Nordluzon - Palawan - Bohol - Manila 2019

  • Für die gut 70 km lange Strecke bis nach Sabang brauchten wir etwa 90 Minuten. Bei der Fahrt durch den tropischen Regenwald gab es wenig Verkehr.

    Danke für Deinen interessanten Reisebericht.


    Die Fahrt von Puerto Princesa nach Sabang fuehrt allerdings seit vielen Jahren nicht mehr durch tropischen Regenwald. Vor 25 Jahren, als ich das erste Mal vor Ort war, sah es noch anders aus. Heutzutage sieht man höchstens noch "hoch oben", abseits der Straße, einige "Urwaldriesen". Ansonsten fuehrt die Straße durch kleine Dörfer, in denen sich die Einheimischen durch Brandrodung Flaechen für Ihre Farmen beschaffen. Alles was man links und rechts der Straße sieht, ist bestenfalls noch tertiäre Vegetation. Leider!


    The man

  • Die Fahrt von Puerto Princesa nach Sabang fuehrt allerdings seit vielen Jahren nicht mehr durch tropischen Regenwald.

    Danke für die Korrektur meiner wohl ziemlich veralteten Infos in diesem Punkt. Ich habe mich schon unterwegs darüber gewundert, dass es eher zivilisiert ausssieht. Allerdings ist Brandrodung nicht gerade ein Gipfel der Zivilisation.


    Undergroundriver Palawan Teil 2

    So nach etwa einer Stunde war es endlich soweit, dass unsere Nummer aufgerufen wurde, wir eine Bangka besteigen und Richtung Undergroundriver fahren konnten.

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    Auf der Karte findet ihr die Abfahrtsstelle (1), von wo aus es zum Strand in der Nähe des Undergroundrivers (2) geht. Eingezeichnet ist auch die Bergstation der Zipline (3).

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    Wie man sieht war auch am Strand bei der Ankunft guter Betrieb. Von dort aus fuhren wir auch später wieder los. Die Umgebung ist aber schon beeindruckend.

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    Wenn man dann weiter Richtung River geht, müssen sich natürlich auch die meisten vor dem dortigen Schild verewigen. Wir waren da aber auch nicht anders, wie man an dem Thumbnail zum Video weiter oben sieht.


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    Ein Stückchen weiter musste man auf die Affen aufpassen. Die klauen gern etwas, wenn man abgelenkt ist.


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    Auf dem weiteren Pfad kamen uns zahlreiche Leute entgegen, die die Tour schon hinter sich hatten. Wir wurden dann mit Helmen und später auch mit einem Audioguide ausgerüstet.


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    Dann hieß es erst einmal wieder warten. Manche haben rumgesessen und sich gelangweilt. Wir haben uns lieber etwas umgesehen.


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    Endlich waren wir dran. 10 Leute gehen in ein Boot. Ein Erinnerungsfoto musste sein.


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    Die Einfahrt in den Underground war recht eindrucksvoll.


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    Was dann passierte, war für mich als aktiver Filmer auch interessant zu sehen. Bei den meisten Smartphones wurden innen die Displays fast genauso zappenduster wie es in den Höhlen war. Lediglich das irrlichternde Stirnlämpchen des Bootsführers sorgte an wenigen ausgewählten Stellen für etwas Licht. Da ich ohnehin am Filmen war, hat Lerma ein paar Aufnahmen mit ihrem HTC U11 gemacht. Das beste davon zeige ich noch. Mehr war nicht drin, da die meisten Smartphones für so etwas einfach zu lichtschwach sind. Allerdings braucht man auch bei hochwertigen Kameras lichtstarke Objektive und große Sensoren, um in so einer Umgebung halbwegs ordentliche Bilder aufnehmen zu können, denn die Boote halten ja nicht an.


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    Falls jemand ein paar bessere Fotos vom Inneren der Höhlen beizusteuern hat, dann ist er herzlich dazu eingeladen, denn ich habe innen nur gefilmt.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Offenbar sind ordentliche Bilder vom Inneren der Höhlen wohl wirklich rar und Alf war wohl noch nicht da.:D


    Undergroundriver Palawan Teil 3

    Mir kam dann aber noch die Idee, dass ich von meinem Video 2 Momentaufnahmen abgreifen könnte. So besonders sind die zwar auch nicht, aber etwas mehr als im 2. Teil wollte ich euch schon anbieten.

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    Etwa in der Mitte unserer Tour sahen wir dann hunderte von Fledermäusen an der Decke.


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    Wir fuhren dann mit dem Boot zurück zum Ausgangspunkt, wo schon viele Touristen warteten. Die beiden Länder, aus denen die meisten Touristen in den Philippinen kommen (Korea und China), dominierten auch hier.

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    Ob die alle so die Regeln verstehn, die man beachten soll - also da habe ich so meine Zweifel. Allerdings war es in den Höhlen wie gefordert erstaunlich ruhig, was aber auch an den Audioguides gelegen haben kann.

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    Anschließend fuhren wir ein Stück mit einer Bangka und wurden unterwegs abgesetzt (s. Karte im Teil 2), weil einige Frauen gern die Zipline ausprobieren wollten. Wir Männer spazierten inzwischen zur Zielstation. Unterwegs probierte einer von uns mal ein Floß aus.


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    Als positiv habe ich es gefunden, als ich auf ein Projekt zur Wiederaufforstung des Mangrovenwaldes gestoßen bin.


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    Lerma hat die Zipline viel Spaß gemacht. Leider versagte ausgerechnet bei ihrem Start die Hero7, mit der sie nicht so vertraut ist. Ob das nun aus Überhitzung geschah, oder ob sie die versehentlich ausgeschaltet hat, konnte ich nicht klären. Daher gibt es dazu auch nur ein paar kurze Szenen im Video und keine Bilder.


    Anschließend ging es mit einem halb ausgeschlachteten Uraltvan zu einem Restaurant in Sabang. Erstaunlich, dass der noch fuhr.


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    Schließlich fuhren wir mit unserem Van nach PP zurück. Am Anfang gab es noch die ein oder andere Stelle, die an den Regenwald von früher hier erinnerte.

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    In der 2. Hälfte war es dann tatsächlich schon recht bebaut.


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    Unter dem Strich hat der Tag als Ganzes uns schon gefallen, wie ich schon in dem anderen Thread über den Undergroundriver schrieb. Ich habe aber auch Verständnis dafür, dass sich der ein oder andere durch den Ansturm genervt fühlte.


    Zum Schluss dieses Tages noch mal ein paar Fakten und Gedanken, warum sich die Tour meiner Ansicht nach lohnt.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Toller Beitrag und klasse Fotos.

    Danke, sunday .


    Der Van ist wirklich klasse.

    Ging das Radio noch ?

    Würde mich nicht wundern, wenn das neben der Hupe das einzige noch funktionierende Bauteil gewesen ist.:clapping

  • Hallo sunday ,


    Tolle Bilder, so sieht man mal, wie es dort ist.


    Nein, dort war ich noch nie, es wird wahrscheinlich auch so bleiben. Solche Locations habe ich hier schon gesehen, und bin nicht gerade wild auf wartenden Menschenschlangen in den Phils. :happy


    Bilder kann man da sicher mit lichtstarken Optiken und hoher Iso Zahl ordentlich machen. Dies sind aber sicherlich keine starken Punkte von Smartphones. :D


    LG Alf

  • @Alf + Phil-Ole: Vielen Dank für eure anerkennenden Worte, es freut mich natürlich, dass euch meine Bilder gefallen.

    Ging das Radio noch ?

    Würde mich nicht wundern, wenn das neben der Hupe das einzige noch funktionierende Bauteil gewesen ist.

    Das Radio war nicht an, aber die Hupe wurde schon benutzt. Die ist ja nicht nur in den Philippinen überlebenswichtig.:D



    Nein, dort war ich noch nie, es wird wahrscheinlich auch so bleiben. Solche Locations habe ich hier schon gesehen, und bin nicht gerade wild auf wartenden Menschenschlangen in den Phils.

    Ja, der Ansturm ist schon ein Minuspunkt, aber mein Bild 3 oben könnte einen falschen Eindruck vermitteln. Es standen in einigen Ecken schon Leute gehäuft rum - manche Asiaten scheinen das besonders zu lieben - aber es gab auch etwas ruhigere Ecken. Im Underground selbst war es eh ziemlich egal, da gleichzeitig immer nur eine bestimmte Anzahl von Booten dort sein darf. Durch das Redeverbot ist es auch erstaunlich ruhig.


    Letztlich muss es jeder selbst für sich entscheiden, ob das für ihn was sein könnte. Uns hat es jedenfalls in Summe gefallen, auch weil alles gut geklappt hat. Auch die Mitfahrer (hauptsächlich Immigranten aus Asien, die jetzt in den USA leben) waren sehr nett, was ja auch nicht unwichtig ist.


    Einige haben wir beim nächsten Ausflug "Islandhopping in der Honda Bay" erneut getroffen. Dort herrschte an den meisten Plätzen ebenfalls reger Betrieb. Teile Palawans sind nicht nur in El Nido ein Ameisenhaufen geworden.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Letztlich muss es jeder selbst für sich entscheiden, ob das für ihn was sein könnte. Uns hat es jedenfalls in Summe gefallen, auch weil alles gut geklappt hat. Auch die Mitfahrer (hauptsächlich Immigranten aus Asien, die jetzt in den USA leben) waren sehr nett, was ja auch nicht unwichtig ist.


    Einige haben wir beim nächsten Ausflug "Islandhopping in der Honda Bay" erneut getroffen. Dort herrschte an den meisten Plätzen ebenfalls reger Betrieb. Teile Palawans sind nicht nur in El Nido ein Ameisenhaufen geworden.

    Das ist richtig, muss jeder selbst entscheiden.


    Palawan ist schon was tolles, und gefällt natürlich vielen Menschen. Mit den Massen kommt der Kommerz, ist der Lauf der Dinge. Der Grat des Unberührten und des Komforts des Touristen, sowie das Unterhaltenwerdenwollen, ist eng. Und auch hier ist der Grat ein persönlicher.


    Manche hier hatten des Glück vor dem Boom dort gewesen zu sein, manche finden es nun toll. Daher ist es auch immer schwer, jemanden zu beraten.


    Die Philippinen sind, und bleiben, für mich eine ganz persönliche Herausforderung. Von den Plätzen, von den Unterkünften, vom Essen her. Einfacher wird es nicht, nur immer anders. Ich mag Menschenmassen nicht. Noch steckt mir mein Port Barton Abenteuer 2019 etwas in den Gliedern. :happy


    LG Alf

  • Islandhopping in der Honda Bay Teil 1

    Einige haben wir beim nächsten Ausflug "Islandhopping in der Honda Bay" erneut getroffen. Dort herrschte an den meisten Plätzen ebenfalls reger Betrieb.

    Das konnte man bereits an Land (nach kurzer Anfahrt von unserem Hotel in Puerto Princesa) erahnen. Wer wollte, konnte sich vor dem Ablegen noch Schnorchelmaske und Schuhe (gegen Gebühr) ausleihen.DSC06145.JPG


    Auch auf dem Wasser war einiges los.


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    Im Vergleich zum Undergroundriver waren wir aber relativ zügig dran. Unser Guide war zwar etwas müde und etwas mollig (freundlich gesagt), aber später nicht nur nett, sondern ganz auf Zack.


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    Unser erstes Ziel war Starfish Island.


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    Die Insel bietet schattige Plätze gegen die an diesem Tag besonders brennende Sonne.


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    Zum ersten Mal seit ca. 15 Jahren bin ich mal wieder schnorcheln gegangen, wenn ich ein paar Versuche in unserem Pool außer Acht lasse. Der junge Mann aus Korea, der auch geschnorchelt hat, war so nett und hat mir ein paar Tipps gegeben.


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    Unser nächstes Ziel war Lulu Island. Es ist die einzige Insel (eher eine große Sandbank), die von Ebbe und Flut betroffen ist. Nur bei Ebbe kann man sie also vollständig nutzen.


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    Daher ist die Infrastuktur auch ziemlich dünn.

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    Sie haben aber eine schöne Sandburg dort gebaut. Vermutlich wird die immer wieder errichtet, denn unsere hatte als Bautermin den Tag unseres Ausflugs.


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    Da konnte ich nicht widerstehen und musste mich auch mal ablichten lassen, bevor ich mich mit Schnorchelmaske in die Fluten stürzte.


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    Irgendwie scheinen die Fische aber die Touristen nicht zu mögen. Als ich mich in dem vorderen flachen Wasser mal hinstellte, wurde ich gleich von mehreren attackiert. Obwohl die wohl nicht größer als höchstens 10 cm waren, habe ich sogar etwas geblutet, als ich aus dem Wasser kam. So etwas habe ich zum ersten Mal erlebt. Das ist kein Anglerlatein, was ich euch hier erzähle.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Als ich mich in dem vorderen flachen Wasser mal hinstellte, wurde ich gleich von mehreren attackiert. Obwohl die wohl nicht größer als höchstens 10 cm waren, habe ich sogar etwas geblutet, als ich aus dem Wasser kam. So etwas habe ich zum ersten Mal erlebt. Das ist kein Anglerlatein, was ich euch hier erzähle.

    Mit diesen beißenden Fischen auf einer der Inseln in der Honda Bay habe ich damals auch Bekanntschaft machen dürfen. Anfangs waren es nur ganz kleine Exemplare, und die Bisse waren kaum mehr als ein Zupfen. Ich dachte das wäre sowas wie bei diesen bekannten "Fish-Spa" Einrichtungen, wo man sich die Füße sauber knabbern lassen kann. :D

    Dann bin ich ein paar Meter weiter raus geschwommen, wo das Wasser etwas tiefer wird. Da werden die Fischlein dann schnell größer und beißen entsprechend härter zu. Bin dann schnell wieder weg von da, um nicht zu sehr zerfressen zu werden.

    Meine damalige Verlobte lachte mich erst aus, warum ich mich von ein paar Fischen vertreiben lasse. :haha Bis sie dann die Bissspuren an meinen Waden und Füßen gesehen hat. :confused1

  • Die 2. Insel heißt nicht Lulu sondern Luli. Der putzige Name ist eine Wortkombination aus Tagalog und hat mit Ebbe und Flut zu tun. "Luli Island got its name because its sandbar appears and disappears (lulubog and lilitaw)" (von der Seite philippinebeaches.org)


    Dann bin ich ein paar Meter weiter raus geschwommen, wo das Wasser etwas tiefer wird. Da werden die Fischlein dann schnell größer und beißen entsprechend härter zu.

    Danke, dass ihr das bestätigt. Dann habe ich mir die blutende Wunde wahrscheinlich an einer tieferen Stelle geholt. Ich dachte erst, dass ich da an einem Riff langgeschrammt bin. Zum Glück habe ich davon aber keine Infektion bekommen. Vor der Reise hatte ich aber ohnehin noch ein paar Impfungen aufgefrischt.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Islandhopping in der Honda Bay Teil 2

    Unser 3. Ziel Cowrie ist für mich die schönste der 3 Inseln.


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    Es gibt Bäume und die Infrastruktur ist besser.


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    Außerdem gibt es reichlich Informationen bzw. Warnungen.


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    Hier handelt es sich aber eher um Werbung.


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    Individualreisende erfahren ihre Preise. Bei uns war alles inklusive im Tagespreis.


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    Hauptsache war aber das Mittagessen - zur Abwechslung mal nicht in einer rustikalen Umgebung.


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    Da ich zuvor schon mehrfach beobachtet hatte, dass sich nicht nur Koreaner die Teller übervoll laden und dann die Hälfte stehen lassen, fand ich die folgenden Hinweise angebracht und sinnvoll.


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    Richtig positiv überrascht war ich dann wegen dieser Hinweise zur Mülltrennung.


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    Natürlich konnte hinterher noch reichlich geschwommen oder geschnorchelt werden.


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    Cowrie bleibt mir als richtig nette Insel in Erinnerung - allerdings nur für Tagesausflüge geeignet.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Islandhopping in der Honda Bay Teil 3

    Zum Abschluss gibt es noch ein paar Ergänzungen:


    Zunächst ein weiteres Bild der hübschen Insel Cowrie


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    Zum Finale dort stellte sich unsere Gruppe zu einem gemeinsamen Foto auf. Wir hatten uns alle vorher nicht gesehen, kamen aber prina miteinander aus und haben einen netten Tag verbracht. Zwischendurch beim Schnorcheln habe ich einige Leute getroffen, mit denen wir zusammen den Underground River besucht haben.


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    Dann ging es auch schon an Bord einer Bangka.


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    Unterwegs sahen wir auch bergige Inseln. Das ist aber meilenweit von der Schönheit des Bacuit Archipels entfernt, das wir später noch genießen sollten.


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    Unterwegs kamen uns immer wieder Boote entgegen. Der Ablauf der Inselbesuche verläuft wohl unterschiedlich, damit die Besucherzahlen entzerrt werden.

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    Auf jeden Fall hatte ich den ganzen Tag viel zu filmen und zu fotografieren.


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    Jedenfalls kamen wir ganz zufrieden wieder in Puerto Princesa an.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Puerto Princesa Teil 1

    Über die Hauptstadt der Insel Palawan habe ich bisher kaum etwas berichtet. Nur auf die Umgebung des Hotels bin ich in #119 näher eingegangen.


    Diese Stadt mit ca. 250000 Einwohnern bleibt mir im Gegensatz zu Cebu und Manila (trotz einiger netter Erlebnisse dort) positiv in Erinnerung, auch wenn es im eigentlichen Stadtgebiet nur wenige Sehenswürdigkeiten gibt. Ein Grund ist, dass der Verkehr zwar rege ist, aber nicht zu Dauerstaus neigt wie in den anderen beiden Städten. Wir sind dort mehrfach längere Strecken zu Fuß gelaufen, auch wenn uns Einheimische dann ungläubig anblickten.


    Ein für philippinische Verhältnisse guter Bürgermeister bis 2013 war der deutschstämmige Hagedorn. Puerto Princesa führte als erste Kommune auf den Philippinen genormte Mülltonnen und ein Mülltrennungssystem ein (s. mein Bild von Cowrie). Seit 2010 wird die Umstellung der Tricycles auf Elektromotoren beworben (E-Tricycles). Jedenfalls ist Lärm und Smog deutlich geringer als in anderen Städten der Philippinen.


    Eine der schönsten Ecken ist der Bay Walk, wo man gut spazieren gehen kann.

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    Die prächtige Kathedrale wurde erst 1961 erbaut. Sie liegt nicht weit entfernt.


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    In der Stadt gibt es auch eine Montessorischule.


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    Den Rest des heutigen Berichts füllt ein weiteres schlimmes Kriegsverbrechen der Japaner auf den Philippinen aus, das an Grausamkeit wohl noch den Todesmarsch von Bataan übertrifft, über den ich hier zuvor berichtet habe. Von 150 gefangenen Amerikanern wurden 1944 beim Näherrücken der eigenen Truppen 139 verbrannt oder erschossen. Nur 11 konnten entkommen. Mit einem Denkmal und vielen Informationen wird daran erinnert.


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    In dem Gefängnis waren die Amerikaner eingesperrt.

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    Ich interessiere mich immer sehr für historische Dinge, aber das hat mich ziemlich erschüttert.

    Viele Grüße

    Reinhold

  • Puerto Princesa Teil 2

    Bei einem Spaziergang sprach uns ein Tricyclefahrer an. Von ihm haben wir uns zu einem Stadtstrand fahren lassen.


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    Dieser sah nicht schlecht aus und war fast völlig menschenleer. (1. Bild mit unserem Fahrer)


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    Gefallen haben mir die gute Ausstattung mit vielen überdachten Sitzplätzen, die offenbar nur am Wochenende eifrig besucht werden.

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    Ein Steg führt ins Wasser raus.


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    Lerma erzählte mir, dass sie als Kind oder Jugendliche häufig Kokosnüsse von Bäumen geholt hat. Ich musste sie bremsen, dass sie es nicht praktisch vorführt sondern nur andeutet.

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    Auf dem Rückweg spazierten wir noch einmal über den Bay Walk.


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    In der Nähe konnten wir der Jugend der Stadt bei sportlichem Treiben zusehen.


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    Zum Schluss konnte ich mich noch etwas mit den Losungen von Dutertes Partei (?) /Bewegung vertraut machen.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Transfer nach San Vicente

    Viele fahren nach der Landung in Puerto Princesa gleich weiter nach El Nido, Port Barton usw. Uns haben aber die 4 Tage in Puerto Princesa gut gefallen. Auch mit dem Hotel Villa de Sierra Vista (siehe auch #119) waren wir zufrieden.


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    Unseren Preis hatte ich schon genannt. Nach dem Tausch der Zimmer war es hinten recht angenehm. Zum Schlafen ging es aber wohl auch vorn, weil nachts kaum noch Tricycles unterwegs waren.


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    Am 3. Februar ging es mit einem Tricycle für 150 PHP zum San Jose Busterminal. Wir fanden gleich den richtigen Van nach San Vicente. Da sollte man lieber doppelt nachfragen, denn bei Lesermeinungen zu den Resorts habe ich mitbekommen, dass Reisende auch schon falsch in Port Barton gelandet sind (bzw. umgekehrt). Da der Van fast voll war, fuhr er schon um 8 Uhr (statt 9 Uhr laut Fahrplan) los. Gut dass wir so früh da waren.

    Eigentlich sagte mir der Fahrer, dass der Platz neben ihm reserviert wäre. Für 100 PHP ging es dann aber doch. Ich mache unterwegs nun mal gern Fotos und Filmaufnahmen. Außerdem habe ich dann meist mehr Platz für meine langen Beine.

    Die Aussage des Fahrers war nicht gemogelt, denn später stiegen Frau und Kind zu.


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    Die Straße nach Norden macht überwiegend (von einigen Baustellen abgesehen) einen guten Eindruck.


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    In Roxas machten wir an einer netten Stelle eine Pause für eine Imbiss oder Getränke.


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    Es herrschte relativ wenig Verkehr, und wir kamen gut vorwärts. Unterwegs stiegen noch 2 Leute zu. Für eine(n) Filipina/o ist ja immer noch Platz. Zum Schluss war es hinten schon etwas beengt.


    Jedenfalls erreichten wir bereits kurz nach 11 Uhr das Foxy - unser Ziel an dem Tag. Nur die letzten 300 m gingen über eine Sandpiste. Unterwegs hatten wir schon Werbung für das Resort gesehen.


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    Viele Grüße

    Reinhold

  • Relaxen im Foxy's Beach Resort, San Vicente

    Nach den Wochen der Rumreiserei mit vielen Ausflügen wollten wir es mal ruhiger angehen lassen. Nach ausgiebigen Studium von anderen Reiseberichten, dem Anschauen von Videos usw. hatte ich mich gegen Port Barton und für San Vicente entschieden - eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Wir wollten uns durchaus etwas Gutes gönnen. Die Wahl fiel auf das Foxy mit vorab 464 € für 6 Ü/F.DSC05143.JPG

    Warum das so heißt ist schnell ersichtlich. Es ist der Name der Eigentümer. Michelle ist mit einem Engländer verheiratet.

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    Das (noch) völlige Fehlen von Lokalen und dergleichen im Umfeld empfand ich in diesem Fall eher als Vorteil, weil ich ein paar Tage meine Ruhe haben wollte. Auch die Hütten von Anwohnern stehen weit genug entfernt, so dass man mal keine krähenden Hähne und dergleichen hört. Zudem liegt das Foxy direkt am Strand.

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    Auch nebenan ist noch Pampa. Auf dem Gelände ist gut das Haus zu sehen, in dem die Eigentümer wohnen.


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    Obwohl noch vor 12 Uhr konnten wir schon aufs Zimmer. Nicht angemessen für den Preis war aber, dass wir keinen richtigen Kleiderschrank hatten. Es war aber kein Problem das Zimmer zu tauschen.

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    Man konnte es aber deutlich komfortabler haben, gerade auch wenn man mehr Platz brauchte, wie eine nette australische Familie, die wir dort getroffen haben.

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    Da es nur wenige Gäste gibt, gab es Frühstück immer in einem Pavillion. Dort ging es recht familiär zu, wie ich es sonst nirgendwo erlebt habe. Michelle und ihr Mann frühstückten mit. Wir haben uns dann meistens noch länger unterhalten und erfuhren etliche private Dinge, z.B. dass sie ihren Mann in den VAE kennengelernt haben, wo beide früher gearbeitet haben.

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    Michelle war dort als Sängerin engagiert. Ein paar Kostproben lieferte sie abends beim gelegentlichen Karaoke auf der Bühne. Einmal habe ich mich auch getraut. Fasziniert war ich aber eher von dem Schwimmbad.

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    Das war aber auch erforderlich, denn leider gab es während unseres Aufenthalt Quallen im Meer. Dies soll aber nur wenige Wochen im Jahr auftreten. Wir sind jedenfalls nur wenig im Meer geschwommen. Dafür konnte man manchmal interessante Effekte im Pool beobachten.

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    Das Wetter war die ganze Zeit gut. Gegessen haben wir abends immer im Freien. Das Essen schmeckte und mein geliebtes San Miguel Pale Pilsner kostete nur 70 PHP. Wo gibt es das in Deutschland in einem Restaurant?

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    Viele Grüße

    Reinhold