Fischerei.... unser neues Geschaeft.....

  • nachdem ich per skype nach der begruendung der behoerden fuer das "kassieren" des bootes befragt wurde, gab ich dem mitglied auch die begruendung per skype und dachte mir dass ich diese message hier auch einstelle, da sich andere vielleicht auch dafuer interessieren......


    erst war es das licht, dann waren es augengroesse beim netz, nachdem wir nachgewiessen haben, dass das licht kein superlight war...als wir die gesetzmaessigkeit (abnahme durch BFAR) des netzes nachwiesen, war es die falsche fadenstaerke, danach war die motorennummer nicht identisch usw.... dauernd gab es andere gruende als der letzte grund entkraeftet war.... am ende hiess es entweder ihr zahlt oder ihr muesst das boot gerichtilich einklagen....bis ich die klage gewonnen haette waere das boott verrottet und das zubehoer samt netz geklaut gewesen


    auf die frage wegen der zustaendigkeit grinsten sie nur und meinten sie wuerden den anderen behoerden "aushelfen"...................................


    meine frau wird innerhalb diesen monats die anderen behoerden fragen bezueglich der aushilfe, sie muss sowieso nach leyte und da ist es nach samar nur ein katzensprung.....

  • Hi Kai!


    Ich weiss schon ich hab leicht reden, aber fuer die "aushilfe", brauchen die eine missionorder und selbst dann muss einer (eigentlich 2) von den zustaendigen dabei sein. wenn keiner da war wuerde ich sowas als piraterie sehen.

    [X]

  • Die Gesetze, die es dort gibt werden nach Belieben missbraucht und eine Gesetzlosigkeit wird erreicht. Besonders die Gesetze "fuer" die Umwelt sind gut fuer die Bereicherung diverser Leute. Mit diesen Extrakosten ist kein business planbar

  • Bei unserem Farmprojekt ist es genau andersrum: Die Beamten und Politiker helfen so gut sie können. Z.B. brauchen wir erst dann eine Gewerbeanmeldung und Steuererklärung, wenn die Farm echte Gewinne im hohen 6-stelligen Bereich machen sollte. Das DA hat uns freundlicherweise bislang einen Schredder, eine große Wasserpumpe und diverse Geräte spendiert (Entwicklungshilfe). Wann immer wir ein technisches Problem haben, Anruf genügt und ein DA-Experte kommt vorbei. Als wir das Projekt starteten meinte der Bürgermeister (Politiker-Oligarchie) zu mir: Wenn dir hier jemand Probleme machen sollte kommst du zu mir. Dann ist das Problem innerhalb von 24 Stunden gelöst.


    Schmiergeldzahlungen, kleine Geschenke usw. bislang (nach fast 3 Jahren) genau Null Peso.


    Daraus schließe ich dass es entscheidend auf den Standort ankommt. In Gemeinden mit totalkorrupter Verwaltung ist jedes Projekt von vornherein zum scheitern verurteilt.

  • Hi Jochen,


    seid ihr zufällig eines der Agrarprojekte, wo man ein freiwilliges soziales Jahr machen kann im Gemüseanbau? Hab neulich gelesen, dass es mehrere solche Projekte auf den Philippinen gibt, wo deutsche FSJler hingehen. (meist glaube ich in Zusammenarbeit mit der GIZ)

  • Hallo Kai,


    ich verfolge nun schon seit einiger Zeit deine Erlebnisse.


    Zwei Rückschlüsse lassen mich daraus ziehen :


    Erstens glaube ich, das man mit dem entspechenden Einsatz auch auf den Phils. Erfolg haben kann. Ich denke das hast du nun mehrfach bewiesen.


    Zweitens sehe ich aber auch, das sobald sich der Erfolg einstellt es immer jemanden geben wird, der an deinem Erfolg missbräuchlich teilhaben will. Und das lässt schlussendlich ein erfolgreiches Geschäft zu entweder einem Minusgeschäft oder aber einem lebensgefährlichen Geschäft werden. Beides will man nicht unbedingt weiter verfolgen.........


    Ich meine, daraus kann jeder selbst seine Lehren ziehen..............


    Trotzdem, Respekt. Du hast es nun ja doch zu deiner Existenz in den Phils. geschafft. Und ich habe so das Gefühl, daran wird sich bei dir auch nichts mehr ändern.


    Grüsse


    Michel

  • hallo michel
    wie man bei jochen sieht geht es auch anders, aber wo und wie findet man nicht korrupte ecken.....? und mit etwas korruption koennte man ja leben nur manchmal wird das "philippinische SOP system" derart missbraucht, dass man nix mehr verdienen kann... dann hoert man auf und macht was anderes.....
    sind ja auch immer wieder "challenges' was neues anzufangen......(da "vergreist" man wenigstens nicht :Rolf )


    im moment beginne ich ja wieder was anderes und zur zeit steht die standortwahl an.... die unterschiede in der buerokratie sind dermassen krass, das kann man sich gar nicht vorstellen.... in einer gemeinde benoetigt man nur das business permit, was sehr einfach zu bekommen ist, in der anderen muss man einen wahren "papierkrieg" fuehren um das permit zu erlangen.....das sind die negativen auswirkungen des "local government code"..... (damit hat Pimentel uns ein echtes "Kuckucksei" gelegt).....es gibt daneben noch eine menge andere negative auswirkungen, so sind die gebuehren fuer permits in den himmel gestiegen.... positive auswirkungen davon sind mir nicht aufgefallen, seit der code in kraft ist.... (aber vielleicht bin ich blind oder nur die lokalen officials koennen die positiven auswirkungen sehen und fuehlen.... :denken )


    gruss
    kai

  • seid ihr zufällig eines der Agrarprojekte, wo man ein freiwilliges soziales Jahr machen kann im Gemüseanbau? Hab neulich gelesen, dass es mehrere solche Projekte auf den Philippinen gibt, wo deutsche FSJler hingehen. (meist glaube ich in Zusammenarbeit mit der GIZ)


    Wir sind vollkommen unabhängig und haben nichts mit GEZ und anderen staatlichen Entwicklungshilfeagenturen zu tun. Letztes Jahr hat sich auf privater Basis ein Agrarstudent aus Wien bei mir beworben. Der war 6 Wochen bei uns, mit durchschlagendem Erfolg für alle Beteiligten. Wir konnten von ihm viel lernen, er aber auch von uns und vor allem hat ihm seine Uni das als Auslandssemester angerechnet. Den Flug hat er selbst bezahlt, alle anderen Kosten habe ich übernommen. Im August kommt er wieder für 5 Wochen zu uns.


    Volunteers ja, aber nur wenn es von beidseitigem Nutzen ist. Großstadtmüde westliche Veganer mit Sozialpädagogikstudium auf Selbstfindungstrip können wir eher nicht gebrauchen. Echter Bedarf besteht derzeit an Leute die Ahnung von Lebensmittelverarbeitung, Trocknungstechniken, Tierhaltung und Pflanzenschutz haben.

  • im moment beginne ich ja wieder was anderes und zur zeit steht die standortwahl an.... die unterschiede in der buerokratie sind dermassen krass,


    Alles steht und fällt mit der Standortsuche. Da sollte man viel Zeit und Geduld einkalkulieren. Ein Ansatzpunkt besteht darin, nach ähnlichen Projekten zu forschen die erfolgreich sind und sich dort das Umfeld genauer anzuschauen. Aber auch das ist keine wirkliche Garantie weil sich die Verhältnisse auch schlagartig ändern können, z.B. nach einer lokalen Wahl. Deshalb tut man gut daran immer einen "Plan B" zu haben, also z.B. einen Ausweichstandort und das Projekt so zu konzipieren dass ein möglichst großer Teil der Investitionen irgendwie transportabel ist. Manche der genannten Probleme lassen sich im Vorfeld vermeiden wenn man sich aus der lokalen Politik usw. soweit wie möglich heraushält und zu allen nett und freundlich ist.


    Man darf seine Ansprüche aber auch nicht zu hoch hängen. Egal wo auf der Welt man ein Projekt startet, Probleme gibt es überall. Es kann nur um Minimierung gehen, nicht um die Suche nach dem makellosen Paradies. Da sucht man nämlich bis an sein Lebensende ohne etwas auf die Reihe zu kriegen...

  • Das mit dem Standort ist so eine Sache. Ein intelligenter Korrupter laesst einen erst freundlich starten und taucht auf wenn das Geschaeft laeuft und wenn man nicht mehr weg kann. Das beste Geschaeft dort ist keines, auch wenn es einige Ausnahmen gibt

  • Hallo Jochen

    Quote

    Alles steht und fällt mit der Standortsuche. Da sollte man viel Zeit und
    Geduld einkalkulieren. Ein Ansatzpunkt besteht darin, nach ähnlichen
    Projekten zu forschen die erfolgreich sind und sich dort das Umfeld
    genauer anzuschauen.

    genau das machen wir zur zeit, wobei der ort mit der "masslosen buerokratie" bereits seit jahren mehr oder weniger erfolgreiche projekte dieser art genehmigt hat, wobei erfolglosigkeit aber die schuld des unternehmers war...... am anderen ort sind sie diesbezueglich noch in den kinderschuhen.....am ersten ort ist das marketing etwas schwieriger, aber die infrastruktur ist erheblich besser....am zweiten ort passt der markt, aber die infrastruktur hat einen ausgepraegten mangel.....


    Quote

    Aber auch das ist keine wirkliche Garantie weil sich die Verhältnisse
    auch schlagartig ändern können, z.B. nach einer lokalen Wahl. Deshalb
    tut man gut daran immer einen "Plan B" zu haben, also z.B. einen
    Ausweichstandort und das Projekt so zu konzipieren dass ein möglichst
    großer Teil der Investitionen irgendwie transportabel ist.

    an beiden orten sind die mayors im ersten "term", was eigentlich zumindest fuer einige jahre bestaendigkeit versprechen sollte.......transportabel ist alles, aber unter umstaenden nicht sofort, sondern eben erst 6-8 monate spaeter, aber damit koennte man wohl leben......(ein plan B waere also kein problem......)


    Quote

    Man darf seine
    Ansprüche aber auch nicht zu hoch hängen. Egal wo auf der Welt man ein
    Projekt startet, Probleme gibt es überall. Es kann nur um Minimierung
    gehen, nicht um die Suche nach dem makellosen Paradies. Da sucht man
    nämlich bis an sein Lebensende ohne etwas auf die Reihe zu kriegen...

    gut gebruellt loewe..... aber es gibt genug leute, die meinen alles muesste immer perfekt sein.....


    gruss
    kai

  • an beiden orten sind die mayors im ersten "term", was eigentlich zumindest fuer einige jahre bestaendigkeit versprechen sollte.....


    Ja, das ist ein Anhaltspunkt. Ein weiteres Indiz ist, wenn der Mayor noch relativ jung ist und eine politische Karriere plant. Der kann sich nämlich in der Regel keine Korruptionsskandale leisten weil sowas später in Wahlkämpfen von Journalisten und Gegenkandidaten ausgegraben und zu einer Schlammschlacht verwurschtelt wird.

  • Zwei Rückschlüsse lassen mich daraus ziehen :


    Erstens glaube ich, das man mit dem entspechenden Einsatz auch auf den Phils. Erfolg haben kann. Ich denke das hast du nun mehrfach bewiesen.


    Zweitens sehe ich aber auch, das sobald sich der Erfolg einstellt es immer jemanden geben wird, der an deinem Erfolg missbräuchlich teilhaben will. Und das lässt schlussendlich ein erfolgreiches Geschäft zu entweder einem Minusgeschäft oder aber einem lebensgefährlichen Geschäft werden. Beides will man nicht unbedingt weiter verfolgen.........

    Hallo jochen53


    Erstens kann unter guten Umstaenden, Tatkraft und Glueck tatsaechlich eintreten, hatte ich auch schon. :clapping
    Zweitens wird mit Bestimmtheit unweigerlich, ohne eigenes Zutuen eintreten! Hatte ich ebenfalls. :Kotz
    Resultat aus langjaehriger Philippinenerfahrung ist: ganz einfach! No Business in the Philippines! Geschaefte macht man besser wo anders, aber die Fruechte kann man schon ganz gut hier geniessen. :yupi
    Das bezieht sich auf meine persoenlichen Erfahrungen und der von vielen Bekannten und muss nicht fuer Andere zutreffen!!!


    Beste Gruesse Buangingo.

    :404: Lebe jeden Tag, als sei es der Letzte! :404:

  • Hallo Buangingo,


    ich stimme dir voll zu......


    Ich habe auch ein paar (wenige) Kumpel, die nun wirklich schon lange Zeit ( > 10 Jahre) auf den Phils. erfolgreich business betreiben. Wenn ich aber nun die (halb-) illegalen abziehe, bleiben ganze 2 übrig.


    Man kann als Hobby fast alles tun, wenn es aber Lebenserwerb werden soll, dann ist besser vorsicht angesagt.


    Michel

  • Buangingo und Michel bescreiben die Realitaet. Es ist ein Urlaubsland.


    Danke fuer die Bestaetigung. Hin zu fuegen muss man noch, es laesst sich super toll hier leben. Wenn man hier kein Business betreibt, tritt man auch keinem Pinoy auf die Fuesse! So hat man seine Ruhe und die Pinoy's sind liebe Freunde. :yupi


    Beste Gruesse Buangingo.

    :404: Lebe jeden Tag, als sei es der Letzte! :404:

  • In diesem Thread geht es um Geschäfte machen, nicht um keine Geschäfte zu machen und schlaue Sprüche abzulassen. Ein Unternehmer heißt Unternehmer weil er etwas unternimmt, sonst würde er ja Unterlasser, Beamter oder Klugscheißer heißen.


    Sorry, das mußte mal gesagt werden.

  • Sorry, das mußte mal gesagt werden.


    Warum denn sorry? Dafuer ist doch ein Forum da, um zu diskutieren. Das nicht jeder immer der gleichen Meinung ist, macht es doch nur interessanter. Waere sonst langweilig, oder? Wer aber bei jeder Kleinigkeit sich auf den Schlipps getreten fuehlt X( , ist moeglicher Weise nicht reif fuer solche Diskussionen. :denken
    Erfahrungen lassen sich nun mal nicht wegdiskutieren. Bei manchen dauert es etwas laenger diese Erfahrungen zu machen. Dann haben sie Glueck und sind noch voller Tatendrang. Aber der Tag wird kommen, irgend wann, ganz sicher!
    Also lasst uns :friends und sachlich weiter machen.


    Beste Gruesse Buangingo.

    :404: Lebe jeden Tag, als sei es der Letzte! :404:

  • Lieber buangingo
    wenn ich schon lese (wird mit Bestimmtheit unweigerlich, ohne eigenes Zutuen eintreten! Hatte ich ebenfalls.)
    Ja was denn?. Lass uns doch bitte teilhaben an dem was dir Böses widerfahren ist.
    Erst dann könnte man auch beurteilen inwieweit du selbst dafür verantwortlich bist oder eben nicht.
    Ansonsten ist es für mich nichts weiter als das uebliche Blabla und Sprüche wie so etwas ist auch vielen bekannten (also Hörensagen) widerfahren kann ich ehrlich gesagt nicht mehr hören.
    Unterm Strich bleibt ein unfundiertes lapidares ja kein Geschäft auf den Philippinen machen, mehr nicht.
    Gleiches gilt für die Aussage von Michael, dass wenn man hier egal was man für ein Geschäft betreibt es entweder im ruin oder in lebensbedrohlicher Situation endet.
    Solche Aussagen nehmen vielen unberechtigterweise den Mut hier überhaupt, egal was, anzufangen.
    In der Regel ist es so, dass man in den allermeisten Fällen selbst daran schuld ist wenn es nicht klappt.
    Natürlich ist es einfacher zu jammern, seinen Ar….m nicht zu bewegen und andere dafür verantwortlich zu machen.
    Egal wo auf der Welt werden einem die gebratenen Tauben nicht in den Mund fliegen.
    Wissen ist Macht ist für mich eine halb Wahrheit.
    Normal müsste es heißen Wissen ist Macht wenn man bereit ist dieses Wissen auch in der Realität umzusetzen.


    Grüße
    Wolf Wolf

    lebe jeden tag als waere es dein letzter

  • Es gibt 3 Parteien, die Optimisten, die derzeit ein Geschaeft betreiben und hoffen, die Realisten, die es seit 20 Jahren tun und Licht und Schatten kennen. Und dann die Pessimisten, die es es versucht haben und zu dem Schluss kamen, dass man sein Geld auf den PH lieber ausgibt anstatt zu versuchen es zu vermehren und es dabei zerstoert. Ich bin der Meinung, dass es sehr schwer ist auf den PH erfolgreich Geschaefte zu machen. Auch wenn man alles kalkuliert hat und gut ist kommt ploetzlich so was unerwartetes, wie in diesem Post von Kai, darum geht es hier doch eigentlich. Das Boot muss freigekauft werden. Es gibt dort zu viele Unbekannte in der Gleichung, Sachen an die man ueberhaupt nicht denken kann. Viel Glueck an die Aktiven und Verstaendnis an die, die dort nur noch leben. Ich kenne aber etliche Auslaender, die dort erfolgreich waren, sogar richtig reich geworden sind. Tuechtig waren sie, Glueck hatten sie abet auch. Und es geht schlecht, wenn die Beziehung zu der Filipina scheitert, das mag sogar der haeufigste Grund sein