Der Anfang vom Ende des Sprachtests vor Einreise?

  • ja vor allem dieser Absatz:

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    (..) "Wir haben Fälle, dass Frauen bewusst durch den Sprachtest durchfallen, weil sie sagen, das ist die einzige Möglichkeit, um nicht nach Deutschland zu müssen, um nicht zwangsverheiratet zu werden - auch solche Fälle gibt es." (..)

    Das ist schon aberwitzig (1), das genau das eine Land weshalb es diesen Sprachtest überhaupt gibt, geschafft hat diese Sprachtestregelung zu kippen, aber nur für dieses eine Land. Für alle anderen Länder, bleibt diese Regelung bestehen.




    (1) im Duden sind folgende Synonyme für aberwitzig vorhanden:


    absurd, irrwitzig, unsinnig, wahnwitzig; (umgangssprachlich) blödsinnig, hirnrissig, paradox, wahnsinnig; (abwertend)
    hirnverbrannt, lachhaft; (umgangssprachlich abwertend) idiotisch; (altertümelnd) abersinnig


    Quote

    Zitat Lothar
    Dabei habe ich aber andere Interessante Zitate, teilweise nochmals mit Quellenangaben unterlegt, gefunden:


    http://www.dewion24.de/?page_id=3673


    Hier bekommt man den Eindruck, dass wir Anti-Deutsche in unserer Regierung haben


    tbs

    "Mit dem Wissen wächst der Zweifel", Johann Wolfgang von Goethe

    "Ich habe riesige Zweifel", tbs


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    (..) "Wir haben Fälle, dass Frauen bewusst durch den Sprachtest durchfallen, weil sie sagen, das ist die einzige Möglichkeit, um nicht nach Deutschland zu müssen, um nicht zwangsverheiratet zu werden - auch solche Fälle gibt es." (..)


    Es ist schon witzig zu sehen, wie sich Politiker an solch einen Satz festklammern. Es ist mE bis jetzt nicht gelungen herauszufinden, wer diesen Satz gesagt hat (angeblich ein türkischer Lehrer), noch dies mit Zahlen zu belegen.


    [Deutschland] Der Anfang vom Ende des Sprachtests vor Einreise?


    hge

  • Es ist schon witzig zu sehen, wie sich Politiker an solch einen Satz festklammern.

    man kann sich hier aber die Frage stellen: gibt es überhaupt Zwangsehen? Wenn ja, macht dieser Satz durchaus Sinn.


    Quote

    Es ist mE bis jetzt nicht gelungen herauszufinden, wer diesen Satz
    gesagt hat (angeblich ein türkischer Lehrer), noch dies mit Zahlen zu
    belegen.

    Es wird auch niemand die Zahl der phil. Damen die aus dem rotlicht Milieu kommen, belegen können.


    tbs

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  • http://blog.zeit.de/joerglau/2…-deutschlands-turken_5188


    Obwohl ich o.a. Artikel weitgehenst zustimme, finde ich folgende - bei Journalisten - weitverbreitete Meinung lächerlich:


    Quote

    Warum redet er gegen die Sprachprüfungen, die mittlerweile vor dem Ehegattennachzug zu absolvieren sind? Erdogan nennt das doch tatsächlich “eine Verletzung der Menschenrechte”. Da wird es nur noch peinlich.
    Die Sprachkenntnisse sollen Ehefrauen (und -männer) in die Lage versetzen, ihre Rechte hier besser wahrzunehmen. Die Anforderungen sind sehr gering. Wenn Erdogan mit der Forderung nach minimalen Basiskenntnissen die Menschenwürde verletzt sieht, wirft das auch ein trübes Licht darauf, was er dem eigenen Volk zutraut.


    Wie man mit den A1 Kenntnissen, die doch im Prinzip nur verlangen, dass man sich vorstellen kann und ein Urlaubskarte aus Mallorca schreiben kann, seine rechte wahrnehmen soll, ist mir schleierhaft. Dazu gehören im Prinzip umfangreiche Kenntnisse der Rechte selbst, um überhaunpt ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was einem Menschen zusteht. Solche "Kenntnisse der Rechte", wenn man sie auf einer Skala von A1 bis C2 bezeichnen sollte, wären dann auch eher bei c1 anzusiedeln.


    Wie soll ein türkisches Mädchen, das im tiefsten Anatolien in einer patriarchalischen Welt gross wird, plötzlich ein Bewusstsein für solch eine "forschrittliche" Welt entwickeln.


    Ich war letztens auf der Polizeiwache hier in Köln wegen eines Autonfalls. Dort musste ich feststellen, dass es einige Polzisten mit türkischem Migrationshintergrund gibt, die perfekt türkisch sprechen. Ich nehme mal an, dass dies in allen Gemeinden mit hohem Anteil an Türken so ist. Eine türkische Frau könnte also auch ohne irgendein deustches Wort sich dort bestens verständlich machen.




    hge

  • Eine türkische Frau könnte also auch ohne irgendein deustches Wort sich dort bestens verständlich machen.

    Genau, die Kommune, in der ich in den letzten 23 Jahren als Jugend- und Erziehungsberater tätig war, hatte sich auch schon vor vielen, vielen Jahren entschieden, im Rahmen von "Klientenfreundlichkeit" türkischsprachige BeraterInnen einzustellen - lustigste Episode in der Zeit: Eine meiner türkischsprachigen Kolleginnen erzählte mir, dass sich eine ihrer türkischen Klientinnen beschwert habe, dass immer wenn sie anrufe,um z.B. einen Termin zu vereinbaren oder abzusagen, so ein deutschsprachiger Typ ans Telefon gehe; klar ich war ganztags beschäftigt; die beiden mundartlichen Kolleginnen halbtags!


    Soweit ist es also selbst in mittelgroßen Städten mit hohem türkischen Anteil bereits gekommen: Türkische Bewohner beschweren sich, dass in Deutschen Behörden und Einrichtungen deutsch gesprochen werden soll! :weia


    Der Stories gäbe es da noch sehr, sehr viele aus dem Kindergarten,-Familien- und Schulalltag! Insofern waren mir Herrn Sarrazins Beschreibungen gar nicht fremd, im Gegenteil! :pleased


  • Richtig beobachtet !!
    Seht euch doch mal ein paar weitere Sachen von dewion24 an. Lieber Lothar, diese Quelle als seriös zu bezeichnen und hier zu zitieren, ist schon sehr gewagt. Dewion ist eher eine "rechtsradikale Desinformationsquelle".

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    Molchzar: Richtig beobachtet !!
    Seht euch doch mal ein paar weitere Sachen von dewion24 an. Lieber Lothar, diese Quelle als seriös zu bezeichnen und hier zu zitieren, ist schon sehr gewagt. Dewion ist eher eine "rechtsradikale Desinformationsquelle".






    Mein lieber Molchzar,


    ich hatte dies beim Googeln nach dem anderen Zitat gefunden. Welche Suchbegriffe ich verwendet hatte, weiß ich schon gar nicht mehr.


    Es ist mir im Übrigen völlig egal, ob es sich um eine "rechtsradikale Desinformationsquelle" handelt, da ja dort wiederum Quellenverweise vorzufinden sind.


    Es kommt mir lediglich auf die Info an und nicht auf die Herkunft, so lange wie die Seriösität der Info belegt ist. Ich habe hier z.B. auch schon Zitate aus Artikeln der "Jungen Welt" gebracht, insofern ich diese aus eigener Kenntnis oder anderen Quellen als seriös/stimmig gesehen habe.




    Ich habe mir die Seite jetzt mal ganz kurz angesehen. Woher nimmst Du Deine Einschtzung?



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    TBS: Hier bekommt man den Eindruck, dass wir Anti-Deutsche in unserer Regierung haben


    Nö, ich glaube dieser Begriff nach Wikepedia ist dort nicht anwendbar. Dás kann man schon an der pro-israelischen Einstellung dieser Leute erkennen. Ist aber hier nicht Thema, daher will ich das nicht weiter ausführen.


    Lothar

    Edited 2 times, last by Lothar ().

  • Das "Aus" kommt näher:


    http://www.migrationsrecht.net…ngsrichtlinie-bverwg.html


    http://www.migazin.de/2011/11/…lt-visum-ohne-sprachtest/


    Quote

    Daraufhin erklärte sich das Auswärtige Amt bereit, den kamerunischen Klägern, eine Mutter und ihre drei minderjährigen Kinder, die Visa ohne die erforderlichen Sprachvoraussetzungen zu erteilen. Damit verhinderte das Auswärtige Amt eine mögliche Niederlage vor dem EuGH.


    .... eine Sch....rei



    hge

  • das ist sicherlich regional total unterschiedlich in D... in Ober- / Niederbayern gibt es auch Türken aber sehr wenige.. und schon gar keine türkisch sprechenden Polizisten...

  • http://blog.zeit.de/joerglau/2…-deutschlands-turken_5188


    Obwohl ich o.a. Artikel weitgehenst zustimme, finde ich folgende - bei Journalisten - weitverbreitete Meinung lächerlich:


    Journalisten machen sich in der Regel wohl weder die Mühe, darüber nachzudenken, was es praktisch bedeutet am Kurs teilzunehmen und den Test zu machen (je nach Größe des Landes und finanziellen und zeitlichen Freiräumen kann das ja durchaus ein Problem sein), noch schauen sie sich den Test selbst einmal an. Um lediglich "minimale Basiskenntnisse" abzufragen ist die Prüfung IMHO ganz schön anspruchsvoll.


    Hoffnungsweise erfolgt zeitnah der Übergang zur Kursteilnahme in Deutschland. Von mir aus könnten dann die Integrationsverpflichtungen auch gerne ausgebaut werden.


    Ja, die gibt es. Dank kultureller Bereicherung auch in D tausendfach .


    Aber wohl nicht betreffend philippinischer Frauen.

  • Der Fall auf den sich das obiges Gerichtsurteil bezieht zeigt doch gerade, dass die minimale Huerde ein paar Woerter Deutsch zu lernen durchaus ihre Berechtigung hat.


    Ein Scheinasylant verlaesst Frau und drei Kinder, wohl in der Hoffnung, dass auch diese Zugang zum Weltsozialamt Deutschland bekommen werden. Klagt sich (vermutlich mit Hilfe der Migrationsindustrie) durch saemtliche Instanzen. Frau ist unfaehig in mehreren Jahren ein paar Brocken Deutsch zu lernen. Wozu brauchen wir solche Leute in D?


    Zu erwartender Nutzen fuer die deutsche Gesellschaft: Null. Wahrscheinlichkeit dem Steuerzahler auf der Tasche zu liegen: sehr hoch. Im schlimmsten Fall lebenslang perspektivlose Hartz 4-Familie. Bei angenommenen Kosten von ca. 2000 Euro/Monat kommt da schnell ein betraechtliches Suemmchen zusammen.


    Ich kenne keinen vernuenftigen Grund, weshalb ein Gastland es von jemandem, der nach Deutschland zieht, nicht verlangen kann bereits vorab ein wenig der Landessprache zu erlernen. Es kann auch nur im Interesse eines Mannes liegen, das seine kuenftige auslaendische Frau schon vorab soviel wie moeglich von ihrer kuenftigen Heimat weiss und kennt und da ist Sprache ein wesentliches Element. Zumal Deutsch keine einfache Sprache ist und durch vorher erlernte Grundkenntnisse weiss die Partnerin was ihr so blueht und wird nicht ins "eiskalte Wasser geworfen".


    Die oft angefuehrten Argumente es wuerde unzumutbare finanzielle und zeitliche Beastungen darstellen, stimmen einfach nicht. Wer beabsichigt zu heiraten tut dies nicht von heute auf morgen. Es ist genug Zeit im Selbststudium (es gibt da durchaus brauchbare Materialien) und mit Hilfe des Partners Deutsch zu lernen. Wer lieber ein Kurs belegt: das A1-Zertifikat muss erst bei Abholung des Visas vorgelegt werden. Es bleibt also genug Zeit selbst nach Beantragung des Visas noch einen 4-woechigen Crashkurs zu machen.


    Der Kurs muss doch ohnehin gemacht werden. Warum denn nicht vorab im Ausland - dann bleibt nach langem Warten aufeinander mehr Zeit gemeinsam zu verbringen. Und der "Kulturschock" ist geringer.


    Wer gegen die A1-Regelung ist, versucht entweder moeglichst billig eine Braut zu importieren oder gehoert zur Migrationsindustrie und versucht sich ein moeglichst grosses Klientel ins Land zu holen. Beides von purem Egoismus gepraegte Gruende.


    Meine 2 Cents.


    LG,
    al1234

  • Lieber Alf,


    der Grund ist einfach eine Familienzusammenführungsrichtlinie der EU.


    Wenn aktuelles Recht, das auf einer Gesetzessystematik beruht als nicht ausreichenden Grund ansiehst, na gut. Ausserdem ist es ein Familiennachzug zum Deutschen.


  • Ich war dagegen, daß meine Frau den Kurs bereits auf den Philippinen macht, und wir sind damit durchgekommen (die Anerkennung "verminderten Integrationbedarfs" wurde zunächst abgelehnt, nach Gegenmaßnahmen meinerseits aber akzeptiert).


    Meine Frau war auf den Philippinen berufstätig, und hatte sich bereits von dort aus erfolgreich in Deutschland beworben. Der Arbeitgeber brauchte kurzfristig Verstärkung, und war nicht bereit länger auf sie zu warten. Hätte sie den Sprachkurs auf den Philippinen gemacht, hätte sie beide Jobs verloren - welcher Sinn hätte darin gelegen? Zudem bin ich schon prinzipiell dagegen, mir vom Staat vorschreiben zu lassen, ob und wann ich mit meiner Frau zusammenleben darf. In Deutschland angekommen, hat sie das A1 mit arbeitszeitverträglichen Kursen nachgeholt, und macht mittlerweile, vom eigenen Gehalt finanziert und aus eigenem Antrieb, ihr B2 -> Pauschalregelungen werden Einzelfällen nicht gerecht!


    Zudem glaube ich, daß man eine Sprache nirgendwo schneller und einfacher lernt, als dort, wo sie gesprochen wird. Die unbedingte Notwendigkeit für Einwanderer, Deutsch zu lernen, sehe ich allerdings auch. Wer dazu nicht bereit ist, hat meiner Meinung nach hier nichts verloren.


    In dem oben zitierten Fall scheint es sich übrigens nicht um Sozialhilfeempfänger zu handeln ("Lebenunterhalt ist gesichert"). Wieso die Frau in Jahren des Getrenntlebens nicht in der Lage war, sich selber Deutsch auf A1 Niveau beizubringen, verstehe ich allerdings auch nicht. Hätte der Mann die Zeit und Energie, die er offenbar in den Klageweg gesteckt hat, genutzt um ihr Deutsch beizubringen, würden die beiden vermutlich längst zusammenleben.

  • es geht nicht darum wo und wann jemand mit seiner Frau zusammenleben will.. es geht darum das Einwanderer ein Minimum an Deutschkenntnissen haben um sich hier zurechtfinden und sich leichter zu integrieren.. sie müssen sowieso dann in D an Integrationskursen auch zum Deutschlernen teilnehmen...

  • In dem oben von hge verlinkten "Migazin-Artikel" befindet sich ein schöner Leserkommentar:


    "Die Daten über die Zwangsverheiratungen, die Sie erwähnen, stammen aus dem Jahr 2008. Den Sprachtest zur Erlangung des Visums für den Ehegattennachzug benötigt man bereits seit 2007.
    Also wohl eher ein Indiz, daß das Gesetz versagt hat.


    Folgende Aussage über Zwangsverheiratungen in Deutschland stammt aus einer jüngsten Studie von Terre des Femmes:
    “Auffallend ist, dass die Betroffenen vermeintlich gut integriert sind. 32% sind in Deutschland geboren und 44% besitzen einen deutschen Pass.”


    Was wir daher in Deutschland brauchen sind nicht unsinnige Gesetze, die Ehepartner das Zusammenleben über Monate versagen, sondern in erster Linie Zivilcourage, Hilfsbereitschaft und Mut uns von Schubladendenken zu lösen.


    Im übrigen bin ich deutscher, mit deutschem Pass, deutschen Eltern, deutschen Großeltern… und seit Monaten, dank des erwähnten Sprachtests, von meiner Frau zwangsgetrennt, und daher auch in Steuerklasse I zwangsrekrutiert und stinksauer, da ich als deutscher in Deutschland weniger Rechte habe als jeder nichtdeutsche EU-Bürger oder Amerikaner oder Japaner, etc.


    Während mir als deutschem potentiell Zwangsverheiratung unterstellt wird, dürfen Personen aus Staaten mit denen Deutschland wirtschaftlich verbandelt ist ihr Eheleben genießen und für diesen Personenkreis ist es dann vollkommen wurscht ob die/der Frau/Mann Deutschkenntnisse hat oder nicht. Auch ist es für diesen Personenkreis völlig wurscht ob die Ehe durch Zwang oder Liebe zustande kam.


    Die absurde und diskriminierende Sprachtestregelung für den Ehegattennachzug gehört abgeschafft und zwar so schnell wie möglich.


    Jedem, der hier etwas gegenteiliges behauptet empfehle ich folgendes Szenario:
    Schickt eure Frau/Mann/Freundin/Freund für zwei bis drei Jahre nach Übersee (das ist ein Zeitraum, den die deutsche Regierung noch als angemessen erachtet) Die Frau/… muß eine fremde Sprache lernen, sonst darf sie nicht zurück. Natürlich bezahlt ihr den Kurs aus der eigenen Tasche. Und natürlich hat das Auswirkungen auf eure Steuerklasse. Ich wäre dann an einer Rückmeldung interessiert, wie es den Partnern so ergeht."