Adoption, und dann?

  • Ich mõchte meine 8-jährige Stieftochter auf den Philippinen adoptieren (Volladoption).

    Ich habe mich zu dem Ablauf schon etwas im Internet eingelesen und verstehe das so, daß nach Abschluss des philippinischen Adoptionsverfahren die gerichtliche Anerkennung der ausländischen Adoption in Deutschland durchgeführt wird.

    Bei mit wäre das Amtsgerichts Schöneberg in Berlin zuständig, da ich und das Kind zur Zeit im Ausland leben. Dazu müssen diverse Unterlagen eingereicht werden.


    Sollte man dies von einem deutschen Anwalt, spezialisiert auf Adoptionsrecht, machen lassen?

    Oder hat das jemand aus dem Forum schon mal alleine durchgezogen, obwohl er nicht in Deutschland lebte?

  • Nein, wir machten die Adoption nachdem er im Zuge der Einbürgerung seiner Muttet (meiner Frau) die Deutsche Staatsbürgerschaft hatte. Die Adoption fand in Deuzschland statt. Die von uns angestrebte Adoption damals auf den PH gaben wir wegen des beschissenen PH Anwaltes auf.

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    „Das Abendland geht nicht zugrunde an den totalitären Systemen, auch nicht an seiner geistigen Armut, sondern an dem hündischen Kriechen seiner Intelligenz vor den politischen Zweckmäßigkeiten.“


    Gottfried Benn (1886-1956), dt. Arzt und Dichter

  • Also ich habe meine Stieftochter (damals 15 Jahre alt) 2012 in Taiwan, wo ich seit 20 Jahren lebe, adoptiert (Volladoption). Bis zur Ausstellung der Geburtsurkunde hat es 15 Monate gedauert. In Taiwan hat meine Frau alles organisiert. War viel Lauferei und etliche Termine bei Gericht, aber nach 3 Monaten war die Geschichte in Taiwan erledigt. Ich weiss natuerlich nicht, ob man das auf den Philippinen auch so schnell durchziehen kann und vor allem, ob der philippinische Gerichtsentscheid vom deutschen Gericht so anerkannt wird wie der taiwanische. Denn mit der Anerkennung der Adoption nach taiwanischem Recht ist die Anerkennung nach deutschem Recht fast nur noch ein formaler Akt. Nach dem taiwanischen Gerichtsentscheid habe ich alle Unterlagen ans Amtsgericht nach Frankfurt, wo ich noch gemeldet war, geschickt und von da wurden die Unterlagen nach Duesseldorf geschickt, wo die formale Richtigkeit der auslaendischen Entscheidung ueberprueft wird. Dann wieder zurueck nach Frankfurt. Dann musste ich mit meiner bis dato Stieftochter zum Gericht nach Frankfurt, wo sie von einem Richter 20 Minuten alleine auf Englisch befragt wurde und er mir im Anschluss daran mitteilte, dass der Adoption nichts mehr im Wege stehen wuerde. Wir haben das alles ohne Anwalt gemacht, sowohl in Taiwan als auch in Deutschland.

  • … geht ja nur, wenn kein Vater in der Geburtsurkunde eingetragen ist.


    Ich mõchte meine 8-jährige Stieftochter auf den Philippinen adoptieren (Volladoption).

    Was sagt denn der leibliche Vater dazu? Ist überhaupt jemand in der Geburtsurkunde eingetragen? Und falls ja, was sagt er dazu? Er muss ja auch zustimmen.


    "Adoption eines Kindes, dessen Vater offiziell unbekannt ist"

    https://www.juraforum.de/forum…ell-unbekannt-ist.123397/



    die Vaterschaftsanerkennung scheint mir der einfachste Weg zu sein


    "Die schwarze Adoption – Vaterschaftsanerkennung statt Adoption"

    https://kuckucksvater.wordpres…erkennung-statt-adoption/


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    • Helpful

    Was sagt denn der leibliche Vater dazu? Ist überhaupt jemand in der Geburtsurkunde eingetragen? Und falls ja, was sagt er dazu? Er muss ja auch zustimmen.

    Wenn ein Vater in der Geb-urkunde eingetragen ist, braucht man diesen Weg der ("missbräuchliche VA") erst gar nicht weiter zu diskutieren.

    Diese ist übrigens aus deutscher Sicht legal!

    "Adoption eines Kindes, dessen Vater offiziell unbekannt ist"

    https://www.juraforum.de/forum…ell-unbekannt-ist.123397/

    Das ist mE die Meinung dieses Rechtsanwaltes.. in den Philippinen praktisch nicht ausführbar. Denn die DBM wird die Mutter nicht zwingen können, den leiblichen Vater zu nennen um so die missbräuchliche VA unmöglich zu machen.

  • Was sagt denn der leibliche Vater dazu? Ist überhaupt jemand in der Geburtsurkunde eingetragen?

    Es ist kein Vater in der Geburtsurkunde vermerkt.

    (Der leibliche Vater ist schon während der Schwangerschaft abgehauen. Unbekannt verzogen.)


    Die Vaterschaftsanerkennung wäre also für mich der beste Weg.


    Die DBM hat auf ihrer website den Ablauf und die benötigten Unterlagen zur Vaterschaftsanerkennung klar benannt.

    Doch der erste Schritt wäre wohl, mich als Vater im philippinischen birth-certificate meiner Stieftochter nachtragen zu lassen.


    Wie mache ich das?

    Einfach mit dem beigefügten Dokument "affidavit of paternity" zur City Hall?

    Screenshot_20200112-163637_WPS Office.jpg

  • Die DBM hat auf ihrer website den Ablauf und die benötigten Unterlagen zur Vaterschaftsanerkennung klar benannt.

    Doch der erste Schritt wäre wohl, mich als Vater im philippinischen birth-certificate meiner Stieftochter nachtragen zu lassen.

    Man kann die VA auch vor einer philipp. Behörde machen lassen.. dazu musst du aber persönlich dort hin.


    Ich würde das aber nicht empfehlen. Wenn du hier in D bist, geht das auch einfach nach deutschem Recht:

    https://manila.diplo.de/ph-de/…nheiten/1690990#content_0


    Hier bei einer zuständigen Behörde die VA abgeben, mit dem ausgestellten Pamphlet geht die Mutter zur DBM.


    UP muss aber wahrscheinlich vorher gemacht werden, daher gleich die Dokumente für die UP mit besorgen.

  • Hallo,

    ich möchte meinen Adoptivsohn hier in Deutschland formell adoptieren. Leider hatte der leibliche VAter die Geburtsurkunde unterschrieben… Ich brauche deshalb sein Einverständnis. Dafür hat mir das Jugendamt ein Schreiben in Deutsch geschickt, das ich in Englisch, und besser noch in Tagalog übersetzt brauche.

    Wäre toll, wenn jemand weiterhilft...

  • Offiziell wuerde englisch ausreichen. Google Übersetzer?

    So würde ich das machen.

    Mein Bemühen ist stets vorurteilsfrei, nichtdiskriminierend und politisch neutral meine Posts zu formulieren.

    Mein Bemühen ist, meine Post´s präzise und juristisch korrekt zu formulieren, damit keinem Leser ein emotionaler oder finanzieller Schaden entsteht.

  • Hallo,

    ich möchte meinen Adoptivsohn hier in Deutschland formell adoptieren. Leider hatte der leibliche VAter die Geburtsurkunde unterschrieben… Ich brauche deshalb sein Einverständnis. Dafür hat mir das Jugendamt ein Schreiben in Deutsch geschickt, das ich in Englisch, und besser noch in Tagalog übersetzt brauche.

    Wäre toll, wenn jemand weiterhilft...

    Was heisst denn genau "formelle Adoption in Deutschland"? Ist die philippinische Adoption schon durch, d.h. gibt es einen entsprechenden Gerichtsbeschluss? In unserem Fall (liegt schon etliche Jahre zurück) gab es eine "Placement Authority" des Department of Social Welfare and Development" (DSWD) , basierend auf einen Gerichtsbeschluss, dass die "parental authority" (Vormundschaft) der leiblichen Eltern erloschen ist. Ist Deinen Unterlagen die Zustimmung des Vaters vielleicht schon enthalten, bzw. Begündung, warum diese nicht notwendig ist, z.B. komplette Vernachlässigung der Kinder?