Utang Na Loob - Umgang mit Familienunterstützung

  • funktioniert das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe für den Großteil der Pinoys? Oder schickt ihr oder eure Frau regelmäßig Geld was verkonsumiert wird? Schickt ihr euer gemeinsames Geld oder die Damen von "ihrem" Geld?


    Ich habe vorgeschlagen lieber den Eltern eine Krankenversicherung zu bezahlen oder für die Kinder Schulgeld zu bezahlen, anstatt jeden Monat den finanziellen Rettungsschirm aufzuspannen, um Konsumkredite zu tilgen.


    Ich kann mich nicht gut mit dem Konzept anfreunden ohne Leistung (wenn möglich) Geld zu geben.


    Freue mich auf unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen, wenn es geht aber ohne die Empfänger komplett durch den Kakao zuziehen. Schwarze Schafe gibt schließlich in jeder Familie.

  • Sehr interessantes Thema:

    Ich fang mal an: Habe vor etwas über nem Jahr vorgeschlagen, für die Oma ne KV zu organisierten und die zahlreichen Kinder anteilig an 50% der Kosten zu beteiligen, ich übernehme den Rest, also die Hälfte. Das stieß auf eisige Ablehnung. Nun liegt die Oma im Krhs und die lieben Kiunder dürfen zahlen. Ich, wie ich angekündigt hatte, bin raus aus der Unterstütze, sprich von mir keinen Cent.


    Ansonsten zahle ich die Ausbildung eines Sohnes und, wenn der Ältere mal was Gescheites lernen sollte, helfe ich ihm natürlich auch. Aber ansonsten? Halte ich's wie der Onkel Dagobert. Ich bin weit davon entfernt, irgendwelche Kredite oder sonstige Spirenzchen zu tilgen, damit "die dort" in den Tag hinein leben, bin aber bereit punktuell zu helfen, wenn die liebe Familie ihren Arxxx hoch bekommt und selbst auch anpackt. Ein bisher allerdings wenig erfolgreiches Ansinnen. Auch gut...
    So, nu Ihr, ich lehne mich entspannt zurück

  • nach meiner Erfahrungfunktioniert "Hilfe zur Selbsthilfe" zu aller meist nicht. Es gibt hier Leute, die nur arbeiten, wenn es unbedingt sein muss.

    Nie im Leben kommt es mir in den Sinn regelmässig Geld zu spenden. Die Gefahr , dass dadurch die Faulheit unterstützt wird, ist viel zu gross.


    Einer Arbeit nachgehen um den eigenen Status zu verbessern oder auch nur für den Notall vorzusorgen ist nur den aller wenigsten Pinoys im Blut. Es ist viel einfacher auf den Tränennerv zu drücken.

    Es ist bequemer in den Tag hineinzuleben und im "Notfall" die im Ausland lebende und arbeitende Familie anzubetteln.


    Als blühendes Negativbeispiel ist folgendes passiert: Der "Ernährer des dürren Asts der Familie" (ich hatte ihm bereits vor Jahren zu einem Jeepney verholfen) fährt plötzlich nimmer. Einen Tag später legt er sich auf den Küchenboden im Haus in dem seine Mutter wohnt und steht nimmer auf, macht auf nicht ansprechbar. Als ich gerade dort ankomme, fährt seine Frau und eine Tochter lachend auf ihrem Moped weg. Eine andere erwachsene Tochter sitze neben ihm auf dem Stuhl und spielt grinsend mit dem Handy. Sein Sohn sitzt vor dem Haus im Jeepney und knutscht seine "Partnerin". Auf die Frage an die Tochter was ist los, sagt sie "Papa ist krank" und spielt weiter grinsend mit dem Handy.

    Nach den bis zu diesem Zeitpunkt gemachten Beobachtungen, sage ich , dann bringt ihn zum Doktor. Keiner der Bande bewegt sich.

    Mein Gedanke ist, dann kanns ja nicht so schlimm sein und ich gehe.
    Später gehe ich wieder vorbei und höre nur Musik und lachen. Zwei Tage später ist das Haus verschlossen. Zufällig treffe ich eine der erwachsenen Töchter und frage sie: Na, wie gehts? sie antwortet : gut. Ich (spasshalber) weiter: ist sie ganze Familie in der Mall. Sie: Ja.

    Wenige Tage später erfahre ich, dass die in den USA lebenden Schwestern und der POW-Bruder Geld geschickt hatte.

    Das war der Zeitpunkt, an dem ich sämtliche Zuwendungen an die ganze Familie einstellte.

    Und siehe da, pünktlich zu Weihnachten beklagte sich der "dürre Zweig" bei Nanay, dass sie nicht wie zuvor üblich einen Sack Reis bekamen.

    Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen Nanay die ganze Geschichte, sie hatte nicht alles mitgekommen, zu erzählen.

    Kurz um, der "dürre Zweig" bekommt weiterhin nichts mehr.


    Ansonsten, so habe ich einen Neffen, der stammt von einem grünen Zweig ab, der fleissig lernt und auch arbeitet. Interessanter Weise fragt er nie nach Holfe. Den unterstütze ich ab und an, wenn ich merke, es ist eng bei ihm.


    Also, wie überall gibt es solche und solche Leute. Ich kann nur zu äusserster Vorsicht raten. Wenn Hilfe dann nur gegen Vorlage von Rechnungen. OK. dabei kann es auch zu Schmu kommen. Aber nur auf Zuruf geht mein Geldbeutel nimmer auf.

    :334: ich bin süchtig, kann nicht anderst, muss wieder hin .......
    ..... bin angekommen 8-)


    so langsam bin ich zu alt um andern Menschen Honig um den Mund zu schmieren

  • Wir haben über die ganzen Jahre (über 40) für ein paar

    Neffen und Nichten die Schule bezahlt (für die es sich

    unserer Meinung und Kenntnis nach auch lohnte) und für die

    Schwiegermutter und -Vater als sie noch lebten einen

    Zuschuss für Medikamente da ihre Rente nicht sehr hoch

    war.


    Ich rede jetzt nicht von Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenken

    sondern von regelmässigen Zahlungen.


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

  • funktioniert das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe für den Großteil der Pinoys?

    Nach meinen Erfahrungen, auch über viele Jahre hier im Forum, funktioniert das nicht! Ist wie bei uns im H4, man gewöhnt sich an die soziale Hängegmatte, richtet sich darin ein und bettelt wenn man mehr will

    Oder schickt ihr oder eure Frau regelmäßig Geld was verkonsumiert wird? Schickt ihr euer gemeinsames Geld oder die Damen von "ihrem" Geld?

    Wir schicken überhaupt nichts. Es war von Anfang an klar kommuniziert, dass es keinerlei Geldzuwendungen gibt...egal was passiert! So läuft es jetzt seit über 6 Jahren. Als im letzten Jahr die Mutter verstarb, beteiligten wir uns genau mit 33% an den Beerdigungskosten (3 Kinder), obwohl da erstmalig Forderungen kamen.

    Man muss es nur durchhalten und vermitteln, dass ab der Einreise in Deutschland die Kernfamilie aus Dir, deiner Frau und eventuellen Kindern besteht! Das man sein Geld hier auch nicht von den Bäumen schüttelt und dieses zum Aufbau des Lebens benötigt oder zum Konsum! Ist die Frau schlau wird sie es verstehen...wenn nicht muss man es entweder durchziehen oder zahlt ewig! Am ende fährt Asawa auch lieber im Cabrio, sieht die Welt und gibt Geld für die eigenen Kinder aus, als die Faulenzer in der ehemaligen Heimat zu pampern. Sie muss nur richtig hier ankommen

    Die haben ihre Kultur, ich habe meine....und mein Geld / Ihr Geld gibt es in einer Ehe ja irgendwie nicht mehr...oder? Meine frau wehrt eventuelle Anfragen der weiteren Familie heute absolut direkt ab....auch wenn danach erstmal alles still ist

    Ich habe vorgeschlagen lieber den Eltern eine Krankenversicherung zu bezahlen oder für die Kinder Schulgeld zu bezahlen, anstatt jeden Monat den finanziellen Rettungsschirm aufzuspannen, um Konsumkredite zu tilgen.

    Das wird sehr teuer...eine echte KV kostet sehr viel Geld! Sind das ihre Kinder? Dann sollte man tatsächlich für sie aufkommen, besser noch sie nach Deutschland holen!

    Ich kann mich nicht gut mit dem Konzept anfreunden ohne Leistung (wenn möglich) Geld zu geben.

    So ist es..zumal es ein Fass ohne Boden ist! Und wenn du nicht Krösus bist, geht das massiv ans eigene Leben. Habe im Laufe der Zeit etliche Ehen daran zerbrechen sehen....weil man nicht den Mumm hatte, es zu stoppen

    Demokratie ist eine Einrichtung, die es den Menschen gestattet, frei zu entscheiden, wer an allem schuld sein soll :hi

  • Da wo Tanduaylce sind wir noch nicht - ich für meinen Teil habe ganz klar gesagt, nachdem wir im Frühjahr 2x Geld für die Familie für Essen gespendet haben- jetzt ist Schluss der Fallschirm ist da nun gibt es genügend Zeit sich neue Jobs zu beschaffen.


    Meine Frau wird aber immer noch angebettelt - und ich habe keine Lust dies weiter zu tolerieren - ich habe nun Ihr auch gesagt, dass Sie etwas hier für sich sparen muss und ich keine Lust habe zu zahlen.


    Was hilft ist auch das Gefühl für Geld und was man dafür tun muss herzustellen - nachdem meine Frau ja nun seit 2 Monaten arbeitet, merkt Sie schon, dass es blöd ist, wenn man am falschen Geldautomat Geld abhebt.


    Klar ist, Sie hat auch noch ein Haus in Laguna, welches Sie vermieten kann - und wenn Sie nun dort Kosten hat - ich sage immer dann verkaufe es.

    Das Geld kann die Familie dann gerne durchbringen - überraschenderweise zieht das Argument dann.

  • Letztlich muss jeder selbst wissen und erkennen, wie die Familie so tickt, in die er hineingeheiratet hat.

    Meine Frau hat 8 Geschwister, da ist schon naturgemäß eine gewisse Bandbreite dabei, aber keine solchen Fälle, die jetzt in der Hängematte liegen, und wenn der Schwager aus dem Westen kommt, Unterstützung erwarten. Letztendlich geht jeder einer Arbeit nach, die einen mit dem Ehrgeiz im Leben was zu erreichen, die anderen halt eben, dass die Arbeit letztlich für das tägliche Essen sorgt.

    Insofern bleibt nur die Schwiegermutter mit ihren 70 Jahren mit eine Enkel (und bis zu Angang des Jahres der jüngste Sohn), die von ihren Kindern unterstützt wird, und damit natürlich auch von uns. Ich hatte meine Vorstellung über den Umfang für diese Unterstützung, meine Frau die Ihre, und diese Vorstellungen lagen doch sehr nahe beisammen. Von daher war dies auch nie ein Diskussionsthema, und es kam später auch nie als Diskussionsthema auf. Im Gegenteil, als ich mal fragte, ob es wegen Corona und den teilweise gestiegenen Preisen soweit auch alles reicht, oder man temporär ein paar Peso drauf legen soll, kam von ihr "no need".

    Ansonsten gibt es hier in Deutschland die unsere "Kasse", wo wir die gemeinsamen Kosten bestreiten, der Rest wird angelegt. Und aus dieser Kasse gibt es monatlich für jeden von uns zwei ein Taschengeld, mit dem man machen kann, was man will. Dieses Jahr hat sie in der Tat zwei "Monatsbeiträge" ihres Teils mal an die Geschwister verliehen für irgendwelche "Projekte" zum Geldverdienen (Dank Corona bleibt halt doch mehr übrig), und ich selbst bin gespannt, wann sie vermeldet, dass sie es zurück erhalten hat.


    Zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe: Zum Einen würde ich das erst mal abhängig von der Person machen, wie und in welchem Umfang ich dies gewähren würde. Zum anderen würde ich genau wissen wollen, um was es geht und was damit gemacht wird. Und zu guter Letzt würde ich nie in einem Umfang geben, wo es mir selbst weh tut bzw. mich länger als ein Tag darüber ärgern würde, wenn es ein Verlust wird, weil es in den Sand gesetzt wird

  • Letztlich muss jeder selbst wissen und erkennen, wie die Familie so tickt, in die er hineingeheiratet hat.

    Damit hast du wohl recht. Allerdings kann man auf den ersten Blick nicht immer erkennen wie Menschen ticken.

    Meine Frau hat 6 Geschwister. 5 arbeiten im Ausland und haben gute Jobs.

    Der dürre Zweig ist der auf den Philippinen. Die Unterstütung von Nanay, als sie noch lebte, war auch kein Thema gewesen.

    Nur Einer jammert ständig,

    Interessant war, dass dieser dürre Zweig, nachdem er das Geld für einen Jeepney vorgestreckt bekam, zusehends an Arbeitseifer verlor. Anscheinend dachte er er bekommt das Teil geschenkt. Meine Erklärung dass geliehen nicht geschenkt ist und dass das mit der Verpflichtung verbunden ist zurückgezahlt zu werden. Mein Zusatz, dass er schliesslich nur halb so alt ist wie ich, also jung und kräftig genug zurückzuzahlen, ging ihm nicht runter wie Honig. Also setzte ich noch einen drauf und meinte wenn ich in seinem Alter, so wie er, nur grade mal knapp 4 Std am Tag gearbeitet hätte, wäre ich auch immer Pleite,

    Kurz gesagt, es gibt nun mal leider Leute, die verfallen mehr und mehr in Arbeitsunlust, je mehr Unterstützung sie erjammern können.

    :334: ich bin süchtig, kann nicht anderst, muss wieder hin .......
    ..... bin angekommen 8-)


    so langsam bin ich zu alt um andern Menschen Honig um den Mund zu schmieren

  • Das Thema hatten wir schon oefters hier, ist aber immer wieder interessant die Sichtweisen und Situationen der einzelnen Member zu lesen.


    funktioniert das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe für den Großteil der Pinoys?

    Grundsaetzlich wuerde ich sagen "eher nein".


    "Hilfe zur Selbsthilfe" habe ich bisher in der Familie nur bei meiner Frau betrieben bevor sie vor ein paar Jahren ihren Store eroeffnet hat - in Form eines Kredits von ich glaube 1500 oder 1700 EUR oder so.

    Hier konnte ich auch direkt mitverfolgen was mit dem Geld gemacht wird und wie damit gewirtschaftet wird.


    Eine "Investition" in dieser Hoehe an die Verwandtschaft kaeme bei mir allerdings nicht in Frage da ich aufgrund der geographischen Distanz einfach nicht sehen kann was mit der Kohle am Ende des Tages geschieht.


    Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.


    Man muss es nur durchhalten und vermitteln, dass ab der Einreise in Deutschland die Kernfamilie aus Dir, deiner Frau und eventuellen Kindern besteht!

    Richtig, das ist m.M. nach einer der Eckpfeiler einer guten Ehe oder Beziehung, es sei denn man laesst sich gerne "melken" oder hat kein Problem damit andere mitzufuettern - jeder wie er/sie moechte...



    Zu meiner Situation als Expat fuer alle Interessierten:


    als ich das erste mal auf den Phils aufschlug machte sich natuerlich erstmal die Meinung breit "oh super, ein Americano, wir sind jetzt alle reich".

    Mein Schwiegervater (Gott habe ihn selig) fragte mich damals beim ersten Kennenlernen sogar direkt wieviel ich monatlich verdiene! :D

    Darauf gab's natuerlich keine Antwort und ich hab dann ab Tag-1 mit der Frau klargemacht dass ich nicht hier bin um ihre restliche Familie durchzufuettern.


    Das hielt ich persoenlich fuer sehr wichtig, ohne damals jedoch wirklich gewusst zu haben wie die Pinoys diesbezueglich ticken.

    Nur soviel dazu; ich wurde auch back in Austria - also vor meiner Auswanderung - von meiner eigenen Familie sehr oft "angeschnorrt", also war ich was das betrifft schon etwas sensibilisiert.


    Die "Regel" wurde daraufhin freundlich kommuniziert und auch akzeptiert, und es hat sich in den letzten Jahren eine gewisse Art natuerlichen Konsens oder Kompromisses (for the lack of a better word) entwickelt.


    Das heisst, Grundregeln meinerseits erstmal:

    • Medizinische Hilfe fuer die Schwiegereltern (beide Rentner) stellte ich von Anfang an ausser Frage - d.h. wenn es einen Notfall gibt dann springe ich selbstverstaendlich finanziell ein wenn es mir moeglich ist. Das war meine ganz eigene Idee, und das mache ich auch sehr gerne als Zeichen des Respekts und der Familienangehoerigkeit/des Zusammenhalts.
    • Man kann sich Geld von mir leihen - "leihen", ihr wisst schon :rolleyes: - aber solange Schulden ausstaendig sind braucht man mich nicht nochmal zu fragen. Summen ueber 100 oder 200 EUR sind ausgeschlossen. Das hat sich mittels dieser Praxis also sehr schnell von selbst erledigt. :P


    Wie gesagt, meine Regeln wurden von der Familie (2x Schwiegereltern, 3x Schwager/Schwaegerin bzw. deren Kinder) problemlos akzeptiert und auch respektiert.

    Ich wurde damit in die Familie relativ nahtlos eingegliedert und keiner nutzt(e) den anderen jemals aus.


    Fast-forward 10 Jahre spaeter sieht es nun so aus:
    Meine "Schwiegerleute" leben etwa 30min mit dem Auto Richtung Innenstadt, also die haengen nicht staendig bei uns rum sondern kommen nur ab und an mal zu Besuch.


    Der Schwiegervater ist leider schon vor Jahren verstorben (Diabetes), damals hatte ich seine Krankenhausaufenthalte zu etwa 80% und seine Beerdigung zu 100% finanziell geschultert.


    Die Schwiegermutter kommt ca. alle 4-6 Wochen mal fuer 1-2-3 Tage vorbei, hilft im Haushalt, kocht und putzt und macht obwohl wir ihr sagen sie soll in ihrem Alter mal etwas kuerzer treten. Manchmal (nicht jedesmal) braucht sie Medizin, dann geben wir ihr mal 500 mal 1000 Pesos dafuer.

    Das mache manchmal ich aus meiner Kasse, manchmal meine Frau aus ihrer.

    Es besteht kein Zweifel daran dass die Pesos tatsaechlich fuer Medizin ausgegeben werden - hin und wieder faehrt einer von uns auch selbst mit ihr zum Mercury-Drug um das Zeug zu holen...


    Die Schwaegerin-1 (kinderlos) faehrt seit laengerer Zeit fuer Foodpanda, von der hoere ich eigentlich selten was.

    Irgendwann hatte sie sich mal 10k Pesos oder so geliehen wovon ich nur 6k zurueck bekam, seither war diesbezueglich Ruhe (siehe meine Regel #2).


    Schwaegerin-2 ist seit 3 Jahren in Malaysia und seit heuer in Singapore als Nanny/Housemaid, also sind die Versorgung und Schule ihrer Tochter dadurch gesichert.


    Der Schwager (Automechaniker, 5 Kinder) macht mal diesen mal jenen Job. Er ist wirklich engagiert aber hin und wieder kommt es doch vor dass er kein Geld hat.

    Allerdings kein Problem, der steht immer sofort bei mir auf der Matte wenn er spitzkriegt dass z.B. an meinem Haus etwas umgebaut oder repariert werden muss oder falls eines der Autos einen Oelwechsel braucht, usw...

    Dann steck' ich ihm natuerlich ab und an 500 Pesos zu - er macht ja auch was dafuer!


    Aus der entfernten Verwandtschaft (Digos, GenSan, South Cotabato) kamen anfangs - in den ersten 2-3 Jahren wuerde ich sagen - immer wieder "borrow money"-Fragen, diese wurden aber sowohl von meiner Frau als auch mir stets abgelehnt, zumal ich viele davon nichtmal kannte.

    Irgendwann hatte sich dann aber rumgesprochen wie der Hase bei uns in Davao laeuft und dann war auch damit schluss.



    Wo ist der Konsens von dem ich oben sprach?

    Ganz einfach: ich bin finanziell im Hinblick auf die Familie vergleichsweise stark aufgestellt, bin kein Goldesel der Kohle sch**sst, was aber nicht heisst dass es von mir prinzipiell ZERO-POINT-ZERO Pesos zu erwarten gibt.

    Es ist immer eine Frage des wie und warum!


    Im Gegenzug stehen viele in der (auch entfernteren) Familie finanziell nicht so gut da, haben aber andere Faehigkeiten die sie beitragen koennen.

    Sei es eben der Automechaniker-Schwager, oder der Onkel mit der Fischfarm, oder der Haeuslebauer-Cousin, etc. pp.

    Die arbeiten ja auch nicht gerne for-free, genauso wie ich nur ungern etwas zu verschenken habe.

    So hilft man sich eben innerfamiliaer gegenseitig aus - und solange sich keiner dabei benachteiligt fuehlt ist das meiner Ansicht nach eine klasse Sache!



    (Sehr) lange Rede, kurzer Sinn:

    wenn man selbst vor Ort ist, klare Regeln festlegt und auch relativ gut absehen kann was um einen herum geschieht, dann habe ich kein Problem mit finanziellen Zuwendungen.


    Wuerde ich allerdings in DACH sitzen, dann wuerde ich es kategorisch ablehnen irgendjemandem 10k km quer ueber den Globus pauschale Geldbetraege zu senden der zwei gesunde Arme und Beine hat.

    Hospital-Bills und School-Beitraege keine Frage, dann aber immer direkt an das Konto der betreffenden Institution - niemals Cash per WU zum Beispiel!


    Nochmal: Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.



    Ach ja, ein positives Beispiel zum Thema "Hilfe zur Selbsthilfe" faellt mir noch ein, danach hoere ich aber eh auf:


    ein alter Bekannter von mir hier in Davao war vor einigen Jahren angehender Tattoo-Artist.

    Ich hab damals Potential bei ihm gesehen und beschlossen ihn zu "sponsern" damit er sich seinen Karrieretraum erfuellen kann - es fuehlte sich einfach richtig an, der Mann hatte Talent!


    Ich hab ihn dann also regelmaessig mit Nadeln, Tinte und anderen Utensilien versorgt, ihm ein paar neue Kunden organisiert, ihm Hygiene beigebracht (sehr wichtig!), ihm vorgerechnet wieviel er wofuer verlangen kann, etc..

    Das lief dann fuer ein paar Jahre so, danach machte er eine staatliche Schulung und Pruefung und hatte bereits einen so grossen Kundenstamm dass er auf mein "Sponsoring" nicht mehr wirklich angewiesen war.


    Heute 5 oder 6 Jahre spaeter hat er sein eigenes lizensiertes Studio und ist mittlerweile ueber die Grenzen Davaos hinaus bekannt, ist auf Conventions unterwegs usw.!


    Dass ich mein Lebzeit gratis von ihm taetowiert werde liegt wohl auf der Hand :D - das war meiner Meinung nach aber jedenfalls richtig gut investiertes Geld, auch wenn ich kein direktes Cash davon zurueckerhalte.


    Die Frage des wie und warum halt wieder... :floet

    "Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."

    (Benjamin Franklin, 1775)

  • Meine philippinische Familie war zu Zeiten meines noch lebenden Vaters immer in Respekt davor, ihn nach Geld zu bitten.

    Am Anfang wurden natürlich Fragen gestellt an meine Mutter, aber die hat mit Absprache mit meinem Vater direkt klar gemacht, dass wir kein Geld zur Unterstützung einfach so geben werden.


    Krankheitsfälle, Krankenhaus, etc. ist natürlich abseits dieser Regel, und wurden von uns zum Teil gestemmt.


    Dies ist so geblieben, auch nach dem Ableben meines Vaters. Ich hab mit meiner Mutter regelmäßig mal 50 EUR überwiesen, um den Telefon/Internetanschluss zu bezahlen. Ansonsten kommt die Familie selbst klar aufgrund meines Onkels und der Tante, die das "Brot der Familie" verdienen.


    Wenn ich zu Besuch da bin, wird schon mal größer im Supermarkt eingekauft, Essen gegangen, neue Schuhe für die Cousine gekauft, etc.

    Aber da dies alle 2 Jahre mal vorkommt, find ich das OK und ist meine Art von Pasalubong.

  • Letztlich muss jeder selbst wissen und erkennen, wie die Familie so tickt, in die er hineingeheiratet hat.

    Damit hast du wohl recht. Allerdings kann man auf den ersten Blick nicht immer erkennen wie Menschen ticken.

    Ja, dass kann man nicht immer gleich erkennen bzw. Menschen ändern sich, von daher:

    Und zu guter Letzt würde ich nie in einem Umfang geben, wo es mir selbst weh tut bzw. mich länger als ein Tag darüber ärgern würde, wenn es ein Verlust wird, weil es in den Sand gesetzt wird



    Das Thema hatten wir schon oefters hier, ist aber immer wieder interessant die Sichtweisen und Situationen der einzelnen Member zu lesen.

    ...

    Wenn man vor Ort ist, kann man es natürlich besser abschätzen, wie so manche ticken.


    Als ich meine Frau kennen lernte, war ich bezüglich Philippinen noch ganz grün hinter den Ohren in vielerlei Themen Hinsicht. Ich habe sie ja online kennengelernt, und hier waren genug Scamer unterwegs bzw. wo einem als Geldautomat sahen.

    Nachdem ich meine Frau kennen lernte, hab ich mich erst mal über die Philippinen informiert, und dann erst mal wenig Lust verspürt dahin zu reisen. Also kam ich auf die Schnapsidee, schicke ihr doch das Geld fürs Visa, dass sie herkommen kann (wie gesagt, damals absolut grün hinter den Ohren). Bis man erkannt hat, dass das Visa so einfach nicht zu bekommen ist und es so keinen Sinn macht. Aber die rund 100 Euro waren schon raus auf ihrem Konto.

    Sie hat das Geld nach wie vor als meines betrachtet (auch als das mit dem Visa vom Tisch war), und nicht angetastet gehabt. Also nichts mit losziehen und gleich ausgeben und verbraten, geschweige den nach neuem Geld fragen um es zu verbraten.

    Gut 100 Euro sind nicht viel für uns in Europa, aber wenn man bedenkt, dass auf den Philippinen Leute ein bis zwei Wochen oder manche noch mehr dafür arbeiten müssen, ist es ja dort schon einiges.

    Im Nachhinein sage mir: Ich habe damals wohl meine Frau ungewollt in Versuchung geführt, und sie ist der Versuchung nicht erlegen. Bei vielen Kommentaren in dem Zusammenhang entsteht ja der Eindruck, dass die Mehrheit dort das Geld genommen und sofort verprasst hätte.

    Ich möchte nicht denken und glauben, dass die meisten Philippinos nichtsnutzig sind und sich von anderen durchfüttern lassen wollen.. Gleichwohl weis ich von meiner Frau auch wiederum, dass es eben auch diese Art der Philippinos gibt.

    Von daher verdammt wichtig, dass man eine Frau hat, die bei den finanziellen Themen dort zu einem hält und nicht in den Rücken fällt bzw. einem den Rücken frei hält.

  • Schon von Tag 1 als ich das erste Mal auf den Philippinen war habe ich nie mit Geld geprahlt, als Mitbringsel gab es ein paar Kleinigkeiten und ab und zu wurde die Familie auf ein normales Essen eingeladen. Geld habe ich nie da gelassen und trotzdem ging es niemanden schlecht (wie auch, es ging ja auch vorher ohne mich). Und das betrifft auch nur die Kernfamilie, entfernte Onkel, Cousinen oder sonst wen kenne ich nicht.


    Eine Ausnahme habe ich während des Lockdowns gemacht als kein Einkommen erwirtschaftet werden konnte.


    Sobald meine Verlobte in D wohnt werden wir (nur) die Schwiegermutter unterstützen da sie nicht mehr ganz gesundheitlich fit ist und daher nicht mehr arbeiten soll.

  • Als Goldesel oder Weihnachtsbaum rumläuflaufen werden wohl die allerwenigsten.

    Ausschlaggebend ist viel mehr was in den Köpfen der Pinoys so vor sich geht. Da gibt es z.B. eine grosse Registerkarte auf der steht : alle Langnasen sind reich!

    Obwohl ich keinem erzählte, was ich früher verdiente, meinte einmal der dürre Zweig, dass er auch gerne nach Europa wolle um so viel zu verdienen wie Langnasen. Auf die Frage nach seiner Qualifikation meint er, dass er alles machen würde. Ohne Ausbildung keine gute Arbeit, Antwortete er, dass er alles machen würde, auch im Strassenbau oder Stadtreinigung. Ihm ging nicht runter, dass man ohne Ausbildung keinen Job bekommt. Das Thema Arbeitszeit, Schichtarbeit, Wochenendarbeit und Pausen gab ihm dann den Rest.

    Alles in Allem ist er einer der Pinoys, die glauben in anderen Ländern fliegen die gebratenen Tauben tief und man muss nur den Mund aufhalten, dann landet eine darin. Bei solchen Leuten ist es egal die stehen mit dem Glauben dass Langnasen Geld aus den Taschen quillt auf und gehen damit schlafen.

    :334: ich bin süchtig, kann nicht anderst, muss wieder hin .......
    ..... bin angekommen 8-)


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  • Alles in Allem ist er einer der Pinoys, die glauben in anderen Ländern fliegen die gebratenen Tauben tief und man muss nur den Mund aufhalten, dann landet eine darin.

    Ich hatte zufaelligerweise gerade eine Unterhaltung mit einem Pinoy-Nachbarn per Chat und irgendwie kamen wir auf ein ganz aehnliches Thema;

    der betreibt eine Lechon-Braterei in seinem Hinterhof und viele seiner Worker sind ploetzlich abgehauen.

    Also die die nix anderes zu tun haben als das Lechon am Spiess fuer ein paar Stunden haendisch zu drehen.


    "Zu harte Arbeit" war das Argument! 4-5 Stunden lang Schweine am Grill drehen...


    Er sagte dazu folgendes (copy-paste Zitat), weil der Lohn seiner Aussage nach wirklich gerecht war:

    Quote

    They always blame the government for their shit where in fact they are just doing absolutely nothing to change their lives. They find nice people who are willing to help and pay them for their work but they just can't see that, at the end of the day no matter what kindness you show to them they will always complain


    Das ist ganz ehrlich das erste mal dass ich sowas derart direkt von einem Filipino ueber Filipinos gehoert habe.



    edit: ich hab ihm geraten fuer die Lechons besser Elektromotoren zu installieren - die verlangen kein Salary und laufen auch nicht weg ausser sie werden gestohlen... :P

    "Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."

    (Benjamin Franklin, 1775)

  • Dazu passt folgendes:

    Die phil. Schwägerin eines Bekannten betreibt irgendwo im wilden Süden einen Sari-Sari-Store mit angeschlossenen BillardTischen-

    Vor kurzem fragte die Schwägerin einige der Jungs, die dort ständig rumhängen, ob sie sich nicht ein paar Peso verdienen wollten. Sie hätten nur die Aufgabe auf die Tische, Kugeln und Stöcke aufzupassen. Alle lehnten ab weil es zu stressig sei. Das Ende vom Lied, die Jungs hängen immer noch um die Tische herum ab, ohne Bezahlung .

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  • funktioniert das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe für den Großteil der Pinoys?

    I.d.R. funktioniert das nicht. Viele sind voller Ideen, wollen dein Geld aber sind am Ende zu faul um richtig zu arbeiten. Deshalb Hände weg davon

    Oder schickt ihr oder eure Frau regelmäßig Geld was verkonsumiert wird? Schickt ihr euer gemeinsames Geld oder die Damen von "ihrem" Geld?

    Nein, bei mir gibt es nichts. Wurde von Anfang an mit der Familie und auch hier im Forum (gab viele böse Worte für mich) so kommuniziert und bisher durchgezogen. Lediglich als die Eltern jetzt von Corona erwischt wurden zahlte ich einen Teil der Arztkosten bzw, die Beerdigung. Ich bin kein Geldautomat und habe meine Freundin geheiratet (bzw. will ich in 2 Wochen) und nicht den ganzen Clan

    Ich kann mich nicht gut mit dem Konzept anfreunden ohne Leistung (wenn möglich) Geld zu geben.

    Ich auch nicht...ist mir auch mein Geld zu "hart" verdient, um es zu verschenken

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Also bei uns ist das ganz klar.

    Da die Eltern schon beide gestorben sind haben wir allen klargemacht, dass wir nur in einzelnen Notfällen der Geschwister (je nachdem was das Problem ist) aushelfen.

    Ansonsten gibt es keinerlei Geld da das absolut sinnlos ist.;(:mauer

    Egal wie viel Geld du schicken würdest, es wäre zu wenig und bewirkt genau gar nichts.

    ABER::denken

    Da unser Haus in der Stadt ist haben wir die Kinder (nur Verwandte) die am besten in der Schule waren, fleissig und willens etwas zu leisten und lediglich kein Geld für eine bessere Ausbildung hatten, zu uns ins Haus geholt.

    Wir haben das Schulgeld, Essen und kleines Taschengeld übernommen, bis sie Ihre Ausbildung abgeschlossen hatten.:heilig:heilig

    Über die Jahre waren das über 20 Studenten.

    Der Erfolg davon:

    Mehrere Ingenieure, Lehrerinnen, Krankenschwestern, Hebammen, IT Abschluss etc.

    Und das beste ist das Fast alle jetzt inzwischen dasselbe machen und Ihre Geschwister und Eltern unterstützen.:thumb:thumb

    Dadurch ist für uns nichts mehr zu helfen übrig.:D:D

    Oft genug sagt jemand: da gibts ein Problem aber keine Sorge wir lösen das selber.:clapping

    Viele haben uns gesagt, dass sie uns dankbar wären und dem Beispiel folgen wollen.

    Für uns ist es einfach schön, jetzt den Erfolg zu sehen.:cheers:thumb

  • Als ich das erste Mal auf die Philippinen flog, hatte ich von dem Land, den Leuten und deren Gepflogenheiten absolut keine Ahnung.
    Habe mich mit mit meiner Jetzigen Frau damals in Cebu getroffen, die Hälfte Ihrer Familie getroffen, die alle auf Bohol im Urlaub waren, zu der meine Frau sie eingeladen hatte. Stichwort Mädelsurlaub.
    Ich durfte beim ersten Treffen mit der Mutter und fast allen Schwestern, 3 an der Zahl, noch nicht mal das Essen bezahlen, geschweige denn das Taxi, denn sie sagten ich wäre hier der Gast.


    Als OFW kannte meine Frau die Begehrlichkeiten der eigenen Familie, aber insbesondere der Verwandtschaft. Je weiter entfernt (nicht Geographisch), um so begehrlicher. Denn als OFW sei man ja schließlich reich.

    Da hat sie schnell gelernt ihr Geld beisammen zu halten, und nicht auf jede Notlage der Verwandtschaft zu reagieren.

    Lediglich eine der Schwestern, die Älteste, sah mich eher als Geldautomat.
    Denn bei meinem nächsten Aufenthalt, dann direkt im bescheidenen Heim in Kapatagan, wurde die Mutter krank und musste zum Arzt.

    Gesamtkosten 4000 Peso. Diese hätten alle Kinder nun, je nach Einkommen, anteilig zu bezahlen.


    Die Schwestern haben allesamt gute Job's. 2 sind Lehrerinnen, eine hat zusätzlich noch mehrere Internetbuden, die andere eine gut gehende Näherei.

    Jede hat gute 50-85k Peso im Monat.

    Bei den Brüdern sieht die Sache eher andersherum aus. Als Arbeiter auf einen Bananenplantage verdient man nur gute 8000 Peso im Monat.

    Und die anderen 3 sind Farmer, wovon nur einer vernünftig ist. Der hat sein Geld in ein Trike gesteckt und verdient sich damit noch etwas zusätzlich mit dem Transport von Waren und Gütern. Der anderen 3 versaufen und verspielen alles am Zahltag, wenn die Frauen nicht mit dabei sind und die Moneten einkassieren. Nur der einzige Junggeselle wird wohl zum Unterstützungs- und Pflegefall werden im Alter.


    Die älteste Schwester sagte wozu sollte sie denn etwas bezahlen, denn wozu hätte sie (die jüngste der Schwestern) denn einen reichen Ausländer? Soll der doch bezahlen, dafür ist der doch da.

    Da hat die jüngste der ältesten aber sowas von die Meinung gegeigt, in aller Öffentlichkeit.

    Das dies eine üble Beleidung war, ist mir nicht bewusst gewesen.

    Jedenfalls sagte mir meine Frau danach, dass ich nie für die Belange ihrer Familie zu zahlen hätte und Ihre Priorität auf Ihrer Familie liegt, also unser(e) Kind(er), Ich und Sie. Erst danach, wenn möglich, könne man in (echten) Notfällen aushelfen.


    Dass ich aber mal hier oder da mal 1000, 2000 Peso hingeschoben habe für ne Kiste Bier, Shrimps, Thunfisch, etc ist ok für mich. Natürlich weis ich, dass das nicht so viel kostet, aber dann hatten am nächsten Tag die Kinder wenigstens neue Schuhe, oder es gab mal wieder was gutes zum Essen.

    So direkt hätte keiner meiner Schwägerinnen oder Schwagern das Geld angenommen.

    Ohne Heu kann das beste Pferd nicht furzen


    Pessimisten stehen im Regen,

    Optimisten duschen unter den Wolken

  • Dass ich aber mal hier oder da mal 1000, 2000 Peso hingeschoben habe für ne Kiste Bier, Shrimps, Thunfisch, etc ist ok für mich.

    Und damit ham sie dich "im Sack".

    Dieses "ist ja nicht viel Geld"-Denken ist genau das wo die Spirale beginnt.


    Wie oft hat dir denn bereits jemand 1000 oder 2000 Pesos "ruebergeschoben" fuer einen Kasten Bier oder einen Thunfisch?

    Lass mich raten - noch nie.

    Ueberleg mal..........


    Eine Devise: "lieber erstmal das Ar***loch sein; spaeter werden sie dich immernoch lieben. Wenn sie dich erst lieben und dann wirst du zum Ar***loch, dann wirst du immer das Ar***loch bleiben."

    "Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety."

    (Benjamin Franklin, 1775)

  • Das passiert ja nur wenn ich vor Ort bin.


    Mal ehrlich... 1000 Peso für nen 9er 1L Kasten Red Horse Bier? Das kostet in der Provinz noch nicht mal die Hälfte.

    2-300 in die eigene Tasche des Lieferanten ist doch OK. Das nenn ich Trinkgeld.


    Mir aber Nachts das eiskalte Bier, samt Kasten, klauen, ist ein Verbrechen ;(
    Einem Bayer das Bier klauen, oh weh.
    Ist mir aber passiert. Aber keiner will es gewesen sein....


    Wenn ich dem Schwager 1-2k Peso gebe und sage er soll mal am Market Shrimps und Co einkaufen, ist das ja nicht rausgeschmissenes Geld.
    Ich bekomm ja erheblichen Mehrwert zu Deutschen Verhältnissen.

    Im Januar 2020 waren das 90 Peso / KG Shrimp's am Wetmarket in Digos City.
    Und wir hatte noch Krebse und anderes Meeresgedöns für gerademal 1500 Peso plus Reis und alle waren glücklich.

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