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Huttmann

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 10:00

FZV, ledige Filipina, Sorgerecht für das Kind

Hallo. Vielleicht kann jemand helfen. Es geht um folgendes: Heirat in Hong Kong vor ca. 2 Wochen, bezüglich der Filipina sehe ich bezüglich der FZV keine Probleme. Sie hat aber 1 Kind, 7 Jahre alt, die Mutter war nie vorher verheiratet. Auf der Geburtsurkunde der Tochter hat der Vater (leider) unterschrieben und die Tochter hat um es komplizierter zu machen auch noch den Familiennamen des Vaters bekommen. Ich dachte, dass die ledige Mutter immer das alleinige Sorgerecht hat, ich weiß es aber nicht genau. Der Vater interessiert sich nich für das Kind. Hat jemand Erfahrung damit ob der Vater sich einverstanden erkären muss, notariell? Noch schlimmer mit einer Gerichtsentscheidung? Das würde alles sehr verzögern, er arbeitet im Ausland. Ich hatte die FZV für beide eingereicht, falls es mit dem Kind lange dauern sollte überlege ich es in 2 Schritten zu machen... Danke!

Sunnyenergy

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2

Dienstag, 15. Oktober 2013, 10:27

Meine Freundin sagte mir auch sie hätte das Sorgerecht alleine. Der Kleine ist allerdings erst 2. Dann sagte sie noch bis das Kind 5 oder 6 (?) sei hätte die Mutter eh das alleinige Sagen. Wirklich wissen tue ich das allerdings nicht. Sie war aber schon in Australien mit dem Kind ohne dass der Vater die Einwilligung hätte geben müssen.

Wir sind allerdings am überlegen, ob sie den Nachnamen des Kindes auf ihren ändern lässt, damit der Kleine später nicht alleine einen ganz anderen hat als der Rest der Familie. Wie es damit aussieht zeigt sich nächste Tage. Der Vater hat so weit ich weiss nicht unterschrieben.
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Radulf

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3

Dienstag, 15. Oktober 2013, 11:37

Das haben wir gerade hinter uns

Bei uns war es so, dass für das Einreisevisum des Kindes der Nachweis(!) des alleinigen Sorgerechtes für die Mutter erforderlich war. Hier reicht eine eidesstattliche Versicherung des biologischen Vaters nicht aus, denn diese kann jederzeit wiederrufen werden. Es blieb nur der Weg über das philippinische Familiengericht.

Praktisch lief es so ab, dass der Kindesvater auf alle Rechte und Pflichten verzichten musste und das persönlich vor der Richterin. Danach wird eine neue Geburtsurkunde ausgestellt, ohne den Vater. Das Kind bekommt den Namen der Mutter.

In Deutschland wird ausschließlich deutsches Recht angewendet. Darum ist es notwendig den leiblichen Vater aus der Geburtsurkunde zu streichen.

Bei uns hat das 17 Monate gebraucht (in Davao City) und viel Nerven etc. In einer Woche landen dann aber endlich meine beiden in Frankfurt.
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4

Dienstag, 15. Oktober 2013, 11:37

Bei mir ist es genau das gleiche, nur das ihr Sohn 4 Jahre alt ist und wir in Deutschland geheiratet haben. Der Vater hat unterschrieben, und das Kind hat auch den Nachnamen des Vaters.
Zu mir wurde hier im Forum allerdings gesagt, dass das keine Probleme macht. Denn laut dem Merkblatt der Botschaft ist ein Sorgerechtsbeschluss bei unehelichen Kindern nicht notwendig. Desweiteren sagt der Family Codes meines Wissens nach, dass die Mutter, wenn nicht verheiratet, das alleinige Sorgerecht (custody) besitzt.
Ich bin allerdings immer noch unsicher, zu mal auch die Ausländerbehörden oft nicht darüber bescheid wissen und dann irgendetwas einfordern.
Kann hier jemand eine verlässliche Aussage machen, die sich auf irgendwelche Gesetzte, Regelungen stützt, die genau diesen Fall abdecken?

Vielen Dank !

Grüße flamx

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5

Dienstag, 15. Oktober 2013, 12:19

Ja, die Unsicherheit ist groß und wahrscheinlich wird es von den verschiedenen Ausländerbehörden unterschiedlich gehanhabt, unterschiedlicher Wissensstand bzw. Informationen, etc.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nach D Recht gehandhabt wird und der Vater aus der Geburtsurkunde weg muss, ich zweifele aber überhaupt nicht an, dass dies verlangt wurde und manche das machen mußten.

Aus den Angaben der DBM kann ich folgendes zitieren:

Notwendige Unterlagen FZV:
"ZU DEN ELTERN / EINEM ELTERNTEIL (für Minderjährige):
Geburtsurkunde *) des phil. Elternteils des Antragstellers;
NSO-Index-Bescheinigung *) des Elternteils, zu dem der Antragsteller ziehen möchte; dieses Dokument darf nicht
älter als 6 Monate sein;
Ggf. Heiratsurkunde *) der Eltern (falls die Ehe in Deutschland geschlossen wurde, ist die Vorlage in Kopie
ausreichend);

Sorgerechtsbeschluss (für Minderjährige bei denen die Ehe der Eltern aufgelöst/annuliert wurde);
Persönliche Vorsprache der sorgeberechtigten Elternteile (sofern auf den Philippinen wohnhaft) bei Visumbeantragung
oder Vorlage einer notarisierten Vollmacht durch gesetzlichen Vertreter (falls Eltern im Ausland);
"

Ukehrschluß: Kein Sorgerechtsbeschluß falls ledig??? Die DBM hat auch weiter nichts verlangt, bei der Ausländerbehörde herrschte zunächst Unsicherheit, die Mitarbeiterin weiss derzeit nicht wie die Rechtslage auf den PH ist.




Aus den FAQ der DBM:
"Welche Unterlagen soll ich als allein erziehende bei: aufgelöster-/geschiedener Ehe /als verwitwete Mutter/Vater vorlegen?
Bitte legen Sie als Nachweis des Sorgerechts folgende Dokumente vor:
Geschiedener Elternteil oder bei aufgelöster Ehe: Sorgerechtsbeschluss des Gerichts
Verwitweter Elternteil: Geburtsurkunde des Kindes und Sterbeurkunde des anderen Elternteils
Alleinerziehender Elternteil: Geburtsurkunde des Kindes und die Bescheinigung über die allein erziehende Mutter.
"

BESCHEINIGUNG ÜBER DIE ALLEIN ERZIEHENDE MUTTER??? Es stellt sich die Frage was das ist und wo man so etwas bekommt...

6

Dienstag, 15. Oktober 2013, 12:50

Kind unehelich geboren

Dann hat nach phil. Recht immer die Mutter das Elternrecht alleine. Das duerfte auch in D bekannt sein und da die Papiere ueber die DBM eingereicht werden, wird die Botschaft das auch vermerken.

Sollte allerdings eine gerichtlich hinterlegte Urkunde da ist, dass die Mutter das Erziehungsrecht mit dem Vater teilt, sieht die Sache Anders aus denn dann muss der Vater mit zustimmen. Aber das kommt sehr selten vor.

Mach Dir keinen Hals darueber und geh den Weg, dass das Kind ausserehelich geboren wurde und die Mutter zustaerndig ist. Diese ganzen Wenn und Abers bringen es nicht.
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7

Dienstag, 15. Oktober 2013, 13:39

Ganz einfach: Steht in der Geburtsurkunde, dass die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet waren, dann hat die Mutter nach Art. 176 Family Code das alleinige Sorgerecht. Egal, ob ein Vater angegeben ist, oder nicht. Auch wenn das Kind den Namen des Vaters angenommen hat, ist das für das Sorgerecht unerheblich.
Ausnahmen mag es geben, beispielsweise wenn es einen Sorgerechtsbeschluss eines phil. Gerichtes gibt, aber das ist eher selten.
Deutsches Recht findet keine Anwendung, da der gewöhnliche Aufenthalt des Kindes auf den Philippinen ist.
In der Regel sagt die Botschaft das auch der Ausländerbehörde. Falls nicht sollen die dort nachfragen.

Huttmann

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 14:09

Danke, das war sehr hilfreich und ermutigend!

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 14:17

Danke sehr von mir auch!
Ich las auch nichts bisher in den Foren über Probleme... :friends
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Dienstag, 15. Oktober 2013, 14:30

Hierzu noch ein interssanter und auch aktueller Artikel der Manila Times dazu:

http://manilatimes.net/mother-has-sole-p…te-child/12056/

Ich mach mir keine Sorgen.

Sunnyenergy

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 17:21

Wie schaut es mit der Namensänderung aus?
Der Kleine hat den Nachname das Vaters was vermutlich ein Fehler beim schreiben der Anmeldung war.
Würdet ihr das in den Phills machen - also jetzt.
Oder nach Heirat in CH hier?
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Dienstag, 15. Oktober 2013, 19:42

Bei uns war es so, dass für das Einreisevisum des Kindes der Nachweis(!) des alleinigen Sorgerechtes für die Mutter erforderlich war. Hier reicht eine eidesstattliche Versicherung des biologischen Vaters nicht aus, denn diese kann jederzeit wiederrufen werden. Es blieb nur der Weg über das philippinische Familiengericht.


Ich frage mich, wie ein Familiengericht ein Sorgerecht entziehen kann, das überhaupt nicht existiert. (es sei denn die Mutter hätte es explizit erteilt)

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 19:49

Alleinerziehender Elternteil: Geburtsurkunde des Kindes und die Bescheinigung über die allein erziehende Mutter."

BESCHEINIGUNG ÜBER DIE ALLEIN ERZIEHENDE MUTTER??? Es stellt sich die Frage was das ist und wo man so etwas bekommt



... das sehe ich jetzt auch zum erstenmal.
Da würde ich doch ganz einfach die DBM anschreiben und fragen, wer diese Bescheinigung ausstellen soll.

PS:

Kommando zurück: dieses FAQ bezieht sich auf Schengen Visum... trotzdem würde mich da auch interessieren, wer diese Bescheinigung erstellen soll.

Huttmann

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 20:17

Danke, auch an hge.
Ja, ich werde die DBM fragen was es mit dieser Bescheinigung auf sich hat.

Kann es sein, dass es bei Radulf anders war weil die Frau verheiratet war und die Ehe annulliert wurde? Anders kann ich es mir nicht erklären. Dann hätte der Vater auch ein Sorgerecht, das ist ganz anders. Das steht auch so auf der DBM Seite.

Es sind sich offenbar alle einig, dass die ledige Mutter eines unehelichen Kindes das alleinige Sorgerecht hat, somit kein Problem. Entscheidend ist aber, dass die Ausländerbehörde dies auch so sieht, sie müßte diese Informationen aber aus eigenen, amtlichen Quellen herausfinden, geht wohl am einfachsten über die DBM, oder gibt es andere Wege? Mir werden sie ja nicht einfach glauben, dass es so ist. Das Sorgerecht wird von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt, es soll auch in D bei analogen Fällen anders geregelt sein, wurde mir von der ABH gesagt.

Bezüglich des Namens des Vaters für das Kind in der Geburtsurkunde, irgendwo habe ich gelesen, dass es praktiziert wird falls doch geheiratet wird, dann bräuchte man den Namen des Kindes nicht zu ändern. Es ist also sicher kein Schreibfehler.

Über die spätere Namensänderung des Kindes und auch der Mutter (ist registriert beim PH Konsulat Hong Kong) mache ich mir derzeit kein Kopfzerbrechen weil es später auch in D möglich ist und weil jetzt das Visum die erste Priorität hat.

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15

Dienstag, 15. Oktober 2013, 20:19

Sorgerecht

Hier mal ein Auszug einer Antwort von der DBM (Mitte 2012):

"Art. 211 Family Code bezieht sich auf eheliche Kinder, danach üben Vater
und Mutter das Sorgerecht gemeinsam aus.

Gem. Art. 176 Family Code liegt das Sorgerecht für nichteheliche Kinder
bei der Mutter.

Wenn die Tochter Ihrer Frau nicht in eine Ehe hineingeboren wurde, liegt
das Sorgerecht nur bei der Mutter."

"Da die Tochter Ihrer Frau unehelich geboren wurde, wird für sie bei
Antragstellung kein Sorgerechtsbeschluss benötigt."

Damit sollte es wohl klar sein....

flamx

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16

Dienstag, 15. Oktober 2013, 20:30

Ich finde das Thema sehr interessant.
Die Mutter hat bei unehelichen Kindern laut Familiy Code immer das alleinige Sorgerecht (unumstritten), allerdings hat der Vater auch ein Besuchsrecht aufgrund seines natürlichen Rechts als Elternteil.
Dazu hab ich folgendes gefunden:

Zitat

In view of the constitutionally protected inherent and natural right of parents to their children, the father may exercise visitorial rights over his illegitimate child.


Das beißt sich doch irgendwie oder? Aufgrund eines solchen Rechts könnte der Vater doch eventuell vor Gericht erwirken, dass das Kind nicht ins Ausland gehen kann/darf, da er ansonsten sein Besuchsrecht nicht warnehmen kann (unabhängig davon, ob er ein Sorgerecht hat oder nicht).

Was meint ihr dazu?

EDIT:

Und zweite Frage: Ob und wie lässt sich der Nachname des Kindes auf den Ehenamen bzw. den Namen der Mutter ändern? Ich habe die Befürchtung, dass unwissende ABHs aufgrund eines differierenden Nachnamens Probleme machen.

Huttmann

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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 08:55

Sehr rasche Antwort DBM:

"die Rechtslage ist in Ihrem Fall klar:
Aus der hier vorliegenden Geburtsurkunde für... geht hervor, dass die Eltern zur Zeitpunkt der Geburt nicht miteinander verheiratet waren. Demzufolge steht der Kindesmutter nach Art. 176 family code das alleinige Sorgerecht zu. Das haben wir aber eigentlich der Ausländerbehörde vorab elektronisch auch schon mitgeteilt."

Damit ist die allgemeine Meinung bestätigt worden

p!noY

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18

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 09:23

Ich finde das Thema sehr interessant.
Die Mutter hat bei unehelichen Kindern laut Familiy Code immer das alleinige Sorgerecht (unumstritten), allerdings hat der Vater auch ein Besuchsrecht aufgrund seines natürlichen Rechts als Elternteil.
Dazu hab ich folgendes gefunden:

Zitat

In view of the constitutionally protected inherent and natural right of parents to their children, the father may exercise visitorial rights over his illegitimate child.


Das beißt sich doch irgendwie oder? Aufgrund eines solchen Rechts könnte der Vater doch eventuell vor Gericht erwirken, dass das Kind nicht ins Ausland gehen kann/darf, da er ansonsten sein Besuchsrecht nicht warnehmen kann (unabhängig davon, ob er ein Sorgerecht hat oder nicht).

Was meint ihr dazu?


Warum sollte sich das beißen? Es sthet doch nur da, daß der Vater sein Kind besuchen DARF. Und es steht dem Vater auch frei das Kind im Ausland zu besuchen, es hindert ihn ja keiner dran und daher würde es auch vor Gericht nichts bringen... und als Grund "Ich kann mir den Flug zu meinem Kind nich leisten" o.ä. ist ja kein "Rechtsproblem". Auch wenn es sich um die RP handelt, wo das Recht reine Auslegungssache ist und riesiegen Interpretationsspielraum hat kann ich es mir nicht vorstellen... und RECHTLICH hat das Sorgerecht (inkl. Aufenthaltsbestimmungsrecht ?) die Mutter bei unehelichen Kindern.

@Huttmann
Da Du es ja jetzt schwarz-auf-weiß hast, kann ja nix mehr schief gehen diesbezüglich, gratuliere! :clapping

flamx

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19

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 13:49

@p!noY
Ich verstehe was du meinst. Ich habe eben nur auch an die Rechte des Vaters eines Kindes gedacht. Für mich hat ein Vater einfach nicht weniger Rechte wie die Mutter. Allerdings ist es das Recht und das ist auch ok.
Bei uns ist der Fall genau wie bei Huttmann, und ich bin natürlich auch froh, dass auf den Philippinen die Mutter das alleinige Sorgerecht bei unehelichen Kindern trägt. Moralisch gesehen beißt es sich für mich jedoch. Rechtlich gesehen natürlich nicht.

Grüße!

@Huttmann: Gratuliere dir auch!

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20

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 17:32

Wir haben ja noch einen Punkt offen: wie kann der Name des Kindes wieder geändert werden?

Ich vermute, dass dies die Lösung ist:

Praktisch lief es so ab, dass der Kindesvater auf alle Rechte und Pflichten verzichten musste und das persönlich vor der Richterin. Danach wird eine neue Geburtsurkunde ausgestellt, ohne den Vater. Das Kind bekommt den Namen der Mutter.


Bei Radulf ging es also weniger um die Feststellung des alleinigen Sorgerechts, sonders um die Änderung der Geburtsurkunde. Und Urkunden können nun mal nur durch ein Gericht geändert werden. (man kann dies ja nicht als clerical error bezeichnen, wo auch das municipal ändern könnte)

flamx

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21

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 18:32

Soll heißen, ohne die Zustimmung des Vaters zur Namensänderung hat man keine Chance den Namen ändern zu lassen? Was wenn sich dieser sträubt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so ist. Da hat die Mutter schon das alleinige Sorgerecht und dann kann man den Namen nicht ändern. Wie lässt sich eigentlich das Kind adoptieren? Brauch es dafür auch der Genehmigung des Vaters?

Grüße flamx

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22

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 21:44

Soll heißen, ohne die Zustimmung des Vaters zur Namensänderung hat man keine Chance den Namen ändern zu lassen? Was wenn sich dieser sträubt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so ist. Da hat die Mutter schon das alleinige Sorgerecht und dann kann man den Namen nicht ändern. Wie lässt sich eigentlich das Kind adoptieren? Brauch es dafür auch der Genehmigung des Vaters?

Grüße flamx


Zunächst habe ich das nur vermutet!

Es steht allerdings fest, dass gravierende Änderungen einer Geburtsurkunde nur über ein Gericht gehen müssen.
Ob das Gericht dazu die Zustimmung des Vaters haben muss, müsste noch verifiziert werden.

Eine gewisse Logik sehe ich allerdings schon darin: Der Vater musste explizit zustimmen, dass er als biologischer Vater in die Geb-Urkunde aufgenommen wird, dann sollte er auch gefragt werden, wenn er da wieder raus soll...

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 14:48

Genau weiss ich es auch nicht. Man kann in D einen Namen ändern ohne die Geburtsurkunde zu ändern. Die Gründe warum die Änderung des Namens des Kindes sinnvoll wäre dürfte den Behörden hier klar sein

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 16:31

Genau weiss ich es auch nicht. Man kann in D einen Namen ändern ohne die Geburtsurkunde zu ändern. Die Gründe warum die Änderung des Namens des Kindes sinnvoll wäre dürfte den Behörden hier klar sein



Ich wäre hier nicht zu optimistisch.
Es mag sein, dass man beim deutschen Standesamt sowas machen kann, dann wird das aber zunächst nur für den deutschen Rechtsraum gelten.
Jede deutsche Behörde wird sich hüten, irgendwas an der philipp. Geb-urkunde zu ändern...und wie soll dann der neue Name in den philipp. Pass kommen?

Am besten mal bei den Behörden anfragen: deutsches standesamt und philipp. Botschaft..



hge

Radulf

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25

Freitag, 18. Oktober 2013, 18:47

Sorry für mein langes Schweigen,

aber jetzt schalte ich mich wieder in die Runde ein.

Hge hat mit einer Vermutung recht; mit Blick auf eine geplante Adoption wollten wir in unserem Fall nicht nur das Sorgerecht klären, sondern auch sicher stellen, dass uns der biologische Vater hier keinen Strich durch die Rechnung machen kann. Deshalb auch der Gang zum Gericht zwecks Namensänderung. In der neuen Geburtsurkunde sollte ja dann kein Vater mehr aufgeführt sein.

Ob es ein Gericht gibt, dass auf die Anhörung des verschwundenen Vaters verzichtet, kann ich nicht wissen. Das entscheidet allein der zuständige Richter. Mag sein es ist mitunter möglich. Wir hatten es versucht, aber die Richterin bestand auf dem persönlichen Erscheinen des biologischen Vaters. Dieser hatte dann auch so einige Wünsche. Zu deutsch, es ist Geld geflossen.



Vielleicht hat das jetzt einige Fragen beantwortet. Sobald wir die neue Geburtsurkunde haben, kann ich mich noch einmal dazu äußern.
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26

Samstag, 19. Oktober 2013, 07:54

Der PH Paß ist ja noch einige Jahre noch gültig. Dann könnte das Kind einen D Paß bekommen

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