Overstay ca 18 Jahre, welche Vorgehensweise und Inhaftierung zu 100%?

  • Ja, das habe ich ihnen auch gesagt, aber selbst davor haben sie Angst das sie gemeldet werden. Auch wenn die Botschaft sie nicht melden sollte, besteht die Furcht das wenn sie neue Pässe beantragen irgendwo jemand das trotzdem gemeldet bekommt und sie auffliegen.

    Das macht die DBM nicht ... keinesfalls! Und ich wüsste auch nicht, wer (von deutscher Seite) das sonst melden sollte.

    Sie möchten gerne versuchen zu fragen ob sie die doppelte Staatsbürgerschaft bekommen können, aber das wird vermutlich nicht rückwirkend anerkannt werden, oder?


    Wie bereits mehrfach erwähnt: wenn die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt noch die philippinische Staatsangehörigkeit hatte, dann sollte die beiden auch die philippinische Staatsangehörigkeit von Geburt an haben . Als Dokumente sollte beigebracht werden: Geburtsurkunde von allen Beteiligten und die Einbürgerungsurkunde der Mutter. daraus sollte hervorgehen, dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft erst nach der Geburt der beiden erhalten hat.


    Falls also ein philipp. Pass ausgestellt werden kann , sollte es auch keinen Overstay gegeben haben. (wobei man hier auch juristisch argumentieren könnte, dass ein phil. Pass gar nicht nötig ist, da sie die ph. Staatsangehörigkeit per Geburt erlangt haben. Aber als Nachweis macht sich der Pass eben besser).



    Falls die philippinische Staatsangehörigkeit nicht nachzuweisen ist, wird man am Besuch der immigration nicht vorbei kommen, um eine exit clearance zu beantragen. Was da bei 18 Jahren Overstay rauskommt, vermag ich nicht zu sagen. Das können die Expats hier wohl eher abschätzen.

  • Wurde die Geburt der beiden Kindern den phil Behoerden damals gemeldet?


    Eingereist sind beide als Deutsche, sollten beide es schaffen einen phil Pass zu bekommen, koennten beide damit durchkommen. Wenn nicht, wird es richtig teuer. Ruekwirkend die Geburt anmelden wird viel Zeit in Anspruch nehmen


    Als erstes bei https://psahelpline.ph/ eine Gebursurkunde anfordern. Wenn eine kommt, damit einen phil Pass beantragen. Parallel dazu bei der deutschen Botschaft eine neuen Reisepass beantragen.

    "Eine Expertise ist eine objektive Niederschrift einer subjektiven Meinung"

    "Fakten sind keine Wahrheiten" - Werner Herzog

  • um eine exit clearance zu beantragen. Was da bei 18 Jahren Overstay rauskommt, vermag ich nicht zu sagen

    Ich habe die KI mal befragt .. bei aller Vorsicht bei Antworten der KI scheint mir diese hier nicht ganz realitätsfern:


    allein die Überziehungsstrafe wäre dann 18x12x500 = P108,000.00

    dazu die nachzuholenden Visa-Extension-gebühren .. ich nehme mal als Mittel pro 2 Monate P5000 : 18x6x5000 = P540,000.00

    (die expats sollten mich berichtigen, was die extension-gebühren angeht, kenn ich mich nicht so aus)


    Dann wären wir schon bei ca. P650,000.00 ; also es geht auf 10.000 Euro zu ....


    Da lohnt wahrscheinlich schon ein RA, der mit der immigration etwas aushandeln kann.. wenn das dann überhaupt geht.

  • Ich habe die KI mal befragt .. bei aller Vorsicht bei Antworten der KI scheint mir diese hier nicht ganz realitätsfern:

    Das gilt für Ausländer, aber nicht für Filipinos!



    Ich verstehe die Aufregung hier nicht ganz.


    -> Kind einer Filipina wird in Deutschland geboren, ist somit also philippinischer Staatsbürger.

    -> Kind reist mit Touri-Visum unter deutschem Pass auf den Phils ein - ist sein gutes Recht.

    -> die Geburt kann man danach sofort auf den Philippinen registrieren, muss man aber nicht!

    -> man kann das Kind auch "late-registeren" lassen, dauert zwar länger, aber geht.

    -> ein Filipino kann in seinem eigenen Land per se nicht "overstayen".


    Also ist folgendes zu tun:

    die Geburt mit Birth-Cert der Mutter plus Bescheinigung dass sie zum Zeitpunkt der Geburt noch Filipina war auf den Phils eintragen lassen.

    Phil. Passport beantragen.

    Fertig.


    Ein "Filipino by blood" unterliegt keinen Visa-Vorschriften, ganz egal was die Mutter hier für Märchen erzählt.



    Die Angst vor der Botschaft oder vor'm BI können wir den Protagonisten von denen der TS erzählt hat nicht nehmen, das müssen sie selbst bewerkstelligen.


    Fakt ist jedenfalls, dass ein Filipino sich solange in seinem Heimatland aufhalten kann wie er/sie möchte.

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • . . . wenn dem die Einreisegesetze nicht entgegensprechen.

    Das hat durchaus seine praktischen Erwägungen, wenn es für Touristen und eigene Staatsbürger unterschiedliche Regelungen gibt, zum Beispiel bei der Freigrenze von mitgebrachtem Bargeld, oder bei der Ausreise, wo philippinische Staatsbürger Ausreisesteuer bezahlen müssen (travel tax).


    In den USA geht es definitv nicht, als US-Amerikaner musst Du in die USA mit deinem amerikanischen Pass ein- und ausreisen, auch wenn Du mit deinem deutschen Pass problemlos ein Visum bekommen würdest.


    Ich weiss selbst, dass viele philippinische Doppelstaatler bei kürzeren Reisen das so handhaben. Deutschen Pass vorzeigen, Stempel rein und fertig.


    Dazu schreibt das auswärtige Amt:


    Quote

    Bei Doppelstaatern (Erwachsene und Kinder) ist zu beachten, dass nach internationaler Übung

    • die Einreise nach und die Ausreise aus Deutschland nur mit deutschem Reisepass oder Passersatz, z.B. Personalausweis
    • die Einreise in und die Ausreise aus dem anderen Staat (dessen Staatsangehörigkeit die Betreffenden ebenfalls besitzen) nur mit den nationalen Dokumenten des anderen Staates

    erfolgen sollte.

    Ggf. fragt die Fluggesellschaft beim Check-in nach beiden Pässen, um die Einreiseerlaubnis zu klären.


    Ich würde die philippinischen Geburtsurkunden und die Pässe mit den neuen, jungfräulichen deutschen Pässen beantragen. Da sind ja keine Einreisestempel drin, und die alten Pässe sind erst einmal nicht auffindbar, wenn die philippinischen Behörden danach fragen.


    Die Mutter muss zum Zeitpunkt der Geburt die philippinische Staatsbürgerschaft besessen haben. Vielleicht reicht dafür ein Affidavit. Das kostet nur die Beglaubigung der Unterschrift beim Notar.

    Die philippinischen Behörden haben einen Ermessensspielraum, insofern halte ich die Beauftragung eines philippinischen Anwaltes für sinnvoll, auch unter dem Gesichtspunkt der räumlichen Entfernung und dass die Antragsteller mit Behördendingen nicht vertraut sind.


    Ein deutscher Anwalt hilft nicht weiter. Im besten Fall kennt er sich im philippinischen Recht aus und hat Erfahrung mit dem philippinischen Meldewesen, dann kann aber auch gleich ein philippinischer Kollege einspringen und macht das zu einem viel günstigerem Preis.


    Aber gerade mein Partner möchte wieder herkommen wegen mir und das Problem ist ja auch, wenn die Mutter irgendwann nicht mehr lebt haben sie gar nichts mehr, sie bekommt Witwenrente und das Haus in dem sie leben gehört ihr. Darauf können sie aber keinen Anspruch erheben.

    . . .


    Die Witwenrente erlischt natürlich mit dem Tod der Mutter.


    Wenn das Haus im Grundbuch auf die Mutter eingetragen ist, sind die Kinder die gesetzlichen Erben. Wenn die Mutter ein Testament gemacht und die Kinder enterbt hat, bleibt immer noch der Pflichtteil. Die Kinder brauchen für die Beantragung des Erbscheines auf jeden Fall gültige Ausweise und eine Geburtsurkunde sowie das Familienbuch ist auch hilfreich. Also die gleichen Dokumente, die jetzt auch für die Beantragung der philippinischen Pässe gebraucht werden.


    Wie gesagt, der erste Schritt ist der Weg zur deutschen Botschaft, um deutsche Pässe zu beantragen. Ggf. dauert es etwas länger, weil die Pässe schon lange abgelaufen sind.

  • Wie alt ist den die Person genau?


    Wurde die Geburt in D der phil. Botschaft gemeldet?

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    um Situationen zu vermeiden,

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  • alles richtig ... aber die Mutter ist deutsche; wenn das Kind geboren wurde, als sie schon die deutsche Staatsbürgerschaft hatte, wäre es Kind eben auch nur deutsch und nicht philippinisch. Das sollte mal als erstes geklärt werden: Geburtsdatum des Kindes und Einbürgerungsdatum der Mutter ...

  • hge Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, aber wo steht geschrieben, dass die Mutter Deutsch ist? Ich habe nur gelesen „sie ist von dort“. Wenn sie Deutsch wäre, wie konnte sie dann das Land für das Haus kaufen?


    Vielleicht könnte der TS uns bitte etwas besser informieren?

  • Wenn ich es recht verstehe lautet das Problem 18 Jahre Overstay und kein Geld?


    In der Umgekehrten Situation in Deutschland, würde die Person (bzw. Personen) einfach ausgewiesen und wenn sie nicht freiwillig ausreisen abgeschoben. Dazu käme ein Gerichtsverfahren wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetzmit geschätzt 120 Tagessätzen (das können bei Mittellosen aber auch 5,- EUR am Tag seinI, auf jeden Fall wäre man dan vorbestraft.


    Abschiebehaft wäre auch möglich, wenn man der Ausweisung nicht nachkommt.


    Nur mal zum Vergleich.


    Die Rechtssituation auf den Philippinen ist mir im Augenblick nicht bekannt. Inhaftiereung ergiebt aber auch dort ja nicht wirklich Sinn, weil man die Person(en) ja eigentlich loswerden möchte und Inhaftierung (auch bei unsäglichen Haftbedingungen den Philippinischen Staat Geld kostet).


    Insofern würde ich auch auf eine Art von Ausweisung tippen und ein "Blacklisting" dürfte damit sicherlich verbunden sein.


    Am besten sollte man in der Tat zunächst einmal einen fachkundigen philippinischen Anwalt fragen.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • alles richtig ... aber die Mutter ist deutsche; wenn das Kind geboren wurde, als sie schon die deutsche Staatsbürgerschaft hatte, wäre es Kind eben auch nur deutsch und nicht philippinisch. Das sollte mal als erstes geklärt werden: Geburtsdatum des Kindes und Einbürgerungsdatum der Mutter ...

    Yepp anosonsten könne wir nur weiter spekulieren.


    Eingereist sind beide als Deutsche, sollten beide es schaffen einen phil Pass zu bekommen, koennten beide damit durchkommen. Wenn nicht, wird es richtig teuer. Ruekwirkend die Geburt anmelden wird viel Zeit in Anspruch nehmen

    Wurden damals schon Einreisen registriert? Stehen also auf einer Overstay Liste? Wenn ja müssten sie sich auch mit phlippinischen Pass mit der BI auseinandersetzen. Erst muss aber die Staatsangehörigkeit geklärt werden, wenn nein, braucht es einen phlippinischen Anwalt der ggf. schon mal bei der BI vorfühlt.


    Bei Doppelstaatler gilt eigentlich grundätzlich die Regel im Land mit eigener Staatsangehörigkeit auch mit dem Landespass einzureisen. In Länder wie DEU oder USA ist das auch so gesetzlich geregelt.

  • Es ist sehr merkwürdig, dass der TS sich gar nicht mehr dazu äußert!

    Ich moecht jetzt nicht schreiben, was ich (von Anfang an) vermute...Jedenfalls klingt fuer mich die Geschichte sehr merkwuerdig. Abr wenn sie wahr sein sollte, dann fehlen m.E. folgende Informationen:


    - welche Staatanghoerigkeit und ggf. Visastatus hat die Mutter?

    - welche Staatsanghoerigkeit hatte der verstorbene Vater? Ich vermute die deutsche. Dann haette er aber regelmaessig zur BI gehen muessen, oder lebte er auch sehr viele Jahre ohne eine gueltiges Visum in den Philippinen. Halte ich fuer sehr unwahrscheinlich.

    - kennt der TS seinen Partner persoenlich und war bereits in den Philippinen oder handelt es sich um eine Onlinefreundschaft? => dann waere die Warnung von fritzweber gerchtfertigt.


    Angeblich hat der TS heute einen Termin bei einm dt. RA. Mal schauen, ob er davon berichtet. Jedenfallss bislang war er nur 32 MIn. hier im Forum online.

  • Es ist sehr merkwürdig, dass der TS sich gar nicht mehr dazu äußert!

    Ich moecht jetzt nicht schreiben, was ich (von Anfang an) vermute...Jedenfalls klingt fuer mich die Geschichte sehr merkwuerdig.

    Wir haben die gleiche Vermutung.


    Es ist müßig hier zu diskutieren und gut gemeinte Ratschläge zu geben, solange die Situation nicht wirklich deutlich und transparent vom TO geschildert wurde.


    Es muß zwingend geklärt werden welche Staatsangehörigkeit(en) die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt hatte. Erst wenn diese Information vorliegt kann man Ratschläge geben wie man sich zu verhalten hat.


    Es sollte für den TO nicht schwierig sein diese Informationen zu erhalten und hier mitzuteilen. Allerdings haben wir schon ein paar Tage nichts von ihm gehört. Macht aber nix. Wir können ja weiter diskutieren, wenn die Jungs 19 Jahre Overstay haben. Völlig egal.

  • Jedenfalls klingt fuer mich die Geschichte sehr merkwuerdig. Abr wenn sie wahr sein sollte, (...)

    Jedenfallss bislang war er nur 32 MIn. hier im Forum online.

    Allerdings haben wir schon ein paar Tage nichts von ihm gehört.

    Warten wir mal ein paar Tage ab bevor wir den Teufel an die Wand malen...

    Vielleicht hat der TS ja nur am Wochenende Zeit oder so... :dontknow


    Macht aber nix. Wir können ja weiter diskutieren, wenn die Jungs 19 Jahre Overstay haben. Völlig egal.

    :D:D ...und uns dann immernoch wundern welche Staatsbürgerschaft sie denn rechtlich haben... :denken


    Neee, wenn das wieder so ein Topic wird wo einfach nix mehr kommt dann machen wir zu und es verschwindet in den Tiefen des Mülleimers.


    Aber jetzt mal Geduld... :pleased:hi

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Wir haben die gleiche Vermutung.

    Ziemlich trollig!!

    I am multi-talented!

    I can talk and p.iss people off at the same time!


    A pessimist is a man who thinks all women are bad.

    An optimist is a man who hopes they are.


    My mouth is not a bakery, I don't sugarcoat anything!


    If you ask my opinion,
    I am going to tell you the truth,
    Not that what you'd like to hear!


    Ein erfahrener Pilot ist,

    wer seine Erfahrung benutzt,

    um Situationen zu vermeiden,

    die seine Erfahrung erfordern!


    ╭∩╮(︶︿︶)╭∩╮

  • Die Kinder sind offensichtlich in Deutschland geboren und haben dort gelebt, sonst hätten sie keine Personalausweise bekommen. Dann sind sie mit ihren deutschen Pässen in die Philippinen eingereist und haben das übliche "Visa-on-Arrival" bekommen. Vielleicht sind sie auch zusammen mit der Mutter eingereist, dann hätten sie den ein Jahr gültigen Balikbayan-Stempel bekommen.


    Ob die TS den Partner persönlich kennt, oder es sich um eine Onlinefreundschaft handelt, spielt keine Rolle. Es wurden keine finanziellen Forderungen gestellt, es geht nicht um Unterhalt, sondern nur um Behördenangelegenheiten.


    Dazu ist eigentlich alles gesagt worden. Mein Ansatz wäre die Geburtsurkunde der philippinischen Mutter und ein Affidavit, dass sie bei der Geburt noch philippinische Staatsbürgerin war. Ein philippinischer Anwalt mit guten Beziehungen zum BI kann sehr hilfreich sein. Ein deutscher Anwalt kann nichts ausrichten, da es sich nicht um deutsche Behördenangelegenheiten handelt.


    Für mich ist die Geschichte sehr realistisch. Für uns Deutsche ist das nicht vorstellbar, wir haben ein sehr strenges Meldewesen. Kinder ohne Geburtsurkunden gibt es nicht! Wer sich nach dem Umzug nicht innerhalb zwei Wochen ummeldet, zahlt ein Bussgeld. :(


    Die deutschen Standesämter leben diese Bürokratie. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein Deutscher eine Kongolesin heiraten wollte. Beide lebten schon lange in Deutschland, Aufenthaltsgenehmigung der Kongolesin war auch in Ordnung. Das zuständige Standesamt hat auf einer Geburtsurkunde bestanden, die Antragsstellerin solle doch dort hinreisen und die Urkunde besorgen, obwohl im Kongo zu dieser Zeit Bürgerkrieg war. Das Paar hat das Problem dann selbst gelöst: Ein anderes, kleineres Standesamt war da pragmatischer und hat sich mit einer eidesstattlichen Erklärung über die Geburt begnügt. Daraufhin ist das junge Paar pro-forma zu Freunden in diesem Ort umgezogen und hat sich dort angemeldet, damit sie heiraten konnten. Damit hatten sie sich ein jahreslanges Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gespart. Anderen Paare in der gleichen Situation bekamen vom Standesamt "unter den Hand" den Hinweis, doch besser in Dänemark zu heiraten.


    Dagegen herrscht in den Philippinen Chaos. Hausgeburten wurden nicht immer gemeldet. Einen Reisepass haben nur die Bürger, die ihn wirklich zum Reisen brauchen. Das sind die wenigsten. Die anderen müssen sich mit dem Führerschein oder der Sozialversicherungskarte behelfen.

    Woher hätten es denn die Philippinen lernen können? In den USA ist es auch nicht anders. Daher muss man sich für Wahlen immer vorher registrieren, da Wahlbenachrichtigungen nicht wie in Deutschland an die Meldeadresse geschickt werden können. Der Führerschein ist auch in den USA ein allgemein akzeptierter Ausweis.


    Ich habe selbst in meinem Dunstkreis einen ähnlichen Fall wie die TS. Filipina mit deutscher und philippinischer Staatsbürgerschaft, eingereist mit dem deutschen Pass und Balikbayan-Stempel. Dann wurde der deutsche Reisepass ein paar Jahre lang "gepflegt", d.h. jährliche Reisen ins Ausland und bei der Einreise immer wieder ein neuer Balikbayan-Stempel. Diese Filipina hat auch einen philippinischen Pass, aber mit unterschiedlichen Namen und Daten. Hier fangen die eigentlichen Probleme an. :sonicht


    Ich habe auch schon von Ausländern gehört, die jahrelang unbehelligt ohne Visum in den Philippinen lebten. So lange sie dort nicht aufgefallen sind, hat es niemanden gestört. Nun sind die Behörden digitalisiert und kommen solchen Sündern schneller auf die Spur. Einem allgemeinen Trend folgend, ist auch die einhemische Bevölkerung gegenüber Regelverweigerern nicht mehr so tolerant.

  • 18 Jahre Overstay ist ein dicker Hund!!! Das muss doch jedem klar sein, dass das KEIN Kavaliersdelikt ist??


    Ich denke, auch wenn sie den besten Anwalt nehmen, müssen sie dennoch mit einer saftigen Geldstrafe zusätzlich zu den nicht bezahlten Visakosten rechnen, wenn nicht gar Haft. Je länger sie warten, desto schlechter wird die Lage. Wenn Sie "Eier! haben, sollten sie nicht mehr lange warten. Für mich unverständlich, dass sie deine finanzielle Hilfe ablehnen.


    Rückwirkend zählt meines Erachtens in der Situation nicht, da sie ja erst jetzt, wenn überhaupt die doppelte Staatsangehörigkeit beantragen würden. So läuft das nicht.

    Sorry, aber so zu schreiben bringt nichts. Sie wussten sehr lange nichts von ihrer Situation, erst die Mutter hat ihnen das irgendwann gesagt. Da war das Thema aber schon seit mehreren Jahren.

  • Hallo zusammen, leider konnte ich irgendwie nur zu einem Beitrag mit Zitat antworten (wie schon geschrieben ich bin neu hier, habe bei anderen Meldungen auch mit Zitat antworten wollen, aber es ging leider nicht).

    Ich habe derzeit sehr viel beruflich um die Ohren und habe es nicht geschafft, vorher zu schauen.


    Ich kenne beide persönlich aus Deutschland, der ältere Sohn ist mein Schulfreund gewesen und den Bruder kenne ich auch. Wir waren auch damals immer bei Familienfeiern eingeladen und die Eltern kenne (bzw. den Vater kannte) ich auch persönlich.


    Die Mutter hat noch immer ihren Philippinischen Pass, ob sie die Deutsche Staatsbürgerschaft besessen hat, weiß ich derzeit leider nicht. Fakt ist die beiden Jungs sind in Deutschland geboren.


    Die Mutter ist auf den Philippinen sozusagen die Familienführerin und auch wenn jemand erwachsen ist, hat sie noch immer das Sagen und es wird meist nichts dagegen als Kritik gesagt.

    Demnach haben sich die Söhne mit sowas nie beschäftigt, da es andere für sie gemacht haben, oder in diesem Fall dann leider nicht.


    Uns ist bewusst, das neue Pässe für Deutschland beantragt werden müssen und sie möchten auch das Thema mit der doppelten Staatsbürgerschaft prüfen lassen, sie sind ja immer als deutsche eingereist mit der Familie.

    Allerdings habe ich jetzt gelesen, das die beiden während der Beantragung zum Report of Birth (teilweise ja auch durch die Deutschen Behörden zu bearbeiten) noch auf den Philippinen als Deutsche gelten und somit als Ausländer.

    Das würde bedeuten, das sie bis zum Abschluß des Procedere als illegal zählen und dann vielleicht doch in Haft müssen weil sie das Geld zum bezahlen vom Overstay nicht haben?

    Wenn man auf den Philippinen in Haft kommt (auch Abschiebehaft bis ein Status etc. geklärt ist) bekommen die meisten kein Essen und die Familie wird dadurch noch mehr belastet weil sie Essen jeden Tag hinbringen müssen, da Geld nicht wirklich hingeschickt werden kann oder die Inhaftierten erhalten es gar nicht.


    Auf den Philippinen gibt es sehr viel Korruption, deshalb haben sie Angst das selbst die Deutsche Botschaft sie melden könnte. Auch wenn dies sehr unwahrscheinlich ist.


    Mein zusätzliches Problem aktuell ist, das eine Hochzeit in der Familie ansteht und dieses Ereignis als Priorität gesehen wird und man über die Ausreise usw erst mal gar nicht nachdenken möchte...es läuft ja nicht weg und die Hochzeit ist ein freudiges Ereignis und die Familie hat auf den Philippinen noch einen sehr hohen Wert.


    Ich versuche zu helfen, aber sie sehen es leider als Druck an, wenn ich immer wieder davon spreche und versuche die Schritte mit ihnen zu planen. Bevor die Hochzeit nicht um ist, glaube ich machen sie definitiv nichts.


    Aber ich versuche halt Infos zu bekommen.


    Ich hatte die Hoffnung, hier gibt es betroffene, die aus eigener Erfahrung sprechen können, aber anscheinend könnt ihr nur Vermutungen anstellen.

  • Nochmals, wenn die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt die philippinische Staatsbürgerschaft hatte, dann sind die Kinder automatisch auch Filipinos. Man muss sich nur nachträglich registrieren lassen. Es wurde auch schon erwähnt, dass dies auf den Philippinen nichts besonderes ist und auch nicht viel kostet. Mit der gleichen internationalen Geburtsurkunde und dem alten deutschen Pass kann man parallel die DBM aufsuchen und einen neuen deutschen Pass beantragen.

    Gruß

    Dirk

  • Gemini sagt dies:

    Late registration of birth in the
    Philippines
    requires filing a delayed registration at the Local Civil Registry Office (LCRO) where the birth occurred, usually after 30 days. Key requirements include a Negative Certification from the Philippine Statistics Authority (PSA), a notarized Affidavit of Delayed Registration, supporting documents (baptismal/school records), and payment of fees. Philippine Information Agency +3

    Key Steps for Late Registration (Birth Certificate)

    Secure Negative Certification: Obtain a "Certificate of No Record" (Negative Certification) from the PSA or the Local Civil Registry Office (LCRO) to prove the birth wasn't registered.Prepare Documents:Accomplished Certificate of Live Birth:Form to be filled out (4 copies).Affidavit for Delayed Registration: Notarized statement explaining why the birth was not registered on time.Supporting Evidence: At least two documents showing birth details (e.g., Baptismal Certificate, School Records/Form 137, Medical Records, Insurance Policy, Barangay Certification).Parent's Marriage Contract: If applicable.Affidavit of Acknowledgment: Required if the father's name is not on the birth certificate.File at the Local Civil Registry Office (LCRO):Submit all documents to the LCRO of the city/municipality where the birth occurred.Pay Fees: Pay the filing and registration fees at the City/Municipal Treasurer’s Office.Posting Period: The LCRO will post the request for 10 days to ensure no objections, after which the document is officially registered. ndvlaw.com +7

    Important Notes:

    If the registrant is 18 or older, they may need to submit a certificate of no marriage and, if applicable, an affidavit of delayed registration of marriage.For Filipinos born abroad, the registration is handled by the nearest Philippine Embassy or Consulate.Some cities, like Quezon City, offer online submission of requirements through their e-services portal before physical submission.