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Andi777

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Samstag, 14. April 2007, 17:32

Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Hallo!

Bong bat mich, folgendes statt als PM hier zur Diskussion zu stellen:


Ich möchte mal ein paar Fragen bzgl. der Ungleichbehandlung zwischen Schengen- und Fiancee-Visa stellen, die mir hier vielleicht beantwortet werden können. Denn ich verstehe da einiges (von der Logik her) immer noch nicht. Vielleicht sind ja auch die Gesetze und Verordnungen unlogisch. Wären ja nicht die einzigen.

Ich habe aus vielen Berichten hier gelesen, dass Schengenvisa in Manila zu einem Großteil abgelehnt werden. Sicherlich gibt es da Statistiken, die aber nicht für Allgemeinheit zugänglich sind.
Demgegenüber werden Fiancee-Visa meist genehmigt. Immer davon ausgehend, dass die Unterlagen in Ordnung sind und auch die Überprüfung durch den Vertrauensanwalt positiv verlief.

Nun weiss ich weiterhin, dass bzgl. Schengenvisa diese meist abgelehnt werden, weil der Verdacht des Missbrauchs besteht. Hauptmöglichkeiten für Missbrauch sind hauptsächlich illegaler Verbleib im Schengenraum, Eheschließung z.B. in Dänemark oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Habe ich da noch etwas vergessen?

Meine philippinische Freundin hat jetzt auch einen Schengenvisums-Antrag gestellt, in den wir nicht allzu viele Hoffnungen setzen, da sie gerade erst "graduiert" und noch keine Arbeit aufgenommen hat. Der relativ geringe finanzielle Aufwand von unter 100 Euro insgesamt lässt einen Versuch ja aber trotzdem zu.

Nun stellt sich mir aber die Frage, was diese unterschiedliche Behandlung von Schengen- und Fiancee-Visum soll, wenn auch mit letzterem Mißbrauch möglich ist?
Auch nach Einreise mit einem Fiancee-Visum ist (noch vor der Eheschließung) das illegale "Abtauchen" im Schengenraum möglich. Mit oder ohne Mithilfe des vermeintlichen Verlobten. Schlimmer noch: Meines Wissens nach gibt es hier gar keine Verpflichtungserklärung. Wer tritt denn dann für etwaiige Krankheits- oder Abschiebekosten ein? Doch wohl der Staat! Beim Schengenvisum ist der Einladende dafür verantwortlich, was bis zum finanziellen Ruin führen kann. Wo trägt der deutsche Partner wohl das größere Risiko und muß mehr Vertrauen in die eingeladende Person setzen?

Auch die Aufnahme einer illegalen Erwerbstätigkeit ist mit einem Fiancee-Visum genauso möglich. Entweder erfolgt dann ein illegaler Verbleib (wie zuvor beschrieben) oder nach Visumsablauf wird ohne Heirat mit dem "erarbeiteten" Geld wieder zurückgekehrt.

Lediglich der Punkt "illegale Heirat in Dänemark" entfällt. Denn für diesen Zweck wurde das Fiancee-Visum ja ausgestellt. Stellt sich ohnehin die Frage, wie ein Schengenstaat wie Dänemark das so lax handhaben kann. Aber auch hier könnte es doch z.B. Möglichkeiten (wie z.B. eine eidestattliche Erklärung) geben, dass der Einlader sich verpflichtet, eben nicht die Person, die mit einem Schengenvisum hier ist, in der betreffenden Zeit in Dänemark zu heiraten. Dass sich dann ein dritte Person findet, die dieses tut, mag vorkommen, aber doch wohl sehr selten.

Ich weiß, dass es sich beim Schengenvisum um ein Visum im Rahmen des Schengener Abkommens mehrerer Staaten handelt und beim Fiancee-Visum um ein nationales Visum. Das ändert aber nichts daran, dass letztendlich mit beiden Visa-Formen Mißbrauch möglich ist. Das Fiancee-Visum verursacht nur mehr Aufwand und Kosten (die ohnehin meistens durch den deutschen Partner getragen werden). Und ob ein philippinischer Staatsbürger jetzt ein paar Monate mehr auf seine Einreiseerlaubnis nach Europa warten muss, ist ihm doch egal, wenn er sie ohnehin illegal nutzen möchte.

Also ich verstehe diese Ungleichbehandlung nicht. Vielleicht kann mir da ja mal jemand erläutern?

Gruß,
Andi

Bong

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Samstag, 14. April 2007, 18:00

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Zitat

Originally posted by Andi777
Hallo!

Bong bat mich, folgendes statt als PM hier zur Diskussion zu stellen:


Ich möchte mal ein paar Fragen bzgl. der Ungleichbehandlung zwischen Schengen- und Fiancee-Visa stellen, die mir hier vielleicht beantwortet werden können. Denn ich verstehe da einiges (von der Logik her) immer noch nicht. Vielleicht sind ja auch die Gesetze und Verordnungen unlogisch. Wären ja nicht die einzigen.

Ich habe aus vielen Berichten hier gelesen, dass Schengenvisa in Manila zu einem Großteil abgelehnt werden. Sicherlich gibt es da Statistiken, die aber nicht für Allgemeinheit zugänglich sind.

zu dieser Aeusserung moechte ich nur sagen, dass die Foren zu diesem Thema nicht representativ sind. Es mag ja noch angehen, dass viele der Antraege abgelehnt wurden, an denen die Mitglieder der verschiedenen Foren beteiligt waren, dabei aber von einem Grossteil zu sprechen moechte ich, auch wenn ich jetzt wieder Haue bekomme, so nicht gelten lassen. Dieses Thema haben wir aber bereits oft genug durchgekaut.

Zitat

Demgegenüber werden Fiancee-Visa meist genehmigt. Immer davon ausgehend, dass die Unterlagen in Ordnung sind und auch die Überprüfung durch den Vertrauensanwalt positiv verlief.

das stimmt so

Zitat

Nun weiss ich weiterhin, dass bzgl. Schengenvisa diese meist abgelehnt werden, weil der Verdacht des Missbrauchs besteht. Hauptmöglichkeiten für Missbrauch sind hauptsächlich illegaler Verbleib im Schengenraum, Eheschließung z.B. in Dänemark oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Habe ich da noch etwas vergessen?

grundsaetzlich stimmt das so, aber man sollte noch den nicht unbetraechtlichen Anteil an gefaelschten Unterlagen im Schengenverfahren vergessen.

Zitat

Nun stellt sich mir aber die Frage, was diese unterschiedliche Behandlung von Schengen- und Fiancee-Visum soll, wenn auch mit letzterem Mißbrauch möglich ist?

die unterschiedliche Behandlung liegt einfach darin, wie du ja selbst auch geschrieben hast, dass es sich um zwei grundverschiedene Sachen handelt. Das Schengenvisum ist ein echtes Visum, waehrend das "Fiance-Visum" ein Antrag auf eine nationale AE ist

Zitat

Auch nach Einreise mit einem Fiancee-Visum ist (noch vor der Eheschließung) das illegale "Abtauchen" im Schengenraum möglich. Mit oder ohne Mithilfe des vermeintlichen Verlobten.

moeglich ist wohl alles, aber wohl doch eher weniger. Das halte ich doch eher fuer unbedenklich.

Zitat

Schlimmer noch: Meines Wissens nach gibt es hier gar keine Verpflichtungserklärung.

das stimmt nicht, bei einem Fiance-Visum ist die VE i.d.R. ein muss, wie beim Schengenvisum.

Zitat

Wer tritt denn dann für etwaiige Krankheits- oder Abschiebekosten ein? Doch wohl der Staat! Beim Schengenvisum ist der Einladende dafür verantwortlich, was bis zum finanziellen Ruin führen kann.

der Einladende

Zitat

Wo trägt der deutsche Partner wohl das größere Risiko und muß mehr Vertrauen in die eingeladende Person setzen?
bei beiden gleich

Zitat

Auch die Aufnahme einer illegalen Erwerbstätigkeit ist mit einem Fiancee-Visum genauso möglich. Entweder erfolgt dann ein illegaler Verbleib (wie zuvor beschrieben) oder nach Visumsablauf wird ohne Heirat mit dem "erarbeiteten" Geld wieder zurückgekehrt.

auch dies ist bei dem Aufwand , der betrieben wurde, wohl eher unwahrscheinlich. Warum sollte der Antragsteller auch zurueck in seine Heimat, wo doch die Moeglichkeit besteht, selbst ein besseres Leben zu fuehren und die Familie in der Heimat auf Dauer unterstuetzen zu koennen?

Zitat

Lediglich der Punkt "illegale Heirat in Dänemark" entfällt. Denn für diesen Zweck wurde das Fiancee-Visum ja ausgestellt. Stellt sich ohnehin die Frage, wie ein Schengenstaat wie Dänemark das so lax handhaben kann. Aber auch hier könnte es doch z.B. Möglichkeiten (wie z.B. eine eidestattliche Erklärung) geben, dass der Einlader sich verpflichtet, eben nicht die Person, die mit einem Schengenvisum hier ist, in der betreffenden Zeit in Dänemark zu heiraten. Dass sich dann ein dritte Person findet, die dieses tut, mag vorkommen, aber doch wohl sehr selten.

das dieser Punkt wegfaellt, kann ich so nicht bestaetigen, nach positivem Abschluss der Urkundenpruefung hast du aber recht. Warum Daenemark das so macht, kann ich nicht sagen, sind wohl die nationalen Gesetze dort. So eine Erklaerung waere auslaenderrechtlich das Papier nicht wert, auf dem sie geschriebe staende. Die dritte Person gibt es oefter, als du denkst.

Zitat

Ich weiß, dass es sich beim Schengenvisum um ein Visum im Rahmen des Schengener Abkommens mehrerer Staaten handelt und beim Fiancee-Visum um ein nationales Visum. Das ändert aber nichts daran, dass letztendlich mit beiden Visa-Formen Mißbrauch möglich ist. Das Fiancee-Visum verursacht nur mehr Aufwand und Kosten (die ohnehin meistens durch den deutschen Partner getragen werden). Und ob ein philippinischer Staatsbürger jetzt ein paar Monate mehr auf seine Einreiseerlaubnis nach Europa warten muss, ist ihm doch egal, wenn er sie ohnehin illegal nutzen möchte.

Also ich verstehe diese Ungleichbehandlung nicht. Vielleicht kann mir da ja mal jemand erläutern?

Gruß,
Andi

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Samstag, 14. April 2007, 18:23

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Danke für die ausführlichen Anmerkungen. Einiges ist mir nun klarer, aber eben nicht alles.

Auf der Seite des auswärtigen Amtes gibt es eine Statistik über alle gestellten Schengenvisa-Anträge in allen deutschen Auslandsvertretungen und die Anzahl der Genehmigungen.
Nach Staat unterteilt (z.B. Philippinen) gibt es die anscheinend ja nicht. Warum eigentlich? Haben die Bürger nicht das Recht, darüber informiert zu werden?


Zitat


Zitat


Nun weiss ich weiterhin, dass bzgl. Schengenvisa diese meist abgelehnt werden, weil der Verdacht des Missbrauchs besteht. Hauptmöglichkeiten für Missbrauch sind hauptsächlich illegaler Verbleib im Schengenraum, Eheschließung z.B. in Dänemark oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Habe ich da noch etwas vergessen?

grundsaetzlich stimmt das so, aber man sollte noch den nicht unbetraechtlichen Anteil an gefaelschten Unterlagen im Schengenverfahren vergessen.


Dann wäre doch die Einführung eines Überprüfungsverfahrens (natürlich gegen Gebühr) auch für Schengenvisa eine Möglichkeit, oder?


Zitat


Zitat


Auch nach Einreise mit einem Fiancee-Visum ist (noch vor der Eheschließung) das illegale "Abtauchen" im Schengenraum möglich. Mit oder ohne Mithilfe des vermeintlichen Verlobten.

moeglich ist wohl alles, aber wohl doch eher weniger. Das halte ich doch eher fuer unbedenklich.


Genau da liegt mein Verständnisproblem. Wenn ein philippinischer Staatsbürger (ohne falsche Dokumente natürlich) nach Europa möchte, um dort unterzutauchen, und dazu einen "passenden" Europäer gefunden hat, dann kann er/sie das doch auch mit Fiancee-Visum machen. Geheiratet werden muss ja nicht.
Wenn das in der Realität selten vorkommt, dann könnte man im Umkehrschluß doch auch annehmen, dass das bei Schengenvisa, sofern sie denn erteilt worden wären, auch selten gewesen wäre.
Sind alles nur Vermutungen ...


Zitat


Zitat


Auch die Aufnahme einer illegalen Erwerbstätigkeit ist mit einem Fiancee-Visum genauso möglich. Entweder erfolgt dann ein illegaler Verbleib (wie zuvor beschrieben) oder nach Visumsablauf wird ohne Heirat mit dem "erarbeiteten" Geld wieder zurückgekehrt.


auch dies ist bei dem Aufwand , der betrieben wurde, wohl eher unwahrscheinlich. Warum sollte der Antragsteller auch zurueck in seine Heimat, wo doch die Moeglichkeit besteht, selbst ein besseres Leben zu fuehren und die Familie in der Heimat auf Dauer unterstuetzen zu koennen?


Wie gesagt: Der Aufwand liegt ja wohl hauptsächlich beim deutschen Partner. Und wenn man denn wirklich etwas illegales vorhat, ist es eine Sache, jemandem etwas vorzuspielen, um ein Visum zu erhalten und dann "abzuhauen", als wirklich zu heiraten und mit jemandem zusammenzuleben, den man nicht mag, geschweige denn liebt, um die Familie zu unterstützen.


Zitat


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Samstag, 14. April 2007, 18:40

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Zitat

Originally posted by Andi777
Danke für die ausführlichen Anmerkungen. Einiges ist mir nun klarer, aber eben nicht alles.

Auf der Seite des auswärtigen Amtes gibt es eine Statistik über alle gestellten Schengenvisa-Anträge in allen deutschen Auslandsvertretungen und die Anzahl der Genehmigungen.
Nach Staat unterteilt (z.B. Philippinen) gibt es die anscheinend ja nicht. Warum eigentlich? Haben die Bürger nicht das Recht, darüber informiert zu werden?

warum das AA das nicht macht, kann ich leider nicht sagen


Zitat


Zitat


Nun weiss ich weiterhin, dass bzgl. Schengenvisa diese meist abgelehnt werden, weil der Verdacht des Missbrauchs besteht. Hauptmöglichkeiten für Missbrauch sind hauptsächlich illegaler Verbleib im Schengenraum, Eheschließung z.B. in Dänemark oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Habe ich da noch etwas vergessen?

grundsaetzlich stimmt das so, aber man sollte noch den nicht unbetraechtlichen Anteil an gefaelschten Unterlagen im Schengenverfahren vergessen.


Zitat

Dann wäre doch die Einführung eines Überprüfungsverfahrens (natürlich gegen Gebühr) auch für Schengenvisa eine Möglichkeit, oder?

das waere dann ja die gleiche Pruefung, wie beim Heiratsvisum. Na, dass Geschrei moechte ich hoeren, wenn das Schengenvisum auf einmal mehrere Monate dauert :D


Zitat


Zitat


Auch nach Einreise mit einem Fiancee-Visum ist (noch vor der Eheschließung) das illegale "Abtauchen" im Schengenraum möglich. Mit oder ohne Mithilfe des vermeintlichen Verlobten.

Zitat

moeglich ist wohl alles, aber wohl doch eher weniger. Das halte ich doch eher fuer unbedenklich.


Zitat

Genau da liegt mein Verständnisproblem. Wenn ein philippinischer Staatsbürger (ohne falsche Dokumente natürlich) nach Europa möchte, um dort unterzutauchen, und dazu einen "passenden" Europäer gefunden hat, dann kann er/sie das doch auch mit Fiancee-Visum machen. Geheiratet werden muss ja nicht.
Wenn das in der Realität selten vorkommt, dann könnte man im Umkehrschluß doch auch annehmen, dass das bei Schengenvisa, sofern sie denn erteilt worden wären, auch selten gewesen wäre.
Sind alles nur Vermutungen ...

ich denke, dass du da falsch liegst mit deinen Vermutungen. Die Regel zeigt ja, das geheiratet wird. Der Aufwand ist wirklich sehr gross und am Ende lohnt es sich fuer den phil. Staatsbuerger und seine Familie schon mehr, wenn er auf Dauer beim Verlobten und dann spaeter beim Ehemann bleibt


Zitat


Zitat


Auch die Aufnahme einer illegalen Erwerbstätigkeit ist mit einem Fiancee-Visum genauso möglich. Entweder erfolgt dann ein illegaler Verbleib (wie zuvor beschrieben) oder nach Visumsablauf wird ohne Heirat mit dem "erarbeiteten" Geld wieder zurückgekehrt.


Zitat

auch dies ist bei dem Aufwand , der betrieben wurde, wohl eher unwahrscheinlich. Warum sollte der Antragsteller auch zurueck in seine Heimat, wo doch die Moeglichkeit besteht, selbst ein besseres Leben zu fuehren und die Familie in der Heimat auf Dauer unterstuetzen zu koennen?


Zitat

Wie gesagt: Der Aufwand liegt ja wohl hauptsächlich beim deutschen Partner. Und wenn man denn wirklich etwas illegales vorhat, ist es eine Sache, jemandem etwas vorzuspielen, um ein Visum zu erhalten und dann "abzuhauen", als wirklich zu heiraten und mit jemandem zusammenzuleben, den man nicht mag, geschweige denn liebt, um die Familie zu unterstützen.

sowas soll es ja in wenigen Ausnahmen schon gegeben haben. Die Masse heiratet aber eben doch lieber. Die Vorteile, neben der Liebesheirat, liegen ja auf der Hand


Zitat


ich hoffe, dass du es jetzt etwas besser verstehst.


Zitat

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Samstag, 14. April 2007, 19:01

OK, Bong. So langsam verstehe ich manches besser.

Zitat


ich denke, dass du da falsch liegst mit deinen Vermutungen. Die Regel zeigt ja, das geheiratet wird. Der Aufwand ist wirklich sehr gross und am Ende lohnt es sich fuer den phil. Staatsbuerger und seine Familie schon mehr, wenn er auf Dauer beim Verlobten und dann spaeter beim Ehemann bleibt


Was zeigt denn die Regel bei erteilten Schengen-Visa? Dass viele gegen die Visumsregeln verstoßen und/oder nicht zurückkehren?
Oder ist man lieber vorsichtig, damit sich die Anzahl der Fälle, bei denen sich nicht an die Regeln gehalten wird, nicht größer wird?


Zitat


sowas soll es ja in wenigen Ausnahmen schon gegeben haben. Die Masse heiratet aber eben doch lieber. Die Vorteile, neben der Liebesheirat, liegen ja auf der Hand


Das ist doch jetzt hoffentlich nicht so gemeint, dass es einem/er Filipino/a egal ist, ob sie den, den sie heiratet, mag/liebt? Hauptsache: Weg nach Europa?
Solche gibt es bestimmt, wie überall auf der Welt. Aber doch wohl nicht in der Mehrzahl.


Zitat


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Samstag, 14. April 2007, 20:35

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Hi Andi777

Was natürlich auch Fakt ist, das ein Schengenvisa nur für 90 Tage begrenzt ist! Und nicht verlängert wird Ein Fiancee-Visa kann unter Umständen verlängert werden, falls es wegen der Heirat hier Probleme geben würde, falls Unterlagen fehlen sollten usw. Das hängt natürlich von der ALB ab! Somit stelle ich mir gut vor, das Schengenvisa für heiratswillige Philipinas abgelehnt werden. Ich weiß, der Zeitaufwand ist lästige! Bin selber zurzeit im Anfangsstadium!

Gruß Papenburger

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Samstag, 14. April 2007, 21:08

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Hi Papenburger (nahe meiner Heimatstadt, wenn ich auch mittlerweile weit im Süden weile),

dass Schengenvisa für heiratswillige Philippinas (insofern sich das beim Interview ergibt) abgelehnt werden, kann ich gut nachvollziehen. Dafür sind diese Visa ja auch nicht gedacht.
Und die Regeln besagen eben, dass diese Visa außer im Notfall (Krankheit, etc.) nicht verlängert werden können.

Und den Stress mit einer Heirat in Dänemark und anschließend der ALB möchte ich mir auch nicht antun.

Mein Problem ist vielmehr, dass ich immer noch viel zu sehr Realist bin. Auch wenn ich mich mit meiner Freundin gut verstehe, so weiß ich doch, dass sich das Leben hier in Deutschland nicht nur wetter- und sprachentechnisch stark von dem auf den Philippinen unterscheidet. Und ob man nach 2 oder auch 4 Monaten (Dauer Fianceevisum) endgültig entscheiden kann, ob sich die Filipina damit arrangieren kann?

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass eine/r Filipino/a mit jeder Art von Visum Mißbrauch betreiben kann, sofern er/sie das beabsichtigt. Auch wenn der Aufwand für ein Fiancee wesentlich höher ist. Wobei sich der höhere Aufwand auf philippinischer Seite doch eher auf die Zeit beschränkt.

Und ja: Wenn durch eine Überprüfung durch einen Vertrauensanwalt eine Erteilung eines (oder mehrerer) Schengenvisa ermöglicht würde, so würden ich das vorziehen. Geht aber nun mal nicht.

Wie immer im Leben: Es gibt einige, die haben die Möglichkeiten (hier Schengenvisum) ausgenutzt (Mißbrauch) und der Rest hat darunter zu leiden.

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Samstag, 14. April 2007, 23:08

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Zitat

Original von Andi777
Hi Papenburger (nahe meiner Heimatstadt, wenn ich auch mittlerweile weit im Süden weile),

dass Schengenvisa für heiratswillige Philippinas (insofern sich das beim Interview ergibt) abgelehnt werden, kann ich gut nachvollziehen. Dafür sind diese Visa ja auch nicht gedacht.
Und die Regeln besagen eben, dass diese Visa außer im Notfall (Krankheit, etc.) nicht verlängert werden können.

Und den Stress mit einer Heirat in Dänemark und anschließend der ALB möchte ich mir auch nicht antun.

Mein Problem ist vielmehr, dass ich immer noch viel zu sehr Realist bin. Auch wenn ich mich mit meiner Freundin gut verstehe, so weiß ich doch, dass sich das Leben hier in Deutschland nicht nur wetter- und sprachentechnisch stark von dem auf den Philippinen unterscheidet. Und ob man nach 2 oder auch 4 Monaten (Dauer Fianceevisum) endgültig entscheiden kann, ob sich die Filipina damit arrangieren kann?

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass eine/r Filipino/a mit jeder Art von Visum Mißbrauch betreiben kann, sofern er/sie das beabsichtigt. Auch wenn der Aufwand für ein Fiancee wesentlich höher ist. Wobei sich der höhere Aufwand auf philippinischer Seite doch eher auf die Zeit beschränkt.

Und ja: Wenn durch eine Überprüfung durch einen Vertrauensanwalt eine Erteilung eines (oder mehrerer) Schengenvisa ermöglicht würde, so würden ich das vorziehen. Geht aber nun mal nicht.

Wie immer im Leben: Es gibt einige, die haben die Möglichkeiten (hier Schengenvisum) ausgenutzt (Mißbrauch) und der Rest hat darunter zu leiden.

Andi


Hi Andi

Kann Deine Situation verstehen! Das ist eben das kleine Risiko, das wir tragen müßen! Ich sage klein, weil eigentlich Filipinas menschlich gesehen nicht so die Menschentypen sind für sowas! Ich beruhe mich auf die Erfahrungswerte von der Schwester meiner Verlobten, die hier wohnt und mit der ich mich auch super gut verstehe! Nur wenn ich dies nicht hätte, würde ich wahrscheinlich erstmal andere Möglichkeiten in Erwägung ziehen um gewissen Risiken auszuschließen!

Recht gebe ich Dir, das es leider dort drüben viele ausgenützt haben ihr Papiere zu fälschen um dort weg zukommen! Darunter leiden jetzt die Gutmütigen! Folgen daraus, das dann halt 2006 die Botschaft die Legalisation der Urkunden eingestellt hat und jetzt alles den umständlichen Wege gehen müßen! Ist mit viel Aufwand und Kosten verbunden! Vor allen die sehr lange Wartezeiten!

Na ja! Nützt ja nichts! Hoffen wir auf das glückliche Ende am Ende der Durststrecke wenn alles über die Bühne ist!

Viel Glück das Dein/Euer Wünsche in Erfüllung geht

Gruß Papenburger

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Sonntag, 15. April 2007, 04:19

Zitat

Originally posted by Andi777
OK, Bong. So langsam verstehe ich manches besser.

Zitat


ich denke, dass du da falsch liegst mit deinen Vermutungen. Die Regel zeigt ja, das geheiratet wird. Der Aufwand ist wirklich sehr gross und am Ende lohnt es sich fuer den phil. Staatsbuerger und seine Familie schon mehr, wenn er auf Dauer beim Verlobten und dann spaeter beim Ehemann bleibt


Zitat

Was zeigt denn die Regel bei erteilten Schengen-Visa? Dass viele gegen die Visumsregeln verstoßen und/oder nicht zurückkehren?
Oder ist man lieber vorsichtig, damit sich die Anzahl der Fälle, bei denen sich nicht an die Regeln gehalten wird, nicht größer wird?

es ist noch immer so, dass viele versuchen, ein Schengenvisum zu erhalten, um gegen die Regeln zu verstossen. Leider ist die Anzahl derer nicht unbedeutent.


Zitat

Zitat


sowas soll es ja in wenigen Ausnahmen schon gegeben haben. Die Masse heiratet aber eben doch lieber. Die Vorteile, neben der Liebesheirat, liegen ja auf der Hand


Zitat

Das ist doch jetzt hoffentlich nicht so gemeint, dass es einem/er Filipino/a egal ist, ob sie den, den sie heiratet, mag/liebt? Hauptsache: Weg nach Europa?
Solche gibt es bestimmt, wie überall auf der Welt. Aber doch wohl nicht in der Mehrzahl.

sicher gibt es solche, und zwar nicht wenige. Zu diesem Thema habe ich in den letzten 15 Monaten jede Menge geschrieben und bin regelmaessig zerpflueckt worden, daher moechte ich dazu auch niht weiter schreiben. Es gibt aber auch die Liebesheirat.


Zitat

Zitat


dann gehen wir ja in die richtige Richtung


Yep!

Andi
[/quote]
das ist dann ja gut
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Sonntag, 15. April 2007, 11:13

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Wenn ich Bongs Erklärungen (auch zwischen den Zeilen) so lese, dann kristallisieren sich für mich zwei Punkte heraus:

1. Es gibt immer noch viele, die versuchen (z.T. mit gefälschten Dokumenten) ein Schengenvisum zu erhalten, um dann nach Ankunft in Europa dieses aber zu mißbrauchen. Sei es durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, Untertauchen oder beides. Durch die aufwändige Prüfung bei einem Fiancee-Visum werden viele dieser Leute "erkannt" bzw. sie stellen sich diesem Prozeß gar nicht erst.

2. Ein Schengenvisum wird alleine durch die Botschaft entschieden. Wird der Antragssteller dann in Europa auffällig, so gibt das Ärger für die Botschaft. Gerade wenn das in zu vielen Fällen passiert. Bei einem Fiancee-Visum sind aber auch immer hiesige Behörden involviert und es hat ja eine umfangreiche Prüfung stattgefunden. Die Botschaft minimiert damit das Risiko eines Mißbrauchs und steht selbst in solchen Fällen nicht alleine in der Verantwortung.


Ich glaube nicht, dass durch die paar Papiere, die für die Beantragung eines Schengenvisums benötigt werden, sowie das kurze Interview die Botschaft wirklich den/die Antragssteller/in beurteilen kann. Und dann wird leider im Zweifelsfall (und das dürften viele sein) verneint.
Schade eigentlich. Denn ich glaube, dass die meisten, die ein Schengenvisum in Manila beantragen, gar nichts Böses vorhaben. Aber die doch signifikante Anzahl (seien es nur 10 oder 20 Prozent), die es dann doch mißbrauchen würden, führt vermutlich zu den vielen Ablehnungen.

Gruß,
Andi

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Sonntag, 15. April 2007, 11:28

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Zitat

Originally posted by Andi777
Wenn ich Bongs Erklärungen (auch zwischen den Zeilen) so lese, dann kristallisieren sich für mich zwei Punkte heraus:

1. Es gibt immer noch viele, die versuchen (z.T. mit gefälschten Dokumenten) ein Schengenvisum zu erhalten, um dann nach Ankunft in Europa dieses aber zu mißbrauchen. Sei es durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, Untertauchen oder beides. Durch die aufwändige Prüfung bei einem Fiancee-Visum werden viele dieser Leute "erkannt" bzw. sie stellen sich diesem Prozeß gar nicht erst.

das ist richtig so.

Zitat

2. Ein Schengenvisum wird alleine durch die Botschaft entschieden. Wird der Antragssteller dann in Europa auffällig, so gibt das Ärger für die Botschaft. Gerade wenn das in zu vielen Fällen passiert. Bei einem Fiancee-Visum sind aber auch immer hiesige Behörden involviert und es hat ja eine umfangreiche Prüfung stattgefunden. Die Botschaft minimiert damit das Risiko eines Mißbrauchs und steht selbst in solchen Fällen nicht alleine in der Verantwortung.

ein Schengenvisum wird, mit unterstuetzung einiger innerdeutscher Behoerden, durch die Botschaft entschieden und liegt daher tatsaechlich in der Verantwortung der Botschaft, wobei es bei Missbrauchsfaellen aber nicht unbedingt zum Aerger fuer die Botschaft kommt.


Zitat

Ich glaube nicht, dass durch die paar Papiere, die für die Beantragung eines Schengenvisums benötigt werden, sowie das kurze Interview die Botschaft wirklich den/die Antragssteller/in beurteilen kann. Und dann wird leider im Zweifelsfall (und das dürften viele sein) verneint.
Schade eigentlich. Denn ich glaube, dass die meisten, die ein Schengenvisum in Manila beantragen, gar nichts Böses vorhaben. Aber die doch signifikante Anzahl (seien es nur 10 oder 20 Prozent), die es dann doch mißbrauchen würden, führt vermutlich zu den vielen Ablehnungen.

Gruß,
Andi


ich denke schon, dass die Leute in der Botschaft, schon alleine durch ihre lange Erfahrung, in der Lage sind, Leute zu beurteilen. Das eigendliche Problem ist halt, dass ein Antragsteller fuer ein Schengenvisum qualifizieren muss. Tut er das nicht, kann er noch so nett sein, es gibt i.d.R. kein Visum. Das war vor Schengen eindeutig besser.
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Sonntag, 15. April 2007, 11:53

Zitat


ein Schengenvisum wird, mit unterstuetzung einiger innerdeutscher Behoerden, durch die Botschaft entschieden und liegt daher tatsaechlich in der Verantwortung der Botschaft, wobei es bei Missbrauchsfaellen aber nicht unbedingt zum Aerger fuer die Botschaft kommt.


Sorry, aber das glaube ich nicht so ganz. Wenn ein Mißbrauchsfall aufgedeckt wird, dann wird das sicherlich irgendwo registriert/erfasst samt dem Sachbearbeiter, der dieses Visum genehmigt hat. Und wenn das zu viele werden, gibt das sicher irgendwo Ärger. Das möchte derjenige sicherlich vermeiden wie jeder Angestellte ein x-beliebigen Firma, der etwas eigenverantwortlich entscheiden darf.

Wo kommen denn bei einem Schengenvisum innerdeutsche Behörden (außer für die Verpflichtungserklärung) zum Einsatz, wenn der/die Antragssteller/in noch nie ein Schengenvisum beantragt hat?

Zitat


ich denke schon, dass die Leute in der Botschaft, schon alleine durch ihre lange Erfahrung, in der Lage sind, Leute zu beurteilen. Das eigendliche Problem ist halt, dass ein Antragsteller fuer ein Schengenvisum qualifizieren muss.


Qualifikation ist neben dem Beibringen von Unterlagen zum Beweis der Rückkehrwilligkeit doch sicher auch das "erfolgreiche" Absolvieren des Interviews. Und das ist und bleibt ein rein "subjektiver" Prozeß.

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Sonntag, 15. April 2007, 13:12

RE: Ungleichbehandlung Schengen-/Fiancee-Visum

Zitat

Original von Papenburger
Hi Andi777

Was natürlich auch Fakt ist, das ein Schengenvisa nur für 90 Tage begrenzt ist! Und nicht verlängert wird Ein Fiancee-Visa kann unter Umständen verlängert werden, falls es wegen der Heirat hier Probleme geben würde, falls Unterlagen fehlen sollten usw. Das hängt natürlich von der ALB ab! Somit stelle ich mir gut vor, das Schengenvisa für heiratswillige Philipinas abgelehnt werden. Ich weiß, der Zeitaufwand ist lästige! Bin selber zurzeit im Anfangsstadium!

Gruß Papenburger


Die ALB sind im allgemeinen in diesen Fällen nicht sehr kleinlich. Wenn das Standesamt keine Ehehinderungsgründe sieht wird die ALB die Duldung bis zur Heirat aussprechen. Selbst im Freistaat Bayern wird so verfahren obwhl dort eine wesentlich schärfe Gangart üblich ist.
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Einstein
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Raven

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Sonntag, 15. April 2007, 15:58

Hallo,

Zitat

Wo kommen denn bei einem Schengenvisum innerdeutsche Behörden (außer für die Verpflichtungserklärung) zum Einsatz, wenn der/die Antragssteller/in noch nie ein Schengenvisum beantragt hat?


Ist mir auch nichts anderes bekannt. Nur die ALB wo sie dann als Antragsteller
registriert ist.
Zur Verpflichtungserklärung braucht man u.a. entweder Einkommensnachweis
oder muß Kaution hinterlegen. Nur bei Kaution kommt die ALB nochmal ins Spiel,
wenn man diese z.B. nach abgelehntem Visaantrag sich zurückholt.
Im Großen und Ganzen interessiert das doch kein "Schwein" hier.
Als ich hier auf der ALB wegen Fiancevisum war, wurde mit keiner Silbe erwähnt,
daß 2006 ein Besuchervisum abgelehnt worden war.

Zitat

Ich glaube nicht, dass durch die paar Papiere, die für die Beantragung eines Schengenvisums benötigt werden, sowie das kurze Interview die Botschaft wirklich den/die Antragssteller/in beurteilen kann. Und dann wird leider im Zweifelsfall (und das dürften viele sein) verneint.


Ich war selbst beim "Interview" für ihr Besuchervisum dabei. 6 Fragen-2 Minuten
Und die Fragen nur zur Untermauerung der Antragsdaten.
Da soll dann die Rückkehrwilligkeit der Person eingeschätzt werden???
Sind die Leute Gedankenleser??

Gruß Raven
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Bong

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Sonntag, 15. April 2007, 16:13

hi, dazu kann ich nur sagen, dass man blos lesen braucht. z.B. 73 AuslAufG, da steht alles drin. Und dies gilt fuer phil. Staatsangehoerige

Zitat

§ 73 Sonstige Beteiligungserfordernisse im Visumverfahren und bei der Erteilung von Aufenthaltstiteln

(1) Die im Visumverfahren von der deutschen Auslandsvertretung erhobenen Daten der visumantragstellenden Person und des Einladers können über das Auswärtige Amt zur Feststellung von Versagungsgründen nach § 5 Abs. 4 an den Bundesnachrichtendienst, das Bundesamt für Verfassungsschutz, den Militärischen Abschirmdienst, das Bundeskriminalamt und das Zollkriminalamt übermittelt werden. Die beteiligten Behörden übermitteln Erkenntnisse über Versagungsgründe nach § 5 Abs. 4 über das Auswärtige Amt an die zuständige Auslandsvertretung. Das Verfahren nach § 21 des Ausländerzentralregistergesetzes bleibt unberührt. In den Fällen des § 14 Abs. 2 tritt die jeweilige mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragte Behörde an die Stelle der Auslandsvertretung.

(2) Die Ausländerbehörden können zur Feststellung von Versagungsgründen gemäß § 5 Abs. 4 oder zur Prüfung von Sicherheitsbedenken vor der Erteilung oder Verlängerung eines sonstigen Aufenthaltstitels die bei ihr gespeicherten personenbezogenen Daten der betroffenen Person an den Bundesnachrichtendienst, den Militärischen Abschirmdienst und das Zollkriminalamt sowie an das Landesamt für Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt oder die zuständigen Behörden der Polizei übermitteln. Vor Erteilung einer Niederlassungserlaubnis sind die gespeicherten personenenbezogenen Daten den in Satz 1 genannten Sicherheitsbehörden und Nachrichtendiensten zu übermitteln, wenn dies zur Feststellung von Versagungsgründen gemäß § 5 Abs. 4 oder zur Prüfung von Sicherheitsbedenken geboten ist.

(3) Die in den Absätzen 1 und 2 genannten Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste teilen der anfragenden Stelle unverzüglich mit, ob Versagungsgründe nach § 5 Abs. 4 oder Sicherheitsbedenken nach Absatz 2 Satz 2 vorliegen. Sie dürfen die mit der Anfrage übermittelten Daten speichern und nutzen, wenn das zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben erforderlich ist. Übermittlungsregelungen nach anderen Gesetzen bleiben unberührt.

(4) Das Bundesministerium des Innern bestimmt im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und unter Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitslage durch allgemeine Verwaltungsvorschrift, in welchen Fällen gegenüber Staatsangehörigen bestimmter Staaten sowie Angehörigen von in sonstiger Weise bestimmten Personengruppen von der Ermächtigung des Absatzes 1 Gebrauch gemacht wird.


nur weil jemand nicht weiss, warum etwas geschieht oder nicht geschieht, heist das noch lange nicht, dass es falsch ist. Es kann aber heissen, dass sich derjenige nicht ausreichend mit der Materie beschaeftigt hat.

Meistens sind im Interview wirklich nur ein paar Fragen noetig und bei denen geht es nun mal um den Antrag. Wozu muss man dafuer Gedankenleser sein? Eigendlich mueste man einen Visumantrag nur aufgrund der schriftlichen Unterlagen entscheiden koennen. Ihr muest euch endlich mal von dem Konzept loesen, dass in den Visastellen versucht wird, so wenig wie moeglich Antraege durch zu lasen. Der Auftrag ist ganz klar: jeden reisen lassen, wo es irgendwie geht. Dabei gibt es, wie ueberall, Grenzfaelle, da kann man leider nichts machen.
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Gruss
Bong



Raven

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16

Sonntag, 15. April 2007, 16:53

Lesen

Hii

aber es steht ja auch "kann" darin.

In der Regel hat man nach 3 Tagen die Zustimmung oder nach 14 Tagen
die Ablehnung. Stimmt man mir da wenigstens zu, daß in diesem engen
Zeitrahmen in der Praxis nicht viel mit anderen dt. Behörden gelaufen
sein kann?

Aus dem zitierten Getzestext, geht folgender Werdegang hervor:

Nur die ALB und Botschaft entscheiden, ob weitere dt. Behörden
einbezogen werden oder nicht. Es sind also nicht von Amtswegen
von Anfang an weitere Behörden involiert.

Oder sind die Phil. generell unter Abs. 4 eingestuft ?
Dann müßte aber eine Entscheidung über ein Besuchervisum
länger dauern oder nicht? Wir kennen doch unsere Behörden :D

Raven
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Andi777

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17

Sonntag, 15. April 2007, 16:54

Zitat


Ihr muest euch endlich mal von dem Konzept loesen, dass in den Visastellen versucht wird, so wenig wie moeglich Antraege durch zu lasen. Der Auftrag ist ganz klar: jeden reisen lassen, wo es irgendwie geht. Dabei gibt es, wie ueberall, Grenzfaelle, da kann man leider nichts machen.


So langsam fange ich sogar an, das zu glauben.
Laut Auswärtigem Amt gab es 2006 insgesamt 1.827.684 erteilte Schengenvisa durch deutsche Auslandsvertretungen. Und es wurden "nur" 233.561 Anträge für alle (!) Visaarten abgelehnt. Sieht statistisch ja prima aus.

Werde mich mal schlau machen, ob es diese Statistik auch länder- oder regionenbezogen gibt. Wenn nicht, dann wird man mir bestimmt erklären können, warum diese Daten nicht veröffentlicht werden.

Die Regeln und Verordnungen, nach deren Maßstäben über Anträge entschieden wird, sind allerdings sicherlich nicht für alle Fälle geeignet. OK, jedem recht machen kann man es natürlich nicht. Aber für den jeweiligen Einzelfall ist das schon schade.

Andi

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18

Sonntag, 15. April 2007, 17:20

Zitat

Original von Raven
Ich war selbst beim "Interview" für ihr Besuchervisum dabei. 6 Fragen-2 Minuten
Und die Fragen nur zur Untermauerung der Antragsdaten.
Da soll dann die Rückkehrwilligkeit der Person eingeschätzt werden???
Sind die Leute Gedankenleser??

Gruß Raven



... sorry, kenne jetzt deine komplette Visageschichte nicht....
Ist das Schengen Visum erteilt worden?

hge

Raven

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19

Sonntag, 15. April 2007, 18:50

Visa

Hi,

nur kurz:
Ich war unten,gemeinsam mit ihr auf der Botschaft für Besuchervisum.
Als das abgelehnt wurde, haben wir Fiancevisum beantragt.
Die Prüfung läuft noch.

Gruß Raven
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Bong

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20

Montag, 16. April 2007, 12:59

RE: Lesen

Zitat

Originally posted by Raven
Hii

aber es steht ja auch "kann" darin.

In der Regel hat man nach 3 Tagen die Zustimmung oder nach 14 Tagen
die Ablehnung. Stimmt man mir da wenigstens zu, daß in diesem engen
Zeitrahmen in der Praxis nicht viel mit anderen dt. Behörden gelaufen
sein kann?
Aus dem zitierten Getzestext, geht folgender Werdegang hervor:

Nur die ALB und Botschaft entscheiden, ob weitere dt. Behörden
einbezogen werden oder nicht. Es sind also nicht von Amtswegen
von Anfang an weitere Behörden involiert.

Oder sind die Phil. generell unter Abs. 4 eingestuft ?
Dann müßte aber eine Entscheidung über ein Besuchervisum
länger dauern oder nicht? Wir kennen doch unsere Behörden :D

Raven

fuer die Philippinen und 26 andere Staaten kannst du das "kann" streichen, da ist es ein muss. Erteilung und Ablehnung beim Schengenvisum dauert ca. 14 Tage

siehe auch Nr 4 des zitierten Gestzestextes
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Gruss
Bong



Andi777

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Dienstag, 17. April 2007, 12:06

RE: Lesen

Zitat


fuer die Philippinen und 26 andere Staaten kannst du das "kann" streichen, da ist es ein muss

Da können wir uns ja freuen, dass das mittlerweile wohl alles auf elektronischem Wege passieren kann. Sonst wären die 14 Tage kaum zu halten.

Wird denn einem/r Filipino/a, der/die mit seinem/r normalen Pass dort ein Schengenvisum beantragt, i.d.R. die Identität geglaubt? Ansonsten erübrigen sich doch Anfragen an weitere Behörden.

Andi

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22

Mittwoch, 18. April 2007, 11:39

RE: Lesen

Zitat

Originally posted by Andi777

Zitat


fuer die Philippinen und 26 andere Staaten kannst du das "kann" streichen, da ist es ein muss

Da können wir uns ja freuen, dass das mittlerweile wohl alles auf elektronischem Wege passieren kann. Sonst wären die 14 Tage kaum zu halten.

Wird denn einem/r Filipino/a, der/die mit seinem/r normalen Pass dort ein Schengenvisum beantragt, i.d.R. die Identität geglaubt? Ansonsten erübrigen sich doch Anfragen an weitere Behörden.

Andi


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