gegen was alles impfen wenn man in die Philippinen fliegt?

  • Wenn man zur Weihnachtszeit in die Philippinen fliegt (Manila, Palawan, Puerte Princessa), gegen was alles muss man sich impfen lassen, und wieviele Wochen im vorraus?

  • am besten beim tropeninstitut deiner stadt diese auskunft einholen , mir wurde 2003 mitgeteilt dass in allen kuestenregionen keinerlei impfung notwendig ist ( das betrifft bsp weise "gesamtcebu" , einige tiefer im land liegende gebiete (mindanao) koennen ausnahmen darstellen , heute zaehle ich generell die visayas zu den impffreien gegenden .

    „ Man ist nicht zu betrunken , solange man auf dem Boden liegen kann ohne sich festzuhalten.“

  • Meine Meinung: Solange Du den üblichen Impfschutz (Polio, Dyphterie, Tetanus etc.) hast, ist keine weitere Impung notwendig.

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Egal ob Reise nach PH oder nicht: Valide Impfung gegen Hepatitis A und B ist mittlerweile sogar Impfempfehlung für Kleinkinder


    Achte grundsätzlich darauf, ob der Impfschutz noch gültig ist, notfalls auffrischen.

  • Is vielleicht nur so ne Macke von mir.
    Aber wenn ich mich aussehalb Europas befinde, achte ich auf meine Tollwutimpfung.
    Reicht ja ein Blick in meinen Impfpass, den ich auch in der Reiseapotheke mitführe.


    Nichts für ungut, der VOGT

  • Quote

    achte ich auf meine Tollwutimpfung.

    Sehe ich auch so, speziell fuer ein Land mit sovielen Hunden. Und natuerlich Tetanus, wegen all dem rostigen Zeug hier.



    Den Rest sollte man als Deutscher sowieso schon automatisch mitbringen.





    Spider

  • Wichtiger als jede Impfung ist eine kleine Reiseapotheke. Diese sollte ein Mittel zur Wunddesinfektion/Wundreinigung enthalten.


    Jede noch so kleine Verletzung kann eine heftige Wundinfektion zur Folge haben. Auch einen kleiner Kratzer unbedingt Reinigen und Desinfizieren. Entsprechende Mittel wie Iso-Betadine bekommt man auch vor Ort in jeder Apotheke.


    Eigene Erfahrung: Nachts im Dunkel ein Stück Draht auf dem Weg nicht gesehen, kleiner Pikser in den Fuß, nicht mehr wie ein Mückenstich. In der darauf folgenden Nacht durch heftige, pochenden Schmerz wachgeworden. Noch einen Tage verloren um aus der Provence ins Krankenhaus in Cebu City zu reisen.


    Tetanus Spritze, Fieber hemmende Medikamente und jede Menge Antibiotika. Mittlerweile war die Entzündung soweit voran geschritten, dass die Gewebezerstörung eine Größe von einem 1 EUR Stück erreichte. Es hat noch etliche Wochen gedauert bis die Wunde wieder verheilt war.


    Ich habe im laufe der Jahre mehrfach mitbekommen das kleine Verletzungen heftige Infektionen zur Folge haben können.


    Grüße, Bahog Utot

  • Hier sind die "offiziellen" Impfempfehlungen des Tropeninstituts:


    http://tropeninstitut.de/reiseziel/laenderinfo.php?lid=135


    Eine Reiseapotheke, wie sie oben erwähnt wurde, ist in jedem Fall notwendig.


    Falls jemand Dauermedikamente einnehmen muss, diese ausreichend mitnehmen, denn nicht jedes deutsche Präparat ist auf den Philippinen erhältlich. Falls bestimmte Medikamente (speziell einige Psychopharmaka, starke Schlaf- und Schmerzmittel usw.) mitgeführt werden müssen, sollte der Hausarzt darüber eine Bescheinigung ausstellen, da es bei größeren Mengen schon mal Probleme bei der Einreise geben kann.

    Edited once, last by wennjo ().

  • Tollwutimpfung: Ich habe sie vor 5 Jahren bekommen, allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass sie anders als die meisten Impfungen von 100% Sicherheit weit entfernt ist und daher bei Tierbiss (übrigens sind auch Fledermäuse und andere Tiere Tollwutüberträger) in jedem Fall und binnen 12 Stunden ein hochdosierter Antikörper gespritzt werden sollte.


    Tetanusimpfung: Megaleichtsinn, wer sie nicht hat, dito Polio, Diphterie usw., also "Kinderkrankheiten". "..." deshalb, weil sich damit ohne validen Impfschutz Erwachsene jeden Alters anstecken können. Das gilt auch für Deutschland, in jüngerer Zeit ganz besonders. Neulich ist zwar ein polnischer Politiker für seine Bemerkung scharf kritisiert worden, aber es ist Fakt, dass durch die massive Migration aus Nah- und Mittelasien Erreger eingeschleppt werden, die hier als nahezu ausgestorben galten.


    Zu kleinsten Wunden oder Abschürfungen schrieb ich neulich schon was in der Wassersportecke. In allen tropischen Ländern gibt es ganz hässliche Keime, oftmals multiresistent, die sehr schnell schlecht heilende Gewebsnekrosen erzeugen, siehe bahog utog. Gar nicht erst rumprobieren mit Penicillin, ab in die Klinik und auf sowas wie Ciprofloxacin bestehen, parallel dazu Antibiogramm verlangen.


    Malaria ist kaum ein Thema, aber: Finger weg von billigem Malarone aus Fernostshops als Standbymedikation! Es gibt da viele wirkstofflose Fälschungen, was man erst merkt, wenn es zu spät ist. Und unbedingt im Internet recherchieren, welcher Wirkstoff für den regionalen Malariastamm empfohlen wird.

  • Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe vor 2 Tagen meine ersten Impfungen erhalten (Tetanus auffrischung), Poleo, und noch gegen 2 andere sachen etwas.


    Nun meine Frage: Meine Hausärztin meint, da ich nächste Woche den nächsten Termin habe und mich gegen Hepatitis A impfen lasse, das sie mich gleich gegen Hepatitis B impfen will, das ich gegen beides geschützt bin (sagte dazu gleichzeitig das Hepatitis B aber auch Geld kosten wird). Ist es ratsam sich dagegen auch impfen zu lassen wenn man in den Philippinen ist? Weil in den Empfehlungen habe ich nur gelesen das Hepatitis A notwenig ist. Denke aber mal das ich beides lieber mache - sicher ist sicher =)


    Und eine zweite Frage: Wir wollen dann für einige Tage auf Palawan reisen (Puerto Princessa) und die Ärztin hat mir ein Rezept ausgestellt: Tabletten gegen Malaria, die ich dort dann einnehmen soll. Jeden Tag eine! Gibt es dort überhaupt Malaria, das ich mir die Tabletten dann zulegen sollte (in den Infos von dem Tropeninstitut-Internetlink steht ja, das dieses Gebiet betroffen ist, aber einige meinen, das man es nicht dort braucht?


    Danke schonmal für eure Antworten :)

  • Also ich habe mich in all den Jahren als ich noch zum urlauben hier her kam mit folgenden Impfungen eingedeckt:


    gegen Hepatitis gibt es ein A/B Kombinationsserum das ich bekam, heisst Twinrix, nach 10 Jahren oder so war ich immun dagegen.


    Die normalen Impfungen wie Tetanus, Polio, Wundstarrkrampf habe ich sowieso. Die sind ja auch hilfreich in anderen Ländern nicht nur Phil.


    Was Malaria angeht habe ich nie etwas genommen da die Medikamente präventativ nicht so gut sind und viele enorme Magenprobleme bekommen.
    Lieber ein Mittel zur Bekämpfung mitnehmen und dies nehmen wenn man tatsächlich Malaria bekommt. Und ich war oft in Palawan und habe nie Malaria bekommen.


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

  • Dennis2 :


    Heptatitis-B-Impfung ist NUR dann erforderlich, wenn man medizinisch tätig werden will, oder wenn sexuelle Kontakte zu Einheimischen nicht völlig ausgeschlossen werden können.


    Malaria kommt auf Palawan immer wieder vor. Auf der halbwegs sicheren Seite ist man mit konsequentem Auftragen von Anti-Mückenmittel (Repellents), die nebenbei auch gegen Dengue helfen. Diese Repellents gibt es auch billig überall auf den Phils zu kaufen, z.B. "Off".


    Eine prophylaktische Einnahme von Malariamitteln würde ich nicht empfehlen, aber durchaus ein gutes und modernes Malaria-Chemotherapeutikum zur Sicherheit mitnehmen, denn dies ist dort oft nur sehr schwierig zu bekommen.

  • Geh auf Nummer Sicher und nimm die Impfung gegen Hepatitis B mit. Denn falls es dich trifft und du infizierst dich damit, sind die Langfristschäden erheblich.


    Malaria: Zustimmung, dass man wegen einigen durchaus störenden Nebenwirkungen auf das Wohlbefinden keine Prophylaxe einnehmen sollte. Das von mir schon genannte Malarone ist eine Standbymedikation, einzunehmen erst, wenn gewisse Symptome auf Malariainfektion hindeuten sollten.

  • Quote

    oder wenn sexuelle Kontakte zu Einheimischen nicht völlig ausgeschlossen werden können.

    Genau Und die sind in seltensten Faellen ausgeschlossen. :denken


    Also besser eine Imfung mehr, als eine zuwenig. Auch haben viele Einheimische hier TB. Also nicht ins Gesicht husten lassen.



    Spider

  • Ich habe mal nach gegooglet. Würde dieses hier empfehlenswert sein? Würde gerne schon welches dabei haben, wenn ich dort einreise!
    http://www.antibrumm.com/anti-…rWEyrlTCgUlHscRoCh9Dw_wcB

    Das ist sehr empfehlenswert. Ein paar Spritzer an den strategisch wichtigen Stellen und du hast deine Ruhe.

    "kung ikaw kalibangon... dalagan sa baybayon... kon ikaw walay ilo ingudngod sa dakong bato... ang bato nga may sisi.. lubot mo ga ngisi-ngisi....


    :473 :473 :473

  • Impfe auf jeden Fall das Kombipräparat Twinrix mit Hep A/B, nicht nur Hep A. Der Preisunterschied ist nicht der Rede wert und der Schutz gegen beides schon sinnvoll.



    Ich habe mich damals beim Tropeninsitut lange beraten lassen (war ja auch ne Budgetfrage), mich dann aber auch für Tollwut entschieden. Für einen Kurzaufenthalt (Urlaub) brauch man aber über die Standardimpfungen hinaus eigentlich nichts, erst recht nicht wenn man sich auf den üblichen Touripfaden bewegt. Da geht sich dann die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht auf, gerade Tollwut ist schon ziemlich teuer.

  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Impfungen ist es mit einer prophylaktischen Impfung leider nicht getan.


    Im Expositionsfall, also z.B. Hundebiss, müssen auch Vorgeimpfte erneut geimpft werden, was sehr oft vergessen wird, weil man sich geschützt glaubt!


    Die Vorimpfung mindert nur das Risiko an Tollwut zu erkranken, aber sie schützt nicht ausreichend.


    Offiziell werden die Vorimpfungen nur dann empfohlen, wenn man sich in ländliche Gebiete begibt, bei Langzeitaufenthalten oder Trekkingreisen.

  • Danke für die Bestätigung (siehe mein Beitrag, Nr. 10). Aus Studienzeiten (war mal Praktikumsaufgabe) erinnere ich auch Gewölle von Eulen als Objekt mit Tollwutrisiko. Und die nötige Spritze nach Hundebiss muss zwingend der Antikörper sein, also nicht die Schutzimpfung.