Schock auf Panglao

  • Es gibt zu dem Grundstueck noch eine ruehrende Geschichte.


    Der Verkaeufer des Grundstuecks, ein Barangay Captain, nutzte das Geld zur Eroeffnung eines Cellphone Assesoires Stores fuer seine Tochter in einer Mail in Tagbilaran.

    Den Store benannte er nach meinem Vornamen weil wie er sagte das Geld daher stammte.


    Einige Monate spaeter erreichte mich die traurige Nachricht dass er ueberraschend verstarb. Den Store gibt es aber mit unverändertem Namen immer noch.



    LG Carabao

  • 'The Carabao Store'?

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    Bilder unserer Touren hier: Nord-Luzon, Kordilleren, Reisterrassen, Banaue, Sagada, Pinatubo und Vigan!


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  • Durch Deinen thread habe ich angefangen mich ein wenig damit zu befassen. Seit 2011 haben wir ein 5,4 ha großes Grundstück an der Westküste Cebus. eigentlich wollten wir da bauen, haben uns dann aber anders entschieden und ein weiteres Grundstück in Dumaguete gekauft. Seitdem liegt das Grundstück da rum, und wir haben uns nie wirklich drum gekümmert. Sollte ich vielleicht mal mit anfangen.

    Ja wenn Du dort jahrelang nicht warst kann es nicht schaden mal nach dem Rechten zu schauen.


    Die Geschichte mit Grundstücke verkaufen , die einem nicht gehören, ist nicht so ganz neu . Ich kannte zu meiner Anfangszeit mal einen Schweizer, der hat auf Boracay ein Grundstück erworben (50T US $) hatte , darauf ein Restaurant und Business gebaut hat und nach ca 1,5 Jahren taucht der richtige Besitzer auf und verjagt ihm vom Grundstück . Totalverlust für ihn , auch mit gefälschten Papieren und selbst Anwälte waren involviert und haben mitabkassiert .

    Wenn es so laeuft sind die Investoren aber in aller Regel selber Schuld! Genau wie hier bei den Kaeufern von Irene. Man sollte erst bezahlen und anfangen zu bauen wenn man den originalen Titel auf eigenen Namen (bzw. den von der Partnerin) in der Hand haelt. Dann kann einen niemand mehr mal so eben vom Grundstueck jagen!

    Ein mir bekanntes Paar, beide nicht Filipinos, haben gerade 250.000 Euro fuer einen Resortbau investiert. Selbst Tax Dec ist immer noch nicht auf ihre Company eingetragen.. Angeblich sollen 16 Eigentuemer den Kaufvertrag unterschrieben haben. Nun sollen die Eigentuemer nochmal alle unterschreiben weil man festgestellt hat dass man einen Filipino fuer den Titelholder benoetigt.

    Da ist ein Desaster vorprogrammiert!


    'The Carabao Store'?

    Neee.. der Vorname aus dem wahren Leben! ;)


    Das hält ja erst mal nur dich davon ab, gegen Irene zu klagen. Wenn auch nur einer der Käufer trotzdem gegen sie klagt, war die Einigung mit dir eine "Fehlinvestition" für sie.

    Und damit kommen wir wieder zurueck zum eigentlichen Thema denn ich denke natuerlich auch weiterhin darueber nach.


    Wer sagt eigentlich dass die Kaeufer inzwischen ueberhaupt schon informiert wurden? Irene! Die Broker! Muss das stimmen?

    Wohlmoeglich sind die da alle so angebrueht dass die Kaeufer nach wie vor in dem Glauben sind Eigentuemer dieser Grundstuecke zu sein!


    Seit ueber einer Woche sind grosse Schilder mit u.A. auch unserer Telefonnummer am Grundstueck. Es hat sich aber keiner der neuen "Eigentuemer" gemeldet. Wir haben nie von einem der Kaeufer gehoert.

    Wenn die Kaeufer alle Abroad oder anderswo weit weg verweilen gaebe es u.U. gar keine Notwendigkeit diese zu informieren, denn dann muesste man die Kaufsumme ja zurueckabwickeln.


    Zudem gab es von einem der Broker unterschiedliche Versionen zum Absaegen der Baeume. Zuerst wurde gesagt einer der Kaeufer haette Zweifel und die Baeume absaegen lassen um zu sehen ob sich jemand meldet. Spaeter wurde gesagt einer der Kaeufer haette die Baeume absaegen lassen um sich auf einem anderen Grundstueck einen Zaun damit zu bauen.


    Spaeter nervten dann Irene sowie auch einer der Arbeiter mit Kettensaege immer wieder ob sie das Holz bekommen koennten welches wir spaeter ja der Barangay schenkten.


    Kann natuerlich sein dass einer der Kaeufer aus der Ferne Beweise sehen will dass die Baeume nicht nur gefaellt wurden, sondern dass damit auch ein Zaun gebaut wird.


    So wie da beim Grundstuecksverkauf gelogen und betrogen wurde wuerde es mich nicht wundern wenn Seitens von Irene und ihren Komplizen weiterhin Geschichten erfunden werden um die Kaeufer bei der Stange zu halten und die Kaufsummen nicht zurueck zahlen zu muessen!



    LG Carabao

  • So wie da beim Grundstuecksverkauf gelogen und betrogen wurde wuerde es mich nicht wundern wenn Seitens von Irene und ihren Komplizen weiterhin Geschichten erfunden werden um die Kaeufer bei der Stange zu halten und die Kaufsummen nicht zurueck zahlen zu muessen!

    Das ist äußerst wahrscheinlich!

    Hast du denn mal bei OLX, Lamudi etc. gesucht, ob dein Grundstück vielleicht sogar weiterhin angeboten wird?

  • Das ist äußerst wahrscheinlich!

    Hast du denn mal bei OLX, Lamudi etc. gesucht, ob dein Grundstück vielleicht sogar weiterhin angeboten wird?

    Ja hatte ich aber es nicht gefunden.

    Sie kann es da auch nicht mehr anbieten weil inzwischen ja alles daraus "verkauft" ist. :RolfWas wuerden die neuen "Besitzer" sagen? :D



    LG Carabao

  • Naja, mit der hier geschilderten Logik und Skrupellosigkeit würde es doch passen, die Zahlungen an dich über weitere (Schein-)Verkäufe des gleichen Grundstückes zu generieren... Denn solange sie zahlt, droht ihr ja keine Anzeige von dir, also kann sie auch weitermachen...

  • Ich möchte auch mal meinen Senf dazu abgeben zu den Renditemöglichkeiten von zum Spass gekauften Grundstücken,2006 hätte meine Freundin nördlich von Liloan in Cebu ein Strandgrundstück für 250000p Kaufen können,der Verkäufer stammte aus dem bekanntenkreis,daher fragte er uns zuerst ob wir interessiert wären.Leider habe ich abgelehnt weil es nur über meine Freundin möglich wäre Grundbesitz zu erlangen.Leider verpasste Gelegenheit,ich bin mit meiner Freundin jetzt verheiratet und das Grundstück ist jetzt einige Millionen Peso wert.


    Gruss

    Willie

  • Leider verpasste Gelegenheit,ich bin mit meiner Freundin jetzt verheiratet und das Grundstück ist jetzt einige Millionen Peso wert.


    Gruss

    Willie

    Und, bereust du es nicht zugeschlagen zu haben ?


    Mir wurde 1991 Land angeboten in Borocay Manok Manok 800 PhP m2 und ein Schweizer der dort lebte hat mich fast dazu gebracht diese Land zu kaufen was ich dann nicht gemacht habe zum grossen Glück im Nachhinein auf Borocay Leben möchte ich jetzt überhaupt nicht und die Wertvermehrungs Millionen hätten mich kaum glücklicher gemacht.

    In Cebu wurde mir in Marie Luise Land angeboten auch von einem Schweizer und mit ihm zusammen halbe halbe

    da hätte ich 30k Dollar investieren müssen für 1 Hektar Land, auch das habe ich fallen lassen.

    In Tubigon von einem Deutschen der eine Subdivision in aussicht gestellt hat, dort hatte ich das Geld schon parat

    und hätte mich ein anderer Deutscher (damals Wirt im Kukuksnest) nicht am Vorabend vor dem Vertrag gewarnt hätte ich heute zwar Bauland auf dem Hügel von Tubigon aber erstens war das ganze Pleite gegangen und dieser Herr .......

    ist gestorben, heute stehen drei zum teil unbewohnte Häuser dort und alle die Investiert hatten haben ihr Geld verloren.

    Auch in Panglao resp.Dauis hätte ich für 500 PhP Land erwerben können.

    Fazit Rückblickend bin ich froh nie in Land investiert zu haben.

    Ob ich resp. meine Frau jetzt glücklicher wären daran zweifle ich gerade wenn ich von solchen Problemen

    lese wie jetzt bei Carabao.

    Mit dem Geld was ich aus Imobilien in der Schweiz verdient habe und meiner Rente können wir sehr gut leben

    und meine Frau ist auch ohne viele Millionen glücklich und auf Lebzeiten abgesichert.

    Hier in Land investieren ist nach wie vor heikel geht es doch nie auf den eigenen Namen. Man kann nicht nur gewinnen

    man kann auch verlieren.

    Das waren meine 5 Cent und nur meine Meinung.


    -gogobo-

    Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein Erfolgreicher Mensch zu sein

    sondern ein Wertvoller !


    -Einstein-


  • Ich bereue es schon ein bisschen,den es war ein Ehepaar aus dem Bekanntenkreis meiner Frau,die hatten sich getrennt und brauchten dringend geld.Zu diesem Zeitpunkt kannte ich meine Frau ein halbes jahr, und war nicht bereit dieses Risiko einzugehen.Ich hatte nur mal Urlaub dort gemacht,und nur zufällig meine Frau über einen Freund der dort als expat lebte kennengelernt,er hatte mich über die Risiken aufgeklärt.

  • Natürlich kann man "auch verlieren", aber davor kann man sich weitgehend schützen. Dass man einen zuverlässigen Filipino, bzw. Filipina als Käufer braucht, ist unabdingbar.

    Wenn das gesichert ist, muss man sich (möglichst selbst) die Mühe machen und die Hintergründe des Grundstücks herausfinden. Eigentümer-Historie, Belastungen wie Wegerechte oder Nutzungsrechte wie farmer beneficiaries oder claimings etc. sowie tax declarations, Pläne und etwaige Verträge studieren. Dazu muss man beim örtlichen Gemeindeassessor vorsprechen, zur PENRO und ROD gehen, sich Zertifikate beim Barangay Captain und dem RTC holen und den Verkäufer eingehend befragen. Das hört sich umständlich und zeitraubend an - und das ist es auch. Sofern es sich aber um ein grösseres Wertobjekt handelt, sollte man es tun. Es gibt auch Anwälte, die all das erledigen und die man mit dem Prozedere eines Titles beauftragen kann, der aber tunlichst erfolgsbezogen bezahlt werden sollte. Noch besser wäre natürlich ein existierender "title", der übetragungsfähig ist. Wenn man dann tatsächlich ein schönes Grundstück zum Schnäppchenpreis erwirbt, kann man satte Gewinne erzielen. Dass sich die Grundstückspreise, bzw. "house and lot"- Preise in guten Lagen in den letzten 10 Jahren vervielfacht haben wird wohl keiner bestreiten. Der Tourismus-Zuwachs auf den Philippinen wird wohl auch künftig 10% p.a. erreichen und das Brutto-Inlandsprodukt weiterhin zwischen 6 und 7 % p.a. steigen.

    Es gibt nichts Gutes,
    Es sei denn man tut es.

  • Wenn das gesichert ist, muss man sich (möglichst selbst) die Mühe machen und die Hintergründe des Grundstücks herausfinden. Eigentümer-Historie, Belastungen wie Wegerechte oder Nutzungsrechte wie farmer beneficiaries oder claimings etc. sowie tax declarations, Pläne und etwaige Verträge studieren. Dazu muss man beim örtlichen Gemeindeassessor vorsprechen, zur PENRO und ROD gehen, sich Zertifikate beim Barangay Captain und dem RTC holen und den Verkäufer eingehend befragen. Das hört sich umständlich und zeitraubend an - und das ist es auch. Sofern es sich aber um ein grösseres Wertobjekt handelt, sollte man es tun.


    Ja, man sollte es unbedingt tun.

    Leider tun es aber sehr viele eben nicht weil oft auch das Hintergrundwissen fehlt. Kommt dann ein rhetorisch überzeugend wirkender Betrüger, dem Käufer wie in diesem Fall blindlings Vertrauen schenken dass alles seine Richtigkeit hat, dann hat der Käufer am Ende den Schaden.


    Wie dieser Thread zeigt sind es ja nicht nur oder vor allem Foreigner die mit fliegenden Fahren im Schnellverfahren irgendwelche Grundstücke kaufen ohne sich ausreichend abzusichern, sondern es gibt auch genug Filipinos die ein Grundstück kaufen möchten aber gar nicht wissen worauf sie zu achten haben.


    Hier waren jedenfalls die Käufer unglaublich naiv!


    LG Carabao

  • Alles in allem ein äusserst spannender und lehrreicher thread, für den man Dir sehr dankbar sein muss!

    Alles Gute.

    Es gibt nichts Gutes,
    Es sei denn man tut es.