Aufenthalt im philippinischen Krankenhaus - Erfahrungsberichte

  • Hi,

    ihr könnte mal so die eine oder andere Geschichte erzählen wie es euch so ergangen ist wenn der Schuh gesundheitlich mal gedrückt hat.


    Ich war vor 2 Wochen im RMC Pasig wegen Scheißerei in der Notaufnahme wose mir 9K abnehmen wollten. Luise hat das geklärt. 2800php haben wir bezahlt.

    3 Leute hats gebraucht um mir nen Zugang zu legen mit entsprechenden fails des Personals ( Arm - Nadelkissen). Die Schwester hats zum Glück beim zweiten mal geschafft mir Blut abzunehmen.

    Resultat: 10h etwa 700ml Ringerlösung geschluckt über Vene was eigentlich nur 1-2h dauern sollte... ( Schlechter Zugang).

    Empfehlung zur stationären Aufnahme wegen erhöhten weißen Blutzellen -> In ein paar Tagen könnte mal ein Zimmer frei werden...

    Das Personal tat was es kann... war aber gnadenlos unterbesetzt. Die Leute lagen, saßen und standen überall. Völlig überfüllt. Manche schienen schon nen Tag dagewesen zu sein....


    Wir sind dann ins Medical City in Pasig.

    ER war ganz ok. 5h verbracht. Zugang sofort gelegt. Alles kein Stress und alles verlief Reibungslos außer das die Diazepam mit Omeprazol mixen wollten.

    Stationäre Aufnahme empfohlen wegen zu hohem Kreatinin - E-GFR bei 84%. Alles unkritisch. Ich wurde aufgenommen obwohl es nach deutschen Standard keine Indikation gab.


    Einzelzimmer mit automatischen Klima und ca. 70" Flatscreen, Sitzecke, Kühlschrank für 4300php/Nacht als Local ( 6500php als Langnase)

    3 Mahlzeiten am Tag + einmal Snack zur Kaffeezeit ( Bihunsuppe) - Essen war für Krankenhausessen ok. 58K wobei ca. die häfte ER - also Labor war. Doktor wird extra berechnet. 5K (Locals price).


    Nach Hause wollte man uns so richtig auch nicht lassen. Absprache zu Mittag mit den Dok. Wir sehen uns Abends und entscheiden ob wir bleiben. Dok war nicht da obwohl wir 3x die Nurse bescheid gegeben haben. Wollten dann morgens früh los da wir bis 9 Uhr hätten auschecken müssen. Wäre möglich gewesen wenn man uns nicht noch ne Infusion angedreht hätte. Wir waren um 8Uhr Gehfertig und warteten auf das Go vom Dok das aber erst nach der Infusion kam. Somit berechnete man uns 4300php für nen Extratag.


    Rechnung mal genauer angeschaut. Positionen tauchen auf die man gar nicht genossen hat ( Omeprazol hatte man 5x berechnet wurde von mir aber mehrfach abgelehnt [ und in der Anamnese stand Diazepam drin]). Es wurden mehrere Flexülen berechnet obwohl nur eine Flexüle genutzt wurde. Weitere Positionen... ... unter anderen GI Panel für 32K das wir aber abgelehnt hatten ( wurde extra das Protokoll aus der ER angefordert). Schlussendlich wärens über 100K gewesen wenn man zu alles ja und amen gesagt hätte. Es wurden zum Glück nur 58K. Zwischendurch wollte man noch EKG machen und Thorax Röntgen. Is wohl wie aufm Basar.


    Die Abrechnung:

    Ich bin bei der Barmenia privat Auslandsreisekrankenversichert. Die nützt mir da gar nix. Also muss ich das Krankenhaus selbst bezahlen und kann es mir später von der Kasse zurückholen. Cash geht mal mit 10 oder 20K. Aber keine 60K wie im Falle Medical City in Pasig. Abrechnung ist dort sinnvoll mit akkreditierten Krankenversicherungen wo es wohl aber nur 1-2 in die Akkreditierung geschafft haben ( Barmenia ist nicht dabei). Ansonsten hatte ich mich in The Medical City in Pasig gut aufgehoben gefühlt. Es ging alles schnell und sie wussten was sie taten mit Ausnahme Medikamenteninteraktionen.


    Im deutschen Krankenhaus hätte es ein Labor gegeben + Ringerlösung und Elektrolyte, mit ein Rezept für Antibiotika und die Nummer wäre mit etwa 200-300€ rum gewesen.


    Nun rund 2 Wochen später...

  • Einstichstelle hat sich entzündet. Thrombus hat sich entwickelt. Für mich fühlbar. Für Tita ( pensionierter Krankenschwester [ die auch in Saudi Arabien und USA gearbeitet hat und die Radiologie in Saudi Arabien unter sich hatte]) nicht fühlbar. 2 Ärzte fühlten und meinten is nix... ... Also rund 10 Tage Ibu genommen als milden Blutverdünner und antientzündliches Medikament + Heparinsalbe um den Thrombus aufzulösen. Erfolglos. Vorgestern dann der Entschluss, weils nicht besser wurde und ein Flug anberaumt war, dass ich mich lieber mal durchchecken lasse. Duplex Venenscan war die Tagesaufgabe. Wie der Tag so ablief:


    10Uhr losgefahren mitter Taxe.

    11Uhr The Medicalcity Quezon - Doctor konnte keinen Trombus fühlen und meinte Venenentzündung. Hat mir aber Antibiotika und Schmerzmittel verschrieben - 500php


    Wir waren damit nicht zufrieden. Tagesaufgabe war nicht erfüllt. Ich wollte ein Duplexscan meiner Vene.


    14:25 Uhr Echolab Quezon - Duplex nicht verfügbar

    16:30 Uhr Medical City Quezon laboratory - Duplex nur nach Termin in einigen Tagen

    17 Uhr Capitol Medical Center Quezon - Duplex nur nach Termin, frühstens morgen... aber eher unwahrscheinlich

    17:45 Uhr St. Lukes Quezon Vascularsection - Duplex (30K) nur mit Termin - vielleicht gehts schneller wenn man über die Notaufnahme reinkommt aber Auswertung erst nach 1-2 Tagen

    18 Uhr St. Lukes Quezon Notaufnahme - Voll und keine Garantie für sofortigen Duplex

    19 Uhr zurück St. Lukes Quezon Vascularsection - mit denen kurz gesprochen. Duplex light for free ( 3min) -> Thrombus bestätigt ... Fullscan unmöglich da die 20Uhr dicht machen

    20 Uhr Medical City in Pasig in der Notaufnahme - Nur Gesülze und kein Duplex verfügbar 2700php

    22Uhr Hemme - Kofferpacken

    0Uhr Richtung Ninoy.

    2:45Uhr Flug nach Puerto Princesa:


    5Uhr ACE Medical Center in Puerto Princesa in der Notaufnahme - Konnten nix machen aber haben Termin im nächsten Krankenhaus organisiert für sofortigen Duplex -> 1500php

    10Uhr Adventis Hospital Puerto Princesa - Duplex wurde nach einer Stunde gemacht mit sofortiger Auswertung und Überweisung zum Kardiologe. Duplex 7700php + 2000php Kardiologe

    14Uhr Apotheke Blutverdünner 25 Tabletten 2000php

    17:30Uhr Hotelzimmer/Bungalow in Mecaje - richtig peacefull hier...


    Man stelle sich vor es wäre eine tiefe Venenthrombose oder der Thrombus wäre nahe einer tiefen Vene gewesen. Das weis man erst mit Duplex. Dennoch hat kein Arzt vom fliegen abgeraten obwohl die nicht wissen konnten ob es ernst werden könnte oder nicht. Klinische Anzeichen gibt es keine. Es zeigt außerdem dass die Doks teilweise kein Plan haben. Wenn ich als Vollhonk den Thrombus mit meinen Finger fühlen kann dann muss das der Arzt auch können.


    Es zeigt auch, dass wenn man nötige Untersuchungen braucht, das man nicht unbedingt immer sofort eine bekommt auch wenn es die renommiertesten Kliniken in den Philis sind. Im echten Notfall mit Ambulance kommt der Traffic noch dazu...


    Mir gehts aktuell ganz gut und ich hatte heute morgen meine erste Tablette Blutverdünner und darf das erstmal 4 Wochen nehmen. Dann erneuter Scan und Evaluierung der Situation.


    Was habt ihr so erlebt?

  • knuddlz

    „Blutverdünner“ sind im Volksmund eine Bezeichnung für gerinnungshemmende Medikamente, die das Blut nicht flüssiger machen, sondern die Bildung von gefährlichen Gerinnseln verhindern. Sie werden zur Vorbeugung von Schlaganfällen, Herzinfarkten und Thrombosen eingesetzt. Fachsprachlich unterscheidet man zwischen Antikoagulanzien (z.B. Marcumar, NOAKs) und Thrombozytenaggregationshemmern (z.B. ASS).

    Die Längs- und Querverkettung lasse ich auch außen vor. Bei einigen Zeitgenossen wirk z. B. ASS nicht.


    Zu der Behandlung lasse ich mich nicht aus. Gute Besserung.

    „In unserem Land ist die Lüge nicht nur zu einer moralischen Kategorie geworden, sondern zu einem Grundpfeiler des Staates.“ (Alexander Issajewitsch Solschenizyn)

  • Miks


    "ASS" Acetylsalycilsäure, ja auch auch bekannt unter dem Markennamen "Aspirin" der Firma Bayer. Wenn man ASS/Aspirin in einer als Schmerzmittel typischen Dosierung (z.B. 500 mg) nimmt, kann die "blutverdünnende" Wirkung schon recht erheblich sein - was viele Zeitgenossen gar nicht wissen (Du weist das natürlich).


    knuddlz


    Dass es Probleme gibt in einem mittleren bis größeren Krankenhaus zeitnah eine Duplex-Sonographie/Ultraschall durchzuführen, wundert mich jetzt eigentlich, weil ich da - auch innerhalb meiner kleinen Charity - andere Erfahrungen gemacht habe. Zudem sind 7,7k PHP für die Duplex Untersuchung einer Arm-Vene - darum ging es ja nach meinem Verständnis relativ teuer aber vielleicht kam da ja noch ein "Langnasenzuschlag" hinzu (gibt es ja leider nach wie vor hier und da auf den Phils). Auf jeden Fall weiterhin gute Besserung!

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • Die haben den Scan in Vene und Aterie gemacht. Also reiner Venenscan kost de hälfte.

    Und im St. Lukes 30k - per Preisliste die jeder Patient einsehen kann.


    Danke schön. ... Blutverdünner... Eliquis. 2x 5mg.

  • Danke für die detaillierte Geschichte. Ich fand das sehr interessant. Am Ende muss man sich um alles selbst kümmern. Aber es ist nicht so verschieden von deutschen Verhältnissen, dort ist der Kassenpatient auch auf sich selbst angewiesen. Am besten, wie in deinem Fall, kann man dem Arzt gleich sagen was erforderlich ist. Wer dieses Wissen nicht hat, ist oft verloren. Auch in Deutschland.

  • Die haben den Scan in Vene und Aterie gemacht. Also reiner Venenscan kost de hälfte.

    Und im St. Lukes 30k - per Preisliste die jeder Patient einsehen kann.


    Danke schön. ... Blutverdünner... Eliquis. 2x 5mg.

    Ok, wenn sie zwei Gefäße untersucht haben, kommt es in einen normaleren Bereich.


    Und dass es auf den Philippinen Krankenhäuser gibt, wo alles mal ganz easy das sprichwörtlich "Doppelte und Dreifache" kostet ist auch klar.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • Danke für die detaillierte Geschichte. Ich fand das sehr interessant. Am Ende muss man sich um alles selbst kümmern. Aber es ist nicht so verschieden von deutschen Verhältnissen, dort ist der Kassenpatient auch auf sich selbst angewiesen. Am besten, wie in deinem Fall, kann man dem Arzt gleich sagen was erforderlich ist. Wer dieses Wissen nicht hat, ist oft verloren. Auch in Deutschland.

    Einer unserer Member ist gerade in Buntland im Spital. Was der so schildert bestätigt mich insofern das Buntland vollig vor die Hunde geht. Ich bin ja Selbstzahler, da wittert die KH Verwaltung sofort Mehrwert.


    Bei meinem letzen Eingriff 2024 habe ich mir mit Grab die Speisen kommen lassen. Und als das Pflegepersonal den Geruch nicht mehr ertragen konnte gabs es 5 pizzen von Unica fürs Personal. Ich wurde vorbildlich versorgt 😅

    „In unserem Land ist die Lüge nicht nur zu einer moralischen Kategorie geworden, sondern zu einem Grundpfeiler des Staates.“ (Alexander Issajewitsch Solschenizyn)

  • Ich habe im Medical City Pasig von März 2020 bis Nov. 2020 mehr Zeit verbracht als in meiner Wohnung. Das war die Zeit der Krebsbehandlung meiner Frau, meine Frau war allerdings nie stationär dort. Das Medical City kann schon mit einem Krankenhaus in Deutschland mithalten, ist perfekt aus ausgestattet, die CT Geräte sind von Siemens, selbst die Fahrstühle in dem Krankenhaus sind von Schindler. Das Alles muss man halt bezahlen, daher ist das Medical City schon teurer als das RMC in Pasig, ich habe das RMC einmal gesehen, das gleicht eher einem Schlachthof als einem Krankenhaus. Ich habe meine Umhängetasche immer voll mit Geld gehabt, es ist schon öfters vorgekommen das ich am Tag 100K bis 200k zahlen musste, insgesamt hat die Behandlung ja 2,7 Mio Peso gekostet, davon hat die PhilHealth ca. 500k bezahlt. Ich kann das Medical City empfehlen.

  • Berni 2


    Medical City Pasig it natürlich schon eine Hausnummer, was ja auch die von Dir genannten Kosten belegen.


    Der ganz grpße Teil dr Philippinen kann sich dies - wie wir alle wissen - nicht einmal ansatzweise leisten. So ist das halt leider.


    Und eine ernsthafte Erkrankung kann eine Familie mit normalem inkommen dennoch wirtschaftlich ruinieren.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • Siquijor: Lebensmittelvergiftung wurde vom dortigen Arzt überraschend gut behandelt, obwohl der umgerechnet nur CHF 5.- pro Behandlung kostete. Mehr mühsam war, als ich danach ein Arztzeugnis für die ausgefallene Woche haben wollte. Mehrmals anlaufen, bis das klappte.


    Schwiegermutter hatte einen Schlaganfall und wurde im Ormoc Doctors erstaunlich gut behandelt. Die war danach wieder fit.

  • In den südostasiatischen Ländern kommt es immer mal wieder zu Infektionen durch Parasiten und Bakterien, egal, wie man aufpasst.

    Deswegen habe ich immer Tinidazol und Norfloxacin für den Notfall dabei. Beide sind verschreibungspflichtig, in einigen Ländern bekommt man sie aber auch über den Counter..


    In jedem Fall spart man sich dann diese ganze Tortur mit den gewinnorientierten Krankenhäusern. Vorsorge schützt die Nerven!

  • Bezahlen können is das eine... wollen das andere...

    Auch hier stellt sich mir die Frage warum eine Behandlung im the Medical City in Pasig,

    1. Teurer als in Deutschland ist in einen Niedriglohnland ähm dritte Welt Staat

    2. viele teuren Untersuchungen anbietet die man gar nicht braucht was im Falle eines wirklich desolaten Patienten gegen Treu und glauben verstößt.


    Die Philippinen bleiben für mich schlicht und ergreifend gierig. Das merke ich hier auch in Maceja - Palawan.

    Zum Frühstück gibts Scrambled Eggs + Brot und keine Wurscht dazu.

    Bestellt ich den selben Krempel mit Reis gibts nen kleines Würschtchen dazu.

    Warum?


    Diese Politik kann und will ich nicht verstehen. Ist mir auch egal. Kanns eh nicht ändern.

    Bestellt man Bezahlware sieht die Nummer anders aus. Die Ribs gestern Abend waren jeden Pesos wert.

  • Im St. Lukes kostet nen Duplex 30K. -> ~450€. In Deutschland etwa 300€.

    GI Panel im the Medical City Pasig um die 460€. In Deutschland um 300-400€.


    Arztrechnung als Langnase eigentlich 150€ im the Medicalcity ohne Untersuchung mit 2 Gespräche je 3 Minuten.

    Kostet in DE auch deutlich weniger. Mag sein das gewisse Positionen hier günstiger sind. Aber eben nicht alle.


    Kommt auch drauf an wo man hier unterkommt... Duplex geht beispielsweise deutlich günstiger als die 30K.

    Wie gesagt hätte ich in DE all ink deutlich weniger bezahlt.

  • Bezahlen können is das eine... wollen das andere...

    Auch hier stellt sich mir die Frage warum eine Behandlung im the Medical City in Pasig,

    1. Teurer als in Deutschland ist in einen Niedriglohnland ähm dritte Welt Staat

    2. viele teuren Untersuchungen anbietet die man gar nicht braucht was im Falle eines wirklich desolaten Patienten gegen Treu und glauben verstößt.

    Dieser Vergleich der Preise für medizinische Behandlungen in den einzelnen Ländern bringt überhaupt nix. Ist meiner Meinung nach auch nicht zulässig, da die Länder ja nicht in Konkurrenz zueinander stehen und die jeweiligen Gesundheitssysteme völlig unterschiedlich aufgebaut sind.


    Du vergleichst gerade das beitrags- und steuerfinanzierte Deutsche Gesundheitssystem, in dem eine Pflicht zur Krankenversicherung besteht, mit einem rudimentärem System auf den Philippinen, wo es allenfalls darum geht die Bevölkerung auf den 7.000 Inseln mehr recht als schlecht mit dem Nötigsten zu versorgen.


    Ich halte diesen Vergleich für nicht zulässig. Wenn Du schon vergleichen willst, dan vergleiche Korea, Hongkong, Dubai, Australien oder Singapore mit Deutschland. Das sind Länder mit vergleichbaren Voraussetzungen.


    Auf den Philippinen kannst Du mit viel Glück und viel Geld im Notfall vernünftig behandelt werden. In Deutschland ist das System auf dem Weg nach unten mit steigender Geschwindigkeit. Immer weniger Leistungen für immer höhere Beiträge, lange Wartezeiten für einen Termin, Personalprobleme usw..


    Die Frage ist doch, was ist politisch gewollt. Das durch Lobbyismus gezeichnete Deutsche System hat sich in den letzten sehr positiv für die Pharmaindustrie entwickelt, und sehr negativ für den Patienten. In den Philippinen ist der Einsatz der Regierung für eine gute medizinische Versorgung aller in diesem Land lebenden Menschen ungefähr genauso hoch, wie der Einsatz für einen funktionierenden Tourismus.

    Ich will jetzt nicht sagen er geht gegen Null, aber auf der Prioritätenliste stehen beide Themen sehr weit unten.


    Eine medizinische Versorgung und Behandlung, bei der das Wohl des Patienten im Mittelpunkt steht gibt es im beiden Ländern nicht (mehr) . In Deutschland hat sich in den letzten ca. 15 Jahren alles negativ verändert, und auf den Philippinen hat es das nie gegeben. Ein Anrecht auf Behandlung, das in Deutschland zunehmend eingeschränkt wird, gibt es auf den Philippinen schlicht und ergreifend nicht. Und ist auch nicht gewollt.


    Und jetzt kommst Du und monierst, daß ein Duplex auf den Phillipinen etwas teurer ist, als in Deutschland.


    Sei froh, daß Du eins bekommen hast. Freu Dich, daß es Dir besser geht. Aber for fukc sake erspare Dir selbst diese Vergleiche. Bringt außer Frust gar nix.

  • erster besuch beim neuen kardiologen im asian hospital. der arzt hoert ab und spricht mit meiner (aerztin)tocher die mich mit meiner frau begleitete. in wenigen sekunden sass ich im rollstuhl und nach ein paar minuten war ich in der notaufnahme (gegen 15 uhr) umgeben von einigen aerzten und schwestern. palpitation. einige untersuchungen und der vorschlag, "einweisung ins hospital", womit ich nicht einverstanden war. aerztegespraech mit meiner tochter danach weitere untersuchungen bis ca 22 uhr. auch mein kardio zeigte sich. meine tochter musste unterschreiben das ich auf eigenen wunsch entlassen wurde. spaeter erfuhr ich das all die untersuchungen die nach der einweisung haetten stattfinden sollen in der notaufnahme gemacht wurden auf veranlassung meiner tochter. wie auch immer, moeglichst sofort herzschrittmacher.

    vorbereitungsuntersuchungen und einweisung ins asian hospital gegen (freitag)abend mit geringer verspatung aufs zimmer dafuer ein room upgrade auf apartment.. danach im 30min. takt die vorbereitungsuntersuchungen. labor usw arbeiten 24 std. operation morgens 8 uhr. 7.30 h abholung durch den narkose arzt und sanitaeter. im op wartete der chirug in sekunden war ich "weg". als ich aufwachte spuerte ich noch druck in der linken schulter dann zurueck aufs zimmer. wo frau und tochter warteten. blutdruck/puls (heartbeat) wurden permanent gemessen und live an die nurse station uebermittelt wo dies ueberwacht wurde. am naechsten tag noch weitere untersuchungen wo noch was gefunden wurde, was dann spaeter in ordnung gebracht wurde. am dritten tag entlassung nach einigen diskussionen. die betreung durch mehrere aerzte u. staff war sehr gut. der ablauf in hospital war effizient, professionell u. freundlich, also vorbildlich. selbst das essen war laut meiner frau gut. auf dem tablett lag ein zettel "german" u. es gaben jeden tag kartoffeln usw. die rechung war einige seiten lang, detailliert u. ebenfalls vorbildlich. im anschluss nachbehandlung und die maschine funktioniert gut. die rechnung wurde von meiner dt krankenkasse einige tage nach einreichung bezahlt. einige der in diesem faden gemachten einlassungen verstehe ich nicht.

    wer mit den nachteilen leben kann, kann die vorteile geniessen.

  • Auf den Philippinen kannst Du mit viel Glück und viel Geld im Notfall vernünftig behandelt werden. In Deutschland ist das System auf dem Weg nach unten mit steigender Geschwindigkeit. Immer weniger Leistungen für immer höhere Beiträge, lange Wartezeiten für einen Termin, Personalprobleme usw..

    Ein sehr interessantes Topic das sehr gut angefangen hat, sich nun aber leider abermals in ewiges Rumgejammer des TS darüber zu verwandeln scheint, wie "teuer die Philippinen doch sind".

    :weia



    Mich persönlich würde zu dieser Thematik vor allem folgendes interessieren:


    -> was ist wo wie und vor allem wie schnell möglich? (Vergleiche durch Erfahrungsberichte)

    -> welche Wege sind im Ernstfall zu gehen und in welcher Reihenfolge; welche Vorab-Vorbereitungen sollte man vielleicht am besten treffen?

    -> wie laufen LKH-Aufenthalte auf den Philippinen chronologisch ab? (Erfahrungsberichte)

    -> welche Kosten übernimmt im Nachhinein welche Versicherung und welche nicht?


    Sowohl als Expat als auch als Tourist muss man sich natürlich darüber im Klaren sein, dass medizinische Versorgung hierzulande erstmal eines bedeutet: Kosten, sprich "cold hard cash".


    Wie hoch diese Kosten je nach Leistung/Behandlung sind, gilt es selbstverständlich auch zu diskutieren/vergleichen! :pleased

    Allerdings Vergleiche innerhalb der Philippinen!


    Jedenfalls geht es schonwieder absolut am Thema vorbei sich darüber aufzuregen dass etwas auf den Phils 100 EUR mehr kostet als in DACH...


    Wenn's wirklich ernst ist, dann ist (zumindest mir persönlich) der Preis erstmal egal, den kann ich ohnehin nicht ändern (wenn doch, wie!? -> Erfahrungsberichte ;)), da kann man rumjammern soviel man will. :peinlich


    Das "Bashing" wird ab jetzt ausnahmslos eingestellt, sonst stelle ich es ein.

    Und dein Frühstück mit Brot und Wurscht sowie deine Ribs beim Abendessen haben wohl - wiedermal - absolut nix mit dem Thema zu tun, oder?!? :halt



    Also:

    Qualität statt Quantität bitte; jede Erfahrung die hier von den anderen geteilt wird kann Gold wert sein! :pleased

    :hi

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Wohl dem, der eine Ärztin zur Tochter hat, die ihn im Krankenhaus begleitet.


    Gut zu hören, daß alles so gut geklappt hat. Wünsche Dir noch viele Jahre mit der "Maschine".

  • +++

    Korea, Hongkong, Dubai, Australien oder Singapore mit Deutschland.

    +++

    in korea u. insbesondere in singapore ist es aus eigener erfahrung besser.

    wer mit den nachteilen leben kann, kann die vorteile geniessen.