Aufenthalt im philippinischen Krankenhaus - Erfahrungsberichte

  • Du vergleichst gerade das beitrags- und steuerfinanzierte Deutsche Gesundheitssystem, in dem eine Pflicht zur Krankenversicherung besteht, mit einem rudimentärem System auf den Philippinen, wo es allenfalls darum geht die Bevölkerung auf den 7.000 Inseln mehr recht als schlecht mit dem Nötigsten zu versorgen.


    Ich halte diesen Vergleich für nicht zulässig. Wenn Du schon vergleichen willst, dan vergleiche Korea, Hongkong, Dubai, Australien oder Singapore mit Deutschland. Das sind Länder mit vergleichbaren Voraussetzungen.


    So richtig ist das nicht. Viele Krankenhäuser sollen komplett sein. Das hat von staatlicher Seite aus in den Philis nichts zu tun.

    Sowohl das deutsche Krankenhaus als auch das philippinische Krankenhaus ( beide Privat) müssen wirtschaftlich arbeiten.

    Es ist nunmal Fakt das Medikamente und Personalkosten hier nurn Bruchteil von dem kosten was man in Deutschland löhnt.


    Und The Medical City in Pasig hätte Tita 16K/month bezahlt. Das is nix... In Saudi Arabien hat sie mehrere Tausend Dollar verdient und war in leitender Position. Trotzdem geht es im privaten Krankenhaus wie St. Lukes für 30 Riesen und in Puerto Princesa für nicht mal 8 Riesen.


    Sowas ist hochunnormal. Der Golf kostet in DE auch nicht das dreifache oder doppelte wie hier. Der Golf kostet inner Provinz auch nicht nurn Drittel von dem wasser in Manila kostet. Die Preise werden hier gemacht wieses wollen. Eine fundamentale Begründung warum das so ist gibt es meiner Meinung nach nicht außer jene das sich ne Handvoll Leute ne ordentliche Mark eintüten.


    Ich mein is mir egal. Aber bedeutet nicht dass ich das schön finden muss und das ich das nicht ansprechen darf. Ich bin auch dafür das gewisse Dinge Geld kosten dürfen. Aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen.

  • +++++++

    -> was ist wo wie und vor allem wie schnell möglich? (Vergleiche durch Erfahrungsberichte)

    -> welche Wege sind im Ernstfall zu gehen und in welcher Reihenfolge; welche Vorab-Vorbereitungen sollte man vielleicht am besten treffen?

    -> wie laufen LKH-Aufenthalte auf den Philippinen chronologisch ab? (Erfahrungsberichte)

    -> welche Kosten übernimmt im Nachhinein welche Versicherung und welche nicht?

    +++++

    ich glaube nicht das man diese fragen wirklich korrekt beantworten kann. die medizinische versorgung auf den philippinen ist doch sehr sehr unterschiedlich. waehrend es in manila einige (welt)klasse spitaeler (st.luks, makati med, asian hospital u. a.) u. aerzte gibt, sieht es in der provinz u. auch in teilen grossraum manila doch z.t. sehr schlecht aus.

    wer mit den nachteilen leben kann, kann die vorteile geniessen.

  • die medizinische versorgung auf den philippinen ist doch sehr sehr unterschiedlich.

    Ja natürlich, drum sind eben Erfahrungsberichte gefragt um Vergleiche aufstellen zu können!


    Und das beantwortet - zumindest oberflächlich - auch diese Frage/Aussage:

    Und The Medical City in Pasig hätte Tita 16K/month bezahlt. Das is nix... (...) Trotzdem geht es im privaten Krankenhaus wie St. Lukes für 30 Riesen und in Puerto Princesa für nicht mal 8 Riesen.

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Ich war bisher nur einmal auf den Philippinen im Krankenhaus.


    Kurz vor Weihnachten sind wir für ein paar Tage nach Dumaguete gefahren um einzukaufen und ein paar Bekannte zu treffen. Für die Mobilität vor Ort hatten wir einen Scooter gemietet.


    Mit dem Ding fuhren wir abends ca. 23 Uhr zurück ins Hotel. Ich fuhr nicht schnell, vielleicht 30, als auf der rechten Straßenseite ein Hund auftauchte, der auf die andere Seite wollte. Ich bremste, und wollte ihn passieren lassen und kam dabei fast zum Stillstand. Der Hund lief vor mir bis zur Straßenmitte, dreht um, sprang mich an, und verbiß sich in meine linke Wade. Es gelang mir nur zögerlich ihn abzuschütteln, da ich ja auf dem Scooter saß und mein rechtes Bein nicht benutzen konnte.


    Warum der Hund mich biß kann ich nicht sagen. Eine solche Situation hatte ich schon unzählige Male. Ich bremse immer, der Hund läuft rüber, ich fahre weiter. Dieses Mal nicht.


    Wir führen sofort ins Siliman Hospital. Die Notaufnahme war recht voll. Als wir endlich dran kamen, wurden die Wunden gereinigt und man wollte mir über einen Zeitraum von 4 Wochen Spritzen gegen Tetanus und Tollwut geben.


    Kostenpunkt etwa 25.000 Peso. Gleichzeitig teilte man mir mit, daß die selbe Behandlung nur etwa 5.000 Peso kosten würde, wenn sie mir einen Befund ausstellen und ich damit ins Animal Bite Center Dumaguete gehen würde.


    https://www.facebook.com/share/1C9wb1PK9k/


    Der Besuch im Siliman dauerte etwa 4 Stunden. Für das Reinigen der Wunde und 2 Spritzen habe ich um die 3.000 Peso gezahlt.


    Am nächsten Tag ins Animal Bite Center. Sehr kleine Klinik, aber alles machte einen sehr sauberen und gut organisierten Eindruck. Es waren keinen anderen Patienten da.


    Ich überreichte den Befund, die Wunden wurden vom Arzt bl etrachtet, ich bekam mehrere Spritzen direkt in die Wunden und 3 Termine für weitere Spritzen in den nächsten 3 Wochen.


    Die Schmerzen und die Schwellungen waren nach 2 Tagen weg.


    Während im Siliman Hospital alles sehr lange dauerte, kann auch daran gelegen haben, daß es Samstag Nacht war, ging in der Animal Bite Clinic alles sehr schnell. Keiner der insgesamt 4 Termine dauerte länger als 30 Minuten. Bezahlen mußte ich nur die Medikamente. Die Behandlung war, aufgrund des Schreibens vom Siliman, umsonst.


    Ich würde wieder bremsen wenn ein Hund über die Straße will, und ich würde wieder in diese Clinic gehen.

  • Ich weiß nicht ob ich es hier schonmal gepostet habe. Vor ca. 10 Jahren hatte ich ja einen Schlaganfall, da wohnten wir in Antipolo City in unserem Haus, meine Frau hat das sofort erkannt und ist zum Nachbar ( Pinoy) rübergerannt. Der stand innerhalb 2 Minuten vor unserem Haus, er ist wie ein Verrückter ins Krankenhaus gefahren, das nur etwa 4 km entfernt war, es ist das Antipolo Doctors Hospital, ein kleines aber feines Krankenhaus. Meine Frau und ich waren dort schon öfters wenn wir uns beim Arzt abchecken ließen. Ich war innerhalb 10 Minuten im Hospital.

    Die junge Ärztin die an diesem Abend Dienst hatte hat hervorragend reagiert, sie checkte ab was für ein Schlaganfall es ist und begann sofort mit der Behandlung. Später kam dann noch der Chefarzt und Inhaber des Hospitals. Ich lag 3 Tage in dem Hospital, dann konnte ich schon entlassen werden und war wieder zu 80% hergestellt, konnte wieder sprechen und mich bewegen. Die restlichen 18% waren innerhalb eines Jahres wieder da und 2% sind bis heute geblieben.

    Ich war sehr zufrieden mit diesem Hospital, für die Behandlung habe ich 150k bezahlt, ich musste auch nicht sofort bezahlen, das kam aber daher weil wir in dem Hospital bekannt waren und kannten auch den Inhaber des Hospitals, der in einer Subdivision neben unserer wohnte. Für Notfälle und kleinere Dinge war das Hospital sehr gut. Eine schwierige Herzoperation oder Krebsbehandlung dafür waren sie nicht ausgerüstet.

    Ich habe auf den Philippinen mit Krankenhäuser oder Ärzte fast nur positive Erfahrungen gemacht. Auch meine Zahnärztin war super.

  • level4

    Changed the title of the thread from “Geschichten ausm Krankenhaus - die man gehört haben sollte” to “Aufenthalt im philippinischen Krankenhaus - Erfahrungsberichte”.
  • Phillemann


    Die Philippinen sind ja Hochrisikogebiet, wenn es um Tollwut geht. Gleichwohl ist die Gefahr etwa im Straßenverkehr zu Tode zu kommen natürlich um ein vielfaches höher. Übertragungsweg ist i.d.R. ein Tierbiss (Katze oder Hund), weshalb es auch relativ Flächendeckend "Animal bite center" gibt, bei denen man sich dann seine "post exposure" shots abholen kann (ist halt häufig recht zeitintensiv).


    Das ganz wäre nicht so dringend, wenn es eine flächendeckende Schutzimpfung gäbe und die Viecher geimpft wären, wovon man bei Straßenkötern und streunenden Katzen regelmäßig nicht ausgehen kann.


    Zudem ist die Postexpositionsimpfung ja relativ zeitkritisch, was für die Filipinos häufig zu Problemen führt, gerade wenn man vergleichsweise ungebildet und wenig mobil ist - ich kenne das aus meiner kleinen Charity. Hinzu kommt - was auch bei anderen Gesundheitsfragen ein Problem sein kann, dass viele ärmere Filipinos ja keinen wirklichen Zugang zum Internet haben, sondern allenfalls zu FaceBook. Zwar gibt es auch dort Informationen aber es ist eben doch ein selektiver Blick auf das Internet. Die mangelnden Englischkenntnisse können auch ein Problem sein.


    Ich habe häufig die Situation (nicht nur bei Tollwut), dass ich binnen weniger Minuten herausfinden kann, wo die Menschen in Ihrer Nähe bei einem bestimmten Problem möglichst günstig Hilfe bekommen können. Es geht also nicht nur ums Geld, sondern zunächst auch um die Information. Umgekehrt kostet auch im eigentlich kostenfreihen öffentlichen Krankenhaus am Ende des Tages trotzdem Geld, was sich viele nicht leisten können, und sei es nur für Medikamente. Ich habe heute gerade einen Fall eines kleinen Mädchens mit einer Infektionskrankheit und die Medikamente, die der Doktor aufgeschrieben hat kosten 1180,- PHP, die sich die Familie nicht leisten kann (dass es in öffentlichen Krankenhäusern auch Medikamente umsonst gibt, ist abgesehen von Bagatellmedikamenten, zumeist reine Theorie.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • Berni 2


    Das mit dem "sofort bezahlen" (oder nicht) ist nach wie vor ein riesen Problem. Ich würde mal behaupten, dass jeden Tag auf den Philippinen noch hunderte Mensche auf dem Gang bzw. Wartebereich eines Krankenhauses verrecken, weil sie das "Downpayment" nicht bezahlen können und bei der Entlassung werden - obgleich eigentlich rechtswidrig - die Menschen (bei steigender Rechnung aufgrund des längeren Aufenthalts) als "Geiseln" genommen werden bis die Rechnung bezahlt wird.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


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  • Haben wir andere Erfahrungen gemacht.

    Mehrfach. Auch ohne voll bezahlte Rechnung konnte man mit den entsprechenden Papieren gehen ( ohne Krankenversicherung)

  • Der Hund, der mich gebissen hat, war mit Sicherheit krank. Völlig verwahrlost, verfilztes Fell, rote Augen.


    Die Impfungen zogen sich bei mir über knapp 4 Wochen hin. Beim ersten Besuch im Animal Bite Center wurden mir die weitere 3 Termine gegeben, und ich bekam einen Tag vor jedem Termin eine SMS als Erinnerung. Vorbildlich.


    Bei jedem der Termine würde vor der Verabreichung der Spritzen Fieber und Blutdruck gemessen.


    Am Abend im Siliman Krankenhaus war es recht voll, aber bei allen 4 Terminen im Animal Bite Center war ich fast oder ganz allein und war dementsprechend ruck zuck fertig.


    Ich wußte bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, daß es diese Animal Bite Kliniken gibt. Und viele Philippinos wissen das wohl auch nicht. Sonst müßte da viel mehr los sein. Teuer fand ich es auch nicht. Die Behandlung ist frei, die Medikamente kauft man direkt in der Klinik.


    Mir wurde erklärt, daß diese Klinken gegründet wurden, um gerade für die ärmere Bevölkerung eine Lösung zu haben und msit bei Tierbissen nicht die ohnehin überlasteten öffentlichen Krankenhäuser noch weiter zu belasten.


    Als Teil eines Seuchenbekämpfungsprogramms will man sowohl die ärmere Bevölkerung ermutigen sich behandeln zu lassen, und gleichzeitig die Seuchen versuchen einzudämmen.


    Bei meinem ersten Termin mußte ich auch angeben, wo und wann das genau passiert ist, wie der Hund aussah und so weiter. Man sagte mir, der entsprechende Barangay wird informiert und hat dann Maßnahmen zu ergreifen. Ich wurde weiterhin aufgefordert mich selbst auch noch an den Barangay Captn zu wenden und Bericht zu erstatten.


    Insgesamt fühlte ich mich sehr gut behandelt. Angefangen im Siliman Krankenhaus, die mir die Überweisung gaben, anstatt abzukassieren bis hin zu der Betreuung und Behandlung in der Animal Bite Klinik. Ein wirklich schönes Projekt.

  • Tollwut ist eine fast immer tödlich verlaufende Viruserkrankung, die das Nervensystem von Säugetieren und Menschen befällt. Die Übertragung erfolgt meist durch Bisswunden infizierter Tiere. Einzige Rettung nach Kontakt ist die umgehende, meist präventive, Impfung. Ein ausgebrochener Tollwutfall ist nicht heilbar.


    Tollwut ist weltweit verbreitet, mit dem höchsten Risiko (über 90% der Fälle) in weiten Teilen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Besonders betroffen sind Indien, Thailand, Indonesien (Bali), Philippinen, Vietnam, Ägypten und Südafrika. Viele europäische Länder sowie Australien, Japan und Teile Kanadas/der USA gelten als frei von terrestrischer Tollwut.


    Ich persönlich mache mich sofort vom Acker wenn ich in diesen Ländern Ausländer sehe die an diesen Tieren rum fingern.

    Im November habe ich bei Hua Hin eine Touristen gesehen die oben auf dem Felsen die Affen kraulte. Meister Eder hat immer gesagt: "es muss auch blöde geben 😃"

    „In unserem Land ist die Lüge nicht nur zu einer moralischen Kategorie geworden, sondern zu einem Grundpfeiler des Staates.“ (Alexander Issajewitsch Solschenizyn)

  • Im Frühjahr 2019 hatte ich einen medizinischen Notfall, den ich damals hier im Forum beschrieben habe:


    Hinsichtlich der medizinischen Versorgung in provinzieller Umgebung ist aus meiner Sicht grundsätzlich darauf hinzuweisen, dass man akzeptieren muss, dass trotz Vorhandensein guter Ärzte, nicht immer alles zum Besten bestellt ist. Vielfach sind die Spitäler als Belegarzt-Spitäler organisiert. da kann es durchaus vorkommen, dass bei einem Notfall nicht sichergestellt ist, dass ein Arzt oder ein Spezialist in tunlicher Frist auch wirklich aufgeboten werden kann.


    Nachfolgend kurz zusammengefasst, wie es bei mir abgelaufen ist, als Verdacht auf eine Streifung/leichter Schlaganfall und/oder Probleme mit dem Herzen abzuklären waren, wobei erschwerend dazu kam, dass mein Arzt landesabwesend war.


    Im Emergency Room im Panay Health in Kalibo, dem neuesten Spital hier, waren nette Krankenschwestern und/oder eine Ärztin da, schienen aber mehr oder weniger "hilflos", da ich "auf eigenen Beinen" und nicht mit der Ambulanz ankam. Im ER kriegt man bestenfalls Sauerstoff und eine IV. Weder eine EKG-Maschine noch ein Defribilator scheinen dort vorhanden zu sein.



    Ein Echokardiogram war nicht zu erhalten, da die Maschine niemand richtig bedienen konnte. Drei Tage später war es dann in einem anderen Spital (St. Gabriel) möglich. *



    Ein Stress-EKG konnte nicht vorgenommen werden, da mein Arzt an einem Kongress landesabwesend war und nur er und ein zweiter anderer Arzt diesen Test durchführen können. Dieser konnte sich der Sache dann drei Tage später annehmen.



    Ein weiterer Test, der nötig gewesen wäre, wird nur von einem Arzt durchgeführt, der einmal pro Woche aus dem 170km entfrernten Iloilo angereist kommt. Dummerweise war dies während Ostern, daher erschien er für drei Wochen nicht, dann war 1. Mai, dann tauchte er auch nicht auf. Nach fünf Wochen war dann auch dieser Test gemacht.



    Für die ganze Provinz gibt es nur eine Neurologin, welche noch für die Regierung arbeitet und daher nur sporadisch in ihrer Praxis zu finden ist. Wenn sie dann mal da ist, dann warten 50-60 Patienten darauf, gesehen zu werden. Man kann sich vorstellen, wie viel Zeit sie sich nehmen kann, um eine Diagnose zu erstellen......



    In den Grossstädten ist es um die Gesundheitsvorsorge sicher besser bis gut bestellt. Die Situation in der Provinz dürfte es sich weitgehend wie oben beschrieben oder ähnlich darstellen.



    Da ich kurz nach meinen gesundheitlichen Turbulenzen in die Schweiz reiste, konnte ich dort die nötigen Abklärungen machen. Glücklicherweise ist alles wieder i.B "im Butter":D.



    *) aktuelle Anmerkung: Die junge Angestellte, welche das Echokardiogramm vornehmen sollte, "fand" mein Herz nach vielem Pröbeln nicht. "Sorry Sir, maybe you come tomorrow, then we shall try again". Also anderntags wieder angereist, um einen zweiten Versuch zu starten. Die selbe Angestellte hatte erneut kein Glück und fand mein Herz nicht :mauer (herzlose Person, die ich bin :D). "Maybe you go and get a refund and go to another hospital, maybe they can help". Sie konnten.......:thumb



    Es kommt also ein weiteres Element ins va-banque Spiel. Selbst wenn man gut versichert ist, besteht keine Garantie, dass man hier drastische Notfälle auch gut behandelt bekommt, je nachdem, wo man sich niedergelassen hat. Es ist durchaus von Vorteil, wenn ein solcher Notfall in DACH und nicht hier passiert :(. Aus meiner Sicht soll einem dies aber nicht daran hindern, nach den PI's auszuwandern und das Leben hier geniessen. Man muss sich aber der Situation bewusst sein und akzeptieren, wie es ist.


    Mich hat es aber dazu bewogen, in meinem Alter, den Lebensmittelpunkt wieder in die Schweiz zu verschieben und nur noch ferienhalber auf die Inseln zu kommen. Das hat den Vorteil, dass wir wieder krankenversichert sind. Vorher war ich Selbstversicherer, wie

    hier in meinem Beitrag von 2019 beschreiben,


    Das Risiko in der Lotterie ist damit insofern auf die 5-6 Monate im Jahr reduziert, wenn wir uns in Makato aufhalten. Die Situation in der Region Kalibo hat sich in der Zwischenzeit wesentlich in verbessert. Ein neues Spital, das Asia Pacific Medical Center, hat den Betrieb aufgenommen. Bekannte, welche sich behandeln lassen mussten, haben sich sehr positiv über die Qualität der Dienstleistungen geäussert.


    images.jpeg

    Bild ex Facebook


    Makato45

  • Danke für Deine Erläuterungen.


    Ich habe das in dieser Deutlichkeit nicht gewußt.

  • Makato45 ,

    deshalb habe ich hier mal geschrieben, wenn Jemand auswandert schon älter ist und noch gesundheitliche Probleme hat, für den kommt eine kleine Insel oder die Provinz nicht mehr in Frage.

  • Miks


    Aufgrund der von Dir eindringlich geschilderten Gefährlichkeit einer Infektion, bin ich nach wie vor ein Freund der Tollwutprophylaxe aka Tollwutgrundimmunisierung.


    Da Tollwut in Europa praktisch alls ausgerottet gilt, wird das zwar nur bei Reisen in Risikogebiete und vorhersehbarem Kontakt mit potentiellen Überträgern empfohlen aber wie der hier gerade diskutierte Fall zeigt, betrifft das im Grund jeden, der sich auf den Philippinen frei bewegt.


    Die Grundimmunisierung erfolgt nach konservativem Schema durch drei Einzelimpfungen innerhalb eines Monats. Zumindest einige Krankenkassen übernehmen die Kosten als "Reiseschutzimpfung".

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • Ich wußte bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, daß es diese Animal Bite Kliniken gibt. Und viele Philippinos wissen das wohl auch nicht. Sonst müßte da viel mehr los sein. Teuer fand ich es auch nicht. Die Behandlung ist frei, die Medikamente kauft man direkt in der Klinik.

    Vielleicht denken die Leute, ein "Animal Bite Center" sei dazu da um sich da drin von einem Tier beissen zu lassen!? :dontknow:D


    Spass beiseite...



    Ich war auch mal in dieser Situation; damals hatte mich mein eigener Hund beim zu dollen Spielen etwas tiefer gezwickt, war natürlich keine Absicht und ich war mir auch ziemlich sicher dass das Tier gesund ist, allerdings ist Vorsicht besser als Nachsicht.


    Somit meinte meine Frau "ab zur Tollwut-Impfung!"

    -

    "Okay, let's go..."


    Ich war damals noch absolutes Greenhorn auf den Phils und dachte wir fahren jetzt in ein Krankenhaus oder zu einem Arzt (also die Kreditkarte eingepackt ;)).


    Jedoch nein, mir wurde folgendes erklärt:

    "Es gibt das Animal Bite Center, da kann man sich gratis impfen lassen. Das ist zwar eigentlich nicht für Touris gedacht sondern für Filipinos, aber da die Mama (meine Schwiegermutter, Anm.) im Barangay arbeitet geht das schon irgendwie..."


    Es war dann ganz gleich wie von dir beschrieben:

    die Behandlung war gratis, das Serum kostete ein paar hundert Pesos, 3 Impfungen im Abstand von jeweils ein paar Tagen - alles tiptop! :thumb



    Frage an dieser Stelle:

    ist das wirklich so dass das Animal Bite Center nur für Filipinos ist und Touris quasi "abgewiesen" werden/würden? :dontknow:denken


    Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, allerdings: wer weiss schon wie welche LGU das handhabt... :dontknow



    P.S.: auch den Hund haben wir dann danach impfen lassen - das war allerdings nicht gratis, sondern ganz normale Tierarzt-Rechnung natürlich... :)

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • ist das wirklich so dass das Animal Bite Center nur für Filipinos ist und Touris quasi "abgewiesen" werden/würden?

    Kann ich für Davao nicht bestätigen. Ich wurde vor einigen Jahren von einen Hund in unserem Hause leicht an der Ferse mit den Zähnen gestreift.


    Sicherheitshalber ging dann eine Verwandte mit mir in ein Animal Bite Center (allerdings kostete es etwas, vielleicht weil es nicht an einer Barangay angeschlossen war?). Ich erhielt 3 Spritzen im wöchtentlichen Turnus und dann eine Impfbescheinigung. Die Kosten weiß ich jetzt nicht mehr genau. Aber auch egal, so viel war es nicht und die Rechnung hat letztendlich meine Auslandskrankenversicherung übernommen.

  • In den südostasiatischen Ländern kommt es immer mal wieder zu Infektionen durch Parasiten und Bakterien, egal, wie man aufpasst.

    Deswegen habe ich immer Tinidazol und Norfloxacin für den Notfall dabei. Beide sind verschreibungspflichtig, in einigen Ländern bekommt man sie aber auch über den Counter..


    In jedem Fall spart man sich dann diese ganze Tortur mit den gewinnorientierten Krankenhäusern. Vorsorge schützt die Nerven!

    Wogegen sind denn die beiden Medikamente hilfreich ?

  • Auf Sirgao wurde ich einmal von einem Resorts Köter gebissen, im Meer. Leider gab es damals kein Center dort und auch der Resorts Besitzer lamentierte herrum sein Hund sei gesund usw. Wegen der Witterung fuhr auch keine Autofähre und wir konnten den Wagen da nicht zurück lassen. Es war eine Scheiß Situation. Gott der gerechte hat später bei einem Taifun den Laden eingeebnet.


    Früher war ich oft mit den Kindern auf Camiguin, die insel galt immer als Tollwut frei. Ob es noch so ist weiß vielleicht followyou

    „In unserem Land ist die Lüge nicht nur zu einer moralischen Kategorie geworden, sondern zu einem Grundpfeiler des Staates.“ (Alexander Issajewitsch Solschenizyn)

  • Frage an dieser Stelle:

    ist das wirklich so dass das Animal Bite Center nur für Filipinos ist und Touris quasi "abgewiesen" werden/würden? :dontknow:denken

    Kann Ich mir nicht vorstellen.


    Ich würde ja ausdrücklich vom Siliman auf diese Klinik hingewiesen und dort hingeschickt. Während der gesamten Behandlung war es nie ein Thema, und ich habe auch für den Impfstoff den ganz normalen Preis bezahlt. Die Behandlung war komplett umsonst.

  • Vor ein paar Jahren musste ich übers Wochenende ins Krankenhaus. Freitags OP, Montags entlassen. Ich war im DeLaSalle in Dasmarinas City, Cavite. Weder die ärztliche Verorgung, enigeschlossen die Krankenschwestern, noch Unterbringung, Essen und nicht zu vergessen die Bezahlung gaben mir Anlass zur Kritik. Ich fühlte mich gut aufgehoben und prima versorgt.

    Der Service war in meinen Augen rundum perfekt.


    Da ich geraume Zeit zuvor in einem deutschen Krankenhaus, gleicher Zeitraum übers Wochenende, behandelt werden musste, muss ich sagen, das DeLaSalle schug in allen Bereichen das deutsche Krankenhaus um Längen.

    Wohlgemerkt, das sind meine persönlichen Erfahrungen

    :334: ich bin süchtig, kann nicht anderst, muss wieder hin .......
    ..... bin angekommen 8-)


    so langsam bin ich zu alt um andern Menschen Honig um den Mund zu schmieren


    Ich bin nicht woke, nicht identitär, gendere nicht und halte auch nichts von Cancel Culture

    Vielmehr wurde ich erzogen, bin aufgewachsen und lebe in der festen Überzeugung, dass alle Menschen gleich sind,

    also was soll der Quatsch