Gibt es eine "Genossenschaft" von Expats auf den Philippinen?

  • Ich denke darüber nach, meinen Ruhestand auf den Philippinen zu verbringen. In diesem Zusammenhang wichtig die Frage, ob es eine Art Dorf/Ansiedlung/Gemeinschaft/Genossenschaft von Expats, die alle nah beieinander wohnen, eventuell sogar in einem Gebäude oder auf einem Gelände. Der große Vorteil, in der Nähe anderer Expats zu wohnen, ist, dass man sich insbesondere mit fortschreitendem Alter gegenseitig gut unterstützen kann und nicht komplett auf Einheimische angewiesen ist.


    Weiß jemand, ob es so etwas schon gibt (muss nicht deutschsprachig sein)? Stephan Perschke hat etwas ähnliches auf die Beine gestellt:


    die Website ist allerdings relativ alt und ich habe hierzu eine kritische Stimme gehört ("Finger weg"). Vielleicht weiß jemand mehr darüber.


    Wenn es so etwas noch nicht geben sollte, denke ich darüber nach, die Gründung einer solchen Gemeinschaft anzustoßen. Dabei geht es nicht darum, ein Unternehmen zu gründen und Geld zu verdienen. Also eher nach dem Vorbild der Genossenschaft nach deutschem Recht. Ich denke, dass man mit 4-5 Leuten schon anfangen könnte. Ideal wären vermutlich so um die 20 Personen.


    Link gelöscht...TanduayIce

  • I am multi-talented!

    I can talk and p.iss people off at the same time!


    A pessimist is a man who thinks all women are bad.

    An optimist is a man who hopes they are.


    My mouth is not a bakery, I don't sugarcoat anything!


    If you ask my opinion,
    I am going to tell you the truth,
    Not that what you'd like to hear!


    Ein erfahrener Pilot ist,

    wer seine Erfahrung benutzt,

    um Situationen zu vermeiden,

    die seine Erfahrung erfordern!


    ╭∩╮(︶︿︶)╭∩╮

  • Wie schon erwähnt wurde gibt es auf Sibuyan eine Art "Deutsche Kolonie ".

    Hab vor Jahren paar von denen in Boracay getroffen. Ganz speziell...:happy

    Auch auf Tablas gibt es so was ähnliches. Auch von denen habe ich einige getroffen....Habe noch nie solche komischen Leute gesehen wie die, geht schon fast Richtung Sekte..

    Also wirklich Finger weg...:verbeugen

  • Vielen Dank für das Feedback. Also bislang zwei bekannt. Die sind aber schräg. Weißt du zufällig Näheres über Tablas, sodass man im Netz recherchieren kann. Ich habe mit den Stichwörtern "Tablas" und "deutsch" leider nix gefunden.

  • Alcoy auf Cebu und ebenfalls südlich von Cebu City ein dt. Immobilienprojekt mit Wohnungen in einem Gebäude. Da habe ich den genauen Ort vergessen. Weiß auch nicht, ob das überhaupt noch Bestand hat.

    Wäre für mich nichts. Bin lieber unabhängig.

    Es gibt eigentlich überall in Phils diverse Kristallisationspunkte für Ausländer. Oft Restaurants.

  • Es gibt eigentlich überall in Phils diverse Kristallisationspunkte für Ausländer. Oft Restaurants.

    Deutscher Klub Manila

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    wer seine Erfahrung benutzt,

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  • Viel interessanter fände ich in diesem Zusammenhang den Vorteil von "Gated communities", quasi die Luxusvariante einer "Wohn-Genossenschaft" mit Security und entspr. Gemeinschaftseinrichtungen,wie z.B. Pool, Gym oder auch anderes.

    Meines Erachtens muss ja eine "Gated community" auch nicht nur aus Deutschen bestehen, sondern viel befruchtender wäre ja eine Mischung aus internationalen Expats. Solche "gated communities" scheinen derzeit recht populär und ich weiß, dass es z.B. in Dumaguete entsprechende Projekte gibt.

  • Naja - jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Gated Communities sind sowieso nicht mein Fall und wenn ich in einer Genossenschaft mit lauter Deutschen wohnen wollte, würde ich in D oder ein paar Orten in Europa bleiben, wo es solche Gemeinschaften ja gibt.


    Erinnert mich ein wenig an z.B. spanische Ferienorte wo es Sauerkraut und Würschtel für die Deutschen und Fish & Chips für die Briten gibt.

  • Wir sind vom freiliegendem Lot in eine Sub.Div. gezogen und fühlen uns sehr wohl.

    Unsere Sub hat einen sehr hohen Ausländeranteil und auch in der Homeowners Assosiation sind Ausländer vertreten.

    Wir haben erstaunlich niedrige Unkosten und ein sehr gepflegtes Umfeld. Dazu die Annehmlichkeiten wie großer Pool, Tennis, Clubraum, Spielplatz.

    Ich habe schon viele Leute aus fernen Ländern kennengelernt, denen ich sonst nie begegnet wäre. Für mich eine echte Bereicherung.

    Jeder, wie er mag.

    Und wenn ich Sauerkraut essen will, weiß ich, wo ich es bekomme.

  • Wenn man sein Haus nicht ganzjährig nutzen möchte, dann ist eine "gated community", doch eine gute Lösung, weil es die nötige Sicherheit und Service auch während der Abwesenheit garantiert.

    Eine bekannte "Gated Community" wäre z.B. der Forbes Park in Manila - mit Phil. celebrities als Nachbarn - aber leider auch nicht ganz meine Preisklasse :( -> https://www.dotproperty.com.ph…/makati/forbes-park-north


    Aber z.B. auch "Port Grimaud" in Süd-Frankreich ist ein schönes Vorbild für eine gelungene Gated Community. Ich glaube, solche Projekte werden sich auch in den Philippinen mehr entwickeln, da es gerade für etwas wohlhabendere Expats ein angenehmes Ambiente, Sicherheit und Rückzugsmöglichkeiten bietet. Man muss auch nicht gleich selbst einen Swimmingpool etc. vorrätig halten, wenn es einen solchen für die Bewohner in der Anlage als Gemeinschaftseigentum gibt.


  • Alcoy auf Cebu und ebenfalls südlich von Cebu City ein dt. Immobilienprojekt mit Wohnungen in einem Gebäude. Da habe ich den genauen Ort vergessen. Weiß auch nicht, ob das überhaupt noch Bestand hat.

    Wäre für mich nichts. Bin lieber unabhängig.

    Es gibt eigentlich überall in Phils diverse Kristallisationspunkte für Ausländer. Oft Restaurants.

    Ja, ich denke, das habe ich bereits im Netz gefunden. Aber ich glaube nicht, dass daraus etwas geworden ist.

  • Das sind alles sehr interessante Beiträge hier, vielen Dank. Mir geht es nicht so sehr darum, auf den Philippinen mit Deutschen zusammen zu sein. Dann könnte ich im Zweifel auch in Deutschland bleiben. Mir geht es eher darum, dass man im Alter, wenn man nicht mehr so fit ist, eine gewisse Absicherung durch die Gemeinschaft hat. Auf die Idee gebracht hat mich meine Mutter, die an Alzheimer leidet und der es im Pflegeheim in Deutschland wirklich katastrophal geht. Auf den Philippinen wäre das sicherlich für sie viel einfacher, weil die Pflege und Betreuung wesentlich einfacher und preiswerter zu organisieren wäre. Aber wenn man da als Pflegebedürftiger ganz allein ist und auf das Wohlwollen der Pflegekräfte angewiesen, ist das auch ein Problem. Dann kann eine solche Gemeinschaft helfen. Diejenigen, die jünger sind, werfen ein Auge darauf, dass die Älteren gut betreut werden. Und wenn sie einmal selbst alt werden, passiert das Gleiche mit Ihnen. Deswegen die Idee einer Genossenschaft o. ä.

  • Aber wenn man da als Pflegebedürftiger ganz allein ist und auf das Wohlwollen der Pflegekräfte angewiesen, ist das auch ein Problem. Dann kann eine solche Gemeinschaft helfen. Diejenigen, die jünger sind, werfen ein Auge darauf, dass die Älteren gut betreut werden. Und wenn sie einmal selbst alt werden, passiert das Gleiche mit Ihnen. Deswegen die Idee einer Genossenschaft o. ä.

    so gut die idee auch ist halte ich sie nicht für durchführbar , gerade als alleinstehender . in einer relation mit angenehmen familienanhang (schwer genug) bedürfte es ständiger kontrolle mit anweisungen , da meine mutter im hohen alter an demenz erkrankte weiß ich wie kompliziert sich das schon damals in deutschland erwies , vom medikamentenwechsel bis zur aufsicht ist einiges zu tun .

    hier ist diese art der pflege in einer gemeinschaft aufgrund geringer geschäftsfähigkeit nicht zu tragen .

    selbst reiche familien pflegen ihre angehörige selber , oder auch garnicht :( .

    hatte bereits bekannte mit zb. schlaganfall die vollzeitpflege benötigten , das geht solange gut wie richtig geld fliesst . . .

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Ich denke insbesondere die Kosten für eine qualifizierte Pflegekraft werden im Vergleich zu Deutschland deutlich günstiger sein. Eine philippinische Nurse verdient circa 20-30k PHP. Insofern wäre es auch eine gute Lösung im eigenen Haus dort Pflegekräfte zu engagieren?

  • Ich denke insbesondere die Kosten für eine qualifizierte Pflegekraft werden im Vergleich zu Deutschland deutlich günstiger sein. Eine philippinische Nurse verdient circa 20-30k PHP. Insofern wäre es auch eine gute Lösung im eigenen Haus dort Pflegekräfte zu engagieren?

    das glaube ich weniger , weil es kaum eine qualifizierte pflegekraft gibt , als beispiel würde ich demenz und cebu anführen . .

    letztendlich würde das bedeuten daß die erkrankte person sich vor der erkrankung schon um die pflegekraft bemühen müßte , in unmittelbarer nähe wohnen sollte und alle unterschriften geleistet haben , wenn die person wie angegeben alleinstehend ist dürfte das alles sehr kompliziert werden . eine für notfälle dieser art ausgebildete person wird keine nurse sein .

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • Geriatrie hat in der Vergangenheit keine große Rolle auf den Philippinen gespielt, sowohl in der Ausbildung von medizinischem Personal, als auch in der Praxis des Gesundheitssystems.


    Es gibt eine leichte Tendenz, dass sich das ändert. Dennoch sollte man nicht unterschätzen, wie groß der Mangel an entsprechender Expertise ist und wie qualvoll die Folgen für eine pflegebedürftige Person sein können. Landet man in einem deutschen Pflegeheim, ist das sicher oft auch nicht schön, aber es ist dennoch ein ganzheitliches professionelles Konzept.


    Die Einkommen von nurses sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen und es herrscht in vielen Gegenden ein Mangel. Zusätzlich ist die Arbeit in einem Privathaushalt in dieser Konstellation wenig attraktiv, weil ein Großteil Grundpflege ist (Caregiver-Tätigkeiten). Daher wird man tendenziell überbezahlen müssen.


    Es bleibt auch nicht bei den Kosten für die Pflegekraft. Wie will man mit den Arztkosten, Krankenhausaufenthalten, etc. umgehen? Ich kenne das von der Arbeit meiner Frau und der Verwandtschaft; in den letzten Jahren ist es ein ständiges Pendeln zwischen Pflegeheim und Krankenhaus.


    Wie ernährt man eine bettlägerige Person?


    Als Vorgriff auf Kommentare, wie dann geht es wenigstens schnell zu Ende im Vergleich zum Siechtum in Deutschland: Der Übergang kann äußerst qualvoll sein.


    Ich habe miterlebt, wie die Endphase bei einem Ausländer auf den Philippinen war. Es war ein tagelanges Konzert von Schmerzschreien und Stöhnen, das alle Besucher verstört zurückgelassen hat, denn auch in der Palliativpflege mangelt es an Möglichkeiten und Expertise.

  • Mir geht es eher darum, dass man im Alter, wenn man nicht mehr so fit ist, eine gewisse Absicherung durch die Gemeinschaft hat.

    Ich glaube nicht, dass das funktioniert.


    Natürlich kann ich nur von meiner Erfahrung ausgehen. Demnach sind die meisten Expats, die hier leben, eher Individualisten, die eine konkrete Vorstellung davon haben, wie sie ihren Lebensabend verbringen wollen. Und ich behaupte mal die Pflege von gebrechlichen Landsleuten gehört nicht dazu. Auch wenn diese Pflege keine speziellen medizinischen Kenntnisse erfordern sollte.


    Ich persönlich würde mich auch wenn ich eine regelmäßige medizinische Betreuung haben müsste, ganz bestimmt nicht auf die Hilfsbereitschaft der anderen Genossen verlassen. Entweder ich kann mir hier vor Ort selber helfen und weiterhin an den Vorzügen eines Lebens auf den Philippinen teilnehmen, oder ich gehe zurück nach Deutschland, wenn es aus medizinische Sicht angeraten ist.


    Darüberhinaus habe ich die Erfahrung machen müssen, dass wirkliche Solidarität unter Expats nicht sehr ausgeprägt ist. Man kennt sich, man grüsst sich, man trifft sich in den einschlägigen Restaurants, und das war es dann auch schon. Jeder lebt sein Leben entsprechend seiner persönlichen Vorlieben und finanziellen Möglichkeiten. Wirkliche Freundschaften gibt es eher selten. Das ist auch aus meiner Sicht völlig in Ordnung, aber es sind nicht die besten Voraussetzungen zur Gründung einer Solidargemeinschaft.


    Bisher hast Du nicht sehr viel darüber geschrieben wie diese Genossenschaft genau aussehen soll und wie Du Dir das konkret vorstellst. Mit ein wenig mehr Informationen und konkreten Details würde ich vielleicht zu einem anderen Ergebnis kommen.

  • Das sind hier in der Tat alles gute Argumente, die vorgebracht werden. Ich selbst habe eine Mutter, die an Alzheimer leidet und derzeit in einem Pflegeheim in Deutschland wohnt. Ganzheitliches Pflegekonzept hin oder her: Für sie ist das Leben dort ganz schlimm. Es mangelt einfach an Personal. Meine Schwester und ich haben daher beschlossen, sie in einem Pflegeheim in Tunesien unterzubringen. Das passt deswegen, weil sie Französin ist und dort Französisch gesprochen wird. Für Menschen, die nicht Französisch sprechen, ist das natürlich keine Option. Der entscheidende Vorteil ist aber, dass sich dort rund um die Uhr jemand um die pflegebedürftige Person kümmern kann. Die Personalkosten sind einfach so niedrig, dass das finanzierbar ist. Ich glaube aber nicht, dass das für Tunesien eine langfristige Lösung sein kann. Denn denn die Geburtenrate in Tunesien ist inzwischen ziemlich niedrig, irgendwann geht auch denen das Personal aus.


    Das ist auf den Philippinen anders. Hier ist die Geburtenrate noch immer hoch. Da kann das Konzept einer intensiven Betreuung für vergleichsweise moderate Kosten noch länger funktionieren. Mein Ansatz ist nicht, dass sich Expats gegenseitig pflegen, sich anfreunden oder eine sektenähnliche Gemeinschaft bilden. Meine Idee ist vielmehr Folgende: Es soll jeder sein Leben als Individualist so leben, wie er will. Wenn es einem schlechter geht und man Hilfe braucht, greift man auf philippinische Helfer zurück. Wenn man aber als hilfsbedürftige Person allein auf den Philippinen ist, ist man aufgeschmissen. Ohne Kontrolle kann das nur schiefgehen. Wer also keinen verlässlichen Familienanschluss vor Ort hat, kann dieses Risiko kaum eingehen. Es muss also eine Struktur geschaffen werden, in der gewährleistet wird, dass halbwegs engagiertes und qualifiziertes Personal zumindest eine Grundversorgung leistet. Das wäre die Funktion der Genossenschaft (oder vielleicht besser "Verein"), der übrigens nicht rein deutsch sein müsste. Wer auf den Philippinen lebt, muss ja ohnehin Englisch sprechen können.


    Ich stelle hier einfach mal modellhaft vor, wie so etwas funktionieren könnte. Das sind natürlich nur erste Gedanken, die im Rahmen eines solchen Projekts vielfachen Änderungen unterliegen würden: Die Interessierten gründen einen Verein nach philippinischen Recht. Die Betroffenen könnten, müssten aber nicht gemeinsam in einer "gated community" o. ä. leben. Sie dürften aber nicht zu weit entfernt voneinander leben, damit bei hilfsbedürftigen Vereinsmitgliedern nach dem Rechten geschaut werden kann. Jeder entscheidet selbst, welche Art von Hilfe er unter welchen Voraussetzungen haben will und finanziert diese Hilfe auch selbst. Es werden Mitgliedsbeiträge erhoben, die dazu dienen, nach einer gewissen Zeit einen Geschäftsführer einzustellen, der das nötige Personal nach den Wünschen der nunmehr Hilfsbedürftigen organisiert und (in Zusammenarbeit mit den anderen Vereinsmitgliedern) überwacht. Wenn das System einmal läuft, könnten alle davon profitieren. Wer noch fit ist, sorgt dafür, dass die Hilfsbedürftigen gut betreut werden. Wer dann irgendwann selbst hilfsbedürftig wird, kann auf die Hilfe der noch fitten Vereinsmitglieder zurückgreifen. Neumitglied könnte nur werden, wer zum Zeitpunkt des Beitritts noch fit ist.


    Das Ganze würde natürlich nur funktionieren, wenn die Vereinsmitglieder zu einem Zeitpunkt auf die Philippinen umsiedeln, wo sie noch fit sind. Das unterscheidet meine Idee zum Beispiel vom Alzheimerdorf in Thailand, das in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erregt hat:

    https://alzheimerthailand.com/angebote

    Die Idee ist sicherlich gut, aber man begibt sich hier in eine Abhängigkeit, die bei meinem Konzept zumindest kleiner wäre. Im Übrigen gibt es bei dem Alzheimerdorf in Thailand eine lange Warteliste.


    Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass die eingesetzten Helfer alles ausgebildete Pflegekräfte sein müssen. In Deutschland ist dies in Pflegeheimen auch schon längst nicht mehr der Fall. Natürlich ist die Gesundheitsversorgung in Deutschland insgesamt besser als auf den Philippinen. Ein komplizierter Bruch nach einem Sturz wird in einem deutschen Krankenhaus in aller Regel besser austherapiert werden als auf den Philippinen. Aber trostlos bleibt das Leben als Pflegebedürftiger in Deutschland dennoch. Ich meine: Lieber zwei Jahre noch halbwegs angenehmes Leben mit intensiver nichtmedizinischer Betreuung auf den Philippinen als vier Jahre Leben im deutschen Pflegeheim, wo viele Bewohner nur ziellos durch die Gänge wandern, den ganzen Tag rumsitzen oder in die Luft starren.


    Wenn man so etwas wie meine Idee umsetzen will, muss man sich Zeit nehmen, intensiv recherchieren, kalkulieren, sich auch rechtlich beraten lassen usw. Ich habe im Augenblick etwas Zeit. Ich bin 57 Jahre alt und stehe noch für vermutlich zehn Jahre im Berufsleben. Ich bin aber derzeit im Sabbatical (ein ganzes Jahr ohne berufliche Verpflichtungen) bis einschließlich August 2025. Im Augenblick bin ich in Deutschland, könnte aber problemlos auch für einige Monate auf die Philippinen kommen, um das Projekt anzugehen. Beginnen würde ich damit, wenn es eine hinreichend große Zahl an Interessenten gibt, die bereit wären, sich das Konzept näher anzuschauen und mit mir mal zu durchdenken. Es gibt ja eine Reihe von Foren für Expats, die meisten in englischer Sprache. Da werde ich mich auch demnächst umtun. Ich denke, dass 4-5 Personen, die bereit sind der Idee eine Chance zu geben und ein wenig Zeit zu investieren, ein guter Start wären. Sobald ich eine solche Gruppe beisammen habe, würde ich loslegen. Wer daran interessiert sein könnte, kann sich hier gerne bei mir melden. Selbstverständlich würde das zu nichts verpflichten. Es geht in einem ersten Schritt zunächst einmal darum, die Grundidee zu konkretisieren und ernsthaft darüber nachzudenken, ob sie realistisch ist.


    Ein Wort zum Schluss zur Klarstellung: Geld soll bei dem Projekt niemand verdienen.

  • Vielleicht habe ich eine lange Leitung. Deine Motivation verstehe ich noch, nur bei der Umsetzung kann ich nicht mehr folgen.


    Es soll also ein Verein sein, in dem sich die Mitglieder gegenseitig Fürsorgepflichten zusichern. Mir fehlt schon die Vorstellungskraft, wie man das rechtssicher gestalten könnte. Eine finanzielle Solidargemeinschaft soll es nicht sein, jeder trägt seine eigenen Kosten. Eigene Pflegestrukturen soll der Verein auch nicht haben; die werden extern mit den persönlichen Mitteln eines jeden Mitglieds eingekauft. Möglicherweise soll ein "Geschäftsführer" als Treuhänder wirken.


    Wo ist da der Mehrwert, wenn die Essenz nur ein nicht justiziables Versprechen ist?


    Gleichzeitig wird bei einer umfassenderen Struktur das Interesse fehlen. Wie viele Philippinenexpats, die sich theoretisch krankenversichern könnten, machen das auch?

  • Wenn man so etwas wie meine Idee umsetzen will, muss man sich Zeit nehmen, intensiv recherchieren, kalkulieren, sich auch rechtlich beraten lassen usw

    ich glaube dir ist echt langweilig :D

    lebe mal eine zeitlang hier und lerne die menschen kennen , das "besuchen" reicht bei weitem nicht aus . . .

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.