Möglichkeiten für Hauskauf als Ausländer...

  • Hi Foris...



    Bei unseren Überlegungen ist uns natürlich - nicht - verborgen geblieben, dass ich als Ausländer auf den Philippinen selbst keinen Grund und Boden erwerben kann (außer durch Erbschaft). Meine Partnerin kämpft sich gerade durch ihr Anullierungsverfahren, ist also faktisch seit über 8 Jahren getrennt, aber eben blöderweise noch immer "offiziell" verheiratet. Na ja, wie das halt bei vielen philippinischen Frauen der Fall ist. Vielleicht kommt ihr ja jetzt das neue Scheidungsgesetz wie angekündigt zu Gute, warten wir's mal ab...



    Egal, zurück zum Thema... Insofern fallen solche Vorschläge wie heiraten und dann pauschal auf ihren Namen kaufen auch erstmal aus, weil sie noch verheiratet ist. Aber auch zu meiner eigenen Sicherheit, für den Fall, dass sich die kommenden Jahre doch etwas ändert. Hab nämlich keine Lust, aus meinem eigens finanzierten Haus zu fliegen, falls mal der Haussegen unwiderbringlich schief hängt.



    Nun schweben mir also 2 Möglichkeiten vor, die es zu ergründen gilt.



    1. Wir gründen eine Firma in welche ausschließlich ich Geld einbringe und die Firma kauft offiziell das Haus. Dann gehören ihr zwar nach philippinischen Recht noch immer mindestens 51% der Firma und damit auch des Hauses und mir nur 49%, aber ich meine, dass man das auch auf den Philippinen notariell / anwaltlich so regeln kann, dass im Falle einer Trennung das Haus entweder verkauft wird oder ich es alleine weiter nutzen kann. In dem Fall pachte ich also offiziell den Grund und Boden unkündbar auf 25 Jahre (mit Verlängerungsoption) von ihr, als Bezahlung gehört ihr das Ganze halt dann nach 25 Jahren oder eben nach meinem Ableben. Sollte im Falle eines Falles auch für ein Gericht ersichtlich bleiben und scheint mir auch legal zu sein.



    Firmenrecht wäre da natürlich nochmal ein gesondertes Thema, mit dem man sich erstmal befassen müsste. Keine Ahnung, was da noch auf uns zukäme und ob sich das überhaupt lohnt. Oder ob sich dann gleich neue Probleme aus der Firma ergeben würden.



    Frage wäre auch, wie sich das auf ihre noch bestehende Ehe auswirkt, da laut philippinischen Eherecht bei denen wohl automatisch Gütergemeinschaft besteht. Heißt, Vermögen welches ihr während der noch bestehenden Ehe zufließt, würde ihrem Ex zur Hälfte mitgehören. Geht natürlich mal gar nicht...



    oder...



    2. Man lässt das ganze Gedüngel mit der zu gründenden Firma von vornherein weg und kauft gleich das Fertigobjekt im Ganzen, lässt aber den Kaufvertrag auf Grund und Haus getrennt ausweisen. Grundstück auf ihren Namen, Haus auf meinen Namen. Im Folgenden dann das gleiche Spiel wie unter Punkt 1, also unkündbaren Pachtvertrag auf 25 Jahre (mit Verlängerungsoption) und Zahlung der Pacht durch Vorfinanzierung des Grundstücks durch mich. Bleiben aber die gleichen Probleme hinsichtlich der Gütergemeinschaft mit ihrem Ex.



    * * * * *



    Kennt jemand eventuell noch andere Lösungswege diesbezüglich? Haus mieten bis ihre Anullierung durch ist und erst dann was kaufen war ja mein erster Gedanke, aber mein Hund, zumindest mein Großer, dürfte da ein erheblicher Hinderungsgrund sein. Mögen die Vermieter dort wohl nicht besonders...



    Wie auch immer, ich bin für alle Vorschläge offen. Condo kaufen wurde ja schon besprochen, ist gut um die VISA-Bestimmngen für das Rentnervisum zu erfüllen und ein bisschen was an Einkommen zu generieren - leben möchte ich in so einem Wohnklo mit Aussicht jedoch nicht...

  • Ein Ehepaar aus der Schweiz hat hier (Dauin) Land ūber einen Rechtsanwalt gekauft und dieses sehr aufwändig bebaut.

    D.h. Grundstūck auf den Namen des RA!


    Mit dem Anwalt wurden entsprechende Verträge gemacht!

    Blöde ist, das alle Vorgänge, die das Haus betreffen, z.B. eventueller Verkauf, vom RA genehmigt werden mūssen

    und dieser dann mitverdient!


    Man begibt sich also in einer starken Abhängigkeit und ist vom Wohlwollen des RA abhängig :denken. . . .


    Das Risiko wäre mir zu hoch und zu teuer 8-)

    :friends

    Wer nur in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren !
    :hi

  • Wenn das mit einer Frau mal schiefläuft, da können noch so viele Verträge bestehen, die Frau und ihre Familie wird das Haus bekommen, die haben so viele Möglichkeiten. Es gab schon Ausländer die sind wegen sowas unberechtigterweise in den Knast gewandert oder haben es sogar mit dem Leben bezahlt. Ich würde nur ein Haus kaufen wenn ich es verschmerzen kann das ich es eventuell mal verlieren kann. Ich habe das auch so gemacht, bei mir ist es gut gegangen, war beim Hauskauf auch schon 19 Jahre verheiratet, ich habe das Haus mittlerweile verkauft, da meine Frau vor 3,5 Jahren verstorben ist und ich wieder in Deutschland lebe.

  • Pacht- bzw. Leasingverträge unter Ehepartnern sind ungültig.

    An einer Firma dürfen Ausländer max 40% halten.

    Versuche, das Verbot von Grundbesitz zu umgehen sind strafbar.

    Selbst wenn man also eine vermeintlich sichere Konstellation gefunden hat, kann ein Missgünstling daher kommen und Anzeige erstatten.

    Solange ihr also nicht verheiratet seid, käme ein Kauf auf ihren Namen und Pacht des Lots in Frage mit dem Risiko des derzeitigen Ehemannes im Hintergrund.

    Ich würde Haus und Lot von Fremden leasen.

    25 Jahre sind eine lange Zeit.

  • Wenn das mit einer Frau mal schiefläuft, da können noch so viele Verträge bestehen, die Frau und ihre Familie wird das Haus bekommen, die haben so viele Möglichkeiten. Es gab schon Ausländer die sind wegen sowas unberechtigterweise in den Knast gewandert oder haben es sogar mit dem Leben bezahlt.

    Na ja, das klingt schon sehr übel, aber ich denke mal, so schlimm ist das Rechtssystem auf den Philippinen nun auch wieder nicht. Auch dort ist ein notarieller Vertrag bindend. Sollte halt rechtssicher vom Anwalt ausgearbeitet sein und nicht irgendein selbstverfasstes Primborium. Was die Möglichkeiten der Familie betrifft, so meine ich, dass diese im Rahmen der Gesetzgebung auch beschränkt sein werden, man darf sich selbst halt nichts zu schulden kommen lassen. Aber so schätze ich weder meine Partnerin, noch ihre Familie ein. Wie auch immer, unter solchen Gedanken würde ich mich von vornherein gar nicht erst in die Familie einbringen wollen... :D


    Ich würde nur ein Haus kaufen wenn ich es verschmerzen kann das ich es eventuell mal verlieren kann.

    Den Gedanken hatte ich auch schon, aber bei geplanten 80 bis 100 T€ fällt das eher aus. Ich gehe zwar wenn, dann mit einem relativ guten Budget, aber das wäre schon mehr als schmerzhaft. Dann doch zumindest der Versuch notarieller Absicherung...


    Pacht- bzw. Leasingverträge unter Ehepartnern sind ungültig.

    An einer Firma dürfen Ausländer max 40% halten.

    Versuche, das Verbot von Grundbesitz zu umgehen sind strafbar.

    Ersteres steht konkret wo? Ich habe im philippinischen Gesetz dahingehend nämlich nichts dergleichen gefunden, aber das ist auch sehr undurchsichtig, davon mal abgesehen. Zudem wären wir zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses ja gar nicht verheiratet, also von daher auch kein Problem. Selbst wenn sich dies zu einem späteren Zeitpunkt mal ändern würde, wären dadurch nicht plötzlich zuvor geschlossene, notarielle Verträge ungültig. Auch auf den Philippinen gibt es Eheverträge und das gar nicht so selten, wie man meint...


    Bei Zweiterem unterliegst Du jedoch einem Irrtum, die prozentuale Aufteilung bezieht sich lediglich auf den firmenbezogenen Grundstückserwerb. Aber Du hast insofern recht, es sind 40/60% nicht wie von mir angenommen 49/51%...


    (Quelle siehe hier...)


    Dritteres ist ja gar nicht beabsichtigt, da interpretierst Du eventuell etwas hinein, was nicht gegeben ist. Geht ja um keine Umgehung, der Rechtsgedanke ist vollkommen klar und unmissverständlich. Heißt aber nicht, dass man sich nicht im Rahmen des gesetzlich Möglichen absichern kann... :D


    Selbst wenn man also eine vermeintlich sichere Konstellation gefunden hat, kann ein Missgünstling daher kommen und Anzeige erstatten.

    Da keine Strafbarkeit vorliegt, wäre eine Diskussion dahingehend jetzt ziemlich sinnfrei. Sorry... =)


    Solange ihr also nicht verheiratet seid, käme ein Kauf auf ihren Namen und Pacht des Lots in Frage mit dem Risiko des derzeitigen Ehemannes im Hintergrund. Ich würde Haus und Lot von Fremden leasen.

    25 Jahre sind eine lange Zeit.

    Ja, da hast schon irgendwo recht. Von einem Fremden kann von Vorteil sein. Aber wissen tut man es am Ende auch nicht, wenn das schicke neue Haus erstmal draufsteht. Wenn der nach 25 jahren nicht verlängern will, darfst aus deinem eigenen Haus ausziehen. Ich muss ja so rechnen - heute 51 Lenze plus 25 Jahre = 76 Lenze, vielleicht hab ich Glück und schnauf noch 4 oder 5 Jahre länger, schau dann aber dumm aus der Wäsche, wenn ich mit meinem (dann vielleicht) Rollator nochmal umziehen darf...


    Ginge aber auch so irgendwie am Grundgedanken vorbei...


    Pachte ich von einem Fremden und baue dort ein Haus, gehört ihm das Haus nach Ablauf der Pachtzeit - ohne wenn und aber (es sei denn, man gestaltet es als eine Art Mobilhome - shit, neuer Gedankengang entdeckt... :denken:yupi:closedtopic) Ich gehe aber eigentlich auch nicht von vornherein davon aus, dass meine Beziehung scheitert, also möchte ich mit dem Haus ja eher meine Partnerin und ihre Tochter absichern, nicht irgendeinen Fremden damit beglücken...


    Wie sagt man so schön? A little bit scheiße, das Ganze. Hier kann jeder Vollpfosten Grundeigentum erwerben... :Augenbraue

  • Na ja, das klingt schon sehr übel, aber ich denke mal, so schlimm ist das Rechtssystem auf den Philippinen nun auch wieder nicht. Auch dort ist ein notarieller Vertrag bindend.

    Hahahaha, der war gut!! :Rolf


    Grundsaetzlich gilt: wenn als Auslaender Land und Haus auf den Phils kaufen/bauen, dann immer so dass man einen Totalverlust finanziell verkraften kann.

    Ich persoenlich mache das so und ich kenne auch keinen Expat der es anders macht, es sei denn rosa Brille oder die Frau hat bereits Wurzeln in DACH.


    Wie Berni 2 schon sagte; du kannst soviele "notariell beglaubigte Vertraege" haben wie du willst, wenn die Familie, Sippe oder jeder andere Filipino auch immer das Grundstueck/Haus haben moechte, dann wird er/sie es bekommen.


    Da wird selbst der noch so freundliche Anwalt dir ploetzlich den Ruecken zukehren wenn "einheimische"(!) Begehrlichkeiten geltend gemacht und mit dementsprechenden Connections oder/und monetaeren Zufluessen untermauert werden.


    Auf gut deutsch:

    da hast du als Auslaender rechtlich gesehen erstmal verloren - das hier sind die Philippinen und nicht Deutschland, da kannst du 1000x auf irgendwelchen Paragraphen rumreiten, es wird dir absolut nix bringen denn jedes philippinische Gericht wird zunaechst im Sinne der Filipinos entscheiden.


    Wenn du's wirklich darauf ankommen lassen willst/wuerdest, dann stelle dich auf einen jahrelangen Rechtsprozess ein in dem die "80-100k EUR" sich moeglicherweise verdoppeln koennten. (ich uebertreibe!)



    Wie waer's denn damit dass deine Freundin sich erstmal legal scheiden laesst, DANACH kuckst du nach einem Haus und DANACH kuckst du ob du ihr vertrauen kannst oder nicht?!


    Du sagst immer du vertraust ihr, aber dann willst du dich doch "vertraglich absichern" :ironie - das passt irgendwie nicht zusammen.

    Hue oder Hott?



    Auf jeden Fall:

    mit deinen Deutschparagraphen werden sie dich auf den Phils im real life hoechstens auslachen wenn es wirklich zum Fall der Faelle kommt.

    Ausnahmen bestaetigen die Regel. :floet

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Hier viel zu verlieren muß man finanziell aushalten können, mehr habe ich auf den Philippinen dieses mal nicht mehr in Haus und Grund investiert.

    Man lernt dazu. ;-)

  • Corvinus51 ,

    Du kennst die Philippinen scheinbar noch nicht, ich bin das 1. Mal 1988 dort gewesen und habe dort insgesamt 18 Jahre gelebt. level4 ( ein erfahrener Expat) hat es ja auch geschrieben wie es dort abläuft. Ich könnte ein Buch darüber schreiben, was denkst Du wieviele Ausländer schon in den Knast gekommen sind, da sie sich an eine Minderjährige vergriffen haben, obwohl es garnicht stimmte. Der bekannteste Fall ein Engländer, ich glaube der saß 12 Jahre, da er nicht seiner getrennt lebenden Frau das Geld gab was sie wollte, da hat er sich halt an der eigenen Tochter vergangen. Der Sohn der davon wusste das es nicht stimmt, konnte es nach 12 Jahren nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und ging zur Polizei. Vor ca. 8 Jahren ist ein Deutscher in Dasmarinas vor seinem Haus erschossen worden, der Killer wurde gefasst und es kam heraus das die eigene Ehefrau den Killer für den Mord bezahlte. Sie waren 12 Jahre verheiratet und hatten 2 Kinder. Solche Fälle hat es schon öfters gegeben.

    Ich möchte Dir keine Angst machen, Du musst allerdings wissen, die Philippinen sind kein Rechtsstaat. Dann kann der raffgierige Familienclan, die Tochter ganz schön beeinflussen, Du musst wissen Töchter haben mehr " utang na loob " wie Söhne, wegen diesem utang na loob tun sie manchmal Dinge, die sie normal nie tun würden. Kannst Dich ja mal hier im Forum einlesen, wir hatten hier mal einen Thread wo das utang na loob sehr gut beschrieben und erklärt wurde. Die meisten Ausländer wissen nämlich garnicht was utang na loob ist.

  • ist denn nachwuchs geplant ? generell ausgeschlossen ? da tun sich dann andere perspektiven auf :denken

    Na ja, ausschließen würde ich's zum jetzigen Zeitpunkt mal nicht. Meine Zwei sind ja schon erwachsen (26/27), Ihre Tochter jetzt 8 Jahre alt. Ist nicht so, als müsste ich mich unbedingt weiter vermehren, aber würde es zufällig passieren, wäre es für mich absolut in Ordnung. Wie heißt es so schön? Das letzte Hemd hat keine Taschen... :Bye

  • aber würde es zufällig passieren, wäre es für mich absolut in Ordnung

    dann gehe ich davon aus das es passieren wird , somit ändern sich dann einige regularien , ich könnte einige tipps geben , aber die haben keine rechtliche grundlage da jede situation individuell ist , generell kann ich nur empfehlen ein haus mit grund erst nach einer heirat und geburt eines kindes zu erwerben/bauen und die ensprechenden eintragungen durch einen anwalt vonehmen zu lassen den deine frau erstmal nicht kennt , also nicht am ort . später kann man das im günstigen verlauf ändern . sobald nachwuchs da ist .

    nimm dir die zeit als tenant irgendwo deine partnerin kennen zu lernen , das schafft man nicht in einem oder 2 jahren :D

    dann hast du auch zeit dich zu integrieren und den umgang mit den menschen zu lernen und einen freundeskreis aufzubauen , damit meine ich nicht ihre familie . . . ohne den wirst du immer im negativen fall alleine sein und auch das schafft man nicht in 1 oder 2 j.

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Hahahaha, der war gut!! :Rolf


    ......................

    Also hab jetzt schon 3 oder 4 mal neu angesetzt, aber auf die Masse an Unsinn einzugehen, ist selbst mir zu blöd. Sorry, muss ich ehrlich sagen...


    1. Ich bin mittlerweilen auch schon Ü50 und keine 20, hab selbst schon paar Jahre im Ausland gelebt, denke also durchaus in der Lage zu sein, eine reale Risikoabschätzung auf Basis des dort bestehenden Rechtssystems vornehmen zu können. Dieses "von oben herab" ist mir ehrlich gesagt extremst zuwider.


    2. Mag sein, dass Dir der Kausalzusammenhang zwischen partnerschaftlichem Vertrauen und eigener Absicherung bisher entgangen ist, aber es hat ganz sicher nichts mit Hue oder Hott zu tun. Zudem hab ich es auch gar nicht so geschrieben, wie Du es darstellst. Fakt ist aber, dass Eheverträge auch auf den Philippinen Gang und Gäbe sind, wenn sich die Einkommens- oder Vermögenswerte der Ehepartner bei Eheschließung zu sehr unterscheiden. Dort gilt nämlich bei Eheschließung automatisch Gütergemeinschaft, nicht wie bei uns Zugewinngemeinschaft. Nur mal als FunFakt nebenbei...


    3. Von Grund auf davon auszugehen, dass notarielle (also ersatzstaatliche) Verträge zwischen Einheimischen und Ausländern auf den Philippinen für die Tonne sind, zeugt dann doch von sehr wenig Rechtsverständnis. Dass es für Ausländer immer schwieriger als für Einheimische ist, geltendes Recht im Gastland einzufordern oder Fehlansprüche abzuwehren, fast egal in welchem Land, mag im Grundsatz erstmal unbestritten sein, es aber derart darzustellen, dass der Filipino/die Filipina grundsätzlich Recht bekommt, und das auch noch unabhängig eventuell bestehender, ersatzstaatlicher Verträge, ist wohl schlicht und einfach Schwachfug. Dann würde sich nicht ein einziges ausländisches Unternehmen auf den Philippinen ansiedeln oder dort investieren. Auch die Masse an dort lebenden Ausländern (vor allem aus den USA) gäbe es dann wohl nicht. Das Rechtssystem dort mag durchaus verbesserungswürdig sein, keine Frage, aber auch dort gilt erstmal, was im Gesetzbuch steht, nicht was sich irgendein Ausländer im Internet zusammenphantasiert. Zudem dürfte sich die Frage, wer sich im Falle eines Falles den beseren Anwalt leisten kann, eher nicht stellen. Die Familie, die in der Provinz in Holzhütten ohne Strom und fließend Wasser lebt, wahrscheinlich eher nicht...


    4. Weiß auch nicht, was Du Dir mit irgendwelchen Deutschparagraphen zusammenphantasierst. Ist mir absolut schleierhaft, was damit gemeint ist, weil ich erinnerlich nichts von unserem eigenen Rechtssystem geschrieben habe.


    Egal, ich belasse es mal dabei... :blöd


    Ganz allgemein gesagt:


    Ich bin durchaus offen für konstruktive Vorschläge und Anregungen, meine Fragen betreffend. Auch Kritik ist nicht unerwünscht, wenn erforderlich, aber man verschone mich bitte mit irgendwelchem Stammtischgeschwätz und Horrorgeschichten, die man irgendwann mal irgendwo gelesen oder gehört hat. Die Philippinen 2024 sind vielleicht nach wie vor ein Entwicklungsland, aber deshalb trotzdem kein gänzlich rechtsfreier Raum.

  • Corvinus51 ,

    Du kennst die Philippinen scheinbar noch nicht, ich bin das 1. Mal 1988 dort gewesen und habe dort insgesamt 18 Jahre gelebt. level4 ( ein erfahrener Expat) hat es ja auch geschrieben wie es dort abläuft. Ich könnte ein Buch darüber schreiben, was denkst Du wieviele Ausländer schon in den Knast gekommen sind, da sie sich an eine Minderjährige vergriffen haben, obwohl es garnicht stimmte. Der bekannteste Fall ein Engländer, ich glaube der saß 12 Jahre, da er nicht seiner getrennt lebenden Frau das Geld gab was sie wollte, da hat er sich halt an der eigenen Tochter vergangen. Der Sohn der davon wusste das es nicht stimmt, konnte es nach 12 Jahren nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und ging zur Polizei. Vor ca. 8 Jahren ist ein Deutscher in Dasmarinas vor seinem Haus erschossen worden, der Killer wurde gefasst und es kam heraus das die eigene Ehefrau den Killer für den Mord bezahlte. Sie waren 12 Jahre verheiratet und hatten 2 Kinder. Solche Fälle hat es schon öfters gegeben.

    Ich möchte Dir keine Angst machen, Du musst allerdings wissen, die Philippinen sind kein Rechtsstaat. Dann kann der raffgierige Familienclan, die Tochter ganz schön beeinflussen, Du musst wissen Töchter haben mehr " utang na loob " wie Söhne, wegen diesem utang na loob tun sie manchmal Dinge, die sie normal nie tun würden. Kannst Dich ja mal hier im Forum einlesen, wir hatten hier mal einen Thread wo das utang na loob sehr gut beschrieben und erklärt wurde. Die meisten Ausländer wissen nämlich garnicht was utang na loob ist.

    Richtig, die Philippinen sind für mich eher Neuland, aber ich habe wie schon gesagt, selbst schon mehrere Jahre im Ausland gelebt, bin mir also der Risiken fremder Rechtssysteme durchaus bewusst. Am Ende sind die von Dir beschriebenen Vorfälle aber dennoch Einzelfälle, die es übrigends auch in Deutschland zuhauf gibt - nur eben mit geringerem Strafmaß bemessen...


    Was die innerfamiliäre Beeinflussung angeht, da geb ich Dir absolut recht, habe ich diese noch nirgends so erlebt, wie auf den Philippinen. Keine Frage, da hast Du vollkommen recht. Aber man muss auch mal ehrlich sein, was Du beschreibst, sind teilweise höchst kriminelle Szenarien und ich weigere mich (ob klug oder nicht) ein solch kriminelles Verhalten pauschal jeder philippinischen Familie zu unterstellen. In einem derart christlich geprägten Land wie den Philippinen, ich mag mich täuschen, dürfte die Masse kein Interesse haben, sich auf ein derart kriminelles Niveau herabzulassen...

  • Doch lassen sie sich auf kriminelles Niveau nieder.

    Weil sie es nicht anders kennen und im Überlebenskampf so gelernt haben.

    Ich habe schon oft erlebt, wie hier ohne drüber nachzudenken einfach Unterschriften gefälscht werden.

    Da kann gar kein Rechtssystem funktionieren, auch wenn du noch so viele Gesetze erläßt.

  • Ein Condo (Eigentumswohnung) kannst Du als Ausländer kaufen.

    Ziehe ich in Erwägung, aber nur der VISA-Bestimmungen und des kleinen Nebeneinkommens wegen. Leben möchte ich in sowas nicht.


    Gibt aber wie bei den Condos auch in sich abgeschlossene Einfamilienhaussiedlungen, die genauso funktionieren. Du erwirbst das Haus, aber nicht das Land, auf dem es steht und es gibt die gleiche Beschränkung in Hinsicht Ausländeranteil wie bei den Condos. Keine Ahnung wie die heißen, aber sind recht teuer und es gestaltet sich bisher eher schwierig was zu finden.


    Wäre aber zumindest eine relativ problemfreie Option. Vielleicht sollte ich einfach Hunderttausend mehr einplanen, bevor ich mich mit den anderen Szenarien herumärgere...

  • Doch lassen sie sich auf kriminelles Niveau nieder.

    Aber doch nicht die Masse... Ihr habt aber auch wirklich eine extrem schlechte Meinung über die Filipinos, Filipinas und deren Familien... ?(


    Kleiner FunFakt nebenbei:

    Ich hatte vor 6 oder 7 Wochen erst das Vergnügen eine gefälschte Unterschrift eines Mandanten von mir mittels forensischem Schriftgutachten in die Tonne kloppen zu lassen. Hat ganze 742 Taler gekostet und dem Gutsten eine Strafanzeige eingebracht... Forensische Schriftgutachter findet ein guter Anwalt sicher auch auf den Philippinen... :D

  • Vermutlich als Anwalt, bist du natürlich im Denken rechtlich verhaftet und kannst dir das einfach nicht vorstellen, wie es hier zugeht.

    Ich habe keine Probleme mit meiner Familie, die hätten mich schon längst beseitigen können, wenn sie es wollten.

    Sind fast alle beim Militär und bewaffnet.

    Ich verschließe meine Augen aber nicht vor den Realitäten, ich überlege es mir dreimal, ob ich nach Nordmindanao gehe, weil meine Frau da Familie besuchen will.

    Weil das Auswärtige Amt und meine Familie warnt.

    Da es vermutlich dort gefährlich ist, da leben auch Deutsche, aber man bekommt hier leider keine konkrete Antwort darauf.

    Weil ich grundsätzlich vorausschauend vorsichtig bin, gehe ich nicht hin, muß meine Frau alleine gehen.

    Für mich gilt hier, lieber zu vorsichtig, als nur einmal.......

    Die Erfahrungen die ich hier habe, ist auch weil ich in Manila vor vielen Jahren schon einmal alles verloren habe.

    Wenn du nicht parrierst, wirst du erschossen, so einfach ist das und das ist heute nicht anders.

  • aber auf die Masse an Unsinn einzugehen, ist selbst mir zu blöd. Sorry, muss ich ehrlich sagen...

    Ich glaube du unterschaetzt die Philippinen bzw. Pinoys und ueberschaetzt deine "Auslandserfahrung" gewaltig.


    Kein Land ist gleich wie das andere und 4 oder 5 langjaehrige Expats haben dir jetzt erklaert wie man manches auf den Phils macht und wie nicht.

    Vor allem welche Risiken und Gegebenheiten hier real bestehen und alles andere als "Stammtischgeschwaetz" sind.


    Aber wenn das was du nicht hoeren willst "Unsinn" ist, dann sei es eben so und dann solltest du am Besten deine eigenen Erfahrungen machen - uns hier brauchst du dann ja nicht. :dontknow


    Wie war das in einem anderen Topic unlaengst mit den Kaeseexperten und dem Metzger......? :floet


    Das Rechtssystem dort mag durchaus verbesserungswürdig sein, keine Frage, aber auch dort gilt erstmal, was im Gesetzbuch steht, nicht was sich irgendein Ausländer im Internet zusammenphantasiert.

    Ich mach jetzt mal das Fenster auf um die ganzen Luftblasen rauszulassen... :D


    Zudem dürfte sich die Frage, wer sich im Falle eines Falles den beseren Anwalt leisten kann, eher nicht stellen. Die Familie, die in der Provinz in Holzhütten ohne Strom und fließend Wasser lebt, wahrscheinlich eher nicht...

    Es geht hier nicht darum wer sich den besseren Anwalt leisten kann - hast du schon mal was vom Wort "Korruption" gehoert?

    Zudem sind philippinische Familienbande und demnach auch Verbindungen dermassen unueberschaubar und gross dass man da als einzelner Porener nicht den Hauch einer Chance hat.


    Was wird der "teure Anwalt" im Streitfall wohl machen; er wird dich in jedem Fall erstmal finanziell melken, wenn er ehrlich ist wird er dich auch wirklich ehrlich vertreten, wenn nicht dann kocht er mit den Filipinos aber sein eigenes Sueppchen... ;)


    Z.B. der Berni hat ich glaube 18 oder 20 Jahre lang hier gelebt, ich jetzt bald 15 Jahre, und wir (wie auch andere Expats hier im Forum) haben schon sehr viel gesehen und miterlebt, also nicht bloss "irgendwo gelesen oder gehoert" - das solltest du dir vielleicht als konstruktiven Ratschlag zu Herzen nehmen. :pleased


    In einem derart christlich geprägten Land wie den Philippinen, ich mag mich täuschen, dürfte die Masse kein Interesse haben, sich auf ein derart kriminelles Niveau herabzulassen...

    Der war ebenfalls wieder gut!!! :Rolf:Rolf:Rolf


    Hast du eine Ahnung auf welche Ideen die frommesten Pinoys kommen wenn es um das Wichtigste geht, naemlich Geld.......

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun