Wirtschaftliche Lage der Philippinen

  • die Verhältnisse waren kaum anders als in den USA. Woher kam das nun? Wurden hier über Jahrzehnte Märchen erzählt? Kam die Ungleichheit durch die Neureichen aus dem Osten? ...

    Aber die Erfolgstory Hartz4 für alle jene welche nicht arbeiten wollen ist genial(für die Fleissigen eher nicht). DIe Wohnung wird bezahlt und man hat seine sichere Hartz4 Rente bis zum Lebensende. Das hat Amerika nicht und die Leute werden es auch falsch verstandener Angst vor dem Sozialismus niemals akzeptieren.

    Also Ehrlich, Hartz 4 ist jetzt nicht unbedingt das Thema. Eine Rente bis zum Lebensende ist es wohl auch nicht denn dann müsste zumindest das Existenzminimum bezahlt werden und das wird es nicht. Ein Satz unter 500 Euro im Monat ist schon nicht so sehr reizvoll. Gerade unter Rot-Grün eingeführt kam der Satz ja aus der Arbeitslosenhilfe die fast doppelt so hoch war. Nannte man damals glaube ich ALG 2. Und da Arbeitslosengeld nur der bekommt der auch in die Versicherung eingezahlt hat ist das eigentlich nicht zu beanstanden. Das Gemeine daran war ja nur dass du 30 Jahre eingezahlt haben konntest und trotzdem nur 2 Jahre bekommst. Dann fällst Du bereits in Hartz 4. Das war vorher nicht so.


    Nun wenn ich die ganzen Beiträge richtig verstehe auf die Phil bezogen geht es auch um die Absicherung via Versicherungen und Sozialausgaben. Das habe ich bei meinen Betrachtungen außer Acht gelassen. Gerade Krankenversicherung ist wohl wirklich im Gegensatz zu Europa eine der Schlüssel warum die Menschen immer am Abrund laufen. Solange gesund und arbeitsfähig alles gut, wenn mal krank in der Existenz oder dem Leben bedroht.


    Gleichwohl ist die Frage nicht beantwortet wo all die Jobs herkommen die unbesetzt sind und wo die Leute sind die diese besetzen können.


    Sind es heute wirklich mehr Jobs oder ist das nur ein Gefühl und ich täusche mich?


    Beobachtet Ihr das in Cebu, Manila oder anderen Städten genauso ?

    Wer sich nicht lebt, wehrt sich verkehrt!

  • Auch wenn ich in ländlicher Gegend wohne, so brauch ich keine Verslumung der Städte, … Ob jetzt Harz IV gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Unsere Verfassung garantiert ein Existenzminimum, ob du es Sozialhilfe ALG II, Grundsicherung, oder …. nennst. In D ist es Ausdruck unserer sozial orientierten liberalen Gesellschaftsordnung. Mag man gut finden oder nicht. Wie man das Kind nennt ist gleich. Keine Regierung käme drum rum. Selbst war ich nie in der Lage hier einen Antrag stellen zu müssen, doch von dem was ich so höre wird es den meisten nicht so leicht gemacht, insbesondere in Gegenden mit geringer Arbeitslosigkeit. Das hat jetzt mit den Phils wenig zu tun.


    Ich denke der Vorteil ist, dass in D niemand auf einem Friedhof leben muss, oder in Häusern die fast einstürzen.


    Zu den offenen Stellen? Fachkräfte brauchst fast überall. Selbst die effektive Wartung einer Aircon geht nicht mit links. Da brauchst einfach Kenntnisse und nicht nur ein schönes Lächeln.

  • Gleichwohl ist die Frage nicht beantwortet wo all die Jobs herkommen die unbesetzt sind und wo die Leute sind die diese besetzen können.

    Nur so eine Geschichte, warum offene Stellen unbesetzt sein können, welche ich von einem deutschen Gastronom auf den Phils überraschenderweise im Februar erhalten habe.


    Ich fuhr vor seinem Restaurant vor, war überrascht, es war an dem Tag geschlossen. Ok, am folgenden Tag ein neuer Versuch, nun war es offen, und ich fragte den Eigner, warum er denn neuerdings einen Tag schliessen würde ?


    Die überraschende Antwort war aus Mangel an Personal, obschon er gut bezahlt (über Tarif plus 13 Monat), das Personal krankenversichert ist und mit bezahlten Urlaubstagen. Für Neuanfänger gibt es 2 Monatsgehälter zusätzlich als Start up, für Personalvermittler eine Prämie.


    Grund der offenen Stelle sei die Unterstützung der OFW an die Familien, und warum soll man arbeiten, wenn man genug Geld ohne Arbeit bekommt ?


    Es wird nicht der einzige Grund sein, aber bei ihm reicht es, dass das Restaurant nicht das mögliche Geschäftsresultat hat.


    LG Alf

  • Ein Neffe meiner Frau 37 Jahre alt, 180cm gross und ca. 90kg Gewicht, der denkt ueberhaupt nicht ans arbeiten. Der klappert die Grossfamilie ab und fragt ueberall nach Geld, das reicht scheinbar fuer ihn und wenn er wirklich mal Geld braucht faehrt er bei seinem Onkel 2 bis 3 Tage Tricycle.

    Solche Leute gibt es sehr viele, wie koennen da die offenen Stellen besetzt werden. Bei Bewerbungen ist es auch so, da wird sich einmal beworben und wenn es nicht klappt ist es erstmal vorbei mit Bewerbungen. Viele Pinoys sitzen zuhause und warten bis die Arbeit zu ihnen kommt anstatt selbst aktiv zu werden. So sind nicht alle Pinoys aber sehr viele.

  • Ein Neffe meiner Frau 37 Jahre alt, 180cm gross und ca. 90kg Gewicht, der denkt ueberhaupt nicht ans arbeiten. Der klappert die Grossfamilie ab und fragt ueberall nach Geld, das reicht scheinbar fuer ihn und wenn er wirklich mal Geld braucht faehrt er bei seinem Onkel 2 bis 3 Tage Tricycle.

    Solche Leute gibt es sehr viele, wie koennen da die offenen Stellen besetzt werden. Bei Bewerbungen ist es auch so, da wird sich einmal beworben und wenn es nicht klappt ist es erstmal vorbei mit Bewerbungen. Viele Pinoys sitzen zuhause und warten bis die Arbeit zu ihnen kommt anstatt selbst aktiv zu werden. So sind nicht alle Pinoys aber sehr viele.

    Wir kennen viele Philippinas, welche dasselbe von ihren auf Geld wartenden Angehörigen berichten. Wir selbst sind nicht davon betroffen, da die Eltern meiner Frau tot sind und wir ausser im Urlaub keinen Kontakt mit der Familie haben- Wobei nur meine Frau mit denen Kontakt hat. Ich, selber nicht.

    wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von wo ein lichtlein her!

  • Ein Neffe meiner Frau 37 Jahre alt, 180cm gross und ca. 90kg Gewicht, der denkt ueberhaupt nicht ans arbeiten. Der klappert die Grossfamilie ab und fragt ueberall nach Geld, das reicht scheinbar fuer ihn und wenn er wirklich mal Geld braucht faehrt er bei seinem Onkel 2 bis 3 Tage Tricycle.

    Solche Leute gibt es sehr viele, wie koennen da die offenen Stellen besetzt werden. Bei Bewerbungen ist es auch so, da wird sich einmal beworben und wenn es nicht klappt ist es erstmal vorbei mit Bewerbungen. Viele Pinoys sitzen zuhause und warten bis die Arbeit zu ihnen kommt anstatt selbst aktiv zu werden. So sind nicht alle Pinoys aber sehr viele.

    Das ist halt das lokale soziale System.

  • Die Familie meiner Frau kommt aus einer kleinen Stadt in der Provinz.

    Dort sieht man überhaupt nichts von einem wirtschaftlichen Aufschwung - im Gegenteil.

    Es gibt praktisch kein produzierendes Gewerbe, außer vielleicht der Landwirtschaft.

    Ein paar Jobs gibt es noch für Bauarbeiter, ansonsten fast nur Dienstleistungen oder als Verkäufer.

    Am Public Market werden Leute gesucht als Verkäufer. Die Arbeitszeit beträgt 12-15 Stunden täglich und bezahlt wird dafür einen Lohn von 100 Peso pro Tag. Wenn jemand zu solchen Konditionen nicht arbeiten will, kann ich ihm das nicht übel nehmen.


    Als Konsequenz wandern von den jungen Leuten fast alle ab, die es sich leisten können. Sie suchen in den größeren Städten oder gleich im Ausland nach einer Perspektive.

    Zurück bleiben die Alten und die Armen, die ihren Kindern keinen College-Abschluss bezahlen können. Dieser "brain drain" bleibt natürlich für die Region nicht ohne Folgen, weil gerade diejenigen abhauen, die etwas Grips und Ambitionen haben um etwas aufzubauen oder wenigstens bereit sind, etwas zu leisten.


    Und dann gibt es auch noch einige, die ganz zufrieden mit dem "easy life" sind. Ein Dach über dem Kopf, was zum Essen und Alkohol - mehr braucht es für manche anscheinend nicht für ein glückliches Leben.

    Bis vor einigen Jahren konnten viele sich und ihre Familien noch als Fischer gut ernähren, aber die massive Überfischung und der absolut nicht vorhandene Nachhaltigkeitsgedanke haben ihre Folgen. Die schlagen sich jetzt irgendwie als Tagelöhner oder Tricycle Driver durch, weil sie nie wirklich etwas vernünftiges gelernt haben. Oder sie lassen sich von OFWs oder Verwandten mit durchfüttern, die anderswo besser verdienen.


    Also in der Provinz ist die wirtschaftliche Lage klar auf dem absteigenden Ast.

    In den großen Städten sieht das anders aus, aber der starke Zuzug von Menschen dort hin führt auch zu massiven infrastrukturellen Problemen.

    Und viele der Filippinos stehen einer wirklich guten Entwicklung ihres Landes durch ihre eigene Einstellung und Arbeitsmoral selbst im Wege.

    Das starke Bevölkerungswachstum ist auch ein wirkliches Problem.


    Wie weiter oben schon erwähnt, gäbe es sicherlich Potential in der Tourismusbranche.

    Aber wenn jeglicher Nachhaltigkeitsgedanke fehlt, sehe ich da auch ein großes Risiko, dass für kurzfristigen Profit die Natur zerstört wird und die Reiseziele dadurch unattraktiv werden.

    Und für ausländische Investoren sind die Philippinen aufgrund der Gesetze rund um Grundbesitz und weiterer Risiken leider auch ziemlich unattraktiv.


    Insgesamt sehe ich die wirtschaftliche Zukunft auf den Philippinen alles andere als rosig.

  • Man steht sich oft auch selbst im Weg. es fehlt bei vielen einfach der Wille etwas zu erschaffen, genau wie der Wille durchzuhalten und etwas durchzusetzen. Dazu fehlt es oft an rudimentären Kenntnissen von Mathematik, Wirtschaft, kaufmännischem Verhalten und Kundenanbindung. Man lebt von der Hand in den Mund, ohne an morgen zu denken. Umsatz wird als Gewinn gesehen, lieber 1x beim Preis beschei**en, als einen Kunden durch Qualität zu überzeugen.


    Die paar wenigen die es begriffen haben, schaffen auch etwas dort...aber es sind viel zu wenige! Die Massen an geld kommen noch von den OFW, das wird bei mehr Einsatz von KI ein deutliches Verlustgeschäft werden und dann geht es richtig bergab! Die Finanzierungen von Haus & Auto auf Pump sind doch auch ganz dünne.

    Eine gute Landung ist eine, bei der du hinterher weggehen kannst. Eine phantastische Landung ist eine, bei der das Flugzeug noch einmal verwendet werden kann. Starten muss man nicht. Landen schon

  • Ja Goose da ist was dran. ich habe ich schon oft gefragt warum die meisten Geschäfte - zumindest die gut gehenden - von Chinesen, Indern, Taiwanesen oder anderen Ausländern oder Philippinos mit ausländischen Wurzeln geführt werden. Eben weil es an Grundkenntnissen fehlt.


    Und haben Philippinos wirklich Häuser gebaut die stattlich sind waren es meistens heimgekommene "Seamen". Oder eben andere OFW. Kann es sein, dass diejenigen die ins Ausland gehen dabei lernen ihr Geld zusammenzuhalten?


    Die Grundrechenarten waren eines der ersten Amtshandlungen welche ich meinem GM beigebracht habe. Das ging ganz einfach. Ich nahm 10.000 Pesos der einnahmen und legte 8.000 davon weg. Dann erklärte ich Ihr dass die anderen 2.000 Pesos die sind von denen Sie jeden Monat alle Kosten bezahlen muss. Die 8.000 muss sie nehmen um wieder neue Waren zu kaufen. Das verstand sie sofort und seither macht sie das täglich so. Immer 20 % wegnehmen und zur Seite legen.


    Sie hat das inzwischen auch den Mitarbeitern erklärt. Ich denke wenn man so etwas gewissermaßen als Einführungsseminar für "Neu - Unternehmer" machen würde könnten mehr Philippinos erfolgreich ihre Geschäfte führen.


    Wäre auch mal eine Idee gewissermaßen als Unternehmensberater aufzutreten und den Menschen die Grundkenntnisse kaufmännischen Handels beizubringen.

    Wer sich nicht lebt, wehrt sich verkehrt!

  • ich habe ich schon oft gefragt warum die meisten Geschäfte - zumindest die gut gehenden - von Chinesen, Indern, Taiwanesen oder anderen Ausländern oder Philippinos mit ausländischen Wurzeln geführt werden.

    Ich hatte subjektiv auch den Eindruck, dass das auch auf die Minderheit moslemische Philippinos in nicht-muslimischen Regionen zutrifft. Also dass die auch besser sind, im nachhaltig Geschäfte machen.

  • Wie weiter oben schon erwähnt, gäbe es sicherlich Potential in der Tourismusbranche

    Das Potential der Philippinen in der Tourismusbranche? Vielleicht im sündigen Tourismus (Sex, Glücksspiel), vor allem für Asiaten. Oder im reinen Ressort-Tourismus/all-inclusive Tourismus, bei dem der Touri die Anlage nicht verlässt. Und die Mitarbeiter generalstabsmässig vom Tourismus-Konzern auf Service durchgeformt wurden. Für das meiste "typisch Philippinische" muss man schon ein ausgesprochener Landesliebhaber sein, um das zu verzeihen. Also z. B. mangelnde Infrastruktur, Foreigner-Preise, ewiges übers Ohr gehauen werden, Kriminalität, Schlendrian...

  • Wie weiter oben schon erwähnt, gäbe es sicherlich Potential in der Tourismusbranche

    Das Potential der Philippinen in der Tourismusbranche? Vielleicht im sündigen Tourismus (Sex, Glücksspiel), vor allem für Asiaten. Oder im reinen Ressort-Tourismus/all-inclusive Tourismus, bei dem der Touri die Anlage nicht verlässt. Und die Mitarbeiter generalstabsmässig vom Tourismus-Konzern auf Service durchgeformt wurden. Für das meiste "typisch Philippinische" muss man schon ein ausgesprochener Landesliebhaber sein, um das zu verzeihen. Also z. B. mangelnde Infrastruktur, Foreigner-Preise, ewiges übers Ohr gehauen werden, Kriminalität, Schlendrian...

    Wo du als Tourist Kriminalität erlebst, solltest du mir dann bitte erklären.


    Klar hat Philippinen großes Potenzial im Tourismus Bereich mit den Inseln und den Stränden, abseits vom sündigen Tourismus Oder Tierhalter Tourismus.


    Man könnte es mit Pauschalreisen sehr ankurbeln, was ja definitiv fehlt. Flug+5 Sterne Hotel all inklusive.

    Dazu diverse Touren anbieten im Hotel. Reiseveranstalter wie TUI etc ins Boat holen.


    Noch mehr auf verschieden Touristenklassen eingehen und entsprechende Infrastruktur schaffen.


    Mag sein, dass Infrastruktur, wie du meinst kaputt wäre, meine Erlebnisse bisher sind nicht so, das Reisen funktioniert ganz gut und geschmeidig, sehe da kein Unterschied zu anderen Ländern.


    Zu dem Thema Touristen Preise:

    Ist nicht nur auf den Philippinen so, sondern in jedem anderen Land dieser Welt auch oder glaubst du etwa das zum Beispiel in Barcelona der Einheimische für 3 Paella mit Getränken 90€ bezahlt? Muss der Touri nämlich und das in Europa ....

  • Wie weiter oben schon erwähnt, gäbe es sicherlich Potential in der Tourismusbranche

    Das Potential der Philippinen in der Tourismusbranche? Vielleicht im sündigen Tourismus (Sex, Glücksspiel), vor allem für Asiaten. Oder im reinen Ressort-Tourismus/all-inclusive Tourismus, bei dem der Touri die Anlage nicht verlässt. Und die Mitarbeiter generalstabsmässig vom Tourismus-Konzern auf Service durchgeformt wurden. Für das meiste "typisch Philippinische" muss man schon ein ausgesprochener Landesliebhaber sein, um das zu verzeihen. Also z. B. mangelnde Infrastruktur, Foreigner-Preise, ewiges übers Ohr gehauen werden, Kriminalität, Schlendrian...

    Ich weiss ja nicht wo du dich rumtreibst.... oder was dir im Urlaub wichtig ist.... aber da stimme ich dir mal überhaupt nicht zu.


    Wer auf reinen Resort Tourismus/all inclusive Tourismus steht, der ist auf den Philippinen eher weniger gut aufgehoben ausser in ein paar exklusiven, und dementsprechend teuren, Inselresorts.

    8-)



    Das "typisch philippinische" hat durchaus seinen Charme, wenn man kein "Pingelpott" ist.


    - mangelnde Infrastruktur: Dann plane oder buche richtig.


    - Foreigner Preise: Hast du überall wo du als typischer Tourist auftrittst, und sei es am Münchner Viktualienmarkt.


    - übers Ohr gehauen werden: hast du ebenfalls an den meisten Touristen Spots weltweit und gerade auch in vielen "ärmeren" Ländern. Dann lerne aus Fehlern und mach sie beim nächsten mal nicht mehr. Ein bisschen hat das auch mit Weltgewandtheit zu tun.

    Wer leicht übers Ohr gehauen wird, der lässt sich auch leicht übers Ohr hauen.


    - Kriminalität: Meiner Meinung nach für Touristen in den Größten Teilen des Landes keine signifikant höhere Gefahr als anderswo.


    - Schlendrian: Ist vielleicht manchmal etwas nervig, a la "out of stock" etc... in vielen Fällen aber finde ich solche kleinen Vorkommnisse eher amüsant als ärgerlich.





    Was ist mit der philippinischen Gastfreundschaft und Lebensfreude? Finde ich doch sehr positive typische Eigenschaften.


    Die Philippinen sind kein Reiseziel für Jedermann, aber sie haben doch Einiges zu bieten, z.B. weltklasse Strände und Natur!


    Hält man sich natürlich in erster Linie an Orten wie Angeles oder Puerto Galera, als Beispiele, auf, bekommt man davon nicht viel mit... :floet


    Overcrowded destinations wie Boracay oder El Nido sollte man als westlicher Tourist vielleicht eher meiden wenn man Ursprünglichkeit mag.





    Und hier setzen die wirklichen Probleme des Tourismus meiner Meinung nach an:


    - Zuviel Fokus auf Massentourismus, das schnelle Geld und die Bedürfnisse gewisser asiatischer Reisegruppen. Das "zerstört" regelrecht manche schönen Orte und lässt das Interesse anderer Zielgruppen schwinden. :mauer


    - schlechteres Preis- Leistungsverhältnis in vielen Bereichen im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern


    - Das wirklich grosse Potential des (nicht-chinesischen) Tourismus wird teilweise falsch ausgeschöpft



    Kleines, aktuelles Beispiel, bisschen passend zum letzten Punkt:


    Das DOT, Department of Tourism, hat gerade eine neue Promotion Kampagne gestartet

    "Eats More Fun in the Phillippines". Mit loklem Partner "Jollibee" um die Philippinen zu praesentieren. ;(

    Quelle




    Man könnte es mit Pauschalreisen sehr ankurbeln, was ja definitiv fehlt. Flug+5 Sterne Hotel all inklusive.

    Dazu diverse Touren anbieten im Hotel. Reiseveranstalter wie TUI etc ins Boat holen.


    Noch mehr auf verschieden Touristenklassen eingehen und entsprechende Infrastruktur schaffen.


    Hm, ja.... aehem... genau das gibt es schon! :floet


    Es muss auch nicht immer ein 5 Sterne Hotel sein... aber gewisse Reiseveranstalter, und nicht TUI, kümmern sich dann z.B. auch um Ärgernisse beim Buchen von Cebu Pacific oder internationalen Flügen.

    :D:D:D


    Und die Infrastruktur, Planungs- und eventuellen "übers Ohr gehauen werden" Probleme sind damit auch vom Tisch ;)

  • Man könnte es mit Pauschalreisen sehr ankurbeln, was ja definitiv fehlt. Flug+5 Sterne Hotel all inklusive.

    Es fehlt definitiv nicht. Nur eben nicht aus Europa weil es viel zu weit ist um damit eine rentable Logistik zu schaffen.

    Von z.B. Korea kommen jeden Tag auf Cebu oder Bohol Direktflüge aus Korea mit Pauschalreisenden an.


    Pauschaltourismus geht dort wo Du Massen von Menschen an einen bestimmten Urlaubsort bringst, üblicherweise mit einer vom Veranstalter gecharterten Maschine.

    Pauschalreisende werden quasi an ihrem Abflugort vom Veranstalter in Empfang genommen und am Ende der Reise wieder dorthin zurückgebracht.

    Wie soll das von Europa aus rentabel gehen? Man bekommt gar nicht genug Pax zusammen um solche langen Flüge täglich oder auch wöchentlich operieren zu können.

    Es wären als immer ein oder zwei Stops erforderlich bis der Urlauber auf seiner Urlaubsinsel mit allen damit verbundenen Risiken dass er irgendwo unterwegs stranded gelandet ist.



    LG Carabao

  • Man könnte es mit Pauschalreisen sehr ankurbeln, was ja definitiv fehlt. Flug+5 Sterne Hotel all inklusive.


    Pauschaltourismus geht dort wo Du Massen von Menschen an einen bestimmten Urlaubsort bringst, üblicherweise mit einer vom Veranstalter gecharterten Maschine.

    Definition von Pauschalreise: Mehr als 2 Reiseleistungen bei einem Veranstalter gebucht. Z.b. Flug und Hotel. Oder Hotel und Tagestouren.


    Um solche Angebote rentabel zu gestalten, für Gastland und Veranstalter, ist logistisch nicht gleich das chartern einer ganzen Maschine notwendig.


    Die meisten "Packages" örtlicher Tour Operator beinhalten allerdings meist nur einzelne Bausteine und sind stark auf domestic tourism ausgelegt.


    Quote

    Eine Pauschalreise liegt auch dann vor, wenn die von dem Vertrag umfassten Reiseleistungen auf Wunsch des Reisenden oder entsprechend seiner Auswahl zusammengestellt wurden oder der Reiseveranstalter dem Reisenden in dem Reisevertrag das Recht einräumt, die Auswahl der Reiseleistungen aus seinem Angebot nach Vertragsschluss zu treffen („Bausteinreise“). Reiseleistungen wiederum sind die Personenbeförderung, die Beherbergung (außer zu Wohnzwecken), die Autovermietung oder jede andere touristische Leistung (etwa Ausflüge, Sightseeing).

    Quelle

  • Man steht sich oft auch selbst im Weg. es fehlt bei vielen einfach der Wille etwas zu erschaffen, genau wie der Wille durchzuhalten und etwas durchzusetzen. Dazu fehlt es oft an rudimentären Kenntnissen von Mathematik, Wirtschaft, kaufmännischem Verhalten und Kundenanbindung. Man lebt von der Hand in den Mund, ohne an morgen zu denken. Umsatz wird als Gewinn gesehen, lieber 1x beim Preis beschei**en, als einen Kunden durch Qualität zu überzeugen.


    Die paar wenigen die es begriffen haben, schaffen auch etwas dort...aber es sind viel zu wenige! Die Massen an geld kommen noch von den OFW, das wird bei mehr Einsatz von KI ein deutliches Verlustgeschäft werden und dann geht es richtig bergab! Die Finanzierungen von Haus & Auto auf Pump sind doch auch ganz dünne.

    Da stimme ich dir absolut zu

    Wo du als Tourist Kriminalität erlebst, solltest du mir dann bitte erklären.

    Na ja, gibt es schon....Bisher das einzige Land wo man versucht hat mich zu berauben und das einzige Land wo meine CC kopiert wurde und man entsprechend mein Konto abgezockt hat! Und ich reise viel und weit :D

    Noch mehr auf verschieden Touristenklassen eingehen und entsprechende Infrastruktur schaffen.

    Man müsste dann aber hier auch mal auf das oben von Goose zitierte hinarbeiten. Mehr Arbeitseinsatz der Einheimischen, mehr Service. Es nutzt nichts, wenn unten 10 Servicekräfte sitzen, aber niemand wirklich für den Touri arbeitet! Bessere Hotels mit größeren Zimmern zu besseren Preisen wäre auch noch ein wichtiger Punkt, speziell im Vergleich zu anderen Ländern in SOA....m.M. sind die Phills eher für Individualreisende gemacht, las für "Erholungstouris"

    Wer keinen Anhang dort hat oder spezielle Angebote sucht, fliegt i.d.R. kein zweites Mal dort runter (O- Ton von Bekannten, die dort waren)

    Mag sein, dass Infrastruktur, wie du meinst kaputt wäre, meine Erlebnisse bisher sind nicht so, das Reisen funktioniert ganz gut und geschmeidig, sehe da kein Unterschied zu anderen Ländern.

    Na ja, du bist noch nicht wirklich rumgekommen! Das ist in anderen Ländern deutlich besser

    Die Philippinen sind kein Reiseziel für Jedermann, aber sie haben doch Einiges zu bieten, z.B. weltklasse Strände und Natur!

    Aber eher kaum für den "Normaltouri"...man muss sich schon im Vorfeld kümmern und viel Zeit mitbringen, um diese Spots zu finden. Man muss auch mobil sein....für den "Normaltouri" eher nicht geeignet!


    Aber wir schweifen ab...Back to Business

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Man steht sich oft auch selbst im Weg. es fehlt bei vielen einfach der Wille etwas zu erschaffen, genau wie der Wille durchzuhalten und etwas durchzusetzen. Dazu fehlt es oft an rudimentären Kenntnissen von Mathematik, Wirtschaft, kaufmännischem Verhalten und Kundenanbindung. Man lebt von der Hand in den Mund, ohne an morgen zu denken. Umsatz wird als Gewinn gesehen, lieber 1x beim Preis beschei**en, als einen Kunden durch Qualität zu überzeugen.


    Die paar wenigen die es begriffen haben, schaffen auch etwas dort...aber es sind viel zu wenige! Die Massen an geld kommen noch von den OFW, das wird bei mehr Einsatz von KI ein deutliches Verlustgeschäft werden und dann geht es richtig bergab! Die Finanzierungen von Haus & Auto auf Pump sind doch auch ganz dünne.

    Eigentlich trifft es dieser Post so ziemlich auf den Punkt! Der "Ottonormalpinoy" ist nicht gerade ein Genie in Arbeits- und Wirtschaftsmentalität! Bis auf wenige Ausnahmen lebt man eher vor sich hin, als aktiv etwas für sich selbst zu machen. Eine "Kultur", die ich ebenso in etlichen afrikanischen Staaten erlebt habe. Irgendwie pfuscht man sich oft durchs Leben, selbst vermeidlich kluge Köpfe, kommen schnell vom Weg ab.

    Wir hatten einen jungen Burschen (Anfang 20) im Team, klug und wirklich clever, dem stand eine goldene Zukunft bevor. Die Firma wollte ihn bei einem Studium unter die Arme greifen. Dann wurde seine Freundin (16 oder 17) schwanger, er hörte bei uns auf und fährt jetzt Trycicle!!!!

    Will sagen, es fehlt ihnen meist an "Weitsicht, Zukunftsplan", etwas das man auch verwirklichen kann! Hat man etwas Geld über, wird anstatt es sinnvoll zu investieren, sofort konsumiert. Schnell noch etwas Load gekauft, Alkohol, Zigaretten für alle und weg ist die Kohle!

    Im Business nimmt man lieber 1x 10 PHP mehr, anstatt mit einem guten Preis den Kunden zu binden (ganz oft in Resorts erlebt)! Sind Chinesen, Inder usw. involviert läuft das Geschäft meist

    :cheers Live is short, play it hard :cheers