Kiteboarding/ Kitesurfing

  • Tag 1 und Ankunft.


    Flug war angesetzt für 9:50 morgens am 1 Dezember und wurde auch tatsächlich ohne Probleme so durchgeführt. Der Flug verlief ebenfalls Reibungslos, besser gesagt eigentlich zu gut. Wir waren fast 30 Minuten vor der gaplanten Landung aus dem Flughafen Puerto Princes raus und mussten noch etwas auf unseren Fahrer warten, der uns zum Resort brachte. Dieser kam zum Glück etwas eher und somit ging es zum Resort.


    Am Empfang wurden wir nett begrüßt mit einem kalten Mangoshake und wurden dann zu unseren Cabanas gebracht. Was noch wichtig ist zu sagen, wir wussten bis zur Ankunft eigentlich gar nicht, das wir in einem Resort übernachte. Wir dachten das wäre alles die Kiteschule, doch die beiden arbeiteten zusammen und das war unser Paket. Das Resort nennt sich Emerald Playa Eco Resort und war wirklich schick. Die ganze Anlage sehr gepflegt und sauber, alles grün und wirklich freundliche Mitarbeiter die mit allem halfen was man so brauchte. Die Cabanas sahen von außen etwas gruselig aus, was sich glücklicherweise innen nicht wiederholte. Der Raum war groß, Aircon, Fan und TV vorhanden und warmes Wasser gabes auch im Bad. Nicht das neuste aber gepflegt und bei nem Preis von 1.8k Peso pro Nacht, mit Frühstück, gab es absolut nichts zu beanstanden.


    Da wir nicht viel geschlafen hatten, am Vorabend, wurde erstmal alles ausegpackt und dann ne Runde gepennt. Das war der Plan. Dieser wurde nach 30 Minuten von der netten Rezeptionsdame zerschmettert, denn die Kiteschule hatte angerufen das der Kurs losgeht. Also Kollegen geschnappt, schnell 2 Bier reingeschüttet und zur Schule. Dort erstmal etwas graus Theorie, Windrichtungen, alles über die Kites und das Zubehört was es gibt und wie man seine richtige grüße findet. Nach ca 30 Minuten ging es erstmal an den Trainerkite. Leider nur ein 2 Leiner, ohne Power/ Depower Funktion. Quasi wie man sie kennt, eine Lenkmatte. Da ich ja als Kind ordentlich Lenkdrachen geflogen bin, war das naürlich kein Problem. Starten, landen, Loops, 8ten etc. Alles ohne Probleme absolviert. Während wir also so vor uns dahinübten, holten die Trainer (jeder hatte seinen eigenen) das „Großgerät“. Dann ging die Theorie weiter. Bauteile, Aufbau, Lines, Bar, Harness etc. Wurden erklärt. Als nächstes, ganz wichtig, die 3 Sicherheitssysteme. Um es kurz zu sagen, 1. Kann man den Kite soweit depowern (Bar loslassen) das dieser einfach vom Himmel fallen sollte. Sollte das nicht klappen, ist der nächste Schritt den Kite vom Harnes zu entkoppeln um auch das letzte bisschen Power aus dem Kite zu nehmen. Wenn auch dieser Schritt scheitert bleibt nur noch den ganzen Kite von einem selbst, zu lösen. Das mal dazu.


    Als nächstes kam noch wie man sein Setup aufbaut, also vorbereitet. Kite aufpumpen, Leinen legen, Harness anziehen etc. Den Strandstart hat der Trainer selbst hingelegt, da dieser doch schon gefährlich sein kann. Nun zum eigentlichen Teil. Wir gingen Richtung Meer. Dazu muss man sagen das Tagsüber Ebbe herrscht und man sicher 800 m ins Meer laufen kann, ehe überhaut ans schwimmen zu denken ist. Nachteil ist, das man eben sehr weit laufen muss wenn man das Kitesurfen lernt. Ich bin was Ausdauer angeht, eher eine Nuss. Somit waren die 300 – 400 m durch weichen Sand, gemischt mit Seegras, von Knietief bis Schultertief wechselnd, absolut zerstörend was meine Kondi und Beine anging. Nach 10 Minuten qualen endlich beim Trainer angekommen, Wasser ca. Knietief und erstmal den sehr Respekteinflösenden 16m Kite übernommen. Dort dann das erste mal gespürt wieviel Power tatsächlich in solch einer Konstruktion steckt. Eventuell eine kurze Erklärung. Die Kites haben 4 Leinen (gibt auch 5) die faktisch an allen 4 Seiten angebacht sind. 2 Leinen (die vorderen) sind direkt mit dem Harness (Korsett) verbunden und die 2 hintern mit der beweglichen Bar. Mit der Bar lenkt man im Endeffekt links und rechts und in dem man die Bar nach oben oder unten schiebt, gibt man Leistung. Beim ziehen stellt sich der Kite stärker in den Wind und wird somit gepowered. Beim schieben, also entlasten der Leinen, nimmt man den Kite aus dem Wind und depowered. Klingt einfach in der Theorie, ist es aber nicht. Schon ein leichtes ziehen an der Bar gibt dem Kite so massig viel Leistung das man aus dem Wasser gehoben wird. Ich war ordentlich überwältigt und hatte riesen Respekt vor dem Kite. Auch das sogenennate Windfenster gilt es zu verstehen, um überhaupt weiter zu kommen. Mit dem Wind im Rücken, hat man quasi eine Uhr vor sich. Oben ist 12 Uhr, links 11 10 9 Uhr unr rechts 1 2 3 Uhr. Dazu ist das gesammte Windfenster noch eingeteilt in Neutral/ Soft und Power Zone. Quasi von oben nach unten. Heisst wenn man den Kite parken will, hält man diesen über einem selbst, 12 Uhr. Dort ist am wenigstens Zugstärke. Jeder Schritt weiter herunter, Richtung horizont, sind die Zonen welche den Zug generieren. Quasi wenn ich den Kite direkt vor mir, über dem Meer halten würde, würde dieser am meisten Zug generieren. Soviel zur Theorie.


    Wir übten also knapp 1.5h den Kite zu steuern. Links/rechts Bewegungen, den Trainer-Uhrzeit-Anweisungen folgen und, am wichtigsten, die Bar zu kontrollieren. Der Mensch an sich hat leider die dumme Eigenschaft sich im Notfall „festhalten“ zu wollen. Beim Kiten ein großer Fehler. Wenn man also etwas Panik bekommt, weil der Kite z.B. zu viel Zug generiert, will man an der Bar ziehen, was dann, wie gelernt, erst richtig Zug generiert. Man muss also sein Gehirn etwas umschulen, das man, im Fall der Fälle die Bar herausschiebt oder eben ganz loslässt. Gar nicht so einfach. Auf jedenfall hatte ich nach den 3h Ordentlich lange Arme. Wir übten zusätzlich das „Bodydraggen“. Heisst aufs Wasser legen und vom Kite in die Richtung ziehen lassen, in welche man will. Auch das nicht allzu einfach, da ein bisschen zuviel Zug an der Bar, direkt den ganzen Körper in die Luft katapultierten und man, nur noch mit den Füßen im Wasser, vom Kite herumgezogen wurde. Der Tag war nach 3h auch gelaufen, die Beine brannten vom ständigen rauslaufen aufs Meer und wir waren nur noch müde. Zusätzlich ausgetrocknet da es ordentlich sonnig war und das Salzwasser half auch nicht wirklich.


    Also wieder Bierchen rein und ab zum Restaurant, was direkt vor Ort steht. Dort gibt es eine ordentlich Auswahlt an essen. Filipino hauptsächlich, aber auch Burger, Sandwiches, Suppen, Shakes etc. Ich hatte ne Brokoliesuppe und zusammen mit Freundin Grillhähnchen. Preise waren vollkommen in Ordnung für die Portionen. Ich sag mal für 300 – 400 Peso bekommt man ordentlich Essen und einen Fruchtshake.

    Anschließen sind wir noch zum Robinsons gefahren mit
    dem Trike und haben etwas eingekauft. Ich mir nen Rashguard, weil ich keinen
    hatte, noch was gegessen und dann war der Tag eigentlich auch vorbei


    Bilder vom Kite gibts im nächsten Abschnitt. SInst wirds hier zu viel und im nächsten zu langweilig.



    ...

  • Tag 2 und 3.


    Da sich die beiden Tage sehr ähnelten, fasse ich diese mal zusammen. Morgens am 2. Tag, mit Schmerzen einfach überall, ging es zum Frühstück. Das war Frühstück war allgemein richtig gut. Gab zur Auswahl Western oder Pinoy Style. Also gebrühten Kaffe, Ei in allen Formen, Toastbroat oder Reis, Longanisa, Ground Beef, Marmelade, Butter und so weiter und so fort. Kostete natürlich nix, da inklusive. Dannach sind wir etwas spazieren gegangen, Strand (nix zum baden), das Nebenan gelegene Microtel besucht und den Pool von unserem Resort. Hauptsächlich gechillt. Nachmittags ging es weiter mit Kiten. Also wieder rauslatschen, gefühlt unendlich lange, und weiter üben mit dem Kite. Bodydraggen, lenken, Barcontrol, Wasser-Relaunch des Kites und so weiter. Letzteres klappte mittlerweile perfekt, da man ständig abstürzte und somit den Kite aus dem Wasser bekommen musste. Ist auch nicht so schwer da die Kites aufgepumpt werden und somit schwimmen. Als nicht Segler, hatte ich mich schon immer gefragt wie man „gegen“ den Wind fahren kann. Selbiges gilt beim Kiten. Die ersten Schritte lernten wir somit beim sogenannten „Upwind Bodydraggen“. Das heisst man lässt sich wieder vom Kite ziehen, beeinflusst jedoch die Richtung ganz leicht „Upwind“ (gegen den Wind“ mit einem seiner Arme. Heisst man hält den Kite, mit einem Arm, auf 11 oder 1 Uhr und läasst sich mit dem Wind ziehen. Dann nimmt man den Arm den man frei hat (nach links der linke und andersherum) und nutzt diesen als „Kiel“ in Richtung leicht gegen den Wind. Das funktionierte verwundernswerter Weise erstaunlich gut. Ist schwer zu erklären das Verfahren. Gibts viele Videos auf Youtube. Somit machte für mich das ganze Thema „gegen den Wind“ auch endlich mal Sinn.


    Irgenwann, nach eventuell einer Stunde, als der Kite endlich recht gut Kontrollierbar war und man die wichtigsten Schritte konnte, gin der Trainer das Board holen. Die üblichen Boards, welche wir auch benutzten, nennen sich Twintips. Beide unteren enden des Boards haben 2 jeweils kleine Finnen, für mehr stabilität auf dem Wasser. Die Finnen sind an beiden Enden, da man in beide Richtungen fahren kann. Nun kam nochmal etwas Theorie auf dem Wasser. Erstmal weiter üben den Kite mit einer Hand zu halten. Das ist wichtig da man sich mit der anderen das Board anziehen muss. Dann der Start in der Theorie besprochen.


    Das ganze läuft so ungefähr folgendermassen ab:


    Kite in eine Hand, mittig an der Bar um Richtungswechsel einigermaßen kontrollieren zu können. Board an der Mittelschnalle mit dem anderem Arm halten. Auf den Rücken legen (ja im Wasser) und den Kite soweit powern das dieser einen hält, ohne das man unter geht. Beine anwinkeln und Füße in die Boardschnallen stecken. Klingt alles einfach, dauerta aber locker 30 Minuten bis die Schritte ordentlich saßen. Wen man dann irgendwann mal inder richtigen Position, mit dem Board an den Füßen im Wasser liegt, kommt die Kitekontrolle.

    Wenn man z.B. nacht rechts fahren will. Auf dem Rücken mit angewinkelten Beinen, den Kite auf 12 Uhr halten. Dann mit einer schnellen Bewegung auf 2 Uhr steuern, dabei generiert der Kite sehr viel Zug da dies der Anfang der Power Zone ist. Die Schultern müssen nun Richtung Knie bewegt werden, Knie soweit wie möglich angewinkelt. Dann zieht einen der Kite auf das Board. Sobald das soweit ist, muss man den Kite wieder auf 1 Uhr steuern um die Power zu halten in leichtem Wind, den wir leider hatten. Diese Bewegung des Kites, 1 Uhr zu 2 Uhr und wieder zurück, generiert den Zug dauerhaft.

    Tja was soll ich sagen. An Tag 2 klappte es einfach nicht, hatten aber auch nur ca. 30 Minuten auf dem Board. Zusätzlich bin ich noch in ne Großfamilie Seeigel „gefallen“. Besser gesagt beim abstützen, nach einem Sturz, schön reingegriffen. Was soll Ich sagen, tut ordentlich weh für gut 10 Minuten, dann wird es Taub und das war der Spuk schon. Taubheit bleibt nen paar Stunden und man muss auf Fieber und Krämpfe achten. Von diesen blieb ich zum Glück verschont.


    Also sollte es Tag 3 richten.


    Denkste. Es wollte einfach nicht gelingen. 3h auf dem Wasser, mit dem Board und von 100 Versuchen glückte vielleicht mal einer, heisst man Stand 3 Sekunden und fuhr 10 m. Es war wirklich extrem frustrierend. Dazu kam das man nach 3 – 4 Versuchen in beide Richtungen wieder 100 m zuruück aufs Meer laufen musste. Es war wirklich das frustrierendste was ich je gemacht habe. Ich habe geflucht und man merkte einfach das der Frust so tief saß, das gar nichts mehr lief. Der Kite machte was er wollte, das Board wollte nicht mehr an den Füßen bleiben, der Wind nervte und so weiter. Wirklich hart muss ich sagen. Ich lasse mich nicht wirklich schnell aus der Ruhe bringen, aber das war irgendwie zu viel. Der Trainer merkte auch das Ich nicht mehr wirklich Spass hatte aber trotzdem wollte ich die 3h voll machen. Gesagt getan, genützt hat es nichts und der Kurs war vorbei.


    Was soll Ich sagen. Ich hatte erstmal genug und wir sagten den Trainern das die die nächsten Tage wohl erstmal was anderes machen werden. Wie gesagt Kurs war sowieso zu Ende . Den Tag haben wir dann in Ruhe bei Essen und viel Bierchen ausklingen lassen. Lust hatte ich nicht wirklich mehr auf irgendwas somit ging es ab ins Bett.


    Hier gibts die Bilder vom Kiteaufbau ... und den Anfängen mit den Trainer Kites.

  • Rest kommt morgen. Grade daheim und hab den Rest des Berichts auf dem Arbeits-PC ;) Bilder nehme ich auch noch paar mehr mit von daheim.


    Grüße Chris

    Ich bin auf jedenfall dafür,

    das wir dagegen sind!

    :yupi

  • Sehr schön, danke dir!

    Kleine Frage: Starten am Strand (sitzen und hoch ziehen lassen) habt ihr scheins nicht geübt?
    Unser Member S12 hat das mit uns in Tarifa so gemacht und ich fand das sehr hilfreich für den Wasserstart.

    Wenn ich dich richtig verstehe, ist die Lokation in Puerto Prinzesa nicht so toll, weil man weit laufen muss. Strand mit anschliessend schnell tieferem Wasser stelle ich mir nach meiner Erfahrung auch in Bantayan besser vor.

    LG Sunny

    In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz gewährleistet.
    „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

    Edited once, last by Sunnyenergy ().

  • Hi Sunny,


    Nein sitzend am Strand haben wir nicht gemacht und ich halte das auch für extrem gefährlich und wüsste nicht ob das in irgendeiner Form helfen sollte.

    Wenn ich mir vorstelle, beim in die Powerzone eintauchen, am Strand zu sitzen und dann quer über diesen gezogen zu werden, bin ich auch froh das nicht gemacht zu haben. Selbst im Wasser hat mich der Kite oft so stark gezogen das ich erstmal 2-3 m geflogen bin. Also soweit ich informiert bin wird der start für Anfänger immer im Wasser geübt. Aber jeder hat andere Methoden denke ich.


    Ich würde nicht sagen der Spot ist schlecht. Ein kurzer Strand der schnell tief wird kann gefährlich werden wenn man mal richtig gezogen wird vom Kite da mann ja nahe des Ufers im flachen Wasser starten muss. Denn mit dem Kite in tiefen Wasser zu laufen ist fast unmöglich dank des immer anhaltenden Pulls. Außerdem kann man an einem sehr langen flachen Ufer auch öfter fahren/ üben ohne am Strand anzukommen. Wir hatten, wie für Anfänger am besten geeignet, Onshore Wind. Heisst vom Meer aufs Land blasend somit kann man nicht aufs Meer getrieben werden. Da man Upwind, also Gegen den Wind fahren, nicht so leicht und schnell lernt macht ein kurzes Ufer weniger Sinn. Als Anfänger nennt man das auch Walk of Shame. Das rauslaufen um dann Richtung Strand zu kiten. Wenn man Upwind kiten kann, bleibt einem das erspart ;)


    Grüße Chris

    Ich bin auf jedenfall dafür,

    das wir dagegen sind!

    :yupi

  • Das mit dem flachen Strand und länger fahren weil weiter rauslaufen möglich ist, dass sehe ich auch so. Deshalb hätte ich am liebsten nachsten Mal einen Ort mit Wind parallel zum Strand. Dann kann man auch als Anfänger raus und rein fahren.

    Nun wir haben am Stand natürlich erst mit viel kleineren Kites geübt als im Wasser nötig dann ist es auch nicht so gefährlich. Das war kein Problem.
    Die 2 liner Übungskites sind da viel unangenehmer wenn der Wind streng ist, da fehlt der Depower wie du ja weisst. Ich habe beides privat.


    Die Schwierigkeiten die du beschreibst kann man am Strand recht gut üben. Mit dem Brett hat man im Wasser noch genug zu tun.

    Ich will jetzt keine Grundsatzdiskussion starten und auch nicht so tun als sei ich mehr als blutiger Anfänger. Aber meine Mädchen hatten nachdem sie die Kites am Strand sehr gut beherrscht haben, wie ich im Wasser kein Problem was das Steuern betrifft. Egal ob tief oder flach.

    Onshore für Anfänger, also Offshore für Könner? Mir haben nicht nur S12 sondern auch andere Profis gesagt Offshore ist NO GO. Brett weg, kleine Verletzung oder Kite beschädigt und das wars dann bei Offshore Wind. Wenn dich keiner mit Kite oder Boot holt kanns das auch mal gewesen sein. Nicht nur mit Kiten :floet

    LG Sunny

    In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz gewährleistet.
    „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

  • Hi Sunny,


    Wir gehen schon weitestgehend Konform. Wie gesagt egal wo ich gelesen habe, oder welches Video geschaut, am Strand wird bei Anfängern nicht geübt. Viel zu gefährlich bei der Power die die Kites haben. Aber wenn es geklappt und geholfen hat ist doch gut.


    Wie Du sagtest ist Offshore Kiten ein No-Go. Das habe ich auch nie behauptet das dass gemacht wird. Onshore für Anfänger wegen den genannten Gründen und Crossonshore für weiteres üben und auch bei den Profis am beliebtesten. Dabei ist es wie du sagst am einfachsten auch etwas vom Strand wegzufahren.


    Wir brauchen keine Grundsatzdiskussion, keine Sorge. Ich gebe hier nur meine Erfahrungen und angelesenes Wissen weiter. Für mich ist es jedenfalls schwer Vorstellbar im Brusttiefen Wasser mit dem Kite zu laufen. Wind ist niemals beständig, kleine Böen reichen um einen in eine andere Richtung zu ziehen. Da Wasser Auftrieb gibt und man leichter wird, muss der Kite bei tiefen Wasser nicht mal sehr viel ziehen. Ich bin übrigens weit davon entfernt mich Amateur zu nennen. Ich darf jetzt alleine üben das ist alles. Das mache ich auch wieder im Januar.


    Grüße und gute Nacht

    Chris

    Ich bin auf jedenfall dafür,

    das wir dagegen sind!

    :yupi

  • Weiter gehts mit Tag 4


    Wir hatten zuvor mit dem Resort abgesprochen, das wir für 3 Tage gern Mopeds leihen würden. Kostete 500 Pro Tag und gesagt getan. Also morgens die „Gefährte“ in Empfang genommen, für meinen Kollegen nen Honda Beat 125 FI und meiner einer, da ich gern Schalte, gönnte sich eine Honda XRM 125. Die Moppeds sahen gut aus, waren recht neu und alles funktionierte bis dato ohne Probleme.


    Am ersten Miettag ging es mit den Moppeds zur Honda Bay. Recht berühmt für’s Schnorcheln. Was ich vornweg sagen muss, ist das die Bootspreise meiner Meinung nach extrem billig sind. Wir zahlten für die Schnorchel Tour mit Boot nur 1200 Peso, pro Boot mit max 6 Personen.


    Mit dem Boot ging es zu verschiedenen Locations. Die erste war eine künstliche Insel mit Schnorcheln an einem Riff im offenen Meer. Sicht war klar und es gab einiges an Fischen zu sehen. Videos hab Ich mit meiner Xiaomi Mijia 4k gemacht, muss mal sehen ob ich da Bilder raus bekommen. Anonsten bastelt Freundin noch an nem Video vom gesammten Trip. Ich bin zu faul für Videobearbeitung. Die Namen der Inseln weiss ich nicht mehr, sollte man aber auf den ganzen Online angebotenen Touren lesen können. Nach der künstlichen Insel ging es auf eine relativ große Insel, voll mit Koreanern und Chinesen Touris, mit einem kleinen abgesperrten Bereich zum Schnorcheln. Fand ich nicht so prickelnd, sehr voll und der Schnorchelbereich eben abgesperrt das die Fische nicht abhauen können.


    Als Vorletztes gab es ne kleine Insel, eher eine Sandbank, welche eigentlich das Highlight war. Tolles klares Wasser und man trieb einfach auf der sehr Flachen Wasseroberfläche und beobachtete die Fische. Die letzte Insel war eher etwas zum relaxen. Etwa schwimmen und Sonnen und dann ging es auch zurück an Land. Das ganze dauerte so 3-4h und kostete wie gesagt 1.2k.


    Im Anschluss ging es mit dem Roller wieder heimwärts. Es wurde sowieso schon leicht dunkel und das viele Schnorcheln machte müde. Im Resort angekommen gabs wieder Abendessen im Restaurant und dann Bett.


    Bilder gibts auch wieder ....

  • Tag 5


    Dieser Tag startete früher denn wir fuhren mit unseren Moppeds nach Sabang. Von unserem Standort waren es ca 70 km deswegen gin es um 8 Uhr los. Die Fahrt war lang aber auf jedenfall wunderschön. Es gab viele Bergformationen zu sehen und eine tolle Landschaft rund um Palawan. Gefahren sind wir so 3h, lag auch an mir denn Ich wollte ordentlich Bilder machen. Angekommen in Sabang buchten wir direkt die nächste Underground River Tour. 2 Mädels aus Belgien begleiteten uns denn somit war alles noch billiger. Die Tour kostete ca. 1.4k pro Boot, was mMn wieder sehr billig war. Die Anfahrt war schön, auch dabei hab ich fast nur Videos gemacht. Ich werde das mal nachreichen. Der kurze Weg durch den Dschungel, machte uns mit einem Rudel Affen bekannt. Aber eher scheu und außerdem war ich besorgt das die mir die Brille oder Kameraequipment klauen. Ging aber alles gut.


    Die Underground River Tour war eigentlich interessant. Wenn man natürlich Tropfsteinhölen aus Deutschland gewohnt ist, nicht ganz so spektakulär, aber da man auf einem Fluss ist, doch wieder. Alles in allem waren die Infos die man bekommt nett und teilweise sehr interessant. Die Höhle inklusive deren Bewohner, der Fledermäuse, ist schön anzusehen und für den Preis und die Abwechslung würde ich die Tour auf jedenfall empfehlen, wenn man grade mal auf Palawan ist.


    Nach der Tour sind wir in Sabang am Strand noch ein paar Stündchen geschwommen, haben die Wellen genossen und vor der Rückfahrt noch gegessen. Die Rückfahrt wurde aufregender als gedacht, da meinem Kollegen das Licht durchgebrannt ist. Somit sind wir die halbe Strecke mit 20 km/h gefahren da es auf dem Weg keinerlei Straßenbeleuchtung gibt. Trotz dessen sind wir heile angekommen und haben den Abend genosssen.


    Da meine Freundin an dem Tag Geburtstag hatte, gabs auch ne Überraschung die das Resort und das Restaurant vorbereitet hatten. Freundin war sichtlich gerührt und es war wohl Ihre erste Überaschungsparty. Wir waren nur zu 4 und trotzdem hatte sich das Restaurant super Mühe gegeben ales zu schmücken und tolles Essen zu servieren. Blumen und Kuchen gabs dazu. Da möchte Ich wirklich nochmal hervorheben wie toll die Mitarbeiter in dem Resort sind. Alle wünsche wurden erfüllt und es gab absolut nichts zu meckern. Toll und absolut empfehlenswert.

    Der Abend ging nach der kleinen Feier auch zu Ende und es ging ins Bett.


    Bilders ....

  • Tag 6 – ENDLICH


    Ich hatte mir nach dem 3. Kitetrainingstag geschworen, Ich haue auf keinen Fall abe bevor endlich auf dem Brett stehe und wirklich Kitesurfe. Tag 6 kam perfekt, es war windig, die Schmerzen und schmach des letzten Trainings waren vergessen und Ich ging frohen mutes zur Kiteschule. Ich berichtete meinem Trainer das Ich es nochmal versuchen will und somit ging es los. Wir machten 1 Stunde aus, kostet mit Trainer und Equipment 2.8k. Also wieder ab aufs Wasser und erstaunlicherweise lief es etwas besser. Die Kitesteuerung ging gut von der Hand, wegen des Windes diesmal „nur“ ein 13m Prachtstück welcher um einiges agiler war als das 16m Gegenstück. Doch so ganz liuef es immernoch nicht nachder Stunde. Also Fragte mich der Trainer ob ich noch ne Stunde will.


    Ich sagte Ihm das wird mir zu teuer und somit Fragte er seinen Chef nach einem Rabatt. Bekommen habe im Endeffekt 2h für 4.2k anstatt 5.6k. Das war ok und es ging wieder ans üben.


    Wer hätte es noch geglaubt aber ich Stand und zwar fast jeden Versuch. Keine Ahnung woher der plötzliche Skill her kam aber mein Gott es war geil. Ich fuhr einige 100m links, dann wieder nach rechts und es lief einfach. Es machte unheimlich Spass, wenn Ich auch ordentlich Respekt vor der Geschwindigkeit habe. Nach der letzten Stunde war es dann auch vorbei. Ich hatte mein Ziel endlich erreicht und mein IKO Zertifikat bis „Selbständig“ in der Tasche. Diese lässt mich in Zukunft Equipment ausleihen ohne das ich einen Trainer haben muss.

    Der Rest des Abends war nur chillen, etwas feiern und wie immer essen. Ich dankte meinem Trainer und wir hatten ein paar Bierchen zusammen. Ich glaube nach dem 3 Tag hatte er nicht geglaubt das Ich nochmal Kitesurfen will. Zum Glück hatte ich meine Lust und vorallem meine Zielstrebigkeit wieder gefunden und die beiden extra Stunden hatten sich vollends gelohnt.


    Wer mal sehen möchte wie das ganze aus der "Ich-Perspektive" aussieht (onedrive shared link):


    https://1drv.ms/v/s!AmK7Mlm7AJPilsYRRbRxlmsOl2Gvkg



    Letzter Tag und Rückflug


    Der letzte Tag war weder aufregend noch wirklich besonders. Außer das der Flieger 2h Versoätung hatte, Aufgrund eines Problems in Manila, klappte alles ohne weitere Probleme. In Manila angekommen mussten wir noch gut 1h auf nen Taxi warten und dann ging es heim.


    Das wars soweit auch schon. Da es mir hauptsächlich ums Kitesurfen ging und der Rest nur Nebenbei gemacht wurde, habe ich mich nicht so auf die Nebentrips versteift. Es war ein toller Urlaub, Ich hatte erreicht was ich wollte und für Mitte Januar geht es nach Daet, Bagasbas Beach. Dort wird weiter Kietesurfing geübt. Februar, sofern mein Skillevel ausreicht und ich mich sicher fühle, steht dann Pagudpud an.


    Hoffe es hat soweit gefallen.



    Grüße Chris


    Im Anhang noch ein paar Random Bilder ...

  • Hallo Chris,

    vielen Dank für Deinen ausührlichen Bericht!

    Ein Sport der mich sehr fasziniert, vor dem ich aber auch sehr viel Respekt habe, probiert habe ich es daher noch nicht, obwohl Erfahrung mitt Lenkdrachen reichlich vorhanden ist.


    Gruß,

    Martin

    Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel.

  • Danke für den tollen Bericht.


    Habe sehr viel aufgrund Deiner Schilderungen übers Kite surfen gelernt. Hört sich wirklich spannend an, aber ist wohl auch nicht ganz streßfrei.


    Weiterhin viel Spaß.

    Ich freue mich auf weitere Berichte.

  • www

    Wie fast überall kannst du Mist bauen oder es bleiben lassen. Das Mist bauen :D

    Ich habe wg meiner Kids unseren tollen Lehrer s12 und andere wegen der Risiken ausführlich befragt. Aus der Erinnerung:


    - 1 ist fehlende Beherrschung des Kites. Das kann man aber mit kleinen Kites wirklich lernen. Die Fläche muss einfach gross weich und ohne Hindernisse sein....
    - 2 Surfen in flachem Wasser oder Quatsch am Strand. Lüpfts dich ist da schnell was verstaucht oder mehr. Lösung: Kleine Kites am Strand zum üben und tieferes Wasser. Nicht wirklich ein Problem.
    - 3 0 Kenntnis oder Beachtung der Verkehrsregeln. (Vor allem Vorfahrt. Merke: Kites haben fast nie Vorfahrt weil so flexibel.) Ich sah genug die sich keinen Deut drum scheren. Die Leinen können ganz böse Verletzungen bei anderen verursachen...!

    - 4 Mit Kite IMMER weg von anderen Menschen. Siehe oben.
    - 5 NIE bei Offshore / ablandigem Wind aufs Wasser.
    - 6 Kenne die Destination und das Wetter gut. ZB in den PH auf ein Riff stürzen welches man nicht kannte.

    Wenn man diese Sachen beherzigt ist dieser Sport sicherer als vieles andere. ZB als Radfahren ganz zu schweigen von Motorradfahren.


    Ich hatte bewusst auf Youtube nach Unfällen gesucht und mit meinen Mädchen angesehen, damit sie Respekt haben und keinen Quatsch machen. Alle haben ein oder meist mehrere der obigen Sicherheitsregeln missachtet und haben sich ganz bewusst in Gefahr begeben.

    LG Sunny

    In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz gewährleistet.
    „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

    Edited once, last by Sunnyenergy ().

  • Tach,

    Hallo Chris,

    vielen Dank für Deinen ausührlichen Bericht!

    Ein Sport der mich sehr fasziniert, vor dem ich aber auch sehr viel Respekt habe, probiert habe ich es daher noch nicht, obwohl Erfahrung mitt Lenkdrachen reichlich vorhanden ist.


    Gruß,

    Martin

    Danke dir und Ich sag es mal frei raus, aber wenn du nicht 100te gebrechen hast und auch sonst ganz normal"Fit" bist, ist es auf jedenfall einen Versuch wert. Es gibt viele Schnupperkurse bei denen mal einen großen Kite steuern darf und ein paar Sachen erklärt bekommt. Kost nicht die Welt und zum anschauen ob es einem gefällt sicher immer ganz gut. Mein Trainer sagt er hattes letztes Jahr einen 58 und einen 62 Jährigen als Schüler. Überhaupt kein Problem. Das rauslaufen Schlaucht aber mann muss ja auch nicht hetzten.

    Ich hatte ja auch ne Bandscheiben OP im Juli und hatte etwas Sorgen. Ging aber alles gut da der sogenannte "Seatharness" nicht am Rücken zieht sondern eher am Gesäß.


    Also ich sage versuchen. Es ist der Wahnsinn und macht super Spass.

    Danke das hört man gern. Wie gesagt der Bericht sind alles nur meine Erfahrungen. Auch ob mein Trainer gut oder schlecht war kann ich nicht sagen. Ich werde auf jedenfall weiter machen und weiter Berichten. Nächstes mal gegen Ende Januar.

    Ganzes Zitat ....

    Sehe fast alle deine Punkte genauso, außer den 2. mal wieder. Ich würde halt nicht wirklich am Strand üben wollen, als Beginner. Auch ne 2 m Matte kann bei ner Ordentlichen Böe, böse folgen haben. Mit dem Wasser reden wir eventuell aneinander vorbei. Ich meine natürlich nicht 10 cm tief. Über dem Knie/ Hüfte passte in Palawan. Mann kann auch mit Kite noch ordentlich laufen und ein Sturz (glaube mir Ich hatte viele) haut einen nicht auf den Meerboden.


    Neben deinen Punkten gibt es natürlich noch einiges mehr zu beachten. Aber das ist so das wichtigste. Vorfahrtsregeln gibt es unter Kitern, welche mir auch beigebracht wurden.


    Wer Lust oder Interesse hat bekommt hier eine unglaubliche Wissenssammlung:


    http://kitesurfing-handbook.peterskiteboarding.com/home


    Danke nochmal


    Grüße Chris

    Ich bin auf jedenfall dafür,

    das wir dagegen sind!

    :yupi

  • Sehe fast alle deine Punkte genauso, außer den 2. mal wieder. Ich würde halt nicht wirklich am Strand üben wollen, als Beginner. Auch ne 2 m Matte kann bei ner Ordentlichen Böe, böse folgen haben.

    Vorweg ich finde deinen Bericht auch sehr schön! :)


    Alle 3 Schulen wo ich war, bei 2 nur 2-3 Stunden geschnuppert, üben zuerst am Strand.

    2 davon sehr professionell in Europa. Andere die ich am gleichen Ort sah ebenso.

    Keine Ahnung was deine Schule in den PH so macht .... :D

    Am Anfang macht es ein guter Trainer mit dir bis du das Depowern drauf hast.
    Du hast natürlich recht, auch 2 m2 können einen recht mitreissen.
    Vor allem die reinen Lenkdrachen ohne depower.
    Deshalb sagte ich ja kleine 4-8m2 Kites (je nach Wind) sind da besser. Mit Platz.

    Man muss das am Strand können. Ich sah keinen, der seinen Kite im Wasser aufbaut und dort landet. Jeder will sein Kite wo möglich trocken einpacken weil es sonst leidet...

    Ich mein jeder wie er will. Aber wie gesagt, nach allem was ich sah wirklich eine zweistellige Zahl an Schulen üben alle erst mal am Strand. Geht natürlich nur wenn man Platz hat.
    In den PH wo meist die nächste Palme 20m weiter steht bei Leinen die 30m lang sind wird das schwierig ... :yupi


    Vernünftige Schulen haben Trainerkites wie den hier 150€.
    Echte 4 Liner mit Depower und Sicherheitsfunktion.
    Für Anfänger sehr zu empfehlen, habe einen ähnlichen.



    LG Sunny

    In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz gewährleistet.
    „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

  • Tach,


    Na am Strand lag es sicher nicht ;) wie du am Tag 2 Bericht sehen kannst. Das erste Bild zeigt den Strand und da war massig Platz.

    Einigen wir uns eventuell das es wahrscheinlich dran liegt was der Trainer/ Schule mag. Jeder macht's im Endeffekt anders. Ich wsr auf jedenfall froh das Ich den Kite am Anfang nicht am Strang geflogen bin. Da fand ich das Hüfttiefe Wasser angenehmer. Natürlich durfte ich am 2 Tag vom Strand den Kite starten und mit diesem ins Wasser laufen. Starten gehört ja dazu. Aber Kiten geübt habe ich im Wasser.


    Wo ich dir recht gebe ist das leider nur 2 Leiner als Trainer Kites verfügbar waren. Da sollten 4 Leiner hin. Eventuell der Grund warum im Wasser geübt wurde. Doch denke Ich, oder Frage dich einfach mal, ist denn so ein kleiner 4 Leiner mit nem 12 14 oder 16 m Kite vergleichbar? Ich fand den Unterschied von 13 zu 16 m schon so krass, was Beweglichkeit und Pull anging, das ich mich mit dem großen fast komplett neu Gewöhnen musste.


    Darf ich fragen ob welches IKO du hast?


    Danke Chris

    Ich bin auf jedenfall dafür,

    das wir dagegen sind!

    :yupi

  • Leider stand ich nur einige Male ein paar Meter da die Bedingungen nicht gereicht haben und ich meinen Kindern den Vortritt liess. Es muss ja auch immer einer aufpassen. Am Anfange. Ich glaub vom ersten Kurs habe ich irgendwo ein Schein mit dem ich leihen darf. Bin mir aber nicht sicher.


    OK da ihr keinen kleinen 4 Liner hattet, ist es auf dem Wasser auf jeden Fall sicherer.

    Klar sind die Unterschiede in der Reaktionszeit gross zwischen kleinen und grossen Kites. Aber der Power hängt ja vom Wind ab. Ich habe von 4/6/9/12/15/19 alles zum Üben benutzt je nach Wind...

    Am Strand starten ging so wie im Wasser aber halt einfacher:

    Kite auf die 12 setzen. Kite auf 11 oder 1 und über die 12 Power und hoch ziehen lassen. Power sofort wieder raus setzen und von vorn.

    Bei uns war es allerdings auch so, dass es im Wasser fürs Üben oft zu voll war.


    Denn eines muss ich sagen: Viele Kiter sind Egoisten wie es im Buch steht. Nicht wenige Profis Egomanen. Jedenfalls nach meiner Beobachtung.

    Den Anfängern Platz lassen bzw. geben? Ne möglichst dicht vorbei...
    Aber wenn ein Anfänger den Schirm wie zu erwarten nicht perfekt unter Kontrolle hat und so ein Egoist dann stoppen muss wird gemeckert :blöd

    Um Tarifa ist es aber auch wirklich voll... :D

    LG Sunny

    In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch Art. 5 Abs. 1 Satz 1 1. Hs. Grundgesetz gewährleistet.
    „(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […] Eine Zensur findet nicht statt.“

  • HI mal wieder,


    Danke für die Erklärung, dann passt es ja. Da Ich hier in Manila sicher nicht mit nem Kite üben kann, werde Ich mir wohl keinen Trainer Kite anschaffen. Ansonsten sind die schon Sinnvoll für's üben, das hatte Ich auch gelesen.

    Werde stattdessen versuchen sooft wie möglich aufs Wasser zu kommen. Hatte jetzt auch ein gutes Angebot zwecks gebraucht Equipment bekommen. Werd aber erst noch Bagasbas machen bevor Ich über eigene Ausrüstung nachdenke. Aber für 2x 2016er Kites (11 und 13 m) mit Bar und nen 140er Twintip Board, 45k Peso, ist schon nen ganz guter Preis. Nen Seatharness hab Ich mir aus Deutschland bestellt (ION B2 Boardshorts mit Harness inegriert) und bringt mir nen Kollege im Januar mit.


    Volle Strände wären auf jedenfall hinderlich als Anfänger. In Palawan war zum Glück nix los. 2-3 Fortgeschrittene und wir 2 Anfänger. Somit gabs da kein gerangel. Die die das Kitesurfen beherrschten, haben auch aufgepasst und sind große Bögen um uns gefahren. Somit war das auf jedenfall ganz gut. Ich denke Bagasbas und Pagudpud sind auch schön leer. Da sollte es keine Probleme geben. Ein Grund warum Ich nicht nach Boracay wollte. Das sah auf Bildern chaotisch aus.


    Wenn du mal wieder hier bist Sunny dann kann man ja mal zusammen raus. Solltest du weiterhin interesse am Kitesurfen haben.


    Grüße Chris

    Ich bin auf jedenfall dafür,

    das wir dagegen sind!

    :yupi

  • Moinsen,


    Da Ich am Wochenende mal wieder unterwegs war, Kitesurfen, dachte Ich mir Ich mach hier mal nen bisschen weiter.


    Diesemal ging es Freitag Nacht, 0 Uhr, nach Daet an den Bagasbas Beach. Dort kann man surfen und Kitesurfen (Saison November - März) und da wir nur über's Wochenende weg wollten, blieb nur ne Bus Tour. Also Daet. Hatte dort schon seit Dezember letzten Jahres mit einer Surf-/ Kitesurfschule gechattet und somit war der Wochenendtrip geplant.


    Als Info, Daet ist wohl zum surfen ziemlich bekannt und nachdem Ich dort war, weis ich auch wieso. Ich hatte mich natürlich vorher Informiert da Ich noch nicht so weit bin in Wellen zu Kitsurfen. Es sollte knapp einen km Richtung Süden eine Lagune geben, flaches Wasser und keine Wellen, für Anfänger. Wie immer sollte alles anders kommen, dazu aber später mehr.


    Freundin hatte Donnerstag bei Superlines angerufen, Zwecks Lazy-Boy Bus. Gesagt wurde es sind noch viele Plätze frei somit keine Reservierung nötig. Wir also Freitag nach der Arbeit direkt nach Cubao. Dort erstmal festgestellt das es scheinbar viele Leute am Wochenende nach Daet verschlägt. Es war Bockvoll am Terminal. Nach Anfrage kam mal wieder eine typisch philippinische Überraschung. Keine Plätze mehr frei im Luxus-Bus welcher 22:30 Uhr davon gezogen ist, ohne uns.

    Also erstmal warten. Nächster BUs 12 Uhr Nachts, normal Aircon. WIr uns in der Schlange eingereiht und Ich habe schon eifrig durchgezählt ob wir noch 2 Plätze bekommen. Glück gehabt, wir hatten 2 Plätze, von den letzten 4 ergattern können. Also rein in die fahrende Eistruhe und 7h frieren. Wie immer schrecklich Kalt, dazu voll sogar mit Leuten sitzend im Mittelgang, Ich dachte mir nur wie man das 7h aushalten kann. Aber scheint die Filipinos nicht sonderlich zu stören. Eine Pause gabs, so auf halber Strecke, schnell 3 Kippen geraucht und weiter gings.


    Angekommen sind wir ca. 8 Uhr morgens in Daet. Dort gabs erstmal 2h Kafee bis zum abwinken, da wir nicht so früh im Resort aufschlagen wollten. Ca. 10 Uhr gings dann 30 Minuten zum Bagasbas Beach, mit dem Trycycle natürlich. Dort angekommen konnten wir leider keinen early check-in machen, da alle Räume gebucht waren. Check-in ist übrigens 14 Uhr und Check-Out 12 Uhr. Resort heisst Lighthouse Bagasbas, welches von einem Kumpel empfohlen wurde. Dort sind fast alle Räume aus Container gebaut, was nett anzusehen und mal was besonderes ist.


    Gegen 13 Uhr, nach 2.5h chillen und am Strand spazieren, durften wir dann endlich ins Zimmer. Mit der Kiteschule hatte Ich abgemacht wir kommen nach dem Check-in rum und legen gleich los. Als rein in die Buse, 30 Minuten Power-Nap, hatten im Bus kaum schlaf bekommen, umziehen und zur Kiteschule (200m vom Resort entfernt).


    An der Kiteschule erstmal gequatscht, was Ich möchte, was Ich an Erfahrung hab etc. Dummerweise wurde uns dort auch mItgeteilt das die nette Lagune, für die Anfänger, nicht mehr nutzbar ist. Seit die Strasse fertig ist und dort ne Brücke steht, wird der Wind so sehr verwirbelt das man Kiten vergessen kann. Glücklicherweise gabe es noch ne andere Lagune in Vinzons, ca. 45 Minuten im Norden. Also Equipment geliehen, 2.5k für 2h, offenes Trycycle für's Equipment gemietet, 300 Peso, und wir konnten los. Der Trainer brachte noch nen Kumpel mit der auch Kitesurfen macht, somit waren wir 5, mit Freundin. Der Trainer kam nur mit weil es letztens nen Typhoon gab und er den Spot mal sehen wollte. Zahlen musste Ich den Kollege nicht, Tipps gab er mir trotzdem genug. Wir also zu 3 auf dem Trycycle, inklusive Equipment (2 Boards, 4 Kites, Bars etc.) 45 Minuten durch die Provinz zu einem schicken, sehr Windigen Strandabeschnitt der in einer Wunderbaren breiten, ruhigen und sehr flachen Lagune endete.


    2h ordentlich gekitet, kappte alles sehr gut da auch die Konditionen (16- 18 knoten Wind) und die Location perfekt waren. Also wieder ordentlich verbessert was Kontrolle des Kites, Körpers und Boards anging. Musste aber auch feststellen das jeder Kite anders ist und Ich mich somit wieder neu gewöhnen musste. Ein neue Grund endlich Equipment zu kaufen, was Ende diesen Monate passieren wird. Die Trainer waren nett und hilfsbereit, Ich musste nur das Equipment zahlen und Tipps waren Gratis. Das Equipment war auf jedenfall älter aber ansonsten gut in Schuss. Leider gab es nicht viel Kiteauswahl was für manch andere eine Problem sein könnte. Hab nur einen 14 m und dann ab 9.5 m und kleiner. Wenn also jemand interesse hat, dann auf jedenfall bei viel Wind nach Daet gehen. Btw kostet der 3.5 Tage Kurs dort "nur" 15k Peso. In Puerto waren es 19k.


    Nach 3h sind wir wieder zurück gefahren, wurde auch schon dunkel. Im Resort gab es dann lecker Essen und Livemusik. Geschlafen haben wir sehr früh dann Sonntag gab es morgens 8:30 Uhr die nächste Session auf dem Wasser.


    Geht gleich weiter. Erstmal paar Bilderchen ...

  • So zum Zweiten Tag.


    Wie erwähnt ging es morgens 8:30 direkt wirder mit Sack und Pack, diesmal nur einem Belgeiter, zur Lagune, wieder 2-3h üben. Git's nicht viel zu zu sagen. Von Anfang bis Ende einige gute Fahrten hingelegt, endlich ein paar mal upwind gefahren ("Gegen den Wind"), 2 verschiedene Kites genutzt (14m und 9.5) da der Wind gegen Ende hin schon ordentlich zugelegt hatte.


    Gegen Mittag waren wir dann wieder im Resort, noch 2h gegessen und gechillt. Der Check-Out war schnell und easy, 2h extra haben wir als late Check-Out gebucht welche mit 85 Peso/h verbucht wurden. Im Anschluss fuhren wir ins "Cesar's Chicken in Basket" Restaurant in Daet. Das Restaurent gehört einem Kollegen seinem Schwiegervater deswegen lohnte sich der Besuch gleich 2 mal. Das Chicken im Basket war super lecker, eine Eigencreation des Schwiegervaters. Noch etwas herumführen lassen im Restaurant und Hausanbau und dann war es auch Zeit zum Terminal zu kommen. Schlauerweise hatte wir bei der Ankunft 2 Sitze im Lazy-Boy Bus für 20:30 ergattert. Mit 720 Peso p.P. immernoch sehr günstig und natürlich eine kleine Sensation so zu reisen.


    Die Fahrt nach Manila war sehr entspannend, Platz war ausreichend vorhanden, auch zum Schlafen. Filme konnte man sich auswählen, E-Books lesen oder im Internet surfen. Netter Bus mit CR und ausreichend Komfort für lange fahrten. Kann ich nur empfehlen. Da lohnt selber fahren kaum.


    Fazit des kurzen Tripps:


    Wieder weitergekommen im Kitesurfen, viel Spass gehtb und nette Leute kennengelernt. Ich muss sagen Ich persönlich fänder auch Surfen sehr Interessant in Daet. Super Wellen und ein unendlich langer Strand and dem es nicht zu voll sein kann. Die Lagune fürs Kitesurfen ist perfekt für Anfänger geeignet durch die breite und das von gerade mal Knöchel bis Hüfttiefe Wasser ohne Wellen. Der Kiteshop könnte sein Equipment mal etwas erneuern aber als Anfänger trotzdem brauchbar. Werde im Februar wohl nochmal dort hin, diesmal mit eigenem Equipment ;)


    Paar Bildchen noch zum Abschluss und dann was das auch.


    Grüße Chris