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  • »elizaliz« ist weiblich

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101

Dienstag, 16. Oktober 2018, 18:17

Ich denke du hast Deine Entscheidung schon getroffen. Also was diskutierst du hier dann noch?

die entscheidung war eigentlich vorher schon getroffen.leider wurde sie aber hier so nicht als richtig bestätigt.
;)

gruß
wolf



???

Brauche ich das? Natürlich war meine Entscheidung schon vorher getroffen. Ich hab meine persönlichen Gründe, die ich hier nicht diskutieren muss.

Deswegen habe ich mich ausgeklinkt.

Lieber treffe ich eine Entscheidung, von der ich selber überzeugt bin, als ewig nach einer Antwort zu suchen, die mir keiner geben kann.
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102

Dienstag, 16. Oktober 2018, 22:57

@Carabao und @Perles: zunächst vielen Dank für eure ehrlichen Antworten! (#98 und #99)
Meine Kommentare siehe unten:


Zitat von »Carabao«

Auf den Philippinen ist es noch viel "schlimmer". Wenn Du nichts hast bist Du nichts.

Das mag schon seiin, die Phils werden aber auch nirgends hochgelobt und gerühmt für ein super soziales Auskommen jedweder Weise.
Die EU (entschuldige; DACH) putzt sich hingegen stets den Staub von den Schultern wenn es darum geht wie schön doch das Leben dort sei.
Dass es anders ist (oder besser gesagt dass es auch anders sein KANN) habe ich vor gut 20 Jahren am eigenen Leib erfahren und muss ich einfach nicht haben.


Zitat von »Carabao«

Schlimmer noch! Wenn Du nichts hast wirst Du aus dem Krankenhaus herausgeworfen auch wenn Du noch so schwer krank bist. Deine Kinder koennen ein Studium vergessen wenn kein Geld da ist. Aus Deinem Haus wirst Du schwuppdiwupp samt Deiner Kinder herausgeworfen wenn Du die Miete nicht zahlst. Ganz gleich wenn Du dann mit den Kindern auf der Strasse leben musst.

Das mit dem Krankenhaus (soziale Absicherung, Versicherung, etc.) ist selbstverständlich richtig!
Alles andere ist in DACH genauso.

Aber ich will hier garnicht damit beginnen Vergleiche zwischen Phils und DACH anzustellen, das würde ins Endlose führen!


Zitat von »Carabao«

Die Philippinen sind ein weitaus haerteres Land fuer Menschen die nichts haben In Deutschland gehst Du zum Amt und bekommst das Noetigste.

Da bin ich geteilter Meinung.
In Asien (und auch auf den Phils) erlebe ich es regelmäßig dass man sich eher(!) gegenseitig hilft als in DACH, wenn mal Not am Mann ist.
Vermutlich weil aus der allgemeinen Not heraus ein gewisses "Improvisationstalent" entstanden ist.

Zum Amt zu gehen und monatlich 200 Ocken für den Aldi zu bekommen ist natürlich eine super Sache, also in der Hinsicht ist das Leben in EU (entschuldige; DACH) auf jeden Fall sicherer/abgesicherter.
Aber was nützt es mir wenn die 200 EUR alle sind und mehr Monat als Geld übrig ist, ich aber niemanden habe den ich z.B. um eine Handvoll Reis oder einen Platz zum schlafen fragen kann? (jetzt mal im theoretischen Extremfall)
Zum Amt brauche ich dann vor dem nächsten Monats-Ersten nicht mehr zu gehen - soviel steht fest.


Ich würde an dieser Stelle gerne betonen, dass es hier für mich rein um das "Menschliche", den "grundsätzlichen Zusammenhalt" geht!
Nicht um irgendwelche Absicherungen vom Staat, sondern darum wie ich von den Mitmenschen - der Gesellschaft wenn man so will - betrachtet werde und wie diese sie sich untereinander entgegnen.
Der Unterschied im kulturellen Usus also, so der Sinn des Ausdrucks hier zutrifft.



Zitat von »Carabao«

Wenn es Deine Toechter auf den Philippinen einmal gut haben solen, dann solltest Du jetzt schon damit beginnen fuer sie erhebliche Summen anzusparen, (...)

Das tue ich, und abgesehen davon ist der Plan wie in einem obigen Beitrag erwähnt nicht, auf den Phils zu bleiben sondern in ein anderes Land weiterzuwandern wo sehr wohl eine gewisse soziale und gesundheitliche Absicherung gegeben ist, welche es auf den Phils zweifelsohne nicht gibt.


Zitat von »Perles«

Habe noch nie gehört, dass den Kindern verboten wurde mit Türken und Jugoslawen (ex) zu spielen.

Oh doch, in der Region in der ich aufgewachsen bin (nahe dem heutigen Slovenien) war das in allen Ortschaften leider Gang und Gebe!


Zitat von »Perles«

Glücklicherweise kennen wir in der Schweiz die Ghettobildung (noch) nicht. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht dazu kommt.

Meine Rede!
An dieser Stelle könnte man nun nachbohren um zu ergründen warum es überhaupt zu "Ghetto-Bildung" kommt - aber das würde den Rahmen des Themas sprengen, womit du sicherlich konform gehst.


Zitat von »Perles«

Du willst mir doch nicht weismachen, dass in Asien insbesondere auf den Philippinen ein Menschenleben mehr zählt als in DACH.

In menschlicher (nicht staatlicher!) Hinsicht, eigentlich ja. Möchte mich hier aber wie gesagt sicherlich nicht auf die Philippinen beschränken!
Ich gehe davon aus, dass das oben erwähnte Improvisationstalent in "weniger gut betuchten Ländern" einfach mehr zum allgemeinen Zusammenhalt anregt als in westlichen Ländern wo sich jeder "auf den Staat verlässt" und de facto auf den anderen Mitmenschen sch****t.


Ich habe diese Vergleiche in sämtlichen asiatischen Ländern in denen ich mich bisher länger aufgehalten habe gezogen, und aus soziologischer Sicht ist das von mir Geschriebene einfach mein Ergebnis.



Eventuell sollte man dieses Topic allerdings splitten, denn zumindest dieser Beitrag hier hat eigentlich nix mehr mit "Leben auf den Phils mit Kindern" zu tun.
Sori po. :rolleyes:

sanukk

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103

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 00:54




Hab ich, hab ich. Deshalb war ich über deine Einschätzung auch verwundert. Markenwahn, Wettbewerbsdenken und antiautoritäre Erziehungskonzepte sind ja nicht über Nacht über uns hereingebrochen sondern gesellschaftliche Auswüchse unseres Wirtschaftssystems und damit auch oder besonders auf den Phils anzutreffen. Wobei die antiautoritären Erziehungskonzepte wohl eher den 68er-Nachwehen zu schulden sind nach dem Motto: "Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren."

LG Messina
Meinst Du jetzt die Kinder missbrauchenden katholischen Priester, Bischöfe etc. auf den PH oder in DACH???

104

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 06:25

Die Entscheidung was jeder einzelne mit seinen Kindern macht, will ich keinem abnehmen. Ich kann immer nur für mich sprechen. Und nach meinen Erfahrungen, das immerhin die Begleitung meines Sohnes bis ins Berufsleben in Deutschland beinhaltete, ist mir schon seit längerem klar, in Deutschland war das eine Kind, für mich mehr als genug, und ich wollte in Deutschland mit Sichererheit kein zweites Kind mehr, schulisch, oder sonstwie nochmals durchs deutsche Kinder und Jugendleben begleiten. Was mir aber hier auf den Philippinen eher vorstellen könnte, da ich hier mit Sicherheit kein Kind für den Deutschen Arbeitsmarkt mir heranziehen würde, sondern eines, dem ich, in seinem Geburtsland, einen eher gehobenen Start ins Leben ermöglichen könnte.
Welches der Kinder dann, wenns soweit kommen würde, ein schöneres späteres Leben hat, liegt dann auch wieder an ihren eigenen Ansprüchen, daß sie sich dann an sich selber stellen müßten. Aber eins ist sicher, das auf den Philippinen aufgewachsene Kind, könnte es zumindest beruflich, gemächlicher angehen lassen, als mein Sohn in Deutschland.
Was ihr Deutschlandschulbefürworter, weil ja eine gehobene Schulausbildung in Deutschland billiger ist, immer berechnen müßt, nicht nur eine angemessene schulische Ausbildung sollte Standart sein, auch seit ihr in der Pflicht, auch deren Leben den angemessenen Standart eines jeden Landes zu bieten, und da gehört nun mal in Deutschland, ein eher kostspieliges Hobby, sowie z.B. Fahrzeuge bis hinauf zum eigenen schicken Auto mit Führerschein als 18 jährige oder er, auch mitunter zum Standart, um das das Kind nicht schon von Kindesbeinen an, zu den Abgehängten gehört. Also mit nur in eine angemessene Schule stecken, und damit ist meine Schuldigkeit getan, is nicht, dazu gehört schon ein angemessenes Gesamtpacket.

messina

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105

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 08:01




Hab ich, hab ich. Deshalb war ich über deine Einschätzung auch verwundert. Markenwahn, Wettbewerbsdenken und antiautoritäre Erziehungskonzepte sind ja nicht über Nacht über uns hereingebrochen sondern gesellschaftliche Auswüchse unseres Wirtschaftssystems und damit auch oder besonders auf den Phils anzutreffen. Wobei die antiautoritären Erziehungskonzepte wohl eher den 68er-Nachwehen zu schulden sind nach dem Motto: "Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren."

LG Messina
Meinst Du jetzt die Kinder missbrauchenden katholischen Priester, Bischöfe etc. auf den PH oder in DACH???

Weder noch, das war eine Anspielung auf einen Slogan der 68er-Bewegung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Unter_den_…von_1000_Jahren

und eine Reaktion auf die Nichtaufbereitung der NS-Zeit in der deutsch/österreichischen Nachkriegsgeschichte auch/vor allem an Hochschulen/Universitäten. Rektoren/Dekane die in Ihren Vorlesungen offen mit nationalsozialistischem Gedankengut spielten wurden geduldet etc.

Die Borodajkewycz-Affäre an der Universität Wien wurde bspw. in den 60er Jahren zur Staatsaffäre:

https://geschichte.univie.ac.at/de/artik…cz-affaere-1965

Sorry für OT, aber ich wollte Deine Frage gerne beantworten.

LG Messina
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StephanX

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106

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10:21

Die Entscheidung was jeder einzelne mit seinen Kindern macht, will ich keinem abnehmen. Ich kann immer nur für mich sprechen. Und nach meinen Erfahrungen, das immerhin die Begleitung meines Sohnes bis ins Berufsleben in Deutschland beinhaltete, ist mir schon seit längerem klar, in Deutschland war das eine Kind, für mich mehr als genug, und ich wollte in Deutschland mit Sichererheit kein zweites Kind mehr, schulisch, oder sonstwie nochmals durchs deutsche Kinder und Jugendleben begleiten. Was mir aber hier auf den Philippinen eher vorstellen könnte, da ich hier mit Sicherheit kein Kind für den Deutschen Arbeitsmarkt mir heranziehen würde, sondern eines, dem ich, in seinem Geburtsland, einen eher gehobenen Start ins Leben ermöglichen könnte.


Jeder spricht hier für sich selbst. Aber man kann ja Begleitumstände analysieren. Offenbar war das mit dem Kind in Deutschland nicht so toll, ok. Aber alles, was Du zu Philippinen sagst, ist nur Theorie, weil keine konkrete Erfahrung.

Und der markierte Satz ist zumindest unglücklich, mehr sage ich dazu aber nicht. Ich will hier eine sachliche Diskussion ohne persönliche Auseinandersetzungen. Die entsprechenden Hansel und Provokateure sind glücklicherweise weg oder werden rausgenommen, danke dafür.


Welches der Kinder dann, wenns soweit kommen würde, ein schöneres späteres Leben hat, liegt dann auch wieder an ihren eigenen Ansprüchen, daß sie sich dann an sich selber stellen müßten. Aber eins ist sicher, das auf den Philippinen aufgewachsene Kind, könnte es zumindest beruflich, gemächlicher angehen lassen, als mein Sohn in Deutschland.


Ich verstehe nicht dieses komplett getrennte Denken in zwei Welten. Im Idealfall sollte der Nachwuchs doch Zugang zu beiden Kulturen, Sprachen und Ländern haben. Das ist für mich auch ein Ziel der Erziehung. Von welcher Richtung aus das "einfacher" ist, ist dann eine andere Frage.
Das ist mit den Ansprüchen ist ein hausgemachtes Problem, sorry, da gehe ich nicht mit. Ich habe genug Deppen in Europa und den Philippinen gesehen, die sich Sachen kaufen "müssen", welche sie eigentlich nicht brauchen, mit Geld, welches sie nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die sich gar nicht mögen.


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Welche Deutschlandbefürworter? Ich lese hier auch sehr gute Beiträge aus der Schweiz und Österreich. Und es gibt auch noch.... Ach, lassen wir das, ich korrigiere mich, es gibt nur D oder PHIL.
Auto als Schlüssel zum Glück? Ja, das war mal so. Sicherlich gibt es Druck in der Gesellschaft, aber wie man damit umgeht und welche Ziele man sich setzt, hängt auch von der Erziehung ab.
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107

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 20:37

Zitat von »Pimooh«

sowie z.B. Fahrzeuge bis hinauf zum eigenen schicken Auto mit Führerschein als 18 jährige oder er, auch mitunter zum Standart, um das das Kind nicht schon von Kindesbeinen an, zu den Abgehängten gehört.
Auch wenn es seitens des Schreibers etwas zugespitzt ausgedrückt sein mag, das ist genau diese "hast du nix, bist du nix"-Mentalität die ich in einem meiner vorherigen Beiträge meinte!


Zitat von »StephanX«

Ich verstehe nicht dieses komplett getrennte Denken in zwei Welten. Im Idealfall sollte der Nachwuchs doch Zugang zu beiden Kulturen, Sprachen und Ländern haben.
Das verstehe ich auch nicht so ganz; wir sollten uns doch alle glücklich schätzen dass es (heutzutage) eben NICHT nur strikt "Deutschland oder Phils" gibt, sondern vielmehr "eigenes Herkunftsland und hunderte andere Länder zur Auswahl"!
Dass DACH für mich persönlich nicht das gelbe vom Ei ist habe ich bereits in voller Länge elaboriert, aber was ist denn mit Ländern wie z.B. Singapore, Canada... Finnland soll auch ein top-Bildungssystem haben... oder vielleicht Malaysia oder sogar die USA?!

Ich finde das Schlimmste was man Kindern bei diesem Thema antun kann ist, Perspektivenlosigkeit zu vermittlen.
Es muss dabei nicht unbedingt das Herkunftsland des Vaters oder der Mutter sein, es kann auch ein komplett neues Drittland sein - je mehr Einflüsse und Erfahrungen, je besser für die persönliche Entwicklung!
(meine Meinung)


Zitat von »Pimooh«

Was ihr Deutschlandschulbefürworter, weil ja eine gehobene Schulausbildung in Deutschland billiger ist, (...)

Bitte stecke keine Leute in irgendwelche Schubladen.
Die Welt dreht sich nun mal nicht ausschliesslich um Deutschland oder DACH! (wie oben gerade angedeutet)


Zitat von »StephanX«

die sich Sachen kaufen "müssen", welche sie eigentlich nicht brauchen, mit Geld, welches sie nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die sich gar nicht mögen.
Und genau da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben!

Dieses "beeindrucken müssen" ist in der westlichen Welt (oder DACH, wie man möchte) im Regelfall einfach vorherrschender als in asiatischen ärmeren Ländern.
Aus einem ganz einfachen Grund: in den "nicht so gut betuchten" asiatischen Ländern ist das Spektrum des Wohlstands gegenüber DACH enorm verschoben, soll heissen es hat nicht "jeder Teenie mit 18 automatisch einen neuen Wagen", oder jedes Kind immer die neuesten Designer-Jeans etc pp.
(Ich spreche natürlich bildlich.)

In DACH - oder im "Westen"... wie auch immer - stehen diese Erwartungen einfach weit mehr an der gesellschaftlichen Tagesordnung, was wiederum Druck für alle Beteiligten (Eltern wie auch Kinder) schafft.
Man kann diesem Druck nun entweder nachkommen, vorbei am eigentlichen Sinn einer gesunden Erziehung und einem gesunden Aufwachsen, oder ihm eben nicht nachkommen, weil man nicht will oder einfach nicht kann.

Kommt man ihm nicht nach, dann kann das in DACH sehr schnell einen gesellschaftlichen Spiralweg nach unten führen - und das ist auf den Phils (vergleiche ich nun ausnahmsweise explizit!) einfach nicht so - oder besser gesagt nicht so ausgeprägt.

TanduayIce

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108

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 22:53

Dass DACH für mich persönlich nicht das gelbe vom Ei ist habe ich bereits in voller Länge elaboriert, aber was ist denn mit Ländern wie z.B. Singapore, Canada... Finnland soll auch ein top-Bildungssystem haben... oder vielleicht Malaysia oder sogar die USA?!

Singapur = gutes Schulsystem, relativ teuer und für mich persönlich kein leben in einem Stadtstaat (zu wenig Platz)
Canada = ganz gute Bildung, an der Westküste (speziell Vancouver gibt es sehr viel Asiaten - meine Frau fühlte sich dort sofort zu Hause), kaum Winter um Vacouver herum, viel Natur....recht teuer zum Leben, nicht so einfach ein Visum zu bekommen...meine 2. Heimat
Finnland = sehr gute Bildung, viel Natur......extrem schwere Landessprache, teuer, viel Dunkelheit und harte Winter
USA = kommt auf die Gegend an
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109

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 23:24

Und Malaysia? ;)

Ich rede nur ueber Laender, wo ich auch gelebt habe.

Singapore war toll. Aber irgendwann wurde es mir zu eng da. Und das ist 15 Jahre her und wird eher schlimmer jetzt sein. Sehr teuer als nicht Singaporeaner... Kommt fuer 99% nicht in Frage.
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Once

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110

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 01:19

Singapur = gutes Schulsystem, relativ teuer und für mich persönlich kein leben in einem Stadtstaat (zu wenig Platz)

Singapur ist ja Spitzenreiter bei Pisa, aber da wurde viel in der Vergangenheit durch paucken gemacht (Ich weiss, da gibt es grad ein Umdenken). Das führt durchaus dazu das in gewissen Forschungsbereichen und auch im Ingenieurbereich diese Leute aufgrund mangelnder Kreativität und eher autoritäer Erziehung über einen gewissen Level nicht hinauskommen. Angst vor Fehlern kommt noch hinzu. Eigene Erfahrung.
Mnachmal muss man als Ingenieur ausgefahrene Pfade verlassen, kreativ werden und eben auch ein Scheitern inkaufnehmen. Ansonsten entwickelt man keine Innovativen Lösungen.

TanduayIce

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111

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 15:53

Und Malaysia?

War ich nur 2x für einen Urlaub, deshalb von mir kein Wissen über dieses Land....nettes Land für urlaub aber mir ein wenig zu muslimisch, um dort zu leben :hi
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Donnerstag, 18. Oktober 2018, 16:52

(...) mir ein wenig zu muslimisch, um dort zu leben :hi
Die malaysische Bevökerung ist zu etwa 60% muslimisch, ja.
Allerdings nicht "traditionell" muslimisch, sondern eher "modern muslimisch" (Terminus von mir erfunden).
Das heisst sämtliche andere Religionen ob Christ, Buddhist, Atheist, Sikh, etc. werden dort vollends akzeptiert und respektiert.

Es gibt dort eine Reihe von guten ausländischen Privatschulen und das Bildungsniveau liegt vor allem in den Grossstädten relativ hoch, zumindest soweit ich es mir von dortigen Expats erzählen liess.
Zum Beispiel in Kuala Lumpur oder Penang sieht man relativ wenig Armut auf den Strassen, das ist eine eigene Erfahrung/Beobachtung.

Eine Schwester meiner Frau arbeitet seit 2 Jahren bei einer (ich glaube amerikanischen oder australischen) Familie in KL als Nanny und ich selbst seit Anfang diesen Jahres oft in Penang, bin also zumindest seit etwa 10 Monaten immer wieder dort - und wir beide gehen mit unseren Erfahrungen und Einschätzungen überein.

Für mich ist Malaysia immer wie ein "abgespecktes Singapore" - also von der Mentalität her wie Singapore (Schmelztiegel der verschiedenen Kulturen), von den Strassen und der Sauberkeit her dann aber doch eher wie Philippines oder Thailand...
Dafür aber sehr sehr viel wunderschönes Land und super Strände!

Thais mögen die Malayen - wie mir aufgefallen ist - offenbar nicht so gern, denn "aus Thailand kommen die Drogen und Prostituierten", das nur am Rande...

Das Land hat auf jeden Fall seine Probleme - ein Malaye erklärte mir mal: "erst kommen die Moslems, dann die Chinesen, dann die Inder. So läuft hier die Hirarchie" - aber um das augenscheinlich zu verwirklichen bzw. zu realisieren, dafür bin ich bei Weitem noch nicht lange genug in dem Land!


Interessant allerdings auf jeden Fall!! 8-)

113

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 17:39

ein Malaye erklärte mir mal: "erst kommen die Moslems, dann die Chinesen, dann die Inder. So läuft hier die Hirarchie" -

sämtliche andere Religionen ob Christ, Buddhist, Atheist, Sikh, etc. werden dort vollends akzeptiert und respektiert.

Wie passt das zusammen?

visayas
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114

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 17:51

ein Malaye erklärte mir mal: "erst kommen die Moslems, dann die Chinesen, dann die Inder. So läuft hier die Hirarchie" -

sämtliche andere Religionen ob Christ, Buddhist, Atheist, Sikh, etc. werden dort vollends akzeptiert und respektiert.

Wie passt das zusammen?

visayas



Da bin ich auch drüber gestolpert... :denken

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Donnerstag, 18. Oktober 2018, 18:18

ein Malaye erklärte mir mal: "erst kommen die Moslems, dann die Chinesen, dann die Inder. So läuft hier die Hirarchie" -

sämtliche andere Religionen ob Christ, Buddhist, Atheist, Sikh, etc. werden dort vollends akzeptiert und respektiert.

Wie passt das zusammen?

visayas



Da bin ich auch drüber gestolpert... :denken

Der Malaye meinte damit die wirtschaftlichen Chancen/Rechte/Bevorzugnisse in seinem Land! Also rein geschäftlich.

edit:
Beispiel:
Die chinesische Firma will ihr Geschäft in chin. Hand behalten, stellt also wenn's geht keine Inder ein damit kein Knowledge verloren geht.
Die muslimische Firma will ihr Geschäft in malaysischer Hand halten, stellt also wenn's geht keine Chinesen ein, damit kein Knowledge verloren geht.

Das hat nichts mit Glauben oder Religion zu tun, sondern mit Geopolitik.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »level4« (18. Oktober 2018, 18:26)


StephanX

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Donnerstag, 18. Oktober 2018, 20:42

Da ich in Singapur gelebt habe, habe ich natürlich auch genug über Malaysia mitbekommen. Außerdem viele Kurztripps, wenn es mal wieder zu eng wurde im Stadtstaat.

level 4 hat Vieles ja schon gesagt.

Ergänzungen, welche ich für sinnvoll halte:

- Singapur ist primär chinesisch geprägt, in Malaysia haben die Malays das sagen. Es gibt eine Malay-Minderheit in Singapur und eine chinesische Bevölkerung in Malaysia. Generell machen die Chinesen das Geschäft, wie überall in Südostasien, siehe Philippinen. Die beiden Länder sind sehr unterschiedlich, auch deshalb. Die Chinesen haben in Singapur aus einem Sumpf ein reiches Land gemacht, ohne Bodenschätze. Malaysia hat Öl und kann damit gut alimentieren. Fast alles wird von Ausländern gebaut.

- Mahatir hat die muslimische Religion genutzt, um das Land zusammenzubringen. Ob der das heute noch mal machen würde? Die Malays sind dadurch engstirniger geworden und erwarten, dass der Staat was für sie tut. Von den Briten geprägte Malays können Dir noch ins Gesicht schauen und grüssen, bei den Jüngeren kommt das Wegschauen und schlechtere Englischkenntnisse.

- Die neue Entwicklung ist, dass sich die Regierung stark mit den Chinesen eingelassen hat, neue Metrolinien in KL werden von den Chinesen gebaut.

- Das Land ist tief korrupt, aber weil es mehr zu verteilen gibt, läuft es im grösseren Stil und verdeckt ab.

Fazit: Aufgrund der muslimischen Komponente ist das keine Option für mich. Und ich gehöre hier nicht mal zu den extrem engstirnigen Muslimbashern aus der bekannten Ecke.
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Freitag, 19. Oktober 2018, 05:17

Dachte, der Thread heisst "Auswandern und Leben auf den Philippinen mit Kind..." und nicht "Diskutieren über moslemische Staaten".

118

Freitag, 19. Oktober 2018, 06:06

Dachte, der Thread heisst "Auswandern und Leben auf den Philippinen mit Kind..." und nicht "Diskutieren über moslemische Staaten".


Manche Leute machen halt eine Selbstdarstellung!

ON TOPIC

Wer genügend Geld hat, kann jeder Zeit auf die Philippinen auswandern. Er sollte halt bereit sein auch viel Lehrgeld zu bezahlen.
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I can talk and p.iss people off at the same time!


A pessimist is a man who thinks all women are bad.

An optimist is a man who hopes they are
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My mouth is not a bakery,
I don't sugarcoat anything!


If you ask my opinion,
I am going to tell you the truth,
Not what what you'd like to hear!


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Freitag, 19. Oktober 2018, 09:48

Dachte, der Thread heisst "Auswandern und Leben auf den Philippinen mit Kind..." und nicht "Diskutieren über moslemische Staaten".


Da hast Du den Titel richtig gelesen. Aber es kam hier die Frage auf, ob es Alternativen zu den Philippinen gibt. Eine legitime Frage und dann darf man auch über andere Länder diskutieren. Und das Umfeld spielt schon eine Rolle und etwas abendländisch darf es schon sein... auf Mindanao würde meine Kinder auch nicht aufwachsen lassen wollen, oder?

Teilnehmer mit etwas mehr Lebenserfahrung auch in verschiedenen Ländern liefern ja einen guten Überblick, siehe TanduayIce. Wer damit ein Problem hat und nicht diskutieren will, der muss das ja auch nicht... :D

Ich finde das hier den interessantesten Thread seit langem, auch wenn die Meinungen auseinander gehen.
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Signatur von »StephanX«
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Was man sich in Nord-Luzon anschauen sollte: Kordillera, Reisterrassen, Sagada und Vigan!

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level4

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 1. Mai 2013

Über mich: seit 2010 Hauptwohnsitz in Davao City

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120

Freitag, 19. Oktober 2018, 13:17

Fazit: Aufgrund der muslimischen Komponente ist das keine Option für mich. Und ich gehöre hier nicht mal zu den extrem engstirnigen Muslimbashern aus der bekannten Ecke.
Ich habe die gleiche Einstellung und hatte auch die gleiche Meinung (bzw. in meinem Fall die gleiche Voreingenommenheit) bevor ich für längere Zeit nach Malaysia ging!
Satirisch gesagt "oh Gott, dort sind ja alles nur Kopftuchträger....." :confused :D

Ich kann aber Entwarnung geben, also zumindest mir persönlich gefällt das Leben in Malaysia (im "muslimischen Malaysia") absolut gut!!
Warum usw., das könnte man in einem anderen Topic diskutieren...

Singapur ist auch ein Lebensthema für mich; ich habe dort ebenfalls für längere Zeit gelebt und meine Frau hat dort Verwandtschaft welche wir regelmäßig besuchen.
Es ist wirklich.... klein!
Und auch sauteuer zum Leben von A-Z!! Also wenn man nicht Topverdiener ist sollte man sich als Ausländer mit Kindern dort eher nicht niederlassen. Geht auch von den Visabestimmungen her dementsprechend schwierig!

Gute Privatschule pro Kind pro Monat nicht unter 1500 EUR/Monat - wobei Kinder aus ASEAN-Staaten hier Discounts bekommen!


Zitat von »StephanX«

Ich finde das hier den interessantesten Thread seit langem, auch wenn die Meinungen auseinander gehen.
Dem stimme ich zu!
Allerdings denke auch ich, dass man das Topic eventuell splitten sollte falls der Diskurs noch weiter abdriften sollte, wie weiter oben schonmal kurz von mir angedacht.