Gesundheitsvorsorge in Nord Luzon

  • Hallo zusammen,

    hat sich die Gesundheitsvorsorge, in den letzten Jahren auf den Phils. verbessert?

    Bekommt man ohne größere Probleme heute Herztabletten?

    Vor 30 Jahren sah es ja nicht so gut aus, von daher hoffe ich ,dass sich in dieser Beziehung einiges verändert hat.

    Interessant ist für uns die Gegend ab Iba bis Pagudpud.

    Bis dahin,

    Gruß Eban.

  • Für den Urlaub würde ich immmer die gewohnten Medikamente von daheim mitnehmen und nicht unnötig das Präparat wechseln, Kein Risiko und kein Stress.

    Lächeln ist ansteckend

  • Soweit klar, aber wir haben vor Deutschland hinter uns zu lassen, wir wollen auswandern,das ist es.

  • In der Stadt Laoag, welche nicht so weit weg ist von Pagudpud ist die ärztliche Versorgung nicht schlecht.


    Beste Krankenhäuser in Laoag, aufgelisteten 9

    MFG
    Soderfla alias Alfredos

  • Ich beziehe meine Medikamente nach 10 Jahren immer noch aus Deutschland (Privatrezepte). Hier auf den Philippinen zahlt man etwa das 2,5 bis 3fache!


    The man

  • Ich beziehe meine Medikamente nach 10 Jahren immer noch aus Deutschland (Privatrezepte). Hier auf den Philippinen zahlt man etwa das 2,5 bis 3fache!

    Bekommst du diese dann per Post zugeschickt oder wie machst du das ?

    Ich musste mir auch schon welche in Cebu Kaufen waren aber nicht so teuer fand ich jetzt …

  • Teilweise werden sie mir von Freunden mitgebracht (jeweils Rationen für etwa 1,5 Jahre). Zweimal war ich auch selbst in Deutschland und habe für Nachschub gesorgt.


    Etliche Medikamente mit ausgelaufenem Patentschutz kosten in Deutschland gerade mal zwischen 15 und 25 EUR für 100 Tbl. (z.B.Marcumar, Carvedilol, Enalapril). Hier zahlt man von 30 Peso (0,53 EUR) aufwärts pro Tbl.


    The man

  • Teilweise werden sie mir von Freunden mitgebracht (jeweils Rationen für etwa 1,5 Jahre). Zweimal war ich auch selbst in Deutschland und habe für Nachschub gesorgt.


    Etliche Medikamente mit ausgelaufenem Patentschutz kosten in Deutschland gerade mal zwischen 15 und 25 EUR für 100 Tbl. (z.B.Marcumar, Carvedilol, Enalapril). Hier zahlt man von 30 Peso (0,53 EUR) aufwärts pro Tbl.


    The man

    Meine Meinung ist man müsste normalerweise nachfragen, was die Tabletten kosten wenn man eine größere Menge Tabletten kaufen möchte. In Philippinen werden normalerweise Tabletten in sehr kleinen Mengen gekauft, weil die meisten Menschen in Philippinen sich nicht leisten können eine größere Menge zu kaufen. bei einer größeren Menge ist der Preis bestimmt wesentlich günstiger.

    MFG
    Soderfla alias Alfredos

  • Teilweise werden sie mir von Freunden mitgebracht (jeweils Rationen für etwa 1,5 Jahre). Zweimal war ich auch selbst in Deutschland und habe für Nachschub gesorgt.

    Du weist aber schon dass du nur Medikamente für den persönlichen Bedarf in Mengen für die Dauer des Aufenthaltes einführen darfst? Mit Dauer des Aufenthaltes ist hier der Zeitraum eines typischen Urlaubs gemeint. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist die ärztliche Verordnung in englischer Sprache mitzuführen.


    Medikamente die für den Zeitraum nach dem Aufenthalt auf den Philippinen gedacht sind dürfen in einem versiegeltem Behältnis mitgeführt werden und müssen bei Einreise beim Zoll deklariert werden.


    Der Freund, der Medikamente mitbringt, begeht hier die Straftat des illegalen Import von Medikamenten. Auch die Menge, Ration für 1,5 Jahre, wird hier garantiert als illegaler Import von Medikamenten gesehen.


    Ganz übel kann es ausgehen wenn die Medikamente Wirkstoffe enthalten die unter das Drogengesetz fallen. Bei illegaler Einfuhr von Drogen droht bis zu lebenslanger Haft.


    Als Quelle solltest du mal die Seiten der philippinischen Botschaften durchstöbern.


    Grüße, Bahog Utot

  • Aber das weiß ich doch alles mein lieber Bahog Utot!


    Aber es ist natürlich sehr, sehr nett, daß Du mich darauf hinweist. Insbesondere den Verweis auf den Passus bzgl. illegaler Drogen in Verbindung mit der Behandlung chronischen Vorhofflimmerns finde ich sehr hilfreich.


    The man

  • Danke für die Antworten, besonders von Alfredos.

    Noch eine Frage: Verschreiben die dortigen Ärzte auch die Medikamente?

    Welche Versicherung ist hierfür nötig? Meine Frau meint, sie hieß früher Insular life.

    Bitte dran denken das wir dauerhaft auf den Phils. leben wollen.

    Danke nochmals,

    Eban/Fritz.

  • Ja, die Medikamente werden von Ärzten verschrieben. Bei den Versicherungen

    hier werden die in der Regel nicht bezahlt sondern man muss sie selbst bezahlen.


    Gruss

    Vielleicht wird in Zukunft auch die Senior Citizen Card auch für ausländische Senioren die offiziell in Philippinen leben ausgestellt und zugelassen. Das würde für die Medikamente ein Preisnachlass von 20% bedeuten.

    MFG
    Soderfla alias Alfredos

  • Hinsichtlich der medizinischen Versorgung in provinzieller Umgebung ist aus meiner Sicht grundsätzlich darauf hinzuweisen, dass man akzeptieren muss, dass trotz Vorhandensein guter Ärzte, nicht immer alles zum Besten bestellt ist. Vielfach sind die Spitäler als Belegarzt-Spitäler organisiert. da kann es durchaus vorkommen, dass bei einem Notfall nicht sichergestellt ist, dass ein Arzt oder ein Spezialist in tunlicher Frist auch wirklich aufgeboten werden kann.


    Nachfolgend kurz zusammengefasst, wie es bei mir abgelaufen ist, als Verdacht auf eine Streifung/leichter Schlaganfall und/oder Probleme mit dem Herzen abzuklären waren, wobei erschwerend dazu kam, dass mein Arzt landesabwesend war.


    Im Emergency Room im Panay Health in Kalibo, dem neuesten Spital hier, waren nette Krankenschwestern und/oder eine Ärztin da, schienen aber mehr oder weniger "hilflos", da ich "auf eigenen Beinen" und nicht mit der Ambulanz ankam. Im ER kriegt man bestenfalls Sauerstoff und eine IV. Weder eine EKG-Maschine noch ein Defribilator scheinen dort vorhanden zu sein.


    Ein Echokardiogram war nicht zu erhalten, da die Maschine niemand richtig bedienen konnte. Drei Tage später war es dann in einem anderen Spital (St. Gabriel) möglich.


    Ein Stress-EKG konnte nicht vorgenommen werden, da mein Arzt an einem Kongress landesabwesend war und nur er und ein zweiter anderer Arzt diesen Test durchführen können. Dieser konnte sich der Sache dann drei Tage später annehmen.


    Ein weiterer Test, der nötig gewesen wäre, wird nur von einem Arzt durchgeführt, der einmal pro Woche aus dem 170km entfrernten Iloilo angereist kommt. Dummerweise war dies während Ostern, daher erschien er für drei Wochen nicht, dann war 1. Mai, dann tauchte er auch nicht auf. Nach fünf Wochen war dann auch dieser Test gemacht.


    Für die ganze Provinz gibt es nur eine Neurologin, welche noch für die Regierung arbeitet und daher nur sporadisch in ihrer Praxis zu finden ist. Wenn sie dann mal da ist, dann warten 50-60 Patienten darauf, gesehen zu werden. Man kann sich vorstellen, wie viel Zeit sie sich nehmen kann, um eine Diagnose zu erstellen......


    In den Grossstädten ist es um die Gesundheitsvorsorge sicher besser bis gut bestellt. Die Situation in der Provinz dürfte es sich weitgehend wie oben beschrieben oder ähnlich darstellen.


    Da ich kurz nach meinen gesundheitlichen Turbulenzen in die Schweiz reiste, konnte ich dort die nötigen Abklärungen machen. Glücklicherweise ist alles wieder i.B "im Butter":D.


    Makato45

  • Hallo Makato

    Gut das es Dir wieder besser geht. Wie bist Du eigentlich krankenversichert?

    Lebst Du ganzjährig auf den Philippinen und hast Dich somit in der Schweiz abgemeldet oder lebst Du an beiden Orten und bist darum auch noch in der Schweiz versichert?


    Gruss Borbon

  • Borbon

    Seit meiner Pensionierung lebe ich (wieder) auf den Philippinen, d.h. nunmehr seit 10 Jahren. In der Schweiz bin ich ab- und in Manila bei der Botschaft angemeldet.


    Das mit der Krankenversicherung ist so eine Sache. Als nicht mehr wohnhaft in der Schweiz verliert man ja die obligatorische KK. Damals konnte oder wollte die Helsana erst nicht Hand für eine Lösung bieten. Nachdem ich darauf gedrängt habe, offerierten sie mir einen vorbehaltlosen Übertritt zu einer dänischen Expat Versicherung, die wohl teuer, aber OK war (ca. CHF 850.-- pro Monat für Privatversicherung). - Als nach einigen Jahren die Prämie von einem Tag auf den anderen auf rund CHF 1450.-- erhöht wurde (aufgrund eines teuren Krebs-Falles in der Schweiz - sie bezogen ihre Prämienberechnung offensichtlich nur auf das "Krankengut" in der Schweiz :mauer) habe ich diese Versicherung aufgegeben.


    Alternativen zu anständigen Bedingungen waren in meinem Fall nicht mehr zu finden - die Allianz wollte z.B. EUR 25'000.-- p.a. mit Vorbehalt. Da der "Kilometerzähler im fortgeschrittenen Alter" doch einige bedeutende Vorfälle aufwies, würde das bedeutet haben, dass ich wohl viel Prämie für praktisch keine Leistung zu bezahlen gehabt hätte.


    Ich habe daher beschlossen, selber zu versichern. D.h., dass ich monatlich den Betrag der KK-Prämie auf ein separates Konto lege. Glücklicherweise beliefen sich die Kosten für medizinischen Auslagen bislang maximal auf rund CHF 2'000.-- (inkl. Check-up's in der CH) pro Jahr für uns beide.


    Trotzdem befassen wir uns gedanklich mit der Idee, unseren Lebensmittelpunkt wieder in die Schweiz zu verschieben. Wir würden hier in den Philippinen vom "Resident" zu "Winter-Bird" wechseln. Dabei spielt die Gesundheitsvorsorge eine Rolle - im Wesentlichen sind es aber andere Gründe, die uns dazu bewegen, diese Änderung in Betracht zu ziehen. Diese sind privater Natur, haben aber nichts mit dem Leben hier in den PI's zu tun, sondern liegen in der CH.


    Grundsätzlich ist aber sicher zu sagen, dass eine Versicherungslösung besser ist. Je nach KK ist es sicher möglich, ein vernünftiges Angebot zu erhalten. Info findest du hier.


    Gruss Makato45

  • Hallo Makato

    Danke für deine Antwort, welche mich aber auch traurig macht.

    Deine Erfahrungen mit Krankenkassen sind ja wirklich nicht berauschend und je älter und kränker man wird, je mehr muss man für so eine Versicherung bezahlen. Das aber gleich so hohe Beträge wie Du sie schilderst, verlangt werden und dabei dann auch noch div. Krankheiten ausgeschlossen werden, finde ich schon sehr bedenklich. Krankenkassen sind halt doch nur gewinnorientierte Unternehmen welche uns Menschen nur als Risikofaktoren sehen.

    Es freut mich daher , dass Du mit deiner „eigenen Versicherung“ bis jetzt gut gefahren bist. Wenn Du dich in der Schweiz wieder anmeldest, bist Du natürlich wieder zumindest Grundversichert, egal was Du für eine Krankengeschichte mitbringst. Da ist natürlich ein grosser Vorteil gegenüber den Philippinen.


    Vielen Dank auch noch für deinen Link bezüglich Krankenversicherung für Auslandschweizer. Wie ich das dann einmal mit der KK handhaben werde, weiss ich noch nicht so recht. Ich bin ja auch erst 53 Jahre alt und habe somit noch etwas Zeit zu überlegen.


    Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und gute Gesundheit.


    Viele Grüsse

    Christoph