Die PH Wirtschaft wächst ..

  • Naja, ich sehe das eher nüchtern. Ich meine schon, dass die Wirtschaft auf den Philippinen wächst, einerseits durch das rasante Bevölkerungswachstum, andererseits sieht man generell, dass sich die Wirtschaft in den letzten Jahren positiv weiterentwickelt hat.


    Ob die Philippinen damit den anderen asiatischen Staaten davonziehen, da bin ich skeptisch. Die anderen Staaten schlafen auch nicht, und gegen Chinas wirtschaftliche Entwicklungen sieht aktuell ohnehin die ganz Welt zurückgeblieben aus.


    Bin seit kurzem investiert via ETF Spar Plan:

    LU0592215403

    Viel tut sich da nicht, außer ein paar Schwankungen.

    Quelle: https://www.justetf.com/at/etf…le.html?isin=LU0592215403

    Die philippinischen wirtschaftlichen Entwicklungen scheinen sich bislang nicht in Börsenkursen niederzuschlagen.

  • Auf Skyscrapercity kann man grob nachsehen, was so in den philippinischen Städten gebaut wird und das ist zum Teil einiges. Schon in den kleineren Städten geht was ab. Früher gab es dort häufig nur ein Public Market (Palenke). Jetzt gibt es Supermärkte bis hin zu kleineren Einkaufszentren. Auch die Spitäler wurden qualitativ besser. Auch Convenient Stores wie 7/11 findet man auch in kleineren Ortschaften. Auch mehr Autohändler findet man in den Städten, was schon recht viel aussagt.

  • Auf Skyscrapercity kann man grob nachsehen, was so in den philippinischen Städten gebaut wird und das ist zum Teil einiges. Schon in den kleineren Städten geht was ab. Früher gab es dort häufig nur ein Public Market (Palenke). Jetzt gibt es Supermärkte bis hin zu kleineren Einkaufszentren. Auch die Spitäler wurden qualitativ besser. Auch Convenient Stores wie 7/11 findet man auch in kleineren Ortschaften. Auch mehr Autohändler findet man in den Städten, was schon recht viel aussagt.


    Was bringt dir der Bauboom wenn das ganze nicht nachhaltig ist und keine richtige Wertschoepfung stattfindet?

  • Wer baut schon was und verkauft dann hinterher zu wenig?


    Verkauft wird ohne Ende..... Jedoch auch ohne Wertschoepfung. Somit wird das gekaufte ueber das Ausland finanziert oder eben voelligst auf Kredite zurueckgegriffen.


    Ich denke, grössere Business können schon durchaus vernünftig vor kalkulieren.

    Du meinst die Bauunternehmen und Banken die den reichsten Familien gehoeren?! Die koennen sicherlich kalkulieren. Bauen Miniwohnungen in miesester Qualitaet und verlangen dafuer zum Teil Quadratmeterpreise wie wir sie hier in Europa kennen. Da bekommt gefuehlt jeder Depp einen Kredit und jeder oversea traeumt davon solch ein Mist zu besitzen.
    Jetzt erklaere mir dann aber bitte den langfristigen Mehrwert und wo die Wertschoepfung geblieben ist.

  • Ich sehe da auch ein Problem vor allem beim Bau dieser Wohnsilos.

    In einigen Ecken von MNL ganz schlimm, mit zu wenig Parkplätzen - o.k., man kann auch mit dem Jeepney im Stau stehen - die

    Infrastruktur reicht hinten und vorne nicht aus ( Wasser, Strom, Abwasser etc. ).

    Diese Schnapsidee hatten wir in den 60er und 70er Jahren schon in D, jetzt sind das die sozialen Brennpunkte.

    Die chinesischen Geisterstädte sind auch ein Beispiel dafür.

  • Wer baut schon was und verkauft dann hinterher zu wenig? Ich denke, grössere Business können schon durchaus vernünftig vor kalkulieren.

    In China war man auch der Meinung, dass das "grössere Business" vernünftig kalkulieren könnte.


    https://www.businessinsider.de…tiefpunkt-in-diesem-jahr/


    Auch die Immobilienentwickler auf den Philippinen arbeiten mit fast 100% Fremdkapital und das erhöht die Risikobereitschaft extrem - was auch ganz gewaltig nach hinten losgehen kann.


    Einfach Wohn - und Geschäftstürme hochziehen - ohne die entsprechende Infrastruktur in nicht 1A Lagen ist nicht die beste Idee.

  • Auf Skyscrapercity kann man grob nachsehen, was so in den philippinischen Städten gebaut wird und das ist zum Teil einiges. Schon in den kleineren Städten geht was ab. Früher gab es dort häufig nur ein Public Market (Palenke). Jetzt gibt es Supermärkte bis hin zu kleineren Einkaufszentren. Auch die Spitäler wurden qualitativ besser. Auch Convenient Stores wie 7/11 findet man auch in kleineren Ortschaften. Auch mehr Autohändler findet man in den Städten, was schon recht viel aussagt.


    Was bringt dir der Bauboom wenn das ganze nicht nachhaltig ist und keine richtige Wertschoepfung stattfindet?

    Die Philippinische Wirtschaft ist sehr viel differenzierter als du sie hier mit deinen einfachen Floskeln darzustellen versuchst. Und wer nicht sieht, daß sich in den letzten Jahren/ Jahrzehnten vieles doch gewaltig verbessert hat ist wohl auf beiden Augen blind.

  • Nur mal als Beispiel Bayawan City (NegOr). Im Jahr 2000 war da ausser dem Palenke, ein abgeranztes Spital und wenige Restaurants und wenige Hotels nichts. Jahr 2023: 1 Shopping Mall, 2 bis 4 neue Supermärkte, 2 neue Spitäler, mehrere neue Hotels und Restaurants usw. Es soll angeblich ein Sport-Komplex im Bau sein.

  • Ich halte die beiden Videos des TS für sehr interessant, insbesondere das erste! :thumb


    Selbstverständlich bezieht sich die phil. Wirtschaft nicht nur auf "Geisterbauten" oder irgendwelche Immobilienspekulationen, das ist doch nur eine von vielen Facetten...


    Dinge wie Strassenbau, Brückenbau, Flughafenbau fallen auch mir persönlich in den letzten Jahren positiv auf, nicht zu vergessen die wachsende Infrastruktur.


    Malerisch gesprochen: wo früher ein abgebranntes Reisfeld war steht jetzt eine Mall oder zumindest ein 7/11 oder eine Feuerwehrstation, etc. pp.


    Zumindest hat es sich aus meiner Perspektive in den letzten 10-15 Jahren in diese Richtung entwickelt.


    Sehr interessant finde ich im Video die beiden Aspekte "Digital Knowledge" (das erinnert mich sehr stark an das DNV-Visa von dem wir es ja unlängst anderswo hatten) :pleased, und auch die Förderung von Gasen und Ölen auf welche die Phils offenbar Zugriff haben :dontknow!


    Die GDP-Zahlen sind zwar sehr interessant, aber auf Zukunftsprognosen lasse ich mich nur eher ungern ein, also bin ich ebenfalls skeptisch. :Augenbraue


    Vom "persönlichen Leben im Land" her kann ich aber attestieren dass die Philippinen heute 2025 schon ganz anders aussehen als irgendwann Ende der 00er-Jahre! :pleased

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • I


    Auch die Immobilienentwickler auf den Philippinen arbeiten mit fast 100% Fremdkapital und das erhöht die Risikobereitschaft extrem - was auch ganz gewaltig nach hinten losgehen kann.


    Einfach Wohn - und Geschäftstürme hochziehen - ohne die entsprechende Infrastruktur in nicht 1A Lagen ist nicht die beste Idee.

    Wie kommst Du darauf? Quellen?


    Gruss

    Das Leben ist schön.....geniesse es!

  • Malerisch gesprochen: wo früher ein abgebranntes Reisfeld war steht jetzt eine Mall oder zumindest ein 7/11 oder eine Feuerwehrstation, etc. pp.

    Ich würde - auch bildlich gesprochen - eher sagen: Wo vor 30 Jahren Wald war, sind jetzt ein Reisfelder. Wo damals Reisfelder waren, stehen jetzt Bauernhäuser. Wo damals Bauernhäuser standen, stehen jetzt dicht gedrängt Townhouses. Wo früher Townhouses standen, stehen jetzt Malls und Condos.


    Die Wohnqualität hat sich verbessert, aber gleichzeitig hat sich der Platzverbrauch durch die Bevölkerungsexplosion vervielfacht.


    Das ist zwar eine Art von Wachstum, aber wirklich sinnvoll ist das nicht. Besser wäre, wenn man mit einer konstanten Bevölkerungszahl arbeitet. Nicht mehr, sondern lediglich besser sollte es werden. Denn sonst wird es irgendwann knapp mit Wald und Feldern.

  • letzten Jahren/ Jahrzehnten vieles doch gewaltig verbessert hat ist wohl auf beiden Augen blind.


    Im Jahr 1990 gab es 62 Millionen Einwohner und heute gibt es ca. 116 Millionen. Das es nun von alles mehr gibt wie Infrastruktur malls etc ist zum grossen Teil der Bevoelkerungsentwicklung geschuldet.

    Ein weiterer grosser Einfluss haben die ofw's die dann im grossen Stil all die Condo's kaufen und eben die ganzen Auslaender die auch immer mehr werden.


    Das ganze spiegelt sich dann auch in den groessten Unternehmen des Landes wieder. Von den Top 14 Unternehmen sind allein 5 in Mall's und Condo's investiert. Hinzu kommen 3 Grossbanken die das ganze finanzieren. Danach kommt dann nicht mehr viel.... die typischen nationalen Internetanbieter und dann kommt dann schon Jollibee. Da gibt es dann nur ein Unternehmen was heraus sticht und das ist ICT was an 2. Stelle ist. Hier handelt es sich um ein Terminalunternehmen und lebt von den ganzen Importgeschaeft um die Malls zu fuellen!
    Die Treiber in der Wirtschaft sind ganz klar BPO was langfristig leider unter die Raeder kommen wird dank AI. Dennoch baut man den Sektor massiv aus. Der 2. grosse Treiber ist Bau und Infrastuktur. Auch das geht nicht ins unendliche. Man hat jetzt schon zum Teil einen Ueberschuss an Condo's und aeltere verkaufen sich schlecht da die Bausubstanz Mist ist.

    Summa summarum nix was mich jetzt vom Hocker reisst und auch nix was dieses Land nachhaltig verbessern wird.

  • Also ich habe auch das Gefuehl das viele Businesses hier absolut nicht rechnen koennen, oder viel zu optimistisch an ihre Projekte rangehen.


    Ich meine das zumindest in Mindanao gerne an Malls zu erkennen, hier im Suedwesten haben wir einige Malls, aber ein Grossteil von denen sieht etwa aus wie Friedhoefe. Koronadal zum Beispiel hat 4, von denen 1 meist recht voll ist, 1 geht so halbwegs scheinbar und 2 sind meistens wie leergefegt. Wenn man dort in den "Department Store" geht sind fast immer mehr Mitarbeiter da drin als Kunden.


    Und der Mayor meint wohl dass Robinson und SM jetzt auch noch hier bauen wollen, wo der Markt scheinbar nur fuer 1,5 Malls ausreicht.

    Gut, vielleicht wollen die den existenten das Wasser abgraben aber so richtig Sinn macht es wohl nicht.



    Oder im kleineren: Hier im Dorf gibt es einige Commercial Buildings, so lange Gebaeude mit einem Shop neben dem anderen, wie ne Mini Strip-Mall, und da gibt es einige die von der Gemeinde gebaut wurden und sehr guenstig vermietet werden, aber auch andere die in privater Hand sind. Und die in privater Hand, statt jetzt ihre Mietpreise zu senken um mit der Gemeinde konkurrieren zu koennen, schmollen lieber und bestehen darauf dass sie "ihren Preis" haben wollen, und am Ende stehen alle 8 Shops leer oder manchmal ist von 8 einer oder maximal 2 vermietet.


    Die Idee dass sie vielleicht den Preis halbieren und dadurch die Bude nahezu voll kriegen und damit mehr verdienen scheint sich nicht wirklich durchzusetzen. OK, das sind jetzt keine "Businesses" sondern nur irgendwelche Leute, aber diese Denke scheint mir schon sehr verbreitet.


    Ganz abgesehen von "Farms" und "Resorts" die darauf beharren dass der Preis fuer ein Zimmer die Nacht z.B. fixe 4000 Peso sind, aber wenn man dann mal dort übernachtet feststellt dass man die einzigen Personen im gesamten Resort ist und der Rest absolut leer ist.

  • Die Idee dass sie vielleicht den Preis halbieren und dadurch die Bude nahezu voll kriegen und damit mehr verdienen scheint sich nicht wirklich durchzusetzen. OK, das sind jetzt keine "Businesses" sondern nur irgendwelche Leute, aber diese Denke scheint mir schon sehr verbreitet.

    O ja, diese " Denke " ist Teil der philippinischen Mentalität. Preise werden gerne mal beschlossen, nicht kalkuliert.

  • Wobei diese "Denke" sich immer mehr auch in allen anderen Ländern sichtbar wird. Leere Innenstädte überall wegen zu hohen Mietpreisen.

    Nein. Hier gehen die Geschaefte dicht auf Grund des Online Handels und der geringen Einkommen. Sehr selten auf Grund der Mieten.

  • Wobei diese "Denke" sich immer mehr auch in allen anderen Ländern sichtbar wird. Leere Innenstädte überall wegen zu hohen Mietpreisen.

    Nein. Hier gehen die Geschaefte dicht auf Grund des Online Handels und der geringen Einkommen. Sehr selten auf Grund der Mieten.

    Die Miete hat sehr wohl einen Einfluss auf das Ladeneinkommen. Wenn der grosse Teil des Ladeneinkommens an die Ladenmiete abgeht, dann lohnt es sich nicht mehr, zu Geschäften. Darum verschieben sich immer mehr Geschäfte ins Internet, weil nur ein Lager viel billiger ist als ein Laden samt Lager.