Absicherung der Familie nach dem Tod

  • Das Thema ist ja nicht so beliebt, aber irgendwann trifft es jeden von uns Mal und da lautet meine Devise "better safe then sorry". Nach dem Tod meines Vaters beschäftigt mich momentan eine Frage: Wie sichere ich meine Familie am besten ab. Wie macht ihr das denn, die Leute die auf den Philippinen leben?


    Ich habe eine phillipinische Lebensgefährtin und einen 4 jährigen Sohn, welcher in Davao geboren ist und einen deutschen sowie phillipinischen Pass hat. Es gibt Immobilien in Europa zu vererben und natürlich Geld und Aktien.

    Soviel ich weiß, kann mein Sohn erst mit 18 Jahren über das Erbe verfügen. Besteht die Möglichkeit, meine Lebensgefährtin, also seine Mutter als Vermögensverwalterin einzusetzen?


    Falls nicht, wie stelle ich am besten sicher das sie bis zum 18. Geburtstag meines Kindes ausreichend Mittel zu Verfügung hat um beiden ein gutes Leben zu ermöglichen? Sei es in D oder Ph. Der Großteil der Geldes liegt ja auf deutschen Konten, da die Einlagensicherung auf den Phillipinen sehr gering ist und ich auch aus anderen Gründen ungern das ganze Geld auf einem phillipinischen Konto liegen haben will.


    Meine Idee ist gerade sie mit ins Testament aufzunehmen. Aber ich denke ein handschriftliches ist da nicht genug. Was braucht es um bei einem deutschen Nachlassgericht anerkannt zu werden? Und wie kann ich das auf den Phillipinen so beglaubigen zu lassen, dass alles ohne Probleme vom Gericht anerkannt wird.


    Zusätzlich kann ich sie mir auch nur schwer vorstellen, selbstständig von Ph nach D zu reisen um einen Erbechein zu beantragen. Aus Erfahrung weiß ich, dass dies mehrere Monate dauert. Sie würde es sicher hinbekommen ein Schengenvisum zu bekommen, das hat sie schon mehrfach gemacht, aber nach 90 Tagen muss sie ja wieder raus aus D.

    Geht soetwas über die DBM? Das wäre natürlich das einfachste, die kennt sie schon. Oder wird das ohne Wohnsitz in D ein schwieriges Unterfangen? Wie haben sich denn die alten Hasen hier auf den Sensenmann vorbereitet?


    Ein Grundstück auf ihren oder den Namen meines Kindes in Philippinen zu kaufen wäre auch noch eine Idee. Ich bin für alle Vorschläge offen. Beste Grüße vom noch ziemlich lebendigem Golo!

  • ich weiss nicht ob das unbedingt ein thema fuer ein oeffendliches forum ist. zunaechst mal muesste man wissen wie alt du bist und ob du einen festen wohnsitz (lebensmittelpunkt) auf den philippinen hat.

  • Ein Grundstück auf ihren oder den Namen meines Kindes in Philippinen zu kaufen wäre auch noch eine Idee.

    das ist eine gute idee und für die anderen überlegungen würde ich mich mit der dbm und auch mit einem anwalt meines vertrauens hier in den philippinen zusammensetzen , leider habe ich schon bemerkt daß viele expats keinen vertrauten atty haben :(

    ich weiss nicht ob das unbedingt ein thema fuer ein oeffendliches forum ist. zunaechst mal muesste man wissen wie alt du bist und ob du einen festen wohnsitz (lebensmittelpunkt) auf den philippinen hat.

    weder das alter noch der wohnsitz sind primär wichtig , das ist eine vorsorge maßnahme :hi

    Wäre ich Du, wär' ich lieber ich.

  • ich weiss nicht ob das unbedingt ein thema fuer ein oeffendliches forum ist. zunaechst mal muesste man wissen wie alt du bist und ob du einen festen wohnsitz (lebensmittelpunkt) auf den philippinen hat.

    Der Lebensmittelpunkt ist Philippinen, das Alter unwichtig. Warum sollte sowas hier nicht diskutiert werden? Der Bezug zu Philippinen ist gegeben und das Thema, auch wenn es unangenehm erscheint, betrifft auch die meisten, die was zu vererben haben.

  • Unangenehm ist es vielleicht für Filipinos die nicht gerne über den Tod reden...


    Ich bin selbst in einem Alter wo man über soetwas langsam nachzudenken und zu planen beginnt, also ich lese aufmerksam zu! :pleased

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • ...wie stelle ich am besten sicher das sie bis zum 18. Geburtstag meines Kindes ausreichend Mittel zu Verfügung hat um beiden ein gutes Leben zu ermöglichen? Sei es in D oder Ph. Der Großteil der Geldes liegt ja auf deutschen Konten,...

    Du könntest in deinem deutschen Testament verfügen, dass der Nachlassverwalter die liquiden Mittel und die Aktien in einem "Auszahlplan/Entnahmeplan" anlegt. Einige Banken und Versicherungen bieten sowas an.


    Definition: Ein Entnahmeplan ist ein Finanzplan, bei dem ein angespartes Vermögen in regelmäßigen Beträgen – meist monatlich – entnommen wird. Das Restkapital wird weiter verzinst.

  • In D gibt es doch genügend Rechtsanwälte für Erbrecht. (leicht zu googlen). Die könnte man ja mal per Mail kontaktieren und die Situation schildern. Da hier untern Umständen deutsches sowie philipp. Erbrecht tangiert wird, wäre das genau die richtige Adresse. Das wird zwar je nach Wert der Vermögensteile nicht billig, aber dann auch ziemlich wasserdicht....

  • Ich finde es ein gutes Thema, auch für ein Philippinenforum.


    Wenn man kein Testament macht, vermute ich, dass auch in den Philippinen der Sohn Alleinerbe (wie in D.) sein wird (falls du ledig oder geschieden bist und nicht noch andere Kinder hast). Aber besser ein Testament machen.


    Solange der Sohn minderjährig ist, wird i.d.R. (Ausnahmen kann ein Familiengericht festlegen) die sorgeberechtigte Mutter (Lebensgefährtin) das Vermögen verwalten. Da dein Sohn / Lebensgefährtin in den Philippinen leben, gibt es natürlich die Herausforderung, wie dein Sohn auch an sein Erbe in D. kommt. Hier bietet sich dann m.E. die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers an. Auch Banken bieten so einen Service an. Grundlage wird aber wahrscheinlich immer ein notarielles Testament sein. Ob dies auch in den Philippinen, rechtsgültig für einen dt. Testamentsvollstrecker, beurkundet werden kann, weiss ich nicht (Frage kann vielleicht die Deutsche Botschaft in Manila beantworten), anderenfalls bei einem Deutschlandbesuch erledigen.


    Als vorläufige Alternative könntest du deiner Frau eine Bankvollmacht über deine Bankkonten in D. geben. Dann kann sie wenigstens nach deinem Tod über die Gelder verfügen.


    Wie es mit deinem Vermögen in den Philippinien abläuft, weiss ich nicht. Thema interessiert mich auch.

  • Als vorläufige Alternative könntest du deiner Frau eine Bankvollmacht über deine Bankkonten in D. geben. Dann kann sie wenigstens nach deinem Tod über die Gelder verfügen.

  • Als vorläufige Alternative könntest du deiner Frau eine Bankvollmacht über deine Bankkonten in D. geben. Dann kann sie wenigstens nach deinem Tod über die Gelder verfügen.

    Die Vollmacht muss zwingend die Gültigkeit über den Tod hinaus aufführen. Eine solche Vollmacht kann nur in Anwesenheit der Beteiligten in der Bank erfolgen.

    Ausweise sind vorzulegen

    „In unserem Land ist die Lüge nicht nur zu einer moralischen Kategorie geworden, sondern zu einem Grundpfeiler des Staates.“ (Alexander Issajewitsch Solschenizyn)

  • Allein die Vorstellung meiner Frau eine Vollmacht über meine Bankkonten zu geben jagt mir gerade eine Heidenangst ein. :gaehn

    Deine Befürchtungen sind berechtigt und für jedermann nachvollziehbar.
    Ich bin das Problem folgendermassen angegangen: alle Bank-Konten sind online zugreifbar. Eine Kopie der Zugriffsdaten befindet sich in den Händen eines vertrauenswürdigen Kollegen. Dieser wird die Zugriffsdaten im Bedarfsfall an meine Hinterbliebenen aushändigen. Diese können nun online in meinem Namen die Konten leeren. Das Unschöne dabei ist, dass dem Staat die Erbschaftssteuer entgeht ;)
    Siehe dazu auch frühere Postings Phil. Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer

  • Allein die Vorstellung meiner Frau eine Vollmacht über meine Bankkonten zu geben jagt mir gerade eine Heidenangst ein. :gaehn

    Deine Befürchtungen sind berechtigt und für jedermann nachvollziehbar.
    Ich bin das Problem folgendermassen angegangen: alle Bank-Konten sind online zugreifbar. Eine Kopie der Zugriffsdaten befindet sich in den Händen eines vertrauenswürdigen Kollegen. Dieser wird die Zugriffsdaten im Bedarfsfall an meine Hinterbliebenen aushändigen. Diese können nun online in meinem Namen die Konten leeren. Das Unschöne dabei ist, dass dem Staat die Erbschaftssteuer entgeht ;)
    Siehe dazu auch frühere Postings Phil. Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer

    Ich glaube nicht, dass es die Bank nach der Leerung so einfach auf sich beruhen lassen wird. Ihr wird ihr ja der Todestag gemeldet werden. Und wenn die sehen, dass nach deinem Tod Überweisungen getätigt wurden, werden sie den Empfänger um Erklärung bitten. Das wäre im besten Falle nur Steuerhinterziehung, wenn nicht noch anderen Straftaten in Frage kommen.


    Die Idee der Bankvollmacht ist erstmal gut gedacht. Mein vertorbener Vater und meine Mutter haben sie sich gegenseitig geben. Das ging im Online Banking. Die Formulare mit Unterschriften wurden postalisch geschickt. Es ist also von der Bank abhängig wie die das handelt. Volkswagen Bank macht sowas zum Beispiel.


    ABER: das Konto des Verstorbenen wird erst einmal bei Bekanntwerden des Todesfalles eingefroren. Selbst mit einer Vollmacht über den Tod hinaus muss die Erbfolge mit Erbschein oder Testament nachgewiesen werden um über das Konto weiterhin verfügen zu können. Dazu ist die Bank verpflichtet. Wir hatten erst diese leidige Erfahrung gemacht. Meine Mutter hatte damals sogar zusätzlich eine notarielle Generalvollmacht über den Tod hinaus. Die ist wenn es was zu erben gibt soviel wert wie das Papier auf dem sie steht. Ich denke das Finanzamt geht da kein Risiko ein und will seine Erbschaftsteuer haben. Warum es überhaupt eine Vollmacht über den Tod hinaus gibt erschliesst sich für mich bei Erbschaften nicht.

  • Die Idee mit dem Testamentvollstrecker klingt gut. Ich werde der DBM mal eine Mail diesbezüglich schicken und zusätzlich Fragen, ob sie dort auch ein Testament notariell beurkunden können. Dass in der Regel die sorgeberechtigte Mutter als Verwalterin eingesetzt wird, wusste ich auch nicht. Aber umso besser. Also muss ich nur einen sicheren Weg finden wie sie an den Erbschein kommt.

  • Ich glaube nicht, dass es die Bank nach der Leerung so einfach auf sich beruhen lassen wird. Ihr wird ihr ja der Todestag gemeldet werden.

    Nein. Die Banken kriegen keine Mitteilung vom PSA. Und es ist denen auch völlig Wurscht, weil es ja nicht ihr Geld ist.

  • Ich glaube nicht, dass es die Bank nach der Leerung so einfach auf sich beruhen lassen wird. Ihr wird ihr ja der Todestag gemeldet werden.

    Nein. Die Banken kriegen keine Mitteilung vom PSA. Und es ist denen auch völlig Wurscht, weil es ja nicht ihr Geld ist.

    Ah, du sprichst von philippinischen Banken. Check. Da ist das wohl etwas lockerer.

  • Die Vollmacht muss zwingend die Gültigkeit über den Tod hinaus aufführen.

    klar (ist auch der Normalfall). Bankvollmacht für den Todesfall bieten nicht alle Banken an.

    Eine solche Vollmacht kann nur in Anwesenheit der Beteiligten in der Bank erfolgen.

    Ausweise sind vorzulegen

    nicht unbedingt, Auch bei Onlinebanken sind Bankvollmachten möglich, wie z.B. bei der DKB

    https://www.dkb.de/fragen-antw…rteile-ich-eine-vollmacht. Legitimation kann über Postid oder Video erfolgen.

    ABER: das Konto des Verstorbenen wird erst einmal bei Bekanntwerden des Todesfalles eingefroren

    Nach meinem Wissen nicht. Ein Bevollmächtigter über den Todesfall kann weiterhin verfügen und muss nicht Erbe sein (so z.B. auch ein Testamentsvollstrecker, der auch eine Privatperson sein kann). Erkundige dich am besten nochmals bei deiner Bank.

    Selbst mit einer Vollmacht über den Tod hinaus muss die Erbfolge mit Erbschein oder Testament nachgewiesen werden um über das Konto weiterhin verfügen zu können.

    Siehe oben. Ein Bevollmächtigter muss kein Erbe sein.


    Ah, du sprichst von philippinischen Banken. Check. Da ist das wohl etwas lockerer.

    Ich vermute, er meint deutsche Banken. In Google steht hierzu:


    • Keine automatische Benachrichtigung: Weder Nachlassgerichte, noch Finanzämter oder andere Behörden teilen den Banken den Tod eines Kunden automatisch mit.

    Es ist schon praktisch für die PSA unmöglich, einer dt. Bank den Todestag zu melden.

  • Ein Grundstück auf ihren oder den Namen meines Kindes in Philippinen zu kaufen wäre auch noch eine Idee.

    das ist eine gute idee und für die anderen überlegungen würde ich mich mit der dbm und auch mit einem anwalt meines vertrauens hier in den philippinen zusammensetzen , leider habe ich schon bemerkt daß viele expats keinen vertrauten atty haben :(

    ich weiss nicht ob das unbedingt ein thema fuer ein oeffendliches forum ist. zunaechst mal muesste man wissen wie alt du bist und ob du einen festen wohnsitz (lebensmittelpunkt) auf den philippinen hat.

    weder das alter noch der wohnsitz sind primär wichtig , das ist eine vorsorge maßnahme :hi


    Ein Grundstück auf ihren oder den Namen meines Kindes in Philippinen zu kaufen wäre auch noch eine Idee.

    das ist eine gute idee und für die anderen überlegungen würde ich mich mit der dbm und auch mit einem anwalt meines vertrauens hier in den philippinen zusammensetzen , leider habe ich schon bemerkt daß viele expats keinen vertrauten atty haben :(

    ich weiss nicht ob das unbedingt ein thema fuer ein oeffendliches forum ist. zunaechst mal muesste man wissen wie alt du bist und ob du einen festen wohnsitz (lebensmittelpunkt) auf den philippinen hat.

    weder das alter noch der wohnsitz sind primär wichtig , das ist eine vorsorge maßnahme :hi

    falsch, wenn ich 44 jahre alt bin sind die aktionen anders als wenn ich 74 od. 84 bin. es wird von geld gesprochen, anleihen ? aktien,, da geht es dann um steuerliche probleme. aber wie gesagt mit 44 hat man noch gute 20 jahre zeit.