Eine binationale Beziehung und die dunkle Seite einer Philippinischen Familie

    1. Vorwort
    2. meine Situation
    3. wie wir uns kennenlernten
    4. die Situation meiner Frau
    5. der Philippinische Familienclan
    6. der Weg zur Heirat
    7. die ersten unguten Gefühle wegen ihrer Familie
    8. die Erlaubnis zur Hochzeit
    9. vor unserer Hochzeit
    10. die dunklen Seiten der Philippinischen Familie werden immer deutlicher
    11. ein anderes kulturelles Ding
    12. die Zeit bis zum Visum - oder 'die Hölle tut sich auf'
    13. meine Gedanken



    1. Vorwort


    Ein Familienclan kann stark und für jedes Familienmitglied eine grosse Hilfe sein.

    Im beste Fall ist jedes Familienmitglied in einem Clan gut eingebettet und wird beschützt.

    Wenn ein Familienclan gut zusammenarbeitet, dann kann jedes Familienmitglied alles erreichen, denn gebündelte Kraft aller Familienmitglieder kann sehr mächtig sein.


    Umgekehrt, kann ein Familienclan für ein einzelnes Mitglied schnell zur Hölle werden.


    So wie es aktuell bei meiner Frau geschieht.


    Ich teile meine Geschichte hier, um vor allem Philippinen-Neulingen die Augen zu öffnen und auf mögliche Risiken hinweisen, die entstehen können, wenn ein weisser Mann mit einer Filipina zusammen kommt.


    Es war nie meine Absicht, meine persönliche Geschichte öffentlich zu teilen, denn A bin ich nicht so der Mensch, der Privatangelegenheiten jedem erzählt und B rede ich nach Möglichkeit nicht schlecht über andere Menschen – egal was diese getan haben.


    Die Situation meiner Frau nimmt aber mittlerweile Dimensionen an, die für mich nicht mehr haltbar sind und vor der ich andere Männer bewahren will.



    Damit der gesamte Zusammenhang ersichtlich wird, hole ich etwas weiter aus . . .

  • 2. meine Situation



    Ich stamme aus einer Familie in welcher jeder eine sehr gute Position und das entsprechende Einkommen hat.

    So wurde ich von Klein auf darauf getrimmt, meine Leistung zu erbringen und für finanzielle Sicherheit zu sorgen.


    Zwei schwere Unfälle veränderte aber meine Situation, nicht nur schlagartig, sondern auch nachhaltig.

    Trotz Versicherungen und Absicherungen folgte ein finanzieller Abstieg und der Verlust der sozialen Stellung.


    In dieser Zeit musste ich feststellen, dass ich in einer sehr materialistischen Welt gelebt habe und erlebte, wie sich 'Freunde' von mir entfernten, weil ich nicht mehr zu ihrem Kreis gehörte und mir auch nicht mehr alles leisten konnte.


    Es kam die Zeit, in der mir das Schicksal einen Spiegel vorgesetzt hat und ich erkennen musste, wie ich in der Vergangenheit war.

    Was ich sah, schmerzte mich, denn ich war bisweilen sehr egoistisch und nur allzu sehr auf das Finanzielle fokussiert.


    Meine Welt veränderte sich und neue Freunde traten in mein Leben.

    Freunde, denen es nicht darum geht, was ich besitze oder welchen Vorteil ich ihnen bringen kann.

    Es waren Menschen, die mich mochten, so wie ich bin und einfach für mich da waren und sind, wenn ich sie brauchte.

    Ich lernte aber auch, wie ich mich als Freund zu verhalten habe und eben nicht alles selbstverständlich ist.


    In der Zeit meiner Genesung veränderte sich mein Leben und meine Ansichten grundlegend.

    Ich veränderte mich grundlegend.


    Es wuchs die Erkenntnis, dass ich alles Wichtige im Leben nicht kaufen kann.

    Denn materielle Statussymbole waren für mich plötzlich nicht mehr wichtig.


    Ich kann kein Glück kaufen.

    Ich kann keine Freundschaft kaufen.

    Ich kann keine Liebe kaufen.

    Ich kann keine Zufriedenheit kaufen.

    Ich kann keine Gesundheit kaufen.


    Selbstverständlich, ein gewisses Mass an Geld muss zur Verfügung stehen, damit ein Leben angenehm zu gestalten ist – aber es ist weit weniger, als ich bis anhin angenommen hatte.

  • 3. wie wir uns kennenlernten


    Ich nutzte die Zeit der Genesung und tat, wofür ich früher eher weniger Zeit hatte – ich reiste durch die Welt.

    Mit eher bescheidenen Mitteln wollte ich die Welt sehen und in Kontakt mit den ganzen normalen Einwohner eines Landes kommen.


    Irgendwann verschlug es mich auf die Philippinen.

    Ein Land, das ganz bestimmt nicht zuoberst auf meiner Favoritenliste stand.


    Nachdem ich ein paar Tage Cebu-City und die Umgebung erkundet hatte, verschlug es mich auf die kleine, mir unbekannte, Insel Camotes.

    Damit es mir auf der Insel nicht all zu langweilig werden sollte, mietet ich umgehend eine Scooter.


    In diesem Geschäft begegnete ich einer Filipina, die mein Leben völlig verändern sollte.

    Die Tochter der Geschäftsinhaber betreute mich und übergab mir den Scooter.

    Sie erklärte mir alles, machte die Papiere und sagte mir, wo die schönen Orte der Insel sind.


    Kurze Zeit später war ich alleine auf dem Scooter unterwegs und mir wurde klar, dass ich ein Esel bin, denn ich hätte sie fragen können, ob sie mein Tourguide sein möchte.

    Verflixt, irgendwas faszinierte mich an dieser Frau.


    Also fuhr ich zurück und fragte ob sie, für ein paar Tage, mein Tourguide sein will.


    Sie wollte und sie wurde und so zeigte sie mir ein paar Tage die Schönheiten der Inseln und wir hatten immer wieder Zeit für Gespräche.

    Obwohl sie eine Abneigung gegen die weissen Männer hatte, sie sah zu viele weisse Männer die mit gemieteten Filipinas nach Camotes kamen und sie kannte die Eigenschaften, der, ach so hochstehenden und kultivierten, weissen Männer.


    Keine Ahnung wie es geschah, doch irgendwie entstand zwischen uns eine Neugierde, eine Spannung - weshalb ich meinen Aufenthalt verlängerte.

    Mit jedem Tag kamen wir uns näher, bis wir irgendwann merkten, dass wir mehr füreinander empfinden.


    Ich verlängerte abermals meinen Aufenthalt.

  • 4. die Situation meiner Frau


    Sie stammte aus einer Familie der Mittelschicht und studierte an der Universität.

    Nach erfolgreichem Abschluss verliess sie Camotes und arbeitete in Cebu-City.


    Kurz bevor sich unsere Wege kreuzten, kam sie zurück nach Camotes um ihren Eltern im Geschäft zu helfen, denn dieses begann zu wachsen.


    Meine Frau wollte nur für ein paar Monate auf Camotes bleiben und dann wieder zurück nach Cebu-City oder ins Ausland.

    Ihr Ziel war es, ihre Karriere weiter voran zu treiben.

  • 5. der Philippinische Familienclan


    Auf Camotes leben sehr viele Familienmitglieder meiner Frau und alleine rund um meine Frau leben ein paar Dutzend Familienmitglieder.


    Eingebettet in diesen Clan waren einige kulturelle Dinge zu beachten, wenn ich mit dieser Frau zusammenkommen wollte.


    Selbstverständlich konnte diese Filipina keine Nacht bei mir verbringen, so lange wir nicht in einer offiziellen Beziehung waren.

    Damit es eine offizielle Beziehung werden konnte, musste ich ihre Eltern um die Erlaubnis fragen.


    Selbstverständlich waren in dieser Zeit Berührungen, auch wenn wir alleine unterwegs waren, auf einen Minimum reduziert.


    Irgendwann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und fragte ihre Eltern um die Erlaubnis.

    Es wurde ein Familienausflug organisiert, bei welchem um die 14 Familienangehörige anwesend waren.


    Nu ja, in Europa des 12. Jahrhundert, um die Hand der Angebeteten anzuhalten war wahrscheinlich wesentlich unkomplizierter.


    Und schliesslich – ich wollte die Frau ja nicht heiraten, ich wollte sie nur besser kennenlernen und Zeit mir ihr verbringen, möglichst ohne ihre Familie.

    Damit das aber möglich war, musste ich eben um die Erlaubnis fragen.

    Der Kreis schloss sich somit.


    Nachdem wir die Erlaubnis der Eltern hatten, waren wir aber eben auch schon in einer offiziellen Beziehung.

    Irgendwie ging mir das jetzt aber etwas zu schnell.


    Nun hatten wir aber auch viele Vorteile und entschlossen uns zu einer mehrwöchigen Rundreise, auf der wir uns besser kennenlernen konnten.

  • 6. der Weg bis zur Heirat


    In diesen paar Wochen entwickelten wir zunehmend stärkere Gefühle füreinander.


    Wir hatten viel Zeit uns kennen zu lernen.

    Wir unternahmen viel, erkundeten viele Orte und hatten viel gemeinsame Zeit in der wunderschönen Natur.

    Viele Gespräche über Gott und die Welt - aber auch über unsere tiefsten Bedürfnisse rundeten die gemeinsame Zeit wunderbar ab.


    Bald schon merkten wir, dass wir dieselben Interessen und in etwa dieselben Vorstellungen von der Zukunft haben.


    Das Gefühl zusammen zu sein war unbeschreiblich und hätte für uns beide so weiter gehen können.


    Irgendwann kommt aber immer, was halt kommen muss.

    Es war Zeit, die Heimreise anzutreten.


    Sie begleitete mich zum Flughafen und wir verabschiedeten uns.

    Wie gelähmt ging ich durch den Security-Check, der damals noch vor dem Check-In-Schalter war.


    Ich gab mein Gepäck ab, bezahlte die Flughafentaxen, ging durch die Immigration und war irgendwann im Wartebereich.

    Es fühlte sich so leer an.

    Ein Teil von mir schien ausserhalb des Flughafens geblieben zu sein.


    Es war diese Frau.

    Es war die gemeinsame Zeit, die wir hatten.

    Es waren die Gefühle, die sie in mir geweckt hatte.


    Ich versuchte meine Welt zu sortieren und wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

    Da piepste mein Handy.


    Ihr Name erschien auf dem Display und eine Nachricht teilte mir mit, dass sie noch immer vor dem Flughafen sitzt.


    Sie konnte das Flughafenareal nicht verlassen.

    Sie konnte sich nicht bewegen.

    Ich fehlte ihr so sehr.


    Sie sass weinend vor dem Flughafen und begann zu realisieren, dass ich nun gegangen war.


    Diese Nachricht berührte mein Herz und ich musste mir etwa 17 Stunden die Tränen verkneifen, bis ich wieder zu Hause war.


    Es kam die Zeit mit tausenden von Nachrichten und unzähligen Videocalls.

    Ich besuchte sie wieder und wir reisten zwei Monate gemeinsam durch die Philippinen.


    Dieser Ablauf wiederholte sich, bis wir uns beide entschlossen, dass wir zusammenleben wollten.

    Nachdem der Versuch, dass sie im Rahmen des Stagiaires-Programm, für 18 Monate ein Praktikum in der Schweiz machen konnte, scheiterte, entschieden wir uns für die Hochzeit in Hong-Kong.

  • 7. die ersten unguten Gefühle wegen ihrer Familie


    Südostasien hatte mich schon immer fasziniert.

    Ich hatte schon einige Länder gesehen und habe mich auch intensiv mit der Kultur und der Geschichte auseinandergesetzt.


    So wusste ich ein paar Dinge und war nicht überrascht, dass mich meine Freundin bat, ihre Familie zu einem kleinen Familienessen einzuladen.


    Schon bald aber machte sich ein ungutes Gefühl bei mir breit, denn ich bezahlte jedes Familienessen.

    Ich übernachtete in einem ihrer Gästeräume, wenn ich auf Camotes war und mietet den Scooter in ihrem Geschäft.

    Selbstverständlich bezahlte ich immer den vollen Preis.


    Das war für mich noch okay, denn Geschäft ist Geschäft.

    Da denke ich etwa gleich.


    Was mich aber zunehmend störte, war dass ich jeweils den Transport vom und zum Hafen bezahlen musste, selbst wenn meine Freundin mit mir reiste.


    Deswegen gab es auch immer wieder heftige Gespräche zwischen uns beiden.


    Sie bat mich immer wieder es zu bezahlen und ihren Eltern damit den Respekt zu erweisen und den Eltern nichts schuldig zu sein.


    Ich bezahlte und biss mir die Lippen blutig.


    Ich wusste, dass es nicht meine Freundin war, denn sie war und ist sehr bescheiden und fragt nie nach etwas.

    Selbst wenn ich ihr etwas schenken wollte, musste ich sie schon beinahe dazu zwingen, das Geschenk anzunehmen.


    Doch mein Bauchgefühl rebellierte immer mehr gegen ihre Familie.


    Eines Tages fragte mich meine Frau, warum weisse Männer plötzlich nicht mehr zu der Familie der Filipina kommen.

    Sie sehe es so oft, dass der weisse Mann zu Beginn oft die Familie der Filipina besucht und dann plötzlich nicht mehr kommt.


    Ich hatte da einen schweren Verdacht – doch ich zog es vor zu schweigen.


    Irgendwann bemerkte ich eine Veränderung bei meiner Freundin.

    Sie hinterfragte immer mehr das Verhalten ihrer Familie.


    Sie realisierte, dass ich immer alles bezahlte aber im Gegenzug spendierte mir ihre Familie nicht ein Mal ein Wasser oder einen Kaffee.


    Der Geburtstag meiner Freundin war das Schlüsselerlebnis bei ihr.

    Ich kam für die Kosten der Geburtstagsfeier auf, limitierte aber die Ausgaben, denn ich wollte sehen, was nun passiert.


    Die Schwester meiner Frau organisierte die kleine Feier.


    Als wir am Tisch sassen, kamen plötzlich mehr Personen, wie es besprochen war.

    Ich schwieg und meine Freundin wurde verlegen.


    Es wurde Essen bestellt und serviert.

    Es wurde mehr Essen bestellt und serviert.

    Es kam immer mehr Essen und mehr Getränke.


    Mir schoss ein Gedanke durch den Kopf: 'Wer soll das alles essen'?

    Der Appetit verging mir.


    Meine Freundin hatte dieselben Gedanken, denn auch sie bekam keinen Bissen runter.


    Ich stand auf und entfernte mich vom Tisch, denn ich war kurz vor einer Explosion.

    Die Kultur war mir ein Stück weit bekannt, doch das was hier geschah war definitiv nicht mehr okay.


    Meine Freundin kam zu mir und hatte Tränen in den Augen.

    Sie entschuldigte sich für das Verhalten ihrer Familie.


    Kurze Zeit später zerriss es meine Freundin und sie faltete ihre Schwester am Tisch, vor der gesamten Familie, zusammen.

    Sie wurde laut und tobte, was für eine Frechheit das sei, so viel und so teure Dinge zu bestellen.

    Sie habe klar gesagt, was das Budget sei.


    Auf meine Frage, warum sie ihre Schwester vor der gesamten Familie blossgestellt und nicht bis zu Hause gewartet habe, meinte sie nur.

    Es ist eine Frechheit was sie tut und es sollen alle wissen.


    Ich bin Deine Freundin und mein Interesse gilt in erster Linie Dir.

    Ich kenne Deine Situation und ich will nicht, dass Du ausgenutzt wirst.


    Sie sagte mir ebenfalls, dass sie nun verstehe, warum die weissen Männer plötzlich nicht mehr zu der Familie der Filipina kommen.

    Das habe sie nie gewollt und es tat ihr sichtlich leid.


    In der Zeit danach wurde meine Freundin immer kritischer mit ihrer Familie und meine Anwesenheit auf Camotes wurde auf ein Minimum reduziert.

  • 8. die Erlaubnis zur Hochzeit


    In der traditionellen Philippinischen Kultur geht der Mann, zusammen mit seinen Eltern, zum Haus der zukünftigen Frau und deren Eltern.

    Der Mann bittet die Eltern der Frau um die Hand der Tochter.


    In diesem Moment verbinden sich die beiden Familien.

    An diesem Tag wird die Hochzeit besprochen und die Planung beginnt.


    So weit die Tradition, wenn es sich um eine Filipino-Beziehung handelt.


    Ich bin kein Filipino und lebe nicht auf den Philippinen.

    So musste meine Freundin ihre Eltern um Erlaubnis bitten.


    Der Vater war sofort einverstanden, die Mutter legte sich quer.


    Sie bestand darauf, dass wir auf den Philippinen heiraten, es eine kirchliche Hochzeit und ein entsprechendes Fest gibt.


    Die Erklärungen meiner Frau, dass eine Hochzeit auf den Philippinen wesentlich komplizierter sei, wie in Hong Kong und auch höhere Kosten entstehen werden, liess die Mutter nicht gelten.


    Ebenfalls interessierte es ihre Mutter nicht, dass die kirchliche Hochzeit später stattfinden soll, weil meine Familie und meine Freunde auch anwesend sein wollen.


    Meine Freundin erklärte ihrer Mutter, dass ihr Denken egoistisch sei, denn es sei schon grosszügig, dass die kirchliche Hochzeit auf den Philippinen stattfinden werde, schliesslich sei ich ein Schweizer und in der Schweiz gebe es auch Kirchen.


    Es nützte alles nichts.


    Meine Frau war bereit ihre Familie zu verlassen und suchte in Cebu-City eine Arbeit.

    Sie wollte gehen.


    Der Vater meiner Freundin musste es wohl realisiert und mit der Mutter gesprochen haben, denn einige Tage später willigte die Mutter ein.


    So planten wir unsere Hochzeit in Hong Kong.


    Dabei wuchs meine Abneigung gegen die Familie meiner zukünftigen Frau immer mehr an.

  • 9. vor unserer Hochzeit


    Der Respekt verlangte es, dass ich vor unserer Hochzeit nochmals meine zukünftigen Schwiegereltern besuche und sie zu einem Familienessen einlade.


    Meine Freundin und ich beschlossen, dass nur die Eltern und ihre Geschwister, sowie die Nichten und Neffen dabei sein werden.


    Als wir am Tisch sassen kamen plötzlich, entgegen der Abmachung, noch weitere Familienmitglieder und Angestellte.


    Das war nun definitiv zu viel für mich.

    Mein Entschluss stand fest.


    Meine Freundin stupste mich an und meinte, dass ich mit ihren Eltern sprechen und mich für die Erlaubnis bedanken soll.


    Ich entgegnete kühl: Nein!


    Du musst mit meinen Eltern sprechen, das verlangt der Respekt, entgegnete sie.


    Meine Antwort war, dass ich nur denjenigen Respekt entgegen bringe, die auch mich respektvoll behandeln.

    Ihre Familie hingegen habe meinen Respekt nicht verdient.


    Sie schaute mich an, senkte danach ihren Kopf und flüsterte: 'Ich weiss'.


    Der Schwager meiner Freundin versuchte die Situation zu retten und begann ein Gespräch.

    Erst sehr allgemein, um dann später doch auf das Thema Hochzeit zu kommen.

    Er war nicht dumm, er machte es sehr geschickt.


    Ich erklärte den Eltern, warum es eine Hochzeit in Hong Kong sein wird.


    Die Eltern hörten sich alles an und die Mutter meinte, dass wir an einem bestimmten Tag auf Camotes sein müssen, da an diesem Tag der Heilige der Insel gefeiert werde.


    Als ich ihr sagte, dass dies nicht möglich sei, da wir einen Hochzeitstermin haben und die Flüge und die Hotels bereits gebucht seien, wurde sie wütend.


    Sie meinte, dass wir am wichtigsten Tag auf Camotes zu sein haben.


    Nun war auch meine Geduld zu Ende und ich machte der Familie klar, dass es nicht einfach sei, eine Hochzeit über zwei Kontinente zu organisieren.

    Zudem funktioniere die Welt ausserhalb der Philippinen definitiv anders, denn ausserhalb der Philippinen werden die Dinge organisiert, Termine abgemacht und Vereinbarungen verbindlich getroffen.


    Punkt


    Mann war ich geladen.

  • 10. die dunklen Seiten der Philippinischen Familie werden immer deutlicher


    Wir reisten nach Cebu-City um am nächsten Tag nach Hong Kong zu fliegen.


    Meine Freundin sagte am Vortag zu ihrem Bruder, dass er uns bitte früh am nächsten Morgen zum Hafen fahren soll, damit wir das Fastcraft nach Mactan nehmen können.


    Der Bruder tauchte nicht auf.


    Meine Freundin organisierte einen anderen Fahrer und so konnten wir uns nicht mehr bei der Familie verabschieden, da diese alle im Geschäft waren.


    Auf dem Weg zum Hafen trafen wir noch ihren Vater.

    Ich verabschiedete mich freundlich von ihm und bedankte mich für alles.


    Wofür ich mich eigentlich bedankte war mir schleierhaft – aber was soll es, dem Anstand war somit Genüge getan.


    Am nächsten Tag schreckte meine Freundin aus dem Schlaf hoch – sie hatten den Muttertag vergessen!


    Sofort rief sie ihre Mutter an, entschuldigte sich und wollte ihr alles Liebe zum Muttertag wünschen . . .

    Dazu kam sie nicht mehr.


    Ihre Mutter machte sie so dermassen zur Sau, dass meine Frau weinend auf dem Bett zusammenbrach.


    Das sollte erst der Anfang der Hölle sein, durch die meine Frau zu gehen hat.


    Meiner Freundin wurde vorgeworfen, dass sie respektlos und egoistisch sei.

    Sie habe die Familie im Stich gelassen.

    Sie sei ohne Erlaubnis gegangen.


    Wow – das hatte ich aber anders in Erinnerung!


    Wir heirateten und danach ging es für ein paar Tage Honeymoon nach Tagaytay.


    Drei Tage nach unserer Hochzeit stand meine Frau traurig vor mir und hatte ihr Handy in der Hand.


    Was ist den los? Fragte ich sie.


    Sie schaute mich mit Tränen in den Augen an und sagte: 'Mein Hochzeitseintrag auf Facebook hat über 200 Likes – aber keinen einzigen von meiner Familie'.

    'Über 20 Personen haben mich angerufen und gratuliert – aber nicht jemand von der Familie'


    Selbst als unsere Flitter-tage zu Ende waren hatte sich niemand von ihrer Familie bei ihr gemeldet und sie gefragt, wie es ihr geht, geschweige denn gratuliert.


    Aber ihre Mutter und ihr Vater haben sie angerufen und sie zusammengestaucht, dass es eine Frechheit sei, dass sie einfach so das Geschäft verlassen habe und sie (die Eltern) mit allen Online-Buchungen überfordert seien.


    Selbst eine Tante hat meine Frau angerufen und sie beschimpft und beschuldigt.


    Ich realisierte, dass meine lieben Schwiegereltern nicht wollen, dass meine Frau die Philippinen verlässt, denn es war meine Frau, die das administrative des Geschäfts macht und die Buchungen verwaltet.

    Sie ist auch diejenige die am besten Englisch spricht.


    Mir wurde klar, dass das Geschäft der Eltern ins Wanken gerät, wenn meine Frau zu mir in die Schweiz kommt.


    Darauf angesprochen meinte meine Frau, dass es nicht ihre Sache sei.

    Sie habe nun ihre eigene kleine Familie und sie habe das Recht ihr eigenes Leben zu haben.

  • 11. ein anderes kulturelles Ding


    Meine Frau sagte mir, dass sie gratis für die Eltern arbeite, sie bekomme nur Kost und Logis für ihre Arbeit.

    Es sei normal, dass ein Kind versucht, zurück zu geben, was die Eltern in das Kind investiert haben.


    Sie sagte, dass sie das noch tun werde, bis sie in die Schweiz ausreisen dürfe, dann habe sie ihre Schuld beglichen und könne die Familie ohne schlechtes Gewissen verlassen.


    Sie erzählte mir immer mehr Dinge aus der Vergangenheit und bemerkte dabei selbst, wie ihre Familie gepolt ist.

    Sie musste feststellen, dass jeder einzelne ihrer Familie höchst egoistisch und äusserst geldgierig ist.


    Es war hart zu sehen, wie dieses Bewusstsein in meiner Frau wuchs, denn Familie ist und bleibt Familie.

  • 12. die Zeit bis zum Visum - oder 'die Hölle tut sich auf'


    Unsere kurze Flitter-zeit war zu Ende und ich brachte meine Frau in Cebu-City zum Hafen.

    Ich gab ihr etwas Geld, damit sie nicht mit leeren Händen dastand.


    Ich werde ihren Blick nie vergessen.

    Sie gab mir alles Geld zurück, strahlte und sagte:


    'Darling, ich brauche kein Geld von Dir, Du weisst doch, dass ich 30'000 Pesos habe.

    Ich habe Trinkgeld und Provisionen für die Vermittlung von Hotelzimmer bekommen'.


    Auch auf mehrmaliges Nachfassen wollte sie kein Geld von mir.

    Ich hatte ein ungutes Gefühl – welches sich schneller bestätigen sollte, wie mir lieb war.


    Am nächsten Tag rief mich meine Frau an und weinte bitterlich.

    Die Mutter hat ihr die 30'000 Pesos weggenommen, als wir geheiratet haben.


    Keiner weiss warum es die Mutter getan hat – doch sie gibt das Geld nicht wieder her.

    Meine Frau war am Boden zerstört.

    Da sass sie nun ohne einen Peso in der Tasche.


    Doch das sollte erst der Anfang von so vielem sein, dass ich mir nie hätte vorstellen können.


    Meine Frau arbeitet für Kost und Logis bei den Eltern, um ihre kulturelle Schuld abzutragen.


    Eine ihrer Schwestern hat zwei uneheliche Kinder mit einem Filipino, welcher im Ausland arbeitet.

    Er schickt ihr jeden Monat einen Teil seines Einkommens, immer zwischen 30'000 – 50'000 Pesos.

    Die Schwester hat ein eigenes Haus und vermietet daneben ebenfalls eigene Scooters zu 500 Pesos am Tag.


    Kurz, ihr geht es, für Philippinische Verhältnisse, sehr gut.


    Die Schwester packte von einem Tag auf den anderen ihre Sache, verliess ihre Kinder und die Familie und arbeitet jetzt ebenfalls im Ausland.

    Das hat zur Folge, dass meine Frau wohl im Haus der Schwester leben darf aber gleichzeitig die Nanny der Kinder sein muss.


    Ohne Bezahlung wohlgemerkt.


    Die Schwester spart sich dadurch eine Stange Geld, denn sie muss keine Nanny bezahlen.


    Als meine Frau, nach unserer Hochzeit, zurück zur Familie kam, begann die Situation zu eskalieren.


    Sie wurde von allen Geschwister angefeindet.

    Sie sei egoistisch und respektlos und vieles mehr.


    Die Eltern machen sich immer mehr ein schönes Leben, gehen nach Cebu, Manila, Bohol und lassen meine Frau das Geschäft schmeissen – ohne dass sie auch nur einen Peso dafür sieht.


    Als meine Frau ein Mal unerwartet nach Hause kam, sah sie, dass ihr Schwager und zwei Geschwister einen Videochat mit der ältesten Schwester in Manila hatten und lauthals über meine Frau ablästerten.


    Meine Frau sei egoistisch.

    Sie habe jetzt viel Geld, weil sie einen weissen Mann habe aber sie teile das Geld nicht mit der Familie.

    Wir hätten sie auch nur in die schäbigsten Restaurants eingeladen und das Essen wäre zum kotzen gewesen.


    Und so weiter und so fort.


    Im gleichen Zeitpunkt bekam meine Frau die Nachricht, dass ihre Schwester nicht mehr wolle, dass sie in ihrem Haus lebe.

    Aber die Kinder solle sie natürlich weiterhin gratis betreuen.


    Meine Frau kam wieder auf den Gedanken, die Familie zu verlassen und in Cebu-City zu arbeiten, bis sie das Visum der Schweiz bekommt.


    Dies versuchten die Eltern mit allen Mitteln zu verhindern.


    Eine Tante kam auf meine Frau zu und sagte ihr, dass ihre ganze Familie zu tiefst eifersüchtig sei, weil sie einen guten Mann gefunden habe und eine gute Zukunft haben werde.

    Damit meinte die Tante noch nicht mal die Tatsache, dass sie in die Schweiz ziehen kann, sondern unsere emotionale Verbindung im Allgemeinen.

    Selbstverständlich schwingt auch die Tatsache, dass meine Frau ein Leben in der Schweiz vor sich hat, in der Eifersucht mit.

    Die Tante meinte weiter, dass die Eltern nicht wollen, dass sie Camotes verlasse, denn das Geschäft werde harte Einbussen haben, wenn meine Frau geht.


    Die Situation entspannte sich später ein wenig und meine Frau meinte, dass sie die Zeit bis zum Visum noch auf Camotes aushalten werde.

    Sie wolle mir nicht unnötige Kosten verursachen.



    Vor wenigen Tagen war meine Frau in Cebu-City und hatte den Termin bei der CFO.

    Selbstverständlich hat sie das Seminar bestanden und hat das heiss ersehnte Zertifikat, welches ihr erlaubt, die Philippinen für immer zu verlassen, sobald sie das Visum der Schweiz hat.



    Freudestrahlend ging meine Frau zurück nach Camotes und siehe da, wenn Du denkst, dass es nicht schlimmer kommen könne – dann zeigt Dir das Leben, dass es immer einen Zacken schärfer geht.


    Noch als meine Frau in Cebu-City war, rief ihre Mutter an und wollte, dass sie zwei Tickets für die Eltern von Cebu nach Manila kaufe.


    Meine Frau sagte frech, dass sie nicht genug Geld dabei habe, worauf ihre Mutter explodierte.

    Der Verdacht liegt nahe, dass die Mutter wollte, dass meine Frau die Flugtickets kauft und sie das Geld nie zurück bekommt.


    Zurück auf Camotes beschied ihr die Mutter, dass meine Frau zu viel Strom verbraucht habe und sie diese Rechnung zu begleichen habe.

    Ausserdem sei es ihr ab sofort nicht mehr gestattet im Haus der Schwester zu leben.

    Die Kinder der Schwester habe sie aber selbstverständlich weiterhin gratis zu betreuen.

    Sie könne jetzt, zusammen mit den Kindern, im Haus der Eltern leben.

    Selbstverständlich müsse sie aber angemessene Miete dafür bezahlen.


    Damit es nicht vergessen geht, sie arbeitet ohne Lohn im elterlichen Betrieb!


    Sie wird seither auch jeden Morgen sehr früh geweckt und ins Geschäft geschickt, mit dem Hinweis, dass sie ja die Familie nicht unterstützen wolle, und sie für den Lebensunterhalt gefälligst zu arbeiten habe.



    Meine Frau realisierte auf schmerzhafte Weise was für eine Familie sie hat und ist zu tiefst verletzt.


    Sie lehnt jegliche finanzielle Unterstützung von mir ab und meint, dass es nicht meine Aufgabe sei, die Gier ihrer Familie zu befriedigen.

    Es sei nicht meine Schuld, dass ihre Familie so geldgierig und gemein ist.


    Sie werde es nie zulassen, dass auch nur ein Peso von mir an ihre Familie gehe.

  • 13. meine Gedanken


    Meine Frau geht durch die Hölle und kann sich nur äusserst bedingt zur Wehr setzen.

    Ich bin zur Zeit in der Schweiz und muss aus der Ferne hilflos zusehen, wie ihre Familie sie zerpflückt.


    Ich kann nur hoffen, dass das Migrationsamt die Familienzusammenführung bewilligen wird und meine Frau bald bei mir sein kann.


    Ich für meinen Teil lerne dabei aber viel über den Charakter meiner Frau und bin glücklich, dass sie meine Frau ist – denn mein Gefühl hat mich weder bei ihrer Familie, noch bei ihr getäuscht.


    Meine Frau hat JA gesagt, weil sie mich liebt und nicht weil sie Geld will.

    Sie will arbeiten und ihr eigenes Geld verdienen.


    Sie will einfach eine gute und glücklich Beziehung mit mir führen.


    Meine Geschichte soll vor allem Philippinen-Neulingen aufzeigen, was alles passieren kann, wenn ein weisser Mann, mit einer Filipina zusammenkommt, insbesondere dann, wenn sie noch eng mit der Familie zusammenlebt.


    Meine Frau ist stark und setzt sich gegen ihre Familie zur Wehr.

    Doch ich kann mir gut vorstellen, dass die eine oder andere Filipina, selbst wenn sie nicht materialistisch veranlagt ist, dem Druck der Familie nicht gewachsen ist und die finanziellen Forderungen an den weissen Mann weiterreicht.


    Da heisst es, Holzauge sei wachsam.


    Es kann die Filipina sein, die Geldgierig ist – es muss aber nicht.

    Es kann auch einfach nur sein, dass sie nicht stark genug ist, gegen die Familie anzugehen.


    Meiner Frau und mir kommt zu Gute, dass wir doch schon einige Zeit zusammen unterwegs waren und vor allem, dass wir sehr viel und über restlos alles gesprochen haben.


    So war ich über jede kleinste Entwicklung auf ihrer Seite informiert und sie kannte meine Gedankengänge immer in Echtzeit.

  • Mein Fazit


    Was nun passiert ist, dass ich ihre Familie nicht nur ablehne, sondern schlicht verachte.

    Da ist mir die Kultur eines anderen Landes egal.


    Die Familie versucht ihre eigene Tochter zu erpressen um an Geld zu kommen.

    Da hört bei mir jeder Spass auf.


    Ich für meinen Teil, werde dieser Familie nie auch nur die kleinste Unterstützung oder Hilfe zukommen lassen – denn das haben sie schlicht nicht verdient.

    Zumindest so lange nicht, bis sie ihr Verhalten wirklich eingesehen und sich in aller Form bei meiner Frau entschuldigt haben und eine wesentliche und nachhaltige Veränderung zu sehen ist.


    Meine Frau – ihre Tochter – wird die Familie verlassen und zu mir kommen.

    Ob sie sich danach noch gross um ihre Familie kümmern wird, hängt jetzt sehr stark vom Verhalten der Familie ab.


    Ich für meinen Teil bin aber auch dankbar über diese unsagbaren Ereignisse, denn sie zeigen mir noch deutlicher, wie meine Frau gestrickt ist, wie sehr sie für diese Beziehung einsteht und wie sie zu mir steht.


    Vor allem aber schweissen uns solche Probleme nur noch mehr zusammen.


    So gesehen erweisen sich ihre Eltern und ihre Geschwister einen Bärendienst.


    Mal sehen ob sie das eines Tages begreifen werden – oder ob immer der weisse Mann Schuld an allem sein wird.

  • Gratulation und Sali Dominique ,

    einer der besten , eindrücklichsten und ehrlichsten Beiträge die ich je gelesen habe . Es wiederspiegelt die am meisten verbreitetet Mentalität von einem Teil der Bevölkerung . Die einten sind gieriger und unfairer gegenüber ihren Familienmitglieder andere respektieren die neuen Veränderungen und helfen dabei das dem neuen ausländischen Familienmitglied keine Hindernisse in den Weg gelegt werden . Diese Familie ist definitiv Geldgieriger als wiederum andere die es auch auf die Foreigner Hilfe abgesehen haben , aber im realistischen Verhältnis . Ich erlebe auch manchmal Situationen die mich schockieren , aber mit einem klaren Veto meinerseits wird dies meistens akzeptiert . Mein Eindruck , für Dich und Deine Frau habe ich keine Bedenken den harten steinigen Weg zu meistern . Deine Lebenserfahrung , Klugheit und irgendwie weisen Entscheidungen wie auch Stärke und Respekt beeindrucken mich sehr . Ich wünsche Dir und Deiner Frau alles Gute , und möge Einsicht und Heilung in den kranken Teil der Familie einkehren . Allerbeste Grüße aus Iriga

    Jüge

    =)


    Das Leben ist viel zu kurz um normal zu sein :tease

  • Hey metamorph


    Vielen Dank für diese ehrliche Story, was du erlebt hast, wünsche ich keinem. Hat ja auch positive Seiten, unsere weißt du , dass deine Frau zu die steht, eigentlich kannst dich irgendwann bei der Familie bedanken.


    Da bin ich froh, dass die Familie meiner Verlobten nicht ansatzweise so ist.

    Bei meinen jährlichen Besuchen, laden Sie mich und meine Familie immer zuhause bei dich zum Essen ein und so viel kann man gar nicht essen, wie die an Essen machen. Vor allem fragen Sie gerne meine Frau aus, was ich den gerne An philippinischem Essen mag und das wird dann gelockt. Führt oft dazu, dass sie 3 verschieden Dessert vorbereiten und unzählige Hauptgänge.

    Wir laden sie auch einmal alle zum Essen ein und wenn man mit der Familie was unternimmt, versuchen sie zu mindestens zu bezahlen. Oft lässt es meine Mutter nicht zu, aber sie lernen dazu und zahlen , wenn meine Mutter auf Toilette ist oder beim tanken lenken Sie sie seit neuestem ab und dann Benzin zu bezahlen.

    Man bin ich froh.


    Vielen Dank dir nochmal


    Lg yberion45

  • Congratulations ! Willkommen im team.


    It's more fun in the Philippines.


    Vom Regen in die Traufe könnte der Untertiltel lauten...

    (Manche Schweizer haben mit sparsamen Schwaben ungemein viel Gemeinsames...)


    Wenn ich die Geschichte noch fortsetzen darf:

    Deine Frau wird demnächst das Visum erhalten und entgegen dem Willen der Familie das Land verlassen und nur noch eine Fernbeziehung mit der Herkunftsfamilie führen.

    Dennoch ist es ihre biologische Familie - und selbst bei versklavten Kindern - die vermeintlich Ihre langersehnte Freiheit glauben gefunden zu haben werden sie zumeist für immer in der Haft der Familienbande verbleiben. Und das ein Leben lang.


    BLUT IST DICKER ALS WASSER !


    Und gerade im Kulturkreis der Philippinen gilt dieser Satz im Besonderen.


    Sobald klar ist, das Deine Freundin ausreisen kann, wird die Mutter und der Vater die Taktik ändern und auf "gute Familie" und "einzulösende Dankbarkeit" arbeiten. Immerhin ist "die reiche Langnase" ja noch nicht aus der Welt. Deine Frau wird das Land im Guten mit der Familie verlassen, denn das ist die einzige Möglichkeit sie weiter aus der Entfernung "monetär gefügig" zu halten. Sicher wird sie das so selbst nicht für möglich halten, aber die "Urliebe" eines Kindes zu seinen Eltern wird immer erhalten bleiben, egal wie schlecht das Kind behandelt wurde, selbst im Falle einer Versklavung (wie hier geschehen).


    Ich empfehle eine moderate Lösung mit der Familie und ein baldiges "Eingraben des Kriegsbeiles"...

    Aus der Entfernung werdet ihr vergleichbar weniger Probleme mit Ihnen haben, aber einen totalen Bruch mit Ihnen würde ich vermeiden, selbst wenn Deine Frau das wünscht.

    Das könnte nämlich auf Dauer die Beziehung mit Deiner Frau nachhaltig verschlechtern.


    Milanium

    Vor allen Dingen bin ich Mensch, und wenn ein andrer Mensch sich in Not befindet und ich ihm helfen kann, so frage ich nicht, ob seine Haut eine grüne oder blaue Farbe hat." - Old Surehand I, 1894, S. 242


    Jeder Mensch will glücklich werden; das ist falsch. Jeder Mensch soll glücklich machen; das ist richtig." Und Friede auf Erden!, 1904, S. 551


    Karl May.


  • @Jüge


    Danke für Deine Worte und Dein Kompliment.


    Ich habe mir lange überlegt, ob ich meine/unsere Geschichte hier schreiben soll.

    Doch glaube ich, dass es für den Einen oder Anderen hilfreich sein kann, zu sehen, was alles auf einen 'weissen Mann' zukommen kann, wenn er sein Herz an eine Filipina verliert.

    Vor allem, dass es eben nicht die Frau sein muss, die geldgeil ist – es kann auch 'nur' die Familie sein. (entschuldigt den Ausdruck)


    Ich war darauf vorbereitet, dass die Philippinische Familie sich auch einen Vorteil aus einer binationalen Beziehung verspricht.

    Was ich durchaus auch nachvollziehen kann, vor allem dann, wenn die Tochter im Ausland einen guten Job hat und die Familie in ärmlichen Verhältnissen lebt.


    Das hier sprengt aber den Rahmen komplett.


    A

    Geht es ihrer Familie sehr gut.

    Auf Camotes gehören sie zu den wohlhabenden Philippinischen Familien und es fehlt ihnen an nichts.


    Wie ich aber erfahren musste, müssen alle Kinder gratis im Familienbetrieb arbeiten.


    B

    Die Abmachung meiner Frau und mir immer waren, dass ich sie nicht unterstütze.

    Ich bezahle nur unsere gemeinsamen Reisen, denn das kann sie sich beim beste Willen nicht leisten.



    Als ihr Handy kaputt ging, habe ich ihr ein gut gebrauchtes Samsung S7 aus der Schweiz mitgebracht, welches sie erst nicht annehmen wollte.

    Sie gab es mir auch am Ende unserer gemeinsamen Reise zurück, weil sie dachte, dass ich es ihr nur ausgeliehen hatte.


    Selbst als ich auf unserer Hochzeitsreise fragte, ob ich kurz ihr Handy benutzen dürfe, bei meinem war der Akku leer, sagte sie, Du musst nicht fragen, es ist Dein Handy.


    Es dauerte einige Zeit, bis sie es als 'ihr' Handy bezeichnete.



    Danke, ich mache mir um mich und meine Frau, sprich um unsere Zukunft, auch keine Sorgen.

    Nur, es ist zur Zeit nicht einfach mitanzusehen, wie meine Frau von der eigenen Familie misshandelt wird.


    Diese Geldgier schlägt sogar für die Schweiz dem Fass den Boden aus.

    Ich weiss, dass man hier die Seele verkauft, um ein neues Statussymbol zu besitzen, dass man aber seine eigene Tochter prügelt, um an Geld zu kommen ist auch hier eher selten.


    Meine angespannte persönliche Situation, macht der Antrag auf Familienzusammenführung leider auch zur Zitterpartie.

    Da ist noch nichts in trockenen Tücher.



    @yberion45


    Ich weiss nun definitiv dass meine Frau zu mir steht, egal was kommt.

    Denn nichts ist härter, als sich, für seinen Partner, gegen die eigene Familie zu stellen.


    Ich hätte mir weiss Gott auch für eine Familie, wie Du sie erleben darfst, gewünscht.


    Für mich besonders hart, da ich eher italienisch erzogen wurde (meine Mutter ist Tessinerin und mein Stiefvater Italiener).

    Für unsere Familie steht die Familie über allem und der Partner eines Familienmitgliedes wird automatisch zu einem Familienmitglied, mit allen Rechten und Pflichten).


    Wir stehen einander bei und unterstützen uns, wann immer wir können.

  • Nette Geschichte.

    Nimm mir bitte nicht übel, wenn ich ein paar Dinge aufführe, die mich an Deiner Geschichte stoeren.

    auf mögliche Risiken hinweisen, die entstehenkönnen, wenn ein weisser Mann mit einer Filipina zusammen kommt.

    Mir stößt irgendwie deine manische Benutzung des Begriffes des "weissen Mannes" negativ auf ...

    Ich nehme an, da steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick sehen kann. :D

    Offensichtlich, dass Du von Dir annimmst, natuerlich ganz anders, als der typische "weisse Mann" zu sein ... :floet


    Wie sieht es eigentlich mit den "roten", "schwarzen" oder "gelben" (asiatischen- Japaner/Koreaner/Chinesen etc ) Männern aus?


    Dann etwas zu der Dame und ihrer "Familiensituation":

    kam sie zurück nach Camotes umihren Eltern im Geschäft zu helfen, denn dieses begann zu wachsen.
    Ihr Ziel war es, ihre Karriere weiter voran zu treiben.


    Alsofuhr ich zurück und fragte ob sie, für ein paar Tage, meinTourguide sein will.


    Siewollte und sie wurde und so zeigte sie mir ein paar Tage dieSchönheiten der Inseln ...

    Obwohlsie eine Abneigung gegen die weissen Männer hatte, sie sah zu vieleweisse Männer die mit gemieteten Filipinas nach Camotes kamen undsie kannte die Eigenschaften, der, ach so hochstehenden undkultivierten, weissen Männer.


    Also, zusammenfassend haben wir eine "karriereorientierte" Filipina, welche extra aus der Stadt zurueck zum Familiengeschaeft kommt, weil sie dort wegen Expansion dringend gebraucht wird.

    Fährt dann allerdings sofort mit einem "weissen" Unbekannten los und lässt das Familiengeschäft (Scooter-Rental (?)) im Stich.

    Und als Krönung macht sie das, obwohl sie doch eine Abneigung gegen die, ich zitiere, "ach so hochstehenden und kultivierten, weissen Männer" hat.

    Aber bei metamorph wirft sie diese "Abneigung" natuerlich sofort ueber Bord. :Augenbraue


    MeineGeschichte soll vor allem Philippinen-Neulingen aufzeigen, was allespassieren kann, wenn ein weisser Mann, mit einer Filipinazusammenkommt, insbesondere dann, wenn sie noch eng mit der Familiezusammenlebt.

    Vielleicht solltest Du bei Deinem Ratschlag an die "Neulinge" verstärkt auf die soziale Situation eingehen, und zwar dass es sich hier bestenfalls um eine provinzielle lower class (max middle lower class) Familie dreht und auch das Beschreibungsbild deiner Frau bei weitem nicht dem einer karriereorientierten "starken" Frau, wie von Dir im folgenden beschrieben, handelt.


    MeineFrau ist stark und setzt sich gegen ihre Familie zur Wehr.

    Das steht doch in komplettem Widerspruch zu Deiner Beschreibung, oder?


    Deine Geschichte spiegelt Deine persönlichen Erfahrungen geprägt durch Deinen kulturellen Hintergrund und oberflächlicher, eindimensionaler Philippinenerfahrung wieder, hat aber fuer mich keinen Anspruch als ein allgemeingueltiger Ratgeber sowohl im Bereich Beziehung als auch zum Thema kultureller Hintergrund durchzugehen.


    Natuerlich schade fuer Dich, dass Du bei Deiner Wahl der Familie ins Klo gegriffen hast, aber das kommt nun mal gelegentlich bei Partnerwahl aus Familien der unteren sozioökonomischen Klassen vor. :D


    Trotzdem viel Erfolg beim Aufbau Deiner eigenen Familie

    wuenscht


    Sackgesicht

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  • @Milanium


    Deine Gedanken sind mir auch schon des Öfteren durch den Kopf gegangen.

    Und natürlich stimmt alles, was Du schreibst.


    Doch ganz so, wird es nicht kommen.

    Meine Frau wird die Familie verlassen, noch bevor sie das Visum hat.


    Sie wird nach Cebu-City gehen und die Zeit dort absitzen.

    Somit wird sie die Philippinen dann einfach verlassen ohne dass ihre Familie den genauen Zeitpunkt erfährt.


    Ausserdem ist meine Frau ein ausgesprochener Rebell und lässt nichts auf sich sitzen, wenn sie der Meinung ist, dass es so nicht stimmt.

    Da sass ich schon öfters entspannt im Sessel und schaute zu, wie der süsse Vulkan explodiert ist.

    Da steht sie meinem Temperament in nichts nach. :clapping


    Auch ich kam mit meinen Allüren schon gewaltig unter die Räder. :D


    Sie hat mir jetzt mehrmals gesagt, dass sie ihrer Familie alles an den Kopf werfen wird, was sie durchleben muss, sobald sie in der Schweiz ist.

    Sie wird ihnen klipp und klar mitteilen, dass es eine absolute Schweinerei war und dass sie ihre Seele dem Teufel verkauft haben.


    Du kannst Dir sicher sein.

    Ich mische mich nicht in das Verhältnis von meiner Frau zu ihrer Familie ein.

    Der Familienbund ist für mich heilig und wie auch immer sich meine Frau entscheidet, ich stehe vor ihr, hinter ihr und neben ihr.


    Aber - sie weiss, dass ich erst wieder mit ihrer Familie sprechen werde, wenn sich diese gewaltig entschuldigt haben und ihr Verhalten nachhaltig verändern.

    Daraus resultiert auch, dass sämtliche Pläne einer Hochzeit auf den Philippinen vorerst gestoppt sind.

    Auch meine Frau ist der Meinung, dass die kirchliche Hochzeit in Europa, bei meiner Familie und meinen Freunden stattfinden kann.


    Sie weiss auch, dass jeder, der meine Frau verletzt, automatisch zu meinem Todfeind wird.

    Ich sehe gerade, da schlägt die italiensiche Erziehung durch.

    Niemand behandelt meine Frau schlecht.