Warum sind viele Pinoys im Alltag so rücksichtslos?

  • Warum sind viele Pinoys im Alltag so rücksichtslos?


    In letzter Zeit wurden hier immer wieder kulturelle Aspekte, insbesondere im Hinblick auf Verhaltensweisen unserer philippinischen Freunde und Gastgeber, diskutiert. Die Antworten unserer Mitglieder hierzu waren meist sehr interessant, beleuchteten sie doch des öfteren auch Aspekte, die "selbst mir" (hahaha) neu waren.


    Ein Thema über das wir m. E. noch nicht gesprochen haben, treibt mich dabei in letzter Zeit vermehrt um. Mancher wird sicherlich beim Lesen über Land und Leute schon einmal auf Aussagen bezüglich der Sozialisierung von Kindern und Heranwachsenden auf den Philippinen gestoßen sein. Hier heißt es dann oftmals, daß der Filipino von frühester Kindheit lerne bzw. dazu erzogen würde, sich in die jeweilige Gruppe, in der er sich gerade bewegt, einzufügen. Es stehe demnach nicht so sehr die individuelle Selbstverwirklichung im Vordergrund, wie das in westlichen Gesellschaften der Fall ist. Als wichtiger wird in diesbezüglichen Abhandlungen das "Miteinander" betrachtet und das "Spielen einer positiven Rolle", das insbesondere der Familie des einzelnen keine Schande macht. Hier wird dann auch die Verbindung zu der oftmals über allem stehenden Thematik des Gesichtsverlustes deutlich.


    Nun, soweit kann ich das alles einigermaßen nachvollziehen. Wie kommt es dann aber, daß viele Filipinos "im Alter", gemeint ist die Gruppe der Erwachsenen, denen wir so tagtäglich begegnen, in vielen Bereichen des Alltags so gut wie keine Rücksichtnahme kennen? Erwähnt seien in diesem Zusammenhang z. B. das Gebaren im Straßenverkehr, wo sich jeder selbst der Nächste zu sein scheint, oder aber "Aktivitäten im nachbarschaftlichen Zusammenleben", die da heißen täglicher Karaokegesang in möglichst dreistelligem Dezibelbereich, Müllverbrennung (auch von "Gefahrgut") vor der Haustür, Abfallentsorgung auf fremdem Boden oder gerade jetzt z. B. die ganzen an der Schweinepest verendeten Tiere, die einfach in Flüssen bzw. in der Landschaft entsorgt werden etc., etc. Weitere Beispiele ließen sich sicher noch viele finden.


    Liest man sich etwas tiefer in die diesbezügliche Materie ein, könnte man dieses Verhalten u. U. damit erklären (so wird zumindest von manchen Anthropologen behauptet), daß sich der Filipino immer nur "seiner eigenen Gruppe" gegenüber verpflichtet fühle, die da in erster Linie wären Familie oder aber der engste Kollegen und Freundeskreis (Barcada). Aber ist das wirklich so? Wie sieht es mit der Nachbarschaft oder dem Zusammenleben im Barrio aus? Auch hier ist der einzelne in der Regel in die Gemeinschaft integriert und folglich wäre ihm eine entsprechende Rolle zugedacht. Und trotzdem verhalten sich viele Filipinos als wären sie niemandem in irgendeiner Form zur Rücksichtnahme gegenüber verpflichtet. Noch viel übler sieht es, wie wir alle wissen, in der anonymen Gruppe der Verkehrsteilnehmer aus. Von philippinischer Seite wird dieses meist verbotswidrige Verhalten (ja, auch auf den Philippinen gibt es Gesetze und entsprechende Verkehrsregeln) übrigens oftmals als besonders "clever" bezeichnet.


    Sind also die Gruppenzugehörigkeit auf der einen und die Anonymität in bestimmten Bereichen auf der anderen Seite wirklich die Erklärung für das oben beschriebene Verhalten? In westlichen Gesellschaften sozialisierte Individuen werden eher darauf geprägt, eigene Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Erwähnt seien in diesem Zusammenhang Begriffe und Verhaltensmuster wie "Selbstverwirklichung", das "Entfalten der Persönlichkeit" oder aber das "Realisieren der eigenen Wünsche und Ziele". Mit allen diesen Begriffen assoziiert man normalerweise eine eher weniger stark ausgeprägte Empathie und eine gewisse Ellbogen-Mentalität. Aber warum beschleicht einem bei derartigen Aussagen dann ein eher merkwürdiges Gefühl, wenn man die mit der philippinischen Erziehung assoziierten Verhaltensmuster mit dem tatsächlichen Gebaren der Filipinos vergleicht?


    Sicher sind die Ellbogen-Mentalität und ein Vorgehen unter dem Motto, "jeder ist sich selbst der Nächste" in westlichen Gesellschaften weit verbreitete Verhaltensweisen. Andererseits verwundert manchmal doch der Eindruck einer ausgeprägteren "Kultur der Rücksichtnahme" in Europa und anderen westlichen Staaten im Vergleich zu dem Verhalten unserer Gastgeber von den Philippinen.


    Woran kann das liegen? Sollte die entsprechende Sozialisierung bzw. Erziehung nur oberflächlicher Natur sein und niemals wirklich verinnerlicht werden? Ohne jetzt rassistischen Ideologien folgen zu wollen, aber geht das Leben in wärmeren Gefilden nicht oftmals einher mit einer gewissen Sorglosigkeit und einem "laissez faire" gegenüber Alltagsdingen? Einen entsprechenden Eindruck gewinnt man nicht nur im Süden Europas. Wir alle, die wir vor Ort leben, "dürfen" diese Erfahrung hier tagtäglich machen. Und hatte nicht bereits Paul Gauguin Ende des vorletzten Jahrhunderts bei seinen Aufenthalten auf Tahiti und den Marquezas-Inseln über die fehlende Gemütstiefe der Eingeborenen geklagt, je weiter östlich er sich zu integrieren versuchte? Diese lebten offensichtlich ebenfalls sorglos in den Tag hinein und machten sich keine tieferen Gedanken über die Befriedigung ihrer elementaren Bedürfnisse hinaus. Dies war allerdings nur solange der Fall, bis sich eine Möglichkeit auftat, einen persönlichen Vorteil zu erlangen, sei es auch auf Kosten anderer. Vielleicht hat man damals dann unter den Südsee-Bewohnern auch von einer gewissen Cleverness gesprochen. In DACH waere vielleicht der Begriff "Bauernschläue" passender. Eine entsprechende Konditionierung der Filipinos vorausgesetzt, würden sich u. U. viele Verhaltensweisen der Menschen hier vor Ort erklären lassen.


    Kann das sein? Wie hängt das zusammen? Was sind Eure Erklärungen für dieses "Phänomen gelebter Rücksichtslosigkeit"? Oder sehe ich hier Gespenster, wo gar keine sind?


    The man

  • @theman


    Warum sind viele Pinoys im Alltag so rücksichtslos?

    Erwähnt seien in diesem Zusammenhang z. B. das Gebaren im Straßenverkehr, wo sich jeder selbst der Nächste zu sein scheint, oder aber "Aktivitäten im nachbarschaftlichen Zusammenleben", die da heißen täglicher Karaokegesang in möglichst dreistelligem Dezibelbereich, Müllverbrennung (auch von "Gefahrgut") vor der Haustür, Abfallentsorgung auf fremdem Boden


    Alle Deine Beispiele haben nichts mit kulturell besonderer Ruecksichtslosigkeit zu tun sondern einzig mit der Wahrscheinlichkeit dass die Vergehen geahndet werden sowie die dann zu erwartende Hoehe der Strafen.

    Gaebe es auch in Deutschland kaum Strafen fuer Vergehen im Straßenverkehr ohne Zusammenhang mit einem Unfall, Wegwerfen von Müll oder nächtlicher Ruhestoerung wuerde es aehnlich zugehen wie auf den Philippinen.

    Die Leute wuerden sich auch in Deutschland zu Meist nicht darum kuemmern und sich verhalten wie sie wollen.


    Es gibt ja auch auf den Philippinen einzelne Orte mit starken Verkehrskontrollen und hohen Strafen fuer Vergehen, sogenannte „Traffic discipline zones“. Zum Beispiel Makati oder Subic.

    Da fahren die Pinoys auch ganz anders als im Rest der Republik. Nicht weil dort so rücksichtsvolle Leute leben wuerden, sondern weil sie einfach ihren Fuehrerschein behalten bzw. Geldstrafen umgehen wollen.


    Es ist auch in Deutschland noch gar nicht so lange her da sahen Autobahnrandstreifen und Ausfahrten wie Müllhalden aus. Erst seitdem Wegwurf von Müll verhältnismäßig schwer geahndet wird und es sogar Polizeieinheiten gibt die widerrechtlich abgestellten Müll auf den Täter durchsuchen hat es sich geändert.



    LG Carabao

  • Zwei Theorien oder Hypothesen, die zur Erklärung der beobachteten Phänomene beitragen können:


    1. Theorie der "in-group" und "out-group" Effekte

    Im Westen gibt es eine "in-group", zu der die ganze Bevölkerung des Staates gehört. Auf den Philippinen ist die "in-group" der Clan, die Familie.


    2. Theorie von "Schuldgesellschaften" versus "Schamgesellschaften"

    Der Westen, das sind hauptsächlich Schuldgesellschaften. Die Philippinen sind eher eine Schamgesellschaft. In Schuldgesellschaften lernt man eher Verantwortung. Und fühlt sich schuldig, auch wenn niemand die Schandtat sieht. In Schamgesellschaften macht man was man will, wenn es niemand sieht.

  • Ich sehe das etwas pragmatischer: die Wetter- und damit Lebensbedingungen dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Du (The man) schreibst, in Europa scheinen die Leute rücksichtsvoller zu sein. Aber Europa ist groß. Allein die Süditaliener verhalten sich anders als die Norditaliener, einfach weil sie aufgrund der wärmeren Bedinungen mehr draussen sind und sich dementsprechend auch lauter miteinander unterhalten. Kurz gesagt: in warmen Ländern lebt man draussen - und das bekommt man dann auch eher mit als z.B. Gewalt in der Familie hinter den tollen Fassaden der ach so rücksichtsvollen Europäer der kühleren Regionen, die in ihren mit Zäunen umgrenzten und Vorhängen verhängte Fenstern leben und oft nicht mal den Nachbarn kennen.


    Ob nun die Asiaten eine stärker ausgeprägte Ellbogen-Mentalität haben als die Europäer, das mag bezweifelt werden. Vielleicht habe die Europäer eher eine ausgeprägtere Großmaul-und wir sind die "Herrenmenschen"-Mentalität? Dieses Gegenüberstellen, wer nun die kultiviertere Kultur ist, läuft in dieser Form des Diskutierens, die wissenschaftliches Interesse vorgaukelt, ins Leere. Wenn, dann müsste wenigstens auf wissenschaftliche Quellen Bezug genommen werden. Aber so, in dieser Form, was bringt das? Zumal keine Filipinas/Filipinos mitdiskutieren und ihre Sicht der Dinge darstellen bzw. auch auf vermutlich wenige wissenschaftliche asiatische/philippinische aber auch europäische Publikationen zurückgegriffen werden können. Wie würde also Deine Forschungsfrage lauten, The man: "wer hat die ausgeprägtere Ellbogen-Mentalität? Unterfrage: Europäer oder Asiaten?" - jeder/jede Begutachter/-in würde Dich davonjagen, wenn Du ein solches Thema auf eine wissenschaftliche Basis heben wolltest.


    Man kann ja darüber reden - aber bitte nicht in solcher Weise, als ob da wissenschaftliche Erkenntnisse mitspielen würden.

  • Zu Punkt 2: die Philippinen sind da wohl die Ausnahme in Asien - sie sind hoch katholisch und daher wohl eher der Schuldgesellschaft zuzuordnen (wenn man schon wissenschaftliche Aspekte beachten möchte).

  • Ich sehe das etwas pragmatischer: die Wetter- und damit Lebensbedingungen dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Du (The man) schreibst, in Europa scheinen die Leute rücksichtsvoller zu sein. Aber Europa ist groß. Allein die Süditaliener verhalten sich anders als die Norditaliener, einfach weil sie aufgrund der wärmeren Bedinungen mehr draussen sind und sich dementsprechend auch lauter miteinander unterhalten. Kurz gesagt: in warmen Ländern lebt man draussen - und das bekommt man dann auch eher mit als z.B. Gewalt in der Familie hinter den tollen Fassaden der ach so rücksichtsvollen Europäer der kühleren Regionen, die in ihren mit Zäunen umgrenzten und Vorhängen verhängte Fenstern leben und oft nicht mal den Nachbarn kennen.


    Ob nun die Asiaten eine stärker ausgeprägte Ellbogen-Mentalität haben als die Europäer, das mag bezweifelt werden. Vielleicht habe die Europäer eher eine ausgeprägtere Großmaul-und wir sind die "Herrenmenschen"-Mentalität? Dieses Gegenüberstellen, wer nun die kultiviertere Kultur ist, läuft in dieser Form des Diskutierens, die wissenschaftliches Interesse vorgaukelt, ins Leere. Wenn, dann müsste wenigstens auf wissenschaftliche Quellen Bezug genommen werden. Aber so, in dieser Form, was bringt das? Zumal keine Filipinas/Filipinos mitdiskutieren und ihre Sicht der Dinge darstellen bzw. auch auf vermutlich wenige wissenschaftliche asiatische/philippinische aber auch europäische Publikationen zurückgegriffen werden können. Wie würde also Deine Forschungsfrage lauten, The man: "wer hat die ausgeprägtere Ellbogen-Mentalität? Unterfrage: Europäer oder Asiaten?" - jeder/jede Begutachter/-in würde Dich davonjagen, wenn Du ein solches Thema auf eine wissenschaftliche Basis heben wolltest.


    Man kann ja darüber reden - aber bitte nicht in solcher Weise, als ob da wissenschaftliche Erkenntnisse mitspielen würden.

    Hm, ich wüsste jetzt wirklich nicht, an welcher Stelle hier der Eindruck einer "pseudowissenschaftlichen" Argumentation festzumachen waere. Die Sozialisierung der Filipinos und das Gruppenverhalten sind keine Erfindungen oder Interpretationen meinerseits, sondern sollten jedem bekannt sein, der sich nur ein wenig mit den Philippinen beschäftigt.


    Der Hinweis in Bezug auf das Klima ist berechtigt, wäre aber nicht notwendig, haette man meine Ausführungen vollständig gelesen und darüberhinaus verstanden.


    Der Vergleich mit der Herrenmenschen-Mentalitaet ist unangebracht und zeigt lediglich die Verrohung der Diskussionskultur unserer Zeit. Auch in Deutschland werden dieser Tage politische Gegner gerne verhöhnt und in die radikale Ecke gestellt.


    Wenn das Thema nicht diskutierenswert ist und ein entsprechender Austausch nichts bringt, frage ich, warum man sich dann am Diskurs beteiligt.


    Die Ausführungen Bagoongs finde ich im übrigen sehr hilfreich, sind doch gerade sie die Grundlage für derartiges Verhalten (Ruecksichtslosigkeit).


    The man

  • Hey The man

    Quote from Carabao

    Alle Deine Beispiele haben nichts mit kulturell besonderer Ruecksichtslosigkeit zu tun sondern einzig mit der Wahrscheinlichkeit dass die Vergehen geahndet werden sowie die dann zu erwartende Hoehe der Strafen.

    ich finde es schade, dass du auf die perfekte Erklärung überhaupt nicht eingehst und es unbedingt auf die Kultur schieben willst. Rücksichtslos Verhalten kommt eher von kaum geahndeten oder zu laschen Strafen. Das kann man hier in Deutschland auch super beobachten, in Bereichen, die noch nicht voller Strafen sind.


    Kultur werden Filipinos die ich kenne und kennengelernt habe, nicht auf so ein Verhalten trainiert....

  • Die Ausführungen Bagoongs finde ich im übrigen sehr hilfreich, sind doch gerade sie die Grundlage für derartiges Verhalten (Ruecksichtslosigkeit).

    Ich moechte schon mal stark die Aussage in Frage stellen Filipinos waeren besonders ruecksichtslos!


    Die Philippinen sind eine Gesellschaft in der die Leute mit Spaß leben und leben lassen!

    Ganz im Gegensatz zu der ueberregulierten Gesellschaft in Mitteleuropa!

    In Deutschland stellt doch schon Kinderlachen oft eine ordnungswidrige Lärmbelästigung dar!


    Wenn irgendwo auf den Philippinen eine laute fröhliche Party steigt und der langweilige Nachbar ruft die Polizei wer ist denn da der Rücksichtslose? Die Leute welche fröhlich feiern oder der griesgrämige Nachbar der oft nur die Polizei ruft weil er anderen den Spaß nicht gönnt?

    Passiert auf den Philippinen im Gegensatz zu Deutschland eher selten. Auf den Philippinen drueckt man beide Augen zu und laesst den Leuten ihren Spass auch wenn es mal ein wenig stoert!


    Gleiches bei anderen von Dir angesprochenen Themen. Zum Beispiel im Straßenverkehr!

    Die Leute fahren IMHO nicht rücksichtslos sondern FREE STYLE! Freiheit statt Regulierung!


    Wer es eilig hat kann aufs Gas treten und Zigzag Spuren wechseln, wer dagegen alle Zeit der Welt hat kann mit Tempo 30 zum nächsten Markt tuckern und nimmt dabei Rücksicht auf die Fahrer welche es eilig haben ohne sich darüber aufzuregen.


    Das hat IMHO alles nichts mit Rücksichtslosigkeit zu tun sondern ist einfach eine andere Lebenseinstellung! Halt eine Gesellschaft wo Spass und Freiheit einen hoeheren Stellenwert haben als Friedhofsruhe und Paragraphenreiterei!



    LG Carabao

  • die Philippinen sind da wohl die Ausnahme in Asien - sie sind hoch katholisch

    Nicht in jedem katholischen Land überwiegt eine Schuldkultur. In vielen Ländern Lateinamerikas ist z. B. eine Kultur von Scham und Ehre vorherrschend. Die Bedeutung des Gesichtsverlustes ist auf den Philippinen ähnlich wie in anderen asiatischen Schamkulturen.

  • Wenn das Thema nicht diskutierenswert ist und ein entsprechender Austausch nichts bringt, frage ich, warum man sich dann am Diskurs beteiligt.

    The man Lass dich nicht frustrieren. Das Thema und das Niveau, mit dem du es ansprichst überfordern hier vermutlich. Einfacher ist es mit Reiseführer-Themen und mit allem was wie ein Stammtisch-Gespräch durchgenudelt werden kann.

  • Wenn das Thema nicht diskutierenswert ist und ein entsprechender Austausch nichts bringt, frage ich, warum man sich dann am Diskurs beteiligt.

    The man Lass dich nicht frustrieren. Das Thema und das Niveau, mit dem du es ansprichst überfordern hier vermutlich. Einfacher ist es mit Reiseführer-Themen und mit allem was wie ein Stammtisch-Gespräch durchgenudelt werden kann.

    Du solltest aufmerksamer lesen, bzw. sinnerfassender. Ich schrieb, dass man schon darüber diskutieren kann - aber auf einem anderen Level. Nicht auf einem Pseudo-Wissenschaftlichen. Und so ist es von Dir anfänglich dargestellt worden. Du hast im ersten posting, zweiter Absatz, geschrieben: "Mancher wird sicherlich beim Lesen über Land und Leute schon einmal auf Aussagen bezüglich der Sozialisierung von Kindern und Heranwachsenden auf den Philippinen gestoßen sein. Hier heißt es dann oftmals, daß der Filipino von frühester Kindheit lerne bzw. dazu erzogen würde, sich in die jeweilige Gruppe, in der er sich gerade bewegt, einzufügen. Es stehe demnach nicht so sehr die individuelle Selbstverwirklichung im Vordergrund, wie das in westlichen Gesellschaften der Fall ist. Als wichtiger wird in diesbezüglichen Abhandlungen das "Miteinander" betrachtet und das "Spielen einer positiven Rolle", das insbesondere der Familie des einzelnen keine Schande macht. Hier wird dann auch die Verbindung zu der oftmals über allem stehenden Thematik des Gesichtsverlustes deutlich." Worauf beziehst Du Dich? Ich kenne keine Quelle die "hier" heißt. Dann im vierten Absatz: "...Liest man sich etwas tiefer in die diesbezügliche Materie ein..." (wo sind die Verweise auf Quellen?). Dann erwähnst Du sogar den Sozialromantiker Gauguin als Beleg für Deine Theorien? Ich mein ehrlich...das ist Herumgeschreibsel, dem einen Hauch von theoretischer Untermauerung - sprich Wissenschaftlichkeit - anhaften soll. Und das ist eben nicht. Von daher schrieb ich, man kann schon über das Thema diskutieren, aber mit Sicherheit nicht auf dieser Basis.

  • @ Bagoong: Du schreibst: "...die Bedeutung des Gesichtsverlustes ist auf den Philippinen ähnlich wie in anderen asiatischen Schamkulturen." Das kann durchaus sein, allerdings sind sie, asiatischerweise unüblich, katholisch. Von daher halte ich diese Zuteilung der Philippinen zur "Schuld odere Scham-Gesellschaft" für schwierig.


    Zu Deinem Zuspruch an The man: "Lass dich nicht frustrieren. Das Thema und das Niveau, mit dem du es ansprichst überfordern hier vermutlich. Einfacher ist es mit Reiseführer-Themen und mit allem was wie ein Stammtisch-Gespräch durchgenudelt werden kann." - The man wird das schon aushalten. So schlimm wars jetzt auch nicht ;) Und tatsächlich fände ich es besser, in der Art eines "Stammtisch-Gespräches", wie Du das nennst, hier über das Thema zu diskutieren. Anthropologische Sichtweisen einzubringen sind schon in Ordnung. Es aber nur so aussehen zu lassen, dass es diese gibt, ohne auf entsprechende Quellen zu verweisen, das ist nicht okay, und das habe ich bekritelt. Denn wenn ich bei The man von einem "Phänomen" lese, dann geht mir auf gut wienerisch das Gimpfte auf. Da ist mir ein vernünftiges, ehrliches Stammtisch-Gespräch über das Thema 100x lieber.

  • Ich moechte schon mal stark die Aussage in Frage stellen Filipinos waeren besonders ruecksichtslos!

    Das ging mir beim Lesen des Eingangsbeitrages ebenfalls als erstes durch den Kopf.

    Hab dann oben in die Adresszeile des Browsers gekuckt und festgestellt dass wir eh im Philippinenforum sind, und nicht im Chinaforum... :ironie


    Ich finde dass gerade die Pinoys eigentlich die Paradegesellschaft fuer "gemeinschaftliches Leben" sind, ueberall tratschen und schnattern die miteinander, sind in der Regel hilfbereit, egal ob man sich kennt oder nicht, etc. pp. (meine Erfahrung)


    Vielleicht kann dieser gewisse "laisse-faire"-Lebensstil als Ruecksichtslosigkeit fehlinterpretiert werden? Kann ich nicht genau festmachen.


    Gleiches bei anderen von Dir angesprochenen Themen. Zum Beispiel im Straßenverkehr!

    Die Leute fahren IMHO nicht rücksichtslos sondern FREE STYLE! Freiheit statt Regulierung!

    "Freestyle" ist eine sehr gute Nomenklatur dafuer, das werde ich mir merken!! :)


    Ich sehe genau das von dir beschriebene Szenario tagtaeglich im Strassenverkehr; die die es eilig haben wollen im Zickzack voran kommen, die die Zeit haben lassen einen aber gerne mal in die Spur rein - man wartet eben ein paar Sekunden, nickt sich freundlich zu oder blinkt sich gegenseitig an...

    Mache ich auch selbst genauso.


    Zu Deinem Zuspruch an The man: "Lass dich nicht frustrieren. Das Thema und das Niveau, mit dem du es ansprichst überfordern hier vermutlich. Einfacher ist es mit Reiseführer-Themen und mit allem was wie ein Stammtisch-Gespräch durchgenudelt werden kann." - The man wird das schon aushalten. So schlimm wars jetzt auch nicht ;) Und tatsächlich fände ich es besser, in der Art eines "Stammtisch-Gespräches", wie Du das nennst, hier über das Thema zu diskutieren.

    Ich denke nicht dass es hier um das "Niveau" bzw. schon garnicht um "Ueberforderung" geht, aber Vienna hat schon recht; fuer einen wissenschaftlichen oder anthropologischen Diskurs waere ich ebenfalls lieber in einem Uni-Hoersaal als in einem Internetforum.

    Von daher sind wir hier ja sowieso an einem "digitalen Stammtisch"...


    Einfacher ist es mit Reiseführer-Themen und mit allem was wie ein Stammtisch-Gespräch durchgenudelt werden kann.

    Das sagst jetzt gerade du!!! *zwinker*zwinker*zwinker* :P


    Denn wenn ich bei The man von einem "Phänomen" lese, dann geht mir auf gut wienerisch das Gimpfte auf.

    Da ich selbst Oesi bin verstehe ich die Redewendung und musste froehlich schmunzeln!

    Aber nimm es dir nicht so zu Herzen, das ist das freie Internet... :dontknow

  • Mein werter Vienna,


    hier, wie gefordert, meine Quellen:


    Kultur Knigge - Philippinen

    Alfredo and Grace Roces

    Verlag Simon & Magiera

    ISBN-13:9783886760619


    Handbuch Philippinen

    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur

    Niklas Reese, Rainer Werning (Hg.)

    ISBN-13: 978389502218


    Paul Gauguin

    A Life

    David Sweetman

    Verlag: Simon & Schuster

    ISBN-13: 9780684809410


    Leider ist es mir momentan nicht möglich, genaue Textstellen und dazugehörige Seitenzahlen zu benennen, da ich von meiner Frau getrennt lebe und diese meine Bücher in Besitz hat. Aber das ist ein anderes Thema!


    Carabao, ich gebe Dir z. T. recht. Mögliche Strafen schrecken sicher davon ab, bestimmte Dinge zu tun, die andere als rücksichtslos bezeichnen würden. Da aber vielfach "Verfehlungen" nicht geahndet werden, verleitet dieser Umstand natürlich manche Zeitgenossen dazu, über die Strenge zu schlagen. Die Möglichkeit, "ungeschoren davonzukommen" und sich dadurch u. U. ruecksichtslos zu verhalten, haben aber nicht nur Filipinos, sondern alle Einwohner (also auch der westliche Ausländer). Und dennoch habe ich den Eindruck, daß wir (aber vielleicht taeusche ich mich da ja tatsächlich und ich bin dann eher die Ausnahme) unseren Muell ordnungsgemäß entsorgen (ich sortiere ihn sogar; auf das was danach damit geschieht habe ich leider keinen Einfluss), keinen Muell verbrennen, niemanden durch Laerm belästigen (wenn durch irgendwelche Umstände ein groessere Lärmpegel zu erwarten ist, informiere ich meine Nachbarschaft), uns einigermaßen vorschriftsmäßig verhalten, wenn wir im Straßenverkehr unterwegs sind u.s.w. Moegliche Strafen allein können es also nicht sein.


    "Man hat das entsprechende Verhalten so beigebracht und anerzogen bekommen", wird jetzt wohl der ein oder andere sagen. Ja, da wird etwas dran sein. Allerdings kann ich ähnliche Entwicklungen auf der erzieherischen Seite hier im Land leider nicht feststellen.

    Die Ruecksichtslosigkeit, mein lieber Carabao, beginnt da, wo der Freiraum des anderen beeinträchtigt wird.


    Dreißig Stundenkilometer in der Stadt mögen ja noch angehen.Aber dann bitte auf der rechten von zwei oder mehr Spuren. In der Stadt fahren die Tricycle aber in der Regel deutlich langsamer (10-20 km/h [ohne Stau]) und des öfteren in der Mitte von zwei Spuren. Ist das dann der sogenannte "FREE STYLE"?


    Hey The man

    Quote from Carabao

    Alle Deine Beispiele haben nichts mit kulturell besonderer Ruecksichtslosigkeit zu tun sondern einzig mit der Wahrscheinlichkeit dass die Vergehen geahndet werden sowie die dann zu erwartende Hoehe der Strafen.

    ich finde es schade, dass du auf die perfekte Erklärung überhaupt nicht eingehst und es unbedingt auf die Kultur schieben willst.

    Mein lieber yberion45,


    "perfekte" Erklärungen zu einem solch komplexen Thema gibt es nicht. Es sei denn, man möchte es sich möglichst einfach machen.


    Ich möchte garnichts "unbedingt auf die Kultur schieben". Ich habe vielmehr eine These zur Diskussion gestellt.

    Ich moechte schon mal stark die Aussage in Frage stellen Filipinos waeren besonders ruecksichtslos!

    Das ging mir beim Lesen des Eingangsbeitrages ebenfalls als erstes durch den Kopf.

    Hab dann oben in die Adresszeile des Browsers gekuckt und festgestellt dass wir eh im Philippinenforum sind, und nicht im Chinaforum... :ironie

    An welcher Stelle stand, daß die Filipinos BESONDERS ruecksichtslos seien? Es gibt sicher ruecksichtslosere, aber eben auch ruecksichtsvollere Volksgruppen.


    Im übrigen war mein Beitrag nicht als unumstößliche Erklärung des angesprochenen Sachverhalts zu verstehen, sondern sollte als lediglich als Diskussionsgrundlage dienen. Ansonsten hätte ich sicher nicht um die Meinung der Forumsteilnehmer gebeten.


    Sollten einige sich wegen meiner Sprache in einen universitären Hoersaal versetzt gefühlt haben, so möchte ich mich dafür in aller Form entschuldigen. Wobei ich mich schon wundere, daß man in diesem Forum neuerdings mit Vorwürfen einer Herrenmenschen-Mentalitaet und einer nicht angebrachten Sprache, konfrontiert wird.


    The man

  • Quote from The Man

    Und dennoch habe ich den Eindruck, daß wir (aber vielleicht taeusche ich mich da ja tatsächlich und ich bin dann eher die Ausnahme) unseren Muell ordnungsgemäß entsorgen (ich sortiere ihn sogar; auf das was danach damit geschieht habe ich leider keinen Einfluss), keinen Muell verbrennen, niemanden durch Laerm belästigen (wenn durch irgendwelche Umstände ein groessere Lärmpegel zu erwarten ist, informiere ich meine Nachbarschaft), uns einigermaßen vorschriftsmäßig verhalten, wenn wir im Straßenverkehr unterwegs sind u.s.w. Moegliche Strafen allein können es also nicht sein.

    wo fange ich da an?


    1. zum Thema Müll:

    In Europa ist das in vielen Ländern gesetzlich verboten Müll zu verbrennen und sogar gesetzlich geregelt, dass der Müll getrennt werden muss. Hier wird das auch geahndet, daher trennt man Müll oder bringt den Müll in die Mülltonne statt ihn zu verbrennen. Dazu gibt es ein funktionierende Müllabfuhr. Dagegen gibt es in Philippinen weder eine funktionierende Müllabfuhr, geschweige den Gesetze die das regulieren. Selbst wenn es Gesetze geben solle, hier gebe ich zu, ich kenne die Gesetze nicht, wird das kaum geahndet. Daher kommt dann auch der Unterschiedliche Verhalten.

    Der Punkt Müll hat schonmal nicht mit Kultur zu tun, hoffentlich nachvollziehbare warum. Sollte es ausführlich erklärt haben.

    2. deine Ansicht zu Europa:

    Hier sehe ich die gravierendsten Fehler. Du bist so erzogen und schließt draus, dass alle in Deutschland so sind nett freundlich rücksichtsvoll und hältst das für Kultur. Die Realität aber ist, dass es Deutsche gibt die so sind wie du und es im selben Maße genug asoziale Deutsche gibt, die eben nicht Rücksichtsvoll sind. Das ist analog zu Philippinen. Hat aber mehr mit Erziehung und Umfeld zu tun als mit Kultur.

    3.Autofahrer:

    Grad die Deutschen sind Spitzenreiter im Rücksichtsloses Autofahren und fahren ganz nach dem Motto: Die Straße gehört mir. Würde man hier wie in den Philippinen kaum mit Strafe zu rechnen habe, Gott Gnade , da kann keiner mehr sicher irgendwo hin gehen. Daher frage ich mich, wie du drauf kommst hier wäre Rücksichtsvoll? Aber du hast Sensor eigentlich selbst beantwortet in dem du Regeln aufzählst.

    Hier werden Gesetze geahndet sonst würde auf Deutschen Straßen Anarchie gelten.

    4 Musik:

    Du fragst in meiner Nachbarschaft wohnen nur Deutsche und mich fragt nie einer ob er lauter Musik hören wird wegen Geburtstag, die machen es einfach teils bis morgens 🤷‍♀️

  • Ich empfinde es nicht so dass Filipinos sich generell rücksichtsloser ihren Mitmenschen gegenüber verhalten als z.B. Europäer. Eher im Gegenteil, ich finde viele sehr hilfsbereit eingestellt.


    The man um auf die von dir genannten Punkte einzugehen:


    • Strassenverkehr: da kann ich nur als Beobachter mitreden, ich fahre selbst nicht. Schliesse mich da aber Carabao und level4 an. Regeln werden einfach nicht so besonders ernst genommen wenn keiner hinschaut. Vielleicht spielt auch der einfache Erwerb, bzw. Rueckerwerb eines Fuehrerscheins eine Rolle.
    • Müll: Das beobachte ich vor allem in ärmeren oder einfacheren Gegenden. Erziehungssache und teilweise fehlendes System denke ich. Die meisten Haushalte besitzen keine wirklichen Mülltonnen, von Müllmarken etc. braucht man gar nicht reden... Fährt die Müllabfuhr überall hin? Glaube nicht... Ich kenne das so dass man in Einzelhaushalten die Müllsäcke einfach vor die Türe stellt. Es hat aber auch nicht jeder hier eine Türe, oder kann sich die Gebühr für die Müllabfuhr leisten, abgesehen davon dass die Leute die das alles nicht haben, wohl andere Probleme haben als Umweltverschmutzung und Mülltrennung.

    Im Allgemeinen finde ich schon dass die Tendenz zu Umweltbewusstsein hier, vielleicht auch eher in den jüngeren Generationen, sagen wir mal ab Mittelschicht, steigt. Man bekommt auch in Manila in kaum einem Laden mehr Plastik Strohhalme und auch Plastiktüten sind deutlich auf dem Rückzug. Ich weiss nicht ob das in der Provinz im selben Masse zu beobachten ist.


    • Lautstärke: Filipinos sind laut und lebensfroh, feiern gerne und leben oft auf viel engerem Raum nebeneinander als Europäer das meist tun. Ich denke da hat man einfach gegenseitiges Verständnis und drückt mal ein Auge zu, weil man es ja selbst genauso macht. Finde ich persönlich auch nicht negativ.

    Ist jetzt so meine persönliche Einschätzung.

  • Kleiner Nachtrag:


    Ich finde man verhält sich hier rücksichtslos gegenüber Fußgängern, ich hasse es wenn die Autos auf dem sogenannten "Gehsteig" parken... das liegt aber vielleicht daran weil fast keiner ausser mir zu Fuss gehen will :happy

  • Kleiner Nachtrag:


    Ich finde man verhält sich hier rücksichtslos gegenüber Fußgängern, ich hasse es wenn die Autos auf dem sogenannten "Gehsteig" parken... das liegt aber vielleicht daran weil fast keiner ausser mir zu Fuss gehen will :happy

    Letzteres habe ich schon mehrfach beobachtet, obwohl ich nur selten einen Jeepney genutzt habe.

    Auch, wenn das Ziel nur 100 m entfernt ist, bleibt man bei Stau 15 Minuten im Jeepney bis zum Erreichen des Ziels anstatt die letzten paar Meter zu Fuß zu gehen.

    Von gegenseitiger Toleranz kann man m.E. weniger ausgehen (wenn bis in den frühen Morgen Karaoke läuft), sondern vielmehr von gegenseitiger

    Gleichgültigkeit und natürlich auch von der Einstellung, nicht unnötig durch Kritik aus der Reihe zu tanzen.

    Früher war alles besser, auch die Zukunft! (Karl Valentin)
    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger." (Kurt Tucholsky)
    Der Tag ist 24 Stunden lang, aber unterschiedlich breit.(Wolfgang Neuss) .Es genügt nicht, keine Meinung zu haben. Man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. (Wolfgang Neuss)
    AUF EIGENEN WUNSCH NICHT GESPERRT!„Könnte man nicht die Todesstrafe einführen für Leute, die sie vorschlagen?“(Wolfgang Neuss)

  • Letzteres habe ich schon mehrfach beobachtet, obwohl ich nur selten einen Jeepney genutzt habe.

    Auch, wenn das Ziel nur 100 m entfernt ist, bleibt man bei Stau 15 Minuten im Jeepney bis zum Erreichen des Ziels anstatt die letzten paar Meter zu Fuß zu gehen.

    das deckt sich mit meinen Beobachtungen, man hat halt reichlich Zeit bzw weiß diese nicht besser zu nutzen...tut ja auch sonst niemandem weh...


    was anderes ist es wenn ich im Jeep beobachte, dass angehalten wird um jemanden aufzunehmen. der fährt dann wieder los, 10, 20 oder sogar 30 Meter, dann sagt jemand STOP der aussteigen will. da fasst man sich ja nur an den Kopf. also nicht bei strömendem Regen, da hat ja jeder Verständnis für, bei ganz normalem Wetter, trocken und nicht zu heiß...denn das Anfahren ist ja gut sowohl für den Geldbeutel des Fahrers als auch für die Umwelt...

    Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.


  • was anderes ist es wenn ich im Jeep beobachte, dass angehalten wird um jemanden aufzunehmen. der fährt dann wieder los, 10, 20 oder sogar 30 Meter, dann sagt jemand STOP der aussteigen will. da fasst man sich ja nur an den Kopf. also nicht bei strömendem Regen, da hat ja jeder Verständnis für, bei ganz normalem Wetter, trocken und nicht zu heiß...denn das Anfahren ist ja gut sowohl für den Geldbeutel des Fahrers als auch für die Umwelt...

    Nun gut, nicht optimal, aber hier ein Gegenbeispiel bei uns (also Luxemburg):


    Vor unserer Haustür ist eine Bushaltestelle für 3 verschiedene Busslinien. Wenn ein Bus die Haltestelle anfährt und es steht nur ein möglicher Passagier an der Stelle, sind ausnahmsweise ältere Menschen die Zeichen vor dem Halten geben, ob sie mit wollen, oder nicht. Der Fahrer kann ja nicht wissen welchen Bus der Passagier haben will. JUNGE Menschen kümmert das wenig bis gar nicht. Sie lassen Busse halten, ob sie einsteigen oder nicht. Zu 100 %


    Das nenne ich der Gegenteil von Rücksichtnahme ... Gleichgültigkeit bis zum abwinken, nur "ICH" zähle ... und mein Smartphone ... :Kotz


    LG Alf