Getrennt lebende Eltern DE-PH

  • Im Rahmen der Familiengerichtsverhandlung wurde die Kindsmutter gefragt, wo sich unser Kind während der Ferien in Philippinen aufhalten würde. Sie gab dort als ihre Heimatadresse "Purok-4" ihres Barangay an. Ich habe in mapcarta.com hierzu gelesen: "Purok 4 is a neighbourhood in Bukidnon, Northern Mindanao. Purok 4 is situated nearby to the village Mabuhay, as well as near the neighbourhood Purok 1."
    Das ist also ein Stadtviertel, aber keine echte Adresse.


    Ich wollte jetzt während die Tochter im Ferien-Umgang mit ihrer Mutter hier in Europa ist, dorthin fahren, um zu erkunden, wo die Familie wohnt und wo ich mein Kind suchen müsste, wenn es denn aus einer Umgangszeit nicht nach Hause zurückkehren würde. Mir wurde aber von 2 Filipinos abgeraten, alleine dorthin zu fahren.


    Als ich die KM vor 10 Jahren das erste Mal besuchte, ließ sie es nicht zu, dass ich ihr Zuhause kennenlerne. Wir trafen uns in Malaybalay, in einem Hotel. Auch das Kennenlern-Treffen mit ihren Eltern fand in Malaybalay statt; wo sie zuhause ist und wie man dorthin kommt, ist mir weiterhin unbekannt.


    Wie seht ihr das? Ist das wirklich so gefährlich, und wenn ja, ist es dann eine gute Idee, das eigene Kind dort sich selbst und der Familie ihrer KM zu überlassen?

  • Sie gab dort als ihre Heimatadresse "Purok-4" ihres Barangay an.

    (...)
    Das ist also ein Stadtviertel, aber keine echte Adresse.

    Kann gut sein dass es dort keine Strassennamen gibt.

    Das ist "irgendwo mitten in den Bergen"...


    Mir wurde aber von 2 Filipinos abgeraten, alleine dorthin zu fahren.

    Welche 2 Filipinos waren das denn?

    Die Gegend ist eigentlich nicht "gefährlich" oder so. :dontknow


    Als ich die KM vor 10 Jahren das erste Mal besuchte, ließ sie es nicht zu, dass ich ihr Zuhause kennenlerne.

    Red Flag! :halt

    Meditieren ist immernoch besser als rumsitzen und nichts tun

  • Purok 4 is a neighbourhood in Bukidnon, Northern Mindanao. Purok 4 is situated nearby to the village Mabuhay, as well as near the neighbourhood Purok 1."
    Das ist also ein Stadtviertel, aber keine echte Adresse.

    Purok 4 ... das klingt danach, dass es in einem Dorf ist. Meine Frau kommt auch aus einem Dorf, man könnte schon fast sagen ein Vordorf zuum eigentlichen Dorf und dort gibt es auch keine Straßennamen. Ebenfalls Purok x Die Dörfer sind aber dann so klein, dass sich jeder - oer zumindest fast jeder - untereinander kennt. Es ist also kein Stadtviertel, sondern eher ein "Dorfviertel".

    Herzliche Grüße
    Globomanni =)

  • "Purok" ist zumeist gleichbedeutend mit "Straße" oder einem bestimmten definierten Teil eines "Barangay" (bei uns würde man sagen Stadtteilverwaltung). Es handelt sich auf den Philippinen um eine ganz normale Adressangabe und Barangay plus "Purok" plus Nummer (und dann ggf. noch eine Building Nummer) findet sich als Adressangabe keineswegs nur in Dörfern. - Also "Barangay" ist der Stadtteil oder das Stadtviertel, "Purok" (plus Nummer) für gewöhnlich eine Straße innerhalb des Stadtviertels. Eine solche Angabe ist i.d.R. nicht schwer zu finden und in der Straße/Purok kann man dann ggf. einfach nach dem Haus einer bestimmten Familie fragen. - Das ist jetzt aber eine allgemeine, auf die Philippinen bezogene Aussage und hat mit einer möglichen Gefährdungslage in Mindanao nichts zu tun. Da sich die Tochter nach meinem Verständnis im Augenblick in familienrechtlich nicht zu beanstandender Weise dort aufhält, würde ich mich an Deiner Stelle deshalb auch zurückhalten. Wenn Du dort jetzt unangemldet auftauchst, dürfte das die Situation eher eskalieren und die Aktion könnte Dir, wenn es dumm läuft, auch familiengerichtlich letztendlich zum Nachteil gereichen.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


    Gotthold Ephraim Lessing, Ernst und Falk - Gespräche für Freymäurer

  • Eine solche Angabe ist i.d.R. nicht schwer zu finden und in der Straße/Purok kann man dann ggf. einfach nach dem Haus einer bestimmten Familie fragen

    Und spätestens ab diesem Zeitpunkt spricht es sich dann genau in dieser Gegend rum, daß da eine Langnase jemanden gezielt sucht... Ich weiß ja nicht...

    Da sie ja alles daran gesetzt hat, daß du ihr Zuhause nie kennenlernen durftest, wäre ich auf jeden Fall eher skeptisch und gewissermaßen doch vorsichtig. Das passt für mein Dafürhalten so gar nicht zu den Pinoys und deren Wichtigkeit von Familie.

    Ich bin damals direkt beim ersten Urlaub nach dem Kennenlernen mit meiner Zukünftigen in die Provinz in ihr Elternhaus gefahren, wurde dort allen "Neugierigen" vorgestellt und habe auch im Elternhaus gewohnt.

    Die einzige, mir tatsächlich plausibel erscheinende Tatsache für die Nichtoffenlegung ihres Zuhauses, wäre sowas wie Armut, wofür (sie) alle sich schämen könnten. Alles andere hat in meinen Augen irgendwie ein "Geschmäckle". Was auch immer die wahren Gründe sind.

    Bei meinem Frauchen in der Provinz gibt's als ihre Adresse auch nur den Wohnort mit Barangaynamen und dann einen Zusatz mit einer Gegend dort (in diesem Fall Crossing...).

    Für das genaue Haus muss man sich als Fremder quasi dann durchfragen.

  • Negros6221


    Meine Aussage bezog sich ja zunächst darauf, dass es sich - entgegen der Beurteilung durch den Fragenden - um eine absolut übliche und auffindbare Adressangabe auf den Philippinen handelt (und es insofern nicht darum gehen kann, dass man diese nicht findet). Die Info bezog sich insofern nicht unmittelbar auf die konkrete Situation, zu der ich ja im Anschluss meine Empfehlung gegeben habe.

    Recht sehr zu wünschen,


    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die über die Vorurteile der Völkerschaft hinweg wären und genau wüssten, wo Patriotismus Tugend zu sein aufhört, ...

    dass es in jedem Staate Männer geben möchte, die dem Vorurteil ihrer angebornen Religion nicht unterlägen; nicht glaubten, dass alles notwendig gut und wahr sein müsse, was sie für gut und wahr erkennen."


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