Glasfaser Loesungsansaetze

  • Seit 3 Tagen haben wir ein Glasfaserkabel von einem lokalen Anbieter rumhaengen. Jetzt kann ich sogar die Bilder via Internet in diesem Forum ganz normal anschauen (super) obwohl wir nur 8Mbps zugeteilt bekommen haben. So weit so gut. Also Smart, Globe und Pldt haben in unserem Falle wohl endgueltig ausgedient. Die Chinesen mit DITO kommen zwar aber dies wird wohl noch ein paar Monate dauern, momentan suchen sie noch Grundstuecke um Masten aufzustellen.


    Ich habe vor Jahren versucht eine Sprechanlage mit Video zum Hoftor zu installieren. Doch die Entfernung fuer normale Kabelgeschichten ist wohl zu gross. Luftlinie ca. 160m. Also funktioniert nicht mit Koaxial oder einem vorhandend 11adrigen Telefonkabel. Videoueberwachung rund ums Haus funktioniert mit einer Videoanlage die ich mir vor 10 Jahren aus China mitgebracht habe, kostete dort ja mehr oder weniger nichts. Aber wenn’s mehr als 50m sind geht’s halt auch nicht mehr.


    Desweiteren moechte ich meine kleine Bar ausbauen (Kamingespraeche :heilig) jedoch liegt dieses Gebaeude am anderen Ende des Grundstuecks, also mehr oder weniger 300m vom Tor entfernt.


    Gerne haette ich in der Bar einen Bildschirm um den Eingangsbereich zu sehen (wie Hans Bakery in Angeles). Nicht nur die Eingangskamera, auch andere.


    Das Glasfaserkabel welches nun planlos rumhaengt werde ich die naechsten Tage in der Erde verbuddeln.


    Nun die Frage ans Forum und eventuell vorhandene Telekommunikationsspezialisten: wie kann ich eine vernuenftige Videoueberwachung kabeltechnisch realisieren? In Lazada und Co gibt’s ja tausende von Artikel. Elektrisch/elektronisch unschuldig wie ich bin denke ich an eine zusaetzliche Glasfaserloesung (Kabeltechnisch). Aber wie? Oder was soll ich in den "ehzubuddelnden" Kanal legen?


    Hab versucht mich lokal diesbezueglich weiterzubilden doch es klemmt wohl an der Sprache :ironie.


    Bin fuer jeden noch so kleinen Tip dankbar.


    Albert:hi

  • Ich nehme an die Kameras haben alle einen normalen rj45 lan anschluss, also normaler Netzwerkanschluss? Du kannst dir für die weite Strecke zwei kleine switch holen auf dem du jeweils einen sfp+ Port für eine Glasfaser Optik hast. Dann sollten die switches noch genug normale ports für deine Netzwerkkameras haben. Normales rj45 reicht für 100m

  • Ich bin mir nicht sicher, ob ich Deine Fragestellung genau verstehe. Aber ich stelle mal vor, was wir hier haben.


    Vorweg, wir haben unser Haus vor gut 10 Jahren gebraucht gekauft und dann damals substanziell renoviert. Ob des technischen Fortschrittes und geaenderter Anforderungen haben wir an dem Netzwerk, welches ich hier vorstelle, seitdem einige Aenderungen vorgenommen. Das sind hauptsaechlich Upgrades, Verbesserungen. Aber das grundsaetzliche Design hat sich nicht geaendert, sondern bewaehrt.


    Das erste Photo zeigt den Posten, den wir damals als Teil einer neuen Grundstuecksaussenwand installiert haben. In dem Posten eingebaut sind vier (4) Leerrohre. Zur Zeit fuehrt ein PLDT Fiberkabel und ein Skycable Koaxialkabel hier rein. Imminent ist die Einfuehrung eines weiteren Fiberkabels von Converge. Wir haben das schon vor mehreren Monaten bestellt, aber durch ECQ und durch einen IT Kontraktor, der nicht sehr empfehlenswert ist, hat sich das ganze deutlich verzoegert.



    Das naechste Photo zeigt das innere des Netzwerkhauses, welches wir damals zusammen mit der Aussenwand und dem Posten gebaut haben. Die waagerechten Rohre oben rechts fuehren von dem Posten in einen Verteilerkasten. Und aus dem Verteilerkasten fuehren weitere Rohre senkrecht nach unten heraus und durch einen Tunnel ins Haus hinein.


    Das PLDT Fiberkabel ist ununterbrochen gelegt und fuehrt direkt ins Haus. Das Skycable Koaxialkabel ebenso. Es gibt noch ein weiteres, zur Zeit nicht benutztes Koaxialkabel, welches hier anfaengt und auch im inneren des Hauses endet.


    Die schwarze Box innerhalb des Verteilerkastens ist neu. Das ist ein Fiberpatchpanel. Fest installiert fuehren von hier ein Fiberkabel mit acht (8) Nodes direkt ins Haus, und ist dort mit einem gleichen Fiberpatchpanel direkt verbunden. Hintergrund: Nachdem wir Converge auf deren Webseite online bestellt haben, kamen die zu einem Besuch vor Ort. Wir hatten zwar Leerrohre, aber Converge wollten ihr Kabel nicht selbst durch diese Leerrohre ins Haus ziehen. Das sei Aufgabe des Hauseigentuemers. Also haben wir verschiedene Unternehmen kontaktiert, um uns ein "Fiber Backbone" fest zu installieren. Zu dem Zeitpunkt waren schon von dem Verteilerkasten zwei (2) CAT6A Ethernetkabel ins Haus gelegt, die aber nicht genutzt wurden. Diese beiden Ethernetkabel wurden dann von dem kontraktierten Unternehmen genutzt, um ein Fiberkabel mit acht (8) Nodes von dem Verteilerkasten ins Haus zu ziehen.


    Der Plan ist, dass Converge ein kurzes Kabel von aussen durch den Posten in den Verteilerkasten hinfuehrt und dann mit einem Node des Fiberpatchpanels verbindet. Die weiteren Fibernodes koennen in der Zukunft fuer andere Anwendungen genutzt werden. Zum Beispiel gibt es fuer eine Videoanlage, die wir zur Zeit nicht haben, schon mehrere Leerrohre, die hinter dem Verteilerkasten anfangen und zu verschiedenen strategischen Orten entlang der Aussenwand fuehren. Man kann also jederzeit von hier neue Kabel verlegen und mit dem Fiberpatchpanel verbinden.



    Das dritte Photo zeigt das Gestell in unserem Netzwerkzimmer im Erdgeschoss des Hauses. Ich werde den Inhalt des Gestells von unten nach oben erklaeren.


    Ganz unten ist das brandneue, noch nicht benutzte Fiberpatchpanel. Von hier wird mit einem Fiberpatchkabel der Convergeausgang mit dem Convergerouter verbunden werden.


    Der zu installierende Convergerouter wird dann mit einem CAT6A Patchkabel in den untersten der vier (4) Netzwerkswitches verbunden. Die beiden unteren Switches sind fuer Converge, waehrend die beiden oberen Switches fuer PLDT sind. Zur Zeit ist der oberste Switches schon mit dem PLDT Router verbunden. Und der Switch dann mit Switch 2, der wiederum mit mit Switch 3, und der wiederum mit Switch 4. Sobald Converge ins Haus kommt, wird die Verbindung zwischen Switch 2 und 3 aufgehoben, und damit zwei Netzwerke geschaffen: PLDT mit Switch 1 und 2, und Converge mit Switch 3 und 4.


    Als Hintergrund: Vor zehn Jahren haben wir mit nur einem Switch angefangen. Spaeter haben wir dann zwei weitere Switches gekauft, um die im ganzen Haus schon verlegten Kabel zu verbinden. Im Rahmen des Convergeprojektes haben wir dann einen vierten Switch gekauft. Haette man vor zehn Jahren von Covid und von WFH gewusst, und haette Geld keine Rolle gespielt, haette man natuerlich gleich Layer 3 Switches einbauen koennen und somit EIN Netwerk mit ZWEI ISP schaffen koennen. Da aber Geld eine Rolle spielte und spielt, haben wir uns fuer diese Loesung entschieden.


    Von den beiden oberen PLDT Switches fuehren Patchkabel nach links raus und hinauf in das Patchpanel. Diese PLDT Patchkabel sind alle mit ungeraden Nodes verbunden. Von den beiden unteren Converge Switches fuehren Patchkabel nach rechts raus und auch hinauf in das Patchpanel. Diese Converge Patchkabel sind alle mit gerade Nodes verbunden.



    Von dem Patchpanel fuehren CAT6A Ethernetkabel durch Rohre zu den verschiedenen Netzwersteckdosen ueberall im Hause. Jede Netzwerksteckdose hat zwei Ausgaenge, der linke Ausgang mit einer ungeraden Nummer, der rechte Ausgang mit einer geraden Number. Links ist also PLDT, rechts Converge. Nicht wissend, was die Zukunft bringen wuerde, haben wir vor zehn Jahren immer zwei Ethernetkabel zusammen verlegt. Mit Covid und WFH wurde ein Backup fuer PLDT notwendig, und unser damaliges Investment in zwei Kabel fuer jede Netzwerksteckdose zahlt sich nun aus. Das naechste Photo zeigt eine unserer Netzwerksteckdosen.



    Wir haben zwei Drucker. Einer in der Bibliothek im Erdgeschoss ist mit dem PLDT Netzwerk verbunden. Der andere im Flur des zweiten Stocks mit dem Convergenetzwerk. Insgesamt haben wir nur vier Nutzer, drei im zweiten Stock und einer im Erdgeschoss.


    Die PLDT Festnetztelefonleitung ist von dem PLDT Router ueber mehrere Y-Verbinder mit fuenf Patchpanelnodes verbunden. Wir haben also nur eine Telefonleitung. Wenn es aber klingelt, dann gleichzeitig an fuenf Telefonen. Zwei im Erdgeschoss, zwei im zweiten Stock, und eins auf dem Dachboden.


    Hoffe das Ganze ist verstaendlich.

  • Danke fuer die ausfuehrlichen Antworten, leider verstehe ich nur Bahnhof.

    Muss wohl online irgendwelche Schulungen besuchen.


    - Telefonleitung brauchen wir ja nicht mehr, WIFI tut's bei uns fuer alle Mobiltelefone. Meine Damen sind eh nur am Tiktoking oder Facebooking.

    - TV ist mit Satellite erschlagen.

    - mein Drucker haengt an meinem PC, ganz kurzes Kabel wie frueher. Tut's fuer die 2 DIN A4 prints pro Jahr.


    Ich hab's wohl zu umstaendlich beschrieben, eigentlich wahrscheinlich zu einfach nur ich machs mal wieder kompliziert:

    - eine Video Gegensprechanlage mit Tueroeffner fuer die Eingangstuer am Grundstueck. Dies sollte dann vom Haus, der Garage und der Werkstatt aus irgendwie machbar sein. Sind halt lange Strecken was denke ich das Hauptproblem ist. Wenn das alles per Smartphone/WIFI ginge waere das natuerlich super. Ist sowas moeglich / bezahlbar?

    - ein paar Video Kameras. Monitor und Aufzeichnung im Wohnhaus, zur Unterhaltung einen Monitor im "Kaminzimmer" und Werkstatt nur um zu sehen was draussen so abgeht.

    - geht das alles mit nur einem Glasfaserkabel?


    Jetzt muss ich nur wissen was fuer ein Kabel/Leitung/.. ich verlegen soll um fuer alle Eventualitaeten gewappnet zu sein.

    Das wuerde mal fuers erste den Zeitdruck nehmen. Noetige Converter oder was auch immer kann man dann spaeter organisieren.

    Fuer Leerrohre ist die Strecke wohl zu lang?

    In Lazada sehe ich Glasfaserkabel, Rollen mit 1000m. Da gibt's wieder verschiedene Sorten. 2Core, FC/SC, einfach oder doppelt. Welches nehmen?


    Albert

  • Mir scheint, dass dies ein Thema ist, bei dem verschiedene Haushalte unterschiedliche Anforderungen haben. Und darum auch unterschiedliche Loesungen. Aber es gibt sicher Ueberschnitte, sodass man man von anderen dann doch das Eine oder Andere lernen kann.


    Unsere Anforderungen:

    • KEIN Wifi. Meine Frau ist gegen Alles, was EMF Strahlung verursacht. Wir haben also im Hause alles fest verkabelt.
    • Fuers "normal" Fernsehen benutzen wir immer noch SkyCable. Wir haben zwei Boxen, eine fuer das alte Fernsehgeraet im Gaestezimmer, und eine fuer unseren grossen, gerade letzten Weihnachten angeschaffenen Sony Android TV. Neben Netflix und Webbrowser sehen wir auf dem halt auch CNN, BBC, Deutsche Welle etc. Wir haben SkyCable jetzt seit 10 Jahren, und damals war das halt Koaxialkabeltechnologie.
    • Fuers Internet nutzen wir PLDT Fibr. Vom PLDT Router geht ein Kabel in einen Switch. Und von dem Switch kann man dann auf viele Leitungen verteilen. Bei uns halt ueber ein Patchpanel zu den verschiedenen Netzwerksteckdosen, die im ganzen Haus fest verlegt sind.
    • PLDT Fibr kommt als Paket mit einem Telefonfestnetzanschluss, der genau wie das Internet ueber ein und dasselbe Glasfaserkabel in den PLDT Router fuehrt. Von dem PLDT Router verteilen wir das Telefon durchs Haus mit unseren Netzwerkkabeln. Die gehen nicht durch den Switch, sondern direkt ins Patchpanel und dann zu der Netzwerksteckdose, wo wir ein Telefon haben wollen.
    • Ob der Covid bedingten WFH Situation brauchen alles vier Familienmitglieder guten Internetanschluss. Im letzten Jahr war PLDT zeitweise nicht immer verfuegbar. Wir haben uns also entschlossen, zusaetzlich Converge anzuschaffen. Es wird also ein zweites Netzwerk geschaffen. Und so verkabelt, dass die linken Ausgaenge einer Netzwerksteckdose fuer PLDT funktionieren, und die rechten Ausgaenge fuer Converge. Bin ich mit PLDT verbunden und PLDT funktioniert nicht mehr, muss ich nur von dem linken zu dem rechten Stoepsel wechseln, und alles funktioniert wieder.

    Bezuglich Videoueberwachung: Wir haben zur Zeit keine. Aber wir haben Leerrohre in der Grundstuckaussenwand, durch die wir Kabel zu den an strategischen Orten zu installierenden Kameras legen koennen. Als wir das vor 10 Jahren diskutiert haben, haetten wir Koaxialkabel benutzt. Heute wuerden das natuerlich Glasfaserkabel sein. Von den Kameras gehen die Kabel dann zu den im zweiten Bild gezeigten Verteilerkasten. Zur Zeit habe ich sieben freie Glasfaserkabelverbindungen, die ins Haus fuehren. Und von dem Netzwerkraum im Hause kann ich dann die Kameras mit einem Netzwerk (entweder PLDT oder Converge) verbinden. Und dann ueber einen an das gleiche Netzwerk angeschlossenen Computer ueberwachen. Da die Netzwerke Internetanschluss haben, koennten die Kameras dann sogar uebers Internet ueberwacht werden.


    Fuer Dich vielleicht interessant: Fuer die Verbindung von aeusserem zu innerem Netzwerkraum haben wir nur ein Glasfaserkabel verlegt. Dies ist die Spezifikation: Fiber-rex, 8Core, 9/125 Microns, Single mode, OS2, Outdoor Fiber Optic Cable (Armored). 8 Core zeigt an, dass dies acht Leitungen sind. Eine davon werden wir fuer Converge benutzen. Die anderen sieben koennten fuer Videokameras benutzt werden, als backup fuer das PLDT Kabel, falls da mal was bricht, oder fuer SkyCable, falls wir mal von Koaxial weggehen (muessen). Oder fuer eine andere zukuenftige kabelbasierte Dienstleistung, von der wir heute noch gar nichts wissen.


    Anstelle eines 8 Core Kabels haetten wir zum Beispiel auch zwei 4 Core installieren koennen. Oder andere Multiples. Der Vorteil waere geringere Anfaelligkeit, die aber fuer einen deutlich hoehren Preis kommt. Darum haben wir uns letztendlich fuer ein 8 Core entschieden.


    Wir haben gut 30 Netzwerksteckdosen mit je zwei Anschluessen. Plus zusaetzlich vielleicht 10 einzelne Anschluesse. Die generellen Regeln fuer die Netzwerksteckdosen sind:

    • In jedem Schlafzimmer mindesten zwei Netzwerksteckdosen mit also vier Anschluessen. Die Netzwerksteckdosen sind in gegenueberliegenden Ecken des Zimmers gelegen und 1 Meter ueber dem Fussboden installiert. Im Masters und im Gaestezimmer gibt es zusaetzliche Netzwerksteckdosen an strategischen Orten.
    • Zusaetzlich gibt es in jedem Schlafzimmer eine weitere einzelne Netzwerksteckdose plus ein zusaetzlicher Koaxialausgang. Diese Dose befindet sich in Deckenhoehe an einer Wand, um einen Fernseher hoch zu installieren.
    • Auch Bibliothek, Flure, Lanai, Kueche, Maids room, Drivers room, Dachboden, etc. haben Netzwerksteckdosen, zum Teil mehrere.
    • Neben jeder Netzwerksteckdose befindet sich jeweils auch eine doppelte elektrische Universalsteckdose, auch in 1 Meter Hoehe.

    Bezueglich der Gegensprechanlage haben wir einen ganz anderen Ansatz. In meiner Beobachtung gibt es langfristig immer Probleme mit Tuerklingeln hier auf den Philippinen. Wir haben hier Regenzeit. Die Tuerklingeln sind meist weit draussen gelegen, also lange Kabelwege. Und die Kombination von Wasser und langen Kabeln draussen ist meiner Erfahrung nach halt anfaellig. Also haben wir Glocken installiert. Wir haben zwei Tore, Eingaenge an der Grundstuecksmauer. Und zwei weitere Hauseingaenge. So siehts aus. Die Photos sind ein wenig schlecht, es ist schon dunkel draussen.


    Tor 1, drinnen im Grundstueck:


    Tor 2, drinnen im Grundstueck:


    Tor 2, draussen ausserhalb des Grundstueckes:


    Haustuer 1:


    Haustuer 2:


    Das ganze funktioniert seit 10 Jahren ausgesprochen gut. Jede Glocke hat einen anderen Klang, man weiss also sofort wo es leutet. Die mit Abstand am meisten benutzte Glocke ist die am Tor 2. Das ist auch die groesste, lauteste. Die kann man deutlich ueberall hoeren.


    Wir haben einen Fahrer und eine Maid. Und wenn es am Tor laeutet, laufen die hin.

  • Danke LVNA, jetzt ist der Groschen gefallen.


    Das Tuer Alarmsystem mit den Glocken finde ich absolut cool und praktisch.;)

    Jetzt denke ich tatsaechlich ueber ein Leerrohr nach in das ich einen Stahldraht einziehe der dann die Glocke in der Naehe des Wohnhauses betaetigt.

    Oder auch nicht....


    Desweiteren kommt jetzt ein Glasfaserkabel in den Kanal mit rein. Werde mir die 1000m Rolle besorgen und einfach 3 Straenge mit verbuddeln.

    Zusaetzlich ein Kupferkabel 2x1.2 mm2 mit dem ich die Kameras mit Strom versorge die im Notfall auch ueber die Batterie (Brownout) versorgt werden.


    Nochmals vielen Dank. Darueber reden hilft einfach am besten weiter.

    Fehlt mir ein bisschen in meiner Gegend.

    In der Muttersprache ueber solche Hirngespinste zu quatschen.

    Aber wir haben ja dieses Forum. Und wenn die Kommentare sachlich sind hilft's ja doch ein bisschen sich sprachlich bzw. schriftlich auszutauschen.


    Albert =)

  • Als weniger im Thema stehender, frag ich mich, warum keine Funkkamera/Sprechanlage?

    Es gibt Systeme mit 500m Reichweite.


    Nur als Beispiel :

    https://www.amazon.de/SIMBAILA…dbdad&language=de_DE&th=1

    Zu mindestens fuer unser Haus, sowie die meisten philippinischen Haushalte die ich kenne, ist diese Loesung eher weniger geeignet:

    • Wir habe ein Eckgrundstueck, also zwei verschiedene Strassen mit zwei verschiedenen Toren. Man braeuchte also zwei dieser Anlagen. Sicherlich moeglich, aber etwas komplizierter.
    • Wir haben Maids und Fahrer. Die wohnen, leben in jeweils separaten Quartieren, die unterschiedlich vom Haupthaus sind. Wir braeuchten also mindestens drei Innenstationen, eine fuer uns, eine fuer die Maids, eine fuer die Fahrer. Das wird kompliziert, und wenn man das mit zwei Toren loest, richtig aufwendig.
    • Wir haben ab und zu mal Brownouts. Die Loesung funktioniert dann nicht. Oder wir schaffen uns einen Generator an.
    • An den Toren braeuchten wir elektrischen Strom fuer diese Loesung. Moeglich, aber auch anfaellig, besonders in der Regenzeit.

    Wenn es um die normale Tuerklingel geht, bevorzuge ich unsere Glockenloesung. Gegensprechanlage brauchen wir auch nicht, solange wir Maids und/oder Fahrer haben. Ohne diese, vielleicht. Aber auch dann tun die Glocken es.


    Wenn es aber um eine Videoanlage zur Sicherung des ganzen Grundstueckes geht, mit mehreren Kameras, etc., dann habe ich auch so meine Bedenken. Normalerweise leben wir eigentlich ganz sicher hier und benoetigen eigentlich keine Ueberwachungsanlage. Das Grundstueck ist in einer der besseren privaten Subdivisions gelegen. Auf der einen Strassenseite ist ein Guardhaus direkt vor unserem Haus, auf der anderen Strasseneite ist unsere Aussenwand mindestens 5 Meter hoch. Und das ist mehr wegen des Laermschutzes als wegen der Sicherheit, weil auch dies eine, wenn auch geschaeftige, Privatstrasse ist. Sollte sich die Sicherheitslage aber einmal aendern dann muss man viel mehr tun als nur Kameras einbauen. Schlechte Sicherheitslage heisst naemlich, dass es Unruhen gibt, also nach einem grossen Erdbeben vielleicht (the big one), oder wenn Covid vollkommen aus dem Ruder geraet und die Leute aus den Slums vor Hunger rumstreunen, und die privaten Doerfer ueberfallen. Aber wenn wir so eine Situation haben, braucht es mehr als Videokameras um Haus und Hof zu beschuetzen. Wahrscheinlich gibt es keinen Strom in so einem Szenario. Also sollte man sich einen Generator anschaffen, noch vor den Kameras. Ist die eigene Wasserversorgung ausreichend? Vielleicht einen zweiten Wassertank anschaffen, noch vor den Kameras. Und selbst wenn wir dies gemacht haben, sind die Kameras so installiert, das man die Kabel nicht einfach durch durchtrennen ausser Gefecht setzen kann? Oder die Kameras einfach mit Gewalt ausser betriebsetzen kann? Und selbst wenn das alles sichergestellt ist, sitze ich dann in meinem Zimmer und ueberwache die Kameras auf einem Monitor um zu sehen, was vor sich geht? Was, wenn ich was sehe? Renne ich mit einem Knueppel zur Aussenwand um mich zu verteidigen? Polizei anrufen ist bestimmt keine Option, wenn wir hier den nationalen Notstand haben. Nee, das braucht ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, weit ueber Videokameras hinaus. Die koennen das i-Tuepfelchen einer Sicherheitsloesung sein, aber nicht der Anfang.

  • Bei allen Punkten 100%ige Zustimmung zu LVNA’s Erklaerung.


    Jetzt wieder zur Glasfaser Geschichte. Wie kommt es zu diesem „Problem“?


    Wir sind seit nunmehr 4 Tagen ein Haushalt mit Glasfaser Anschluss. Jetzt liegt/haengt/schwebt dieses Kaebelchen zwischen den Bueschen/Straeuchern/Huehnergehegen. Das geht natuerlich nicht da bei uns nichts frei rumhaengt. Dies ist kein Problem des Internetproviders sondern ganz alleine unseres bzw. ganz genau meines.


    Jetzt muss ich wohl oder uebel einen Graben buddeln der vom Haus zur Uebergabestelle an der Strasse fuehrt. Das ist ein „muss“.


    Wenn man nun eh schon diesen Graben macht koennte man ja diverse andere Sachen darin verstecken. Das ist ein kann/koennte/waere schoen zu haben Ding. Und das ist „mein“ Problem. Die sogenannte Eierlegendewollmilchsau. Das Kaebelchen kostet nicht die Welt aber meine Arbeit diesen Kanal zu graben. Das ist der Budget Killing Faktor.


    Wir haben gar kein Tor am Haupteingang, das ist eines der Projekte 2021. Doch fuer was ueberhaupt ein Tor? Dann hat man wieder das Tor auf/zu Problem. Also Tor in erster Linie wegen den Tieren. Sicherlich nicht aus persoenlichen Sicherheitsgruenden. Aus Sicherheitsgruenden haben wir gar keine Fahrer/Helfer/Maid/Security Guard/Yaya oder was auch immer. Dann gibt’s kein Tschissmiss und kein Neid im Dorf und die Mitbuerger sehen mich Tag und Nacht schuften und denken ‚was fuer ein armes Schwein‘. Meine Frau hat eine Waschmaschine und ich habe einen Fuehrerschein.


    Zur Kamerageschichte: wie die Erfahrung zeigt fault das Kabel an den Kameras innerhalb von 3 Jahren komplett weg, die Gischt vom Pazific die an die Aussenmauer klatscht frisst alles auf was unter 316Ti bzw. 1.4571 Edelstahlmaterial ist (SS304 hoert sich nur gut an fault aber genauso weg). Aber, ich hab diese Kameras eh schon rumliegen und man will ja mal ab und zu etwas komplett sinnloses tun. Einfach zum Spass der dann zusaetzliche Maintenance verursacht.


    Werde mir eine dicke fette Kuhglocke aus dem Allgaeu besorgen. Das ist der beste Tip „ever“. Nochmals Danke LVNA


    Albert

  • ueglich weiterzubilden doch es klemmt wohl an der Sprache :ironie.

    Ich habe vor Jahren versucht eine Sprechanlage mit Video zum Hoftor zu installieren. Doch die Entfernung fuer normale Kabelgeschichten ist wohl zu gross. Luftlinie ca. 160m. Also funktioniert nicht mit Koaxial oder einem vorhandend 11adrigen Telefonkabel. Videoueberwachung rund ums Haus funktioniert mit einer Videoanlage die ich mir vor 10 Jahren aus China mitgebracht habe, kostete dort ja mehr oder weniger nichts. Aber wenn’s mehr als 50m sind geht’s halt auch nicht mehr.


    Desweiteren moechte ich meine kleine Bar ausbauen (Kamingespraeche :heilig) jedoch liegt dieses Gebaeude am anderen Ende des Grundstuecks, also mehr oder weniger 300m vom Tor entfernt.


    Gerne haette ich in der Bar einen Bildschirm um den Eingangsbereich zu sehen (wie Hans Bakery in Angeles). Nicht nur die Eingangskamera, auch andere.

    Eine kostengünstige Lösung kann man über WIFI realisieren. Groessere Distanzen für das WLAN kann man mit Repeater überbrücken. Mit WIFI kann man überall auf der Welt und natürlich auf dem eigenen Grundstück wo ein WIFI Signal besteht, sehen was zu Hause abläuft. IP Kameras WIFI fähig bekommt man relativ günstig.

  • Ja, muss man aber in ein isoliertes Segment packen, und damit fällt "überall auf der Welt" direkt aus. Den meisten Consumer-Grade Standalone Webcams traue ich in punkto Sicherheit so weit, dass ich am liebsten nicht aus dem Karton nehme.


    Frage zum PLDT Router: das Ding ist in meinen Augen ein Bottleneck, und wenn hier im Haus High Time ist kommt das Teil mit dem Pakete sortieren nicht immer hinterher (hängt nur als "Bridge" zwischen einem Amplifi System und "draussen", aber da muss halt alles durch). Kann man das austauschen oder "was amtliches" bei PLDT bestellen?

  • Wenn du Wifi am Tor hast brauchst du Strom. Und wenn ein Stromkabel liegt, kann auch eine Datenleitung mitgelegt werden. Es gibt extra Erdkabel die Umweltbeständig sind. Es gibt auch Kabel die Strom und Kommunikation in einem haben.

    Wenn du keinen Strom legen willst könnte sich alternativ PowerOverEthernet in einem verlegten Netzwekkabel anbieten.

  • Eine kostengünstige Lösung kann man über WIFI realisieren. Groessere Distanzen für das WLAN kann man mit Repeater überbrücken. Mit WIFI kann man überall auf der Welt und natürlich auf dem eigenen Grundstück wo ein WIFI Signal besteht, sehen was zu Hause abläuft. IP Kameras WIFI fähig bekommt man relativ günstig.

    Wenn du Wifi am Tor hast brauchst du Strom. Und wenn ein Stromkabel liegt, kann auch eine Datenleitung mitgelegt werden. Es gibt extra Erdkabel die Umweltbeständig sind. Es gibt auch Kabel die Strom und Kommunikation in einem haben.

    Wenn du keinen Strom legen willst könnte sich alternativ PowerOverEthernet in einem verlegten Netzwekkabel anbieten.

    Sind aber laut Albert ueber 160m Entfernung. Also muesste er das Signal ueber LAN Kabel eh zwischendurch verstaerken.(Hub/Switch etc.)


    Wifi Repeater wie Arthur empfiehlt hoert sich da dann am finanziell Guenstigsten an. Vor allem da er eh ein Stromkabel legen will oder dazu bereit ist. Ich wuerds machen, da ich bei so einem Grundstueck auch Licht haben wollte, zumindest an der Grundstuecksgrenze udn Wegbeleuchtung.

    Zwischendurch auf dem Weg zur Kamera je nach Leistung 2-3 Repeater, Wettergesschuetzt. Sollte doch passen.


    Allerdings wuerde ich auf billige Kameras aus China verzichten. Lieber das Geld in ordentliche Kameras investieren. Wir haben so ein China Teil daheim. Egal ob Wifi oder Kabel, es ist grausam langsam und hat riesige Latenzen. Die Qualitaet des Bildes selber ist dabei noch akzeptabel. Da sie einen automatischen Sucher hat und einen kleines Spotlight das bei Bewegung angeht und die Kamera sich dann dorthin dreht, reicht uns das an unserem Haus als Abschreckung aus. Aber noch mal kaufe ich nicht billig.