Einfuhr von Hunden von den Philippinen nach Deutschland

  • Da die Frage ja immer wieder auftaucht und man dann mühselig suchen muss, pinne ich mal einen Faden hier an!


    Wer einen Hund von den Philippinen oder anderen Ländern importieren / mitbringen will darf Geduld, Mühe und viel Geld nicht scheuen! Das Problem ist, dass die Philippinen kein Tollwutfreies Land sind und entsprechend viel Aufwand betrieben werden muss.

    Als erstes benötigt der Hund einen Microchip der nach ISO Norm 11784, dann eine, oder bei nie bevor durchgeführter Impfung, mehrere Tollwutimpfungen in bestimmten Abständen. Diese Impfungen müssen in einem internationalen Impfpass (vet) eingetragen werden und vom TA abgestempelt und unterschrieben sein.

    Dann kommt das Hauptproblem.

    Die Tiere müssen vor der Einreise einer Blutuntersuchung auf Antikörper gegen die Tollwut unterzogen worden sein. Diese Untersuchung muss mindestens 30 Tage nach der Impfung und mindestens 3 Monate vor der Einreise erfolgen.
    Die Blutentnahme darf nur ein in dem jeweiligen Drittland autorisierter Tierarzt vornehmen. Die Blutuntersuchung selbst muss in einem von der Europäischen Kommission zugelassenen Labor erfolgen (Anhang 1 der Entscheidung der Kommission 2004/233/EG). Das Problem nun ist, dass es auf den Philippinen kein akkreditiertes Labor gibt, das nächste wäre in Korea oder in Japan. Man muss also dafür sorgen, dass das Blut innerhalb kürzester Zeit nach Japan / Korea kommt, um nicht zu verderben. Das geht i.d.R. nur per Boten oder selbst....also teuer!

    Liste der Labore https://ec.europa.eu/food/anim…movement/approved-labs_en


    Die zuvor genannten Einreisebedingungen müssen mit einer Tiergesundheitsbescheinigung nachgewiesen werden, die von einem amtlich autorisierten Tierarzt auszustellen ist und die in Englisch sein muss!

    Dann muss man sich um einen Flug kümmern. Da es keinen Direktflug gibt und man inklusive Umsteigezeiten sehr lange unterwegs ist, kann man den Hund i.d.R. nicht selbst mitbringen sondern muss eine "Fachspedition" beauftragen. Denn im Transit / Umsteigen muss der Hund entsprechend den Bestimmungen versorgt werden. Dazu muss auf dem jeweiligen Transitflughafen eine "Animal Lounge" vorhanden sein, man selbst kommt ja nicht an den Hund ran!

    Dann benötigt man eine IATA zugelassene Transportbox (ind. 10 cm höher, als der stehende Hund an der höchsten Stelle), ein Exportzertifikat und eine Zollerklärung für Deutschland. Ich empfehle den gesamten Organisationskram über eine "Fachspedition" abzuwickeln.

    Es gibt da eigentlich nur 2

    1. https://www.petshipping.com/

    2. http://www.petair.de/en


    Ich empfehle ganz klar die Nr. 1 Gradly Petshipping. Mit denen habe ich schon eine hohe Zahl von Hunden in alle Welt geflogen und niemals ein Problem. Mit der 2. hatte ich leider keine so guten Erfahrungen und die ist auch meist teurer! Man sollte den Hund langsam über Wochen an die Box gewöhnen, damit er damit keine Probleme hat! Dazu erst Minuten späer Stunden in die Box packen, Anfangs mit etwas Futter bestätigen damit er diese Box als "Heimat" akzeptiert. Später vielleicht auch mal die Box bewegen, denn das alles passiert auch auf dem Flugplatz!


    Alles in allem sollte man mit einigen Monaten Vorlauf und einem deutlich 4 stelligen Eurobetrag rechnen. Bei Fragen einfach per PN nachfragen



    https://www.bmel.de/DE/Tier/Ha…iereEinreiseregelung.html


    https://www.zoll.de/DE/Privatp…regelungen-heimtiere.html


    Ich hoffe euch geholfen zu haben :hi




    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • TanduayIce

    Hat das Thema geschlossen