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Sassov

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Freitag, 13. September 2013, 11:00

Bitte um eure Meinung zum Thema Aufenthaltserlaubnis

Ich habe diesen Artikel mit großem Interesse gelesen, verstehe den Sinn aber anscheinend nicht ganz, daher bitte ich euch um eure Meinung, wie genau das zu verstehen ist.
Also es hört sich so an, als ob ich meine Frau, unabhängig vom Einkommen herholen dürft, wenn ich in Deutschland oder Ungarn (oder irgendwo sonst in der EU) leben und arbeiten würde. Oder müsste ich dazu Deutscher oder Ungar (Staatsbürger) sein?
Oder wie versteht Ihr das?

"Inländer-Diskriminierung"
Die größte Skurrilität bietet das Fremdengesetz, da Inländer gegenüber EU-Ausländern schlechtergestellt sind. Deutsche, Polen oder Belgier, die in Österreich leben, können für ihre Ehepartner aus Drittländern einen Aufenthaltstitel beantragen - ohne Voraussetzungen, denn hier greift EU-Recht. Und es geht noch ein wenig absurder: Für Österreicher, die ihr Recht auf Freizügigkeit in Anspruch genommen und einige Monate im EU-Ausland gelebt haben, gilt diese Regelung auch.

Eine österreichische Studentin, die etwa in Spanien ein Auslandssemester absolviert und dort einen Kolumbianer lieben lernt, kann heiraten und mit ihm ohne Auflagen in Österreich zusammenleben. Ihr Bruder, der daheim den Wehrdienst absolviert und eine Serbin heiraten will, wird für sie keine Aufenthaltserlaubnis erwirken können. Für ihn gelten die Voraussetzungen, als Grundwehrdiener kann er sie nicht erfüllen.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/…1&em_cnt_page=2

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sassov« (13. September 2013, 11:06)


hey joe

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Sonntag, 15. September 2013, 19:41

...
Also es hört sich so an, als ob ich meine Frau, unabhängig vom Einkommen herholen dürft, wenn ich in Deutschland oder Ungarn (oder irgendwo sonst in der EU) leben und arbeiten würde...




Zumindest indirekt: Du würdest Deine Frau nach Deutschland oder Ungarn (oder irgendwo sonst in die EU) holen und könntest dann natürlich mit ihr nach Österreich ziehen. So hört sich das an. Bevor Du es probierst solltest Du Dir allerdings bei den beteiligten Behörden Gewissheit verschaffen - sofern das möglich ist. :D
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meine marinduque-website. http://marinduque.de

peach

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Sonntag, 15. September 2013, 19:46

Ich habe diesen Artikel mit großem Interesse gelesen, verstehe den Sinn aber anscheinend nicht ganz, daher bitte ich euch um eure Meinung, wie genau das zu verstehen ist.
Also es hört sich so an, als ob ich meine Frau, unabhängig vom Einkommen herholen dürft, wenn ich in Deutschland oder Ungarn (oder irgendwo sonst in der EU) leben und arbeiten würde. Oder müsste ich dazu Deutscher oder Ungar (Staatsbürger) sein?
Oder wie versteht Ihr das?

"Inländer-Diskriminierung"
Die größte Skurrilität bietet das Fremdengesetz, da Inländer gegenüber EU-Ausländern schlechtergestellt sind. Deutsche, Polen oder Belgier, die in Österreich leben, können für ihre Ehepartner aus Drittländern einen Aufenthaltstitel beantragen - ohne Voraussetzungen, denn hier greift EU-Recht. Und es geht noch ein wenig absurder: Für Österreicher, die ihr Recht auf Freizügigkeit in Anspruch genommen und einige Monate im EU-Ausland gelebt haben, gilt diese Regelung auch.

Eine österreichische Studentin, die etwa in Spanien ein Auslandssemester absolviert und dort einen Kolumbianer lieben lernt, kann heiraten und mit ihm ohne Auflagen in Österreich zusammenleben. Ihr Bruder, der daheim den Wehrdienst absolviert und eine Serbin heiraten will, wird für sie keine Aufenthaltserlaubnis erwirken können. Für ihn gelten die Voraussetzungen, als Grundwehrdiener kann er sie nicht erfüllen.



Es ist genau so, würden du oder ich über die Grenze nach Slowenien, Tschechien, Deutschland oder wohin auch immer ziehen dürfte unsere Ehefrau sofort kommen. Gleiches gilt für EU Bürger (die nicht Ö Staatsbürger sind) in Österreich. Das ist das EU Freizügigkeitsrecht, das für dich überall gilt, nur nicht im eigenen Land...

4

Montag, 16. September 2013, 20:52

Hallo Sassov,

Genau so ist es! Ich bin mit meiner Philippinischen Frau nach 8 Jahren auf den Philippinen, nach Malta gezogen.

Ich berichtete hier ---> Malta

Und jetzt nach fast 4 Jahren auf Malta nach Deutschland!

Ich berichtete hier ---> [Sonstige] Alex1977/Aufenthaltserlaubnis von Ausländern die einen langfristigen Aufenthalts Titel für ein anderes EU Land innehaben.
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franky_23

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Dienstag, 17. September 2013, 06:01

Ein Unterschied ist schon da, denn als EU Stammberechtigter, wenn du nach D gehst, könnte es zu Problemen kommen, wenn du Grunsicherung (Sozialhilfe Harz IV) beantragst.

Nehmen wir mal das Beispiel: Wenn ein Deutscher mit einer Pinay nach Österreich will, so ist der Nachweis mit einer einfachen Eheurkunde und Pass möglich (sollte zumindest so sein). Bei einem Österreicher/Pinay wird i.d.R. ein Legalisationersatzverfahren angewandt. Es wird bei der lokalen Behörde nachgefragt, ob die Urkunde bekannt ist. In D würde für die Überprüfung bei einem Deutschen Stammberechtigten die Urkundenprüfung mittels Vertrauensanwalt greifen.

peach

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Dienstag, 17. September 2013, 10:45

Ich habe diesbezüglich (wegen dem von Sassov angesprochenen Punkt), schon einmal an alle Parlamentsparteien eine Anfrage geschickt. Von SPÖ, FPÖ, Grünen und Team Stronach habe ich auch eine Antwort bekommen, die anderen beiden (ÖVP und BZÖ), haben es leider nicht der Mühe Wert gefunden mir zurückzuschreiben. Man hat sich da halt im großen und ganzen auf die EU rausgeredet, wobei das Team Stronach die Regeln noch verschärfen möchte, SPÖ und Grüne eher erleichtern und die FPÖ halt gesagt hat, dass auch EU Bürger gleich wie Österreicher behandelt werden sollten, aber die Schuld auf die EU geschoben wurde.

7

Dienstag, 17. September 2013, 15:26

Schau mal hier auf unserer Webdisk --- Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Freizügigkeitsgesetz
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Gruß Asterix