Finanzielle Unterstützung... bis zum bitteren Ende?


  • Kann man pauschal nicht sagen. Von den vier Brüdern meiner Frau sind zwei diue von dir beschriebenen Nichtsnutze und zwei arbeiten hart, um selbst ihre Familien satt zu kriegen. Ein Bruder hat es sogar geschafft, seiner ältesten Tochter das College zu finanuieren, trotz des bescheidenen Einkommens. Und zwar durch Verzicht auf Konsum und Statussymbole. Nur qualmen tut er wie ein alter Jeepney ;) Aber Kippen sind billig auf den Ph. Dazu kommen noch zwei Schwestern, die keine Unterstützung brauchen. Die einme ist Hausfrau und ihr Mann hat Arbeit als Handwerker und die andere war über 20 Jahre als OFW in Nahost.


    Meine Frau hat drei Kinder zurückgelassen, ihre Mutter kümmert sich um sie. Diesen vier Personen schicken wir Geld. Wir wollen aber jetzt immer das Winterhalbjahr auf den Philippinen verbringen. Dann leben wir mit den Kindern zusammen und die Mutter bekommt Geld. Sie ist inzwischen über 70 Jahre alt.


    Eines hat meine Frau in Deutschland gelernt, nämlich das auch wir für unser Geld hart arbeiten müssen. Seitdem ist sie selbst nicht mehr gewillt ihren beiden nichtsnützigen Brüdern Geld zu geben. Stattdessen hat sie ihnen angeboten gegen Bezahlung bei der Renovierung ihres Elternhauses zu helfen. Haben beide abgelehnt.

  • Wie überall auf der Welt gilt, dass man immer eine Frau kennen lernen kann die einen abzockt und das hat sicher nicht nur mit Philippinen zu tun. Man kann auch wenn einige sich das nicht vorstellen können in Deutschland auch eine Frau heiraten die dich nur abzockt. Ich weiß Deutschland ist zu perfekt dafür... Aber es gibt's und ist sicher kein Einzelfall.... Wenn man seine eigene Freundin nicht kennt ist man eigentlich selber Schuld und nicht das Land... Auch steht jedem frei zu helfen oder nicht.... I'm Endeffekt kann niemand mich zwingen Geld zu schicken, selbst wenn der Preis wäre das meine Pınay dann weg ist. Schwarze Schaffe gibt's in jeder Nation, sogar in diesem ach so perfekten Deutschland.. Aber manche Menschen definieren sich halt aus Verallgemeinerung und Vorurteile... Aber in meinen Augen ist jeder für sich Verantwortlich und wenn der jenige Helfen will oder nicht ist auch seine Sache. Es wird bestimmt Familien geben wo sogar im Fall sts als Beispiel auch die Gewinnbeteiligung gegeben wird selbst wenn das für manche Unvorstellbar ist...

  • Hallöchen in die freundliche Runde!


    :hi


    Jeder mag mit seinem erarbeiteten oder erwirtschafteten Geld tun und lassen, was er will. Mir liegt fern, mich da in Entscheidungen einzumischen, welche jederman selbst für sich allein treffen muß.


    ;)


    Ich kenne die Sache mit den Anfragen wegen Geldbedarf von armen Filipinos aus meinen eigenen Erlebnissen. Ist die Familie meiner Freundin dort wirklich arm, dann helfe ich immer erst mal, indem ich die 2400 Pesos für den Jahresbeitrag zur Philhealth anbiete. Damit sichere ich mich schon mal dagegen ab, bei jedem Arzt- und Krankenhausbesuch angebettelt zu werden, wo bei ernsten Sachen diese Krankenversicherung schon mal ca. 40% übernimmt. Und da ich selbst schon mitbekam, wie wirklich steinreiche philippinische Großgrundbesitzer in der eigenen Familie den armen Angehörigen mal gerade "den obligatorischen 100-Peso-Schein" zukommen lassen, wenn dringend medizinische Not vorhanden ist und die Kosten dafür nicht selbst aufgebracht werden können, sehe ich gar nicht ein, mir den Hintern für ein überteuertes Gesundheitswesen oder die Nachlässigkeiten jener aufzureißen, die einfach nicht kapieren wollten, daß für Philhealth gezahlt werden sollte ... .


    :473


    Die Diskussion darüber, ob und in welchem Ausmaß arme Filipinos zu unterstützen sind, ist in diesem Forum hier so alt wie das Forum. Jeder denkt darüber anders. Aber nicht wenige haben da gezahlt und gezahlt und sind letztlich dahinter gekommen, daß sie belogen wurden, damit einige sich dort in den Philippinen sagen konnten: "Der kann zahlen, der hat genug, und wir wollen auch was abhaben davon." Diese Denkweise ist nun mal verbreitet. Und dafür mache ich mich nicht zum Affen!


    :halt


    Letztlich haben all diese Leute dort in den Philippinen auch ohne finanzielle Unterstützung von unsereins leben können. Oder nicht? Na also.


    :cheers


    Reismehl

    :thumb "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht." (Bertolt Brecht) :thumb


  • Auch auf den Philippinen gibt es Sozialleistungen wenn auch vom Umfang nicht vergleichbar wie in Deutschland, Aeltere Menschen auf den Philippinen koennen Grundsicherungshilfen beantragen (ca. 2000 Peso pro Monat) und es gibt oeffentliche Krankenhaeuser die kostenfrei diagnostizieren und behandeln. Auch Schulausbildung bis hin zum :normalen philippinischem College kostet real weit weniger als viele Foreigner dafuer als "Unterstuetzung" zahlen. Was dafuer vom Foreigner oft pro Monat bezahlt wird sind die Kosten die real fuer ein ganzes Semester entstehen.


    2000 Pesos reichen gerade mal für Miete/Strom/Wasser und das auch nur außerhalb von Metro Manila. Staatliche Schulen sind übrigens bis Klasse 12 ganz kostenlos, ebenso die Schulbücher. Es fallen nur Nebenkosten an, z.B. Schuluniform, Schreibwaren, Verpflegung, Fahrt im Jeepney.





  • Es fallen NUR Nebenkosten an, z.B. Schuluniform, Schreibwaren, Verpflegung, Fahrt im Jeepney.



    und Nur diese Nebenkosten können sich viele phil.-Familien NICHT leisten !


    obwohl der Vater einer beruflichen Tätigkeit nachgeht und kein Säufer o.Ä. ist !


    :hi

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • 2000 Pesos reichen gerade mal für Miete/Strom/Wasser und das auch nur außerhalb von Metro Manila. Staatliche Schulen sind übrigens bis Klasse 12 ganz kostenlos, ebenso die Schulbücher. Es fallen nur Nebenkosten an, z.B. Schuluniform, Schreibwaren, Verpflegung, Fahrt im Jeepney.

    schulbuecher muessen nicht gekauft werden , aber ersetzt . eltern die hier schulkinder haben wissen was ich meine . . .
    und die nebenkosten solltest du mal mit der anzahl der kinder multiplizieren die eine durchschnittsfamilie hat

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Letztlich haben all diese Leute dort in den Philippinen auch ohne finanzielle Unterstützung von unsereins leben können. Oder nicht? Na also.


    Genau so ist es!


    2000 Pesos reichen gerade mal für Miete/Strom/Wasser und das auch nur außerhalb von Metro Manila.


    Ausserhalb von Metro Manila haben die Wenigsten Miete zu zahlen, weil die Leute in ihren eigenen Haeusern/Huetten oder im Familienverbund leben. Strom/Wasser ist bei einem alleinstehenden Rentner marginal. Die 2000 Peso sind sicherlich nicht ueppig, sie reichen aber aus, damit sich ein alleinstehender Rentner einen Monat ausreichend ernaehren kann.



    und Nur diese Nebenkosten können sich viele phil.-Familien NICHT leisten !


    Bei der naechsten Fiesta ein ueppiges Mahl mit vielen verschiedenen ueberdimensionierten Speisen und (auch alkoholischen) Getraenken aufzutischen, Cellphone-Load oder einen Fernseher koennen sich diese Familien in aller Regel dann schon leisten. Es kommt eben immer darauf an wo man die Prioritaeten setzt. :-)
    Ich moechte behaupten, dass jede hart arbeitende Familie auf den Philippinen sich die durchschnittlich monatlichen wenigen hundert Peso fuer Uniformen und Schulbuecher/Schreibwaren bis zur High School leisten koennen (bei mehreren Kindern koennen die Uniformen und Schulbuecher dann weitergegeben werden) Nur eben dann nicht wenn diese Dinge ganz unten auf der Prioritaetenliste stehen oder es jemanden gibt der es zahlt wenn man ihm sagt man koenne es sich nicht leisten. :-)



    LG Carabao

  • Ich moechte behaupten, dass jede hart arbeitende Familie auf den Philippinen sich die durchschnittlich monatlichen wenigen hundert Peso fuer Uniformen und Schulbuecher/Schreibwaren bis zur High School leisten koennen (bei mehreren Kindern koennen die Uniformen und Schulbuecher dann weitergegeben werden) Nur eben dann nicht wenn diese Dinge ganz unten auf der Prioritaetenliste stehen oder es jemanden gibt der es zahlt wenn man ihm sagt man koenne es sich nicht leisten. :-)

    damit stellst du aber nicht unbedingt deine landeskenntnisse dar , das hat kaum was mit prioritaeten zu tun , ich weiss sehr wohl was nebenkosten (egal in welcher schule) bedeuten , ich habe hier 2 kinder die ihre klamotten nicht weitergeben koennen , und wenn du schreibst das dieses land im 21. jahrhundert angekommen ist dann solltest du daran denken dass es die kinder auch sind ! =)

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • ich weiss sehr wohl was nebenkosten (egal in welcher schule) bedeuten , ich habe hier 2 kinder die ihre klamotten nicht weitergeben koennen , und wenn du schreibst das dieses land im 21. jahrhundert angekommen ist dann solltest du daran denken dass es die kinder auch sind !


    Dann erzaehle uns doch bitte mal was Nebenkosten bedeuten, die sich eine einfache, aber hart arbeitende Philippinische Familie nicht leisten kann.


    1. Schulbekleidung: Man kann Stoffe kaufen (kosten 100 bis 150 Peso pro Kleidungsstueck) und diese naehen oder naehen lassen. Bei t-Shirts reicht meist passende Farbe.. beim UkayUkay 30 bis 50 Peso
    Man kann auch beim Nachbarn dessen Kinder aus der Schule gekommen sind nachfragen ob man die Bekleidung guenstig erwerden kann. In Deutschland undenkbar. Auf den Philippinen ueblich, denn es ist keine Wegwerfgesellschaft! Was noch verwertet werden kann wird verkauft oder weitergegeben.
    2. Schreibhefte: kosten pro Heft wenige Peso.
    3. Schulbuecher: werden zur Verfuegung gestellt und man muss sie allenfalls ersetzen. Aber auch diese Schulbucher aus Philippinischer Produktion kosten nicht die Welt.
    4: Transportation: zumindest Grundschulen sind fast immer in "walking distance". Fast an jeder Strassenecke gibt es eine Grundschule. Und selbst wenn eine Siedlung abseits gelegen ist und ein Tricycle genutzt werden muss dann teile die dafuer erforderlichen 20 Peso durch 5 bis 10 Mitfahrer.
    5. Besonders arme Familien koennen zudem Hilfen antragen, z.B. in der Barangay oder im Mayors office. Ich bin immer wieder erstaunt wo man auf den Philippinen ueberall Geld herbekommen kann wenn man sich nur auf den Weg macht und es beantragt.



    Wo kommen also Deine teure Kosten her, die sich eine oben beschriebene Familie selbst bei 5 bis 10 KIndern nicht leisten kann?



    LG Carabao

    Edited once, last by Carabao ().

  • Nachbar, Trycicalefahrer, 7 Tage-Woche.
    Fährt am Morgen gegen 8 Uhr los, kommt gegen 21 Uhr nach Hause.
    Fahrzeug gemietet, kein Eigentum.


    Mutter bekommt 500 Peso im Monat und mietfreies Wohnen in Bambushütte für die Beaufsichtung eines Grundstückes und Mini-SariSari-Store.


    2 Kinder, Junge13, Mädchen 11


    die Schuluniform des Jungen zahlt der Lehrer.


    Ebenso bei dem Mädchen. Das Mädchen bekommt von uns 175 Peso in der Woche für Essen und Trinken in der Schule.


    Eine wirklich nette, kleine Familie, immer freundlich, lebt sehr, sehr bescheiden, weil wirklich nix übrig ist.
    Mutter ist happy (und beschämt), wenn die Kinder mal ab und zu bei uns Abendessen.


    Taschengeld verdienen sich die Kinder inzwischen bei uns. Jeden Samstag fegen sie unser Grundstück.
    Zusammen mit Freunden fegen dann 4 bis 6 Kinder sehr gut und ordentlich.
    Nach rd. 1 1/2 Std. mit viel Lachen ist alles erledigt.
    Candy, Saft und je Kind 20 Peso.


    Jetzt komm bitte keiner und schreit Kinderarbeit!



    Die Eltern sagten uns, dass sie Angst haben, wenn die Kinder in die Highschool kommen,
    sie wissen noch nicht, wie sie das bezahlen können!


    Aber stolz sind sie! Auf ihre Kinder und das sie es schaffen werden.
    Aber mehr ist nicht machbar, sagt der Vater.


    Ich bewundere solche Leute, Bewunderung, weil sie trotz ihrer besch..... eidenen Lage
    immer nett, freundlich, gutgelaunt sind - zumindest scheint es so!?
    So eine Familie fragt nicht nach Unterstützung!
    Sie wollen es selber schaffen! :victory


    :hi

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • 1.) der stoff und das design ist vorgeschrieben ! je nach schule , aber nicht jeder wohnt direkt neben einem schneider oder einem stoffgeschaeft (bsp.weise gaisano}
    die uniform fuer eine verwandte die seit ihrem 7. lebensjahr bei uns wohnt kostet einmalig (pro semester / jahr) ca. 500 p ( darf sie eine weitere zum wechseln haben ?) :rolleyes: hast du auch 2 hosen im schrank ?
    bis vor 2 jahren musste mehrmals erneuert oder neu gekauft werden (kinder wachsen im allgemeinen) , repariert des oefteren denn die stoffe sind nicht von guter qualitaet und ukayukay ist ein bisken albern . . .
    2.) es sind i.d.r. mehrere hefte bzw. schreibmaterial zu kaufen fuer die verschiedenen unterrichte ich glaube so um 5 fuer die kusine und 8 fuer meinen sohn , stifte und kugelschreiber kosten zwar wenig aber der verschleiss ist gewaltig
    3.) entgegen deiner aussage sind schulbuecher relativ teuer ! ich musste fuer meinen sohn oefter blechen und habe mich dann im sekretariat ueber die preise gewundert - habs aber vergessen . . .
    4.) deine transportation - aussage ist nun komplett verkehrt , bsp. in der schule meiner tochter (privat) kommt ueber die haelfte ihrer mitschueler von weiter her , ich persoenlich halte dein "walkin distanz" sogar fuer sehr unueberlegt bei grundschulkindern und orten mit staerkerem verkehr - vom wetter , zb. die letzten wochen hier in den visayas will ich garnicht reden . auch wenn die mit weissen blusen oder tshirts dann nach 20 minuten laufen vom verkehr vollgedreckt sind freuen die sich ueber das 21. jahrhundert :D
    wenn ein schuljahr beginnt wird nur eine vorgeschriebene anzahl von schuelern aufgenommen , der rest (sind nicht wenige) muss zur naechsten schule , oder zur uebernaechsten usw. abgesehen davon weiss ich zb. das bestimmte govermentschulen besser unterricht als vorhandene private , das haengt mit der besoldung zusammen , ich nehme dann einen weiteren weg in kauf , andere eltern ebenso . . .
    5.) hilfe beantragen gibt es , ist limitiert und du solltest dir dann die familien ansehen die das bekommen , denn du stehst ja auf dem standpunkt das sich die mehrheit der familien das leisten koennen . . . bei der uns bekannten "mittelschicht" faellt die sorge aber kleiner aus , aber auch die haben an den meist "privaten" dann zu knabbern .
    was ich zaehlen kann sind zb. bei unserer kusine = fahrgeld + snack und mittagessen 100 p / tag - mein sohn etwa gleich .
    meine tochter hat eine echte walking - distanz und braucht nur snack fuer 30 p (waehrend der schulzeit)
    also grob gerechnet denke ich an 3 k / kind und monat (ohne freizeitaktivitaeten)
    3 kinder halte ich fuer eine familie als mindestdurchschnitt angemassen , die frau hat dann so viel mit reinigung und kochen zu tun (evtl. auch begleitaktionen) das sie fuer eine arbeit keine zeit haben wird , es sei denn sie hat eine bessere ausbildung und job um haushilfen zu bezahlen usw. das geht aber alles in richtung teufelskreis und ich denke wenn das familien einkommen unter 20 k liegt wirds sehr schwer

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Danke Bernd fuer Deine Ausfuehrungen


    die uniform fuer eine verwandte die seit ihrem 7. lebensjahr bei uns wohnt kostet einmalig (pro semester / jahr) ca. 500 p ( darf sie eine weitere zum wechseln haben ?)


    Ja. nehmen wir an sie kauft pro Jahr 2 Garnituren je 500, also 1000 Peso Kosten, im jaehrlichen Durchschnitt pro Monat 80 Peso. Ist das soviel? Btw mir sind uebrigens 200 Peso je Garnitur bekannt.


    entgegen deiner aussage sind schulbuecher relativ teuer ! ich musste fuer meinen sohn oefter blechen und habe mich dann im sekretariat ueber die preise gewundert


    Denkst Du dass man diese Preise auch von Familien verlangt haette von denen bekannt ist, dass sie von der Hand in den Mund leben? Auch hier! Ich kenne aus mehreren Quellen die Summe von 100 Peso pro Buch, also kein Betrag ueber dessen Hoehe man sich wundert. Und wenn Familien nicht zahlen koennen wird da auch nicht weiter nachgegangen.


    damit stellst du aber nicht unbedingt deine landeskenntnisse dar


    Es scheint so zu sein, dass Du derjenige von uns beiden bist, der immer noch "Sonderpreise" bezahlt die ein einfacher Pinoy nie zahlen wuerde. Es ist dann natuerlich verstaendlich dass Du davon ausgehst die Nebenkosten fuer den Schulbesuch waeren so hoch.


    was ich zaehlen kann sind zb. bei unserer kusine = fahrgeld + snack und mittagessen 100 p / tag - mein sohn etwa gleich .
    meine tochter hat eine echte walking - distanz und braucht nur snack fuer 30 p (waehrend der schulzeit)


    100 Peso pro Tag und Kind waere in der Tat eine Summe, die sich viele arme Familien nicht leisten koennen. Aber diese Familien werden sich auch nicht Deinen Luxus leisten ihr Kind bei 70 Peso pro Tag Kosten fuer Transportation in eine weit enfernte Schule zu schicken weil dort die Lehrqualitaet besser ist. Oder die Kinder bilden Fahrgemeinschaften mit Moped/Tricycle aus der Nachbarschaft um Kosten zu sparen.
    In Familien die mit jedem Peso rechnen muessen sind auch 30 Peso pro Tag und Kind fuer einen Schulsnack nicht zwingend erforderlich. Dann gibt halt die Mutter Gekochtes mit oder der Snack faellt einfacher aus.



    LG Carabao

    Edited once, last by Carabao ().

  • Und Flor`s Beispiel ist kein Einzelfall.
    Aus meiner phil. Zeit kenne ich auch so eine Familie. Mann arbeitete als Mädchen für alles bei einem Foreigner, dort konnten sie auch mietfrei in einer Bambushütte wohnen. Die Mutter hatte mehrere Tagesputzstellen. 4 wohlgeratene Kinder, alles Geld wurde in die Ausbildung gesteckt. Die Eltern haben sich so gut wie nichts gegönnt, höchstens mal ein wenig Karaoke am Sonntag mit je einem Bier und einem Softdrink. Erst als die Älteste mit ihrem Job in einem Callcenter zum Familieneinkommen beigetragen hat, haben sie sich ein wenig Luxus gegönnt. Ein Moped wurde angeschafft und sie sind jetzt auch über Handy zu erreichen.
    Die Mutter hat 1x die Woche bei uns geputzt und gewaschen. Wenn sie da war, konnten wir ohne Sorge stundenlang wegfahren. Wenn wir wiederkamen, war alles tiptop und nie hat etwas gefehlt. War sie im Haus fertig, hat sie sich draussen eine Arbeit gesucht. Alles eine Frage der Ehre.
    Wenn sie da war, haben wir an dem Tag immer Kinilaw gemacht und ihr eine ordentliche Portion mitgegeben. Das Lieblingsessen der Familie, was sie sich normal nicht leisten konnten. Als Dankeschön gab es für uns dann immer etwas aus ihrem Garten. Nur nehmen ohne Gegenleistung ging für sie gar nicht.


    Diese Familie hatte bestimmt keine 3k/monat/Kind aber sie haben ihre Prioritäten richtig gesetzt

    Güte ist ein Bumerang

  • Quote

    Ja. nehmen wir an sie kauft pro Jahr 2 Garnituren, also 1000 Peso Kosten, im jaehrlichen Durchschnitt pro Monat 80 Peso. Ist das soviel?

    bei einem einzelkind nicht , es ist aber ja nach familie zu multiplizieren , speziell bei maedels auch nur ein teil des benoetigten . . =) schuhe , struempfe , kosmetik etc. bei "etwas" aelteren ist noch zu addieren

    Quote

    Denkst Du dass man diese Preise auch von Familien verlangt haette von denen bekannt ist, dass sie von der Hand in den Mund leben?

    ja , das weiss ich genau denn wir haben einen grossen filippinischen freundeskreis , noch dazu bin ich mittlerweile so bekannt das ich das eher noch billiger bekomme ;)

    Quote

    100 Peso pro Tag und Kind waere in der Tat eine Summe, die sich viele arme Familien nicht leisten koennen. Aber diese Familien werden sich auch nicht Deinen Luxus leisten ihr Kind bei 70 Peso pro Tag Kosten fuer Transportation in eine weit enfernte Schule zu schicken weil dort die Lehrqualitaet besser ist. Oder die Kinder bilden Fahrgemeinschaften mit Moped/Tricycle aus der Nachbarschaft um Kosten zu sparen.

    das hat nichts mit luxus zu tun , die besagten schulen haben eigene kantinen in denen fast alle schueler essen , ich rede nicht mal von den ganz armen leuten , eher von denen mit einem geschaetzten einkommen zwischen 15 und 20 k .
    die mehrheit der pinoys verdient zwischen 5 und 20 k (meine erfahrung nach etwas laengerem kennen der leute) .
    eine fahrgemeinschaft kenne ich nicht , das ist nicht gerne gesehen speziell jetzt wo die helmpflicht und anzahl der mitfahrer kontrolliert wird , kurzstrecken werden von habal - drivern zu eh verbilligtem preis i.d.r. 5 p gegen id karte getaetigt .
    thema "weit entfernt" - faengt bei mir ab 2 km an , kann sich aber je nach strassenbeschaffenheit noch verkuerzen , gut begehbare wege fuer schueler sind nun mal die ausnahme , in vielen orten wird erst jetzt angefangen kanaele mit darueber liegenden "buergersteigen" zu fabrizieren .
    in ortschaften wie tagbilaran , danao , mandaue wohl kein thema , aber die deutliche mehrzahl der students lebt nun mal ausserhalb . kann ja mal bilder einstellen - bei bedarf . . .

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Die Unterstützung sollte doch jedem nach seinem Geldbeutel überlassen werden. Zahlt er zu WENIG oder ZUVIELl ist das seine Sache. Nicht eimal wenn die
    - (You don`t anderstand my Situation)- vor Ort bekannt ist, werden Ratschläge und div. Hinweise angenommen; sind für die Katz. Da macht doch jeder sein Ding. Einige Filipinas
    beschei.. ander nicht -oder werden nicht erwischt. Wer sich eine Filipina nicht leisten kann naja. Rund um die Welt sind Sie auch nicht anders. Habe noch keinen Arbeiter gesehen
    der it einer Ärztin verheiratet ist. Die suchen auch die Kohlen.
    Frauen kosten überall im schlimmsten Fall die Freiheit. :dontknow ;) ;)

    Edited once, last by Global: fehler ().


  • 4: Transportation: zumindest Grundschulen sind fast immer in "walking distance". Fast an jeder Strassenecke gibt es eine Grundschule. Und selbst wenn eine Siedlung abseits gelegen ist und ein Tricycle genutzt werden muss dann teile die dafuer erforderlichen 20 Peso durch 5 bis 10 Mitfahrer.


    Mal ein Beispiel für einen Schulweg in CDO:
    https://www.youtube.com/watch?v=JhuPH4IFUMw
    Ganz am Anfang des Videos biegt der Fahrer rechts ab, dann befindet sich die Grundschule hinter ihm. Bei 0:20 sieht man eine kleine Seitenstraße rechts, da geht es zum Elternhaus meiner Frau. Also die ersten 20 Sekunden des Videos: Wer würde ein 6-jähriges Kind da lang laufen lassen?


    Die Aufnahme entstand anscheinend an einem Sonntag, normalerweise ist der Verkehr da noch dichter. Die Schule, die man bei 0:28 sieht, ist eine High School.

  • Als ich im Mai / Juni in Samboan war... habe ich für 2 Mädels (Töchter) die Uniformen für Highschool gekauft... Die konnten nur beim von der Schule vorgegebenen Schneider bestellt werden --nix mit Selbstnähen!!--.. und jede Uniform 800 Php.... dann 3 Wochen später war noch die Sport Uniform fällig.. je 500 Php.... täglich je 50 Php Trycyle und Essen. Die Mutter hat für 3.000 Php die Schulhefte, Bücher usw. gekauft -ein Schwein musste verkauft werden-... Also so "billig" ist das Ganze nicht für den "Normal"filipino... :denken


  • jaja , manche leser sind vom philippinischen leben genau so weit entfernt wie politiker vom volk . . .



    Ich hingegen stelle immer wieder fest, dass die Zahlen welchen Foreignern genannt werden die in einem "Unterstuetzungsverhaeltnis" zu Pinoys stehen oft gaenzlich von den Kosten abweichen die unter Ausschoepfung aller Einsparungsmoeglichkeiten fuer eine einfache Philippinische Familie ohne Foreigner im Dunstkreis tatsaechlich entstehen.




    LG Carabao

    Edited once, last by Carabao ().