Verwandter meiner Frau wurde letze Woche verhaftet.

  • Alles selbstverschuldete Probleme fuer die wir IMHO keinen Cent zahlen sollten! Genauso wenig wie in Deutschland Versicherungen fuer Schaeden zahlen die grob fahrlaessig herbeigefuehrt wurden!

    Genau so ist es....

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Das Problem ist, dass das wahrscheinlich niemals aufhört. Warum sich um seine Probleme selber kümmern, wenn die Langnase einfach nur in die Tasche greifen muss. Ich kämpfe jedes Mal zwischen Gefühlen und Vernunft. Ich verstehe schon, wenn die Mutter von der erfolgreichen Vergangenheit erzählt und dann nebenbei einfließen lässt,. dass es jederzeit so weiter gehen könnte, wenn sie das nötige Startkapital hat. Einmal habe ich mich breit schlagen lassen und die Ware für den Sari Sari finanziert. War jetzt nix überwältigendes, aber immerhin ca. 500 €. Fazit Sari Sari leer verkauft, Kohle weg. Auf mein fragen, wie der shop so läuft, kam die gleiche Geschichte wie am Anfang. Hoffnungsloser Fall. Ich hoffe nur, dass ich damit was gutes getan habe und nicht die Sauferei des Stiefvaters finanziert habe. Gedankt wurde es nicht, eher mit wartendem Blick auf weitere Finanzspritzen gewartet. Rückzahlung wurde ja nie explizit drüber geredet. Was für manche selbstverständlich ist, ist für viele dort weit weg von der Realität. Kein wunder, wenn man überlegt, dass eine Reise zu den Phils mich umgerechnet 4000 € kostet. Dafür müssen die 2 Jahre und länger arbeiten , geschweige denn von zurück legen

  • also jetzt hat der junge Bruder eine Chance


    wichtig ist meiner Meinung nach dass er nicht mehr ins gleiche Umfeld reinrutscht


    ein Kumpel von mir ist durch Ortswechsel und harte Arbeitstherapie von der Drogensucht weggekommen


    So kann es gehen, also früh Aufstehen, Beten, auf dem Feld oder dem Bau arbeiten bis die Gedanken an Drogen weg sind


    Hat bei meinem Kumpel einige Monate, dann Abbruch, dann wiederbeginn, insgesamt über ein Jahr gebraucht aber geholfen


    Man muss den an die Hand nehmen und aufpassen dass er sich nicht wieder mit seinen Drogenfreunden trifft, zumindest bis er gedanklich clean ist also nicht mehr an die Drogen denkt

    es ist genug für alle da

  • wichtig ist meiner Meinung nach dass er nicht mehr ins gleiche Umfeld reinrutscht


    ein Kumpel von mir ist durch Ortswechsel und harte Arbeitstherapie von der Drogensucht weggekommen

    Genau so sehe ich das auch!


    Ich hatte vor gut 15-20 Jahren meine eigene Abhängigkeit durch einen kompletten(!) Lebenswandel bzw. Wechsel des Umfeldes auf eigene Faust in den Griff bekommen.

    Das heisst weit weggezogen, alle Zelte abgebrochen, neue Arbeit angefangen in total neuem Umfeld, mit neuen Mitmenschen, etc. - und Drogen schlichtweg nicht verfügbar!


    Anders wäre es nicht gegangen.


    Ich hatte damals in der Anfangszeit natürlich oft mit mir gehadert nicht mal schnell in irgend eine Disco oder zu einem Bahnhof zu fahren um etwas einzukaufen, habe aber durchgehalten - weil ich bin ja auch nicht ganz blöd und weiss was ich selbst für mich will :D



    So.

    Wie kann man das auf die Phils ummünzen?

    Meiner Ansicht nach ohne hoffnungserweckenden Ausblick, denn:


    1. die Willensstärke, sich selbst einen "Cold-Turkey" aufzuerlegen und auch durchzuziehen habe ich hier noch bei keinem Süchtigen (wichtig: nicht Gelegenheitskonsument!) gesehen.

    Das soll nix gegen die Pinoys sein, aber diese Art der Selbstdisziplin ist hier einfach kulturell/gesellschaftlich nicht gegeben. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    2. wie andere hier schon erwähnt haben; Entzugstherapien gibt es auf den Phils nur in eher knappem Ausmass und wenn dann sicherlich nicht für lau!

    3. ein Aufenthalt im Knast bringt einen Süchtigen nicht weg von einer Droge, sondern noch viel näher an sie ran!!! In einem Knast (mit Sicherheit auch auf den Phils) gibt es alles das auch auf der Strasse erhältlich ist - natürlich viel teurer, aber sowohl Angebot als auch Nachfrage florieren!



    Um auf das eigentliche Thema zurückzukommen - jemanden aus dem Knast freikaufen der auf den Phils wegen Shabu eingesperrt wurde:

    dazu kann ich für mich persönlich weder ein grundsätzliches "ja", noch ein grundsätzliches "nein" als Antwort geben.


    Wenn es ein guter Freund oder Verwandter von mir wäre, welcher hin und wieder mal (z.B. <3x/Jahr) auf einer Fete etwas Meth raucht und zur falschen Zeit am falschen Ort war, dann würde ich ihm ziemlich wahrscheinlich helfen und ihn da rausholen.


    Wäre es einer der sichtlich Dauerkonsument ist und von der Droge einfach nicht weggkommt, dann würde ich ihm VIELLEICHT auch raushelfen, allerdings unter der Auflage eine (von mir finanzierte) Entzugstherapie zu machen bei welcher ich ihn auch begleiten würde.

    Das kommt aber natürlich darauf an wie nahe mir diese Person steht und was ihre Vorgeschichte und Einstellung in Punkto Drogen ist.


    Wäre es einer von dem ich wüsste dass er in 3 Monaten ohnehin wieder im Knast sitzt, dann würde ich sicherlich darauf pfeiffen, denn das wäre dann wirkliches Geld-Verbraten.