst siehst Du dass es ziemlich erfolgreich zu sein scheint. Auch Macao ist keine Industrieregion, aber wirtschaftlich sehr erfolgreich.

Man erlaubt Koreanern und Japanern neue Highways zu bauen. Muss man sich nicht selber darum kuemmern und als Gegenleistung koennen die auslaendischen Investoren halt eine Gebuehr je Nutzer kassieren.

Neue Airports wie z.B. der Panglao Airport sollen jaehrlich zehntausende zusaetzlicher Touristen aus dem asiatischen Raum direkt auf die Philippinen bringen.

Grundstueckspreise explodieren in den Staedten und Touristenregionen. Besitzer groesserer Grundstuecke die vor ein oder zwei Jahrzehnten kaum etwas wert waren werden ploetzlich zu Dollar-Multimillionaeren.

Subdivisions wie Camella Homes werden ueberall auf den Philippinen aus dem Boden gestampft und die Haeuser darin verkaufen sich!

Mach Dich frei von der Vorstellung ein Land muesste Industrie aufbauen damit es erfolgreich ist. Es geht auch anders! An der Leine gehaltene Investitionen und Transfers aus dem Ausland (aus welchen Laendern auch immer) gepaart mit einer boomenden Inlandsnachfrage nach Konsumguetern und Dienstleistungen fuehrt zu dem gleichen Ergebnis.


in Davao City hat das SML vor 2 Monaten noch 40 Peso gekostet. Das wären bei einem Wechselkurs von 60 Peso ... 66 cent für ein Bier. Wo bekommt man das noch weltweit ?


Wirtschaftliche Entwicklungen fuehren nicht ueber Nacht zu dramatischen Veraenderungen. Mal sehen was dieses Bier dann in 5 oder 10 Jahren dort kosten wird.



LG Carabao

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Samstag, 13. Januar 2018, 17:43

Wirtschaftliche Entwicklungen fuehren nicht ueber Nacht zu dramatischen Veraenderungen. Mal sehen was dieses Bier dann in 5 oder 10 Jahren dort kosten wird.


Mit Sicherheit immer noch weniger als in Deutschland oder Thailand.

Bei Dir fallen mir zu oft die Wörter "können" "sollen" sie haben vielleicht viel vor, aber wo das enden kann/wird sieht man ja in Dubai.

Dubai Sand gekauft Sand bekommen ...


ich lasse mich aber gerne positiv überraschen. Unterhalten wir uns einfach noch mal in ein paar Jahren über dieses Thema. Damals wurde ja auch viel spekuliert über den Wechselkurs EUR/Peso. Vielleicht sind bis dahin die Philippinen eine blühende Landschaft oder zumindest da wo Thailand heute schon ist. Obwohl ich persönlich daran überhaupt nicht glaube. Die nächste Krise wird nicht lange auf sich warten lassen und sie wird viele auf dem falschen Fuss erwischen.

Schönen Abend noch.

P.S. ich würde mein Geld NIEMALS auf den Philippinen investieren.
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Samstag, 13. Januar 2018, 19:10

Es ist nicht zu übersehen, dass sich auf den Philippinen seit einigen Jahren ein Mittelstand etabliert hat,
der sich mittlerweile einen Lebensstandard leisten kann, der dem von vielen Expats in nichts nachsteht.

Das war bereits vor Duterte sichtbar und hat meines Erachtens nichts mit seiner Politik zu tun.

Man darf es sich nicht so einfach machen und glauben, dass alle OFW‘s nur minderwertige Jobs haben.
Es gibt mittlerweile viele, die im mittleren oder gehobenen Management arbeiten und entsprechend verdienen.
In Middle East sind Gehälter von 6 — 8 Tausend Dollar netto und mehr keine Seltenheit mehr für Inder und Pinoys, Pakistanis
und andere.

Diese OFW‘s bringen nicht nur Geld auf die Philippinen, sondern vor allem Ausbildung, Ehrgeiz, Eloquenz und Zielstrebigkeit.
Dazu kennen Sie ihr Land und die Gegebenheiten und können dementsprechend intelligent investieren.
Jedenfalls intelligenter als die meisten Expats.

Und auch auf den Philippinen gibt es bei entsprechender Qualifikation und Zielstrebigkeit mittlerweile gut bezahlte Jobs.
Ein Bruder meiner Frau ist Lehrer und macht 25.000 im Monat. Andere Geschwister verdiene auch und schon ist das Einkommen
der 6 köpfige Familie bei etwa 60.000 Peso im Monat. Netto. Haus und Grundstück ist bezahlt. Die leben gut. Besser als so mancher Expat.

Man darf nicht den Fehler machen und nur die Bedienung in der Stammkneipe oder die Dame an der Kasse im Supermarkt zu sehen.
Es gibt neben den Reichen und Armen eine stetig wachsende Mittelschicht, die sich einen sehr guten Lebensstandard leisten kann.
Das sind nicht nur ein paar. Die Malls sind voll, es wird gebaut und große und vor allem neue Autos gehören zum Straßenbild. Das ist nicht alles
auf Pump gekauft und nicht jede Finanzierung geht hoch.

Wir sollten uns komplett von dem Gedanken trennen, dass die Mehrheit der Pinoys arm, dumm und faul ist.
Das ist nicht mehr der Fall.

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Samstag, 13. Januar 2018, 19:28

@Phil-Ole :

Zitat

Es ist nicht zu übersehen, dass sich auf den Philippinen seit einigen Jahren ein Mittelstand etabliert hat,
der sich mittlerweile einen Lebensstandard leisten kann, der dem von vielen Expats in nichts nachsteht.


aha, von welchen Expats reden wir da ? H4 Empfänger, Aussteiger ?, Rentner mit kleinem Budget ? wie hoch war nochmal das Durchschnittseinkommen auf den Philippinen ? knapp 300€ Monat ? lass es mal in den nächsten Jahren etwas steigen auf vielleicht 400 oder 500€. Jeder Kleinstrentner aus DACH bringt da mehr mit.

Pinoys sparen nicht, sie verballern ihr Geld (sofern welches vorhanden) die Malls sind dann voll wenn es Geld gab. Danach gibt es wieder bis zum nächsten "salary" Fisch und Reis. Wo soll auch bitte das ganze Geld auf einmal herkommen ? OTWs gab es schon immer. Meiner Meinung/Erfahrung nach können die wenigsten Pinoys mit Geld umgehen. Sollte mal etwas "aussergewöhnliches" dazwischenkommen, sind keine/kaum Rücklagen vorhanden. Dieser angeblich neue Wohlstand steht auf sehr wackeligen Beinen.
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Sonntag, 14. Januar 2018, 07:14

@Phil-Ole :

Zitat

Es ist nicht zu übersehen, dass sich auf den Philippinen seit einigen Jahren ein Mittelstand etabliert hat,
der sich mittlerweile einen Lebensstandard leisten kann, der dem von vielen Expats in nichts nachsteht.


aha, von welchen Expats reden wir da ? H4 Empfänger, Aussteiger ?, Rentner mit kleinem Budget ? wie hoch war nochmal das Durchschnittseinkommen auf den Philippinen ? knapp 300€ Monat ? lass es mal in den nächsten Jahren etwas steigen auf vielleicht 400 oder 500€. Jeder Kleinstrentner aus DACH bringt da mehr mit.




Taeusch Dich mal nicht! Schon heute duerften 15-20% der Philippinischen Haushalte mehr Geld monatlich zur Verfuegung haben als die Kleinstrenter aus DACH!
Ermittlungen von sogenannten "Durchschnittseinkommen sind doch in Laendern wie den Philippinen fuer die Tonne! Man kann zwar ermitteln wieviel eine angestellte Verkaeuferin, ein Polizist, eine Lehrerin, ein Guard durchschnitlich offiziell verdienen, aber kein Mensch weiss was da noch an Seiteneinkuenften vorhanden ist, Man hat noch ein paar Schweine oder Rinder hinterm Haus, verkauft ueber Facebook Produkte oder sich selber, bekommt Trink- oder Schmiergelder, bekommt etwas von als OFW arbeitenden Verwandten oder auslaendischen Boyfriends zugeschickt etc. etc.

Eine Bekannte arbeitet fuer 200 Peso als verkaeuferin an einem Billig-Schmuckstand in einer kleineren Mall. Die 50 Peso fuer Ohrlochstechen darf sie behalten. Da kommen schnell noch einmal 500 bis 1000 Peso extra am Tag zusammen.
Eine andere Bekannte arbeitet in einer Baeckerei fuer 300 Peso am Tag, hat aber das neueste Iphone und schickt ihrer Familie regelmaessig hoehere Summen. Kein Mensch weiss woher sie es hat zumal sie auch nicht mehr jung und schoen ist.
Ein entfernter Nachbar ohne Arbeit vergroessert sein Haus und es werden staendig neue Baumaterialien angeliefert. Auch hier weiss kein Mensch woher er das Geld dafuer hat.

Dies sind nur einige Beispiele von Millionen wo der lebenstandard weit ueber das hinausgeht was man vom reinen Gehalt vermuten wuerde.

Es ist in immer mehr Haushalten viel Geld da, mehr als die Kleinstrentner zur Verfuegung haben, aber niemand weiss woher es kommt.

Stell Dich doch mal an den Parkplatz vor einer Mall und beobachte! Es ist fast die Regel, dass die schoenen neuen SUV von Pinoys bestiegen werden waerend die verrosteten Multicabs auf ihre Foreigner Besitzer warten. Dabei spielt es doch ueberhaupt keine Rolle ob die Autos bar bezahlt wurden oder auf Kredit denn wie hier schon mehrfach erwaehnt muss die Familie auch bei finanzierten Wagen in der Lage sein jeden Monat eine erhebliche Summe aufzubringen.

Vielleicht sind bis dahin die Philippinen eine blühende Landschaft oder zumindest da wo Thailand heute schon ist. Obwohl ich persönlich daran überhaupt nicht glaube.


Ich sehe die Philippinen durchaus auf dem Weg Richtung Thailand. Es duerfte somit auch fuer 70 jaehrige Alkoholiker mit Minirente in Zukunft immer schwieriger werden junge huebsche Freundinnen zu bekommen. Mit wachsendem Wohlstand steigen die Ansprueche!
Natuerlich haengt der persoenliche Eindruck der Philippinischen Wohlstandsentwicklung immer auch davon ab wo man sich aufhaelt. Wer seine Zelte irgendwo im tiefsten Dschungel weit weg von der naechsten Stadt, von naechsten Flughafen und der naechsten Touristendestination aufschlaegt wird wahrscheinlich noch einige Zeit den Eindruck behalten die Philippinen waeren bettelarm, denn jeder der etwas kann geht von diesen Orten weg und zurueck bleibt der "Bodensatz".
Und auch wer seine Erkenntnisse in erster Linie von "verzweifelten" Chatpartnerinnen oder den Aussagen von Familien der eigenen Ehefrau hat wird einen verzerrten Eindruck gewinnen, denn ueber die eigene finanzielle Lage herumzujammern gehoert auf den Philippinen zum Business.


LG Carabao

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Sonntag, 14. Januar 2018, 08:41

aha, von welchen Expats reden wir da ? H4 Empfänger, Aussteiger ?, Rentner mit kleinem Budget ? wie hoch war nochmal das Durchschnittseinkommen auf den Philippinen ? knapp 300€ Monat ? lass es mal in den nächsten Jahren etwas steigen auf vielleicht 400 oder 500€. Jeder Kleinstrentner aus DACH bringt da mehr mit.
Das muss man als Rentner auch bereit sein, wie ein Unterschichten Pinoy zu leben Ohne Klimaanlage, Reis essen und wenn man im Alter ernsthaft Krank wird,stirbt man.Will man seinen Lebenstandard wie in Deutschland halten, wird es IMHO genauso teuer.

Es gibt IMHO Länder in Europa, da kann ich deutlich biliger Leben. z,.B Rumänien und Bulgarien. Auch Steuerlich Bulgarien hat eine Flat-Tax von 10 % auf alle Einkommensarten. Selbst in Deutschland gibt es Regionen, z.B Vogtland, wo ich günstig Leben kann. Wer als Kleinrentner in München lebt ist selber schuld.

Philippinen haben den Vorteil das es dort Sonne gibt, man einfach Visa bekommt, englisch gesprochen wird und man einfach Steuern gegenüber den deutschen und philippinischen Fiskus hinterziehen kann, grad bei Internet-Firmen.

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Sonntag, 14. Januar 2018, 09:53

Leider beurteilt jeder den Wohlstand nach dem was für "Karren" einige Leute fahren und was für Häuser einige haben. Aber in jedem "Drecksloch Land - nicht meine Worte sondern frei nach Donald :blöd" gibt es eine reiche Oberschicht. Die Philippinen sind ein 3. Welt Land und werden es auch bleiben. In jedem afrikanischem Land gibt es glänzende Malls und Leute mit Autos die sich selbst ein Europäer nicht leisten kann. Die Mehrheit der Filipinos ist erschreckend arm. Einfach mal zum runterkommen ein Slum besuchen - findet sich in jeder größeren Stadt.
Wenn man schon ein wenig älter ist kann man sich noch an die Asienkrise in den 90er erinnern. Die Vorboten von damals sind genau die gleichen wie heute.

Mann sollte einmal in die Materie gehen. Wo kommt denn das ganze Geld her welches BPI , BDO, Metrobank & Co. als Kredite für Immobilien, Autos usw. geben. Sicher nicht aus den Spareinlagen der Filipinos. Es sind Fremdwährungskredite vom Interbankenmarkt. Die Rechnung ist einfach: billige kurzfristige Kredite in EURO, Dollar oder Yen zu niedrigen Zinsen aufnehmen und zu hohen Zinsen in Peso weitergeben. Das ist das Geschäftsmodell philippinischer Banken. Leider funktioniert das nur wenn man die Fremdwährungskredite immer wieder zu niedrigen Zinsen refinanzieren kann und der Peso nicht extrem abwertet. Die FED hat schon durchblicken lassen, dass man dieses Jahr die Zinsen 3 bis 4 mal erhöhen will. Auch die EZB und BoJ treten langsam auf das Bremspedal. Das bedeutet mittel und langfristig steigende Refinanzierungszinsen und abwertender Peso. Eine ungesunde Mischung. Ein ähnliches Geschäftsmodell hat auch die HRE gefahren und dem Steuerzahler einen Schaden von rund 50 Mrd. Euro hinterlassen.
Jeder mit einem Grundwissen in VWL weiß das so ein Geschäftsmodell nicht ewig funktiniert und mit zu vielen Unsicherheiten behaftet ist. Die Bonität philippinischer Banken ist ja selbst zu besten Zeiten (jetzt) gerade mal so ausreichend. Sollte es zu Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen - wie Wahrscheinlichkeit einer Bereinigung ist immer gegeben - und die Banken herabgestuft werden wird es ganz ganz dunkel. Keine billigen Fremdwährungskredite mehr und philippinische Banken dürften dann vor den Aus stehen und der Staat hat keine finanzielle Potenz um zu retten. Das ist ganz klar ein "worst case" Szenario aber man sollte schon nachdenklich werden warum westliche Banken dieses Geschäftsmodell nicht betreiben und auch nicht an philippinischen Banken beteiligt sind.

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Sonntag, 14. Januar 2018, 10:48

Noch einmal zum eigentlichen topic:
Es ist ja einfach nachvollziehbar dass die Auslandsinvestitionen immer weiter zurückgehen werden. Sobald die Kosten steigen, zieht die Karawane der Produzenten die nur billig produzieren weiter. Leider gab es auch in vergangenen vielen Jahren keinerlei "Masterplan" der Regierungen sinnvolle zukunftsträchtige Investitionen zu fördern. Man ist halt mehr damit beschäftigt, die eigenen Taschen zu füllen.
Das beste Beispiel diese fürchterliche Call-Center Industrie. Die Auftraggeber aus den USA haben eigentlich nichts investiert außer ein paar Computern und Telefonen und wenn es zu teuer wird geht man nach Ghana, Nigeria oder sonstwo. Nachhaltig aufbauen kann man darauf nicht. Die Philippinen haben praktisch keine Rohstoffe und das Einzige sind die "human resources" welche genutzt werden können. Wo ist das philippinische Silicon Valley? Wo sind international anerkannten Forscher und Forschungsinstitute? Was sind die Schlüsseltechnologien der philippinischen Wirtschaft? Wo sind die philippinischen "global player" auf dem Weltmarkt? Alles das existiert nicht. Man hat nicht einmal die Grundlagen einer soliden Volkswirtschaft.
Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahren beruhte auf billigen Arbeitskräften und Banken mit exzessiver Kreditvergabe - so einfach ist das. Was passiert eigentlich, wenn diese beiden Faktoren wegfallen?

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Sonntag, 14. Januar 2018, 10:52

Fuer jeden den es interssiert, der kann hier einmal ein bisschen vergleichen, was Eckdaten anbetrifft.
Speziell der Vergleich mit INDONESIEN, Malazsia und Thailand ist doch einmal ein Ansatzpunkt.
Beim Haushaltskonsum am BIP sind die Philippinen endlich mal vorne.


Ob das eventuell am Dollarimport der OFW liegt?


Fuer alle, welche bereits denken, die Zahlen aus 2017 seine valide und irgendwelche Presseberichte hier anbringen, ich warte lieber auf wirklich bestaetigte Zahleen.


Fuer alle, welche Dutertes Politik heranziehen: Wie kurzfristig investiert den bitte ein international agierendes Unternehemn? Auswirkungen sind fruehestens mittelfristig zu bemerken.


http://de.theglobaleconomy.com/compare-countries/

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Sonntag, 14. Januar 2018, 11:01

Es gibt neben den Reichen und Armen eine stetig wachsende Mittelschicht, die sich einen sehr guten Lebensstandard leisten kann.
Das sind nicht nur ein paar. Die Malls sind voll, es wird gebaut und große und vor allem neue Autos gehören zum Straßenbild. Das ist nicht alles
auf Pump gekauft und nicht jede Finanzierung geht hoch.

Auch mit einem einem "Familien-Einkommen" von 60'000 oder von mir auch 100'000 kann man kein neues Auto für 2-3 Mio. bar bezahlen. Dafür müsste man ein paar Jahre sparen und das liegt dem Filipino nicht. Wenn er Geld hat, so gibt er es aus, also kauft man lieber auf Kredit. Dasselbe gilt für Häuser und Condominiums.

Wären nur die bar bezahlten Autos auf den Strassen, so hätte es in Manila nur noch selten Staus.

Gruss
Peter

Once

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68

Sonntag, 14. Januar 2018, 13:25

Wenn er Geld hat, so gibt er es aus, also kauft man lieber auf Kredit. Dasselbe gilt für Häuser und Condominiums.
Wer Häuser und Condos als Investment ansieht finanziert diese auch zum Teil. Alleine um Steuern zu sparen und zusätzlich das Investment zu erhöhen. Es muss natürlich ein gewisses Eigenkapital vorhanden sein und Reserven für Mietausfälle.

Man muss schon Konsumgüter und Inverstment unterscheiden. Um aufs Thema zurückzukomme, wo es um Investment geht. Und Kauf von Konsumgütern ist eben kein Investment. Der Aufbau von Shopping Malls schon.

Wobei das eher daran liegt, das der Versandhandel auf den Philipinnen nicht richtig funktioniert. In den entwickelten Ländern werden eher Läden geschlossen. Walmart hat in den letzten Jahren mehrer hunderte Fillialen geschlossen.

Was das internationale Investment in Asien angeht, gibt es, außer für Call-Center, auf den Philippinen kein vernünftiges Geschäftsmodell. Der Markt ist mehr oder weniger abgeschottet, Tourismusmarkt ist ein gutes Beispiel. Und ausgebildete Arbeiter für Billig-Löhne gibt es eben eher in Vietnam.

Wenn man den Index der Meschlichen Entwicklung ansieht, der alles von BIP bis Kindersterblichkeit einrechntet, ist Thailand schon seit Jahren vorbeigezogen. Vietnam zieht gerade vorbei. Vielleicht gibt das mal irgendwann der Elite zu denken, ansonsten ist halt dieses Land irgendwann das Armenhaus in Süd-Ost Asien

Urlauber76

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Sonntag, 14. Januar 2018, 13:26

Zitat

Mann sollte einmal in die Materie gehen. Wo kommt denn das ganze Geld her welches BPI , BDO, Metrobank & Co. als Kredite für Immobilien, Autos usw. geben. Sicher nicht aus den Spareinlagen der Filipinos. Es sind Fremdwährungskredite vom Interbankenmarkt. Die Rechnung ist einfach: billige kurzfristige Kredite in EURO, Dollar oder Yen zu niedrigen Zinsen aufnehmen und zu hohen Zinsen in Peso weitergeben. Das ist das Geschäftsmodell philippinischer Banken. Leider funktioniert das nur wenn man die Fremdwährungskredite immer wieder zu niedrigen Zinsen refinanzieren kann und der Peso nicht extrem abwertet.


Völlig richtig und sehr gut erkannt. Deswegen wird es auch in Zukunft richtig knallen. Die Pinoys nehmen dankend das billige Geld an, ohne zu wissen wo das enden wird. War doch in Griechenland genauso :)

Zitat

Wären nur die bar bezahlten Autos auf den Strassen, so hätte es in Manila nur noch selten Staus.


ich glaube das wäre in Deutschland auch der Fall :D wer kann sich denn heute bitte noch einen Mittelklassewagen (30.000€+) noch in bar kaufen ? 20%? 30%? rest ist geleast oder finanziert.
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Ok, hier meine neue Signatur, ich hoffe die passt jetzt JEDEM!

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91301

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Sonntag, 14. Januar 2018, 14:08

Ich moechte etwas OT zu den Autos anmerken. Jaehrlich werden augenblicklich gerade einmal 125.000 Autos zugelassen. In Indonesien etwas mehr als 1.000.000. Im Verhaeltnis zur Bevoelkerung sagt das doch wohl einiges aus.

Hausbau wird clever mit PAG IBIG finanziert, hatten wir doch etwas anders auch mit unserer Schwaebisch Hall vor 40 Jahren.

Wen es um wirkliche Investitionen im produktiven Bereich, welcher auch Export generiert geht, dann sieht es eben etwas bitterer aus. Den inlaendischen Konsum befeuern die Zahlungen der OFW workers und vertuschen doch so einiges.

Paradiser

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Sonntag, 14. Januar 2018, 14:55

angeblich sind unter Du30 die ausländischen Direktinvestitionen um 90% zurückgegangen

Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen?

glauben kann ich das nicht oder sie haben vielleiccht das Errichten einer US-Basis als gigantische Direktinvestition eingeordnet

mir kommt es vor als ob es den Geringstverdienern seit Du30 an der Macht ist besser geht
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Perles

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Sonntag, 14. Januar 2018, 15:36

Die Philippinen haben praktisch keine Rohstoffe und das Einzige sind die "human resources" welche genutzt werden können.

Blödsinn. Die Philippinen sind sehr sehr reich an Rohstoffen.

Das Problem ist, dass das Land auf die Hilfe von ausländischen Firmen angewiesen ist. In der Vergangenheit wurden durch ausländische Minengesellschaften grossen Umweltschäden verursacht. An einigen Orten ist die lokale Bevölkerung daher gegenüber der Ausbeutung der Rohstoffe sehr kritisch eingestellt. z.B. Marinduque. Ein weiteres Problem ist, dass die Konzessionsgelder nach Manila fliessen und am Ort verbleiben die schlecht bezahlten Arbeitsplätze und die Umweltschäden.

Die Schweizer Firma Glencore hatte vor einigen Jahren ein Riesenprojekt (Tampakan) in Mindanao. Es ging um eine Investition von 5.9 Milliarden USD. Aus verschiedenen Gründen hat sich Glencore aus dem Projekt verabschiedet. Ob das weiterverfolgt wird, ist mir nicht bekannt.

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Peter

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Sonntag, 14. Januar 2018, 16:49

Die Schweizer Firma Glencore hatte vor einigen Jahren ein Riesenprojekt (Tampakan) in Mindanao. Es ging um eine Investition von 5.9 Milliarden USD. Aus verschiedenen Gründen hat sich Glencore aus dem Projekt verabschiedet. Ob das weiterverfolgt wird, ist mir nicht bekannt.
Das Problem ist, das es gegenüber Philippinischen Behörden und Justiz keine Verlässlichkeit gibt und damit ist das ganze ein Risiko-Investition. Wenn der Laden brummt kommt plötzlich der Philippinsche Anteilseigner auf die Idee den Laden zu übernehmen und dann kommen die Behörden mit Umweltauflagen um die Ecke und die Konzession ist weg. (Fraport lässt grüßen). In Russland wurde in den 2000er das gleiche Spiel mithilfe von Steuerbehörden gemacht.

Ich bin für Umweltschutz. Die Auflagen müssen aber vor Beginn durch die Behörden gemacht werden und entsprechend überwacht werden. Und nicht nach 5 Jahren wird eine Inspektion gemacht und der Laden stillgelegt, weil schon zwei Familienkonzerne darauf warten die Konzession mit dem dann Erschlossene Areal zu übernehmen.

Fraport war damals an der Entwicklung nicht unschuldig, weil man sich von windigen Anwälten hat beraten lassen, unrechtmäßige Vertragsklauseln mit den philippinischen Miteigentümern zu machen. Das Ergebnis hat aber vebrannte Erde für Investoren hinterlassen, da es defakto ein Totalverlust für Fraport war.

mangojo

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Sonntag, 14. Januar 2018, 17:09


Zitat

Wären nur die bar bezahlten Autos auf den Strassen, so hätte es in Manila nur noch selten Staus.


ich glaube das wäre in Deutschland auch der Fall :D wer kann sich denn heute bitte noch einen Mittelklassewagen (30.000€+) noch in bar kaufen ? 20%? 30%? rest ist geleast oder finanziert.

Nun ja, ich habe mein ganzes Leben noch nie einen Kredit aufgenommen, mir immer nur das geleistet, was ich auch sofort bezahlen konnte.
Auto, Haus usw.
Eine Bank hat noch nie mit mir einen positiven Saldo gemacht, sondern ich habe an ihr verdient.
Für eine Kapitalvernichtungsmaschine wie ein Auto einen Kredit aufnehmen ? Never !
So denken und agieren in meinem Bekanntenkreis viele.

Das Problem auf den Phils ist, das unterentwickelte Bankensystem.
Was soll denn der gemeine Pinoy mit seinen Pesos machen, außer Land kaufen ?
Oder halt gleich sonstwie verkonsumieren ?
Unters Kopfkissen legen bis es die Inflation irgendwann aufgefressen hat ?
Daher nehmen sie auch so leichtfertig einen Kredit auf, zu den bekannten Wucherzinsen.
Das ist das eigentliche Problem.
Signatur von »mangojo«
Gruß Mangojo

-------------------------------------------------------
Es ist sinnlos für Arbeitnehmer in das Deutsche Rentensystem hunderttausende an Euros bis 67 einzuzahlen, weil Babyboomer und jünger alles über dem Freibetrag, entspricht fast der Grundsicherung, zu 100% versteuern und dazu noch Sozialabgaben zahlen werden müssen, den Rest holt sich die Pflege, rechne mal nach !

Carabao

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Sonntag, 14. Januar 2018, 17:49

Jaehrlich werden augenblicklich gerade einmal 125.000 Autos zugelassen.


Die Zahl stimmt zwar so nicht ist aber ein guter Aufhaenger fuer die Frage ob es auf den Philippinen aufwaerts geht oder nicht! Die Zahl der Neuzulassungen von PKW. Es gibt zwar noch keine abschliessenden Zahlen von 2017, aber der Zahlenvergleich von 2016 zu 2015 zeigt wie dynamisch sich die Mittelschicht entwickelt. Hier die Zahlen der Neuzulassungen lt. LTO:


PKW 2015: 110.952, 2016: 132.298, entspricht einem Anstieg von rund 20% innerhalb nur eines Jahres

SUV 2015: 73.099, 2016: 95.827, entspricht einem Anstieg von ueber 30% (!!!!!!) innerhalb eines Jahres

Hinzu kommen 191.759 neuzugelassene utility vehicle, wozu auch Mulicabs zaehlen mit nur einem geringerem Anstieg von rund 5% zum Vorjahr.

Hinzu kommen rund 3 Millionen Fahrzeuge der oben genannten Kategorien deren Zulassung in 2016 erneuert wurde.

Bei deartigen Steigerungsraten stehen die Verkehrsplaner auf den Philippinen vor grossen Herausforderungen fuer die naechsten Jahre.

Das von Sven beschriebene Krisenszenario ist schluessig. Man koennte es aber ebenso auf Deutschland uebertragen. Was passiert mit den Aktien- und IMmobilienmaerkten wenn die Zinsen wieder deutlich ansteigen. Immobilien und Aktien boomen vor allem deswegen weil die Leute nicht wissen wohin sie mit ihrem Geld sollen. Gibt es wieder ansprechende Guthabenzinsen halbieren sich all die Werte der Anlageimmobilien die heute zum Teil mit 25-30fachem Multiplikator der moeglichen Mieteinnahmen bezahlt wurden.


LG Carabao

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Carabao« (14. Januar 2018, 17:55)


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Sonntag, 14. Januar 2018, 21:13

Carabao, da habe ich mich wahrscheinlich missverstaendlich ausgedrueckt, ich meinte ausschliesslich private Zulassungen.

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77

Mittwoch, 17. Januar 2018, 17:43


Und das ist auch gut so! Nur weil es in Deutschland so ist muss nicht in jedem Land der Welt der Verdienst von den Fleissigen, Intelligenten und Cleveren ueber riesige Steuersaetze und Gaengelungen des Mittelstandes an die Faulen und Dummen der Gesellschaft umverteilt werden um deren Traegheit damit noch zu unterstuetzen. Trump hat mit seiner Steuerreform die Zeichen der Zeit erkannt. Nur Deutschland zaehlt immer noch zu den wenigen Laendern die diesbezueglich gegen den weltweiten Trend Geister fahren. Aber Deutschland ist nicht der Nabel der Welt!


Neoliberaler, sozialdarwinistischer Lötzinn. Als on alle Armen faul und dumm wären und alle Reichen hart arbeiten würden. Tatsächlich ist es so, dass der Mittelstand zahlt und die Reichen kassieren. Nach Trumps Steuerreform in den USA wird es noch extremer. Beispiel Amazon. Deren CEO Jeff Bezos hat 2017 über40 Milliarden eingenommen und ist jetzt der reichste Mann der Welt. Amazon hat weltweit etwa 500.000 Mitarbeiter. Diese Mitarbeiter bekommen zum Großteil Hungerlöhne während Bezos schon nicht mehr weiß, wohin mit seinem Geld. er könnte z.B. jedem seiner Angestellten monatlich $1000 mehr bezahlen. Das kostet ihn 6 Milliarden und er hätte immer noch ein perwerses Einkommen.

Aber glaub nur weiter der Bild-Zeitung.

78

Donnerstag, 18. Januar 2018, 12:03

Abgesehen von den Summen die scheinbar in die Philippinen fliessen waere natuerlich duchaus interessant zu wissen welche Summen im gleichen ZEitraum von hier abgezogen wurden und nicht zu verachten wo kommen den diese Gelder her.

Gegen Ende von Aquinos Amtszeit hatte Manila Bulletin oder Daily Inquirer etwas mehr zu bieten als die ueblichen Hurra Meldungen.
Damals wurde von monatlich 10 bis 15 Prozent hoeherem neu investment als abgezogenen Geldern berichtet.

Herkunft der Gelder waren erlauchte Ecken wie Cayman Islands, Luxenburg, Kanalinseln ... mit diesen Geldern wurden wohl eher Arbeitsplaetze bei der hiessigen Boerse underhalten, imho reine Zockerkohle .


Wuerde mich extrem wundern wenn wir heute andere Bedingungen haetten
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Once

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79

Donnerstag, 18. Januar 2018, 14:21

Herkunft der Gelder waren erlauchte Ecken wie Cayman Islands, Luxenburg, Kanalinseln ... mit diesen Geldern wurden wohl eher Arbeitsplaetze bei der hiessigen Boerse underhalten, imho reine Zockerkohle .
Von OFW wird schon ordentlich Geld überwiesen. Grad die Leute, die im arabischen Raum arbeiten, wollen oder können dort nicht in Ruhestand gehen. Von OFW in den USA mag das anders aussehen, vor allem wenn die Kinder dort aufgewachsen sind.

Natürlich wird es auch andersrum sein. Ich kann mir nicht vorstellen das die phillipinische Oberschicht nicht zumindest einen Teil des Vermögens ins Ausland transferiert. Ich kenn auch Leute aus der Mittelschicht, die zumindest einen Notgroschen im Ausland haben, weil sie dem Banksystem nicht trauen.

80

Donnerstag, 18. Januar 2018, 21:46

Herkunft der Gelder waren erlauchte Ecken wie Cayman Islands, Luxenburg, Kanalinseln ... mit diesen Geldern wurden wohl eher Arbeitsplaetze bei der hiessigen Boerse underhalten, imho reine Zockerkohle .


Von OFW wird schon ordentlich Geld überwiesen. Grad die Leute, die im arabischen Raum arbeiten, wollen oder können dort nicht in Ruhestand gehen. Von OFW in den USA mag das anders aussehen, vor allem wenn die Kinder dort aufgewachsen sind.




wir reden offenbar meilenweit anenander vorbei. Ich halte es fuer eher unwahrscheinlich dass OFWs wo immer sie arbeiten ihre Kroeten via Cayman etc auf die Philippinen ueberweisen. Ueberschriften wie 'Auslaendische Investitionen ...' wo auch immer implizieren doch wohl vorrangig logische Verkettungen wie ' Investition, Arbeitpaetze geschaffen. Leute in Brot und Arbeit gebracht .... good job Mr. President '

Meines erachtens handelt es sich bei dem Grossteil dieser auslaendischen Investitionen um Geld was ausschliesslich an der Boerse investiert und keinen einzigen Arbeitsplatz schafft.
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