Paketdienst in die Philippinen (Sachspenden)

  • Einen guten Abend an alle,


    in einem Projekt wurden einige Spenden für eine Schule in den Philippinen gesammelt.


    Darunter sind auch Sachspenden bzw. ein Projektor/Beamer im Wert von ca. 1000 Euro und weitere Materialien im Wert von ca. 300-400 Euro.

    Da ich beruflich im Moment leider nicht in die Philippinen reisen kann, werden die Inhalte mit einem Paketdienst verschickt, auch wenn dadurch nochmal ca. 60 Euro Versandkosten entstehen.


    Nun stelle ich mir allerdings die Frage bezüglich den Zollvorschriften. Insbesondere da die Gegenstände alle neu sind und zudem einen recht hohen Wert aufweisen, befürchte ich, dass horente Gebühren anfallen oder das Paket erst gar nicht durch den Zoll kommt. Kennt sich jemand damit aus oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Als Anbieter würde ich DHL (versicherter Versand) wählen, da mir da nur gutes berichtet wurde und das Paket müsste vor Ort in einer DHL Filiale abgeholt werden.


    Liebe Grüße

    Ivo

  • Hallo,


    hier mal mein Ergebnisbericht bezüglich der Kommunikation mit den Philippinischen Behörden (evtl. hilft es ja jemandem):


    0. Den Wert des Projektors habe ich zu Beginn falsch eingeschätzt. Dieser beläuft sich nicht auf 1000 Euro, sondern nur auf 550 Euro, da es sich um das alte Modell handelt... Die Materialien wurden bereits anderweitig und ohne den Zoll versendet, waren dementsprechend keine Thematik in der folgende Behördenkommunikation.


    1. Die Philippinische Botschaft in Deutschland hat mir recht zügig geantwortet und mir mehrere Ansprechpartner genannt. Der Kontakt war freundlich aber letztendlich eben nur ein Vermittlungskontakt, da mir die zuständigen Behörden nicht wirklich bekannt waren...


    2. Das Bureau of Custumts ist für die Einführ von waren Zuständig, welche verzollt bzw. versteuert werden müssen. Mit dem Bureau of Custums habe ich mich nachfolgend etwas rumgequält, da Mail (wie eigentlich zu erwarten) telweise nicht beantwortet wurden und nach mehrfacher Nachfrage immer wieder unterschieldiche Informationstemplates herumgeschickt wurden, mit sehr ähnlichen Fragen. Nach 17 Mails habe ich die Antwort bekommen, dass ich bei einem Projektor mit einem Wert von 600 Euro (Ich habe den Wert bewusst etwas höher angegeben,um am Ende einen Puffer zu haben) etwas unter 10000 PHP zahlen müsse und zudem bestimmte Dokumente versenden bzw. Anträge stellen muss (Dafür wäre nochmal eine Gebühr von ein paar Hundert Pesos und dem Dokumentenversand aus Deutschland erforderlich...). Zuzüglich Versandkosten also ein sehr teurer Spaß! Für diese Kosten würde ich dann doch eher ein Hinflug buchen und so nochmal schön Urlaub machen :) Leider ist dies aus beruflichen Gründen derzeit nicht möglich :(


    3. Von der Botschaft wurde mir zu Beginn mitgeteilt, dass ich beim Department of Finance auch eine Sondergenehmigung für eine Gebührenfreie Einfuhr beantragen kann. Da ich die Philippinischen Prozesse kennengelernt habe war mir direkt klar, dass der Prozess sehr kompliziert sein wird und vermutlich wieder unzählige Stunden verschlingen würde. Nach der aus meiner Sicht unerfreulichen Nachricht des BoC bezüglich den Importkosten habe ich es aber dennoch versucht und innerhalb von zwei Mail meine Vermutung bestätigt bekommen. Antrag muss persönlich in Manila gestellt werden und es sind unzählige Dokumente erforderlich. Sowas von Deutschland aus zu regeln ist sehr schwer, meine Kontakte vor Ort wären vermutlich auch überfordert...



    Der einfachste Weg ist in einem solchen Fall wohl bei der Einreise im flieger im Gepack. Meine Bekannte hatten damit eigentlich nie Probleme und haben nach eigener Aussage die verrücktesten Dinge eingeführt. Teilweise wurden auch große Objekte mit hohem Wert auf diesem Wege transportiert.


    Eine Alternative habe ich wahrscheinlich in der Balikbayan Box gefunden. Nach den Erfahrungen eines Anbieters sollte dies in meinem Fall wohl passen. ;)