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  • »Chris-NRW« ist männlich
  • »Chris-NRW« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 11. Juli 2018, 10:29

Just FYI - Krankenhauskosten Bandscheibenvorfall

Hi,

Ich war ein paar Wochen nicht online, da ich einen Bandscheibenvorfall hatte. Ich wage mich daran zu erinnern das es mal einen Thread für Krankenhauskosten gab (welcher gepinnt war glaube ich), kann diesen aber nicht mehr finden.
Keine Ahnung ob es jemandem hilft, aber ich wollte mal aufzeigen was "Gesundheit" auf den Phillies kostet.

Vorgeschichte:

Nun kam es vor ca 4 Wochen recht dicke und ich hatte Schmerzen in der linken Gesäßhälfte bis runter in die Kniekehle. Ich dachte erst an etwas wie nen Nerv eingeklemmt (beim Sport) oder verhoben und ignorierte das ganze für ein paar Tage und humpelte etwas auf Arbeit. Soweit nichts schlimmes.
Nach 5 Tagen wurde der Schmerz morgens allerdings so stark das ich weder aufstehen, sitzen oder etwas anderes als der rechten Körperhälfte liegen konnte. Also machte ich ein paar Tage krank und lag nur zuhause rum. Als immer schlimmer wurde ging es in die Emergency Station ins Medical City.

Dort angekommen wurde ich direkt in nen Rollstuhl verfrachtet und zur Station gerollt in eines der Betten. Die Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer und keine der unzähligen Tabletten halfen. Zur Diagnose wurde ich zum MRT (MRI) geschickt. Das Problem war ich konnte nur unter sehr starken Schmerzen
auf dem Rücken liegen somit sollte es ein Intravenöses Schmerzmittel richten. Tat es aber leider nicht. Einzig gutes war das ich vollgestopft mit Painkillern und ohne Schlaf extrem Müde war und sich somit die 50 Minuten Röhre irgendwie überstehen ließen.

Nachdem Scan gings ab zum Spinal-Surgery-Specialist Dr. Larry Acuna. Dieser schaute sich die Ergebnisse an und zeigte Anhand des Scans (den bekommt man auf nem USB Stick mit nach Hause) das eine der unteren Bandscheiben ordentlich auf den Nervenkanal drückt und, Schock für mich. dies nur operativ
geregelt werden kann. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. OP wurde direkt für Samstag den 23 Juni ausgemacht und sollte Preislich bei 120-150k liegen (wusste nicht das er damit nur die Doktor-Kosten meint) leicht geschockt und ausgestattet mit Muskel-Entspannungsmittel und Nerven-Schmerzmittel sollte es
heimgehen. Irgendwie googlet man ja mittlerweile alles und ich tat das direkt. Dort las ich das üblicherweise erst Therapie gemacht wird und war verwundert ob der Doc nicht nur Geld machen wollte. Also ab ins St. Lukes 2. Meinung holen. Dort ebenfalls zu einem Chirurg, inklusive der Scans und nachfragen.

Das 2. Meinung nicht von der KV bezahlt wird, habe ich 1k Peso selbst hingelegt. Leider ohne Erfolg. Der Arzt war der leben Meinung und erklärt mir ordentlich warum eine Therapie nicht mehr wirkt. Die Scheibe drückte sehr stark auf den Nervenkanal, dieser war kaum noch zu sehen in dem Scan. Weiterhin hatte ich
Probleme beim Wasser lassen welches ein schlechtes Zeichen sein soll. Wenn die Scheibe noch weiter in die Nervenbahn rutscht hätte es alsbald sein können das ich die Kontrolle über meine Blase verliere. Das wollte ich natürlich nicht. Der Arzt im St. Lukes nannte mir auch noch einen Preis. Dort würden die Arztkosten
bei ca. 380-450k liegen, also bis zu 3 mal soviel wie im Medical City.

Nicht das ich bei Sachen Gesundheit Geld sparen will. Aber ich kannte den Ruf vom St. Lukes und war bei meiner Gallenblasen-OP 2013 auch in Medical City sehr zufrieden. Somit blieb es dabei und der OP Termin wurde wahrgenommen.


Nun zum Hauptthema. Die Preise.

Summa summa rum kostete die ganze OP um die 330k inklusive 4 Nächten Krankenhaus aber ohne Voruntersuchungen.

107k Chirurg
54K Assistent
140k Krankenhauskosten

Übernommene Kosten:

43k Philhealth (27k für Doc und 16k für Krankenhaus)
53k KV (22K waren für Voruntersuchungen drauf gegangen)

Verhandlung mit Doc und am Ende zahlte ich 105k Cash für Doc und Assistent, wenn Zahlung per CC dann vollen Betrag. Keine AHnung warum ... Steuern sparen für den Doc vielleicht? Die 80k Krankenhaus (abzüglich Philhealth und KV) zahlte ich mit CC. Für wen es eventuell interessant ist. MRI kostet 9800 Peso im Medical City. Ich habe die ganzen Rechnungen zuhause für die die mehr Details wollen.

Soweit ist aber alles gut gelaufen. Bin 4h nach der OP schon rumgelaufen, arbeite seit gestern wieder, darf aber 2 Monate kein Motorrad fahren, max ne Stunde sitzen, Sport (Zuhause) ist Rücken und Bauch bezogen um die Wirbelsäule zu stabilisieren und schwimmen gehe ich nun täglich morgens 30 minuten. Dachte nicht das dass so einen Rattenschwanz nach sich zieht, um ehrlich zu sein. Hatte bisher nur OPs wo es nach der OP einfach gut war. Therapie usw. kannte ich nicht. Einzig gutes war das ich noch recht jung bin und somit die Heilung sehr schnell verläuft.

So das wars. bei Fragen fragen.

Grüße Chris
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Ich bin auf jedenfall dafür,
das wir dagegen sind!
:yupi

2

Mittwoch, 11. Juli 2018, 12:34

Danke für die Infos!
Ich hatte exakt die selben Sympthome vor 4 Jahren, Diagnose doppelter Bandscheibenvorfall der letzten beiden Lendenwirbel.
Allerdings bin ich ohne OP davongekommen. 4 Spritzen und ne Menge Physiotherapie hats gerichtet. Gezielte Gymnastik hilft die Rückenmuskulatur zu stärken, damit wird die Bandscheibe im Normalfall wieder zurecht gerückt.
Bei mir hats geholfen, seitdem keine größeren Beschwerden mehr.
Ist natürlich bei jedem anders, aber ich habe in deinem Fall den leisen Verdacht das das auch anders hätte behoben werden können. Bin aber kein Arzt... :peinlich

TanduayIce

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3

Mittwoch, 11. Juli 2018, 14:33

Danke für die Info

Zitat

Abzüglich Philhealth und KV musste ich 180k selbst zahlen, was erstmal alle Ersparnisse gefressen hat und Papa musste aushelfen.

Mein Reden hier seit Jahren, dass man ohne entsprechende KV schon bei recht "einfachen" Sachen aufgeschmissen ist, wenn man nicht über hohe Ersparnisse verfügt! Weit teurer wird es dann bei Herzinfarkt, Unfall oder Krebs!


Ist natürlich bei jedem anders, aber ich habe in deinem Fall den leisen Verdacht das das auch anders hätte behoben werden können. Bin aber kein Arzt... :peinlich

Ist leider so, dass viel zu früh operiert wird...auch weil es viel Geld bringt! Ich habe das auch ohne OP überstanden, weil ich einen Top Arzt hatte!! Das Problem bei Operationen ist oft erst nach Jahren zu fühlen. Das Narbengewebe wuchert dann und erzeugt dieselben Probleme wie vorher und die nächste OP folgt

https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/b…rschnell-10986/

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnos…l-a-934529.html

PS: Gute Besserung
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4

Mittwoch, 11. Juli 2018, 14:58

Hi,

Danke für die Infos.
Ich hatte ja eben die selben bedenken und bin deswegen zum einholen der 2. Meinung gegangen und dem sagte ich das von Anfang an (im St. Lukes) das ich nur seine Meinung will. Ob er nun seinem Kollegen zu Geld verholfen hat oder halt die Wahrheit sagte zwecks OP weiss ich aber auch nicht.
Ich hatte eben auch vorher gelesen das eigentlich Therapie versucht wird vor der OP. Das kommt aber wohl auch auf die Stärke des Vorfalls an. Auf dem MRI Scan sieht man eben sogut wie nichts mehr von dem Nervenstrang. Es ist also nicht nur ein wenig eingebeult sondern locker zu 5/6 einfach weg. Das war wohl der Grund für die OP. Auch auf die Nebenwirkungen und Zukunftsaussichten hat mich der Doc hingewiesen. Muss ich wohl erstmal mit Leben und hoffen der Vorfall kommt nicht so schnell wieder.

Zusätzlich muss ich sagen ich hätte niemals ne Therapie hinbekommen mit den Schmerzen auch stand ich extrem schief und hatte schon einen Knick in der Wirbelsäule da ich keine andere Position einnehmen konnte. Schmerzmittel haben ja auch nix geholfen. Das erste mal fühlte ich mich besser als ich vor der OP Tranquilizer bekommen habe. Da hatte ich immernoch die selben Schmerzen nur waren sie mir irgendwie egal. Selbiges mit der Blase, deren Funktion schon eingeschränkt war. Also ich gehe einfach mal davon aus das ich um ne OP nicht herumgekommen wäre was sowieso keine Rolle mehr spielt, da zu spät.

Übungen mache ich im Moment einige. Natürlich nix mit Gewichten sondern gezielt auf unteren Rücken und Bauch welche mir vom Physiotherapeuten genannt wurden. Da ich mich ohne Sport nicht wirklich wohl fühle gehe ich zum ausgleich morgens 30 Minuten schwimmen für die restlichen Muskeln was der Arzt auch für gut befindet. Abends dann die genannten Physio-Übungen.

@TanduayIce
Sehe ich genauso, vorallem nach 2 OPs hier. Ganz schnell ist alles ersparte futsch und es geht von vorn los. Deswegen auch der andere Thread Zwecks KV auf den Phils.

Danke für die Genesungswünsche.

Grüße Chris
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heirip

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5

Mittwoch, 11. Juli 2018, 15:28

Wenn wir schon bei Krankenhauskosten sind:
Postoperative Schmerzen nach Oberschenkel - Halsbruch

Leistungen:

Untersuchung
Roentgen
Arztgespraech 6400 PHP

Ambulance (Rettungswagen) Pasig Greenhills und zurueck
1000 PHP

Cardinal Santos Medical Center Manila Greenhills

Cinque

Profi

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6

Mittwoch, 11. Juli 2018, 19:30

Thx für die Informationen und weiterhin gute Besserung!

Bonner48

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7

Donnerstag, 12. Juli 2018, 02:09

Ich hab auch seit zig Jahren Probleme mit der Wirbelsäule, daher kann ich erstmal sagen, dass die OP in Deinem Fall tatsächlich erforderlich war.
Wenn es bereits so massiv ist, dass es Probleme mit der Blase gibt MUSS operiert werden, um weitere Schädigungen zu vermeiden.

Das Du den "Rattenschwanz" jetzt lästig findest ist verständlich ABER ich kann Dir nur DRINGEND RATEN regelmässig mind. 2x pro Woche Rückentraining zu machen.
Sonst bist Du in ein paar Jahren gleich wieder im Krankenhaus - und als Rentner dann wahrscheinlich stark eingeschränkt.

Ich hab seit mitte 20 Probleme mit meiner Wirbelsäule - mein damaliger Arzt gab nur Spritzen - das half kurzfristig, war langfristig aber genau falsch - daher hab ich heute nämlich meine Probleme.
Später dann halt auch jahrelanges Sitzen im Büro - und ständig Rückenschmerzen - Ischias Gefühl etc. - es hat Jahre gedauert bis ich fand was mir tatsächlich hilft - SPORT !
Fitness mit Personal Trainer - 2x pro Woche - 3 Jahre ohne Beschwerden - mache ich mal 2 Monate weniger Sport tut mir der Rücken weh - daher mache ich hier jetzt mindestens 3-4x pro Woche Sport - wenn mir jetzt der Rücken weh tut dann eher vom Muskelkater

Wenn Dir Physio nicht zusagt dann such Dir eine Yogaschule und mach das. Istsehr gut für allgemeinen Muskelaufbau.
Zusätzlich mach Situps und Gewichtheben ABER ANFANGS NUR MIT Anleitung eines erfahrenen Trainers
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„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ (Antoine de Saint-Exupery: Die Stadt in der Wüste)

carldld

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8

Donnerstag, 12. Juli 2018, 02:31

Ich finde es schon erstaunlich dass immer von Einigen hier die These aufkommt dass Behandlungen,
speziell Operationen, nur aus "Geldgier" der Ärzte ausgeführt werden. Das ist einfach lächerlich! Da
beurteilen medizinische Laien ob es nötig war oder nicht! Jeder Patient ist anders. Von sich auf Andere
zu schliessen geht einfach nicht.

Zu den Kosten. wir hatten letzte Woche einen Fall in der Familie mit Herzproblemen. 4 Tage Krankenhaus
inklusive Allem 25.300 Peso. Phil health bezahlte 12.000 Peso dazu noch senior citizen Rabatt so dass im
Endeffekt 10.400 Peso bezahlt werden mussten. So schlecht is Philhealth also nicht bei Krankenhausaufenthalt.
Gruss
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9

Donnerstag, 12. Juli 2018, 08:55

Hi,

Thx für die Informationen und weiterhin gute Besserung!

Danke danke. Wird schon.
Ich hab auch seit zig Jahren Probleme mit der Wirbelsäule, daher kann ich erstmal sagen, dass die OP in Deinem Fall tatsächlich erforderlich war.
Wenn es bereits so massiv ist, dass es Probleme mit der Blase gibt MUSS operiert werden, um weitere Schädigungen zu vermeiden.

Wie erwähnt hatte mich das Blasenproblem auch am meisten überzeugt. Ich gehe mittlerweile, nach ein bisschen einlesen, auch weiterhin davon aus das es nötig war und es hat ja auch hingehauen. Es war ein tolles Gefühl nach der OP direkt wieder herumlaufen zu können, das ging ja 2 Wochen lang nicht.
Das Du den "Rattenschwanz" jetzt lästig findest ist verständlich ABER ich kann Dir nur DRINGEND RATEN regelmässig mind. 2x pro Woche Rückentraining zu machen.
Sonst bist Du in ein paar Jahren gleich wieder im Krankenhaus - und als Rentner dann wahrscheinlich stark eingeschränkt.

Ja die Rücken- und Bauchübungen welche mir verschrieben wurden, habe ich um ein paar erweitert und mache diese jeden Tag. Nach etwas belesen ist mir leider aufgefallen das schwimmen keine so gute Idee ist, zumindest Brustschwimmen. Werden Rückenschwimmen versuchen wenn nicht muss ich mir was anderes einfallen lassen.
Da mein linkes Bein an der hinteren Seite noch vom Gesäß bis zur Kniekehle taub ist und sich schwächer anfühlt als das rechte Bein, werde ich wohl auch noch leichte Kniebeuge ohne Gewicht mit ins Programm nehmen. Wenn die Taubheit weg ist und die innere Wunde ebenfalls verheilt, werde ich mir eine Bank für Hypertensions in die Wohung stellen. Dead Lifts kann ich natürlich erstmal für mindestens 6 Monate vergessen.
Ich hab seit mitte 20 Probleme mit meiner Wirbelsäule - mein damaliger Arzt gab nur Spritzen - das half kurzfristig, war langfristig aber genau falsch - daher hab ich heute nämlich meine Probleme.
Später dann halt auch jahrelanges Sitzen im Büro - und ständig Rückenschmerzen - Ischias Gefühl etc. - es hat Jahre gedauert bis ich fand was mir tatsächlich hilft - SPORT !

Ja mein Doc sagte mir auch das man eigentlich 2 Monate nicht arbeiten sollte. Was nicht wirklich an der Arbeit liegt (auch wenn ich Sitze, stehe aber alle 45-60 Minuten auf) sondern am Weg dort hin. Motorrad darf ich mindestens 2 Monate nach der OP nicht fahren. Jeep habe ich probiert geht gar nicht weil ich nicht gerade Sitzen kann. Jetzt muss es Taxi richten was natürlich mehr kostet. Aber da muss ich jetzt durch. Sport wird wie erwähnt gemacht. Leichter Sport der sich natürlich nicht so gut anfühlt wie Gewicht zu stemmen, aber auch das wird ja irgendwann wieder gehen.
Wenn Dir Physio nicht zusagt dann such Dir eine Yogaschule und mach das. Istsehr gut für allgemeinen Muskelaufbau.
Zusätzlich mach Situps und Gewichtheben ABER ANFANGS NUR MIT Anleitung eines erfahrenen Trainers

Wie gesagt Gewicht soll ich so kurz nach der OP auf jedenfall noch sein lassen. Auch Situps sind schlecht für die Heilung. Ich mache viele sogenannten "Reverse-Situp" Übungen. Auf den Rücken liegend Radfahren, Schere und Beinstrecker (links rechts wechsel). Auch Reverse-Situps auf der Schrägbank funktionieren. Das geht gut auf den Bauch ohne die Wirbelsäule zu "biegen".

Muss auch zugeben ich bin eher ein "Eigenbrödler" wenns um Gym oder Übungen geht. Es wird leider sehr viel falsch gezeigt und erklärt. Ich hatte mich jetzt viel auf lesen und ja auch Youtube verlassen. Großen Spiegel und das Video nachmachen um zu sehen ob der Ablauf korrekt ist. Bin ich die letzten Jahre gut mit gefahren.

@carldld
Leider stimmen die Aussagen teilweise. Ich habe auch viel gelesen das OP's gern direkt empfohlen werden auch wenn eine Therapie noch helfen könnte. Du hast aber auch recht das es sicher von Patient zu Patient verschieden ist. Die Erklärungen der Ärzte hörten sich schon schlüssig für mich an. Kleine Zweifel blieben. Aber nach der OP war ich froh das es vorbei war. Ob ich Monate lange Therapie durchgehalten hätte, wage ich tatsächlich zu bezweifeln.
Auch deine Aussage mit Philhealth stimmt absolut. Dafür das diese einen lächerlichen Betrag kostet (ok wurde jetzt teurer für einige Personengruppen) zahlen diese nicht schlecht. Die 47k die jetzt übernommen wurden, habe ich in 3.5 Jahren noch lange nicht eingezahlt. Mal davon abgesehen das es schon meine 2. OP im Medical City war (Gallenblase raus 2014 für 120k Peso).

Danke für die Infos und angenehme Diskussion

Grüße Chris
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Ich bin auf jedenfall dafür,
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:yupi

trivial

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  • »trivial« ist männlich

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10

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:42

Hi,Summa summa rum kostete die ganze OP um die 330k inklusive 4 Nächten Krankenhaus aber ohne Voruntersuchungen.

107k Chirurg
54K Assistent
140k Krankenhauskosten

Übernommene Kosten:

43k Philhealth (27k für Doc und 16k für Krankenhaus)
53k KV (22K waren für Voruntersuchungen drauf gegangen)

Danke für den offenen Erfahrungsbericht.
Was mich interessiert: Philhealth ist keine vollwertige Krankenversicherung, das ist klar. Aber wieso übernimmt deine private Krankenversicherung nur einen kleinen Teil der Kosten? War für dich von Anfang an klar, dass du so viele Kosten selbst zahlen musst? Ist das keine vollwertige Versicherung oder gibt es spezielle Gründe, dass sie ausgestiegen ist?

Auf jeden Fall wünsche ich dir gute Besserung!

Zum Nachdenken:
Ich möchte das auch als Appell an alle Leser nutzen: Ein Leben ohne vollwertige Krankenversicherung ist gefährlich!
Eine aufwändige Operation oder Behandlung kostet mehrere Monatsgehälter, in Deutschland ebenso wie auf den Philippinen. Treffen kann es jeden, wie man sieht.
Insbesondere auf den Philippinen sollte man sich gut überlegen, ob man eine Krankenversicherung hat, bei medizinischen Notfällen anstandslos zahlt, oder ob man genügend verdient, um das problemlos selbst zahlen zu können.

NikWalker

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  • »NikWalker« ist männlich

Beiträge: 1 203

Registrierungsdatum: 7. März 2007

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11

Donnerstag, 12. Juli 2018, 10:44

@Chris-NRW
Die Hauptsache ist, daß du das Leiden erstmal los bist. Alles andere kann man richten.

Meinen ersten Bandscheibenvorfall hatte ich mit 23 Jahren!
Mein Körperbau war ungeeignet für harte Arbeit, Gipssäcke tragen, mit der Hilti Beton brechen, und in den unmöglichsten Positionen Handgriffe durchführen, die für die Wirbelsäule gar nicht ausbalanciert sind.
Das war in DE. Ich lief wie ein Opa und konnte meine Socken nicht anziehen. Der Arzt verabreichte mir eine Spritze, direkt in die Bandscheibe. Ich musste operiert werden, weil etwas aus der Bandscheibe ausgelaufen ist, das nun auf einen bestimmten Nerv drückte.
Ich habe etliche OP's hinter mir. Im Zusammenhang mit dem Autounfall 1999.
Mir ist klar, daß ich sowas hier auf den PH nicht überleben würde. Insofern verstehe ich sehr gut, wenn jemand das Gesundheitssystem in DE anpreist.
Auf den PH ist keine ausreichende Finanzierung der Kranken- und Rentenkasse vorhanden. Womit Vollleistungen von der PhilHealth, oder eine auskömmliche Vollrente von der SSS entfallen.
Die PhilHealth gibt immer tabelarisch je nach Fall eine Maximalsumme an, die gezahlt wird. Bei größeren OP's sehen diese wie ein Tropfen auf den heißen Stein aus. Man muß immer etwas auf der Seite haben, wenn man nur PhilHealth-Versichert ist.

Ich muß zugeben, daß ich vor chirurgischen Eingriffen ebenfalls Angst habe. In Griechenland hat sich ein Cousin von mir den Magen verkleinern lassen wollen. Er ist nach der OP verstorben. Später fanden wir heraus, daß bereits 4 andere Personen nach einer Magenverkleinerung vom selben Chirurgen verstorben sind. :confused
Dieser fettleibige Cousin hatte vor seinem militärischem Pflichtdienst die Auswahl zwischen Sport und dieser OP.
Deswegen: Wenn etwas ohne OP geht, immer zuerst diesen Weg gehen. Wenn nichts geht, dann die OP durchführen!
Und wenns irgendwie möglich ist, die Präferenzen des Chirurgen erfragen.


Gruß
Nik

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12

Donnerstag, 12. Juli 2018, 13:52

Hi,



Danke für den offenen Erfahrungsbericht.
Was mich interessiert: Philhealth ist keine vollwertige Krankenversicherung, das ist klar. Aber wieso übernimmt deine private Krankenversicherung nur einen kleinen Teil der Kosten? War für dich von Anfang an klar, dass du so viele Kosten selbst zahlen musst? Ist das keine vollwertige Versicherung oder gibt es spezielle Gründe, dass sie ausgestiegen ist?

Auf jeden Fall wünsche ich dir gute Besserung!

Die Private KV hier ist vom Arbeitgeber. Ist auf den Phillies normal das man über den AG versichert ist und dieser sich den Träger aussucht. In unserem Falle hier haben wir Maxicare als KV welche einen Betrag von 75k Peso pro Jahr pro Krankheitsfall übernimmt. Die Kosten wusste ich nach dem Arztgespräch und wusste also auch was auf mich zukommt.
53k Peso wurden für KH und OP bezahlt da bereits 23k Peso für Voruntersuchungen bezahlt wurden, von der KV. Macht zusammen 75k Peso. Die Karte is somit für dieses Jahr für den Krankheitsfall Bandscheibenvorfall voll belastet. Andere Sachen sind weiterhin bezahlt. Leider ist dies das Krankenversicherungssystem hier auf den Phils. Bei IBM zuvor hatten wir Intellicare welche 125k pro Krankheit pro Jahr bezahlte. Es gibt verschiedene Staffelungen welche natürlich mehr Kosten.

@Chris-NRW
Die Hauptsache ist, daß du das Leiden erstmal los bist. Alles andere kann man richten.

Auf jedenfall. Alles andere jetzt braucht seine Zeit aber der Schmerz ist endlich weg.

Meinen ersten Bandscheibenvorfall hatte ich mit 23 Jahren!
Mein Körperbau war ungeeignet für harte Arbeit, Gipssäcke tragen, mit der Hilti Beton brechen, und in den unmöglichsten Positionen Handgriffe durchführen, die für die Wirbelsäule gar nicht ausbalanciert sind.
Das war in DE. Ich lief wie ein Opa und konnte meine Socken nicht anziehen. Der Arzt verabreichte mir eine Spritze, direkt in die Bandscheibe. Ich musste operiert werden, weil etwas aus der Bandscheibe ausgelaufen ist, das nun auf einen bestimmten Nerv drückte.
Ich habe etliche OP's hinter mir. Im Zusammenhang mit dem Autounfall 1999.
Mir ist klar, daß ich sowas hier auf den PH nicht überleben würde. Insofern verstehe ich sehr gut, wenn jemand das Gesundheitssystem in DE anpreist.
Auf den PH ist keine ausreichende Finanzierung der Kranken- und Rentenkasse vorhanden. Womit Vollleistungen von der PhilHealth, oder eine auskömmliche Vollrente von der SSS entfallen.
Die PhilHealth gibt immer tabelarisch je nach Fall eine Maximalsumme an, die gezahlt wird. Bei größeren OP's sehen diese wie ein Tropfen auf den heißen Stein aus. Man muß immer etwas auf der Seite haben, wenn man nur PhilHealth-Versichert ist.

Hatte bei der Bundeswehr Kameraden, Freifaller (Rundschirm ohne Bremse oder Möglichkeit zu lenken) die hatten mit 19 Jahren Reihenweise Bandscheibenvorfälle. passiert leider bei zu viel oder falscher Belastung und geht auch recht schnell. Mit Philhelath gebe ich dir Teilweise recht aber für mich waren die knapp 50k die die gezahlt haben, mehr als ich erwartet habe. Somit bin ich was das angeht zufrieden. Natürlich reicht Philhealth nicht als Absicherung, dafür zahlen die zu wenig.

Bin grade mit jemandem von AXA PH am chatten. Eventuell habe ich bald ne super alternative. Werde ich dann im Expat KV Thread weitergeben.

Danke nochmal für die Gensungswünsche


Grüße Chris
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Ich bin auf jedenfall dafür,
das wir dagegen sind!
:yupi