Unterhalt für den Sohn

  • Hallo Forenmitglieder,


    ich habe diesen Monat meine Liebe geheiratet und nun stellt sich leider ein seit zwei Jahren vorhandenes Problem wieder in unseren Lebensmittelpunkt: Unterhalt an den Sohn


    Sie hat einen Sohn in den Philippines und hatte bevor ich mit Ihr zusammen kam auch gearbeitet. Nun hatte Sie die Arbeit wegen mir gestoppt.


    Ich bin natürlich generell bereit Geld in die Philippinen zu senden um Ihren Sohn entsprechend zu versorgen. Aber wieviel ist da eigentlich genug? Was meint Ihr zu dem Thema Unterhalt?
    Wieviel sollen wir senden?


    Für eure Antworten bin ich sehr dankbar.
    Grüße
    Kai

  • Hallo Delacruz,
    wo lebt der Sohn? In der Provinz ist der Unterhalt deutlich niedriger anzusetzen als wenn er z.B. in Manila lebt.
    Wenn Du die Durchschnittslöhne eines Filipino betrachtest,wird dich der Unterhalt nicht arm machen.
    Also wenn du 100,-Euro (6000-6300 Piso) überweisen würdest, ist es sicherlich zuviel.
    Gruß bolong beach

  • Hallo, vielen Dank für Deine Antwort.
    Er lebt in Dagupan und ich bin derzeit bereit 50 Dollar zu senden - ok wenn es 100 dollar sind wäre es auch ok für mich. Aber reicht das auch wirklich aus?


    Grüße
    Kai

  • Hallo nochmal,


    in diesem Zusammenhang würde ich gerne eine Krankenversicherung für den Sohn abschließen.
    Weiß jemand was das in den Philippinen kostet?
    Wie kann man diese von hier aus abschließen?


    Danke für eure Antworten
    Kai

  • Quote

    Originally posted by Delacruz
    Hallo, vielen Dank für Deine Antwort.
    Er lebt in Dagupan und ich bin derzeit bereit 50 Dollar zu senden - ok wenn es 100 dollar sind wäre es auch ok für mich. Aber reicht das auch wirklich aus? i


    Hallo Delacruz,


    wie alt ist denn das Kind? Da es keine Duesseldorfer Tabelle wie etwa in Deutschland in RP gibt, sind Aussagen recht schwierig, was als Unterhalt zu zahlen ist. Bei Dir sieht es ja etwas anders aus, da es sich ja wohl um eine freiwillige Zahlung handelt. Ob 100 US$ = ca. P5.000 ausreichen, haengt auch von der Schule ab in der Province.


    Gruss
    amor-1011

  • Quote

    Original von Delacruz
    Hallo Forenmitglieder,


    ich habe diesen Monat meine Liebe geheiratet und nun stellt sich leider ein seit zwei Jahren vorhandenes Problem wieder in unseren Lebensmittelpunkt: Unterhalt an den Sohn


    Sie hat einen Sohn in den Philippines und hatte bevor ich mit Ihr zusammen kam auch gearbeitet. Nun hatte Sie die Arbeit wegen mir gestoppt.


    Habt ihr euch schon mal überlegt ob es nicht möglich wäre den Sohn deiner Frau hierher zu holen?


    Ich denke auch dass ein Kind kein "Problem" darstellt sondern ganz im Gegenteil eine Bereicherung des Lebens ist.

  • Vielen Dank für eure Postings.


    Ich denke wir haben nunmehr einen passablen Weg gefunden.
    Nachdem ich mich auch im Bekanntenkreis (viele Philippinos) mal erkundigt habe konnte ich einen Weg finden der erstens Zufriedenstellend und zweitens menschlich ist (ist ja immerhin der Sohn meiner Ehefrau ;-).


    Ich werde nunmehr monatlich 100 Dollar zum Sohn schicken und eine Krankenversicherung abschließen.
    Da eine Krankenversicherung nur über die betreuende Person möglich ist ist dann die Mutter meiner Ehefrau ebenfalls mit krankenversichert.
    Dies schützt mich dann vor Anfragen nach Geldern für Krankenhausaufenthalte was hier ja oftmals diskutiert wird.
    Ob 100 Dollar zuviel sind mag schon sein aber ich denke es bricht mir kein Bein aus und der Sohn sowie die Mutter haben dann zumindest Lebenstechnisch alles was Sie brauchen .....


    Grüße
    Kai

  • Die Mutter deiner Frau ist bei Philhealth nur dann mitversichert wenn a) sie ist älter als 60 Jahre und b) das monatliche Einkommen ist unter 1000 P

    Ein guten Tag wuenscht
    Einstein
    Wer Signaturen nachmacht oder nachgemachte Signaturen in
    Umlauf bringt, wird mit Impotenz und Haarausfall bestraft!

  • Quote

    Original von Delacruz
    Ob 100 Dollar zuviel sind mag schon sein aber ich denke es bricht mir kein Bein aus und der Sohn sowie die Mutter haben dann zumindest Lebenstechnisch alles was Sie brauchen .....


    Wie alt ist denn der Junior? Also wenn er zur Schule gehen soll (damit meine ich eine gute Privatschule) wirds mit den 100 Dollar recht "eng".


    tbs

    "Mit dem Wissen wächst der Zweifel", Johann Wolfgang von Goethe

    "Ich habe riesige Zweifel", tbs


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  • Early Childhood Silliman University 20.000 P im Jahr
    Elementary School Silliiman University 25 000 P im Jahr

    Ein guten Tag wuenscht
    Einstein
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  • Quote

    Original von Einstein
    Early Childhood Silliman University 20.000 P im Jahr
    Elementary School Silliiman University 25 000 P im Jahr


    zuzüglich Schuluniform, Bücher, Hefte und alle sonstigen Lebenshaltungskosten (Kleidung, Spielzeug, essen usw.)


    100 US$ sind ein bisschen wenig, da davon ja auch die Mutter zumindest teilweise versorgt werden soll.


    Ich würde in Erwägung ziehen das Kind nach Deutschland zu holen, deine Frau wäre sicher sehr glücklich und auch für dich könnte ein Kind eine Bereicherugn deines Lebens sein. Denk mal darüber nach... ;)

  • Quote

    Original von Hubert
    Ich würde in Erwägung ziehen das Kind nach Deutschland zu holen, deine Frau wäre sicher sehr glücklich und auch für dich könnte ein Kind eine Bereicherugn deines Lebens sein. Denk mal darüber nach... ;)


    Falls dich dieser Gedanke zu sehr verunsichert könntet ihr das Kind während der Schulferien völlig unverbindlich nach Deutschland einladen und du könntest dann ohne Stress und Zwang entscheiden ob du dir eventuell ein Leben zu dritt vorstellen kannst...

  • Quote

    Original von Hubert
    zuzüglich Schuluniform, Bücher, Hefte und alle sonstigen Lebenshaltungskosten (Kleidung, Spielzeug, essen usw.)


    Alleine die Transportkosten 2x am TAG zur Schule und wieder zurück belaufen sich auf ca. 2800 Pesos /Monat (4x 35 Pesos x 20 Tage), von den Snacks für die Schule mal ganz abgesehen.
    Mit den 100 Dollar reichts nicht viel mehr als das Kind wie die anderen auch auf der Straße rumlungern zu lassen und in eine staatliche Schule zu schicken.


    Delacruz
    Ich würde mir auch überlegen, ob du das Kind nicht nach Deutschland holen solltest. Du wirst sonst nie wirklich deine Ruhe haben. Auch wenn das Kind weit weg ist, so wird die Mutter sich immer Sorgen machen und sich darum kümmern.


    tbs

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  • Quote

    Original von tbs
    Auch wenn das Kind weit weg ist, so wird die Mutter sich immer Sorgen machen und sich darum kümmern.


    tbs


    Völlig richtig, ganz genau auch meine Meinung.


    Die Mutter kann ihren Seelenfrieden nicht finden solange ihr Kind ferne von ihr leben muss. Sie wird sich immer schuldig fühlen ihr Kind zurückgelassen zu haben, da trösten auch regelmäßige Überweisungen nicht viel.


    Es wäre für eure Beziehung sicher sehr förderlich wenn du die Größe besitzen würdest und das Kind ebenfalls hierher holst. Ist am Anfang sicher eine gewisse Umstellung und Gewöhung aber ich denke mit etwas guten Willen von allen Seiten wird es sicher klappen.


    Eine gute Bekannte meiner Frau hat ihr auf den Philippinen lebendes Kind mit Hilfe ihres Mannes nach Deutschland geholt, bis jetzt funktioniert das Zusammenleben ohne große Probleme.




  • Hallo "Delacruz",


    Genau so wie Hubert u. tbs sehe ich das auch. Mit 50 oder 100 ist es nicht getan. Da wird regelmäßig Stress und Ärger auf Dich zukommen. Deine Schwiegermutter wird nicht jünger, früher oder später kommen Kosten für eine Housemaid, Schule, Studium, immense Telefonkosten wenn es mal Probleme gibt, usw. usw. auf Dich zu. Selbst die Verwandtschaft Deiner Frau könnte versuchen, die Situation auszunutzen, um an ein bisschen Kohle zu kommen.
    Es hängt natürlich auch stark vom Alter des Sohnes ab, ob ein Nachzug nach D ratsam ist. Wenn er schon älter als 12 ist, wird es hier schwierig bis unmöglich für ihn, in D einen Schulabschluß und Ausbildungsplatz zu bekommen.


    Überleg's dir gut. Wenn es eine Chance gibt, hol in hierher. Das wird Dir jede Menge Stress ersparen.
    Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Meine beiden Stiefsöhne sind nach wie vor auf den Phils, weil ich damals für besser hielt. Heute würde ich anders entscheiden.


    Grüße

  • Hallo,
    erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten.


    Ich habe mir auch schon den einen oder anderen Gedanken über den Nachzug des Sohnes nach Deutschland gemacht. Meine Frau möchte es derzeit nicht da der Sohn in den Philippinen sehr gut im Leben steht und eine Veränderung derzeit wahrscheinlich nicht anzuraten wäre. Hinzu kommt noch das meine Frau sich definitiv auf die deutsche Sprache (im ersten Jahr) und danach auf eine Ausbildung konzentrieren will und soll. Zur Zeit leben wir noch in Shanghai und möchten zum Ende diesen Jahres nach Deutschland.
    Ich weiß nicht ob es so gut ist den Sohn in diesem derzeitigen Chaos mit nach Deutschland zu nehmen. Meine Frau soll sich selbst erstmal orientieren. Wir waren zwar schon einige Monate in Deutschland aber es ist halt doch was anderes wenn man dann fest dort lebt.


    Ich bin bezüglich Geldern mit Absicht extrem hart gegenüber der Mutter da ich noch immer das Gefühl nicht loswerde das hier eine dicke Abzocke versucht wurde in der Vergangenheit. So zahlte ich zb. für die Beschaffung der Dokumente mehr als 700 Euro (da Mama ja auch reisen mußte ;-).
    Aber das ist ein anderes Thema.
    Jedenfalls sehe ich es so das ich den Sohn versorgt haben will. Er hat ein Anrecht darauf auch wenn ich nicht der Vater bin. Er gehört nunmal zur Familie auch wenn ich Ihn nur ein bis zweimal gesehen habe.


    Aber, und genau hier hört das gesamte Konstrukt auf, möchte ich nicht der Ernährer der Familie und Verwandten werden. Ich bin für die Mutter meiner Frau nicht verantwortlich und sehe es definitiv nicht ein. Sie hat zb. genug Zeit tagsüber im Internetcafe zu sitzen, dann könnte Sie ebenso auch Arbeit suchen.
    Ausserdem habe ich schon mehrfach miterlebt wie versucht wurde Gelder weich zu machen. Erst war einer krank, dann Krankenhaus und das kostet ja alles Geld. Es ist schon unglaublich was man sich so einfallen läßt damit meine Frau dann Geld schickt. Und wird dies noch immer verneint beginnt ein Streit und Mittelpunkt und Kampfmittel ist dann der Sohn.


    Also habe ich die vergangenen zwei Jahre einen regelrechten Kampf entfacht und habe meiner Frau von Beginn an versucht klar zu machen das es doch wohl Unterschiede gibt bezüglich Geld und das wir ebenso leben möchten.


    Nun habe ich eine Regelung getroffen die bis auf weiteres Aufrecht erhalten wird.
    100 USD plus eine Krankenversicherung für den Sohn und eine Kleinigkeit zu Geburtstag und Weihnachten.
    Ende.
    Wenn meine Frau dann eigenes Geld verdient kann Sie den Betrag erhöhen aber nur im Verhältnis zu Ihrem Verdienst. Bis dahin hoffe ich das Sie selbst wissen wird wie hart es in Deutschland mit dem Leben ist und ich Ihr bis dahin die Handhabung von Geld beibringen konnte.


    Letzendlich müßen wir diese kulturellen Gepflogenheiten akzeptieren da Sie ein Teil unseres Partners sind und ich tagtäglich sehe was Philippinas für Ihre Familie opfern hier in China.
    Aber ausnehmen lassen müßen wir uns nicht. Meine Frau ist da ein bischen anders da Sie und ich hier in China schon harte Zeiten überstehen mußten. Ich denke das dieser Weg ein gangbarer ist ....


    Grüße
    Kai

  • Hallo Kai,


    Unter diesen Gesichtspunkten ist es vermutlich wirklich besser wenn sich Deine Frau zuerst in Deutschland etabliert und vor allem erst einmal Deutsch lernt - das ist die absolute Grundvoraussetzung.


    Später könnt Ihr dann immer noch entscheiden ob ihr den Sohn Deiner Frau nachholt. Vermutlich wäre es auch sinnvoll wenn ihr ihn bevor ihr einer endgültige Entscheidung trefft zu einem Urlaub in Deutschland einlädt.


    Wie alt ist der Sohn Deiner Frau?

  • Hat dir deine Frau vor oder nach der Hochzeit gesagt das sie ein Kind hat ??


    Warum sollte ich für die Kinder anderer Väter aufkommen.


    Kenne auch zwei Fälle wo die Kinder nachgeholt wurden,in den ersten Jahren ist das ja noch süß.
    Später im Teenageralter "Du hast mir gar nix zu sagen,Du bist nicht mein Vater usw.
    Ergo nichts als Ärger.Es täte mir gerade noch einfallen mir sowas aufzuhalsen,aber des
    Menschen Wille ist dein Himmelreich.

    Der Klügere gibt solange nach bis er der Dumme ist.

  • @ sixsigma
    Bist Du nicht auch der Meinung, das Du mit der Frau auch das / die Kind(er) geheiratet hast?
    Wie wäre es denn, Du lernst eine deutsche Frau kennen , lieben und ihr heiratet auch, sie hat auch ein Kind. Darf das Kind dann auch nicht bei Euch leben ?
    Wie sich das Kind in der Pupertät gegenüber dem Mann seiner Mutter verhält liegt m.E. nur an der Erziehung und wie das Kind zum Mann der Mutter steht.
    Ich habe es erlebt das Kinder zum leiblichen Vater sagten : " was willst Du von mir ? Ich mach was ich will, das geht Dich garnichts an!" und ich habe erlebt das Kinder zum Partner ihrer Mutter sagten : " danke für Deinen Rat Papa ! Ich hab Dich lieb "
    Bestimmt übernimmt der "reiche" Foreigner eine Verantwortung für die Familie auf den Philippinen, er hat für den Part seiner Frau aufzukommen. Es ist doch eine Selbstverständlichkeit das ich der Familie auf den Philippinen helfe! ich habe es auf dem Wege Hilfe zur Selbsthilfe gemacht und bin damit -denke ich mal- gut gefahren.