Nordluzon - Palawan - Bohol - Manila 2019

  • Ihr habt vielleicht schon gemerkt, dass bei mir das Thema "tägliches Essen" keine besondere Priorität genießt. Dazu habe ich mir in der Regel nur Notizen gemacht, wenn es in einer besonders netten Umgebung stattfand wie z.B. am Eingang zur Calle Crisologo in Vigan.


    Dafür interessieren mich historische Dinge umso mehr. Das ist auch heute der Schwerpunkt bei der Weiterfahrt auf Luzon. Unser nächstes Ziel lag nämlich in Richtung Balanga, warum?


    1) Bereits bei meinem ersten Aufenthalt Ende 1981 habe ich Corregidor besucht, wo die Amerikaner den Japanern in WW2 besonders langen und heftigen Widerstand geleistet haben.

    1 Corregidor 1981.jpg


    2) Dort gibt es ein Museum, in dem u.a. der Kriegsverlauf detailliert dargestellt ist (Aufnahme von 1981).2 Corregidor 1981.jpg


    3) Der Todesmarsch von Bataan war ein 1942 von japanischen Soldaten an amerikanischen und philippinischen Kriegsgefangenen verübtes Kriegsverbrechen in der Frühphase des Pazifikkriegs. Die Gefangenen wurden gezwungen, einen knapp 100 km langen und sechs Tage dauernden Marsch nach Norden zur Eisenbahn-Verladestation San Fernando anzutreten. Von dort aus ging es weiter nach Norden in die Provinz Tarlac zum Gefangenenlager Camp O’Donnell. Unterwegs wurden alle kranken, verletzten und schwachen Gefangenen von den Japanern umgebracht. Gedenksteine erinnern heute an die Stationen des Marsches. 3 Todesmarsch von Bataan.JPG

    4) Bereits 1966 gab Präsident Marcos den Auftrag ein "Memorial Cross" auf dem Mount Samat zu errichten, das unter dem Namen "Shrine of Valour" bekannt wurde. Es wurde 1970 eröffnet, Das 95 m hohe Kreuz ist von weitem in der Landschaft zu sehen.

    4 Memorial Cross.JPG

    5) Präsident Ramos ließ die Anlage restaurieren. Eine Tafel neben dem Aufzug nach oben erinnert daran. 5 Aufzug.JPG

    6/7) Von oben hat man eine grandiose Aussicht über die Landschaft. 6 Aussicht.JPG

    7 National Shrine von oben.JPG


    8) Meine Frau Lerma und ich, wir sind beide recht kontaktfreudig. So hatten wir oben im Kreuz eine nette, längere8 Bekanntschaft im Kreuz.JPG Unterhaltung mit Mike aus San Diego und seiner philippinischen Freundin.


    9) Auf dem Kreuz sind Kampfhandlungen dargestellt.9 Kampfhandlungen auf dem Kreuz.JPG


    10) Eine Gedenktafel erinnert an die Vorkommnisse.10 Gedenktafel.JPG

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Der Todesmarsch resp. die letzte Strecke die mit der Eisenbahn zurückgelegt wurde, endete im sogenannten

    Camp O'Donnel in Capas. Dort befindet sich heute zum Gedenken der Capas Shrine.


    Die meisten Touristen die den Mt. Pinatubo besteigen, fahren auf dem Weg nach St. Julian dabei vorbei, ohne aber

    das Mahnmal zu besuchen.



    20120130 0333 Capas Shrine.jpg 20120130 0327 Capas Shrine.JPG


    20120130 0315 Capas Shrine.JPG 20120130 0314 Capas Shrine.JPG


    20120130 0316 Capas Shrine.JPG 20120130 0329 Capas Shrine.JPG



    Gruss

    Peter

  • Das ist eine äußerst sinvolle Ergänzung - vielen Dank dafür Peter. Schön, dass du dazu auch ein paar Bilder gefunden hast.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Phil-Ole: Danke für dein nettes Feedback. Da weiß man doch, dass sich die Mühe gelohnt hat.


    Da die maximale Anzahl von Anhängen auf 10 begrenzt ist, was ich auch sehr sinnvoll finde, gibt es heute noch eine Ergänzung.


    1) Oben im Kreuz hat man viel Platz, kann in beide Richtungen laufen und diverse Fenster. Auch der Andrang hielt sich in Grenzen. Wir haben uns auch noch mit einem Filipino unterhalten.


    Oben im Kreuz.jpg


    2) Wieder unten haben wir uns in der Halle umgesehen, wo das Kriegsgeschehen dokumentiert wird.


    Vor dem National Shrine.JPG


    3) Dort gibt es auch weitere Schlachtszenen.


    Defense.JPG


    4) Wir interessieren uns aber selbst an solchen Orten nicht nur für historische Dinge. Lerma fotografiert mit ihrem Smartphone gern Pflanzen, insbesondere Blumen, die es dort natürlich auch gab.


    Blumen.jpg


    5) Ich nehme gern Tiere auf, wenn es sie in dieser Form meines Wissens in Mitteleuropa nicht gibt, auch wenn es sich "nur" um eine Spinne handelt.


    Spinne.JPG

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Der Todesmarsch resp. die letzte Strecke die mit der Eisenbahn zurückgelegt wurde, endete im sogenannten

    Camp O'Donnel in Capas. Dort befindet sich heute zum Gedenken der Capas Shrine.


    Die meisten Touristen die den Mt. Pinatubo besteigen, fahren auf dem Weg nach St. Julian dabei vorbei, ohne aber

    das Mahnmal zu besuchen.

    Ja, das ist wohl so. Allerdings ist es oft auch ein Zeitfaktor. Wichtig ist, die Bedeutung und Geschichte dahinter zu erläutern und das geht immer, wenn man das will, kann und das Interesse da ist.

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • In #19, 21 und 25 habe ich die 3 verschiedenen Arten des Hochladens von Bildern benutzt. Jede hat meiner Meinung nach Vor- und Nachteile. Da sich die Berichte hier noch über einen längeren Zeitraum hinziehen werden, interessiert mich mal eure Meinung, welche euch am besten gefällt oder ob euch das weitgehend egal ist.


    Wir fuhren am 15. Februar über Balanga zum Highway. Da gab es unterwegs schon GoSlow an 2 Baustellen. Das war aber nichts im Vergleich zu den Staus in Subic Bay, die auch Manila alle Ehre gemacht hätten. An eine Besichtigung der Freeportzone war nicht mehr zu denken. So kamen wir erst in der Dunkelheit nach mehreren Nachfragen an unserem Ziel dem "Treasure Island Resort" am Baloy Beach an. Die folgenden Aufnahmen entstanden alle am nächsten Vormittag.

    DSC07000.JPG


    Das Zimmer ist angenehm und der Pool schön. Ich schwimme am Abend noch eine Runde. Vor dem Zimmer und an anderen Stellen gibt es kleine Sitzecken.

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    Schon vor dem Frühstück machen wir einen Spaziergang an dem schönen Strand.

    DSC06979.JPG

    Dabei entdecken wir auch noch schlafende Backpacker, die kostengünstiger übernachtet haben.


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    Auf der anderen Seite des Strands erleben wir zufällig eine Taufe im Wasser von "Born again" mit.

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    Lerma entdeckt einen großen Seestern, den wir zurück ins Wasser setzen.


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    Das Resort ist eigentlich ganz angenehm. Wir wundern uns nur darüber, dass es einen Automaten für Kondome gibt. Später erfahren wir dann, dass das Resort vor allem früher gern von Sextouristen besucht wurde.


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    Jedenfalls ist die Umgebung nett.


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    Files

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    Viele Grüße

    Reinhold

  • In #19, 21 und 25 habe ich die 3 verschiedenen Arten des Hochladens von Bildern benutzt. Jede hat meiner Meinung nach Vor- und Nachteile. Da sich die Berichte hier noch über einen längeren Zeitraum hinziehen werden, interessiert mich mal eure Meinung, welche euch am besten gefällt oder ob euch das weitgehend egal ist.

    Mir gefällt #21 am besten, aber mach es so, wie es für Dich am einfachsten ist.

  • Hi Sunday,


    ich bin erst jetzt dazu gekommen, deinen Reisebericht bis hier her zu lesen. Ich finde ihn sehr gut, wie auch die Bilder und die Videos. Vor allem die Videos sind richtig professionel, ich könnte dies nicht. Die großen Bilder gefallen mir persönlich am besten, aber auch die kleineren Bilder sind okay.


    Gruß

    roha

  • Ich danke euch für eure Feedbacks. Dann werde ich in Zukunft in der Regel die großen Bilder nehmen. Ich wähle ja sowieso aus. Da bleiben die meisten Bilder außen vor. Bei dem Smartphone meiner Frau reicht teilweise auch einfach die Bildqualität nicht.

    vor allem die Videos sind richtig professionel, ich könnte dies nicht.


    Danke für das Lob, worüber ich mich natürlich freue. Echte Profis haben aber noch mehr Tricks drauf und vor allem eine bessere und viel teurere Ausrüstung. Filmen tue ich ja schon seit Jahrzehnten. Da sammelt man Erfahrung, aber das Problem war vor allem der immense Zeitaufwand beim Schneiden und Nachvertonen. Mit Kommentar verdoppelt sich das dann schon fast. Darum setze ich den nur gelegentlich ein.


    Theoretisch habe ich ja jetzt mehr Zeit als früher, aber es gibt immer wieder Ablenkungen wie jetzt die beginnende Gartensaison.


    Aber weiter mit unserer Rundreise:


    16.2. Von Olongapo fuhren wir Richtung Bolinao, wo wir uns in der Nähe den Leuchtturm anschauen wollten. Die Fahrt enptpuppte sich aber als äußerst zäh mit häufigen Staus (vermutlich verschlimmert, weil es sich um einen Samstag handelte). Gut war nun, dass ich für den Rest der Rundreise keine Buchungen vorab für die Nacht gemacht hatte. Von dem Tagesziel "Hundred Islands" bei Alaminos nahmen wir Abstand.

    Nach einigen Baustellen und Umleitungen waren wir schließlich froh einen Platz bei dem redseligen Mike gefunden zu haben, wo man Kaffee trinken und auch bleiben konnte.

    DSC05279.JPG

    Eigentlich fühlte ich mich bei den Zimmerpreisen von 3000 Peso (+Steuer) bei der sehr einfachen Unterkunft über den Tisch gezogen, aber unser Fahrer und auch Lerma waren ziemlich erschöpft.

    DSC07005.JPGAllerdings ist die Anlage ziemlich urig. In so etwas habe ich noch nie übernachtet.

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    Ökofreunde hätten sicher ihre Freude dran.

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    Jedenfalls war unsere Behausung sehr luftig. Sie stand teilweise im Meer. Wir erlebten wohl den schönsten Sonnenuntergang auf den Philippinen - zudem ganz ruhig und nur für uns.

    Sonnenuntergang.jpg

    Da schmeckte das Abendessen dann gut.

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    Beim Frühstück gab es dann sogar u.a. einen Früchteteller, worauf wir daheim und im Urlaub Wert legen.

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    Etwas ernüchtert waren wir allerdings, als wir die Anlage bei Ebbe sahen.


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    Unter dem Strich haben wir uns gesagt, es war ein interessantes Erlebnis, wir unterhielten uns noch ein Weilchen und fuhren dann zufrieden von dannen.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Was man auf den Bildern so sehen kann, wirkt die Anlage sehr schön. Mal was anderes.


    Auf Früchte lege ich auch viel Wert.

    Dann schmeckt das Pils und der fette Schweinebauch viel besser. :P

  • Nicht jeder hat Nordzuluzon vor Augen. Daher zeige ich mal im 1. Bild die Stationen Las Pinas, Balanga, Olongapo und Bolinao.


    Nordluzon 1.jpg


    Bei der Weiterfahrt gab es besonders um Alaminos herum riesige Staus. Je weiter wir nach Norden kamen, um so besser wurde es.


    Über unser Tagesziel Vigan habe ich ja in #11 und vor allem im Video einiges gesagt. Daher gibt es nur kurze Ergänzungen. Die Calesa ist besonders wichtig.


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    Da gerade erst Frauentag war, wollen wir eine bekannte Tochter der Stadt nicht vergessen - die Dichterin Fiorentino.


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    Gleich gegenüber haben wir abends gegessen.DSC05286.JPG

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Klasse Bilder aus Vigan, danke!

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • 18. Februar: Vor dem Frühstück machen wir noch einen letzten Spaziergang durch Vigan. Diese Stadt hat uns gefallen.IMAG3373.jpg


    Dann machen wir uns auf den Weg nach Pagudpud. Heute will ich mich mit einigen Beobachtungen unterwegs seit Olongapo beschäftigen.


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    Unterwegs sind mir immer wieder Radfahrer aufgefallen, die wie Rennradler ausgestattet waren. Auf diesem Teilstück war das Fahren sicher angenehm, aber die waren oft auch im größten Verkehrschaos unterwegs. Das war eine Überraschung für mich.


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    Außerdem kamen wir immer wieder an Checkpoints vorbei, die aber meist nicht besetzt waren. Falls doch, dann wurden wir immer durchgewunken. An einer Stelle standen 2 der Wächter außerhalb des Checkpoints. Wie das so meine Art ist, habe ich eine Weile mit ihnen rumgescherzt aber auch Fragen gestellt wie: "Are you looking for criminals or terrorists?" Die stolze Antwort war "Both".

    Jedenfalls war die Situation so entspannt, dass sich sogar unser Fahrer Arnel, der für einen Filipino ungewöhnlich zurückhaltend und ernst ist, sich gern fotografieren ließ.


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    Beeindruckend fand ich unterwegs häufig die Eingangsportale zu neuen Orten. So etwas kennt man bei uns nicht/kaum.


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    Auch wenn man meist in der Nähe der Küste fuhr, hat man unterwegs vom Meer relativ selten etwas gesehen. Das hier war eher eine Ausnahme.


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    So langsam ging es dann in gebirgige Gegenden. Der Jeepney vor uns war gut beladen.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Es war für Lerma schon etwas Besonderes, als wir nach so vielen Jahren mal wieder in ihre Heimatprovinz einfuhren.

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    Der erste längere Halt war in Paoay. Die römisch-katholische St-Augustine Church ist ein klassisches Beispiel für Erdbebenbarock.

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    Durch ihre massiven Stützbauten, welche die Kirche vor dem Einsturz bei Erdbeben schützen sollen, ist die gedrungene Kirche wohl die beeindruckenste aller alten Kirchen von Luzon. Sie gehörte schon früh zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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    Von dort ist es nicht so weit nach Laoag, wo meine Frau mal studiert hat. Lang ist es her...

    Der Sinking Bell Tower dort war recht dürftig gegen die Eindrücke, die wir zuvor gesammelt hatten. Zudem ist er von Verkehr umtost. Das kann man sich anschauen, muss man aber nicht.

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    Wir haben außerdem noch einen Abstecher zu einer Schwester von Lerma gemacht, die sie lange nicht gesehen hatte. Im Gegensatz zum Großteil der Familie, der jetzt in Laguna liebt, kannte ich alle noch nicht. Trotzdem wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Besonders mit meiner Nichte, deren Mann übrigens auch auf einem Schiff tätig ist, hatte ich ein sehr nettes, längeres Gespräch.

    Im Gegensatz zum Rest der Familie wohnen sie in einer grünen, ruhigen Umgebung. Der Preis dafür ist aber hoch - es gibt noch kein Internet dort.

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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Gleich zwei Mal Weltkulturerbe in kurzer Zeit, mit Vigan und den Erdbebenkirchen in Nordluzon, danke dafür, klasse Bilder!!!

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • Danke für die Rückmeldung Stephan und ich kann nur zustimmen: Das waren 2 Höhepunkte innerhalb von 2 Tagen. Die Auszeichnung als Weltkulturerbe ist jeweils mehr als berechtigt.

    Unabhängig davon gab es für Lerma kurz darauf das absolute persönliche Highlight der Reise. Nach vielen Jahren war sie das erste Mal wieder in ihrer Geburtsstadt Pagudpud, wo sie auch aufgewachsen ist.


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    Sogar ihrer alten Schule haben wir einen kurzen Besuch abgestattet.

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    Dann haben wir uns eine Unterkunft gesucht und mit dem Saud Beach Resort am gleichnamigen wunderschönen Strand eine gute Wahl getroffen.

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    Kurze Zeit später ging ich auch schon schwimmen. Endlich mal musste ich nicht auf Riffs, Quallen oder andere unangenehme Dinge aufpassen, die ich zuvor reichlich während dieser Reise erlebt hatte. Es gab eine leichte Strömung ähnlich wie am Mittelmeer. Die Temperatur war angenehm, und ich war zu dem Zeitpunkt fast allein im Wasser. Sogar eine gut funktionierende Dusche gibt es am Strand.

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    Am späten Nachmittag machten wir einen Spaziergang nach rechts.

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    Das ist nicht die Sonne sondern Vollmond.


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    Langsam wurde es dunkel - Zeit zum Umkehren.


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    Der Abend war auch sehr angenehm. Beim Abendessen und später saßen wir mit einem Ehepaar aus der Schweiz (sie stammt aus La Union/Luzon) zusammen und hatten eine nette Unterhaltung, die wir beim Frühstück fortsetzten.


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    Zuvor hatten wir noch einen Spaziergang nach links gemacht.

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    Man sieht dort die vielen Windräder in der Ferne. Dadurch wurde die Gegend in den Philippinen berühmt. Im Gegensatz zu uns sind die bisher dort kaum verbreitet.

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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Danke für die Rückmeldung Phil-Ole! Es freut mich, dass Stephan und du regelmäßig hier reinschaut, obwohl ich ja bei den Texten mich nur auf das (für mich) Wichtigste konzentriere. Auch sind meine (handschriftlichen) Tagebuchnotizen bei weitem nicht so ausführlich wie bei Frank. Dafür wende ich eben sehr viel Zeit für die Videos auf. Ich hoffe, dass ich bis morgen das nächste schaffe.


    19. Februar: Ich bedaure es richtig, dass wir in Pagudpud nur eine Nacht bleiben. Den Saudbeach kann ich wirklich empfehlen. Auch wenn er nicht so weiß ist wie andere, durch die gestern geschilderten Vorzüge macht er das mehr als wett.

    Zum Vergleich wollen wir uns aber mal die Blue Lagoon anschauen. Der 1. Abschnitt/Die Einfahrt sieht beeindruckend aus.


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    Den eigentlichen Strand finde ich dann nicht so toll. Es gibt nur wenige Palmen, die Schatten spenden können. Das Hannah's Resort ist zwar groß, aber wirkt auf mich mit den Disneyimitationen eher kitschig. Das ist wohl eher was für Familien mit Kindern. Ich bin heilfroh, dass wir am Saudbeach geblieben sind.

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    Auf die Besichtigung des Kabigan Wasserfalls verzichten wir schweren Herzens. Man müsste dazu von der Straße aus mindestens 30 Minuten hinlaufen. Mit schwimmen usw. wären dann wohl schon 2 Stunden weg. Zu dem Zeitpunkt wollen wir eigentlich den Rückweg nach Manila durch die Berge nehmen. Ein paar Reisterrassen will ich mir nach langer Zeit mal wieder anschauen. Das Tagesziel soll Bontoc sein.

    Jedenfalls gibt es auf dem weiteren Weg in Claveria einen wunderschönen Aussichtspunkt.

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    Von dort hat man einen fantastischen Blick auf das Meer.

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    Allerdings ist das dort im Norden keine richtige Küstenstraße, wie ich das erhofft habe, sondern mehr eine fast endlose Kurverei durch Mittelgebirge. Man sieht nur ab und zu das Meer. Über eine Pause zum Tanken in einem für mich bis dahin unbekannten Ort bin ich froh.


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    Ich bin etwas erstaunt darüber, dass es dort sogar Mülltrennung gibt.

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    Gelegentlich begegnet uns unterwegs auch etwas Unerfreuliches.

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    In Atarri verlassen wir die Küstenroute und fahren durch Gattaran Richtung Süden. Dort soll es eine Abkürzung geben. Und dann passiert es...


    Zwischenbemerkung: Mit dem rein fahrerischen Können von unserem Driver Arnel war ich sehr zufrieden. Ob im Großstadtdschungel in Manila oder bei Dunkelheit in Luzon - er brachte uns sicher ans Ziel. Es haperte aber an seinem Navigationsvermögen. Da er auch kein Navi und keine Straßenkarten an Bord hatte, mussten wir uns häufiger durchfragen. Das führte zu etlichen Umwegen.

    Ich hatte nur eine (wie sich rausstellte) eher oberflächliche Karte von Nordluzon dabei, die ich mir mal auf der ITB am Stand der Philippinen geholt hatte.


    Deswegen - und weil man ja als Langnase nicht gleich alles besser wissen will - habe ich schon am 1. Tag nicht darauf bestanden, dass er nach dem Berg Salmat nach links (statt zurück nach rechts) fährt, obwohl dieser Weg meiner Meinung nach erheblich kürzer gewesen wäre. Die Folgen habe ich ja schon beim Tagesziel Subic Bay geschildert. Nur einige hundert Pesos extra für die Highwaygebühren habe ich nicht erwähnt.


    Jedenfalls ist er dann an einer Stelle falsch abgeborgen. Da ich da gerade etwas müde war, ist mir das nicht aufgefallen, sondern erst nach ca. 30 km. Ich hatte dann absolut keine Lust diese Stecke zurückzufahren oder anderweitige Umwege zu nehmen. Da mir die stundenlage Kurverei zuvor schon ziemlich auf den Geist (und auch den Magen) gegangen war, habe ich die anderen beiden davon überzeugt, dass wir die Bergstrecke sausen lassen, lieber den angenehmen Weg weiterfahren und das neue Tagesziel Tuguegarao heißt. Warum ich das spontan ausgesucht habe, verrate ich dann morgen. Jetzt gibt es erst einmal eine Karte mit dem weiteren Überblick über unsere Ziele in Nordluzon.


    Nordluzon 2.jpg


    Das abschließende Bild für heute spricht dann alle an, die bis hierhin dem Bericht gefolgt sind (evtl. kann man sogar den Torbogen im Hintergrund entschlüsseln).

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    Viele Grüße

    Reinhold