Mini-Geschichten von den Philippinen "SOLLTEN SELBST ERLEBT SEIN"

  • Und wie viel Tote wären durch "deutsche Sicherheit" verhindert worden?

    Die Flaschen haben bereits einen Schutzkragen.

    Gegen Feuer hilft der aber auch nicht.

    Die meisten Unfälle entstehen durch Dummheit und sind kaum oder nur teuer durch Technik zu verhindern.

  • Die Story hast du gut erzählt und dokumentiert makato! Noch besser als die tolle Wiederherstellung des Autos ist aber, dass deiner Frau dabei wohl nicht verletzt wurde. Schon erstaunlich wie gut in diesem PKW-Friedhof repariert wurde.


    Erfreulich finde ich auch, dass deine Frau überhaupt einen Führerschein hat und den auch nutzt. Ich kenne hier etliche, die die Hälfte ihrer Freizeit als Taxifahrer für ihre Frauen unterwegs sind.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Die Story hast du gut erzählt und dokumentiert makato! Noch besser als die tolle Wiederherstellung des Autos ist aber, dass deiner Frau dabei wohl nicht verletzt wurde. Schon erstaunlich wie gut in diesem PKW-Friedhof repariert wurde.


    Erfreulich finde ich auch, dass deine Frau überhaupt einen Führerschein hat und den auch nutzt. Ich kenne hier etliche, die die Hälfte ihrer Freizeit als Taxifahrer für ihre Frauen unterwegs sind.

    Meine Frau fährt schon seit den 70ern und hat sich ihre Fahrkünste im Manila-Verkehr angeeignet. Der war damals sicher ebenso chaotisch, wie er heute ist. - Sie hat ihren Isuzu Bellet bereits besessen, als ich sie kennen lernte. Diesen hat sie günstig erstehen können, noch bevor sie ihre drivers licence hatte :happy.


    Hier fahre meist ich - aber zum Einkaufen kommt es schon mal vor, dass der "Driver" zu Hause bleibt.


    Glücklicherweise war sie beim Zusammentreffen mit dem Truck so langsam unterwegs, dass ihr nichts passierte. Sehr wahrscheinlich hat der Truck-Driver gar nicht bemerkt, was am Heck geschah. =) Schlimm ist halt, wie wenig das heutige Material aushält und wie gross die Konsequenzen bei einem eigentlich kleinen Ungeschick werden können.

  • Beim Anblick der Gasflaschen in der Fachwerkstatt kam mir eher so etwas in den Sinn




    Zum Glück ist der Hof schön aufgeräumt :D

    „In unserem Land ist die Lüge nicht nur zu einer moralischen Kategorie geworden, sondern zu einem Grundpfeiler des Staates.“ (Alexander Issajewitsch Solschenizyn)

  • Kann mich noch an meine Berufsausbildung in den 80er Jahren erinnern.

    Da hatten wir Gasflaschen ohne Schutzkappe auf den Ventilen hinten auf der Britsche im Flaschenwagen.

    In harter Kurve, flogen die wie Raketen von einer Abschußrampe von der Britsche und landeten auf der Straße auf dem Asphalt, genau auf den Ventilen.

    Die Ventile waren zwar verbogen, aber haben gehalten.

    Also so schnell gehen die nicht kaputt, genau deshalb sind die auch aus Messing.

  • Also so schnell gehen die nicht kaputt, genau deshalb sind die auch aus Messing.

    Ich hoffe, dass Du diesen Beruf nicht mehr ausübst.

    Jetzt aber ohne Spass:

    Messing hat eine hohe Beständigkeit gegen Korrosion und Verschleiß. Es hat eine geringere Festigkeit als Stahl oder Edelstahl.

    Die Flaschenventile sind, wie auch Sanitärventile aus Messing, damit sie nicht korridieren. Außerdem müssen sie nicht geschmiert werden.

    Wenn es um die Stabilität ginge, würde man Stahl nehmen ( wäre auch billiger ).

  • Nee, in dem Beruf bin ich schon lange nicht mehr.

    Aber handwerklich bin ich voll aktiv, weil es mir Spaß macht und ich viele kreative Ideen habe, die ich hier verwirklichen kann, ohne irgendwelche Vorschriften beachten zu müssen. Entfaltungsfreiheit pur eben.

    Auf die Zeit im Alter habe ich mich einige öde Bürojahre lang gefreut.

    Zudem was soll ich sonst hier machen ? Saufen ? In einer Baar blöd rumlabern ? Am Strand rumliegen damit der Tag rumgeht ?

    Das wird alles irgendwann stinklangweilig.


    Kommt darauf an, was für eine Legierung das Messing der Ventile hat.

    Die Ventile waren ordentlich verbogen, aber immer noch dicht.

    Ich vermute, Stahl wäre in der Situation gerissen, weil es härter ist, dann wäre die Post abgegangen.

    Ventile von Gas und Sauer ölen, wenn sie schwergängig sind?

    Da haben sie früher als bei uns die Lehrlinge voll reinlaufen lassen.

    Heute werden die Lehrlinge wahrscheinlich nach googeln und versuchens dann erst gar nicht. Schade, Internet als Spassbremse, kann man keinen mehr verarschen.

  • Ordentlich verbogen könnte aber schnell auch zu "ordentlich"

    verbogen sein und dann:weia

    Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein Erfolgreicher Mensch zu sein

    sondern ein Wertvoller !


    -Einstein-


  • Ich hab beim Aufraeumen/Umraeumen meines Bueros meine uralte Nintendo Wii wiedergefunden!! :yupi


    Fuer die die das nicht kennen, das ist eine Spielkonsole wo man vor dem Fernseher mit dem Controller herumfuchteln kann und das Teil erkennt die Bewegungen - da gibt's ganz lustige Games dafuer... 8-)


    Also mal abgestaubt und angeschlossen um zu kucken ob sie noch funktioniert.

    Funktioniert immernoch astrein, nur die 4:3 CRT-Aufloesung sieht auf einem 16:9 Full-HD Fernseher natuerlich absolut gruselig aus! :halt:happy


    Jedenfalls ist mir dabei eingefallen wie ich zu dem Ding ueberhaupt gekommen bin, und ich hatte damals eine kleine Geschichte in meinem "Archiv" dazu verfasst.

    Wieder 1:1 rauskopiert und orthographisch etwas gesaeubert:




    30.December 2012, 17:05


    Fuer Xmas 2011 hatte ich fuer Frauchen eine WII gekauft, weil diese ja (oh Wunder!) sooo sehr auf die ganzen Dancing Games steht die's dafuer gibt.

    Also rein in die naechste Mall (ich glaube das war Robinson's), in die Konsolenabteilung, und nach besagtem Geraet gefragt.


    Das kurze hin- und her-Gehandle damit ich einen zweiten Controller gratis draufbekomme war ueberraschend einfach, also erlaubte ich mir noch eine weitere (diesmal technische) Frage, auf welche ich mir damals NIE eine sinnvolle oder ueberhaupt eine Antwort erwartet haette:

    "welche Firmware hat denn diese Wii?!"


    Da ich das Teil spaeter modden wollte war diese Info nicht unwichtig.

    Zu meinem Erstaunen antwortete das Maedel dort folgendes:


    "This is firmware <soundso> but we pre-modded it for you already, sir!" (die wusste also schon, was ich vorhatte ;))

    -

    "What?! Really?"

    -

    "Yes sir, let me show you!"

    -

    Maedel packt das Teil aus und zeigt mir die gehackte Firmware-Version

    -

    "Wow nice!! But how about refund?!" (beim Modden einer Spielkonsole erlischt in der Regel die Garantie)

    -

    "No problem sir, you will have full rights of refund here at our store for 1 year. This is just a soft-mod, no additional chips were installed..."

    -

    "Very good, i'll take it of course!"


    Muss sagen, Hut ab!!

    Erstens dass das Maedel wirklich wusste wovon sie sprach, und zweitens natuerlich dass man in .ph eine fertig gemoddete Wii direkt im Store kaufen kann!!


    Das Teil laeuft auch jetzt - eben ein Jahr spaeter - immernoch wie am Schnuerchen; zur Freude der Frau und natuerlich der Kids. :)




    Keine Ahnung ob es sowas heutzutage noch gibt - also gemoddete Konsolen direkt in der Mall zu kaufen - ich denke eher nicht, denn damit verdienen nun eher die kleinen Internet-Cafe-Betreiber ihre Pesos dazu wenn man einen findet der das kann...

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

    Edited once, last by level4 ().

  • Und hier wieder einmal eine Geschichte wie man sie, nicht nur, aber doch sehr häufig, von den Philippinen her berichten kann. Ich muß dazu sagen, sie ist nicht komplett selbst erlebt, aber ich gehöre zu den "Beteiligten" und alles andere, bei dem ich nicht selbst zugegen war, weiß ich aus sicherer Quelle zu berichten.


    Nun also zu unserer kleinen Story, die sich so oder so ähnlich sicher des öfteren bereits auf den Philippinen zugetragen hat:


    Direkt angrenzend an unser Grundstück gibt es seit etwa 1 1/2 Jahren ein kleines Ressort. Dieses gehört einer in Berlin lebenden Filipina, die das Gelände 2005 zusammen mit ihrem leider 2013 verstorbenen Mann kaufte. Seit ein paar Jahren nun ist sie mit einem "Boyfriend" namens Thomas zusammen, der die kleine, eher auf philippinische Tagestouristen ausgerichtete Anlage natürlich auch finanziert hat. Die beiden Betreiber sind jeweils schon in Rente, kommen aber in der Regel nur etwa 3-4 Monate im Jahr auf die Philippinen. Aufgrunddessen "hatte" man einen Filipino als "Teilzeit-Manager" eingestellt, der Buchungen entgegennehmen (Anlage kann trotz Eintrittsgebühren von gerade mal 50 Pesos/Person nur online gebucht werden), Gäste empfangen sowie die finanzielle Abwicklung durchführen sollte.. Darüberhinaus muß die Anlage auch noch einen "Vollzeit-Caretaker" ernähren, der aber bei unserer Geschichte keine größere Rolle spielt.


    Am 10. März diesen Jahres nun hatte Thomas, der Financier, seinen 68. Geburtstag. Meine Frau und ich waren natürlich auch eingeladen, konnten aber aufgrund einer schon länger geplanten Motorradtour mit einem Freund aus Basel, dem vorgesehenen Event nicht beiwohnen. Nach unserer Rückkehr eine Woche später erfuhren wir lediglich, daß die Feier stattgefunden hatte und entgegen allgemeiner Erwartung lediglich etwa 15 Gäste den Weg zu Thomas Ehrentag gefunden hatten. Neben zwei oder drei Bekannten tauchten zusammen mit dem Manager auch sieben oder achte "Fremde" auf, die unserem Thomas, wie der Name schon besagt, fremd waren. Aber man kennt das ja von den Philippinen, daß Gäste gern einmal zwei oder drei weitere Personen mitbringen, was in der Regel aufgrund der zumeist üppig aufgefahrenen Essensmenge auch kein größeres Problem darstellt. Und so war es auch bei "unserem Thomas", der aufgrund des Ausbleibens einiger geladener Gäste froh war, eine stimmungsvolle kleine Gruppe zusammen zu haben. In der Folge wurde denn auch kräftig gesungen (Karaoke, wen wunderts?) und natürlich auch gegessen und getrunken. Zu fortgeschrittener Stunde stimmten dann einige ganz Verwegene auch das zu diesem Zeitpunkt fast schon überfällige "Happy Birthday" an. Obwohl auf Geburtstagsfeiern nicht unüblich, müssen sich zu diesem Zeitpunkt, glaubt man meiner Informantin, einige der Gäste aber doch etwas verwundert angeschaut haben. Der weitere Verlauf der Veranstaltung nahm aber dennoch einen beschwingten Verlauf, so daß alle am Abend gesättigt und zufrieden nach Hause gehen konnten.


    Am nächsten Tag folgte dann aber für alle Beteiligten, insbesondere aber für unseren armen Thomas sowie auch den bis dahin amtierenden Ressort-Manager die Ernüchterung. Nicht ohne Grund hatten sich nämlich, die von Letzterem mitgebrachten "Gäste" bei dem inbrünstig zu Ehren des Jubilars intonierten "Happy Birthday" verwundert angeschaut. Wie sich nämlich bei einer hochnotpeinlichen Befragung des Managers durch die philippinische Ressorteigentümerin herausstellte, hatte dieser bei Nachbarn und Bekannten die Feier als "All you can eat" event verkauft und von jeder mitgebrachten Person 199 Pesos kassiert.


    Zugegeben ein günstiger Preis, aber doch ein Vorgehen, das einige Verstimmung zurückließ. Nicht zuletzt bei einem ehemaligen Manager, der nun einer "Führungsposition" beraubt, wieder zurück zu seinen Wurzeln, einen Sari Sari Store im Nachbarort muß, um dort Tütensuppen und Shampoo-Sachets für 7 Pesos das Stück zu verhökern.


    The man

    "Wenn die guten Wahlen nicht von selbst kommen, müssen sie eben gemacht werden"!


    A. Merkel, U. v. d. Leyen, Heinrich Mann "Der Untertan"

  • Da hat der Filipino Manager ja das Geschäft seines Lebens gemacht. 200 Pesos * 8 Gäste sind knackige 1.600 Pesos, dafür aber seinen Job verloren.


    :weia:weia:weia:weia

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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • Wohl wahr, aber diese Eigenschaft, Bauernschläue nennt man sie glaube ich, liegt so manchem Filipino im "Blut"!

    "Wenn die guten Wahlen nicht von selbst kommen, müssen sie eben gemacht werden"!


    A. Merkel, U. v. d. Leyen, Heinrich Mann "Der Untertan"

  • Kurzgeschichte mit Quiz...


    Wir haben SatellitenTV von Cignal. Klappt prima, nur bei starkem Regen wird der Empfang gestört...ist ja ok.


    Doch in letzter Zeit ist uns aufgefallen, dass Abends so ca 19-21Uhr das Signal regelmässig plötzlich komplett ausfällt. Also nicht langsam schwächer wird, sondern digital Ein/Aus.


    Es geht von 90% signal strength (Selbstdiagnose vom reiceiver) auf 0%...und wieder auf 90%.


    Manchmal kommst nach ein paar Minuten wieder, machmal dauerts Stunden.


    Ich also raus, Schüssel checken, alles scheint in Ordnung, sternenklare Nacht.

    Vorsichtshalber mal den Nachbarbaum etwas zurechtgeschnitten...abends in Unterhosen.

    Bild wieder da, alles gut.


    Nächster Abend, 20Uhr Bild wieder weg...ja leck mich doch...


    Receiver und LNB am nächsten Tag bei Cignal testen lassen, alles gut sagt der Fachmann.

    Hmm, eingebaut, Bild wieder da.


    2 Tage später, 19Uhr, sternenklare Nacht, Bild plötzlich weg...what the fak is da los???

    Alles scheint in Ordnung. Es geschieht nie tagsüber, immer am Abend.


    Quiz: wer weiss was da passiert?


    ps: ich weiss es mittlerweile 😀


    Tip: Das Problem würde in Deutschland nicht existieren 😃

    tschö
    Juanico

  • Entweder handelt es sich um eine "Sun Outage", die in äquatorialen Regionen häufiger auftritt, oder es sind Störungen durch elektrische Geräte in der Umgebung, die abends aktiviert werden und das Signal beeinflussen.

  • Mall auf den Philippinen:



    “Hello Sir, what will you have Sir?”


    Ich: “a vanilla cone please.”


    “Yes Sir, thank you sir, for here or to go?”


    Ich denke (WTF?): “Just hand me the cone.”


    “Okay Sir, thank you Sir.”


    Die Dame schreibt dann meine Bestellung mit einem Bleistift auf ein kleines Bestellformular und gibt es an die Kassiererin weiter.


    “Thank you Sir. That will be 160 pesos.”


    Ich gebe ihr meine Karte.


    “Thank you Sir, is this credit or debit?”


    Ich denke (sobald man eine Mastercard in ein Gerät steckt, behandelt es beide gleich): “Credit.”


    “Thank you Sir. US Dollar or Philippine Peso?”


    “Pesos please.”


    “Okay Sir, thank you Sir.”


    Die Dame druckt dann zwei Belege aus dem Kreditkartenautomaten und zieht meine Karte durch einen Kartenleser an ihrem Computer mit Display. Dieser Computer druckt einen weiteren Beleg aus, den sie an einen der Kreditkartenbelege heftet.


    Nachdem sie mir den anderen Kreditkartenbeleg gegeben hat, versucht die Dame, das mit Bleistift geschriebene Bestellformular an einen Mann hinter der Eistheke weiterzugeben. Er ist etwa einen Meter entfernt. Der Eisverkäufer ist beschäftigt.


    Es ist schwer zu sagen, womit er beschäftigt ist, da keine anderen Kunden anwesend sind. Aber er ist eindeutig mit etwas beschäftigt. Er achtet nicht auf das mit Bleistift geschriebene Bestellformular und geht dann weg. Die Kassiererin macht mir dann ein Vanilleeis.


    “Here you are Sir, thank you Sir.”


    Als ich weggehe, sagt die Dame mit dem Bleistift: “thank you Sir, come again Sir.”


    Ein Mann, der an der Tür steht, hält mir die Tür auf. “Thank you Sir, come again Sir.”


    Die obige Geschichte ist keine Übertreibung. Ich frage mich, was ich bekommen hätte, wenn ich um ein Eis zum Hieressen gebeten hätte?

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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter