Aus unserem Leben in Manila - Schule, Alltag, Freizeit

  • Ich bedanke mich für die Antwort. :hi

    Auch der Umgang mit Tieren ist wichtig, kommt auf den Philippinen auch zu kurz.

    Gerne, speziell wenn es tatsächlich ehrlich gemeint war. Mich kann man nahezu alles fregen


    Der Umgang mit Tieren ist tatsächlich auf den Philippinen grausam und da gäbe es viel zu lernen....wird sich aber vermutlich nicht viel ändern. Da versuche ich schon meinen Sohn entsprechend zu sensibilisieren. Ich habe ja selbst Hunde, ein Riesenaquarium und wir erlegen 90% unseres Fleisches selbst. Ich versuche schon dem Kleinen die Zusammenhänge der Natur und zwischen Leben & Tod nahezubringen.


    Was ich am wichtigsten finde ist so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen und diese "Erziehung" nicht auszulagern. Muss aber jeder selbst wissen und kann auch nicht jeder realisieren

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Was ich am wichtigsten finde ist so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen und diese "Erziehung" nicht auszulagern. Muss aber jeder selbst wissen und kann auch nicht jeder realisieren

    Allerdings. Da ich viel von zu Hause arbeite, geht das bei mir und das ist mir auch sehr wichtig, die Beziehungen zu den Kindern werden dadurch enger. Väter, die sehr viel unterwegs sind, können das durch keinen Aufwand und Show wieder aufholen.

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • @ elizalis wichtig ist das Dein Sohn sich wohl fueht und er scheint sich auch wohl zu fuehlen, nur das alleine zaeht

    Gott kann verzeihen und Gnade gewaehren, ich werde niemals verzeihen oder Gnade gewaehren

  • Auch der Umgang mit Tieren ist wichtig, kommt auf den Philippinen auch zu kurz.

    Ganz wichtiger Punkt.

    Respekt vor der Kreatur. Da besteht wirklich Nachholbedarf, obwohl es die katholischen Pinoys ja eigentlich in der Bibel lesen können.


    Nicht jeder hat die Möglichkeit sein Kind so aufwachsen zu lassen wie @ Tanduay.

    Ich finde aber @ Elizaliz hat einen guten Platz für ihren Sohn gefunden. Jedenfalls für den Moment. Ob er mit 3 Jahren bis 10 oder 500 zählen kann, wäre mir egal. Es ist doch kein Wettlauf mit der Zeit.

  • Ganz wichtiger Punkt.

    Respekt vor der Kreatur. Da besteht wirklich Nachholbedarf, obwohl es die katholischen Pinoys ja eigentlich in der Bibel lesen können.


    Nicht jeder hat die Möglichkeit sein Kind so aufwachsen zu lassen wie @ Tanduay.

    Ich finde aber @ Elizaliz hat einen guten Platz für ihren Sohn gefunden. Jedenfalls für den Moment. Ob er mit 3 Jahren bis 10 oder 500 zählen kann, wäre mir egal. Es ist doch kein Wettlauf mit der Zeit.

    Man sollte immer versuchen, mehr richtig als falsch zu machen. Was da die Kriterien sind, muss jeder für sich herausfinden. Aber es gibt nicht die optimale Lösung, denn das Leben ist nicht perfekt, manche finden das irgendwann raus, andere nie. Und wenn das einer von sich behauptet, dass er sein Kind perfekt erzieht, dann werde ich auch skeptisch, denn hinter die Kulissen kann man nie schauen.

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • Man sollte immer versuchen, mehr richtig als falsch zu machen. Was da die Kriterien sind, muss jeder für sich herausfinden. Aber es gibt nicht die optimale Lösung, denn das Leben ist nicht perfekt, manche finden das irgendwann raus, andere nie. Und wenn das einer von sich behauptet, dass er sein Kind perfekt erzieht, dann werde ich auch skeptisch, denn hinter die Kulissen kann man nie schauen.

    Ich sehe das auch so, muß aber einschränkend hinzufügen, daß ich keine Kinder habe. Vielleicht würde ich dann anders denken. Ich weiß es nicht.


    Aus meiner eigenen Kindheit und auch später waren mir immer überehrgeizige Eltern suspekt. Diejenigen die ums verrecken wollten, daß ihr Kind der beste beim Fußball, in der Schule und auch sonst ist. Ungeachtet der realen Fähigkeiten des Kindes. Deswegen finde ich es gut ein Kind möglichst so lange es geht so frei wie möglich aufwachsen zu lassen. Druck und Zwänge, Angst und Streß kommen früh genug. Kindheit muß auch Kindheit sein.


    Wie gesagt, ich sage das als Nicht - Vater. Und ich habe die Erfahrung gemacht, daß man mit Eltern nur begrenzt über Erziehung diskutieren kann. Jedenfalls wenn es um ihre Kinder geht. Aber das nur am Rande.


    Ob ich ein Kind in Manila, im Harz oder im Spreewald aufwachsen lasse, ist ein riesiger Unterschied. Ebenfalls, ob ich als Elternteil berufstätig bin oder nicht. Jeder muß das für sich selbst managen. Und das tun die hier schreibenden Eltern wie ich finde gut.

  • Korrekt! Als verantwortungsvolle Eltern hat man die Verpflichtung, das bestmögliche für seine Kinder herauszuholen. Und das Bestmögliche ist eben abhängig von den Lebensumständen des einzelnen.

    Zwingen oder pushen sollte man Kinder auch nicht, ich bin aber auch dafür mein Kind zu fördern und auch in die richtige Richtung zu lenken.

  • Man sollte immer versuchen, mehr richtig als falsch zu machen

    Richtig und trotzdem machen wir immer noch genug falsch...ist so, sieht man aber manchmal erst später! Trotzdem sollte man immer versuchen 150% zu geben

    Aber es gibt nicht die optimale Lösung, denn das Leben ist nicht perfekt, manche finden das irgendwann raus, andere nie. Und wenn das einer von sich behauptet, dass er sein Kind perfekt erzieht, dann werde ich auch skeptisch, denn hinter die Kulissen kann man nie schauen.

    Nein, optimal gibt es nicht... man kann alles optimieren wird aber immer Kompromisse schließen müssen. Allerdings sollte das Kindeswohl immer über meinem eigenen Wohl angesiedelt sein...sehe ich zumindest so

    Aus meiner eigenen Kindheit und auch später waren mir immer überehrgeizige Eltern suspekt. Diejenigen die ums verrecken wollten, daß ihr Kind der beste beim Fußball, in der Schule und auch sonst ist. Ungeachtet der realen Fähigkeiten des Kindes

    Richtig, aber man sollte sie auch nicht "verludern" lassen, abschieben mit Tablet / Fernseher....man sollte sie so früh wie möglich fördern und leistungsgerecht fordern....

    Deswegen finde ich es gut ein Kind möglichst so lange es geht so frei wie möglich aufwachsen zu lassen. Druck und Zwänge, Angst und Streß kommen früh genug

    Da bin ich anderer Meinung...zu frei aufwachsen sieht man in den Philippinen und das Ergebnis.....man sollte früh genug und langsam genug lernen mit leichtem Druck umzugehen, um so leichter fällt das Leben später! Diese "born free" der heutigen Tage führt eher zu stressanfälligen, drogenanfälligen, selbstmordgefährdeten Teenagern der heutigen Zeit...just my 2 cent

    Kindheit muß auch Kindheit sein.

    Das stimmt....aber klare Regeln sollten schon gelten

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Korrekt! Als verantwortungsvolle Eltern hat man die Verpflichtung, das bestmögliche für seine Kinder herauszuholen. Und das Bestmögliche ist eben abhängig von den Lebensumständen des einzelnen.

    Zwingen oder pushen sollte man Kinder auch nicht, ich bin aber auch dafür mein Kind zu fördern und auch in die richtige Richtung zu lenken.

    Wobei es Umgebungen gibt, die einfach eine positive Entwicklung eher befördern können, im Kontext mit Schule und Eltern. In Manila sprechen für mich da Umwelt und auch Kultur dagegen. Aber ich habe großen Respekt vor dem, was elizaliz macht, es erfordert überdurchschnittliche Energie.

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • wichtiger ist das sich das Kind wohl fuehlt und Gluecklich ist, das ist schon mal sehr wichtig, denn wenn das Kind zufrieden und Gluecklich ist, dann ist auch die Mutter Gluecklich und zufrieden und weiss das se alles richtig gemacht hat

    Gott kann verzeihen und Gnade gewaehren, ich werde niemals verzeihen oder Gnade gewaehren

  • Allerdings sollte das Kindeswohl immer über meinem eigenen Wohl angesiedelt sein...sehe ich zumindest so


    Richtig, aber man sollte sie auch nicht "verludern" lassen, abschieben mit Tablet / Fernseher....man sollte sie so früh wie möglich fördern und leistungsgerecht fordern....

    Absolute Zustimmung in beiden Punkten. Da brauchen wir nicht drüber zu reden.


    Dieses verludern und abschieben ist ein sehr großes Problem. Gefördert aber auch dadurch, daß die allermeisten Familien heute 2 Einkommen benötigen und damit den Eltern wichtige Zeit fehlt sich mit dem Kind zu beschäftigen.


    Da bin ich anderer Meinung....

    ....Diese "born free" der heutigen Tage führt eher zu stressanfälligen, drogenanfälligen, selbstmordgefährdeten Teenagern der heutigen Zeit...just my 2 cent

    Das ist jetzt aber das andere Extrem. Dazwischen gibt es noch viele Nuancen, und die meinte ich.


    Natürlich muß es Regeln geben und die Erziehung sollte bestmöglich aufs Leben vorbereiten. Klarer Fall.

    Aber wann fängt man damit an zu reglementieren ? Im Alter von 2 ? 5 ? 7 ?


    Ein Kind sollte meiner Meinung nach mit Leichtigkeit und als Kind aufwachsen. Unbekümmert. Und zu gegebener Zeit die Regeln des Lebens vermittelt bekommen.


    Ich sehe die Gefahr das zu viele Regeln in zu jungem Alter die Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten behindern. Die Kunst besteht darin die richtige Mischung und den richtigen Zeitpunkt zu finden.


    Ich weiß nicht ob ich das hinkriegen würde. Deswegen habe ich größten Respekt vor jedem Elternpaar.


    Aber ich habe großen Respekt vor dem, was elizaliz macht, es erfordert überdurchschnittliche Energie.

    Absolut.

    Ich bewundere sowieso wie sie Deutschland verlassen und sich in das Abenteuer Manila / Philippinen gestürzt hat. :hi

  • wichtiger ist das sich das Kind wohl fuehlt und Gluecklich ist, das ist schon mal sehr wichtig, denn wenn das Kind zufrieden und Gluecklich ist, dann ist auch die Mutter Gluecklich und zufrieden und weiss das se alles richtig gemacht hat

    Das wäre mir ein bißchen zu wenig....Kinder im Slum von Manila / Rio, im Kral in Nigeria fühlen sich auch wohl und sind glücklich, sie kennen es ja nicht anders....zumindest bis zu einem gewissen Alter

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Alltag & Freizeit



    Freizeit generell


    Um nochmal auf das „draußen“ Thema einzugehen, das ist wirklich das Einzige was mir hier auch ein bisschen fehlt. Mir persönlich eher weniger, aber meinem Sohn.


    Kinder sind prinzipiell nicht wählerisch wenn es um Erde, Gras oder Sand geht und so ist es uns schon ein paar mal so ergangen z.B. auf dem Weg zu einer Mall, dass ich ihn davon abhalten musste in Blumenkästen an Straßenkreuzungen zu wühlen.


    Es gibt hier ein paar Parks, aber zu wenige und die sind auch eher weniger auf Kinder ausgelegt. Erst einmal habe ich einen öffentlichen Spielplatz gesehen, der war so kaputt und eigentlich gemeingefährlich (herausstehende Nägel, abgesplittertes Plastik, gebrochene Leitern) dass man dort sicher kein Kind spielen lassen kann.


    Wir haben einen „Spielplatz“ am Dach, also zumindest Platz gibt es dort


    spielplatz.jpg



    Deswegen überlege ich tatsächlich schon in eine Subdivision in der Nähe umzuziehen, dort ist es anders, aber ich weiß noch nicht genau wie oder wo es die nächsten Monate exakt weitergeht, es wird sich alles finden.


    Für den Moment versuche ich unsere Freizeit z.B. mit Ausflügen zu gestalten oder Angeboten die es hier in der Nähe gibt.


    Wir waren z.B. im Ocean Park, in Antipolo, auf einem Sonntagsmarkt und ein paar Tage in Baguio.

    Demnächst gibt es einen Kurztrip nach Palawan, dort muss ich sowieso hin und eventuell einige Tage nach Ilocos Sur.


    oceanpark1.jpg


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    oceanpark5.jpg


    Antipolo Cloud 9 (irgendwie sieht dieses Foto Endzeit mäßig aus, aber es war wirklich schön dort)


    antipolo.jpg


    Was auch immer gut ankommt ist unser all wöchentlich Fahrrad fahren. Es gibt hier quasi vor der Haustür eine Hauptstraße, die Sa und So bis 18.00 Uhr für Autos gesperrt ist. Dort werden dann Fahrräder und Kettcars für Kinder verliehen, ein paar Buden mit Streetfood etc. aufgebaut und man trifft dort auch erwachsene Jogger, Zumba Klassen und Teenager mit Skateboards.


    biking1.jpg


    biking2.jpg


    Wir sind hier im Haus und vielleicht auch in der näheren Umgebung schon bekannt, weil mein Kleiner generell nur per Motorrad unterwegs ist. Er geht so gut wie nirgendwo hin ohne sein Bobby Car Style Motorrad, aus Plastik, versteht sich, mit dem er wie die Großen, nur am Gehsteig, herum düst.


    Sogar morgens, wenn wir meistens mal kurz einen 7 Eleven aufsuchen, ist das Motorrad am Start. Dann treffen wir fast immer unseren Nachbars Amerikaner im Aufzug, der aussieht wie aus dem Bilderbuch der schlechten Klischees, der meinen Sohn mit „morning lil’ fella“ begrüßt.

    Ich habe übrigens die Theorie, dass 7 Elevens so heissen, weil man oft um 7 und um 11 hingeht. Ich mache das öfters. Kann das jemand bestätigen?





    Einkaufen



    Was Einkaufen angeht, dafür habe ich nun auch meine eigene zeitsparende Lösung gefunden. Da es nicht ganz so einfach ist mit Kind plus Motorrad hier etliche Tüten an Lebensmitteln nach Hause zu transportieren, zu Fuß, bestelle ich neuerdings unsere Lebensmittel online über eine App namens „Honest Bee“. Dort kann ich mir aussuchen aus welchem Supermarkt, oder sogar von welchem Wet Market, prinzipiell von überall, ich was bestellen möchte per Klick in den Einkaufswagen. Dann wähle ich eine Lieferzeit aus und das Ganze kommt zu uns an die Condo Tür zu meiner gewünschten Zeit. Sollte ein Item nicht verfügbar sein, werde ich per Text benachrichtigt und mein „Shopper“ schlägt mir einen Ersatz vor dem ich zustimmen kann oder nicht.


    Man kauft zu den originalen Preisen wie im Supermarkt/am Markt ein und zahlt für das Shopping on top lediglich 100 php. Finde ich super praktisch.


    Der Haustier Versuch


    Ein Haustier wäre bei meinem Sohn schwer angesagt. Wir hatten in Deutschland zwei Katzen und ich habe früher hier immer Straßenkatzen aufgepäppelt. Vor einer Katze wurde ich allerdings bisher bewahrt. Dafür habe ich es einmal mit einem Huhn versucht.


    In der Nähe des Büros wo ich arbeite habe ich vor ein paar Wochen auf der Straße das hier gefunden:



    arthur1.jpg


    arthur2.jpg


    Ich konnte es nicht dort sitzen lassen und habe es mit zur Arbeit genommen. Es war super anschmiegsam und ich hab’s nicht übers Herz gebracht es wieder draußen auszusetzen. Also hab ich es in meine Tasche gepackt und mit in mein Condo genommen. Dort habe ich es mit Brotkrümeln und Wasser auf den Balkon gesetzt.


    Jedes mal wenn ich von ihm weggegangen bin hat es furchtbar laut gepiepst. Deswegen hatte ich schon die Befürchtung über Nacht nicht schlafen zu können… (mein Sohn war an diesem Tag über nacht bei seinen Verwandten).

    Tatsächlich hat es aber mit Einbruch der Dunkelheit aufgehört zu schreien und hat friedlich in einer Mütze geschlafen.

    Bei Tagesanbruch ging es natürlich sofort wieder los. Ich bin raus auf den Balkon und habe festgestellt dass das Huhn die Brotkrümel nicht gefressen hat. Am Tag zuvor im Büro hat es aber sehr wohl Reis gefressen.

    Also dachte ich mir, gut, das Huhn frisst eben nur Reis, muss ich schnell runter laufen und welchen holen.


    Leider kam dann das böse erwachen… Mein Balkon hat eine ganz normale Tür. Als ich rein gegangen bin um anschließend Reis für das Tier zu beschaffen, hab ich die Tür hinter mir zugemacht, d.h. wollte.

    Ich habe nicht gesehen dass das Küken hinter mir her gelaufen ist.

    Ich habe es in der Tür eingequetscht.

    Genau genommen den Kopf.

    Ohne Übertreibung, die Augen hingen auf beiden Seiten aus dem Kopf raus und es lag am Boden.


    Ich bin erstmal ins Bad gerannt um zu verschnaufen. Es war wirklich furchtbar! Eigentlich wollte ich das Huhn von von der Straße retten und nun hatte ich es umgebracht… versehentlich.


    Es musste jetzt aber jemand wegräumen und ich hatte keine Option als mich selber. Keine Überraschung für meinen Sohn später.


    Es hat mich wirklich viel Überwindung gekostet zurückzugehen, weil ich das kleine Küken so nicht anschauen wollte das vorhin noch so munter gepiept hat.


    Ich bin ganz langsam zurück geschlichen und hab einen Blick aus einen Metern Entfernung auf die vermeintliche Leiche geworfen. Da hat es nochmal gepiept! Es war nicht tot, oh nein! Es sah nur aus wie eine Kreatur aus einem Zombie Splatter Film, aber es lebte…


    Aus Schock bin ich erstmal wieder ins Bad geflüchtet. Zum Tierarzt bringen hätte mit heraushängenden Augen wohl wenig Sinn gemacht…. Also überlegen was tun…


    Da es definitiv keine langfristigen Überlebenschancen in dem Zustand hatte, entschied ich das gnädigste was ich nun tun konnte, das letzte was zu tun war, war das Küken nun ganz umzubringen. Nur wie?


    Ich hab mich den ganzen Tag über sehr schlecht gefühlt deswegen und es tut mir immer noch furchtbar leid.


    P.S. No offense Arthur aus dem Forum, ich habe dem Küken wirklich den Namen gegeben, aber aus reinem Zufall.



    editiert und sehr ausführliche Beschreibung von Tierquälerei gelöscht....muss man nicht öffentlich schreiben....TanduayIce

  • Nein, hier geht es ja um Schule und Erziehung und Du hast ja Deine Sicht der Dinge dargestellt und die Bedeutung der Natur hervorgehoben. Daraus hat sich die Frage ergeben und ich habe mir erlaubt, diese zu stellen. Insofern nicht OT und sinnfrei nur, wenn man nicht an den Überlegungen anderer Teilnehmer interessiert ist, was als Moderator bei Dir ja nicht der Fall ist. Ich bedanke mich für die Antwort.:hi

    Auch der Umgang mit Tieren ist wichtig, kommt auf den Philippinen auch zu kurz.

  • Als Nachtrag zum Verständnis: ich hab das Küken aufgehoben direkt von der Straße um es vom überfahren werden zu bewahren. Was ich ihm angetan habe war keine Absicht und es hat mich selber wirklich fertig gemacht. Ich wollte es dann umbringen weil es mir das Beste erschien um das Leiden zu verkürzen und habe mir selber Vorwürfe gemacht weil ich mich dabei so doof angestellt habe.


    Küken werden hier oft bunt angesprüht und oft für ein paar Peso als Spielzeug vor Schulen verkauft, das zum Umgang mit Tieren.

  • Ihr versucht das Beste daraus zu machen, Respekt. Das wäre auch für uns damals die einzige Chance gewesen mit den Kids dort zu bleiben. Aber in einem Moloch wie Manila leben, wäre unser Untergang gewesen. Ich kann nicht in einer Großstadt, egal wo, leben ich brauche Platz + auch "eigenes" sicheres Land um mein Haus herum. Aber ich finde gut, dass du alles versuchst um deinem Sohn eine angenehme Kindheit zu geben. Ich hoffe ihr habt auch Glück mit der Schule später.

    Eine gute Landung ist eine, bei der du hinterher weggehen kannst. Eine phantastische Landung ist eine, bei der das Flugzeug noch einmal verwendet werden kann. Starten muss man nicht. Landen schon

  • Als Nachtrag zum Verständnis: ich hab das Küken aufgehoben direkt von der Straße um es vom überfahren werden zu bewahren. Was ich ihm angetan habe war keine Absicht und es hat mich selber wirklich fertig gemacht. Ich wollte es dann umbringen weil es mir das Beste erschien um das Leiden zu verkürzen und habe mir selber Vorwürfe gemacht weil ich mich dabei so doof angestellt habe.


    Küken werden hier oft bunt angesprüht und oft für ein paar Peso als Spielzeug vor Schulen verkauft, das zum Umgang mit Tieren.

    Ich bin sicher, jeder hier hat verstanden was das für eine furchtbare Situation (für Dich) war. Die vollständigen Bericht hatte Ich gestern noch gelesen. Auch ohne diese Details hätte ich es nachempfinden können.


    Tut mir wirklich leid für Dich, daß diese Sache passiert ist. Trotzdem hoffe Ich Du würdest wieder so handeln und Dich um ein Tier in Not kümmern.


    Tiere haben auf den Phil's keinerlei Stellenwert. Da stimme Ich Dir zu. Was sich vor Schulen abspielt, weiß ich nicht. Aber wenn ich nur in die Nachbarschaft schaue, reicht mir das schon. Es gibt keinen Respekt vor der Kreatur.

  • elizaliz ,


    Mit großem Interesse verfolge ich Deine Auswanderungspläne resp. der Umsetzung.


    Warum ?


    Nun, vor etlichen Jahrzehnten stand ich vor einer ähnlichen Situation. Nur eben nicht mit Familienanhang.


    Du bist mutig diesen Schritt zu tun. Aber nur so kannst Du raus finden, ob, und was es bringt ?


    Ganz interessant finde ich auch Deine Erfahrung betreffend der Schulsuche resp. Deine Erfahrung hiermit. Besonders auch wegen den endlosen Diskussionen im Forum was Qualität der Schulen und Lehrer auf den Phils angeht. Ich äußere mich da selten, denn oft gibt es bloß subjektive Meinung von Leuten, die eigentlich nichts mit Pädagogik zu tun haben. Im Gegenzug wird auch das Schulsystem hier in Frage gestellt. Dies trifft ganz besonders auf Luxemburg zu, einem Land das überdurchschnittlich in Schulbildung investiert, aber stets Schwellenlandresultate in Pisa Studien erreicht.


    Noch habe ich hierzu keine eigene und fundierte Meinung. Aber es gibt Pläne für 2020 mit meiner Tochter auf die Phils zu reisen. Sie ist (bald) diplomierte Sozialpädagogin, sehr down to earth, und ich würde gerne mal ihr Urteil über das Schulsystem dort haben. Sie hat viele Praktika in diversen Feldern gemacht. Jedenfalls habe ich noch kein Urteil von einem Profi aus dem Bereich hier gelesen, meine ich mal.


    Manila ist für jeden eine Herausforderung, nicht nur wenn Kinder vorhanden sind. Auch sonst. War ja rezent wiedermal 8 Tage dort unterwegs (Aseana / Pasig / Makati / BGC).


    Ganz besonders arg finde ich die Anstrengung vernünftiges Essen aufzutreiben, wenn man sich mal selbst versorgen will. Dann die endlosen Zeitverluste im Verkehr von A nach B. Und eben diversifizierte Freizeitgestaltung. Da erkennt man halt, dass die Philippinen echter Nachholbedarf hat, eben nur Entwicklungsland ist. Ich zähle die Überzahl an Malls in Manila nicht wirklich als Bereicherung.


    Als Wildlifer, also Naturfotograf, der viel draußen auf der Tierlauer liegt, ist Manila das Ende der Fahnenstange. Da braucht man nicht lange rum zu diskutieren. Nicht umsonst flüchten Manilanos, wenn es nur geht. Kenne selbst Leute, die von QC mal gerne ins Sofitel an der Bay flüchten, nur um mal was anderes als Beton zu sein. Anfangs schmunzelte ich darüber, jetzt verstehe ich diese Sache.


    Mit der Tierliebe haben es die Filipinos nicht wirklich. Ich denke, dass bei der Mehrzahl die Tierliebe beim Magen aufhört. Aber, auch dort staunte ich letztens nicht schlecht in BGC. Auf der High Street gab es gefütterte Katzen, die nach Katzen aussahen. Keine verwundeten Gerippe. Sie sollen sogar gefüttert werden, von einem Verein. Jedenfalls erinnere ich mich auf einem Plakat gelesen zu haben, dass die Katzen nicht von den Leuten gefüttert werden sollten, es gibt jemanden der das tut. Das habe ich so noch nicht dort gesehen.


    Es bleibt spannend.


    LG Alf

  • Zumindest die Ergebnisqualität einer Schule oder eines Schulsystems kann man doch relativ einfach selber prüfen. Ein bisschen eigene Bildung vorausgesetzt. Dazu muss man nur ein paar Kinder und Erwachsene befragen: Einfache Grundrechenarten. Prozentrechnen. Dreisatz. Englischkenntnisse. Einfache Wissensfragen (Warum fällt eine Steinkugel zu Boden? Warum sehen Kinder aus wie ihre Eltern? Warum waren Menschen auf dem Mond?). Meine Erfahrung in den Philippinen: Das Grauen.