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[Deutschland] Einbürgerung

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Montag, 23. September 2013, 13:29

Einbürgerung

Es wurde die Behauptung aufgestellt, dass es erforderlich sei, vor der beabsichtigten Einbürgerung mindestens 6 Monate in Vollzeit in D gearbeitet zu haben.
Ist diese Behauptung zutreffend?

Aus dem Text ergibt sich das nicht unmittelbar:

Voraussetzungen zur Einbürgerung
Ist man nicht mit der Geburt Deutsche oder Deutscher, haben Personen einen Anspruch auf die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

Sie verfügen über ein unbefristetes Aufenthaltsrecht in Deutschland
Sie leben seit mindestens acht Jahren gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland
Sie sichern für sich und ihre Familienangehörige ohne Sozialhilfe und Arbeitslosengeld den Lebensunterhalt
Sie verfügen über ausreichende Deutschkenntnisse
Sie haben einen Einbürgerungstest über die deutsche Rechts- und Gesellschaftsordnung bestanden
Sie sind nicht wegen einer Straftat verurteilt
Sie bekennen sich zum deutsche Grundgesetz
Sie haben ihre alte Staatsangehörigkeit verloren oder geben sie auf

Von diesen Voraussetzungen gibt es Ausnahmen. Eine ist die Verkürzung der Lebenszeit in Deutschland von acht auf sieben Jahre, wenn ein Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen wurde. Verfügt eine Person über besonders gute Deutschkenntnisse oder ist seit Jahren in Deutschland ehrenamtlich bei einer gemeinnützigen Organisation engagiert, verkürzt sich die Anzahl der gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland verbrachten Jahre auf sechs. Auch bei der Sozialhilfe bzw. dem Arbeitslosengeld sind Ausnahmen möglich, z.B. dann, wenn die Arbeitslosigkeit durch eine betriebsbedingte Kündigung eingetreten ist. Außerdem fallen Bezüge während der Schul- und Ausbildungszeit sowie während eines Studiums nicht unter diese Regelung.

Die mit dem Antrag auf Einbürgerung nachgewiesenen ausreichenden Deutschkenntnisse bezeichnen die Fähigkeit, sich in der deutschen Sprache mündlich und schriftlich nach dem B1-Niveau des Europäischen Referenzrahmens auszudrücken. Der Antragssteller kann seine Sprachkenntnisse in den folgenden Formen nachweisen:

Erfolgreiche Teilnahme an einem Sprachkurs im Rahmen des Integrationskurses
Das Zertifikat Deutsch oder andere Sprachdiplome
Erfolgreicher mindestens vierjähriger Besuch einer deutschsprachigen Schule
Ein erfolgreicher Hauptschul- oder Realschulabschluss oder Abitur
Nachweis über die Versetzung in die zehnte Klasse einer weiterführenden deutschsprachigen Schule
Abgeschlossene deutschsprachige Berufsausbildung
Abgeschlossenes Studium an einer deutschsprachigen (Fach-)Hochschule.
Signatur von »bach«
Früher war alles besser, auch die Zukunft! (Karl Valentin)
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger." (Kurt Tucholsky)
Der Tag ist 24 Stunden lang, aber unterschiedlich breit.(Wolfgang Neuss) .Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. (Wolfgang Neuss)
AUF EIGENEN WUNSCH NICHT GESPERRT!„Könnte man nicht die Todesstrafe einführen für Leute, die sie vorschlagen?“(Wolfgang Neuss)

  • »hge« ist männlich

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2

Montag, 23. September 2013, 13:38

Es wurde die Behauptung aufgestellt, dass es erforderlich sei, vor der beabsichtigten Einbürgerung mindestens 6 Monate in Vollzeit in D gearbeitet zu haben.
Ist diese Behauptung zutreffend?



Wenn es um die deutsche Staatsbürgerschaft einer mit einem Deutschen verheirateten pinay geht,dann hast du die falschen Stelle zitiert.


Bei deutschverheiratet gelten folgende Vorraussetzungen:

Mindestes 3 Jahre AE ...
Abgabe der philipp. Staatsbürgerschaft
Sicherung des LU (Lebensunterhalt); ( Einkommen kann auch nur durch den deutschen Parten nachgewiesen werden.)
bestandener Integrationskurs (B1)
bestandener Einbürgerungstest...

3

Montag, 23. September 2013, 13:45

Lieber hge,

es geht um eine in D lebende ledige Filipina mit zwei minderjährigen Kindern, die deutsche Staatsbürger sind.
Signatur von »bach«
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Der Tag ist 24 Stunden lang, aber unterschiedlich breit.(Wolfgang Neuss) .Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. (Wolfgang Neuss)
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4

Montag, 23. September 2013, 14:07

es geht um eine in D lebende ledige Filipina mit zwei minderjährigen Kindern, die deutsche Staatsbürger sind.



Das wäre nach den gesetz nur möglich:

§9 StAG

Zitat

2) Die Regelung des Absatzes 1 gilt auch, wenn die Einbürgerung bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Tode des deutschen Ehegatten oder nach Rechtskraft des die Ehe auflösenden Urteils beantragt wird und dem Antragsteller die Sorge für die Person eines Kindes aus der Ehe zusteht, das bereits die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.


http://www.info4alien.de/einbuergerung/gesetze/stag.htm#9

Ansonsten wird sie vielleicht über §8 ermessenseinbürgerung oder §10 Anspruchseinbürgerung ( 8 Jahre in D gelebt) sich einbürgern lassen können.

Da dort recht viel Raum für Interpretation ist, empfehle ich einen Besuch der örtlichen Einbürgerungsbehörde!

lapu-lapu

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Montag, 23. September 2013, 14:22

eigener Lebensunterhalt

Wichtig ist, dass sie den Lebensunterhalt garantieren kann. Man möchte von deutscher Seite verhindern, Hartz IVler einzubürgern. Von einer Frist steht da nichts.

Man sollte auf alle Fälle die zuständige Behörde mit ins Boot nehmen.
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6

Montag, 23. September 2013, 16:31

''Sie leben seit mindestens acht Jahren gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland''

''Sie leben seit mindestens acht Jahren gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland''
Diesen Satz habe ich auch erst kürzlich von einem Freund aus Bayern gehört, der war völlig erstaunt, daß meine Frau schon nach drei Jahren eingebürgert wird. Vielleicht ist das nur in Bayern so, kommst du womöglich aus Bayern bach?

8-) Gruß LDL
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7

Montag, 23. September 2013, 16:51

''Sie leben seit mindestens acht Jahren gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland''
Diesen Satz habe ich auch erst kürzlich von einem Freund aus Bayern gehört, der war völlig erstaunt, daß meine Frau schon nach drei Jahren eingebürgert wird. Vielleicht ist das nur in Bayern so, kommst du womöglich aus Bayern bach?

8-) Gruß LDL



Das hat nichts mit Bayern zu tun.

Bei deutschverheirateten kann schon nach 3 jahren eingebürgert werden. Bei anderen Ausländern erst nach 8 Jahren, bzw. nach 7 Jahren.. wenn entsprechende Vorraussetzungen vorliegen.