Abmeldung aus DE und mit Touristenvisum 100% Remote arbeiten

  • Hallo Leute,


    Mein Plan:

    Ich, 34 Jahre alt, noch in Deutschland ansässig, möchte aus Deutschland auswandern und arbeite weiter für ein deutsches Unternehmen (IT-Bereich), dass mir Gehalt auf mein Wise-Konto in Euro zahlt, dort tausche ich dann in PHP um und lebe per Wise-Karte auf den Philippinen (Cash vom ATM und Kartenzahlungen mit Wise-Karte).


    Da ich plane für immer auf den Philippinen in Cebu City zu bleiben, melde ich mich aus Deutschland ab.

    Leider gibt es auf den Philippinen aktuell kein geeignetes Visum für mich, außer ein Touristenvisum (Leider offizell keine Arbeitserlaubnis).


    Das Digital Nomad Visa kann unter Umständen noch dauern und ich möchte am besten nicht noch Monate bis Jahre darauf warten, bis die auf den Philippinen endlich mal das DNV einführen.

    Dewegen meine Idee, dass ich erst mit Touristenvisum einreise und wenn das DNV dann raus ist, dieses zu beantragen (auch wenn die Anforderungen zur Beglaubigung eines dt. Führungszeugnises kriminel sind).

    Alternativ hatte ich gedacht statt dem DNV ein Quota-Visum zu beantragen, allerdings sind 50 Deutsche nicht viel und ich weiß gar nicht, ob dieses Visum überhaupt einfach zu bekommen ist, wenn man "nur" billiger IT Remote Worker ist. Der Aufwand des polizeilichen Führungszeugnis würde sich hier aber bei unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubis mehr lohnen.

    Da ich im Oktober für 2 Wochen in den Philippinen (Cebu City) bin, wollte ich da vor Ort mal in einer Agentur nachfragen und mal sehen was die dazu sagen.

    Oder hat einer von euch hier Erfahrung?


    Problem: Ich bin dann in der Zeit mit Touristenvisum weder in Deutschland steuerlich gemeldet, noch auf den Philippinen, obwohl eine Steuerpflicht auf den PH gilt -> Steuerhinterziehung da ich keine TIN bekommen kann wegen illegaler Arbeit auf den PH.

    So richtig toll finde ich die Lösung natürlich nicht, aber sehe keine andere Alternative, als vorerst in Deutschland zu bleiben.

    Ich weiß auch nicht, wie sehr die BIR mich da steuerlich verfolgt, da Wise ja die CRS-Meldung an die philippinischen Steuerbehörden tätigt und die somit wissen, dass ich auf den Philippinen Lohn erhalte und dort lebe.


    Ich hatte auch überlegt in DE einen Wohnsitz zu lassen und auszuwandern und mich nicht abzumelden, aber da der gewöhnliche Aufenthalt auf den Philippinen ist wird Deutschland an der steuerlich korrekten Meldung in Deutschland zweifeln, da ein Wohnsitz ohne Verwendung als Scheinwohnsitz gelten könnte, da habe ich keine Lust drauf.


    Ich bin echt überfragt, wie ich das am besten anstelle.

    Noch mal als klarstellung: Mir geht es hier nicht um Steuerfreiheit, sondern darum, auf die Philippinen auszuwandern und dabei Remote arbeiten zu können.


    Ich weiß halt nicht, wie kritisch die philippinischen Steuerbehörden seit dem Beitritt in den CRS bei sowas sind, wenn ich bei Wise den Steuersitz von Deutschland zu den Philippinen wechsel und wie die deutschen Steuerbehörden und Wise reagieren, wenn ich bei Wise fälschlicherweise Deutschland als Steueransässigkeit lasse (trotz mtl. Gehaltseingang).


    Ich habe keine Lust, dass Wise mir nachher das Konto sperrt und ich keinen Geldfluss mehr auf den Philippinen habe oder das die deutschen Finanzbehörden mich mit Frage löchern, warum ich noch steuerlich bei Wise gemeldet bin.



    Es muss ja doch eine Möglichkeit geben.

    Ich bin doch bestimmt nicht der einzige unter 50, der auf die Philippinen auswandern und remote arbeiten möchte.


    Wie macht ihr es und was kann ich machen?


    Danke im Voraus für eure Tipps.


    Liebe Grüße

    Michael


  • Problem: Ich bin dann in der Zeit mit Touristenvisum weder in Deutschland steuerlich gemeldet, noch auf den Philippinen, obwohl eine Steuerpflicht auf den PH gilt -> Steuerhinterziehung da ich keine TIN bekommen kann wegen illegaler Arbeit auf den PH.


    Auslandseinkünfte sind in den PH von der Steuer befreit. Es gilt das Territorialprinzip.

    Im Steuerrecht bedeutet das Territorialprinzip, dass ein Staat grundsätzlich Steuern auf Einkommen und Vermögen erhebt, die innerhalb seines Territoriums erwirtschaftet oder sich dort befinden.

    „People change, things go wrong, shit happens and life goes on.“

  • Quota ist relativ einfach zu bekommen als Europäer, wenn man es über den richtigen Anwalt beantragt und das nötige Kleingeld dafür hat.
    Kostenpunkt 2025 meiner Kenntnis nach: ca 15k USD (für Visa- und Anwaltsgebühren)
    Hinweis: rede da mit keiner Agentur in Cebu. Das Quota Visa muss im BI Main Office in Manila beantragt werden. Besser jmd mit kurzen Laufwegen zum Commmissioner wählen. Wenn Interesse dann PN...

  • Bin auch kein Experte und es wird wenige geben, die qualifiziert sind, diese Konstellation ganzheitlich zu bewerten. Daher nur einige Anmerkungen:

    • Mich wundert, dass Dein Arbeitgeber Dich mit einer Ansässigkeit auf den Philippinen als Angestellten weiterbeschäftigen kann. Ich kenne es in vergleichbaren Konstellationen nur so, dass dann die Beschäftigung formell als selbstständiger Freelancer weitergeführt wird, der Rechnungen stellt. Damit entfallen natürlich jegliche Arbeitnehmerrechte.
    • Du kannst auch als Tourist eine TIN-Nummer bekommen, sobald Du eine ACR-Karte hast. Als Erklärung kannst Du angeben, dass es für Banken in D und PH benötigt wird.
    • Ebenso solltest Du eine Residenzbescheinigung der Barangay bekommen.
    • Beides zusammen sollte als Beleg einer Ansässigkeit auf den Philippinen ausreichen.
    • Remote-Arbeit ist, soweit mir bekannt, ein Graubereich, i.d.S. ob ein Philippinenbezug gegeben ist und somit eine Steuerpflicht auf den Philippinen begründet wird. Davon sind aber auch Hunderttausende bis Millionen von Filipinos betroffen, die remote für ausländische Arbeitgeber/Kunden arbeiten. Niemand bei Verstand wird dieses Einkommen freiwillig versteuern.
    • Womit Du tatsächlich Probleme bekommen könntest, sind die Verlängerungen des Touristenvisums. Gerüchteweise funktioniert das zumindest bei einigen Immigrations nicht mehr unendlich ohne Nachfragen. Hier solltest Du natürlich verschweigen, dass Du remote arbeitest.
    • Eine saubere Lösung wirst Du ohne Heirat mit einer Einheimischen vermutlich nicht finden,
  • Aus eigener Erfahrung mit Arbeit für einen ausländischen Arbeitgeber kann ich dir sagen, dass dir die BIR recht schnell Probleme bereiten wird und danach dann die Immi, bei der nächsten Visumverlängerung!

    Und dann hast du die Lampe an...also entweder mit richtigem Visum und entsprechender Steuernummer oder full risk....Wir haben damals einen unserer Leute verloren, wegen Visum

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Ich sage es mal so: Ich kenne viele Ausländer die in Boracay leben und arbeiten. Die meisten davon irgendwie online. Alle 2 Monate müssen sie wieder auf der Immigration antraben. Bei jüngeren Ausländern werden dann die Fragen (zurecht) immer etwas strenger. Wie finanzierst du alles, hast du eine Partnerin etc etc....

    Man darf einfach nicht vergessen das es nicht erlaubt ist mit einem Touristen Visum zu arbeiten . 8-)

  • Ich sage es mal so: Ich kenne viele Ausländer die in Boracay leben und arbeiten. Die meisten davon irgendwie online. Alle 2 Monate müssen sie wieder auf der Immigration antraben. Bei jüngeren Ausländern werden dann die Fragen (zurecht) immer etwas strenger. Wie finanzierst du alles, hast du eine Partnerin etc etc....

    Man darf einfach nicht vergessen das es nicht erlaubt ist mit einem Touristen Visum zu arbeiten . 8-)

    Will man so leben? Das Problem ist ja, dass man dann irgendwann auf die Blacklist kommt und abgeschoben wird! Für mich wäre das nichts

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Aus eigener Erfahrung mit Arbeit für einen ausländischen Arbeitgeber kann ich dir sagen, dass dir die BIR recht schnell Probleme bereiten wird und danach dann die Immi, bei der nächsten Visumverlängerung!

    Und dann hast du die Lampe an...also entweder mit richtigem Visum und entsprechender Steuernummer oder full risk....Wir haben damals einen unserer Leute verloren, wegen Visum

    Wenn ich Deine Geschichte richtig in Erinnerung habe, war das Arbeit in einer lokalen Betriebsstätte auf den Philippinen.


    Das hat schon alleine wegen des Vorrangs der Beschäftigung Einheimischer eine andere Brisanz und lässt sich meiner Meinung nach auch sonst nicht mit dem vorliegenden Szenario des TS vergleichen, der im stillen Kämmerlein alleine für eine deutsche Firma tätig ist. Selbst wenn dadurch eine Steuerpflicht auf den Philippinen begründet würde, was, soweit mir bekannt, ein Graubereich ist, ist es außerordentlich unwahrscheinlich, dass das BIR darauf aufmerksam wird. Wie oben schon geschrieben, gibt es Hunderttausende Einheimische, die dann steuerrechtlich auch belangt werden müssten.


    Unabhängig davon ist die aufenthaltsrechtliche Beurteilung. Aber auch hier ist die Arbeit ja nicht für Dritte wahrnehmbar, und damit wird mangels Kenntnis auch die Immigration daran keinen Anstoß nehmen können.


    Ist alles nicht ideal, nur wird es vermutlich keine saubere Lösung geben.

  • Wenn ich Deine Geschichte richtig in Erinnerung habe, war das Arbeit in einer lokalen Betriebsstätte auf den Philippinen.

    Bei mir lief alles ordnungsgemäß mit entsprechendem Visum. Aber ein Kumpel, der für uns Softwarelösungen erarbeitete und das "während" eines Touristenstatus bekam entsprechende Probleme

    :cheers Live is short, play it hard :cheers

  • Erst einmal danke an alle.

    So schnelle Antworten habe ich nicht erwartet 👍



    Problem: Ich bin dann in der Zeit mit Touristenvisum weder in Deutschland steuerlich gemeldet, noch auf den Philippinen, obwohl eine Steuerpflicht auf den PH gilt -> Steuerhinterziehung da ich keine TIN bekommen kann wegen illegaler Arbeit auf den PH.


    Auslandseinkünfte sind in den PH von der Steuer befreit. Es gilt das Territorialprinzip.

    Im Steuerrecht bedeutet das Territorialprinzip, dass ein Staat grundsätzlich Steuern auf Einkommen und Vermögen erhebt, die innerhalb seines Territoriums erwirtschaftet oder sich dort befinden.


    Soweit ich das richtig recherchiert habe ist das Gehalt deswegen nicht steuerfrei, weil die Wertschöpfung auf den Philippinen statt findet.


    Bin auch kein Experte und es wird wenige geben, die qualifiziert sind, diese Konstellation ganzheitlich zu bewerten. Daher nur einige Anmerkungen:

    • Mich wundert, dass Dein Arbeitgeber Dich mit einer Ansässigkeit auf den Philippinen als Angestellten weiterbeschäftigen kann. Ich kenne es in vergleichbaren Konstellationen nur so, dass dann die Beschäftigung formell als selbstständiger Freelancer weitergeführt wird, der Rechnungen stellt. Damit entfallen natürlich jegliche Arbeitnehmerrechte.
    • Du kannst auch als Tourist eine TIN-Nummer bekommen, sobald Du eine ACR-Karte hast. Als Erklärung kannst Du angeben, dass es für Banken in D und PH benötigt wird.
    • Ebenso solltest Du eine Residenzbescheinigung der Barangay bekommen.
    • Beides zusammen sollte als Beleg einer Ansässigkeit auf den Philippinen ausreichen.
    • Remote-Arbeit ist, soweit mir bekannt, ein Graubereich, i.d.S. ob ein Philippinenbezug gegeben ist und somit eine Steuerpflicht auf den Philippinen begründet wird. Davon sind aber auch Hunderttausende bis Millionen von Filipinos betroffen, die remote für ausländische Arbeitgeber/Kunden arbeiten. Niemand bei Verstand wird dieses Einkommen freiwillig versteuern.
    • Womit Du tatsächlich Probleme bekommen könntest, sind die Verlängerungen des Touristenvisums. Gerüchteweise funktioniert das zumindest bei einigen Immigrations nicht mehr unendlich ohne Nachfragen. Hier solltest Du natürlich verschweigen, dass Du remote arbeitest.
    • Eine saubere Lösung wirst Du ohne Heirat mit einer Einheimischen vermutlich nicht finden,

    1. Mein Arbeitgeber ist das alles ziemlich egal, hauptsache ich bleibe bei ihm.

    Freelancer-Modell ist kritisch, weil ich ausschließlich für meinen Arbeitgeber arbeite und auch nicht vor habe für mehrere zu arbeiten.

    Dann ist aus Deutschland der Vorwurf der Scheinselbstständigkeit im Raum, das gibt dann Ärger.

    Und ich weiß nicht ob die deutschen Behörden da raus sind, wenn ich auswandere.

    Da mich mein Arbeitgeber weiter beschäftigt mit Remote-Zusatzvereinbarung ist das soweit möglich.


    2. - 4. Das wusste ich so nicht. Das ändert aber nichts daran, dass ich dann zwar eine Steuernummer habe, aber trotzdem nicht arbeiten darf und durch die CRS bekommt das BIR das schnell mit, wenn ich es doch mache.


    5. Ist die Frage wie sehr die philippinischen Banken bei Einheimischen der Meldepflicht laut CRS nachkommen. Da stehen die Ausländer deutlich mehr unter Beobachtung denke ich.


    6. Ich sehe das Visum auch als Hauptpunkt.

    Wird wohl doch darauf hinauslaufen, dass ich entweder vorerst nach Malaysia auswandere als Alternativland, denn dort gibt es ein entsprechendes Visa bereits und dann später auf die Philippinen ziehe, wenn es mir in Malaysia doch nicht gefällt. Oder ich bleibe solange in Deutschland bis die Philippinen soweit sind.

    Oder ich mache eine Hybrid-Lösung und bleibe 183+ Tage in Deutschland (inkl. Steuer- und SV-Pflicht) und den Rest auf den Philippinen. Dann dürfte der Wohnsitz in DE ja auch klar gehen. Auch wenn man diesem Land dann noch Geld gibt, eine Zwischenlösung.


    Danke für deine Einschätzung


    Aus eigener Erfahrung mit Arbeit für einen ausländischen Arbeitgeber kann ich dir sagen, dass dir die BIR recht schnell Probleme bereiten wird und danach dann die Immi, bei der nächsten Visumverlängerung!

    Und dann hast du die Lampe an...also entweder mit richtigem Visum und entsprechender Steuernummer oder full risk....Wir haben damals einen unserer Leute verloren, wegen Visum

    Das habe ich mir schon gedacht, seitdem die Philippinen in dem CRS-Abkommen sind, ist nichts mehr mit verstecken.


    Ich sage es mal so: Ich kenne viele Ausländer die in Boracay leben und arbeiten. Die meisten davon irgendwie online. Alle 2 Monate müssen sie wieder auf der Immigration antraben. Bei jüngeren Ausländern werden dann die Fragen (zurecht) immer etwas strenger. Wie finanzierst du alles, hast du eine Partnerin etc etc....

    Man darf einfach nicht vergessen das es nicht erlaubt ist mit einem Touristen Visum zu arbeiten . 8-)

    Will man so leben? Das Problem ist ja, dass man dann irgendwann auf die Blacklist kommt und abgeschoben wird! Für mich wäre das nichts

    Genau das sehe ich auch so. Nur damit ich 1-2 Jahre früher in die Philippinen kann, setze ich nicht aufs Spiel auf die Blacklist zu kommen.

    Möchte schon sehr gerne auf die Philippinen.




    Da muss ich mal in mich gehen, was ich möchte.

    Danke Leute :)

  • Das Digital Nomad Visa kann unter Umständen noch dauern und ich möchte am besten nicht noch Monate bis Jahre darauf warten, bis die auf den Philippinen endlich mal das DNV einführen.

    Wenn ich das richtig verstanden/recherchiert habe dann gibt es das DNV bereits und wird auch bereits ausgestellt!


    PBBM allows issuance of DNVs to non-immigrant aliens

    “The DFA is hereby authorized to issue Digital Nomad Visas (DNVs) to non-immigrant foreigners who desire to enter and/or stay in the country for a temporary period for the purpose of working remotely using digital technologies, and whose clients or employers are situated outside the Philippines,” President Marcos said in the EO, which was signed on April 24, 2025.

    Quelle: https://pco.gov.ph/news_releas…-to-non-immigrant-aliens/


    In der Executive Order #86 steht auch drin dass das "ab jetzt gültig" ist!

    Quelle: https://www.officialgazette.go…utive-order-no-86-s-2025/


    Und laut dieser Webseite hier haben deutsche Staatsbürger auch ein Anrecht auf ein DNV da es dasselbe auch in .de für Filipinos gibt.


    Michael J ich würde vorschlagen schreib doch mal die phil. Botschaft oder das phil. Konsulat an mit der Bitte um ein Antragsformular - mehr als nein sagen können sie nicht... :D

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Nein, weil (...) es ein doppelter Graubereich ist, der seit Ewigkeiten existiert.

    Das macht ihn aber nicht weniger "grau" als er ohnehin schon ist... :floet


    Und genau deswegen hat man das DNV eingeführt!

    Aufgrund von f. wird ihm das als deutscher Staatsbürger nicht helfen. Insgesamt wird das Visum keine Bedeutung haben, weil es kaum Staaten geben wird, die DNV an philippinische Staatsangehörige vergeben.


    Ich sehe nicht, dass sich an dem Graubereich etwas geändert hat, auch weil in der Beschreibung der Intention des Gesetzgebers nichts von Legalisierung zuvor illegaler Arbeit steht. Stattdessen führt man Förderung digitaler Innovationen, von Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung auf.





    https://pco.gov.ph/wp-content/…04/20250424-EO-86-FRM.pdf

  • Aufgrund von f. wird ihm das als deutscher Staatsbürger nicht helfen. Insgesamt wird das Visum keine Bedeutung haben, weil es kaum Staaten geben wird, die DNV an philippinische Staatsangehörige vergeben.

    Warum sollte das nicht helfen?! :dontknow


    Natürlich gibt es Staaten die sowas anbieten, siehe der Link in meinem obigen Beitrag und hier noch ein weiterer:

    https://citizenremote.com/blog/digital-nomad-visa-countries/


    Da ist vor allem Deutschland mit in der Liste! :victory


    Ich sehe nicht, dass sich an dem Graubereich etwas geändert hat, auch weil in der Beschreibung der Intention des Gesetzgebers nichts von Legalisierung zuvor illegaler Arbeit steht.

    Grau bleibt grau, und wir beraten hier Leute nicht in die Richtung irgendwelche Gesetze zu "biegen".


    Genau diese remote worker haben mit dem DNV nun die Möglichkeit diese "Grauzone" zu verlassen und sich sowohl steuerlich als auch aufenthaltsrechtlich 100% legal im Land bewegen zu können anstatt irgendwas zu "verheimlichen" weil es "eh keiner sieht".


    Also was bitteschön soll daran schlecht sein?

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Vielleicht habe ich den TS MichaelJ falsch verstanden:


    Ich verstehe es so, dass Dich Dein Arbeitgeber fest mit Arbeitsvertrag angestellt hat und 100% Home Office vereinbart wurde. Dann halte ich es für am einfachsten, in Deutschland angemeldet zu bleiben. Du machst dann brav die Steuererklärung über Elster und freust Dich über die diversen Zückerchen für in Deutschland ansässige Steuerzahler (voller Grundfreibetrag, Ehegattensplitting). Deiner Gemeinde ist das auch egal, ob Du tatsächlich dort lebst, die freut sich über jeden Steuerzahler, der nie die Leistungen der Kommune in Anspruch nimmt.


    Wenn die Arbeit gemacht wird, und die Zeitverschiebung von +6/7 Stunden organisatorisch keine Probleme bereitet, sollte das gehen. Natürlich legt der Betrieb die Regeln fest, und kann verlangen, dass Du nur von Deutschland aus Home Office machen kannst. Der Betrieb kann auch die Home Office Regelung einkassieren, dafür braucht es aber eine Änderungskündigung. Du musst Dich natürlich an die deutschen Arbeitsgesetze halten (Zeiterfassung, 11 Stunden Pause, keine Sonntagsarbeit). Aber in der IT-Branche ist Papier geduldig. :D


    Du musst Dir auch im Klaren sein, dass Du auf den Philippinen nur geduldet bist und keinen Anspruch auf ewige Visaverlängerung hast.

  • Das hatte ich tatsächlich auch schon gelesen, aber nirgendswo eine Möglichkeit für die Beantragung gefunden. Daraufhin habe ich am 07.07.2025 die Botschaft in Berlin angeschrieben und als Antwort erhalten, dass es kein Digital Nomad Visa gibt und auch nicht abzusehen ist, wann dieses tatsächlich erscheint. Die haben sich sehr bedeckt gehalten, was auch dafür spricht, dass alles vom Status her weiter angesprießen wird, als es ist. Ich habe auch mit jemanden gesprochen, der seit 15 Jahren auf den Philippinen wohnt und er meinte auch, dass es dieses Visum schon seit einem Jahr geben soll und das auf den Philippinen die Bürokratie schlimmer und langsamer ist als in Deutschland (Das es sowas gibt).

    Ich weiß halt nicht wie ich das deuten soll und ob das alles wirklich so lange dauern wird, wie interpretiert.


    Ich habe mir auch deine verlinkten Bedingungen angesehen und bist du sicher, dass dies eine akzeptierte Variante eines DNV ist? Das ist ja nicht explizit ein DNV oder?



    Ich glaube du hast recht, Umsätze werden nicht gemeldet, nur Kontosalden. Aber die BIR wird sich doch sicherlich trotzdem wundern, warum ich im Wise die Philippinen als Steueransässigkeit angegeben habe. Ich zweifel daran, dass die sich denken "Achja, ein neuer Tourist legen wir mal zu der nicht existierenden Steuerakte ohne Steuernummer". So blöd und gleichgültig schätze ich die Behörden da nun auch wieder nicht ein.

    Ich verstehe nicht, wie die ganzen "Langzeit-Touristen" mit Wise dort ansässig sein können ohne eine Steuernummer zu beantragen und die BIR auf sich aufmerksam zu machen. Ich "kenne" da leider nur SRRV-Leute und die können mir das leider nicht beantworten.


    Ich bin gespannt, ob sich das DNV noch beantragen lässt bis ich plane nächstes jahr auszuwandern, sonst wird das wohl erst mal nichts nächstes Jahr. Ich sehe keine Methode die mich rechtlich sicher auf die Philippinen bringt.


    Und ob ich wie ALD beschrieben hat auswandern kann ohne ein böses erwachen zu haben muss ich erst einmal weiter prüfen :/





    edit*

    Ich habe gerade einen Einfall.

    Könnte man nicht 6 Monate mit Touristenvisum einreisen, dann eine ACR-I Card beantragen Zwecks Bankkontoeröffnung und dann die Steuer-ID und Wohnadresse auf den Philippinen bei Wise angeben? Dann ist Wise glücklich und die Philippinen bekommen die CRS-Meldung mit Kontosaldo aber ohne Umsätze und können nicht nachvollziehen ob ein Gehalt eingeht. Sie denken dann, dass sind Ersparnisse

    Klar das hebelt nicht das Touristenvisum und den Verlängerungsprozess aus.

  • Du hast mich da korrekt verstanden, wie mein Arbeitsverhältnis abläuft.


    Soweit ich mich korrekt informiert habe, ist genau das nicht erlaubt, da Deutschland irgendwann sagt, dass eine Scheinansässigkeit besteht und ich gar nicht in Deutschland wohne. Klar wo kein Kläger da kein Richter, aber wir kennen ja Deutschland. Ich glaube da kann es Ärger geben wenn das raus kommt. Ich wüsste nicht wie ich das ordentlich und sicher strukturieren könnte.


    Generell geht es mir ja nur um Übergangslösungen und wie wir bereits herausgefunden haben ist das auf den Philippinen für meine Situation echt schwer.

  • Das hatte ich tatsächlich auch schon gelesen, aber nirgendswo eine Möglichkeit für die Beantragung gefunden. Daraufhin habe ich am 07.07.2025 die Botschaft in Berlin angeschrieben und als Antwort erhalten, dass es kein Digital Nomad Visa gibt und auch nicht abzusehen ist, wann dieses tatsächlich erscheint.

    Okay, danke für das Update!

    Dann würde ich vorschlagen warte einfach noch ein paar Monate ab.


    Die EO#86 wurde erst am 24.4.2025 unterschrieben - das ist noch nicht lange her - und bis das zu allen Botschaften und anderen Aussendienststellen durchgedrungen ist dauert es nun mal... :floet


    Fakt ist, dass das DNV kommen wird bzw. gerade in der Implementierungsphase ist.

    Fakt ist auch, dass man als deutscher Staatsbürger ein Anrecht darauf hat bzw. haben wird.


    Dass das jetzt "noch Jahre dauern" wird glaube ich nicht, es ist bloß ein sehr hoher bürokratischer Aufwand das effektiv auszurollen.

    Ich denke bis Ende des Jahres sollte es aber in trockenen Tüchern, d.h. auch wirklich praktisch nutzbar sein. :pleased


    Vielleicht täusche ich mich auch, erfahrungsgemäß aber eher nicht. :dontknow


    Könnte man nicht 6 Monate mit Touristenvisum einreisen, dann eine ACR-I Card beantragen Zwecks Bankkontoeröffnung und dann die Steuer-ID und Wohnadresse auf den Philippinen bei Wise angeben? Dann ist Wise glücklich und die Philippinen bekommen die CRS-Meldung mit Kontosaldo aber ohne Umsätze und können nicht nachvollziehen ob ein Gehalt eingeht.

    Frag den BI-Officer deines Vertrauens ob du mit Touri-Visum hier arbeiten darfst oder nicht.



    Irgendwelche "Ratschläge" von wegen "da kann man sich doch auch mit Touri-Visum irgendwie vorbeitricksen" werden selbstverständlich gelöscht und werden in Zukunft auch Ahndungen nach sich ziehen wenn das nicht aufhört!

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Sorry, habe Deinen Beitrag oben nicht gesehen.


    Es gibt in D kein namentliches didital nomad visa. Am ehesten könnte man in dem Visum für Freiberufler so etwas sehen. Nur sind die Hürden dafür so hoch, dass man es kaum als Gegenstück der philippinischen Regelung betrachten kann. Der Freund einer Bekannten hat das vor einigen Jahren versucht, aber nach ca. zwei Jahren aufgegeben und einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt außerhalb von D gefunden.

    Abgesehen davon, dass alles ewig gedauert hat, war das Einkommen, das im Mittelpunkt stehen sollte, nie das Problem. Zunächst hat man den Studienabschluss angezweifelt, danach dessen Qualität. Auch verlangte man explizit einen beruflichen Deutschlandbezug, idealerweise in der Form von Kundenaufträgen. Das ist auch der Unterschied zu digital nomad visa, wo das gerade nicht erwünscht ist.


    Abgesehen davon verstehe ich nicht, wie Du darauf kommst, dass ich das negativ sehe. Positiv sehe ich die Bekräftigung: kein Philippinenbezug → keine Steuerpflicht.

    Ansonsten: Ja, für einen beschränkten Personenkreis gibt es nun definierte Rahmenbedingungen. Mehr aber auch nicht.

    Die philippinischen Behörden wissen, dass es diese zwei Graubereiche gibt, dass sich seit Ewigkeiten Unmengen von Ausländern darin bewegen und das Problem durch Digitalisierung und remote work zunimmt. Man hat die rechtliche Klärung dieser Lebensrealitäten aber gerade nicht als Intention aufgeführt und es wird in vielen Fällen neben der Gegenseitigkeit auch an der zeitlichen Begrenzung scheitern. Vermutlich ist es auch inhaltlich zu eng gefasst. Was ist mit Inhabern ausländischer Firmen, die administrative Aufgaben auf den Philippinen ausüben?


    Man wird sehen, wie sich das entwickelt.


    Das Leben ist voll mit rechtlichen Graubereichen und in diesem Kontext gibt es diese seit Ewigkeiten. In all den Jahren ist mir in Medien oder privat nicht begegnet, dass jmd. in einem vergleichbaren Szenario wie der TS Probleme damit bekommen hat. Es wird also zumindest geduldet.

    Damit meine ich nicht Geschäftstätigkeiten auf den Philippinen bzw. mit klarem Philippinenbezug, Arbeiten in lokalen Betriebsstätten, organisierte Strukturen (Pogos), etc. Das ist meine Einschätzung der Realität. Wie der TS damit umgeht, bleibt ihm überlassen. Ich kann sowohl verstehen, wenn man klarere Rahmenbedingungen möchte und sich deshalb anderweitig umschaut, als auch, dass man sich auf dieses Risiko einlässt.

  • edit*

    Ich habe gerade einen Einfall.

    Könnte man nicht 6 Monate mit Touristenvisum einreisen, dann eine ACR-I Card beantragen Zwecks Bankkontoeröffnung und dann die Steuer-ID und Wohnadresse auf den Philippinen bei Wise angeben? Dann ist Wise glücklich und die Philippinen bekommen die CRS-Meldung mit Kontosaldo aber ohne Umsätze und können nicht nachvollziehen ob ein Gehalt eingeht. Sie denken dann, dass sind Ersparnisse

    Klar das hebelt nicht das Touristenvisum und den Verlängerungsprozess aus.

    Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstehe: Eine TIN-Nummer löst keine Steuerpflicht aus, oder macht das BIR auf Dich aufmerksam. Man benötigt die Nummer für diverse Rechtsgeschäfte und sie dient häufig nur der Statistik. Beim Autokauf wird man z. B. auch danach gefragt.


    Du kannst Dich auch auf der Online-Plattform des BIR ORUS umschauen.


    https://www.bir.gov.ph/eServices

  • Es gibt in D kein namentliches didital nomad visa. Am ehesten könnte man in dem Visum für Freiberufler so etwas sehen. Nur sind die Hürden dafür so hoch, dass man es kaum als Gegenstück der philippinischen Regelung betrachten kann. Der Freund einer Bekannten hat das vor einigen Jahren versucht, aber nach ca. zwei Jahren aufgegeben und einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt außerhalb von D gefunden.

    Genau, das "Freiberufler"-Visum!


    Wie schwer das zu bekommen ist oder nicht ist meines persönlichen Ermessens(!) egal - es existiert und somit ist Germany eligible für das phil. DNV.


    Man hat die rechtliche Klärung dieser Lebensrealitäten aber gerade nicht als Intention aufgeführt

    Müssen sie das?! :dontknow


    Was ist mit Inhabern ausländischer Firmen, die administrative Aufgaben auf den Philippinen ausüben?

    Administrative Aufgaben wie z.B. Meetings oder Vertragsverhandlungen sind durch das 9a-Visum abgedeckt.

    Nicht aber produktive Arbeit mit der Geld generiert wird.


    In all den Jahren ist mir in Medien oder privat nicht begegnet, dass jmd. in einem vergleichbaren Szenario wie der TS Probleme damit bekommen hat. Es wird also zumindest geduldet.

    Gerade weiter oben im Beitrag #9 wurde von unserem Handyman berichtet wie sowas sehr wohl schnell zu Problemen führen kann.


    Liest du die Beiträge der anderen eigentlich?!? :dontknow

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun